British Council Film Collection


The British Council Film Collection is an archive of over 120 short documentary films made by the British Council during the 1940s designed to show the world how Britain lived, worked and played. Preserved by the BFI National Film Archive and digitised by means of a generous donation by Google, the films are now yours to view, to download and to play with for the first time.

http://film.britishcouncil.org/british-council-film-collection

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Datenjournalismus ist auch für Historiker spannend

Ein verschiedenen Personen zugeschriebenes Sprichwort verkündet, dass “Journalism is the first, rough draft of history”. Der Historiker ist zwar vielleicht nicht so begeistert darüber, dass Journalisten ihm schon einen Teil seiner Interpretation vorgeben wollen, aber spätestens der Boom der Zeitungsanalysen in den letzten Jahren zeigt, dass Zeitungen mittlerweile extrem wichtige Quellen für uns Historiker geworden sind. Dazu kommt, dass die wichtigsten bundesrepublikanischen Zeitungen mittlerweile digitalisiert vorliegen und man sich die mühsame Arbeit mit fummeligen Mikrofilmen sparen kann.

Historiker können viel von Journalisten lernen – es ist extrem wichtig, zu wissen, wie Nachrichten und Zeitungen gemacht werden, um sie nachher als Quelle überhaupt verstehen zu können. Ohne ein Verständnis von Nachrichtenagenturen, redaktionellen Abläufen, zeitlichen Beschränkungen, Redaktionsinterna, Platzbeschränkungen und Ähnlichem sind Zeitungen als Quelle nicht zu beherrschen.

Es gibt aber noch mehr zu lernen: Einer der momentanen Trends im Journalismus ist – neben der akuten Printkrise – der Datenjournalismus. Journalisten haben begonnen, die vielen digital vorliegenden Datenquellen zu verknüpfen, zu visualisieren und so eine neue Form des Journalismus zu schaffen. Führend ist hier wieder einmal der britische Guardian, dessen Datablog extrem spannende Recherchen betreibt. Wie verändert sich der Energieverbrauch in Großbritannien? Mit welchen Abgeordneten hat sich Murdoch getroffen? Wer kauft welches Land wo? Woher kommen die Schüler einer Schule? Und die Begleitung der London Riots letztes Jahr ist einfach nur beeindruckend. In Deutschland ist es vor allem die Zeit, deren ebenfalls Datablog genannte Rubrik ähnliche Recherchen betreibt.

Die Fragestellungen zeigen schon, dass sich hier auch für Historiker ein interessantes Themenfeld öffnet, das noch nicht ganz in den Digital Humanities angekommen ist. So zeigen etwa die Analysen des Guardians über die Veränderungen Großbritanniens während der Regierungszeit Thatchers spannende Ergebnisse. Es gibt abgesehen von nicht vorliegenden oder nicht digitalisierten Datenbeständen eigentlich keinen überzeugenden Grund, warum man nicht mit dem Handwerkszeug von Datenjournalisten an historische Fragestellungen herangehen sollte. Wenn die Analyse von Wahlen und Parteispenden in Finnland spannende Ergebnisse bietet, warum sollte man nicht mit dem gleichen Handwerkszeug andere Wahlen untersuchen?

Richtig – dafür gibt es kaum eine Ausrede. Abgesehen davon, dass man das Handwerkszeug nicht beherrscht, dass man Angst vor APIs, Datenanalyse, Graphen und anderen nicht gerade zur üblichen Historikerausbildung gehörigen Werkzeugen hat. Abhilfe schafft hier das Data Journalism Handbook, welches von mehreren Datenjournalisten weltweit verfasst wurde, unter einer CC-Lizenz bereitsteht und einen guten Einstieg in das Thema bietet. Wer will, darf sich hier einige Ideen und Anregungen für zukünftige Arbeiten holen. Danach darf man sich diese Liste von interessanten Datenblogs in den Feedreader packen, sich das Deutschlandradio-Feature zur Data Driven History anhören und natürlich einen Blick in den Digitalen Werkzeugkasten für Journalisten werfen. Und wenn man dann von den Daten erschlagen ist, sollte man dringend Hans Rosling zuhören.

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Das Urheberrecht als Mittel zum Zweck

Vor ein paar Tagen hat Sascha Lobo einen wichtigen Text verfasst, in dem er auf die dringend benötigte Renaissance des selbsthosten von eigenen Webseiten hinweist. Denn nur wer seinen eigenen Server besitzt, seine eigene Domain hat, der kann damit im Rahmen der üblichen Gesetze machen, was er will. Wer allerdings sein Blog bei irgendeinem kostenlosen Bloganbieter betreibt, ansonsten auf Twitter aktiv ist, ein Facebook-Profil angelegt hat oder bei irgendeinem anderen Anbieter aktiv ist, der begibt sich in eine Welt der völligen Willkür, die es außerhalb des Internets sonst nur vor Diskotheken gibt.
Alle großen Anbieter, von Google über Facebook hin zu Twitter, haben in der Vergangenheit die Konten einiger Nutzer wegen “Verstößen gegen die AGB” gesperrt. Und die AGB schränkt den Nutzer stark ein, die Anbieter achten extrem auf eine saubere Version ihres Dienstes. Und sauber bedeutet in diesem Zusammenhang häufig eine prüde, konservative, ja irgendwie amerikanische Version. Keiner kann mir auch meine Seite hier wegnehmen – das Blog hier wird automatisch gesichert und selbst wenn mein Hoster mir aus irgendeinem fadenscheinigen Grund kündigen sollte, ziehe ich einfach zu einem anderen weiter.
Die großen Anbieter funktionieren anders – ist man einmal gesperrt, ist der Account weg. Dann kann man sich mit dem aus Textbausteinen bestehenden Support herumärgern, aber damit kommt man meistens auch nicht weiter. Und an die Daten kommt man erst recht nicht mehr heran – ganz berüchtigt ist hier etwa der Fotodienst Flickr, der direkt beim Sperren fleißig alle Bilder löscht. Selbst wenn man den Account wieder entsperrt bekommt, sind die Bilder weg.
Selbsthosten ist daher einer dieser Trends, die sich dringend wieder einer größeren Beliebtheit erfreuen sollten. Es kostet nur wenige Euro pro Monat, die eigene Seite wird nicht mit fremder Werbung verunstaltet und man kann machen und lassen, was man will. Ein Blog mit eigenen Plugins aufmotzen. Einen eigenen eBook-Server betreiben. Ein privates Photolog vernachlässigen. In Sekundenschnelle kleine Nebenblogs einrichten. Die eigene Dropbox hosten und die Kontrolle über die eigenen Daten behalten. Ein Wiki betreiben. Daten sicher und außerhalb von Amazons Cloud backuppen. Und vieles mehr – ich kann es einfach nur empfehlen.

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Ein weiteres dieser Beispiele völliger Willkür liefert passend dazu Dropbox: Der Journalist Mario Sixtus hat einen DMCA-Takedown für eine Datei in seiner Dropbox bekommen. Als Folge wurde ihm zum einen der direkte öffentliche Link zur Datei gesperrt, was dazu geführt hat, dass alle im Web darauf zeigenden Links plötzlich tot sind. Und ihm wurde nicht nur dieser eine Link gesperrt, sondern gleich die ganze Sharing-Funktion des Accounts, der jetzt einen wichtigen Teil der Funktionalität eingebüßt hat. Immerhin war Dropbox so freundlich und hat nicht den gesamten Account dicht gemacht – wie etwa Twitter in einer ähnlichen Situation.

Ich erwähne den Fall, weil es sich um den Steller des DMCA-Takedowns um einen alten Bekannten handelt: Wolfgang Stock, seines Zeichens Professor an der Viadrina Universität Frankfurt/Oder und bei der fraglichen Datei handelt es sich um die Dokumentation von problematischen Wikipedia-Änderungen durch einen Professor der Uni Frankfurt/Oder. Das Thema ging vor einer Weile durch die Blogs, auch durch dieses hier. Schnell wurden weitere Vorwürfe rund um Pharmalobbying und evangelikale, homophobe Propaganda laut.

Alles in allem eine sehr unschöne Geschichte, die ein schlechtes Licht auf den Professor wirft. Sixtus hatte die Dokumentation der Wikipedia-Änderungen damals in seiner Dropbox gespiegelt, also das PDF in den Public-Ordner kopiert und dann die öffentlichen Links verbreitet. Die Dokumentation liegt auch auf den Wikipedia-Servern, was ganz klar gegen Urheberrechtsverletzungen spricht. Kaum eine Seite ist da restriktiver als die Wikimedia-Projekte. Ich kann auch keine Urheberrechtsverletzung drin erkennen:

http://upload.wikimedia.org/wi…..GundCo.pdf

Die fraglichen Wikipedia-Edits sind ja unter einer CC-BY-SA-Lizenz veröffentlicht worden und auch die wenigen Zitate aus Stocks Vorträgen sind vom normalen Zitatrecht gedeckt – vor allem da Dropbox ja eine US-Firma ist und unter US-Recht agiert. Stock hat mit dem DMCA-Takedown ja auch klar US-Recht benutzt und dort gibt es ja das Recht auf Fair Use. Der Takedown von Dropbox ist daher deutlich übertrieben. Der Rechtsanwalt Thomas Stadler spricht daher von einem “Missbrauch des Urheberrechts”:

Über den Vorwurf, Wolfgang Stock hätte Wikipediaeinträge manipuliert, hat beispielsweise auch Heise berichtet, verbunden mit dem Hinweis, Stock würde nunmehr auch juristisch gegen diese Vorwürfe vorgehen. Und damit ist auch klar, woher der Wind weht. Das Urheberrecht wird von Stock nur als Vorwand und Vehikel dafür benutzt, um Dokumente aus dem Netz zu bekommen, in denen besagter Manipulationsvorwurf enthalten ist. Wenn sich Herr Stock gegen angeblich falsche Tatsachenbehauptungen wehren will, dann soll er das tun, aber er sollte nicht das Urheberrecht für diese Zwecke missbrauchen.

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Wallraff vs. Springer, ein neues Kapitel

Merke: Wenn du den Springer-Verlag richtig, richtig ärgerst, dann wird dieser richtig, richtig nachtragend und tritt auch mehrere Jahrzehnte später fleißig nach. Und es gibt wohl kaum einen, der den Springer-Verlag so dermaßen geärgert hat wie Günter Wallraff.

Letzten Sonntag holte das Springer-Blatt “Die Welt” in einem langen Artikel zum großen Rundumschlag aus: Es gebe Anzeichen, dass die Stasi maßgeblich an Wallraffs Buch “Ganz unten” mitgeschrieben habe, in dem er 1985 die Arbeitsbedingungen von Migranten in Westdeutschland thematisierte. Die Faktenlage dabei ist recht dünn. Wallraff wurde von der Stasi in der Kategorie “A-Quelle” geführt, was für “Abschöpfen” steht. Eine aktive Spionagetätigkeit einer derartigen Quelle oder gar ein Mitwissen ist damit noch nicht belegt. Umgekehrt spräche es auch gegen die Stasi, wenn sie nicht im Umfeld einer derart prominenten Person einen IM positioniert hätte.

Dieser soll laut Welt und Stasi Wallraffs Mitarbeiter Frank Berger gewesen sein, der nachweislich als Ost-Agent tätig war und laut eigener Aussage größere Teile des Buches selbst geschrieben haben soll. Richtig schmierig wird es, wenn die Welt hinterlistig „Kam Ali aus Ost-Berlin?“ fragt und damit dann natürlich auch direkt impliziert, dass auch Hans Esser aus Ost-Berlin ferngesteuert wurde, um die BILD-Zeitung zu diskreditieren.

Diese Geheimdiensttätigkeiten sind – wie Geheimdiensttätigkeiten nunmal sind – schwer zu durchblicken, daher hier der entsprechende Abschnitt aus der Wikipedia:

Im September 2003 wurden nach Einsichtnahme der BStU in die Rosenholz-Dateien Wallraff Verbindungen zum Staatssicherheitsdienst der DDR in den 1960er Jahren nachgesagt. So wurde dieser ab 1968[13] von der HVA als IM „Wagner“ geführt.[14] Wallraff bestreitet, jemals aktiv für die Stasi gearbeitet zu haben. Am 17. Dezember 2004 entschied das Landgericht Hamburg aufgrund seiner Klage gegen den Axel-Springer-Verlag, der ihn mehrfach als inoffiziellen Mitarbeiter und Stasi-Mitarbeiter bezeichnet hatte, dass durch die vorgelegten Dokumente der Verlag keinen Nachweis für seine Behauptungen erbringen konnte und diese deshalb zukünftig nicht wiederholen darf. Am 10. Januar 2006 bestätigte das Hanseatische Oberlandesgericht endgültig ein Urteil gegen den Axel-Springer-Verlag, mit dem ihm verboten wird, Wallraff der Mitarbeit in der DDR-Staatssicherheit zu bezichtigen. 2010 gewährte der dänische Geheimdienst Historikern Zugang zu seinen Protokollen über Günter Wallraff aus den 1970er Jahren.[15] Aus diesen geht hervor, dass sich Wallraff – anders als im Prozess gegen den Axel-Springer-Verlag behauptet – unter vier Augen mit dem Journalisten und IM Heinz Gundlach getroffen hatte.[15]

http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnter_Wallraff#Verdacht_auf_Stasi-T.C3.A4tigkeit

Gleichzeitig gilt natürlich auch das, was Hans Leyendecker so schön formuliert:

Nun muss man sich den Fall Berger angucken, man muss sich die Akte anschauen, wie er wirklich geführt wurde, wenn er denn dann geführt worden ist, was sein Ansatz war. Die Stasi ist nun auch nicht Goethes “Eckermann”. Vieles was die Stasi geschrieben hat war so richtig auch nicht. Und wenn in Stasi-Unterlagen steht, Berger habe angeblich Teile dieses Buches geschrieben, so mag das wahr sein oder auch nicht. Also ich würde bei Stasi-Geschichten nie auf den endgültigen Wahrheitsgehalt tippen.

Insgesamt bleibt doch ein recht fades Gefühl am Ende: Zum einen ist die Beleglage der Welt irgendwie doch zu dünn und die Motivation des Verlages ist auch zweifelhaft. An den Werken Wallraffs würde auch eine Stasi-Verstrickung nicht viel ändern – Springer hat genügend Prozesse gegen die BILD-Bücher geführt, die größtenteils scheiterten. Auch die Klagen diverser Unternehmen gegen “Ganz unten” scheiterten an der Faktenlage – die Arbeitsbedingungen von Migranten waren auch ohne Stasi-Propaganda schlecht genug. Außerdem hätte der Springer-Verlag über seine Telefonüberwachung Wallraffs deutlich stichhaltigere Beweise heranschaffen können. Am Ende bleibt das Gefühl, dass hier jemand schmutzige Wäsche waschen will.

(Wer will, darf übrigens hier den Springer-Verlag ärgern.)

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Drei Roboter, Teil 2

Hondas Asimo ist der wohl bekannteste humanoide Roboter, dessen zahlreiche Auftritte ihn seit Jahren in den Medien halten. Ich war aber trotzdem überrascht, wie fortgeschritten er mittlerweile ist.

Eine vernünftige Navigation, Treppensteigen, Gehen auf unebenen Flächen, richtiges, flüssig wirkendes Rennen und diese Szene, in der er die Flasche mit Saft aufschraubt und eingießt, ist sehr beeindruckend. Respekt, Honda! An manchen Tagen stelle ich mich tollpatschiger an und höflicher als ich ist Asimo bereits seit Langem.

Asimo wird mit dem Ziel entwickelt, irgendwann Menschen in Alltagssituationen helfen zu können – und entsprechend freundlich, niedlich und knuffig wirkt er. Das US-Militär bzw. Boston Dynamics haben ein ganz anderes Ziel, nämlich die Unterstützung von Soldaten im Kampfeinsatz oder gar das direkte Töten und Kämpfen durch Roboter. Daher wirken die Bewegungen des neuen Petman auch deutlich anders. Man merkt, dass die Entwickler sich sehr zusammenreißen mussten, um ihm keine Arnold Schwarzenegger-Maske aufzusetzen. Oder vielleicht haben sie sie auch nur für das Video abgenommen.

Ansonsten muss es nicht immer ein humanoider Roboter sein. Unsere zwei Beine sind erstaunlich effektiv und unser “Wettbewerbsvorteil” gegenüber anderen Spezies, da sie es erlauben, dass wir effektiver lange Strecken rennen und damit andere Tiere zu Tode hetzen können. Für Roboter sind diese zwei Beine aber nicht immer vorteilhaft und Fortbewegung geht auch anders. Diesem Roboter möchte ich nicht alleine im Wald begegnen:

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Querulantenwahnsinn

Querulantenwahnsinn, eine Art der primären Verrücktheit (s. Verrücktheit), bei der sich die Kranken in ihren Rechten bald in dieser, bald in jener Richtung benachteiligt glauben und deshalb unaufhörlich durch alle Instanzen ihr vermeintliches Recht in hartnäckiger und aggressiver Form verteidigen. Der Q. entwickelt sich fast nur auf Grund erblicher Belastung. Die Vorstellung der rechtlichen Benachteiligung knüpft in der Regel an irgend einen wirklichen Nachteil an, den die Kranken in einem Rechtsstreite mit vollem Recht erlitten haben. Sie sind aber vollkommen unbelehrbar, und schließlich äußert sich das Krankheitsbild in einer überall hervortretenden Rechthaberei, krankhafter Verteidigung egoistischer Interessen und vor allem in einer Sucht nach Prozessen, die sich zu den gröbsten Ausfällen gegen die Richter zu steigern pflegt, je häufiger die Querulanten von Rechts wegen mit ihren Klagen abgewiesen werden. Da die Verteidigung von den »Prozessern« meist mit großer Rechtskenntnis und nicht ohne Scharfsinn und Redegewandtheit geführt wird, so entgeht es der Umgebung meist lange Zeit hindurch, daß eine Geisteskrankheit vorliegt. Vgl. Hitzig, Über den Q. (Leipz. 1895).

Quelle: http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Querulantenwahnsinn

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Kleine Quizfrage

Eine kleine Quizfrage: Was ist das älteste, komplett erhaltene Buch Europas?

Na?

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Ich hätte es auch nicht gewusst: Es handelt sich um den St. Cuthbert Gospel, welcher im Jahr 687 zusammen mit Cuthbert von Lindisfarne begraben wurde. Ein älteres Buch ist uns nicht bekannt. Die British Library hat die größte Fundraising-Kampagne ihrer Geschichte gestartet und das Buch jetzt für 9 Millionen Pfund erworben. Das ist für ein Buch zwar viel Geld, aber einen Picasso bekommt man dafür noch lange nicht.

Freundlicherweise wurde es auch komplett digitalisiert, für mehr Hintergrundinformationen empfehle ich den oben verlinkten, extrem ausführlichen Wikipedia-Artikel. Und ein Lateinwörterbuch.

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Konstantinopel 1572

Zum Wochenbeginn gibt es eine kleine Karte: Konstantinopel im Jahr 1572. Wie üblich empfehle ich es, die Karte groß zu klicken, denn zu klein aufgelöste Bilder gibt es viel zu viele im Internet.

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Der Donner der Weltgeschichte

Das ist so eine poetische Formulierung, die werde ich mir merken: Steuern sind laut Joseph Schumpeter der “Donner der Weltgeschichte”:

The spirit of a people, its social structure, the deeds its policy may prepare, all this and more is written in its fiscal history, stripped of all phrases. He who knows how to listen to its message here discerns the thunder of world history.

Quelle

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Aelitia (1924)

Wired blickt in einem interessanten Artikel auf die russische Raumfahrtbegeisterung der 1920er Jahre zurück und erwähnt darin den 1923 erschienenen Roman Aelitia von Alexei Nikolajewitsch Tolstoi. Dieser klar von H.G. Wells beeinflusste Science Fiction-Roman schildert die Geschichte einer russischen Marsmission, welche natürlich den Marsmenschen die Vorzüge des Kommunismus näher bringt.

Diese Geschichte wurde auch als Stummfilm verfilmt:

The story was adapted into screen in 1924. Aelita‘s film version preceeded Fritz Lang’s Metropolis by three years. Its futuristic, Expressionistic sets were designed by Isaac Rabinovitch of the Kamerny Theatre. Jakov Protazanov, the director, had worked in Paris and Berlin before he returned to the Soviet Union. The film is said to have influenced the design of the Flash Gordon space opera, which was created by the artist Alex Raymond in 1934 and led to a popular radio serial and several films

Dank des Internets verschwinden solche kleinen Perlen nicht in irgendwelchen Filmarchiven oder auf sündhaft teuren DVD-Editionen mit Kleinstauflage, sondern lassen sich gemütlich mit englischen Untertiteln auf YouTube anschauen. Was eine sehr gute Beschäftigung für einen Samstag Nachmittag ist:

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