Heise vermeldet, dass die Wolfenbüttler Herzog August Bibliothek ihre digitalisierten Werke unter eine offene Creative-Commons-Lizenz gestellt hat und lobt dies ausdrücklich. Auch die Pressemitteilung der HAB betont die Vorzüge dieser Lizenz und der freien Verfügbarkeit der Werke:
“Die Herzog August Bibliothek digitalisiert seit 1999 kostbare Teile ihrer Bestände und bietet sie online frei über das Internet an. Inzwischen sind mehr als 2,8 Millionen Seiten digitalisiert und über 17.000 alte Drucke und Handschriften verfügbar. In den letzten Jahren wurde die Frage der Lizenzierung von über das Netz angebotener Digitalisate immer drängender, da der Bedarf an möglichst bequem nachnutzbaren Digitalisaten seitens der Forschung wuchs. Für die geforderte flexible wissenschaftliche Nutzung erwies sich aber die Nutzungsordnung der Bibliothek, die noch aus dem Druckzeitalter stammte, nicht mehr geeignet. Angesichts laufender Abmahnwellen für illegal genutztes Bildmaterial im Internet herrschte vielfach auch Unsicherheit, was man mit den Digitalisaten der Bibliothek machen dürfe.
„Wir möchten den Nutzern größtmögliche Freiheit im Umgang mit unseren Quellen gewähren. Öffentliche Einrichtungen haben aus unserer Sicht eine Verpflichtung, das so zu handhaben“, betont Thomas Stäcker, Stellvertretender Leiter der Bibliothek. Um Klarheit zu schaffen und der Forschung ein möglichst offenes und einfach nachnutzbares Angebot zu machen, hat die Bibliothek nun ihre Nutzungsordnung angepasst und alle ihre Digitalisate unter eine Creative Commons Lizenz BY–SA gestellt, die eine freie Nutzung und Wiederveröffentlichung unter der Bedingung erlaubt, dass die Quelle genannt wird und die Weitergabe unter gleichen freien Bedingungen erfolgt. Auch die von der Bibliothek erstellten Volltexte und digitalen Editionen fallen unter diese Lizenz. Sie stellt damit nach dem Vorbild der
Open Source Bewegung sicher, dass diese Quellen und Forschungsergebnisse optimal zum Beispiel durch die wachsende digital humanities Bewegung genutzt werden können. Darüber hinaus sie setzt auch einen Akzent für eine offene und freie Wissenschaftskultur im Umgang mit dem uns anvertrauten Kulturerbe und den Forschungserträgen, indem sie nun zum Nutzen der Wissenschaft ungehindert und frei von rechtlichen Schranken zirkulieren können.”
Das hört sich doch erstmal positiv an. So ist etwa die digitalisierte Ausgabe des Sachsenspiegels aus dem 14. Jahrhundert durchaus sehenswert. Doch stellt sich da eine Frage: Laut Urheberrecht ist ein Werk bis 70 Jahre nach dem Tod eines Autoren geschützt, danach erlöschen sämtliche Urheberrechte und es wird es gemeinfrei. Jeder kann es dann kopieren, verändern, online stellen oder ausdrucken wie er gerade will. Auch die bloße Anfertigung einer zweidimensionalen Reproduktion verleiht noch kein neues Schutzrecht – die Bibliothek besitzt demnach überhaupt keine Rechte an den alten Werken. Sie sind gemeinfrei und so schön wie die offizielle Erklärung auch klingt: Die CC-BY-SA 3.0-Lizenz ist an dieser Stelle die unfreiere Variante. Jeder darf die Werke auch ohne irgendeine Lizenznennung nutzen.
(Abgesehen davon ist das Digitalisierungsprojekt natürlich zu loben und es ist auch verständlich, dass die Bibliothek für ihre Digitalisierungsbemühungen gerne eine gewisse Anerkennung haben will – es gehört eh zum guten wissenschaftlichen Stil, seine Quellen richtig zu zitieren. Dazu gehört selbstverständlich auch ein Direktlink zu benutzten Digitalisaten.)
Der Amerikaner Eric Muller sucht momentan per YouTube nach einem Video, das die Deportation seines Onkels Leopold am 25. April 1942 aus Würzburg zeigt:
On April 25, 1942, the Nazis deported my uncle Leo to Poland, where he was murdered. And they MADE A MOVIE of the deportation. The movie disappeared at the end of the war. I want to find it and see my uncle. I’ve made this short video appealing for help in locating it. (It’s in German, but you can click on the “cc” button for English subtitles.)
If you know anyone in Germany — or know someone who knows someone in Germany — would you PLEASE forward the video along to them and ask them to spread the word? Let’s see if social media can be used to find this historical artifact! Email me at filmsuche@ericmuller.org.
Diesen Aufruf kann man natürlich nur unterstützen – wer Tipps und Hinweise hat, wo sich dieses Video verstecken könnte, darf sie an Eric weiterleiten.
Manchmal kann man als deutscher Historiker nur etwas neidisch ins Ausland schauen: Der eh schon großartige österreichische Dienst ANNO, welcher diverse Zeitungen der Jahre 1701 bis 1872 versammelt, hat jetzt eine Volltextsuche bekommen. Das funktioniert erstaunlich gut und auch das Userinterface ist – untypisch für derartige Projekte – gut gelungen und übersichtlich.
Einziger Punkt, an dem man etwas meckern könnte, ist die bei Frakturschrift nicht optimale OCR. Da es allerdings kein einziges OCR-Programm gibt, das wirklich vernünftig eine Fraktur-Texterkennung durchführen kann, ist es schwer das der Österreichischen Nationalbibliothek anzukreiden. Das gilt auch für die üblichen Probleme mit dem ſ.
Von daher: Das darf eine deutsche Bibliothek gerne nachmachen.
Es ist eines der interessantesten Projekte der letzten Zeit: Reclaim.fm, publikumswirksam von Felix Schwenzel und Sascha Lobo auf der Republica vorgestellt, verspricht, die eigenen Inhalte aus den Sozialen Netzwerken zu befreien. Technisch basiert es auf einem handelsüblichen WordPress, welches mit verschiedenen Plugins ausgestattet wird. Per RSS oder API-Zugriff kann man sich so die verschiedenen Inhalte auf den eigenen Server saugen und so übersichtlich und unter eigener Kontrolle speichern. Eine Demo findet sich hier.
Note the reclaim wall, which shows you any content you left somewhere on the web. You can filter the different sources with one click, and it’s fully searchable. Sources can be:
• RSS (any RSSable content)
• Facebook (likes, comments, status messages, uploaded photos, links)
• Twitter (tweets, favs)
• Links (Facebook, Twitter, Delicious, Pinboard)
• Youtube (uploads, favs, likes)
• Vimeo (uploads, favs)
• Pinterest (uploads, shares)
• Instagram (guess what)
• Google+ (status messages, uploaded photos, links)
• Flickr (photos)
Ich habe das einfach mal auf meinem Server installiert und getestet. Erwähnte ich schon, dass eigene Server super sind, weil man solche Dienste einfach und problemlos ausprobieren kann? Der erste Eindruck ist positiv: Die Einrichtung funktioniert, ist aber noch etwas sehr frickelig. Dafür zieht es zuverlässig die Daten aus den entsprechenden Netzwerken. Nicht nur für Privatanwender, sondern gerade auch für Institutionen kann das interessant sein: So werden die eigenen Social Media-Aktivitäten übersichtlich angezeigt und ein interessierter Nutzer kann sich schnell einen Überblick über Texte, Fotos und Videos machen ohne gleich 5 verschiedene Fremdseiten besuchen zu müssen. So kann etwa ein Museum, welches auf Flickr Bilder veröffentlicht, auf Facebook Veranstaltungen ankündigt, auf YouTube Vortragsmitschnitte zeigt und per Twitter kommuniziert, dieses an einer Stelle bündeln.
Und wo ist jetzt der Link zu meiner Reclaim-Seite? Geheim und passwortgeschützt. Zum einen bekommt man auf diese Weise schnell Probleme mit unserem unzeitgemäßen Urheberrecht:
In the future, Reclaim Social should copy and store the any content on your blog, which will be quite interesting from an legal point of view. At the moment, some contents like videos are just widgetised.
Wenn man etwa die auf Tumblr gemochten Bilder ins eigene Blog zieht, steht irgendwann garantiert Atilla Abmahnanwalt mit einer Rechnung vor der Tür. Dann doch lieber ein Passwortschutz, das schützt auch vor zu viel Offenheit – ein fertig eingerichtetes Reclaim ist schon sehr Post-Privacy und bündelt eben alles für jeden zugänglich auf einen Blick.
Einige Features fehlen aber noch – da der Dienst stark auf RSS-Feeds setzt, versagt er gnadenlos bei Diensten, die keine RSS-Feeds anbieten. An den üblichen Webforen, Mailinglisten oder privaten Diskussionsrunden beißt sich das Tool die Zähne aus. Mit ein paar weiteren Frickeleien kann man da allerdings sicherlich noch etwas nachrüsten – so bietet WordPress etwa Post-per-Mail an, damit ließen sich sicherlich auch Mailinglisten integrieren. Ich werde aber erstmal abwarten, wie sich das Tool insgesamt entwickelt und was dort noch integriert wird.
Nach vielen schlechten Nachrichten gibt es endlich auch mal etwas Positives zu vermelden: Der Nachrichtendienst für Historiker hat seinen Betrieb wieder aufgenommen.
Die Seite ist durch das Leistungsschutzrecht allerdings arg verkrüppelt – die Titel der Artikel können nicht vollständig angezeigt werden und auch die Teaser sind arg verkrüppelt und lassen häufig nicht einmal auf den Inhalt des Artikels schließen. Trotzdem ist es gut, dass es die tägliche Presseschau wieder gibt. Ich habe sie nämlich doch vermisst.
Ergänzend zu meinem Beitrag von vor ein paar Tagen über die Telekom-Tarifänderungen und den Geist des Bildschirmtextes hat Matthias Röhr über Netzneutralität bei BTX gebloggt.
Gestern erreichte uns eine traurige Nachricht: Peter Haber ist am 28. April nach langer Krankheit gestorben. Die Nachricht kommt für mich als plötzlicher, unerwarteter und unmittelbarer Schock. Der Schweizer Historiker war eine der treibenden Kräfte der Digital Humanities im deutschsprachigen Raum und sein Weblog war eine der wichtigsten Gründe für mich, mit dem Bloggen zu beginnen und mich mit den Digital Humanities zu beschäftigen. Peter Haber wird uns fehlen. Mir fehlen momentan die passenden Worte.
Plakat im Schaufenster einer Buchhandlung in Dortmund (CC-BY-SA 3.0 von mir selbst)
Erinnert sich noch jemand an die Debatte um Ottfried Preußlers Kinderbuch “Die kleine Hexe”, in dem in einer neuen Ausgabe das Wort “Negerlein” gestrichen wurde? Erinnert sich noch jemand an die Untergangspropheten, für die das Abendland dadurch endgültig untergegangen ist. Wir leben zwar immer noch trotz Neuauflage der Kleinen Hexe, es gibt jetzt aber einen viel interessanteren Fall:
Der neue Band der auch bei meinen Nichten beliebten Kinderbuchserie “Conni” enthält folgende Passage, in der sich die immer unerträglich gut gelaunte Conni mit einer Brieffreundin austauscht:
“Mandy hat mir neben ihrer Karte, auf die sie unzählige Kreuze und Os – für jede Menge Hugs and Kisses – gekritzelt hat, einen Amazon-Gutschein geschickt, den ich online einlösen kann. Spitze!”
Derartiges Productplacement in Kinderbüchern ist natürlich grundsätzlich abzulehnen – es wäre mir auch nicht bekannt, dass Kinder jetzt ihren Brieffreunden plötzlich Amazon-Gutscheine schicken würden.
Ebenfalls nicht begeistert von der Sache sind die Buchhändler – immerhin müssen sie jetzt ein populäres Buch verkaufen, das direkt Werbung für das verhasste Amazon macht. Entsprechend haben einige Buchhändler angekündigt, das Buch nicht mehr zu verkaufen und der Carlsen Verlag hat darauf reagiert: Die Passage wird in der nächsten Auflage geändert und Buchhändler können das Buch retounieren.
Jetzt darf man sich an die ganze Diskussion um die Kleine Hexe erinnern und das nochmal mit den gleichen Argumenten durchdenken: Wenn es angeblich ein enormes Sakrileg ist, ein rassistisches Wort zu verändern, wie sieht es dann mit klarem Product Placement aus, das aufgrund von kommerziellen Interessen des Buchhandels gelöscht wird? Geht jetzt das Abendland unter, weil der heilige Text der Autorin verändert wurde? Oder wurde das Abendland gerettet, weil Dschingis Amazon vertrieben wurde?
Ein Gespenst geht um in Deutschland – das Gespenst des Bildschirmtextes. Alle Mächte der alten Bundesrepublik haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen das freie Internet verbündet, die Regierungsparteien, Justizbehörden, Innenminister, Polizeigewerkschaften, Verlage und jetzt auch die Telekom. Ob konservative Netzpolitik oder die Tarifpolitik der Telekom – sie atmen den Geist des Bildschirmtextes.
Wir erinnern uns: Noch lange bevor Tim Berners-Lee das World Wide Web entwickelte, plante die damalige Bundespost einen eigenen Onlinedienst. Mit eigenen Terminals und per Telefonleitung konnte man diverse Dienste nutzen, die auf den ersten Blick an das Internet erinnern: Nachrichten versenden, Informationen abrufen, Chatten, Banking, Shopping und mehr. Das Konzept, was hinter dem Bildschirmtext stand, unterschied sich aber gravierend von dem Netz, das wir heute kennen. Es war ein Netz, wie es der feuchte Traum aller konservativen Politiker, Verlagsmanager und Sicherheitsfanatiker ist. Es gab mit der Bundespost genau einen Provider, welcher auch die Server betrieb. Das Betreiben einer BTX-Seite kostete richtig, richtig Geld. So betrieben v.a. große Firmen, Städte oder Organisationen eigene BTX-Angebote, für Privatleute war das eher unbezahlbar. Einzig einige Vereine wie der CCC leisteten sich eine eigene BTX-Seite (und natürlich den berühmten Hack). Für die nötige Einstiegshürde sorgten die Gerätepreise: Gewerbliche Anbieter zahlten Anfangs satte 70.000 DM für ihr Gerät. Der Dienst besaß auch eine integrierte Bezahlfunktion - der Aufruf einer Seite konnte kostenlos erfolgen, der Anbieter konnte dafür aber auch eine Gebühr von 0,01 Pfennig bis 9,99 DM pro Aufruf oder eine Minutengebühr verlangen. Für Anbieter bestanden klare Regeln, die im Bildschirmtext-Staatsvertrag festgeschrieben waren. Es gab Sendezeitbeschränkungen für bestimmte Inhalte. Nutzer waren über ihre Anschlusskennung eindeutig identifizierbar. Onlinebanking war integriert. Für das Inkasso der gebuchten Dienste sorgte die Bundespost mit all ihrer Macht. Statt dem Wildwuchs des Internets gab es zentrale Strukturen, die Bundespost kontrollierte anfangs sowohl die Leitstellen als auch technische Entwicklung, Standards und Endgeräte.
Fast so schnell wie das WLAN im ICE: BTX-Terminals im Intercity Experimental (CC-BY-SA 3.0 Bernhard Lehn)
Der große Unterschied zwischen BTX und dem freien Internet war allerdings der grundliegende Ansatz: Statt einer wilden, anarchischen und freien Welt, in der erstmal jeder machen konnte, was er wollte, gab es eine staatliche Planung, eine klare Zentralinstanz und alles war streng geregelt. Und damit auch langweilig – BTX konnte sich so nie durchsetzen. Die computeraffinen Menschen organisierten sich zunehmend in eigenen Mailboxen und für den Otto-Normalanwender war die Hardware und Nutzung zu teuer. 1983 kostete BTX immerhin 8 DM monatliche Grundgebühr und die Hardware schlug mit etwa 3000 Mark zu Buche. Die Bundespost war auch unflexibel und behördig genug, um die Verwendung von günstigeren Fremdmodems oder CEPT-Decodern für Heimcomputern zu untersagen. Außerdem wurde und wird der Dienst immer gerne mit dem technisch anders aufgebauten Videotext verwechselt, welcher über die Austastlücke des Fernsehsignals verbreitet wird, ähnlich aussieht und immer noch erstaunlich beliebt ist.
Die großen Hoffnungen der Bundespost für Bildschirmtext erfüllten sich so nicht: Während das technisch vergleichbare Minitel-System in Frankreich v.a. aufgrund von kostenlosen Terminals eine erstaunliche Beliebtheit erreichte und dort lange Zeit die Verbreitung des “richtigen” Internets verlangsamte, erlitt die Bundespost eine herbe Schlappe. Kaum einer nutzte es. BTX wurde erst zu Datex-J, dann zu T-Online, wo es noch bis 2007 aufgrund seiner Onlinebankingfunktionen eine kümmerliche Nischenexistenz führte. Auch die französische Post schaltete im Juni 2012 ihr Minitel endgültig ab.
Der Geist von BTX lebt aber weiter: Viele Entscheider sind mit dem freien, grenzüberschreitenden, anarchischen und unkontrollierbaren Internet nicht warm geworden. Das Internet, wie wir es erkennen, erscheint vielen Politikern und Managern als Betriebsunfall, dessen Folgen jetzt reguliert werden müssen. Die Gesetzgebung des letzten Jahrzehntes geht klar in diese Richtung: Nach einer anfänglichen Euphorie, der Dotcom-Blase, AOL-Werbespots mit Boris Becker und der Initivative Schulen ans Netz ist seitdem der Rollback auf der politischen Agenda. Vorratsdatenspeicherung, Stoppschilder, Leistungsschutzrecht, Bestandsdatenauskunft und wie die Überwachungsgesetze alle heißen dienen alle zur Zähmung des Wilden, des Anarchischen und des Kostenlosen. BTX hatte viele der “Features”, welche aktuelle Gesetze den Sicherheitsbehörden bieten, bereits eingebaut – und manchmal kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die aktuelle Netzpolitik der Unionsparteien auch von Bundespostminister Schwarz-Schilling stammen könnte.
Auch in der alten Behörde Bundespost herrscht noch der Geist von BTX. Die aktuellen Pläne, DSL-Verbindungen mit Volumenbeschränkungen zu versehen, sind vor allem eine enorme Verletzung der Netzneutralität. Die Telekom ermöglicht es bestimmten Anbietern, sich Ausnahmen zu kaufen. Die telekomeigenen Videodienste zählen etwa nicht zum verbrauchten Traffic. Bei der Mobilfunksparte der Bundespost zählt der Datentraffic von Spotify nicht für das verbrauchte Volumen, andere Musikstreamingdienste hingegen schon. Und wenn YouTube bei der Telekom ruckelt und langsam lädt, dann liegt das daran, dass die Telekom von Google Geld für den Anschluss des Rechenzentrums verlangt anstatt wie es anderswo üblich ist, auf eigene Kosten für die Anbindung zu sorgen. Das atmet den Geist der alten BTX-Leitstellen – dort gab es eine zentrale Bundespost-Leitstelle in Ulm und mehrere regionale Zweigstellen. Kommerzielle Anbieter konnten sich gegen gesalzene Gebühren eine “Übergabeseite” in das eigene Netz einrichten lassen. Banken, Versandhäuser und Reiseanbieter nutzen dies, um Bankgeschäfte oder Bestellungen abzuwickeln. Die aktuelle Politik der Telekom will diese BTX-Leitstellen unter eigener Kontrolle wieder einführen. Der Geist des Bildschirmtextes lebt immer noch. Willkommen im Jahr 1983.
A popular air show has cancelled plans to stage a re-enactment of the devastating World War II atomic bomb attack on Japan after protests, officials said Thursday.
Dayton Air Show spokeswoman Brenda Kerfoot said the June 22-23 event at Dayton International Airport will keep a planned “Great Wall of Fire” pyrotechnic show but not as an event meant to re-enact the Aug. 6, 1945, bombing of Hiroshima. The B-29 plane “Fifi,” similar to the Enola Gay B-29 bomber used to attack Japan, will remain in the show but in a separate role.
Air show officials said the re-enactment was meant to highlight a historic event that helped end the war and save lives that would have been lost if the war had been prolonged.