Planet History

Daily Archives: 3. Juni 2017

VÖBBLOG TOP 20 im Mai 2017

11.254 total views im Mai 2017. Im April 2017 gab es 63 Beiträge. Die beliebtesten 20 direkt – und nicht via Einstiegsseite – angesteuerten Posts (ohne Stellenanzeigen) waren OÖLB: „Österreich-Ungarns letzter Krieg 1914-1918“ online Peter Kliens bestes Stück VÖB-Umfrage: Arbeitsverhältnisse im Bibliothekswesen – … Weiterlesen

Zwei Coburger Handschriften aus der Frühen Neuzeit online

Kurze gereimte Chronik über die Ereignisse des 10. bis 16. Jahrhunderts – LBC Ms Cas 34#2 http://digital.bib-bvb.de/webclient/DeliveryManager?custom_att_2=simple_viewer&pid=12275084 Historia Erphesfordensis de Landgraviis Thuringiae – LBC Ms Cas 34#3 http://digital.bib-bvb.de/webclient/DeliveryManager?custom_att_2=simple_viewer&pid=12275102 Wieso ist es nicht möglich, den zitierten Katalog von Kaltwasser online zu … Weiterlesen

a.r.t.e.s. forum 2016: „Text | Language | Media“

Interdisziplinäre Jahrestagung der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne

„Text | Language | Media“ – zu dieser thematischen Trias haben wir im Rahmen des a.r.t.e.s. forum auch 2016 wieder ausgewiesene Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland zum gemeinsamen Gespräch eingeladen. Als interdisziplinäre Jahrestagung der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne bot das a.r.t.e.s. forum 2016 die Gelegenheit, Phänomene der Schrift, der Sprache und des Bilds multiperspektivisch zu betrachten. Die Ausrichtung der Panels an den drei Aktionsvokabeln ‚Gestalten | Übersetzen | Kommunizieren‘ repräsentierte die Vielschichtigkeit der medialen Bezüge und disziplinären Überschneidungspunkte, die im Verlauf der Vorträge und Diskussionen sowie der Abendveranstaltung reflektiert wurden.

Krimskrams: Pseudo-Rezensionen bei Amazon — Stoffe für Beutel und frühmittelalterliche Mütze — Frühmittelalterdorf Unterrabnitz

Es geht langsam los: Stoffe für Beutel und Mütze


Letzte Woche habe ich ja davon geschrieben, dass ich nach einer halben Ewigkeit wieder einmal etwas nähen möchte: Und zwar einen Leinenbeutel sowie eine Phrygische Mütze für meine ottonenzeitliche Ausstattung.  Zum Glück hatte ich noch noch passende Textilreste auftreiben können. 
Für den Beutel werde ich einen ziemlich robusten, weißen Leinenstoff verwenden (linkes Bild), der bereits für eine meiner Thorsberghosen benutzt wurde (Blogbeitrag). 
Die Mütze wird aus grünem Schurwollstoff genäht (rechts), aus dem auch meine „Übertunika“ ist (Blogbeitrag). Gefüttert wird die Kopfbedeckung mit weißem Leinen, das von einem alten Leintuch stammt (in Deutschland überwiegend „Bettlaken“ genannt 😉). Alte bzw. lange benutzte Leintücher sind nämlich schön weich (aber aufpassen, dass das wirklich Leinen ist, und nicht Baumwolle oder irgend ein modernes Mischgewebe!). Den unteren Mützenrand besetze ich mit einem gelben Leinenstoff, der schon seit ein paar Jahre in meiner Näh-Kiste liegt. Ursprünglich wollte ich zwar roten Stoff verwenden, aber Gelb passt meiner Ansicht nach doch besser zu dem Grün der Mütze. Außerdem überlege ich mir noch, besagten Besatz dezent zu besticken – und zwar mit Fäden aus dem grünen Wollstoff der Mütze. Das sollte an sich ganz gut hinhauen, denn beispielsweise auch beim Teppich von Bayeux wurde mit Wolle auf Leinen-Untergrund gestickt. Doch ist es sinnvoll, den Besatz vor dem Anbringen an die Mütze zu besticken oder erst hinterher? 
Bezüglich des Schnittmusters werde ich mich an meiner anderen phrygischen Mütze orientieren (Blogbeitrag), aber diesmal mit den Abmessungen etwas großzügiger sein.
In den kommenden Tagen wird alles zugeschnitten und dann beginne ich (seeeehr) langsam, die Einzelzeile zusammenzunähen. Wobei ich zuerst die Mütze und später die Beutel angehe.
Das Nähgarn werde ich direkt aus den verwendeten Stoffen gewinnen, indem ich bei diesen am Rand Fäden heraustrenne. Das ist besonders beim Besatz von Vorteil, weil hier aufgrund der Gleichfarbigkeit von Stoff und Garn die Nähte so gut wie unsichtbar sein werden.

Einen ausführlichen Blogbeitrag zum Mützenprojekt – inklusive historischen Quellen, Fotos usw. – gibt es dann, wenn alles fertig ist. Ob ich über die simplen Leinenbeutel auch etwas schreibe, weiß ich noch nicht. Es zahlt sich ja fast nicht aus.

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Frühmittelalterdorf Unterrabnitz
Auf das kleine, aber schön gelegene burgenländische Frühmittelalterdorf Unterrabnitz habe ich hier vor wenigen Monaten schon einmal hingewiesen, Nun findet dort vom 5. bis zu 13. August 2017 eine Dorfbelebung durch die Frühmittelalter-Gruppe Solibacher statt.  Am 5. und 6. August wird überdies die Austrian Longbow Society vorbeischauen und Einblicke ins Hochmittelalter geben.
Eintritt: freie Spende zur Erhaltung des Dorfs.

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Pseudo-Rezensionen bei Amazon

Ich habe im Rahmen des Blogs ja schon mehrmals auf kuriose bzw. auffällige Rezensionen bei Amazon hingewiesen. Auch die folgende verdient hier zweifellos Erwähnung. 
Den Screenshot habe ich gemacht, nachdem das betreffende Buch gerade einmal zwei Tage im Handel erhältlich war. Und schon 79 Rezensenten wollen bereits zu diesem Zeitpunkt die 256 Seiten gelesen haben? Sehr fleißig … ^^
Nicht, dass ich den Autor – einen in seinem eigenen Zensur- und Ideologiewahn abgesoffenen Irrwisch – verteidigen möchte, allerdings sagt mir meine Erfahrung, dass die meisten Rezensenten das Buch gar nicht gelesen haben, sondern hier bloß ihren Ärger über die Politik dieses Herren zum Ausdruck bringen wollten – u.a. daran abzulesen, dass sich bei den Rezensionen der Anteil an verifizierten Käufen meilenweit unterhalb des üblichen Niveaus bewegt (das gilt mehr oder weniger auch für die vereinzelten positiven Rezensionen). Weiters ist bei den von mir stichprobenartig gelesenen Rezensionen kaum je ein klarer Bezug zum Buchinhalt feststellbar. Einer dieser Nicht-Leser schreibt sogar ganz offen: „Endlich mal ein Buch, von dem ich bereits den Inhalt kenne, ohne es lesen zu müssen.“
Wieso wird so etwas nicht entfernt? Der Rezensionsbereich von Amazon ist schließlich nicht zum Ablassen von politischem Frust da. Dafür gibt es längst eine viel geeignetere Einrichtung: Ihre Bezeichnung: Wahlzelle!

Wer am aktuellen Stand der Bewertung interessiert ist, der klicke bitte hier.
Übrigens, wie ich einen Tag nach dem Erstellen des Screenshots gelesen habe, soll das Rezensieren mittlerweile nur noch Nutzern erlaubt sein, die das inkriminierte Buch bei Amazon gekauft haben (= verifizierte Käufe). Bezeichnenderweise wurden seit dieser Teilsperre kaum noch Rezensionen veröffentlicht.

Ach ja, wer Zeit hat, kann sich durch die hochgeladenen Kundenbilder des Buch klicken. Sehr lustig 😃

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Weitere interessante Themen auf diesem Blog:

Kulturgut in Syrien und Irak im Mai 2017

Daesh erregt inzwischen mehr Aufmerksamkeit durch Terroranschläge im Ausland als durch seinen „Staat“ in Syrien und Irak. Die Kämpfe dauern jedoch an – in Mosul, in der region Idlib und in Rakka. Von dort sind nun Daesh-Kämpfer auf der Flucht nach Palmyra, wo sie angeblich von der russischen Luftwaffe vernichtet wurden. Russische Medien behaupten, die kurdischen Rebellen hätten Daesh einen Abmarsch nach Palmyra erlaubt.
Nach wie vor gehen die Gefahren für das Kulturerbe nicht allein von Daesh aus, sondern ebenso von dem Machtvakuum, das Plünderungen begünstigt. Dabei geht es nicht nur um den internationalen Kunstmarkt und die damit verbundene Antikenhehlerei und Raubgrabungen, sondern auch um Steine antiker Bauten als Baumaterial.

Schadensmeldungen

  •  Jahrtausende bewahrt, in Stunden zerstört. FAZ  (Print)  Nr. 84, 8.4.2017, S. 11·  – hebt vor allem auf die Zerstörungen in Raqqa ab.

      Die Zeit der Daesh-Propaganda mittels Zerstörungen ist noch nicht vorbei:

      Antikenhehlerei:

        Tagungen, Maßnahmen und Aktionen

        Kulturgutzerstörung als Kriegsverbrechen

        Save Hafen

        Schweizer Ermittlungen gegen Antikenhehlerei

             Training für Fachleute

            Archäologie-Klasse für syrische Flüchtlinge in Jordanien

            Archäologie als Bildungsprogramm und Therapie: Projekt in Umm el-Jimal

              Culture at Risk: International Symposium on Illicit Trafficking of Cultural Goods. 

              March 31, 2017 at Medelhavsmuseet/The Museum of Mediterranean and Near Eastern Antiquities, Stockholm, Sweden.

                ArcHerNet

                neue Website des 2016 gegründeten Kompetenznetzwerks deutscher Partner (u.a. des RGZM) mit dem gemeinsamen Ziel, Kulturerhalt im Ausland zu unterstützen:

                zum Netzwerk:

                u.a. Aktivitäten zu Syrien:

                  Europarat-Konvention

                    Restaurierungen

                      Links

                      frühere Posts zum Bürgerkrieg in Syrien auf Archaeologik (u.a. monatliche Reports, insbesondere Medienbeobachtung seit Mai 2012), inzwischen auch jeweils zur Situation im Irak

                      Dank an diverse Kollegen für Hinweise und Übersetzungen.