Planet History

Author Archive for Ernst Pauleit

20.11.1917 Streit zwischen Bataillons- und Batterieführer

Erst waren die Franzosen ruhig – jetzt geht es wieder los. Der Streit zwischen Bataillons- und Betterieführer. “Wir” sind die Leidtragenden – und der Batterieführer geht nach der Heimat. Beobachtung auf der “Römerschanze”. An der Front war es seit unserem Hiersein verhältnismäßig ruhig. Gestern lebte die feindliche Artillerietätigkeit wieder auf. Die Franzosen beschossen während der […]

Mehr lesen …

10.11.1917 Rin in die Kartoffeln – raus aus die Kartoffeln

Rin in die Kartoffeln – raus aus die Kartoffeln – rin in die Kartoffeln! Alles wird man mal im Leben leid, sogar das Kriegstagebuchschreiben. Aus dem Urlaub zurück. Der neue Papierkrieg. Am 1.11. Stellungswechsel nach der Aisne. Waldlager “Schwaben” bei Sissonne. Am 2.11. In Stellung bei Outre. Russland soll Waffenstillstand angeboten haben. Nach wochenlanger Bummelei […]

Mehr lesen …

25.9.1917 Das Batterieschwein vertrocknet

Das Batterieschwein vertrocknet – ein Wildschwein ist ertragreicher. Der heutige Tag hätte ein Festtag für die Batterie werden können – doch kommt es manchmal anders, als man denkt. Der Gang der Dinge war jedenfalls folgender: Bei unserem letzten Ruheaufenthalt war der Batterie ein Schwein zum Mästen übergeben worden. Man ging dabei anscheinend von der Voraussetzung […]

Mehr lesen …

22.9.1917 Geschützstellung im feindlichen Feuer

Unsere Feuerstellung erhielt heute erneut eiserne Grüße vom Feinde. Wir hatten nur 8 Granaten auf eine feindliche Batterie abgegeben, als der erste Schuss eintraf. Natürlich war alles im Handumdrehen im Stollen, um die weiteren Dinge abzuwarten. Dabei ist uns aber schließlich die Zeit recht lang geworden, denn die Beschießung zog sich von 4:30 nachmittags bis […]

Mehr lesen …

19.9.1917 Der „fliegende“ Radfahrer ist tot.

Obergefreiter B. – Der “fliegende” Radfahrer – tot. Gestern Abend gegen halb 10 Uhr erhielt das Gelände in der Nähe unserer Batterie heftiges Streufeuer, das bis zum Morgen anhielt. Leider haben wir dabei wiederum einen unserer alten Kämpen verloren. Obergefreiter B. hatte gerade um diese Zeit Nachtwache am Fernsprech-Apparat. Er lag unmittelbar an dem der […]

Mehr lesen …

17.9.1917 Das sechstägige Dauer-Mauscheln

Das sechstägige “Dauer-Mauscheln”. Der Hundefänger der Batterie. Sechs Tage Ruhe liegen hinter mir. Ich könnte ebensogut sagen: “Das sechstägige Dauermauscheln ist beendet.” Wie kann man nur an einem so einfachen, dummen Kartenspiel sechs Tage und sechs Nächte lange Gefallen finden? Doch, was sollten wir tun. Der Dienst in der Ruhestellung war diesmal glücklicherweise beschränkt. Der […]

Mehr lesen …

10.9.1917 Stellungswechsel rückwärts

Stellungswechsel rückwärts. Wir stehen in der neuen Stellung einige hundert Meter rückwärts. Alles ist gut gegangen, obwohl es erst anders aussah. Das feindliche Störungsfeuer während der Nacht ist eklig. Bald kracht es hier, bald da. Es gilt niemandem und allen zugleich und greift sich wahllos seine Opfer heraus. Wenn man dann noch mit Wagen, Geschützen […]

Mehr lesen …

9.9.1917 Was tun wenn die Bedienung stiften geht?

Abermals in der Geschützstellung. Was tut man wenn die Bedienung stiften geht? Die Lage ist inzwischen wieder brenzlich geworden. Der Franzmann streut fast zu jeder Tagesstunde das gesamte Gelände, besonders mit seinen beliebten “Ratschern”, ab. Da das Grundwasser noch immer daran hindert, unsere Laufgräben, die nur bis Brusthöhe reichen, weiter auszubauen und Unterstände für die […]

Mehr lesen …

28.8.1917 „Unter allen Umständen“

„Die Stellungen müssen unter allen Umständen gehalten werden“ Das Gelände um unsere Geschütze herum ist mit Batterien aller Art gespickt. Befehl von oben: “Die Stellungen müssen unter allen Umständen gehalten werden!” Gestern abend setzten die Franzosen bei strömendem Regen noch zu einem äußerst heftigen Angriff auf der ganzen Divisionsfront und weiter nach rechts an. Unsere […]

Mehr lesen …

26.8.1917 Marke „Kohlenkasten“

Marke “Kohlenkasten”. Der Batterieoffizier muss abtreten. Sonntag. Was wir erwarteten ist eingetreten. Heute mussten wir zur Unterstützung unserer Artillerie bei der Abwehr eines schweren feindlichen Angriffes rechts der Maas flankierend mit unserem gesamten Munitionsbestand eingreifen. Unzählige feindliche Ballons standen hoch und schauten unseren Geschützen geradewegs in die Rohrmündungen. Das konnte nicht gut gehen. Jedenfalls wurde […]

Mehr lesen …

25.8.1917 Hals über Kopf

Hals über Kopf nach und von der alten Beobachtung. Neue Beobachtung auf der “Kronprinzenhöhe” Nachdem ich genau einen Tag in Ruhe war, bin ich heute schon wieder zur Batteriestellung kommandiert worden. Diese liegt jetzt zweieinhalb Kilometer hinter der bisherigen, mitten auf einer kleinen Anhöhe, ohne jede Deckung. Der Einbau der Geschütze ist bereits in Angriff […]

Mehr lesen …

23.8.1917 Trotz Feuer auf der Stange sitzen

Die feindlichen Angriffe finden endlich energetischen Widerstand. Vorgeschobene Beobachtung in der “Hagen”-Stellung. Eine zweite Baumbeobachtung. In der Batterie Verwundete. Wenn man trotz feindlichen Feuers auf der Stange sitzt..! Am gestrigen Vormittag war die feindliche Tätigkeit gering. Der Feind befestigte seine Stellunge nund richtete sich darin weiter häuslich ein. Am Nachmittag setzte sein Zerstörungsfeuer auf unsere […]

Mehr lesen …

21.8.1917 Weitere Erfolge der Franzosen

Die Franzosen bauen ihre Erfolge weiter aus. Auch Samogneux in ihrer Hand. Unsere Artillerie ist wieder intakt. Dem gestrigen bewegten Tage ist eine auffallend ruhige Nacht und ein ebenso stiller Morgen gefolgt. Erst mit zunehmender Sicht wird die Artillerie wieder lebhaft. Die Franzosen richten sich überall in den neu gewonnenen Gräben ein und sind inzwischen […]

Mehr lesen …

20.8.1917 Der Hexenkessel von Verdun

Der Hexenkessel von Verdun. Infanterieflieger greifen ein. Unser Beobachtungsstand zusammengeschossen. Die eigene Munition restlos verpulvert. Höhe 304, Heckengrund und Toter Mann von den Franzosen gestürmt. Cumières- und Rabenwald fast kampflos besetzt. Artilleristische Abwehr durch ein einziges Feldartillerie-Geschütz. Unterkunft nach Liny verlegt. Ich bin seit gestern abend wieder auf Beobachtung. Eben – 9 Uhr vormittags – […]

Mehr lesen …

18.8.1917 Noch immer Kampf der Kanonen

Noch immer Kampf der Kanonen. Das deutsche Munitionslager “Baden” fliegt in die Luft. 3 Verwundete auf Beobachtung und in der Batterie. Noch immer hält der Kampf der Kanonen an, ohne dass neue Infanterievorstöße folgten. Die Franzosen haben in wenigen Tagen eine Unmasse Batterien herangezogen. Auf unserer Seite wird fortgesetzt nach einem Ausgleich gesucht. Dieser Streit […]

Mehr lesen …

14.8.1917 Das beiderseitige Artilleriefeuer hält an

Das beiderseitige Artilleriefeuer hält noch mit unverminderter Stärke an. Der deutsche Heeresbericht meldet: “An der Nordostfront von Verdun haben sich auf beiden Maasufern heftige Artielleriekämpfe entwickelt!” Nun weiß man daheim wieder Bescheid – aber es ist hier wie anderswo; niemand der Unbeteiligten wird sich nur im entferntesten eine Vorstellung von dem machen können, was sich […]

Mehr lesen …

13.8.1917 Gibt es wieder eine feindliche Offensive?

Bis heute war ich sechs Tage auf Beobachtung. Im Anfang ließ sich die Sache ganz angenehm an. Seit drei Tagen sind die Franzosen jedoch so unverschämt, dass man sie weder zum Freund noch zum Feind besitzen möchte. Fast sieht ihre lebhafte Artillerietätigkeit, ihr Zerstörungsfeuer gegen die Gräben am “Toten Mann” und gegen die “Höhe 304” […]

Mehr lesen …

3.8.1917 Unternehmen „Zähringen“

Unternehmen “Zähringen” – ein voller Erfolg. Erneuter Papierkrieg. Zwei Sonderkapitel: “Verpflegung” und “Reklamation”. Der Krieg sorgt auch für Humor. Doch, wer wirklich im Dreck saß, hält den Schnabel. Nach dem Kriege – Krieg dem Kriege. Das von uns am 29.7. veranstaltete Unternehmen “Zähringen” hat vollen Erfolg gebracht. Die feindlichen Stellungen wurden auf 2km Breite und […]

Mehr lesen …

23.7.1917 Verpflegung wird knapper

Feuerstellung nach dem Forges-Wald verlegt. Hauptbeobachtung ebendaselbst. Seitenbeobachtung auf den Brabanter Höhen. Die Einrichtung des Ruhelagers. Verpflegung wird knapper. Unsere Feuerstellung musste bereits zweimal gewechselt werden und ist nunmehr endgültig auf den Nordrand des Forges-Waldes verlegt worden. Beobachtung im gleichen Wald, jedoch mehrere 100m vorwärts, und zwar auf einem hohen Baum. Seitenbeobachtung auf den Brabanter […]

Mehr lesen …

21.7.1917 Was wird uns Verdun bringen?

Die Ruhezeit ist beendet. Eisenbahnfahrt über Stenay bis Vilosnes. Waldlager bei Sivry. Was wird uns Verdun bringen? Schneller, als uns lieb ist, sind wir aus der Ruhe aufgescheucht worden. Gestern abend kam Befehl zum Abmarsch. Die Vorbereitungen waren rasch beendet. Wir verließen jedoch erst heute morgen halb 4 Uhr unseren Quartierort. In 3 Stunden waren […]

Mehr lesen …

9.7.1917 Reisetag

Rethel, Sedan, Charency, Vecin, La Malmaison. Nach ununterbrochener Eisenbahnfahrt über Rethel und Sedan sind wir heute nacht 2 Uhr am Bestimmungsort Charency-Vecin angelangt. Mit dem Entladen der Batterie wurde sofort begonnen. Die schlechten Rampenverhältnisse und der große Durchgangsverkehr in Ch. dehnten dieses, sonst kaum eine halbe Stunde währende Geschäft bis morgens 5 Uhr aus. In […]

Mehr lesen …

8.7.1917 Abfahrt von der Aisne

Wir verlassen überraschend die Aisne. Abfahrt von Roberchamp-Ferme. Sonntag. Wir sind zeitlich und räumlich einen gewaltigen Sprung weiter. Augenblicklich – 1 Uhr mittag – siten wir auf dem Bahnhof Roberchamp-Ferme und verladen die Batterie zum Abtransport in unbekannter Richtung. Der Befehl zum Abmarsch kam recht überraschend am 5.7. abends. Bereits am nächsten Morgen waren die […]

Mehr lesen …

Drei Jahre Vierzehnachtzehn

Heute vor drei Jahren habe ich das Projekt Vierzehnachtzehn – Die Entwicklung der Dinge online gestellt. Eigentlich ein versehen. Ich wollte das Projekt erst zum eigentlichen Start am 29.7. bekannt geben, aber nachdem ich die Seite ein paar Menschen in meinem Freundeskreis zeigte und meine „Sperrfrist“ nicht klar kommuniziert hatte, war ich plötzlich mit Tweets […]

Mehr lesen …

19.6.1917 Papierkrieg

Ein Unglückstag. 3 blühende Menschenleben zerfetzt. Der Papierkrieg. Trotz “Ruhe” an der Front – Tag und Nacht auf den Beinen. Die Widerwärtigkeiten des Kapitels “Urlaub”. Ein Anschnauzer auf dem Gefechtsstande des Bataillons. Der heutige Tag ist ein Unglückstag für uns — und meine Ansicht, dass es vorn wie hinten dasselbe sei, muss ich revidieren. Wie […]

Mehr lesen …

14.6.1917 Artillerie-Berechnungen

Zwischen Ruhe und Fronttätigkeit kein Unterschied mehr. Was bedeuten Witterungseinflüsse für die Artillerie? Nach viertägiger Ruhe bin ich heute erneut zur Beobachtung gepilgert. Vorn ist rein gar nichts mehr los, so dass es schließlich gleich ist, wo man die Zeit totschlägt. Wir haben fortgesetzt herrliches Wetter. Die große Hitze erzeugt jedoch im Aisne-Grund so starken […]

Mehr lesen …

6.6.1917 Die Maubeuger Wissenschaft

Die Maubeuger Wissenschaft muss verwertet werden. Man brennt förmlich darauf, von der praktischen Verwendbarkeit meiner Maubeuger Wissenschaft etwas zu erfahren – und schickt mich heute wieder zur Beobachtung. Ich treffe vorn Ruhe an. Durch einen überraschenden Vorstoß ist es uns inzwischen gelungen, die an die Franzosen verloren gegangene “Höhe 108” erneut zurückzuerobern. — An größere […]

Mehr lesen …

5.6.1917 Allezeit ein großer Esel

Ich war die verflossenen Kriegsjahre mit dem Prädikat “k.v. allezeit ein großer Esel” Abends 10 Uhr. Nach vierstündiger Eisenbahnfahrt, zweistündiger Autofahrt und einstündigem Marsch sind wir wieder in Nizy le Comte angelangt. Die Herrlichen Tage von Maubeuge stehen noch in frischer Erinnerung. Sie waren in jeder Beziehung prächtig. In dem Kursus, der uns allerhand Neues […]

Mehr lesen …

31.5.1917

Auf zum Schießkurs nach Maubeuge. Nach recht eintönig verbrachten 4 Ruhetagen hätte ich heute eigentlich wieder nach vorn gemusst. Im letzten Augenblick erhielt ich aber Anweisung, mit Kamerad S. In Maubeuge an einem Kursus zur “Verwertung der Tageseinflüsse beim artilleristischen Schießen” teilzunehmen. Nichts konnte mich froher stimmen als das. Bereits eine halbe Stunde nach Eingang […]

Mehr lesen …

31.5.1917

Auf zum Schießkurs nach Maubeuge. Nach recht eintönig verbrachten 4 Ruhetagen hätte ich heute eigentlich wieder nach vorn gemusst. Im letzten Augenblick erhielt ich aber Anweisung, mit Kamerad S. In Maubeuge an einem Kursus zur “Verwertung der Tageseinflüsse beim artilleristischen Schießen” teilzunehmen. Nichts konnte mich froher stimmen als das. Bereits eine halbe Stunde nach Eingang […]

Mehr lesen …

25.5.1917 Auffallende Ruhe

Auffallende Ruhe – nur vereinzelt summt und tackt es in der Luft. Die Lage hat sich bisher kaum geändert. Abgesehen von den tagsüber in gewissen Zeitabständen üblichen Feuerüberfällen auf diesen oder jenen Grabenteil oder diese und jene Artilleriestellung, herrscht eine – beinahe auffallende – Ruhe. In der Luft ist es nicht anders. Nur vereinzelt summt […]

Mehr lesen …