Planet History

Author Archive for Giesbert Damaschke

914. An Schiller

Weimar, den 22. März 1803 Hierbei das gerettete Venedig. Wenn Sie Zeit haben, so sehen Sie es durch und wir sprechen heute Abend davon. Mich verlangt sehr Sie zu sehen. Die verwünschte Acclamation neulich hat mir ein Paar böse Tage gemacht. [Befehlen Sie die Stunde der Kutsche.]* G. * Nicht bei H, zitiert nach S […]

912. An Schiller

Weimar, den 10. März 1803 Die heutige Probe ging so gut von Statten daß ich gar nicht zweifle das Stück werde den 19ten gegeben werden können. Mögen Sie heute Abend zu mir kommen, so würden wir das Ganze nochmals besprechen können, um so mehr da es mir noch in frischem Andenken ist. Befehlen Sie Überbringern […]

911. An Schiller

[Weimar,] Den 8. März 1803 Mögen Sie wohl beiliegende Austheilung nochmals beherzigen und, nach gegenwärtigen Umständen revidiren, da Schall abgeht und Zimmermann, Oels und Brandt antreten. Ob der letzte bis dahin brauchbar seyn wird, ist eine Frage. Einen Bauerbräutigam sollte er immer vorstellen lernen. Wie ist der Spaziergang durch Europa bekommen? G. H 892 | […]

910. An Goethe

[Weimar, vor dem 8. März 1803] Wenn für die nächsten Monate noch auf Graff kann gezählt werden und sonst keine Lücke in dem Personale entsteht, so ist das Stück möglicherweise zu besetzen. Gewinnen würde es freilich, wenn die Jagemann sich noch zur Sorel entschließen wollte. Ich will Ihnen die Besetzung wie ich mir sie ausgedacht, […]

909. An Goethe

[Weimar, vor dem 8. März 1803] Vorsichtshalber bitte ich Sie das Theater-Exemplar der Braut von Messina sich ausliefern zu lassen. Ich weiß daß hier Jagd darauf gemacht wird und die Anzeigemacher könnten desselben benöthigt seyn. Ich habe meine alten Papiere über die Maltheser vorgenommen, und es steigt eine große Lust in mir auf, mich gleich […]

908. An Schiller

Weimar, am 28. Februar 1803 Ich will also meine Gesellschaft morgen aufgeben und nur etwas Musik zur Probe machen; denn mich verlangt gar sehr den neuen Tenoristen, so wie die neue Composition vom Reiterlied zu hören. Über die gestrige Leseprobe hoffe ich bald mit Ihnen zu sprechen, so wie man Donnerstag oder Freitag eine bei […]

907. An Goethe

[Weimar, 28. Februar 1803] Es ist gestern für eine Leseprobe recht ordentlich gegangen. Der Chor wird, wie ich augurire, gut gesprochen werden und Effect machen. Über einige Dinge, worüber ich Sie bitte gemeinschaftlich mit mir zu halten und zu wachen, mündlich. Mein Schwager hat schon vor drei Tagen die Reußische Familie auf morgen zum Thee […]

906. An Goethe

[Weimar, den 27. Februar oder März 1803] Die Frau würde recht gerne zugegen sein, wenn sie sich nicht seit gestern von einem heftigen Rheumatism geplagt fühlte, weswegen sie auch gestern nicht in der Komödie war. Vielleicht sieht Mlle Jagemann sie einen Augenblick, wir wollen es übrigens shon ziemlich und artig einrichten, daß die Verhältnisse ihr […]

905. An Schiller

Weimar, den 12. Februar 1803 Die Mohrin wird heut über acht Tage schon gegeben werden können. Ich melde das, damit Sie etwa das Theaterexemplar des Trauerspiels gefällig beschleunigen und die Rollen in der nächsten Woche abgeschrieben werden können. Man hielte alsdann den 22sten oder 24sten Leseprobe, welches ein großer Vorsprung wäre. Mögen Sie morgen Mittag […]

904. An Goethe

[Weimar, 8. Februar 1803] Wir werden uns heute Abend nach dem Concerte sämmtlich bei Ihnen einstellen und uns freuen etwas Schönes zu sehen und zu hören. Der Schlitten wird mir und meiner Frau um halb Eins recht willkommen seyn. Früher habe ich, da ich spät aufgestanden, noch einige Geschäfte zu expediren. Der Chor hat sich […]

902. An Goethe

[Weimar, 5. Februar 1803] Die gestrige Vorlesung, von der ich mir eine sehr mäßige Erwartung machte, weil ich mir mein Publicum nicht dazu auswählen konnte, ist mir durch eine recht schöne Theilnahme belohnt worden, und die heterogenen Bestandtheile meines Publicums fanden sich wirklich in einem gemeinsamen Zustande vereinigt. Die Furcht und der Schrecken erwiesen sich […]

901. An Schiller

Weimar, am 5. Februar 1803 Sagen Sie mir doch ein Wort wie die gestrige Vorlesung abgelaufen, denn ein geübter Autor weiß wahre Theilnahme von Überraschung zu unterscheiden, sowie Höflichkeit und Verstellung zu würdigen. Zunächst bitte ich um Mittheilung des Stücks, wodurch mir für diese Abende ein großes Fest bereitet würde. Ferner ergehet Anfrage und Bitte […]

901. An Schiller

Weimar, am 5. Februar 1803 Sagen Sie mir doch ein Wort wie die gestrige Vorlesung abgelaufen, denn ein geübter Autor weiß wahre Theilnahme von Überraschung zu unterscheiden, sowie Höflichkeit und Verstellung zu würdigen. Zunächst bitte ich um Mittheilung des Stücks, wodurch mir für diese Abende ein großes Fest bereitet würde. Ferner ergehet Anfrage und Bitte […]

900. An Goethe

[Weimar, 4. Februar 1803] Mein Stück ist fertig und da ich etwas davon in diesen Tagen verlauten ließ, so hat der Herzog von Meiningen den Wunsch geäußert es zu hören. Weil es nun mein Dienstherr ist, dem ich einige Attention schuldig bin, und es sich gerade trifft daß ich seinen Geburtstag dadurch feiere, so werde […]

899. An Schiller

Weimar, am 4. Februar 1803 Lassen Sie mich nun auch wieder bei Ihnen anfragen, wie es geht und ob ich auch bald von dem tragischen Schmause etwas werde zu genießen haben. Was mich betrifft, so kann ich weder auf mich selbst, noch auf etwas Geleistetes zu Gaste bitten; doch ist ein vortrefflicher Abguß der Büste, […]

898. An Goethe

[Weimar, 26. Januar 1803] Gegen die reiche Abwechslung Ihrer Beschäftigungen sticht meine auf einen einzigen Punkt gerichtete Thätigkeit sehr dürftig ab; auch kann ich Ihnen das Resultat meiner Einsamkeit nur durch die That beurkunden. Ich habe ein mißliches und nicht erfreuliches Geschäft, nämlich die Ausfüllung der vielen zurückgelassenen Lücken in den vier ersten Acten nun […]

897. An Schiller

Weimar, am 26. Januar 1803 Schon einigemal dachte ich zu fragen wie es Ihnen ginge, und thue es jetzt. Damit Sie aber Lust haben einigermaßen ausführlich zu seyn, so erzähle ich folgendes von mir: An dem Supplement zu Cellini ist es zeither sachte vorwärts gegangen. Ich habe manches Fördernde gelesen und gedacht. Einige neue Kupfer […]

896. An Schiller

Weimar, am 13. Januar 1803 Gestern hörte ich, daß Sie die vorjährige Idee, eine Abendgesellschaft, Sonnabends nach der Komödie, einzuleiten wieder aufgenommen, und vergaß Sie darüber zu fragen. Sagen Sie mir doch, wie weit Sie damit gekommen sind. Ich vernehme daß Durchlaucht der Herzog etwas Ähnliches vorhaben, und wünschte daß beide Plane sich begegneten und […]

895. An Schiller

Weimar, den 6. Januar 1803 Lassen Sie mich wissen wie es Ihnen geht? Mein einziger Trost ist der numismatische Talisman, der mich, auf eine bequeme und reizende Weise, in entfernte Gegenden und Zeiten führt. Sagen Sie mir, ob Sie etwa heute Abend mich besuchen mögen. Wollen Sie aber sich noch in der Stille verschlossen halten, […]

887. An Schiller

Jena, am 17. August 1802 Ob ich gleich von meinem hiesigen Aufenthalt wenig Productives rühmen kann und sonst eigentlich nicht wüßte warum ich hier seyn sollte, so will ich doch wieder von mir hören lassen und Ihnen im Allgemeinen sagen, wie es mit mir aussieht. Heute bin ich 14 Tage da, und da ich auch […]

893. An Schiller

[Weimar, ]Den 19. December 1802 Bei uns geht es nicht gut, wie Sie mir vielleicht gestern in der Oper anmerkten. Der neue Gast wird wohl schwerlich lange verweilen und die Mutter, so gefaßt sie sonst ist, leidet an Körper und Gemüth. Sie empfiehlt sich Ihnen bestens und fühlt den Werth Ihres Antheils. Heute Abend hoffe […]

891. An Goethe

[Weimar, den 16. Dezember 1802] Ich erfahre soeben zufällig, daß man Ihnen zu einem angenehmen Ereignis im Hause Glück zu wünschen hat. Ich wünschte es vo ihnen bestätigt zu hören, denn ich hab mit herzlichem Anteil so wie auch meine Frau darauf gewartet, und es wird uns herzlich erfreuen, wenn alles glücklich gegangen und auch […]

890. An Schiller

Weimar, am 16. October 1802 Ich überschicke hier ein kleines Promemoria über meine neue Ausgabe des Cellini, zu gefälliger Durchsicht. Man könnte es an Cotta communiciren, zu Einleitung näherer Verhandlung, auch daraus, wenn man einig wäre, gleich eine Anzeige formiren. Vielleicht mögen Sie daß ich heute Abend nach der Komödie mit Ihnen nach Hause gehe, […]

888. An Goethe

Weimar, 18. August 1802 Sie können nie unthätig seyn, und was Sie eine unproductive Stimmung nennen, würden sich die meisten andern als eine vollkommen ausgefüllte Zeit anrechnen. Möchte nur irgend ein subalterner Genius, einer von denen die gerade auf Universitäten wohnen und walten, die letzte Hand an Ihre wissenschaftlichen Ideen thun, um sie zu sammeln, […]

886. An Goethe

Weimar, den 11. August 1802 Sie werden dem Cotta mit dem Verlag des kleinen Werkes eine große Freude machen. Ich bin aber auch dafür, daß es durch keine Kupferverzierung verteuert und aufgehalten werde. Ich dächte, man ließ es so drucken, daß es zwischen 5 und 6 Bogen betrüge und er es um 12 Groschen verkaufen […]

885. An Schiller

Jena, am 10. August 1802 Anfangs war ich, wie Sie wissen, nicht sehr geneigt, mein Vorspiel drucken zu lassen, gegenwärtig aber wollte ich Ihnen folgendes vortragen und Ihre Gedanken darüber hören. Gar viele Personen verlangen es zu lesen, besonders seit dem Aufsatz in der eleganten Zeitung. Nun bin ich auch bei der letzten Vorlesung wieder […]

884. An Schiller und Meyer

Weimar, den 26. Juli 1802 Herr Doktor Meyer von Bremen hat eine Ohm sehr guten Portwein angeboten, welche ohnegefähr 160 Bouteillen beträgt. Die Bouteille soll etwa 10 gute Groschen kosten. Ich bin geneigt diesen Wein kommen zu lassen, wenn einige Freunde daran teilnehmen wollen. Ich bitte hierbei die Zahl der Bouteillen zu bemerken. Wobei ich […]

883. An Goethe

[Weimar,] Den 26. Juli 1802 Herzlich heiße ich sie willkommen und sehne mich Ihr Antlitz wieder zu sehen. Wenn es Ihnen recht ist, so komme ich zwischen drei und vier Uhr zu Ihnen. Ich muß Abends zeitig wieder zu Hause seyn, weil mein Husten noch sehr leicht erregt wird, und ich, nach einer Erfahrung von […]

882. An Goethe

Weimer, am 6. Juli 1802 Es war zu meinem Glück, daß ich Ihnen nicht nach Lauchstedt folgte, denn ich hätte nur den Samen eines Katarrhfiebers mitgenommen, das an dem nämlichen Sonnabend, wo Sie in L. zum erstenmal spielten, bei mir zum Ausbruch kam. Seit dieser Zeit bis gestern habe ich mit meiner ganzen Familie in […]

881. An Schiller

Lauchstädt, am 5ten Juli 1802 Es geht mit allen Geschäften wie mit der Ehe, man denkt wunder was man zustande gebracht habe, wenn man kopuliert ist, und nun geht der Teufel erst recht los. Das macht weil nichts in der Welt einzeln steht und irgend ein Wirksames nicht als ein Ende, sondern als ein Anfang […]

880. An Schiller

Lauchstedt, am 28. Juni 1802 Den Hofkammerrath, der morgen früh abreist, kann ich nicht ohne ein Wort an Sie gehen lassen. Erzählen mag er Ihnen umständlich wie die Eröffnung abgelaufen; das Wetter begünstigte uns und das Vorspiel hat Glück gemacht. Der Schluß, ob er gleich besser seyn könnte, ist mir doch verhältnißmäßig zu dem Drang […]

879. An Goethe

Weimar, den 24. Juni 1802 Da es sich nicht hat schicken wollen, daß ich mich selbst nach Lauchstedt aufmachte, so will ich Ihnen meine besten Wünsche zu dem vorhabenden Geschäft schriftlich übersenden, den Erfolg und verlauf hoffe ich blad möglichst von Ihnen zu erfahren. Möge mir während Ihrer Abwesenheit Apollo günstig seyn, daß ich zu […]

878. An Goethe

Weimar, den 12. Juni 1802 Ich erhalte einen Brief von Ihnen, indem ich Sie heute ganz zuversichtlich selbst erwartete, und mir diesen Abend das Vergnügen versprach, Ihre Arbeit vorlesen zu hören. Ich werde morgen um sechs Uhr Abends nicht fehlen und freue mich in gar vielen Rücksichten des glücklich vollbrachten Werks. Bald hätte Beckers Krankheit […]

877. An Schiller

[Jena], den 11. Juni 1802 Meine Arbeit hat gut gefördert, ob sie gleich viel weitläufiger geworden ist, als ich gedacht habe. Einige Motive gegen das Ende sind noch auszuführen, übrigens ist alle schon in’s Reine und in die Rollen geschrieben. Sonntag Abend hoffe ich Ihnen es vorzulesen, versagen Sie sich nicht; denn Montag muß ich […]

876. An Goethe

Weimar, den 9. Juni 1802. Ich gratulire zu der glücklichen Entbindung des Werks und freue mich auf die Mittheilung desselben. Sie sehen bei dieser Gelegenheit, wie viel die Nothwendigkeit bei Ihnen vermag, und sollten dieses Mittel auch bei andern Werken anwenden, es würde sich gewiß eben so gut bewähren. Bei mir ist in diesen Tagen […]