Planet History

Daily Archives: 10. Oktober 2017

Spanischer Millionär lässt Burg Gleichenstein weiter verfallen

Der spanische Gastro- und Telekom-Millionär Leopoldo Fernández Pujals hat Burg Gleichenstein im Eichsfeld 2015 für fünf Millionen Euro gekauft. Er hatte große Pläne, wollte ein Hotel aufbauen und die Falkenzucht fortführen. Doch in den Erhalt der Burg investierte der Gründer der spanischen Restaurantkette Telepizza dann doch nicht. Die Hotel-Idee hat sich zerschlagen, die Falkenzucht hat … Spanischer Millionär lässt Burg Gleichenstein weiter verfallen weiterlesen

Der Beitrag Spanischer Millionär lässt Burg Gleichenstein weiter verfallen erschien zuerst auf Burgerbe.de.

Weitere Teile der Kolossalstatue Psammetich I. in Heliopolis entdeckt

Das deutsch-ägyptische Archäologenteam stand vor ein paar Monaten bereits in den Schlagzeilen weil sie eine kolossale Statue von Pharao Psammetich I.  im früheren Heliopolis in Kairo entdeckt haben. Nachdem die Bergung der tonnenschweren Statue, nun ja, ein wenig unkonventionell vonstatten ging, freut sich das Team über weitere neu entdeckte Stücke dieser und noch anderer Statuen. […]

The post Weitere Teile der Kolossalstatue Psammetich I. in Heliopolis entdeckt appeared first on selket.de.

CfP: Frühneuzeitliche Wissenswelten und Sammlungen in Norddeutschland – Tagung des AK Frühe Neuzeit der HiKo Nds. und Bremen

„Der Arbeitskreis Frühe Neuzeit der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen lädt Sie herzlich zur diesjährigen Herbsttagung am 24. November 2017 von 10.30 bis 17.30 Uhr in die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek Hannover (Waterloostraße 8, 30169 Hannover) ein. Unter dem … Weiterlesen

Ordensgeschichte im Oktober

Der Beginn des neuen Arbeitsjahres ist immer auch eine reiche Tagungszeit. Auch heuer haben die österreichischen Klöster und Orden wieder interessante Fachtagungen zu Geschichte, Kultur- und Kunstgeschichte – und darüber hinaus – anzubieten. Über die Sakralisierung der Landschaft – Inbesitznahme, Gestaltung und…

Kinder der Kastorgasse

Heute ist viel vom demographischen Wandel die Rede. Kaum mehr vorstellbar ist, wieviele Kinder noch vor rund 100 Jahren in manchen Stadtvierteln lebten, oftmals aber unter unzureichenden räumlichen und hygienischen Bedingungen. Am 5. Mai 1922 schrieb Oberbürgermeister Dr. Carl Russell an den amerikanischen Kreisdelegierten Hauptmann Fieker[1]: „Der unerfreulichste Teil unserer Stadt ist unzweifelhaft der Bezirk […]

„Der Geschichtsunterricht ist besser als sein Ruf“

Interview mit Sven Tetzlaff über den Geschichtsunterricht an Schulen in Deutschland

Vor knapp zwei Wochen schlug Spiegel-Online in einem Artikel Alarm: „Vier von zehn Schülern wissen nicht, wofür Auschwitz steht“, so der Titel des Beitrags über die von der Hamburger Körber-Stiftung in Auftrag gegebene Umfrage zum Geschichtsunterricht in Deutschland. Der Schluss, dass Schülerinnen und Schüler kaum noch über Geschichtswissen verfügten, liegt demzufolge nah. Die daran anschließende Frage lautet daher: Wer ist schuld daran? Die Lehrerinnen und Lehrer? Ist der Geschichtsunterricht so schlecht? Wir haben Sven Tetzlaff, Leiter des Bereichs Bildung der Körber-Stiftung, diese und andere Fragen gestellt, der dabei zu überraschenden Ergebnissen kommt.

„Der Geschichtsunterricht ist besser als sein Ruf“

Interview mit Sven Tetzlaff über den Geschichtsunterricht an Schulen in Deutschland

Vor knapp zwei Wochen schlug Spiegel-Online in einem Artikel Alarm: „Vier von zehn Schülern wissen nicht, wofür Auschwitz steht“, so der Titel des Beitrags über die von der Hamburger Körber-Stiftung in Auftrag gegebene Umfrage zum Geschichtsunterricht in Deutschland. Der Schluss, dass Schülerinnen und Schüler kaum noch über Geschichtswissen verfügten, liegt demzufolge nah. Die daran anschließende Frage lautet daher: Wer ist schuld daran? Die Lehrerinnen und Lehrer? Ist der Geschichtsunterricht so schlecht? Wir haben Sven Tetzlaff, Leiter des Bereichs Bildung der Körber-Stiftung, diese und andere Fragen gestellt, der dabei zu überraschenden Ergebnissen kommt.

Die Rückkehr der Mumien

Ausstellung MUMIEN – Geheimnisse des Lebens  (Presseinformation rem) Es war eine Sensation, als im Jahr 2004 zwanzig verschollen geglaubte Mumien in den Depots der Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen (rem) wiederentdeckt wurden. Ihre Erforschung war der Beginn eines großen internationalen und interdisziplinären Mumienforschungsprojekts, … Weiterlesen

e-Infrastructures Austria 2016: Bericht über das dritte Jahr des Hochschulraumstrukturmittelprojekts für den koordinierten Aufbau und die kooperative Weiterentwicklung von Repositorieninfrastrukturen (VÖB-Mitteilungen 1/2017)

Bruno Bauer, Paolo Budroni, Andreas Ferus, Raman Ganguly, Eva Ramminger und Barbara Sánchez Solís: e-Infrastructures Austria 2016: Bericht über das dritte Jahr des Hochschulraumstrukturmittelprojekts für den koordinierten Aufbau und die kooperative Weiterentwicklung von Repositorieninfrastrukturen Zusammenfassung: Im letzten Jahr des vom … Weiterlesen

Maria Theresia in Sanssouci – Lesung und Gespräch mit Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger am 19. Oktober 2017

Eine Veranstaltung des Research Center Sanssouci (RECS)

Am 13. Mai 2017 jährte sich der Geburtstag Königin Maria Theresias zum 300. Mal. Das Jubiläum war Anlass, das Leben der großen Habsburgerin in Ausstellungen und Biographien neu zu betrachten. Zu dem neu konturierten Bild, das wir von Maria Theresia jetzt besitzen, trägt maßgeblich Barbara Stollberg-Rilinger bei. Sie porträtiert die ehrgeizige Regentin umfassend und neu, mit dem Blick auf die Persönlichkeit aus einer anderen Perspektive, weit entfernt vom hergebrachten Standpunkt und fernab der tradierten Legenden und Mythen, die sich um diese österreichische „Lichtgestalt“ und Heldin ranken. Barbara Stollberg-Rilinger macht bewusst, dass die Herrscherin bereits zu Lebzeiten erfolgreich am eigenen Mythos arbeitete und dadurch der österreichischen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts gut und gründlich vorarbeitete. Ganz nebenbei ermöglicht sie noch einen erfreulich weiten Blick auf das 18. Jahrhundert aus Wiener Sicht. Was sollte man heute von Maria Theresia wissen, welche Dinge sollte man sich unbedingt merken und weitergeben? Barbara Stollberg-Rilinger, Trägerin des Leipziger Buchpreises 2017, wird dies in einer Lesung und anschließendem Gespräch mit Iwan-Michelangelo D´Aprile und Jürgen Luh erläutern.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „RECS Ovid Forums“ statt, in dem das Research Center Sanssouci (RECS) zu öffentlichen wissenschaftlichen Vorträgen und Lesungen einlädt.
Donnerstag, 19. Oktober 2017  I  18.30 Uhr Ovidgalerie I Neue Kammern  I Eingang über Maulbeerallee Park Sanssouci 14469 Potsdam
Der Eintritt ist nach Anmeldung unter info@recs.academy kostenfrei www.recs.academy
Bitte beachten Sie, dass das Schloss nicht beheizt und für Rollstuhlfahrer nur bedingt barrierefrei ist. Parkplätze befinden sich am Besucherzentrum bei der Historischen Mühle.

Mein Praktikum im Landesarchiv Saarbrücken: Verzeichnungsarbeiten am Bestand Justizvollzugsanstalt Saarbrücken (JVA SB) und ein Messerfund in den Akten

Im Monat August machte ich im Rahmen meines Studiums der Europäischen Ethnologie/ Volkskunde in Kiel ein Praktikum im Landesarchiv des Saarlandes. Gleichzeitig arbeitete ein Student der Geschichte als Praktikant im Archiv. Nach der Einweisung durch die Praktikumsbetreuerin Frau Frick bestand unsere Hauptaufgabe in der Erfassung der Gefängnisakten der JVA Saarbrücken vor 1945. Da sich bereits andere Praktikanten und Hiwis mit dem Bestand befasst hatten, gab es schon eine Erfassungsmaske in der Archivsoftware FAUST. Die Akten waren vorsortiert worden nach Ausländern, Frauen und Männern. Da […]

Jour fixe | 18.10.2017 | Eva Chodejovská: Ichnographia et orthographia metropolis pragensis. Iconography of Prague during the Reign of Maria Theresa

Vortragende: Eva Chodejovská (Brno) Titel: Ichnographia et orthographia metropolis pragensis. Iconography of Prague during the Reign of Maria Theresa Ort: 1010 Wien, Hauptgebäude der Universität Wien, Universitätsring 1, Hörsaal 45 (2. Stock, gegenüber dem Institut für Geschichte) Zeit: Mittwoch, 18.10.2017, 18:30 Uhr s.t. Moderation: Anton Tantner Abstract: Early modern Prague compared to similar cities in the 18th-century Europe lacks guide books. There are, however, rare prints – topographies and occasional books – that can substitute them: they also provide a visitor with detailed description […]

Agentin H 21 antwortet nicht

Der Name Mata Hari ist weltweit ein Synonym für eine schöne Spionin. Die echte Mata Hari hieß Margaretha Zelle und wurde 1876 im holländischen Leeuwarden geboren. Vor 100 Jahren, am 15. Oktober 1917, starb sie in Vincennes bei Paris durch die Kugeln eines Erschießungskommandos. Im Folgenden versuchen wir, die Wahrheit von den Mythen zu trennen….

Bestimmungsbuch Archäologie: Gürtel – erkennen, bestimmen, beschreiben

Die Verwendung möglichst einheitlicher Begriffe ist in der archäologischen Forschung von großer Wichtigkeit, damit es bei der Ansprache der unterschiedlichen Objekte einer Fundgattung zu keinen Missverständnissen kommt. In diesem Zusammenhang wurde 2008 die AG Archäologiethesaurus gegründet. Ihr Ziel ist die schrittweise Veröffentlichung des entsprechenden Vokabulars in Form gedruckter Bestimmungsbücher wie dem vorliegenden 5. Band.

In „Gürtel: erkennen – bestimmen – beschreiben“ (Deutscher Kunstverlag) wurden hauptsächlich für den deutschen Sprach- und Kulturraum typische Gürtel bzw. ihre erhalten gebliebenen (metallenen) Einzelbestandteile wie Schnallen, Gürtelhaken oder Riemenzungen  in sehr übersichtlicher Weise systematisch geordnet und erläutert. 

Der Zeitraum der behandelten Gürtelbestandteile reicht ca. von der Späten Bronzezeit bis zur Karolingerzeit. Bedauerlicherweise geht diese zeitlich doch klare Einschränkung weder aus dem Cover- noch dem Klappentext hervor. Ich habe diese Auslassung schon bei einem anderen Band dieser Reihe bemängelt.

Die im Buch angewandte Systematik sowie die Entwicklung des Gürtels im Laufe der Geschichte wird in einer mehrseitigen Einführung erläutert. Außerdem erhält der Leser anhand zweier ‚Zeitstrahlen‘ einen Überblick über die Chronologie sowie die unterschiedlichen kulturellen Entwicklungsgeschwindigkeiten der norddeutschen bzw. süddeutschen Vor- und Frühgeschichte.

Mit diesem Buch sollen auch diejenigen Interessierten angesprochen werden, die zwar mit archäologischen Objekten zu tun haben, ohne aber Fachwissenschaftler zu sein – heißt es. Genannt werden hier Restauratoren, Magazinverwalter, Museologen, Leiter von Mehrspartenmuseen, Grabungsleiter und Wissenschaftler anderer Fachbereiche.
Freilich, ‚vergessen‘ hat man bei dieser Aufzählung Living-History-Hobbyisten wie mich, Antiken-Händler und natürlich die allseits beliebten Sondengeher 😃

Fazit: Ein nützliches Buch, sofern einen die zeitliche Einschränkung der betrachteten Funde nicht stört. Der Kaufpreis beträgt relativ günstige 19,90 Euro.

Randbemerkung: Wer designed eigentlich solche Cover? Wieso legt man die Schrift ausgerechnet über das Bild, obwohl oben und unten noch genügend Platz gewesen wäre? Gehts noch ungeschickter? So etwas sieht doch nicht schön aus.

—————–

Weiterführende Informationen:
Weitere interessante Themen auf diesem Blog:

Die Gewalt der Authentizität

2009 habe ich mir einen Zeitungsartikel aus der Berliner Morgenpost ausgedruckt, der mir v.a. wegen seines Panama-Bezugs interessant schien. Er scheint mir nun aber aus einem anderen Grund wert, ihn hier doch noch zu posten: Er präsentiert ein drastisches Beispiel für die Frage der Authentizität und die Wirkung von Original und Kopie auf das Publikum.

Atalaya in der Provinz Veraguas in Panama ist das bedeutendste Pilgerzentrum des Landes. Seit mindestens 1730 finden Wallfahrten zum Bild des Jesús Nazareno de Atalaya statt, dem Wunderkräfte nachgesagt werden, heute etwa 300000 Pilger jährlich. Die heutige Statue wurde allerdings erst Anfang des 20. Jahrhnderts geschaffen (lokale Internetseiten betonen jedoch, es stünde schon seit Jahrhunderten hier), sollte nun aber restauriert werden. Der Priester vor Ort hatte die Statue dazu im November 2008 gegen eine Kopie ausgetauscht. „Die Volksseele war übergekocht, als sich das Gerücht verbreitete, bei der restaurierten Figur handele es sich um eine Kopie. Bürger begannen darauf mit einer Mahnwache vor dem Gotteshaus, und ein Komitee für die Rettung von Jesus begann mit der Suche nach dem Original.“ Die Frage, weshalb eine Kopie schon vor der Restaurierung vorhanden war, wird in den Artikeln nicht geklärt, gleichwohl wurde der Verdacht geäußert, dass das Original verhökert werden sollte.

Jesús Nazareno de Atalaya
(Foto: Suarex [CC BY SA 4.0] viw WikimediaCommons)
Als der damalige Bischof von Santiago de Veraguas Oscar Mario Brown Jiménez schließlich die originale Statue am 12.1.2009 zurück brachte, blockierten laut Berliner Morgenpost tausende Menschen das Fahrzeug mit dem Geistlichen. Polizisten konnten Brown nur mit knapper Not in das Innere der Kirche in Sicherheit bringen. Der Bericht der panamaischen Zeitung La Prensa liest sich zwar weniger gewaltvoll,  doch macht er die Komplexität der Motive deutlicher als die deutsche Meldung. Bei der Statue geht es nicht schlicht um ein historisches Objekt, sondern eben um ein Kultbild, dem gar Wunderkraft zugeschrieben wird. Die Statue ist zudem kulturelles identitätsstiftendes Gut der Gemeinde, das jährlich Tausende von Pilgern anzieht und somit auch einen Wirtschaftsfaktor darstellt. Dass die Wundertätigkeit dabei einer Statue zugeschrieben wird, die selbst erst deutlich nach dem Beginn der Wallfahrt geschaffen wurde, scheint dabei keine Rolle zu spielen.

Links