Drei Roboter

In der Kategorie „Wenn ich das als kleiner Junge gehabt hätte…“ gibt es heute Boston Dynamics Sand Flea. Im Prinzip handelt es sich um ein ferngesteuertes Auto mit der Fähigkeit bis zu 10 Meter hohe Sprünge zu machen. Und diese im Gegensatz zu all den bunten ferngesteuerten Autos aus der Fernsehwerbung meiner Kindheit unbeschädigt zu überleben.

Erwartet solche Roboter zuerst im Kampfeinsatz irgendwo dort, wo die US-Armee sich gerade aufhält, dann bei den SWATs, SEKs und sonstigen Polizeitruppen und dann irgendwann vielleicht im zivilen Einsatz – Feuerwehren dürften sich über sowas freuen und irgendwann in vielen Jahren kann ich mir dann in meiner Midlife Crisis statt einem Sportwagen sowas kaufen ;)

Und wenn wir schon bei Robotern sind: Ich bin immer wieder über den aktuellen Stand der Robotertechnik überrascht. Die Kombination aus billigen Kameras, leistungsfähigen Mikroprozessoren und halbwegs ordentlichen Li-Ion-Akkus ermöglicht Dinge, die  so bislang nur in Science Fiction-Romanen vorkamen. In den nächsten Jahren werden autonome Autos zunehmend verfeinert werden und irgendwann die Marktreife und die Straßenverkehrszulassung bekommen. Googles Self driving car hat es jetzt geschafft, einen blinden Mann zum nächsten Fast Food-Restaurant zu fahren. Recherchiert man etwas weiter, dann merkt man, dass diese Technik praktisch unbemerkt erstaunlich leistungsfähig und fehlerfrei geworden ist – die Autos fahren nicht mehr wie bei den ersten DARPA-Challenges wild in irgendwelche Gräben oder gegen Steine, sondern finden sich auf Straßen zurecht. Und dabei sind sie zum Teil sogar sicherer und besser als menschliche Fahrer: Sie sind immer aufmerksam, fummeln nicht am Navi oder Radio herum, zünden sich keine Zigaretten an und streiten auch nicht mit den Beifahrern. Und auch ein stressiger Tag verleitet sie nicht dazu, den Bleifuß durchzudrücken oder erstmal einen Zwischenstopp in einer Kneipe zu machen. Parken können autonome Systeme eh schon lange besser als der Durchschnittsmensch.

Und Amazon hat letztens die Roboterfirma Kiva gekauft, welche sich auf Warenhausautomatisierung spezialisiert hat. Warum Amazon 775 Millionen US-Dollar ausgegeben hat, wird in dem Video klar:

Also: Herzlich Willkommen in unserer Roboterzukunft, hoffen wir, dass in naher Zukunft keiner einen Roboterhistoriker baut. Die beliebten Alternativkarrieren Taxifahrer und Warenhausmitarbeiter haben nämlich keine große Zukunft mehr.

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