Planet History

Daily Archives: 9. Juni 2017

aussichten. Perspektivierung von Geschichte, June 9, 2017

Neueste Beiträge in ‘aussichten’ #schleissheim.books Letztes Kapitel. Geändertes Kauf- und Leseverhalten: Ronald Hanke schließt nach 13 Jahren seinen Laden „Bücher am Schloss“ (Februar 2017) #vabosh Schleißheimer Zeitung: Investoren für den Alten Bahnhof. Hauptversammlung von ‚VABOSH‘ erweiterte den Vorstand um Fachbeisitzer Prof. Dr. Wolfram Siemann: Metternich. Stratege und Visionär — Eine Biografie. 2., durchges. Aufl. München […]

Versunkene Seelen – Begräbnisplätze ertrunkener Seeleute im 19. Jahrhundert

Cover von Jürgen Hasse, Versunkene Seelen

Schon in meinem Post zu dem Buch „Das Mittelmeer und der Tod“ habe ich auf den Beitrag von Jürgen Hasse über den Umgang mit Strandleichen im Mittelmeerraum hingewiesen. Dadurch bin ich auf sein Buch über den Umgang mit vom Meer angeschwemmten Toten aufmerksam geworden, das im letzten Jahr im Herder Verlag erschienen ist. Das Inhaltsverzeichnis und die Einleitung sind im Internet nachzulesen.

Hasse verortet seine Untersuchung theoretisch in der Phänomenologie. Das heißt, dass er für die Erkenntnisgewinnung unmittelbar von gegebenen Erscheinungen, also den Phänomenen, ausgegeht. Er setzt dabei auf das Konzept der „leiblichen Kommunikation“ als eine grundlegende Form der menschlichen Wahrnehmung. Das Fernbleiben des Seemanns und sein immer wahrscheinlicher werdender Tod ist deshalb für ihn nicht ein „einfaches Beispiel für die Trauer; es steht vielmehr für die tragische Trauer“.  In diesem Fall spende die Kunst in besonderer Weise Trost, „indem sie dem Gefühl der Trauer durch Innewerden zu Autorität und Geltung verhelfe“ (S. 39). So gibt er denn auch schon in seiner Einleitung einen – sehr knappen – Überblick über „Schiffbruch und Seemannstod im Spiegel der Kunst“ und erkennt in den Kunstwerken die „Ästhetische Veredelung des Grauen im Erhabenen“ und die „Evozierung von Stimmungen“.

Ein ausführlicheres Kapitel ist danach der Geschichte der Seeschifffahrt gewidmet. Da die „Begäbniskultur Ertrunkener“ auch hier im Zentrum steht (S. 51), geht es ihm dabei vorrangig um den Schrecken der Meere, das Schiff als Heterotopie, die Wahrnehmung „des“ Seemanns, sowie Schiffbruch und Seemannstod. In dem folgenden Kapitel „Weiße Räume des Wissen“ formuliert der Autor drei Thesen, die erklären sollen, warum das Thema „Bestattung Ertrunkener“ eine Leerstelle im Schrifttum und in der Kunst bildet. Als Gründe nennt er die Selbstverständlichkeit des anonymen Seemanstodes, den Mangel an Wissen und – für ihn von besonderer Bedeutung – die Tabuisierung.

Ausführlich setzt er sich sodann mit der Strandung und dem Fund von Strandleichen auseinander und führt dem Leser das Grauen vor Augen, das seiner Ansicht nach mit der Entdeckung von Toten einherging, die lange im Wasser gelegen hatten. Erst nach dieser langen Hinführung kommt Hasse dann zu seinem im Titel genannten Thema: den Begräbnisplätzen für Namenlose im Allgemeinen und ihrem Begräbnis auf der Nordseeinsel Borkum im Besonderen. Er stützt sich dabei auch auf die Forschungen von Norbert Fischer; widerspricht diesem aber in Bezug auf den direkten Zusammenhang der Schaffung von Namenslosen-Friedhöfen mit den Anfängen des Seebäderwesens. Vielmehr stellt er die These auf, dass „Friedhöfe für Ertrunkene auf den der Nordsee vorgelagerten Inseln bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts eingerichtet worden sein müssen“ (S. 206). Allerdings scheint mir die Beweislage für eine frühere Gründung des Namenslosen-Friedhofs auf der Insel Borkum relativ dünn zu sein, auch wenn die Belege dafür, dass Ertrunkene auf der Insel stets beerdigt wurden, eindeutig sind. Ein letztes Kapitel, das sich dem Vergessen und Vergessen-Machen des Seemannstodes widmet, schließt diesen Bereich thematisch ab. Ganz zum Schluss dann kommt Hasse noch im „Sinne einer architekturtheoretischen Nachbemerkung“ auf die gestalterische Rolle der Landschaftsarchitektur und ihre ästhetisierende Raumgestaltung zu sprechen.

Insgesamt legt der Autor damit eine faktenreiche Untersuchung seines Themas vor. Allerdings leuchtet mir persönlich seine phänomenologische Einordnung nicht immer ganz ein; besonders da ich mir nicht so sicher bin, dass es möglich ist, das Gefühlsleben früherer Zeiten auf der Grundlage der gegenwärtigen Gefühlslagen zu interpretieren. Gerade der Ekel scheint mir ein sehr stark von der jeweiligen historisch-gesellschaftlichen Situation geprägtes Gefühl zu sein (ein Beispiel aus meiner persönlichen Kenntnis: Ich kann mich nicht erinnern, dass Haare in meiner Jugend zu Ekelgefühlen Anlass gegeben hätten. Tatsächlich hat man im 19. Jahrhundert sogar aus den Haaren von Verstorbenen Andenkenbilder, sowie Ketten und Ringe hergestellt. Für heutige Jugendliche ist das ein ekelerregender Gedanke!)  

Jürgen Hasse, Versunkene Seelen. Begräbnisplätze ertrunkener Seeleute im 19. Jahrhundert. Verlag Herder, 2016, gebunden, 296 Seiten, zahlr. schw.-w. Abb., 29,99 €

Hellenistisches Grab bei Alexandria entdeckt

In El-Shatby bei Alexandria hat eine ägyptische Grabungsmission des Antikenministeriums ein Grab entdeckt. Aufgrund der Grabarchitektur und der gefundenen Töpferwaren konnte das Grab grob auf ca. 300 v.Chr., in die Zeit der griechischen Besatzung Ägyptens datiert werden. Das Grab besteht aus vier Hallen, die jeweils in Reihen übereinander angeordnete Grabhöhlen enthalten. Diese Grabschächte sind farbig […]

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Cristiani e musulmani nella Capitanata: Episode 2 – I vescovi della Capitanata (secunda puntata)

L’interesse di ricerca primario del Prof. Lukas Clemens è incentrato sul contesto storico generale: Anche dopo la morte di Federico II nel XIII secolo una consistente comunita‘ di musulmani viveva ancora nelle città della Puglia. Tracce d’influenze saracene si trovano in vari edifici e persino nell’ex vescovado di Tertiveri. La domanda alla quale il Prof. Clemens si impegna a dare una risposta, principalmente nella fase introduttiva degli scavi programmati, e‘ quanto effettivamente la cultura musulmana si sia intrecciata e quindi abbia influenzato la cultura cristiana e viceversa in questa specifica area della penisola italiana.

Kommunikations-, Medien- und Filmwissenschaftler können FAZ und SZ kostenlos lesen

Registrierte Benutzer von https://katalog.adlr.link/ der UB Leipzig haben von zuhause (Remote Access) Zugriff auf die Archivdatenbanken der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Süddeutschen Zeitung. „Auch interdisziplinär arbeitende WissenschaftlerInnen können sich bei adlr.link registrieren, wenn sie zu Themen der Kommunikations-, Medien- … Weiterlesen

TV-Vorschau 10. – 16. Juni 2017

Ein ganzer Themenabend ist Anne Frank gewidmet. Die Geschichte der Auswanderung nach Amerika im 19. Jahrhundert wird zu Ende erzählt. Eine ganze Reihe biografischer Beiträge stellen historische Persönlichkeiten aus allen Lebensbereichen vor. Samstag, 10. Juni Anne Frank-Abend auf Tagesschau 24. Um 20.15 Uhr geht es mit einem Porträt los: „Anne …

CIC wird 100

Der Codex Iuris Cononici (CIC), der auch Regelungen für das kirchliche Archivwesen[1] beinhaltet, wird am 29. Juni 100 Jahre alt. Über die Entstehungsgeschichte und Bedeutung des CIC wurde nun in der Zeitschrift „Stimmen der Zeit“ ein Beitrag von Sabine Demel veröffentlicht.[2] Er bietet kurz und knapp einen Einstieg in das Thema für diejenigen, die sich bislang noch nicht mit diesem Teil der Kirchen(rechts)geschichte befasst haben. [1] siehe Arbeitshilfe der Deutschen Bischfoskonferenz Nr. 142 [2] Sabine Demel, Die Idee eines universalen und unabänderlichen Rechts, in: […]

Conference Opening: The Long End of the First World War

Welcome Addresses Wilhelm Krull and Andreas Gestrich | Introduction Katrin Bromber

The symposium focuses on the relation between global history and social history, highlighting actors and regions, and it systematically engages with the issue of diverse periodizations. ln discussing linkages between experience, historiography, and commemoration, the symposium aims at unsettling the notion of a static and clearly defined „end“ of the War, a construct mainly based on European developments. How did the developments which marked the end of the War differ regionally, and how did prisoners of war, demobilized soldiers, women, or children from and in Asia, Africa, and the Middle East perceive and experience the „end“? How did this „end“ influence new networks, socialmovements, society, economic processes, or ecological developments? And how were these ques­ tions discussed by contemporary intellectuals? With the centennial of the outbreak of the War and the increasing temporal distance it conveys, the nature of remembrance, too, is changing. 2014 was marked by extensive com­ memoration activities in many parts ofthe  world, not only on various politicallevels but also in the media, in the fields of Iiterature and in the arts. The symposium asks whether and how they shaped contemporary dialogues on commemoration-not only in Asia, Africa, or Latin America but also in Europe. Canthelass of  „Zeitzeugen“ be compensated by the use of electronic and other media? And: does this make transnational commemoration easier (or more difficult)? We are particularly interested in issues and questions of what could be called „non-memory“, torgatten or submerged memories. What is written out of historical narratives and what is being rediscovered? ln this respect, the symposiumwill  also discuss questions of changing memories and contested commemorations.

DGEJ-Tagung 2017: „Katholische Aufklärung in Europa und Nordamerika“

Schloss Münster, 12. bis 15. September 2017

Die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für die Erforschung des 18. Jahrhunderts (DGEJ) wird in diesem Jahr von der Arbeitsstelle für Deutsch-Amerikanische Bildungsgeschichte der WWU Münster veranstaltet und findet vom 12. bis 15. September im Schloss zu Münster statt. Die wissenschaftliche Leitung hat Professor Dr. Jürgen Overhoff (Münster).
Für lange Zeit galt es als ausgemacht, dass man die an Rationalität und freiheitlichem Denken orientierten Prinzipien der Aufklärung mit einer katholischen Glaubensfrömmigkeit würde schwerlich in Einklang bringen können: Bereits von den wirkmächtigsten Schriftstellern und Philosophen des 18. Jahrhunderts wurden Bedingungen und Potentiale einer genuin katholischen Aufklärung in sehr skeptischer oder sogar ablehnender Weise beurteilt – und vielfach wurde eine solche negative Einschätzung dann von Generation zu Generation weitergereicht. Auch die Aufklärungsforschung machte hier bis weit ins 20. Jahrhundert keine Ausnahme. Es ist vor allem den wegweisenden Studien zu verdanken, die im Rahmen der DGEJ-Tagung „Katholische Aufklärung – Aufklärung im katholischen Deutschland“ im November 1988 in Trier vorgelegt und im Nachgang von Harm Klueting 1993 herausgegeben wurden, dass die Katholische Aufklärung im letzten Vierteljahrhundert sukzessive als ernstzunehmender Gegenstand der Forschung anerkannt und gewürdigt wurde. In der vergangenen Dekade sind zunehmend Studien durchgeführt worden, welche die Katholische Aufklärung als gesamteuropäisches Phänomen zu beschreiben versuchen, oder – noch ganz am Anfang – gar als weltweit wirksame Reformbewegung des 18. Jahrhunderts auslegen. Eine noch recht grobe, aber dennoch anregende und weiterführende Kartographierung des möglichen globalen Forschungsfeldes zur Thematik wurde kürzlich von Ulrich L. Lehner vorgelegt („The Catholic Enlightenment. The Global History of a Forgotten Movement“, 2016). Lehner weist hier vor allem Nordamerika und die jungen Vereinigten Staaten als die vielversprechendsten Gebiete einer aktualisierten Erforschung der Katholischen Aufklärung aus. In diesen Forschungskontext fügt sich nun die DGEJ-Jahrestagung 2017 ein.
Die Tagung will insbesondere, wenn auch nicht ausschließlich, den transatlantischen Raum als einen die Kontinente übergreifenden, bedeutenden Wirkungskreis katholisch-aufklärerischer Bestrebungen erkunden. Denn es waren ja nicht zuletzt die britischen Kolonien Maryland und Pennsylvania, in denen aufgeklärte Katholiken, die sich aus Europa als Missionare, Lehrer oder Künstler nach Amerika aufgemacht hatten, mit großem Erfolg wirkten. Als dann 1776 die Vereinigten Staaten von Amerika gegründet wurden, konnten aufgeklärte Katholiken dort noch während des ausgehenden 18. Jahrhunderts unter Beweis stellen, dass der von ihnen gelebte Katholizismus mit einem von den Grundsätzen der politischen Aufklärung geprägten republikanisch-demokratischen Staatswesen vollständig in Einklang zu bringen war. Dies blieb dann auch für das katholische Selbstverständnis in Europa nicht ohne Wirkung. Für den Münsterschen Premierminister Franz von Fürstenberg, der einer der bedeutendsten Repräsentanten einer originär Katholischen Aufklärung war, aber auch für viele weitere katholische Geistliche, Denker und Staatenlenker boten die jungen Vereinigten Staaten ein anregendes Beobachtungsfeld.
Mit Blick auf diese Ausführungen verfolgt die Tagung im Wesentlichen drei Ziele: Zum einen soll die Untersuchung der Katholischen Aufklärung einmal mehr verdeutlichen, dass die Aufklärungsbewegung ein vielschichtiges Phänomen war und es eine idealtypische Aufklärung nicht gab. Gerade wenn man aber trotz der gegebenen Vielfalt den wenigen Kernprinzipien der Aufklärung auf die Spur kommen möchte, ist es unerlässlich, möglichst viele – regionale, konfessionelle etc. – Varianten dieser Reformbewegung des 18. Jahrhunderts in den Blick zu nehmen. Zweitens ist es nicht minder bedeutsam, sich immer wieder die grenzüberschreitenden Zusammenhänge der Aufklärung bewusst zu machen, denn dass die Aufklärung in verschiedenen Varianten existierte, heißt ja nicht, dass ihre Vertreter nicht grundsätzlich davon überzeugt gewesen wären, an der Erstellung universal gültiger Regeln des Zusammenlebens und der Wahrheitsfindung zu arbeiten. Die Aufklärer verstanden sich durchaus als Mitglieder einer internationalen, miteinander korrespondierenden „république des lettres“ , eines „commonwealth of learning“. Ihr Aufklärungsdiskurs wurde zwischen Europäern und Nordamerikanern in besonders intensiver Weise geführt, zu denen auch Reformkatholiken und katholische Aufklärer auf beiden Seiten des Atlantiks gehörten. Schließlich dient die Erforschung der Katholischen Aufklärung auch immer der Klärung der bis heute relevanten Frage, wie sich religiöse Traditionen und Überzeugungen mit den Einsichten und normativen Prinzipien einer säkularen Weltordnung vereinbaren lassen. Mit der notwendigen Distanz zu aktuellen religiös-politischen Problemfeldern wird durch die Bearbeitung ganz ähnlich gelagerter Konfliktlinien des 18. Jahrhunderts die Möglichkeit zu einer angemessenen Reflexion geschaffen. Dabei ist gerade die Einbeziehung der Forschungen zum katholischen Bildungswesen im traditionellen Einwanderungsland Nordamerika vielversprechend, weil hier auch aktuelle Fragen nach dem Umgang mit religiösen Minderheiten, mit Zuwanderung und mit der Wahrnehmung fremder Kulturen aufgeworfen werden.
Aus den eingegangenen Vorschlägen wurden folgende Sektionen gebildet: I. Erziehung und Bildung, II. Religion und Theologie, III. Politik und Staatstheorie, IV. Literatur und Öffentlichkeit, V. Musik und Theater, VI. Malerei und Architektur;  Plenarvorträge: „’Bündnis auf Zeit‘ zwischen gegensätzlichen Elementen und ‚Wahre Aufklärung‘: Aporemata der Forschung zur katholischen Aufklärung von 1969 bis 2017“ (Prof. Dr. Dr. Harm Klueting, Köln); „Between Continuity and Change: Catholic Enlightenment in the Footsteps of Trent?“ (Prof. Dr. Ulrich L. Lehner, Milwaukee, WI (USA);  Öffentlicher Abendvortrag: „Heide unter Katholiken – Goethe in Münster“ (Prof. Dr. Gerhard Sauder, Saarbrücken);  Abendveranstaltung im Erbdrostenhof (Salzstraße 38): Konzert mit Lesung „Bachs ‚Französische Suiten‘ und Montesquieus ‚Reisen in Deutschland‘ – Ein musikalisch-literarisches Rendezvous“, Tamara Kornemann, Klavier.
Das Programmheft steht Ihnen auf unserer Homepage zur Verfügung: http://go.wwu.de/dgej2017
Dort erhalten Sie auch weitere Informationen zu Anmeldung, Anreise und Unterkünften.
Kontakt:Andreas OberdorfInstitut für ErziehungswissenschaftArbeitsstelle für Deutsch-Amerikanische BildungsgeschichteGeorgskommende 26, 48143 Münsterdgej2017@wwu.de

Eric Hobsbawm vor 100 Jahren geboren

Heute vor 100 Jahren wurde Eric Hobsbawm in Alexandria geboren; ab 1919 lebte er in Wien, in der Vinzenz-Heß-Gasse 14 – siehe http://adresscomptoir.twoday.net/stories/498219618/ -, zwei seiner weiteren Wiener Hausnummern seien hier publiziert:

Wien, Einsiedeleigasse 18 – hier wohnte Hobsbawms Onkel Sidney Hobsbaum, der 1927-1929 als Bankdirektor im Lehmann verzeichnet ist.

Wien, Neustiftgasse 17 – Unter dieser Adresse findet sich 1929-1931 im Lehmann Großonkel Viktor Friedmann eingetragen.

P. Albert Hübl – Bibliothekar, Archivar, Gymnasialdirektor

Der Historiker Pater Albert Hübl (1867–1931) zählt zu den bedeutendsten Mönchen des Schottenklosters; seine Leistungen wirken noch heute nach, seine Werke sind nach wie vor in Verwendung. Am 21. Juli dieses Jahres jährt sich sein Geburtstag zum 150. Mal – Anlass für eine Würdigung in Form einer kleinen Sonderpräsentation im Museum im Schottenstift wie auch hier im Blog. Geboren wurde der junge Karl Hübl am 21. Juli 1867 als Sohn eines Simmeringer Gastwirtes (heute 11. Wiener Gemeindebezirk). Nach dem Besuch des Schottengymnasiums trat er … P. Albert Hübl – Bibliothekar, Archivar, Gymnasialdirektor weiterlesen

Sind so kleine Hände… Wurde Amarna auch von Kindersklaven erbaut?

Amarna – die Stadt, die Pharao Echnaton und seine Frau Nofretete als neue Hauptstadt Ägyptens im 14. Jh.v.Chr. mitten in der Wüste aus dem Boden stampfen ließen. Erbaut, bezogen, wieder verlassen und aufgegeben in nur 15 Jahren. In dieser kurzen Zeit wurde dort aber nicht nur gelebt sondern natürlich auch gestorben. Doch es sind nicht […]

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Das war die neue Mathematik

In den frühen 1970er-Jahren wurde in der Bundesrepublik der Mathematikunterricht reformiert. Es begann die Zeit der Mengenlehre. Nach einem Jahrzehnt kehrten Lehrer und Schüler aber wieder zum gewohnten Rechnen zurück. Von der einst neuen Mathematik zeugen heute noch Sammlungen von Schulbüchern und Lehrmitteln in einigen Universitäten. Zu nennen sind vor allem Berlin, Paderborn und Koblenz-Landau….

MOMathon: Content Enrichment der Onlineplattform Monasterium.net mit Hilfe von Events (Stephan Makowski) – VORSCHAU: OFFENE ARCHIVE 2.3 (10)

Stephan Makowski MOMathon: Content Enrichment der Onlineplattform Monasterium.net mit Hilfe von Events Die Integration von Nutzern ist eine wichtige Möglichkeit die Archive bei ihrer Erschließungsarbeit zu unterstützen. Hierfür haben sich insbesondere Events, welche im Internet stattfinden, bewährt. Mit dem MOMathon versucht die Monasterium-Plattform genau diese User für sich zu gewinnen. Mit Hilfe eines Onlineevents sollen Urkunden mit Markup versehen und somit weiter für wissenschaftliche Nutzbarkeit erschlossen werden. Kurzbiographie Stephan Makowski Stephan Makowski wurde 1983 in Deutschland geboren und studierte Medieval and Renaissance Studies an … MOMathon: Content Enrichment der Onlineplattform Monasterium.net mit Hilfe von Events (Stephan Makowski) – VORSCHAU: OFFENE ARCHIVE 2.3 (10) weiterlesen

Encyclopedia of Geoarchaeology

Allan S. Gilbert (Hrsg.)

Encyclopedia of Geoarchaeology

(Cham, Heidelberg: Springer 2017)

ISBN 978-1-4020-4409-0

1046 S., 158 schwarz-weiß Abbildungen, 310 Farbabbildungen

426,93€

Im deutschen Sprachraum haben schon die frühen siedlungsarchäologischen Projekte der Pfahlbauforschung Methoden eingesetzt, die man heute dem Kanon der Geoarchäologie zurechnen würde. Mit der Landschaftsarchäologie hat sich auch die Sparte der Geoarchäologie entwickelt und als eigenes Forschungsfeld etabliert, wobei es an den Universitäten mal mehr mit der Archäologie, mal mehr mit der Geographie verbunden ist. Bislang gibt es – auch im englischen Sprachraum – nur eine kleine Auswahl an meist eher knappen Einführungen (Rapp – Hill 2006). Eine detaillierte Übersichtsdarstellung insbesondere der zahlreichen geoarchäologischen Methoden blieb bislang jedoch ein Desiderat – und bleibt es im deutschsprachigen Raum derzeit auch noch. Die hier vorgestellte Enyclopedia of Geoarchaeology bietet einen umfassenden Überblick und kann als eine Einführung in die Geoarchäologie nur empfohlen werden. Die Perspektive des Bandes ist jedoch global und so spiegelt sich die deutsche Forschung und deren besonderen Forschungsfragen und -traditionen in dem Band nur bedingt wieder. Selbstverständlich wird die angesprochene Bedeutung der Pfahlbauforschung dargestellt (S. 617-620), wobei hier auch gezeigt wird, wie die Vorstellung der klassischen Pfahlbauten durch Ferdinand Keller implizit davon ausging, dass sich die Seespiegel seit der Urzeit nur unwesentlich verändert hätten. Die Interpretation der Pfahlbauten als erst später überschwemmte Pfahlbauten, wie sie etwa von Hans Reinerth, Oscar Paret und Emil Vogt vertreten wurden, zeigt die Öffnung des Denkens hin zur Möglichkeit prähistorischer Umweltveränderungen.

Der Artikel von Christopher L. Hill  (s.v. Geoarchaeology, History, S. 292-303) gibt einen Überblick über die Forschungsgeschichte der Geoarchäologie. Er verweist auf die weit zurückreichenden Ansätze, geowissenschaftliche Methoden in archäologische und historische Forschungen einzubeziehen. Die Diskussionen im 19. Jahrhundert um den diluvialen Menschen  sind hier ebenso zu nennen wie die Arbeiten von George Perkins Marsh, der schon seit den 1860er Jahren die Mensch-Umwelt-Interaktion thematisierte und dabei eben auch auf die Pfahlbauten verwies. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts kam es zu vielfältigen multidisziplinären Kontakten von Archäologen und Geowissenschaftlern, die zu einer zunehmenden Anwendung geowissenschaftlicher Methoden in der Archäologie führten. Zu nennen sind hier Pollenanalysen, die Dendrochronologie, aber auch die Luftbildarchäologie. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts rückten Archäologie und Geowissenschaften in vielen Projekten enger zueinander, so dass seit den 1970er Jahren der Begriff der Geoarchäologie aufkam. Karl Butzer verwendete den Begriff Anfang  der 1970er Jahren in enger Verbindung mit seiner „ecological archaeology“. In der Praxis stehen bis heute Böden, Sedimente und Landschaftsformen im Vordergrund, doch ist der methodische Rahmen und der theoretische Anspruch weitaus weiter gefasst. So wird Geoarchäologie beispielsweise als Anwendung geowissenschaftlicher Methoden und Konzepte auf archäologische Ablagerungen und Formationsprozesse gesehen oder  – noch umfassender – Geoarchäologie als interdisziplinäre ökologische Disziplin gesehen, die auf die Beziehungen zwischen Mensch und Ökosystemen ausgerichtet ist.

Das Nachschlagewerk zeigt die methodische Vielschichtigkeit der modernen Geoarchäologie auf. Es legt ein weites Verständnis von Geoarchäologie zugrunde, das sich in weiten Teilen mit einer Umweltarchäologie überschneidet. 

Die Stärken des Buches liegen jedoch in der systematischen Darstellung der einschlägigen Methoden. Ein Beitrag von Michael F. Kolb (Analysis of Carbon, Nitrogen, pH, Phosphorus, and Carbonate as Tools in Geoarchaeological Research, S. 15-24) beispielsweise behandelt die Analyse von Kohlenstoff, Sticksoff, PH-Werten, Phophor und Karbonaten als Methoden der Geoarchäologie. Besprochen werden die Aussagemöglichkeiten und die Analysemethoden. Es gibt fünf Faktoren, die die Bodenbildung maßgeblich beeinflussen: 1) Klima, 2.) Organismen (Tiere und Pflanzen), 3.) das Relief, 4.) das Ausgangsmaterial und 5.) die Zeit. Der Mensch mag unter die Organismen subsumiert werden oder als Punkt 6.) gesondert aufgeführt werden. Chemische Analysen in der Geoarchäologie sind immer vergleichend und benötigen Referenzproben. Da Böden nicht ausschließlich durch den Menschen beeinflusst sind, muss in einem archäologischen Forschungskontext – der ja in der Regel auf den Menschen abzielt – immer eine Datenreferenz gefunden werden, die den Faktor Mensch weitgehend ausschließt. Einen Standort im Umfeld der zu untersuchenden archäologischen Fundstelle zu finden, die keinen anthropogenen Einfluss aufweist, ist indes sehr schwierig, in weiten Teilen der Welt gar unmöglich.
Behandelt werden beispielsweise auch die Untersuchung von Tropfsteinen (s.v. speleothems, S. 886-896, Alfred G. Latham) oder Methoden wie Strontium Isotopie (S. 916-919) oder die magnetische Suszeptibilität (S. 939-943), die für die Mikro-Prospektion einzelner Befundkomplexe, die Identifikation von Aktivitätszonen und das Verständnis der Formationsprozesse von Bedeutung sein kann.
Einträge gibt es auch zu kulturellen Modifikationen von Böden und Wasserverhältnissen (z.B. anthrosols, S. 24-27; agricultural soils S. 877-883). Nur sehr knapp und beiläufig werden jedoch vormoderne Feldsysteme behandelt, die wohl immer noch eher bei der Geographie verortet und weniger als Teil der Geoarchäologie gesehen werden. So spielen Terrassierungen nur im Rahmen des Beitrags „soils, agricultural“ eine Rolle; Wölbäcker werden nur in Form der südamerikanischen raised fields behandelt. Letzteres geschieht im Kontext eines Beitrags „Canals and Aquaeducts in the Ancient World“ von Charles R. Ortloff (S. 96-104), der Bewässerungssysteme in Südamerika (insbesondere Moche-Tal), dem Nahen Osten und in Kambodscha (Angkor) behandelt.  Altfluren werden offensichtlich nicht als wesentliches Thema der Geoarchäologie verstanden. Tatsächlich sind sie ein ganz zentraler Bestandteil menschlicher Kultur. Nachdem ihre Erforschung lange bei der historischen Geographie lag, die überwiegend typlogisch mit kartographisch überlieferten Flurformen gearbeitet hat, ist ein Forschungsfortschritt eigentlich nur aus einer interdisziplinären Annäherung möglich, bei der die Geoarchäologie in der Bestimmung der langfristigen Entwicklung, Nutzung und Datierung eine zentrale Bedeutung zukommt (Schreg 2016). Insofern ist es bedauerlich, dass dem Themenbereich kein größerer Stellenwert zugemessen wird. Neben den Datierungsmethoden der Böden spielen in der Altflurforschung die Methoden der Fernerkundung eine wesentliche Rolle, die in der vorliegenden Enzyklopädie ebenfalls nur mit einem generellen Artikel über „remote sensing in archaeology“ (S. 703-725). angerissen sind.
Ein langer Artikel von Rolfe D. Mandel, Paul Goldberg und Vance T. Holiday behandelt „Site Formation processes“ (S. 797-817), wobei insbesondere die Deponierung im Vordergrund steht. Hier geht es vorranging um natürliche Prozesse der Bodenablagerung und der Verlagerung (vergl. Archaeologik 3.4.2013).

Der Band ist eine gute Möglichkeit, sich umfassend über Methoden und Fragestellungen der Geoarchäologie zu informieren. Die Beiträge zu einzelnen Fundstellen zeigen exemplarisch die Anwendungsmöglichkeiten und gehen auch auf die Praxis in Gelände und Labor ein. Überblicksartikel verweisen auf den theoretischen Hintergrund in einer Umwelt- und Landschaftsarchäologie.

Stichworte

  • Ain Ghazal 1
  • Akrotiri Aetokremnos, Cyprus 3
  • Alluvial Settings 4
  • Amino Acid Racemization 14
  • Analysis of Carbon, Nitrogen, pH, Phosphorus, and Carbonates as Tools in Geoarchaeological Research 15
  • Anthrosols 24
  • 40Ar/39Ar and KAr Geochronology 27
  • Archaeological Stratigraphy 33
  • Archaeomagnetic Dating 39
  • Archaeomineralogy 46
  • Archaeoseismology 47
  • Arctic Geoarchaeology: Site Formation Processes 57
  • Artifact Conservation 58
  • Atapuerca 62
  • Beringia, Geoarchaeology 65
  • Big Eddy Site, Missouri 74
  • Blombos Cave 75
  • Boxgrove 76
  • Built Environment 77
  • Burned-Rock Features 89
  • Cactus Hill, Virginia 95
  • Canals and Aqueducts in the Ancient World 96 
  • Casper Site, Wyoming 105 
  • Çatalhöyük 105 
  • Cave Settings 108 
  • Ceramics 118 
  • Cerén 128 
  • Chemical Alteration 129 
  • Chronostratigraphy 139 
  • Climatostratigraphy 141 
  • Coastal Settings 145
  • Colluvial Settings 157 
  • Cosmogenic Isotopic Dating 170 
  • Data Visualization 173 
  • Dendrochronology 180 
  • Dmanisi 197 
  • Dolní Věstonice, Pavlov, Milovice 198 
  • Dumps and Landfill 199 
  • Dust Cave, Alabama 205 
  • Eastern Sahara: Combined Prehistoric Expedition 209 
  • El Mirón Cave 210 
  • Electrical Resistivity and Electromagnetism 211 
  • Electron Probe Microanalyzer 219 
  • Electron Spin Resonance (ESR) in Archaeological Context 224 
  • Eolian Settings: Loess 233 
  • Eolian Settings: Sand 239 
  • Ethnogeoarchaeology 245 
  • Experimental Geoarchaeology 251 
  • Field Geochemistry 263 
  • Field Survey 271 
  • Fission Track Dating 274 
  • Fluorine Dating 275 
  • Forensic Geoarchaeology 276 
  • Fourier Transform Infrared Spectroscopy (FTIR) 285 
  • Gas Chromatography 287 
  • Geoarchaeology, History (Christopher L. Hill) 292 
  • Geochemical Sourcing 303 
  • Geographical Information Systems (GIS) 309 
  • Geomorphology 314  
  • Geophysics 323
  • Gesher Benot Yaaqov 326
  • Glacial Settings 327
  • Glass 336
  • Grain Size Analysis 341
  • Great Plains Geoarchaeology 348
  • Grimaldi Caves 366
  • Ground-Penetrating Radar 367
  • Harappa 379
  • Harbors and Ports, Ancient 382
  • Harris Matrices and the Stratigraphic Record 403
  • Haua Fteah 410
  • Hearths and Combustion Features 411
  • Hohle Fels 425
  • House Pits and Grubenhäuser 425
  • Inductively Coupled Plasma-Mass Spectrometry (ICP-MS) 433
  • Inundated Freshwater Settings 441
  • Isernia 447
  • Isochron Dating 448
  • Java (Indonesia) 451
  • Kebara Cave 453
  • Kennewick Man 455
  • Kostenki, Russia 456
  • Koster Site, Illinois 457
  • La Micoque 459
  • Lake Mungo and Willandra 460
  • Landscape Archaeology 464
  • Lead Isotopes 469
  • Liang Bua 473
  • Lithics 476
  • Living Surfaces 486
  • Loessic Paleolithic, Tajikistan 492
  • Luminescence Dating of Pottery and Bricks 494
  • Magnetometry for Archaeology 499
  • Mass Movement 515
  • Metals 521
  • Microstratigraphy 532
  • Minnesota Messenia Expedition (MME) 537
  • Monte Circeo Caves 538
  • Monte Verde 538
  • Mount Carmel 539
  • Neutron Activation Analysis 543
  • Niah Cave 547
  • Olduvai 549
  • Optically Stimulated Luminescence (OSL) Dating 550
  • Organic Residues 555
  • Ötzi, the Tyrolean Iceman 566
  • Oxygen Isotopes 567
  • Paleodemography: Methods and Recent Advances 575
  • Paleodiet 583
  • Paleoenvironmental Reconstruction 588
  • Paleomagnetism 601
  • Paleopathology 607
  • Paleoshores (Lakes and Sea) 613
  • Paludal Settings (Wetland Archaeology) 628
  • Pastoral Sites 644
  • Petroglyphs 652
  • Petrography 660
  • Pigments 664
  • Pinnacle Point 672
  • Pompeii and Herculaneum 675
  • Poverty Point Site, Louisiana 678
  • Pre-Clovis Geoarchaeology 679
  • Privies and Latrines 682
  • Radiocarbon Dating 689
  • Raman 702
  • Remote Sensing in Archaeology 703
  • Rockshelter Settings 725
  • Santorini 745
  • Scanning Electron Microscopy (SEM) 755
  • Sedimentology 764
  • Shell Middens 772
  • Shipwreck Geoarchaeology 788
  • Site Formation Processes 797
  • Site Preservation 817
  • Soil Geomorphology 821
  • Soil Micromorphology 830
  • Soil Stratigraphy 841
  • Soil Survey 856
  • Soils 862
  • Soils, Agricultural 877
  • Southwestern US Geoarchaeology 883
  • Speleothems 886
  • Spring Settings 896
  • Stable Carbon Isotopes in Soils 901
  • Sterkfontein/Swartkrans/Kromdraai 907
  • Stonehenge 909
  • Stratigraphy 913
  • Strontium Isotopes 916
  • Submerged Continental Shelf Prehistory 919
  • Susceptibility 939
  • Swanscombe 944
  • Tells 951
  • Tephrochronology 972
  • Tombs 978
  • Trampling 981
  • Troy 982
  • Tsunamis 984
  • Ubeidiya 989
  • U-Series Dating 992
  • Volcanoes and People 1001
  • Wells and Reservoirs 1007
  • X-ray Diffraction (XRD) 1019
  • X-ray Fluorescence (XRF) Spectrometry in Geoarchaeology 1025
  • York 1031
  • Zhoukoudian 1033

Literaturreferenz

Rapp – Hill 2006
G. Rapp – C. Hill, Geoarchaeology. The earth-science approach to archaeological interpretation² (New Haven, London 2006)

Schreg 2016
R. Schreg, Mittelalterliche Feldstrukturen in deutschen Mittelgebirgslandschaften – Forschungsfragen, Methoden und Herausforderungen für Archäologie und Geographie, in: J. Klápště (Hrsg.), Agrarian technology in the medieval landscape. Ruralia X (Turnhout 2016) 351–370