Planet History

Daily Archives: 7. Juni 2017

875. An Schiller

Jena, den 8. Juni 1802 Die Gelegenheit der abgehenden Boten kann ich nicht versäumen und melde mit wenig Worten daß meine Arbeit gut von statten geht. Ich habe das ganze Opus von vorn bis hinten durch dictirt, und bin nun daran ihm mehr Gleichheit in der Ausführung zu geben. Ich muß mich durchaus an die […]

Haltung in der Bewegung

#Bibliothek braucht keine Social-Media-Agentur, sondern muss ihr Kollegium social denken. Auszug Festrede #bibtag17 https://t.co/5XnZezeTpr — Heike (@hsuett) June 7, 2017 Haltung in der Bewegung: Die Rolle der Bibliotheken im digitalen, demografischen und politischen Wandel – Festrede von Christiane Frohmann zum

Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604 Bd. 3 – Dienerbuch (1930)

http://archiv.ub.uni-marburg.de/ubfind/Record/urn:nbn:de:hebis:04-eb2017-0124 Weitere Neuzugänge bei der UB Marburg u.a.: „Die althessischen Pfarrer der Reformationszeit“, „Catalogus Professorum Academiae Marburgensis. Die akademischen Lehrer der Philipps-Universität in Marburg von 1527 bis 1910“, „Urkundliche Quellen zur hessischen Reformationsgeschichte“ (unvollständig).

Der Fall der Wanderhure „Els von Eystett“

http://www.augsburger-allgemeine.de/noerdlingen/Der-Fall-Els-von-Eystett-id41633546.html Nördlingen: „Auf der Freilichtbühne Alte Bastei wird der Fall der Dirne in diesem Sommer gezeigt. Tatsächlich hat sich die Geschichte aber anders zugetragen, sagt Stadtarchivar Sponsel“. Siehe auch http://www.augsburger-allgemeine.de/noerdlingen/Das-Leben-der-Wanderhure-aus-alten-Akten-rekonstruiert-id19046761.html (2012) https://en.wikipedia.org/wiki/Els_von_Eystett Die auf YouTube nicht mehr vorhandene SAT1-Doku gibt … Weiterlesen

Stellenausschreibung UB BOKU: Bibliothekar/in – Repositoriumsbeauftragte/r

An der Abteilung Universitätsbibliothek und -archiv kommt es zur Besetzung einer Stelle als: Bibliothekar/in – Repositoriumsbeauftragte/r (Kennzahl 64) Beschäftigungsausmaß: 40 Wochenstunden Dauer des Dienstverhältnisses: ab sofort, vorerst befristet bis 31.12.2018 (mit Option auf Verlängerung) Einstufung gem. Univ.-KV, Verwendungsgruppe: IVa Bruttomonatsgehalt … Weiterlesen

Literaturtipp! Christian Kaier: Publikationsunterstützung. Die Bibliothek ist nicht genug

Christian Kaier: Publikationsunterstützung: Die Bibliothek ist nicht genug. Kooperation als wesentlicher Erfolgsfaktor für Publikationsservices von Bibliotheken. In: Informationspraxis Bd. 3 (2017) Nr. 1. DOI: https://doi.org/10.11588/ip.2017.1.35225 Abstract: Für wissenschaftliche Bibliotheken bedeutet der Aufbau publikationsunterstützender Services eine lohnende Erweiterung ihres Aufgabengebietes, die auf … Weiterlesen

6.6.1917 Die Maubeuger Wissenschaft

Die Maubeuger Wissenschaft muss verwertet werden. Man brennt förmlich darauf, von der praktischen Verwendbarkeit meiner Maubeuger Wissenschaft etwas zu erfahren – und schickt mich heute wieder zur Beobachtung. Ich treffe vorn Ruhe an. Durch einen überraschenden Vorstoß ist es uns inzwischen gelungen, die an die Franzosen verloren gegangene “Höhe 108” erneut zurückzuerobern. — An größere […]

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Die Sklaven von Lagos: Episode 5 – Ein Stück Geschichte für die Namenlosen

Der nächste Schritt bei der wissenschaftlichen Erforschung der Skelettfunde aus der portugiesischen Hafenstadt Lagos ist die digitale Erfassung. Jeder Knochen wird digitalisiert und in eine entsprechend große Datenbank aufgenommen. Moderne 3D-Technik erlaubt dabei die Untersuchung der menschlichen Überreste noch genauer vorzunehmen. Der zweite Effekt: Digitalisiert stehen die Knochen über das Internet auch Forscherinnen und Forschern aus anderen Teilen der Welt zur Verfügung. So spannt sich ein Netz aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die jeweils ihre speziellen Kompetenzen einbringen können. Die Geschichte der bislang namenlosen Skelette bekommt so allmählich Konturen, aus denen sich ein neues Gesamtbild fügt.

Tagung | Die Edition der Sprachwissenschaftlichen Schriften Wilhelm von Humboldts

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 10-18 Uhr

Der 250. Geburtstag Wilhelm von Humboldts am 22. Juni ist Anlass für die Veranstaltungen der Akademie zu Ehren des preußischen Staatsmanns, Sprachforschers und Philosophen. Humboldt hat der Akademie eine systematische Stelle im Gesamtgebäude der von ihm reformierten preußischen Bildungsinstitutionen zugewiesen. Die Berliner Akademie, der Humboldt seit 1808 als Mitglied angehörte, war nach seinem Ausscheiden aus der Politik der Ort, an dem Humboldt seine Forschungen vortrug und veröffentlichte.
Die Akademie betreut die Edition der Schriften zur Sprachwissenschaft. Dieses DFG-Projekt verfolgt die Absicht, Humboldts bisher nicht veröffentlichte linguistische Studien der Forschung zugänglich zu machen. Es verdeutlicht damit den Zusammenhang zwischen Humboldts wenig bekannten empirischen Sprachstudien und seiner Sprachphilosophie. Die Tagung möchte Bilanz ziehen und Perspektiven aufzeigen, die sich durch die Veröffentlichung der Schriften – bisher zehn Bände – für die Sprachforschung eröffnen.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist bis zum 16. Juni erforderlich unter www2.bbaw.de/anmeldung-wvh-bilanz

„Um 1504. Die Kleidung – Grundausstattung“

Bei großen, hochwertigen Geschichtsveranstaltungen sind sogenannte „kit guides“ gebräuchlich, die vorab an potentielle Teilnehmer verteilt werden. In solchen Ausstattungsleitfaden wird anhand von zeitgenössischen Abbildungen, Fotos von Originalen und möglichst authentischen Rekonstruktionen dargestellt, wie Kleidung und persönliches Zubehör für Angehörige ausgewählter … Weiterlesen

Welcher Filter ist das denn? – Wie wir analoge Fotos und Filme in Sozialen Medien nutzen (David Ohrndorf) – VORSCHAU: OFFENE ARCHIVE 2.3 (9)

David Ohrndorf Welcher Filter ist das denn? – Wie wir analoge Fotos und Filme in Sozialen Medien nutzen Auf Instagram sind digitale Fotofilter zur Zeit sehr angesagt – dass Fotos früher wirklich mal so aussahen, ist nicht jedem Digital Native sofort klar. Trotzdem haben wir mit unseren analogen Amateur-Aufnahmen sehr gute Erfahrungen in den Sozialen Medien gemacht. Die Schwarmintelligenz hilft beim Aufspüren von Ortschaften und Oldtimer-Freunde freuen sich über Fotos von Alten Schätzchen. Kurzbiographie David Ohrndorf David Ohrndorf ist Journalist und arbeitet für den … Welcher Filter ist das denn? – Wie wir analoge Fotos und Filme in Sozialen Medien nutzen (David Ohrndorf) – VORSCHAU: OFFENE ARCHIVE 2.3 (9) weiterlesen

Zeit für die Familie – Elternzeit als Selbstständiger

Als ich Mitte 2015 mit Johannes beschlossen hatte ein Unternehmen zu gründen, war Mareike bereits schwanger. Ich bin immer noch etwas enttäuscht, dass in solchen Phasen die Dauerbefristungen der Wissenschaft und selbst der öffentliche Dienst uns als Familie keine Sicherheit bieten konnten, wie ich es erhofft hatte. Aber ich trauere der Entscheidung und der Zeit dort keine […]

Historische Friedensforschung im Rheinland: Die Acta Pacis Westphalicae

„Zu den bemerkenswerten Symptomen im Wandel unseres Geschichtsbildes zählt das neue Interesse, das die Gegenwart dem Westfälischen Frieden entgegenbringt.“ Mit diesen Worten eröffnete Kurt von Raumer im Jahr 1962 seine Besprechung des von Fritz Dickmann verfassten Werkes ‚Der Westfälische Frieden‘, das er „als die erste wissenschaftliche Geschichte des Westfälischen Friedens“ bezeichnete und das bis heute Mehr »

What happened in Sweden last month? BISI III !

Beitrag von Miriam Steinborn

Vom 11.-14. Mai 2017 fand die dritte „Buildings In Society International“-Konferenz in Stockholm  (http://www.archaeology.su.se/om-oss/evenemang/buildings-in-society-international-iii-an-interdisciplinary-approach-1.302986) statt. Im Mittelpunkt stand auch dieses Mal das Verhältnis von Gesellschaften und den Gebäuden, die sie errichten. In welchen sozialen Kontexten werden architektonische Räume geschaffen, und wie prägt die Form der Architektur die soziale Praxis?
Sowohl methodisch-theoretisch als auch auf empirischen Daten basierend stellten Forschende der Archäologie, Bauforschung, Architektur, Denkmalpflege, Museologie, Kunstgeschichte und Geschichtswissenschaften aus Amerika, Europa und Indien und China Studien aus verschiedenen Kontinenten und Epochen, von der Bronzezeit bis zur Zukunft vor. Die Ergebnisse der Fallstudien und Ansätze bildeten den interdisziplinären Rahmen innerhalb dessen schwerpunktmäßig mittelalterliche und neuzeitliche Bauten betrachtet wurden. Die Vergangenheit des Gastgeberlandes Schweden und seiner Nachbarn in Skandinavien war dabei besonders vertreten. Anhand sakraler und säkularer Gebäude, von Repräsentationsbauten der Elite über Werkstätten und einfache Wohnhäuser wurde weniger (aber auch) die Bautechnik diskutiert, als vielmehr die Frage wie sich in ihnen soziale Verhältnisse und Verhalten widerspiegeln.
So reihte sich das laufende Dissertationsprojekt zu einem einfachen Haus in Caricin Grad / Iustiniana Prima (http://web.rgzm.de/forschung/forschungsfelder/a/article/der-alltag-in-caricin-grad/) in einen Themenblock ein, der sich mit der Frage nach den treibenden Kräften von städtischer Raumorganisation auseinandersetzte. In spätantiken und frühbyzantinischen Städten wurden bereits früh einfach gebaute Strukturen im vormals regulären Stadtbild festgestellt, die auch in historischen Quellen Niederschlag fanden. Falls sie nicht direkt abgetragen wurden, blieb ihre archäologische Beobachtung jedoch meist auf einem deskriptiven Niveau und einer losen Einordnung in langfristige Wandlungsprozesse. Die einfache Architektur wurde als eine „Zerfallserscheinung“ des einstmals glänzenden römischen Imperiums gering geschätzt. Dezidierte Analysen des Phänomes blieb daher bisher aus, was sich nun langsam ändert. Hinter der Vorstellung dieser einfachen architektonischen Strukturen stand der Appell an die Forschungsgemeinschaft, auch dem einfachen Wohnraum einen Platz und eine Bedeutung in der Wissenschaft einzuräumen. Dieser Ruf fand sein Echo auch in anderen Tagungsbeiträgen. So bemerkte Marianne Hem Eriksen (Projektblog Archdwell: https://archdwell.com/) dazu treffend, dass Wohnen und Alltag zu oft als „normal“ unproblematisiert bleiben und als neutrale Kulisse für die Events in einer Gesellschaft gelten, ein Ruf, der der Komplexität der Thematik nicht ansatzweise gerecht wird.

Führung durch das Stadshus. Das Mosaik (um 1920) im Goldenen Saal zeigt an der Südwand symbolisch aufgeladene Stockholmer Gebäude.
(Foto: Linda Qviström, m. frundl. Genehmigung)

Einen weiteren Schwerpunkt bildeten der wissenschaftliche Umgang mit dem kulturellen (Bau-)Erbe und seine Vermittlung. So fanden auch die digitale und handwerkliche Erforschung und Rekonstruktion von Gebäuden und die Art ihrer Präsentation in Freilichtmuseen ein interessiertes Publikum. Exkursionen in die Altstadt Stockholms und das Freilichtmuseum Skansen rundeten das Programm ab. So vielseitig die Zeitstellungen und Regionen waren, so vielfältig waren auch die Themen, sodass alle Teilnehmenden neue Ideen und Inspirationen versorgt aus der Tagung mitnehmen konnten. Ein Zeitplan für die Publikation steht bereits, sodass die Inhalte der Diskussionen planmäßig bereits 2018 auch einem breiteren Publikum zugänglich sein sollen. Die nächste Tagung des BISI-Formats ist für 2020 in Südengland avisiert.

Freilichtmuseum Skansen, Rekonstruktion eines samischen Lagergebäudes. Im Hintergrund Blick auf Stockhom mit dem Nordischen Museum und dem Vasa Museum (von links nach rechts).
(Foto: J. Steinborn)

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