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Daily Archives: 11. Oktober 2017

Ausstellung „Fundstellen. Spuren von NS-Verfolgten in Berliner Archiven“ wird erneut gezeigt

Am 13. Oktober 2017um 16 Uhr wird die Ausstellung „Fundstellen. Spuren von NS-Verfolgten in Berliner Archiven“ im Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin eröffnet. Sie wird dort, in der 9. Etage im Telefunken-Hochhaus, bis Ende März 2018 zu sehen sein. Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, der Koordinierungsstelle … Ausstellung „Fundstellen. Spuren von NS-Verfolgten in Berliner Archiven“ wird erneut gezeigt weiterlesen

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Grundsätzliches zum Begriff "Sakrallandschaft"

In seiner Keynote Ansprache zur Eröffnung der Tagung „Die Sakralisierung der Landschaft“ (Tagungsort Seitenstetten) am 11. Okt. 2017 ging der bekannte Kunsthistoriker Werner Telesko auf das Thema Sakrallandschaft ein. Im süddeutschen und österreichischen Raum ist an vielen Orten eine geistliche Topographie, vom Straßenkreuz über die Kreuzwege und Wallfahrtskirchen bis hin zum Gipfelkreuz eine religiöse Prägung, sofort auffällig. Die wissenschaftliche Reflexion darüber steht allerdings noch an ihrem Anfang. Telesko machte darauf aufmerksam, dass die Sakrallandschaft auf Erlebniszusammenhänge hin zu untersuchen sei, und nicht statisch im Sinne einer Ansichtskarte betrieben werden sollte.

Plastiken und Architektur machen die Landschaft in der Umgebung eines Klosters oder seiner Besitzungen zur Szene; aus der Natur wird Kunst geformt. In gewissen fällen wird sie auch zum Bühnenbild, etwa im Fall von Kalvarienbergen, Brücken mit Nepomukstatuen und Heiligen Stiegen.

Die Sakrallandschaft ist meist ein verhältnismäßig großflächiger Raum, in dem man wandern kann, ohne ein fixes Ziel zu haben. Diese Art Raumbegehung, so Telesko, sei auf ein unorthodoxes miteinander ausgerichtet. Da prägen diverse points de vue, Schrägansichten und von der Jahreszeit abhängige Perspektiven, die jedenfalls zu individualisierten Betrachtungen führen. Wallfahrts- und Pilgerwege sind dabei Frömmigkeitsfaktoren, die eine große Rolle spielen können.
Das Miteinander von Kunst und Natur ist bei Wallfahrtskirchen vor Bergkulissen besonders auffällig. Sie erzielen eine fiktive Harmonie von Kunst und Kultur, as ob die Bauten aus der Sakrallandschaft herauswachsen würden. Das Paradebeispiel dafür ist die Wieskirche im bayerischen „Pfaffenwinkel“: deren Dachprofil passt genau zum dahinter am Horizont stehenden Bergrücken.

Abschließend warnte der Keynote-Redner vor einer inflationären Anwendung des Begriffs Sakrallandschaft; viel eher müsste die Geschichtsforschung sich um historische „Sehegewohnheiten“ bemühen, die wiederum durch textliche und bildliche Quellen reflektieret werden. Der jetzige Zustand von Landschaften, die sich als sakral verstehen wollen, ist nicht zuverläßiges Indiz von dem, was sie früher waren. Auch „fachliche“ Restaurierung kann nicht sichern, wie die Landschaft früher wahrgenommen wurde. Gegenstände wie Votivbilder, Wallfahrtsandenken welcher Art auch immer und Klosterveduten seien zu berücksichtigen. Heinrich Scherers Atlas Marianus und Vischer Stiche sind gute Beispiele dafür. Trotz allem sei es nicht einfach, imaginäre und empirische Bereiche voneinander zu unterscheiden.

Schließlich erinnerte Telesko daran, dass eine Sakrallandschaft meist über Generationen hinweg gewachsen sei und bis in unsere Zeit nicht als abgeschlossen verstanden werden könne; daher sollen interpretative Systeme möglichst dynamisch bleiben.

„Patrimoines partagés“ – Online-Portale für das Kulturerbe, das Frankreich mit anderen Ländern teilt (Mittwochstipp 110)

Patrimoines partagés ist ein seit Anfang 2017 laufendes Projekt der französischen  Nationalbibliothek (BnF), in dessen Rahmen diese in Zusammenarbeit mit ausländischen Bibliotheken das Kulturerbe präsentiert, welches Frankreich mit anderen Länder teilt. Dieses gemeinsame Erbe, das oft über verschiedene Bibliotheken und … Weiterlesen

Freedom of panorama: would it hurt architects? Wikimedia-Survey among Italian-based architects says NO

http://the1709blog.blogspot.de/2017/10/freedom-of-panorama-would-it-hurt.html „First, the facts: only one respondent stated to have every received payment for a photograph taken of their work. More generally, over 70% of those surveyed stated that they are not aware that permission is required to make reproductions … Weiterlesen

Hörbares: Musik des Mittelalters — Cäsars "deutsches" Römerlager — Leben wie Ötzi — Buchmalerei im Mittelalter — Graben in Olympia — Das Kirchenlied — Orlando di Lasso



Marc Lewon und die Musik des Mittelalters (inkl. Hörbeispielen) | Spieldauer 115 Minuten | SWR | Stream & Info
Cäsars „deutsches“ Römerlager | Spieldauer 3 Minuten | SWR | Stream & Info | Direkter Download
Eine Woche im Steinzeitpark: Leben wie Ötzi | Spieldauer 9 Minuten | SWR | Stream & Info | Direkter Download

Gespräch mit Prof. Anja Grebe: Buchmalerei – Domäne der Mönche im Mittelalter | Spieldauer 11 Minuten | SWR | Stream & Info | Direkter Download

Die Archäologen Hirschfeld und Boetticher graben in Olympia | Spieldauer 4 Minuten | SWR | Stream & Info | Direkter Download
Das Kirchenlied – Klang und Botschaft | Spieldauer 23 Minuten | BR/ARD | Stream & Info | Direkter Download
1557: Orlando di Lasso – Musikerfürst am Münchner Hof | Spieldauer 22 Minuten | BR/ARD | Stream & Info | Direkter Download

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Nationalismus auf der Bühne – Theater in Iran: Episode 7 – Das Generalinterview mit Anna Heller M.A.

Das Theater hat im Iran einen besonderen Stellenwert: Einerseits unterliegt es der staatlichen Zensur, andererseits dient es als Instrument zur Verbreitung der staatlichen Kulturpolitik. Interessanter als der literarische Wert des Stückes ist daher der sozialgeschichtliche Hintergrund: Wer sind die Feindbilder und Vorbilder – und was sagen diese über die Erschaffer und Zielgruppen des Stückes aus? Neben den propagandistischen Stücken finden auch historische Werke ihren Weg auf die Theaterbühne. Doch in den Dramen, die die vorislamische Vergangenheit des Irans thematisieren, findet sich nicht selten versteckte Kritik. Anna Heller M.A. geht in ihrer Promotion all diesen Fragen nach. Vorab schildert sie ihre Motivation und die ersten Eindrücke des Forschungsprojektes. 

Universitätsbibliothek Salzburg restituierte Bücher und handschriftliche Manuskripte aus dem Konradinum in Eugendorf (VÖB-Mitt. 1/2017)

Irmgard Lahner: Universitätsbibliothek Salzburg restituierte Bücher und handschriftliche Manuskripte aus dem Konradinum in Eugendorf Zusammenfassung: Die Universitätsbibliothek der Paris-Lodron-Universität Salzburg restituierte am 31. Jänner 2017 in einem Festakt 10 handschriftliche Manuskripte und 40 gedruckte Bücher aus dem Konradinum, einem Pflegeheim … Weiterlesen

Nachwuchstagung zur deutsch-amerikanischen Bildungsgeschichte, 24.-26. Mai 2018 in Münster

Call for Papers „Transatlantic Histories of Schooling and Education – Travelling Knowledge, Concepts, and Materials“

Die Nachwuchstagung ist eine Kooperation der Arbeitsstelle für Deutsch-Amerikanische Bildungsgeschichte der Universität Münster mit der Humboldt-Universität zu Berlin und der Sektion Historische Bildungsforschung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE).

Fachreferent(in) Romanistik mit DH

An der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB Göttingen) ist für die Vermittlung von Beständen und digitalen Services unserer Bibliothek und anderer Einrichtungen sowie die Erweiterung unserer Sammlungen und Services zum nächstmögli-chen Zeitpunkt die Stelle einer/eines Fachreferentin/Fachreferenten Romanistik – Entgeltgruppe 13 TV-L, Vollzeit – zunächst befristet für zwei Jahre zu besetzen. Die Stelle ist teilzeitgeeignet. […]