Planet History

Author Archive for L.I.S.A. GERDA HENKEL PORTAL

Deutsche Kultur – gähnende Leere oder wirksame Orientierung

Ein Meinungsbeitrag

Am 14. Mai dieses Jahres stand in der TAZ zu lesen: eine „spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.“ Stattdessen gäbe es nur eine „kulturelle Vielfalt“, nicht irgendwie Einheitliches oder Übergreifendes, das als Leitkultur im Umgang mit dieser Vielfalt ins Spiel gebracht werden könnte. Man könnte mit einem Achselzucken über diese steile These hinweggehen, käme sie nicht von der im Range einer Ministerin stehenden Integrationsbeauftragten des Bundes, dem Mitglied der SPD Aydan Özoguz.

Die „Gewaltsituation“. Zur Partizipation in kollektiver Gewalt

Vortrag von Dr. Kristin Platt (Bochum) im Rahmen der Ringvorlesung „Politische Gewalt im 21. Jahrhundert“

Der Vortrag wird in einem Resümee die in den einzelnen Beiträgen der Vorlesungsreihe aufgeworfenen Fragen, politischen Bruchlinien, wissenschaftlichen Herausforderungen und Entwicklungen zusammenzutragen. Dies wird eingebunden in eine Problematisierung aktueller Forschungsperspektiven. Was am Schluss bleibt, ist die schwierige Annäherung an das „Zwischen“, das „Wir“: Denn dort, wo Täter eines Massakers sich als moralisch empfinden, wo Gewalt nach wie vor legitimierbar ist, wo wir Kontinuierungen von Gewaltverhältnissen erkennen, müssen wir die Frage, was zu Partizipation in kollektiven Gewaltsituationen führt, vielleicht doch noch einmal nachhaltiger stellen. In jüngeren Studien sind aus unterschiedlich disziplinären Perspektiven Beiträge vor allem zu situationalen Dynamiken und Ermöglichungsräumen geleistet worden. Doch können diese Ansätze die Stabilität und Kohärenz erklären, die in Gewaltsituationen für die Tatbeteiligten besteht? Und warum fasziniert noch immer die Rede von der „Normalität“ der Täter, die nicht einmal mit der Rede von der Rückkehr des „Bösen“ in Widerspruch gerät?

Einfache Antworten auf schwierige Fragen? Populismus heute und gestern

Geisteswissenschaften im Dialog am 20. Juni 2017 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaft

Rechtspopulistische Parteien und Bewegungen haben sich heute fast europaweit etabliert. Die Kampagne der eurokritischen Partei UKIP zum Brexit ist nur ein Beispiel dafür. In Deutschland sitzt mit der AfD eine rechtspopulistische Partei in elf Landtagen und in Polen ist die Partei „Recht und Gerechtigkeit“ an der Regierung. Anfang 2017 trafen sich Europas führende Rechtspopulisten, um vereint gegen Europas Vereinigung zu agieren. Populistische Bewegungen sind hingegen nichts Neues in Europa. Schon seit den 1970er Jahren hat sich in Frankreich mit dem Front National eine rechtspopulistische Partei entwickelt. Inwieweit sich auch auf der Linken populistische Bewegungen entwickelt haben, hängt weitgehend vom angewandten Kriterienkatalog ab. So unterscheiden sich z.B. die nationalen Einschätzungen erheblich, was die Zuordnung von Parteien wie Podemos oder Syriza angeht.Einfache Antworten auf schwierige Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens scheinen aktuell überall Konjunktur zu haben. Wann werden populistische Bewegungen besonders stark, wann schaffen populistische Politiker den Sprung in die Regierungsverantwortung? Gibt es eine populistische Versuchung auch für etablierte Parteien und ihre Politiker? Welche Mechanismen spielen eine Rolle bei der Bildung „öffentlicher Meinung“? Hat sich diese mit den Sozialen Medien verändert? Wie kann eine gesamtgesellschaftliche Debattenkultur ohne Populismus aussehen, die gleichzeitig die Kritik aus der Gesellschaft ernst nimmt und sich nicht durch die Beschwörung von Populismus als einem Menetekel dagegen abzuschotten versucht?

Kurswechsel – Karrierekonferenz für (Post)Doktorandinnen

Goethe-Universität Frankfurt/ Campus Westend – Casino, 9-18 Uhr

Sie sind hochqualifiziert und somit Anwärterin auf berufliche Spitzenpositionen Ihres Fachgebietes. Vielleicht kennen Sie aber nicht alle vorstellbaren Karriereoptionen. Sei es, weil die Wege dorthin nicht offensichtlich sind oder weil AnsprechpartnerInnen fehlen und Hemmschwellen zu hoch erscheinen. Ebenso geht es ArbeitgeberInnen außerhalb der Wissenschaft, die (noch) nicht um Ihr Potenzial wissen, auch wenn auf beiden Seiten bereits ein Umdenken stattfindet. Unternehmen öffnen sich einem vielfältigeren Kreis von Bewerberinnen und Wissenschaftlerinnen orientieren sich zunehmend jenseits der Universität.
Unser Angebot zum Kurswechsel besteht darin, Ihnen alternative Berufswege vorzustellen, Brücken zu bauen und ein gegenseitiges Kennenlernen zu ermöglichen. Während der Karrierekonferenz schaffen wir für Sie den Rahmen, Ihre Referenzwerte und Karriereziele zu definieren und neue Kontakte außerhalb der Hochschule zu knüpfen.

Paradiese

Einladung zur kritischen Begutachtung (open peer review)

Kunsthistorikerinnen und Philosophen, Historikerinnen und Religionswissenschaftler, Literaturwissenschaftlerinnen und Soziologien vermessen unsere Sehnsucht.
www.avenue.jetzt
Gerne möchten wir die L.I.S.A community einladen, die Beiträge einer offenen peer review zu unterziehen: Bis zum 12. September nehmen wir Kommentare und Kritiken entgegen. Danach gelangen die Beiträge in den Druck – mitsamt ausgewählten Kommentaren. Wir freuen uns über eine rege Diskussion.

2. Salzburger Fußballtagung – Fußball zwischen Macht, Identität, Ausgrenzung und Integration

Universität Salzburg, Hörsaal 380, Rudolfskai 42, 5020 Salzburg

Nach dem Erfolg der 1. Salzburger Fußballtagung im September 2014 findet im Herbst 2017 die 2. Salzburger Fußballtagung an der Universität Salzburg statt. Ziel der Tagung ist die Unterstützung und Förderung der gesellschafts- und kulturwissenschaftlichen Aufarbeitung des österreichischen Fußballsports, durch Austausch und Vernetzung von Personen, die sich mit Fußball in wissenschaftlicher Weise auseinandersetzen.
Unter dem Titel „Fußball zwischen Macht, Identität, Ausgrenzung und Integration“ bildet die Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Funktionalisierungen des Fußballsports einen Schwerpunkt der Tagung. Gesellschaftliche Integration ist eine zentrale Funktion des Breitensports Fußball, die auch ein wichtiges Asset der positiven Selbstdarstellung der Vereinsarbeit ist. Gleichzeitig entfaltet er auch starke Exklusionskräfte. Integration und Ausgrenzung sind nicht zuletzt jene Funktionen, die den Fußball für Versuche politischer Instrumentalisierung attraktiv machen. Dabei ist nicht nur an Thematiken wie Migration zu denken, sondern auch an Inklusion/Exklusion entlang von sozialen Faktoren oder individuellen Merkmalen und Einstellungen.
Die wissenschaftliche, insbesondere kulturhistorische und soziologische, Erforschung des Fußballs als Phänomen der Massenkultur erlebte in den vergangenen 20 Jahren einen ungeheuren Aufschwung. In Österreich sind Forschungstätigkeiten wie -thematiken gleichermaßen auf Wien konzentriert. Wissenschaftliche Arbeiten über den Fußball in der Provinz werden meist nur regional rezipiert. Um dieses Ungleichgewicht in der Forschungslandschaft zu beheben, bringt die Tagung ReferentInnen aus österreichischen Bundesländern sowie aus Deutschland zusammen, die sich in unterschiedlichsten Perspektiven und Ansätzen sowohl mit der Geschichte und Wirkung, als auch mit spezifischen regionalen, politischen und gesellschaftlichen Aspekten des Fußballs befassen. Nicht zuletzt soll die Tagung Salzburg als zentralen Ort der österreichischen Fußballgeschichte, als auch als Ort der Fußballgeschichtsforschung in der scientific community verorten.

Selected Major International Press Coverage of the Threat to the Central European University

Academic Freedom in Danger. Fact Files on the „CEU Affair“ (Südosteuropa 65 „Spotlight“)

AP/Reuters/Bloomberg
– Hungarians Protest Their Leader by the Tens of Thousands, The New York Times, 9 April 2017, https://www.nytimes.com/2017/04/09/world/europe/hungary-protest-viktor-orban.html
– Thousands March in Support of Soros-Founded University in Budapest, The New York Times, 2 April 2017, https://www.nytimes.com/2017/04/02/world/europe/hungary-george-soros-viktor-orban-protest.html
– Pablo Gorondi, Large Rally in Hungary for Imperiled Soros-Founded School, The Associated Press, 2 April 2017, https://www.usnews.com/news/business/articles/2017-04-02/large-rally-in-hungary-for-imperiled-soros-founded-school
– Zoltan Simon, Orbán Undaunted as Hungary Passes Law Targeting Soros’s CEU, Bloomberg, 4 April 2017, https://www.bloomberg.com/politics/articles/2017-04-04/hungary-s-orban-doubles-down-on-university-bill-after-protests
 
BBC
– Hungary University Backed by Soros ‘Is Facing Closure’, BBC News, 29 March 2017, http://www.bbc.com/news/world-europe-39429309
– Sean Coughlan, How a University Became a Battle for Europe’s Identity, BBC News, 3 May 2017, http://www.bbc.com/news/business-39780546
– Oleg Boldyrev / Erika Benke, Is Hungary Copying Russia by Targeting Soros-Backed University?, BBC News, 22 April 2017, http://www.bbc.com/news/world-europe-39640474?SThisFB
 
CNN
– Hungarian University Fights to Stay Open, CNN, 11 April 2017, http://edition.cnn.com/videos/world/2017/04/11/hungary-intv-amanpour-michael-ignatieff-holmes.cnn
 
Financial Times
– Paul McClean / Andrew Byrne, Brussels Poised to Tackle Hungary on Education Law, Financial Times, 26 April 2017, https://www.ft.com/content/06fe28f8-29d1-11e7-9ec8-168383da43b7
– Hungary’s Illiberal Leader Must Be Shown the Limits, Financial Times, 26 April 2017, https://www.ft.com/content/52e007d6-2a81-11e7-bc4b-5528796fe35c
 
The Guardian
– Andrew MacDowall, US-Linked Top University Fears New Rules Will Force It Out of Hungary, The Guardian, 29 March 2017, https://www.theguardian.com/world/2017/mar/29/us-linked-top-university-fears-new-rules-will-force-it-out-of-hungary
– Cas Mudde, The EU Has Tolerated Viktor Orbán for Too Long. It Has to Take a Stand Now, The Guardian, 3 April 2017, https://www.theguardian.com/commentisfree/2017/apr/03/eu-tolerated-viktor-orban-hungarian-central-european-university
– Jennifer Rankin, Hungary Investigated by EU Over Law Threatening Top University, The Guardian, 12 April 2017, https://www.theguardian.com/world/2017/apr/12/frans-timmermans-eu-commission-central-european-university-budapest-hungary
– Danuta Kean, Authors Protest Against Hungary’s Plans to Close Central European University, The Guardian, 14 April 2017, https://www.theguardian.com/world/2017/apr/14/authors-protest-against-hungarys-plans-to-close-central-european-university
– Tibor Fischer, I Don’t Recognise Viktor Orbán as a ‘Tyrant’, The Guardian, 20 April 2017, https://www.theguardian.com/commentisfree/2017/apr/20/viktor-orban-tyrant-western-media-hungarian-leader-democracy-antisemite
– Michael Ignatieff et al., Democracy and Academic Freedom in Viktor Orbán’s Hungary, The Guardian, 23 April 2017, https://www.theguardian.com/world/2017/apr/23/democracy-and-academic-freedom-in-viktor-orban-hungary
– Daniel Boffey, University Chief Appeals for EU Help to Fight Hungarian Clampdown, The Guardian, 25 April 2017, https://www.theguardian.com/world/2017/apr/25/university-chief-appeals-for-eu-help-to-fight-hungarian-clampdown?CMP=twt_gu
– Daniel Boffey, Orbán on Offensive after EU Takes Legal Action over Soros University, The Guardian, 26 April 2017, https://www.theguardian.com/world/2017/apr/26/eu-launches-legal-action-against-hungary-higher-education-law-university
 
National Public Radio
– Soraya Sarhaddi Nelson, Hungarian Legislation Threatens American University in Budapest, National Public Radio, 29 March 2017, http://www.npr.org/sections/thetwo-way/2017/03/29/521948051/hungarian-legislation-threatens-american-university-in-budapest
 
New York Times
– Palko Karasz, Hungary Plan That Could Shutter Soros’s University Is Called ‘Political Vandalism’, The New York Times, 29 March 2017, https://www.nytimes.com/2017/03/29/world/europe/hungary-george-soros-university.html
– Michael Ignatieff, Academic Freedom, Under Threat in Europe, The New York Times, 2 April 2017, https://www.nytimes.com/2017/04/02/opinion/academic-freedom-under-threat-in-europe.html
– Palko Karasz, Pressure Grows as Hungary Adopts Law Targeting George Soros’s University, The New York Times, 11 April 2017, https://www.nytimes.com/2017/04/11/world/europe/hungary-george-soros-central-european-university.html
– Helene Bienvenu / Balint Bardi, Hungary Law That Could Close Soros-Backed University Faces Uncertainty, The New York Times, 12 April 2017, https://www.nytimes.com/2017/04/12/world/europe/hungary-central-european-university-soros-orban.html
– Palko Karasz, At Hungary’s Soros-Backed University, Scholars Feel a Chill, The New York Times, 24 April 2017, https://www.nytimes.com/2017/04/24/world/europe/hungary-george-soros-central-european-university.html
 
New York Review of Books
– Jan-Werner Müller, Hungary. The War on Education, The New York Review of Books, 20 May 2017, http://www.nybooks.com/daily/2017/05/20/hungary-the-war-on-education-ceu/
 
Science
– Albert-László Barabási, Academia Under Fire in Hungary, Science, 12 May 2017, http://science.sciencemag.org/content/356/6338/563.full
 
Wall Street Journal
– Valentina Pop, Hungary’s Orban Reverses Course and Agrees to Work with EU, The Wall Street Journal, 29 April 2017, https://www.wsj.com/articles/orban-reverses-course-and-agrees-to-work-with-eu-1493475496
– Hungary’s Illiberal Turn, The Wall Street Journal, 1 May 2017, https://www.wsj.com/articles/hungarys-illiberal-turn-1493680457
 
University World News
– Anne Corbett / Claire Gordon, Time for Bologna to Stand Up for Academic Freedom, University World News, 21 April 2017, http://www.universityworldnews.com/article.php?story=201704191359100
 
Washington Post
– Leon Botstein / Carol Christ / Jonathan Cole, Hungary’s Xenophobic Attack on Central European University Is a Threat to Freedom Everywhere, The Washington Post, 4 April 2017, https://www.washingtonpost.com/news/global-opinions/wp/2017/04/04/hungarys-xenophobic-attack-on-central-european-university-is-a-threat-to-freedom-everywhere/?utm_term=.2f128db3b63a
 
Inside Higher Ed
– Kris Olds, Central European University’s Complicated Legal Geographies, Inside Higher Ed, 6 April 2017, https://www.insidehighered.com/blogs/globalhighered/central-european-universitys-complicated-legal-geographies
– Kris Olds, Defending Central European University and Academic Freedom, Inside Higher Ed, 18 April 2017, https://www.insidehighered.com/blogs/globalhighered/defending-central-european-university-and-academic-freedom
 
Times Higher Education
– David Matthews, Central European University Fights for Survival in Hungary, Times Higher Education, 29 March 2017, https://www.timeshighereducation.com/news/central-european-university-fights-for-survival-in-hungary
 
Boston Globe
– John Shattuck, Hungary’s Attack on Academic Freedom, The Boston Globe, 3 April 2017, http://www.bostonglobe.com/opinion/2017/04/03/hungary-attack-academic-freedom/sSYNAizjeoevcfqxZV176K/story.html
 
Frankfurter Allgemeine Zeitung
– Martin Schulze Wessel, Orbáns Ethnisierung des Bildungswesens, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5 April 2017, http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/viktor-orban-will-universitaet-in-budapest-schliessen-14957285.html
– Eine Universität wird vertrieben, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20 April 2017, http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/wissenschaftler-appell-eine-universitaet-wird-vertrieben-14978547.html
– György Konrád, Gefährliche Heuchelei in Budapest, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13 April 2017,
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/themen/viktor-orban-bedient-sich-des-antisemitismus-14968042.html
 
Handelsblatt
– Hans-Peter Siebenhaar, Orbán holt zum Schlag gegen Soros aus, Handelsblatt, 30 March 2017, http://www.handelsblatt.com/politik/international/elite-uni-droht-schliessung-orban-holt-zum-schlag-gegen-soros-aus/19594914.html
– Hans-Peter Siebenhaar, Kein Platz in ‘Orbánistan’?, Handelsblatt, 12 April 2017, http://www.handelsblatt.com/my/politik/international/streit-um-soros-privatuni-in-budapest-kein-platz-in-orbnistan/19657584.html
– Ein freies Land, eine freie Universität, Handelsblatt, 10 April 2017, http://www.handelsblatt.com/politik/international/grossdemonstration-in-budapest-ein-freies-land-eine-freie-universitaet/19636810.html
– EU legt Samthandschuhe an ‘Puszta-Putin’ an, Handelsblatt, 12 April 2017, http://www.handelsblatt.com/politik/international/reaktionen-zu-ungarn-eu-legt-samthandschuhe-an-puszta-putin-an/19665948.html
– Hans-Peter Siebenhaar, Brüssel muss Ungarn die Grenzen aufzeigen, Handelsblatt, 27 April 2017, http://www.handelsblatt.com/politik/international/europaeische-union-bruessel-muss-ungarn-die-grenzen-aufzeigen/19728980.html
 
Neue Zürcher Zeitung
– Meret Baumann, Parlament beschliesst umstrittenes Hochschul-Gesetz, Neue Zürcher Zeitung, 4 April 2017, https://www.nzz.ch/international/existenz-der-central-european-university-bedroht-orban-nimmt-ungarns-elite-uni-ins-visier-ld.154293
– Shalini Randeria, Der autokratische Feldzug gegen die Zivilgesellschaft, Neue Zürcher Zeitung, 5 April 2017, https://www.nzz.ch/meinung/kommentare/viktor-orbans-schachzug-gegen-die-central-european-university-budapest-krieg-mittels-gesetzen-ld.155547
– Zehntausende demonstrieren in Ungarn für Universität, Neue Zürcher Zeitung, 10 April 2017, https://www.nzz.ch/international/central-european-university-in-ungarn-zehntausende-menschen-demonstrieren-in-ungarn-fuer-soros-universitaet-ld.1085323
– Meret Baumann, Irrationaler Illiberalismus, Neue Zürcher Zeitung, 10 April 2017, https://www.nzz.ch/meinung/viktor-orbans-ungarn-irrationaler-illiberalismus-ld.1085552
– Tausende Ungarn demonstrieren gegen drohende Schließung von US-Uni, Neue Zürcher Zeitung, 2 April 2017, https://www.nzz.ch/international/europa/orban-gegen-die-central-european-university-tausende-ungarn-demonstrieren-gegen-drohende-schliessung-von-us-uni-ld.154976?reduced=true
 
Die Presse
– Michael Laczynski / Wolfgang Böhm, Orbáns neue Front gegen Europa, Die Presse, 6 April 2017, http://diepresse.com/home/ausland/aussenpolitik/5197015/Orbans-neue-Front-gegen-Europa- Michael Laczynski / Wolfgang Böhm, Warum George Soros in Osteuropa so gehasst wird, Die Presse, 25 April 2017, http://diepresse.com/home/ausland/eu/5206913/Warum-George-Soros-in-Osteuropa-so-gehasst-wird?from=suche.intern.portal
 
Rheinische Post
– Tausende bilden Menschenkette für bedrohte Uni, Rheinische Post, 4 April 2017, http://www.rp-online.de/politik/ausland/protest-in-budapest-tausende-bilden-menschenkette-fuer-bedrohte-uni-aid-1.6736309
– Umstrittenes Hochschulgesetz unterzeichnet, Rheinische Post, 10 April 2017, http://www.rp-online.de/politik/ausland/umstrittenes-hochschulgesetz-unterzeichnet-aid-1.6749959
– EU-Kommission eröffnet Verfahren gegen Ungarn, Rheinische Post, 26 April 2017, http://www.rp-online.de/politik/ausland/hochschulgesetz-eu-kommission-eroeffnet-verfahren-gegen-ungarn-aid-1.6780209
 
Der Spiegel
– Keno Verseck, Orbán will US-Elite-Uni rausschmeißen, Der Spiegel, 30 March 2017, http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/ungarn-viktor-orban-will-central-european-university-ceu-vertreiben-a-1141124.html
– Keno Verseck, Orbán peitscht Gesetz gegen Soros-Uni durch, Der Spiegel, 4 April 2017, http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/ungarn-verabschiedet-gesetz-gegen-central-european-university-a-1141835.html
– Keno Verseck, Im Eilverfahren gegen die Soros-Uni, Der Spiegel, 4 April 2017, http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/ungarn-im-eilverfahren-gegen-die-soros-uni-a-1141769.html
– EU-Kommission prüft Ungarns Gesetz gegen US-Uni, Der Spiegel, 5 April 2017, http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/soros-uni-eu-kommission-prueft-ungarns-neues-hochschulgesetz-a-1142007.html
– Markus Becker, Der Spalter, Der Spiegel, 6 April 2017, http://www.spiegel.de/politik/ausland/viktor-orban-seine-fidesz-partei-bringt-cdu-und-csu-in-verlegenheit-a-1142184.html
– Keno Verseck, Warum Orbán Gegenwind aus dem eigenen Lager erhält, Der Spiegel, 10 April 2017, http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/ungarn-demonstration-fuer-universitaet-von-george-soros-und-gegen-viktor-orban-a-1142699.html
– Zehntausende demonstrieren für Erhalt von ‘Soros-Uni’, Der Spiegel, 10 April 2017, http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/ungarn-zehntausende-demonstrieren-fuer-ceu-central-european-university-a-1142623.html
– Staatspräsident Áder unterzeichnet umstrittenes Hochschulgesetz, Der Spiegel, 10 April 2017, http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/ungarn-janos-ader-unterzeichnet-umstrittenes-hochschulgesetz-a-1142774.html
– EU eröffnet Verfahren gegen Ungarn, Der Spiegel, 26 April 2017, http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/bruessel-eu-eroeffnet-verfahren-gegen-ungarn-wegen-des-hochschulgesetzes-a-1144940.html
– Markus Becker, EU-Parlamentarier attackieren Orbán. ‘Sie lügen, und Sie wissen, dass Sie lügen’, Der Spiegel, 26 April 2017, http://www.spiegel.de/politik/ausland/europaeische-union-viktor-orban-weist-vorwuerfe-im-eu-parlament-zurueck-a-1145016.html
– Peter Müller, Orbán beugt sich Druck der EU – ein bisschen, Der Spiegel, 29 April 2017, http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/viktor-orban-lenkt-ein-im-streit-um-die-central-european-university-a-1145465.html
– Orbán lenkt im Streit mit der EU-Kommission ein, Der Spiegel, 29 April 2017, http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/ungarns-hochschulgesetz-viktor-orban-will-auflagen-der-eu-kommission-erfuellen-a-1145448.html
 
Der Standard
– CEU-Rektor an Ungarns Regierung: ‘Lasst uns zufrieden’, Der Standard, 24 April 2017, http://derstandard.at/2000056474910/CEU-Rektor-verbittet-sich-Einmischung-ungarischer-Regierung
– Gregor Mayer, Chancen für Erhalt der CEU in Budapest schwinden, Der Standard, 27 April 2017, http://derstandard.at/2000056680800/Chancen-fuer-Erhalt-der-CEU-in-Budapest-schwinden
– Orbán dementiert. Keine Vereinbarung im Streit um Hochschulgesetz, Der Standard, 29 April 2017, http://derstandard.at/2000056768802/Orban-dementiert-Keine-Vereinbarung-im-Streit-um-Hochschulgesetz
 
Süddeutsche Zeitung
– Cathrin Kahlweit, Orbáns nächstes Ziel, Süddeutsche Zeitung, 29 March 2017, http://www.sueddeutsche.de/politik/ungarn-orbns-naechstes-ziel-1.3441904
– Ungarns Präsident unterzeichnet umstrittenes Hochschulgesetz, Süddeutsche Zeitung, 11 April 2017, http://www.sueddeutsche.de/bildung/george-soros-ungarns-praesident-unterzeichnet-umstrittenes-hochschulgesetz-1.3460176
– Alexander Mühlauer, Ein Fall für Brüssel, Süddeutsche Zeitung, 12 April 2017, http://www.sueddeutsche.de/politik/ungarn-ein-fall-fuer-bruessel-1.3462167
– Timothy Garton Ash, Schluss mit der Appeasement-Politik!, Süddeutsche Zeitung, 23 April 2017, http://www.sueddeutsche.de/kultur/debatte-salamitaktik-1.3467893
– Alexander Mühlauer, Brüssel leitet Verfahren gegen Ungarn ein, Süddeutsche Zeitung, 26 April 2017, http://www.sueddeutsche.de/politik/eu-bruesselleitet-verfahren-gegen-ungarn-ein-1.3479495
 
Die Welt
– Wolf Lepenies, Für Viktor Orbán ist George Soros Staatsfeind Nr. 1, Die Welt, 1 April 2017, https://www.welt.de/debatte/kommentare/article163327311/Fuer-Viktor-Orban-ist-George-Soros-Staatsfeind-Nr-1.html
– Tausende verteidigen die Soros-Universität in Ungarn, Die Welt, 3 April 2017, https://www.welt.de/politik/ausland/article163348309/Tausende-verteidigen-die-Soros-Universitaet-in-Ungarn.html
– Boris Kálnoky, Orbán plant schon den nächsten Schlag gegen George Soros, Die Welt, 5 April 2017, https://www.welt.de/politik/ausland/article163438232/Orban-plant-schon-den-naechsten-Schlag-gegen-George-Soros.html
– Boris Kálnoky, Hat Viktor Orbán vor Donald Trump kapituliert?, Die Welt, 12 April 2017, https://www.welt.de/politik/ausland/article163668186/Hat-Viktor-Orban-vor-Donald-Trump-kapituliert.html
– EU-Kommission eröffnet Verfahren gegen Ungarn, Die Welt, 26 April 2017, https://www.welt.de/politik/ausland/article164032321/EU-Kommission-eroeffnet-Verfahren-gegen-Ungarn.html
 
Die Zeit
– Christian Heinrich, Ein Massiver Angriff. Interview mit Michael Ignatieff, Die Zeit, 5 April 2017, http://www.zeit.de/2017/15/central-european-university-michael-ignatieff-interview
– Präsident unterschreibt umstrittenes Hochschulgesetz, Die Zeit, 10 April 2017, http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-04/ungarn-hochschulgesetz-praesident-janos-ader-schliessung-ceu-george-soros-universitaet-massenprotest-viktor-orban
– Thomas Roser, George Soros, der willkommene Feind, Die Zeit, 11 April 2017, http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-04/ungarn-orban-soros-ceu-universitaet
– Jens Jessen, Hamburg oder Budapest? Über politische und unpolitische Formen des Protestes, Die Zeit, 11 April 2017, http://www.zeit.de/2017/16/protest-g20-hamburg-universitaet-ungarn
– Ulrich Ladurner, Die letzten Fenster werden geschlossen, Die Zeit, 13 April 2017, http://blog.zeit.de/ladurnerulrich/2017/04/13/ungarn-budapest-universitaet-orban/
– Anton Pelinka, Politischer Vandalismus, Die Zeit, 24 April 2017, http://www.zeit.de/2017/17/central-european-university-budapest-schliessung
– Ulrich Ladurner, Wo die blauen Flaggen wehen, Die Zeit, 26 April 2017, http://www.zeit.de/2017/18/osteuropa-proteste-eu-kommunismus-demokratie
– Matthias Krupa / Heinrich Wefing / Ulrich Ladurner, Wie gefährlich sind diese Männer für Europa, Herr Timmermans?, Die Zeit, 3 May 2017, http://www.zeit.de/2017/19/polen-ungarn-eu-kommission-frans-timmermans-viktor-orban-jaroslaw-kaczynski
 
Le Monde
– Jean-Baptiste Chastand, Le gouvernement hongrois doit laisser les universités tranquilles, Le Monde, 8 May 2017, http://www.lemonde.fr/europe/article/2017/05/08/le-gouvernement-hongrois-doit-laisser-les-universites-tranquilles_5124128_3214.html
– Hongrie: le président promulgue une loi menaçant ‘l’université Soros’, Le Monde, 10 April 2017, http://www.lemonde.fr/europe/article/2017/04/10/hongrie-le-president-promulgue-une-loi-menacant-l-universite-soros_5109111_3214.html?xtmc=l_universite_d_europe_centrale&xtcr=14
 
RTBF Belgique
– Sandro Calderon, Michael Ignatieff, un recteur déterminé face à Viktor Orbán, RTBF Belgique, 24 April 2017, https://www.rtbf.be/info/monde/detail_michael-ignatieff-un-recteur-determine-face-a-viktor-orban?id=9589000

Globale Ausrichtung von Forschung und Lehre

Vergleichskulturen am Historischen Institut der CEU

Gegründet wurde die CEU in der Euphorie des Wandels Anfang der 1990er Jahre, um die Transformationsprozesse in den sozialistischen Gesellschaften des ehemaligen Ostblocks durch unabhängige Forschung und Lehre sowie eine freie wissenschaftlich-intellektuelle Auseinandersetzung mit der Geschichte der Regionen und den bevorstehenden Herausforderungen zu begleiten. Wie lange dauert aus Sicht der Geschichtswissenschaft gesellschaftlicher Übergang an? In seiner historischen Zeitdimension ist sozialer Wandel nur schwer abzugrenzen. Die osteuropäischen Gesellschaften sind längst keine post-kommunistischen Übergangsgesellschaften mehr. Die Euphorie der Transformation in den einzelnen Ländern ist spätestens seit der EU-Osterweiterung den Mühen der europäischen Ebene gewichen, und so hat auch die CEU in ihrer jungen Geschichte mehrere Schübe institutioneller Selbstfindung erlebt. Ein Vierteljahrhundert nach ihrer Gründung präsentiert sich die CEU heute für jemanden, der erst jüngst an das Historische Institut berufen wurde, als eine fest im europäischen Wissenschaftsraum etablierte, unabhängige akademische Institution mit großer internationaler Anziehungs- und Ausstrahlungskraft.

What We Stand For. A Space for Self-Reflection – Adela Hîncu

Academic Freedom in Danger. Fact Files on the „CEU Affair“ (Südosteuropa 65 „Spotlight“)

In summer 2012, a small group of CEU history graduates, scattered across Central, Eastern, and Southeastern Europe for their holidays or fieldwork, photographed themselves holding the sign ‘Free Čačak’ in celebration of a joke they had shared repeatedly while pursuing their MA. The invented secession of the Serbian district of Čačak/Ceaceac/Csácsák/Tschatschak—a region overwhelmingly inhabited by Serbs—had become, for us, an absurd and versatile shorthand for nationalisms of all kinds in the region. In acknowledgment for holding up the sign in Revolution Square in Timişoara, Romania, I was thanked for proving the Romanians’ commitment to the secession cause and was ensured it would not be forgotten when the time came for the Transylvanians to break their bonds. The sign appeared in photographs taken in front of the Serbian embassies in Kiev and Bucharest, the portrait of our university’s founder at CEU, the Mathias Corvinus House, the amphitheatre in Pula, the streets of Lviv, the center of Belgrade, and Istanbul. ‘Čačaka un Brīvībai’ (‘Čačak and Freedom’), reads the inscription on the Freedom Monument in Riga in one of the photographs.
The story of Čačak’s fight for secession (it might as well have been Severodvinsk or Vaslui) resonated with the work of deconstruction we were all doing with respect to our nation-building foundational narratives: cultural, political, and historical. At the same time, it also spoke to a crucial sense of responsibility that we shared in understanding our region from each other’s perspectives, and also by learning each other’s languages. There must be countless stories such as this one in the history of our department, and of our university, which have provided over the years a space for such responsible irreverence. It also allowed us to rehearse the political thinking behind some of the most spectacular historical arrangements in the region, some of which were yet to happen.
This is partly made possible by the engagement with historiography in all its guises, postmodern penchant for irony and play included. It subsists on a constant exchange of information about our region, which requires an appreciation of strangeness, and estrangement, too, as well as empathy and historical imagination. As for the work of reconstruction, which we attempt in our theses as much as in everyday interactions, it rests on our ability and willingness to allow conversation—which also means seeking and giving space to voices that have not been heard in the past or that have been marginalized in the present.
For many, this is at the same time a work of self-emancipation from the economic, social, ethnic, and cultural hierarchies played out within regions, within Europe (variously defined), and as part of global regimes of inequality. For those who shared their experience with me, the formative challenge was not having to change one’s deepest convictions (the always unfulfilled threat—and promise—of propaganda) but acknowledging the social responsibility for self-reflection. One might have to face their own ethnocentric biases when part of an ethnic minority attuned to the ubiquitously reproduced majority bias. Translating one’s critical position, self-evident in its local context, might require first defending the object of criticism itself. Solidarities based on the shared social experiences of transition, austerity, or war, and class identification, might first develop in the process of social mobility; at the same time, the diversity of social backgrounds in a transnational setting might highlight unacknowledged local privilege. In a post-Yugoslav, postwar setting, the constant play of divergence and identification calls for shared methodologies. Conversely, for those investing in the aspired-to neutrality of methodology, it simultaneously makes overt enduring inequalities and the layered reproduction of cultural hierarchies within and outside Europe.
As an MA and PhD student in the Department of History for the past six years, I have found it to be a privileged place for such self-reflection, not just as a personal but also as a shared social practice across different generations. In his last lecture at the Department of History in 2014, the late Professor Jacek Kochanowicz reflected on his academic career as ‘an escape into history’—not a flight—the carving of space to understand the present within the various academic, social, and political arrangements that he had lived through. Many of the research topics pursued by my colleagues require the same boundary work, both within their respective academic traditions and also within the existing epistemic assumptions of their field. This need not be done in isolation, but with support and inspiration from others passionately immersed in seemingly remote research. To conclude this article, I would like to briefly discuss the example of one of the many fields of research pursued in our department—by necessity, the one I followed the closest—the history of state socialism in Central, Eastern, and Southeastern Europe.
My own research is on socialist Romania, a period I have only known because of the strange quality of historical time to pass at different speeds across the region, and exceptionally slow where people are otherwise busy surviving poverty. ‘There is just a small step from picking mushrooms to political activism’, once joked Prof. Kochanowicz about the belief, in 1950s Poland, in the permeability of seemingly mundane collective actions to political engagement. This insight was largely lost to most of the local historiography of the state socialist period at the time, invested as it was in a region-wide drive for retroactive justice. Research into women’s, workers’, artists’, and youth collectives in the region in the postwar period found a place, however, in our department. The conversation extends over several cohorts of students and across disciplines, and speaks to what are becoming, again, formative generational concerns. The rediscovered interest in purposeful political engagement and in democratic, collective self-organization against oppressive political and socio-economic arrangements, we found, had its own history, fraught with hope, disillusionment, and an ethics of care and solidarity.
Research on practices of collective action has been coupled with interest in the political languages of the state socialist period and their postsocialist afterlife. This requires a collective work of translation across the different temporalities in the so-called Eastern Bloc, the insight and tools for which came from an impressive body of work on the mid-nineteenth and mid-twentieth century intellectual discourses in Central, Eastern, and Southeastern Europe, and the ensuing five-volume collection of source texts and commentaries prefaced by Balázs Trencsényi and Michal Kopeček. Among the most spectacular works of rediscovery inspired by it are feminist and women’s rights discourses in the region, starting with the former Yugoslavia and extending through comparative, collaborative research to intellectual discourses across the Eastern Bloc.
Much of the work on state socialism is heavily based on painstaking archival research, which has proceeded in parallel to the opening (or, in some cases, closing) of repositories of documents from the recent past across the former Eastern Bloc. These have been in an asymmetrical but closely intertwined relationship. Almost every thesis I have read was simultaneously a reflection on the social practices of archiving and archival research, memory politics, the epistemology of the archive, and the historian’s craft today. An ongoing conversation with students of the Department of History on issues of evidence, the production, collection, and classification of knowledge, truth and objectivity, and the role of different media, as well as the social embeddedness of archives, has also been sustained by the Vera & Donald Blinken Open Society Archives, holders of the archives of the Radio Free Europe/Radio Liberty Research Institute. It can also happen, however, that a course with the title ‘Archives of Living and Dead Things’, already surrounded by mystery and promise, becomes mid-way a passionate discussion about the role of academic libraries, plans of the future CEU library in hand, where students meet the architects of a building several years from being built and make their own case for a self-reflexive institution, exhibiting its own conditions of knowledge production and democratizing knowledge through its practices.
Now sitting in the very building the future of which we imagined four years ago, surrounded by the many visible and invisible traces of the past, and pondering yet again about its future, it is difficult not to appreciate the freedom that we enjoyed and that we stand for—the freedom to explore, to reflect, and to create.

What We Stand For. A Space for Self-Reflection – Adela Hîncu

Academic Freedom in Danger. Fact Files on the „CEU Affair“ (Südosteuropa 65 „Spotlight“)

In summer 2012, a small group of CEU history graduates, scattered across Central, Eastern, and Southeastern Europe for their holidays or fieldwork, photographed themselves holding the sign ‘Free Čačak’ in celebration of a joke they had shared repeatedly while pursuing their MA. The invented secession of the Serbian district of Čačak/Ceaceac/Csácsák/Tschatschak—a region overwhelmingly inhabited by Serbs—had become, for us, an absurd and versatile shorthand for nationalisms of all kinds in the region. In acknowledgment for holding up the sign in Revolution Square in Timişoara, Romania, I was thanked for proving the Romanians’ commitment to the secession cause and was ensured it would not be forgotten when the time came for the Transylvanians to break their bonds. The sign appeared in photographs taken in front of the Serbian embassies in Kiev and Bucharest, the portrait of our university’s founder at CEU, the Mathias Corvinus House, the amphitheatre in Pula, the streets of Lviv, the center of Belgrade, and Istanbul. ‘Čačaka un Brīvībai’ (‘Čačak and Freedom’), reads the inscription on the Freedom Monument in Riga in one of the photographs.
The story of Čačak’s fight for secession (it might as well have been Severodvinsk or Vaslui) resonated with the work of deconstruction we were all doing with respect to our nation-building foundational narratives: cultural, political, and historical. At the same time, it also spoke to a crucial sense of responsibility that we shared in understanding our region from each other’s perspectives, and also by learning each other’s languages. There must be countless stories such as this one in the history of our department, and of our university, which have provided over the years a space for such responsible irreverence. It also allowed us to rehearse the political thinking behind some of the most spectacular historical arrangements in the region, some of which were yet to happen.
This is partly made possible by the engagement with historiography in all its guises, postmodern penchant for irony and play included. It subsists on a constant exchange of information about our region, which requires an appreciation of strangeness, and estrangement, too, as well as empathy and historical imagination. As for the work of reconstruction, which we attempt in our theses as much as in everyday interactions, it rests on our ability and willingness to allow conversation—which also means seeking and giving space to voices that have not been heard in the past or that have been marginalized in the present.
For many, this is at the same time a work of self-emancipation from the economic, social, ethnic, and cultural hierarchies played out within regions, within Europe (variously defined), and as part of global regimes of inequality. For those who shared their experience with me, the formative challenge was not having to change one’s deepest convictions (the always unfulfilled threat—and promise—of propaganda) but acknowledging the social responsibility for self-reflection. One might have to face their own ethnocentric biases when part of an ethnic minority attuned to the ubiquitously reproduced majority bias. Translating one’s critical position, self-evident in its local context, might require first defending the object of criticism itself. Solidarities based on the shared social experiences of transition, austerity, or war, and class identification, might first develop in the process of social mobility; at the same time, the diversity of social backgrounds in a transnational setting might highlight unacknowledged local privilege. In a post-Yugoslav, postwar setting, the constant play of divergence and identification calls for shared methodologies. Conversely, for those investing in the aspired-to neutrality of methodology, it simultaneously makes overt enduring inequalities and the layered reproduction of cultural hierarchies within and outside Europe.
As an MA and PhD student in the Department of History for the past six years, I have found it to be a privileged place for such self-reflection, not just as a personal but also as a shared social practice across different generations. In his last lecture at the Department of History in 2014, the late Professor Jacek Kochanowicz reflected on his academic career as ‘an escape into history’—not a flight—the carving of space to understand the present within the various academic, social, and political arrangements that he had lived through. Many of the research topics pursued by my colleagues require the same boundary work, both within their respective academic traditions and also within the existing epistemic assumptions of their field. This need not be done in isolation, but with support and inspiration from others passionately immersed in seemingly remote research. To conclude this article, I would like to briefly discuss the example of one of the many fields of research pursued in our department—by necessity, the one I followed the closest—the history of state socialism in Central, Eastern, and Southeastern Europe.
My own research is on socialist Romania, a period I have only known because of the strange quality of historical time to pass at different speeds across the region, and exceptionally slow where people are otherwise busy surviving poverty. ‘There is just a small step from picking mushrooms to political activism’, once joked Prof. Kochanowicz about the belief, in 1950s Poland, in the permeability of seemingly mundane collective actions to political engagement. This insight was largely lost to most of the local historiography of the state socialist period at the time, invested as it was in a region-wide drive for retroactive justice. Research into women’s, workers’, artists’, and youth collectives in the region in the postwar period found a place, however, in our department. The conversation extends over several cohorts of students and across disciplines, and speaks to what are becoming, again, formative generational concerns. The rediscovered interest in purposeful political engagement and in democratic, collective self-organization against oppressive political and socio-economic arrangements, we found, had its own history, fraught with hope, disillusionment, and an ethics of care and solidarity.
Research on practices of collective action has been coupled with interest in the political languages of the state socialist period and their postsocialist afterlife. This requires a collective work of translation across the different temporalities in the so-called Eastern Bloc, the insight and tools for which came from an impressive body of work on the mid-nineteenth and mid-twentieth century intellectual discourses in Central, Eastern, and Southeastern Europe, and the ensuing five-volume collection of source texts and commentaries prefaced by Balázs Trencsényi and Michal Kopeček. Among the most spectacular works of rediscovery inspired by it are feminist and women’s rights discourses in the region, starting with the former Yugoslavia and extending through comparative, collaborative research to intellectual discourses across the Eastern Bloc.
Much of the work on state socialism is heavily based on painstaking archival research, which has proceeded in parallel to the opening (or, in some cases, closing) of repositories of documents from the recent past across the former Eastern Bloc. These have been in an asymmetrical but closely intertwined relationship. Almost every thesis I have read was simultaneously a reflection on the social practices of archiving and archival research, memory politics, the epistemology of the archive, and the historian’s craft today. An ongoing conversation with students of the Department of History on issues of evidence, the production, collection, and classification of knowledge, truth and objectivity, and the role of different media, as well as the social embeddedness of archives, has also been sustained by the Vera & Donald Blinken Open Society Archives, holders of the archives of the Radio Free Europe/Radio Liberty Research Institute. It can also happen, however, that a course with the title ‘Archives of Living and Dead Things’, already surrounded by mystery and promise, becomes mid-way a passionate discussion about the role of academic libraries, plans of the future CEU library in hand, where students meet the architects of a building several years from being built and make their own case for a self-reflexive institution, exhibiting its own conditions of knowledge production and democratizing knowledge through its practices.
Now sitting in the very building the future of which we imagined four years ago, surrounded by the many visible and invisible traces of the past, and pondering yet again about its future, it is difficult not to appreciate the freedom that we enjoyed and that we stand for—the freedom to explore, to reflect, and to create.

Der Geschichtstalk im Super7000

Worum geht es?

Der Geschichtstalk im Super7000 startet am 14. September 2017 als neues interaktives Gesprächsformat im Internet, wenn man so will: eine neuartige „Talkshow“. Namhafte Historiker_innen aus allen Epochen und das Internet diskutieren über drängende Themen der Public History. Wir greifen Themen aus aktuellen öffentlichen Debatten auf und klopfen sie auf ihre Bedeutung für das Geschichtsbild in der Gegenwart ab. Wer geht öffentlich mit Geschichte um und wie? Wer sind die tonangeben­den Meinungsmacher_innen des Geschichtsbewusst­seins? Wir senden live im Internet und laden alle Geschichtsin­teressierten zur Teilnahme an der Diskussion ein – live als Gesprächstpartner_in über Twitter, auf Facebook, aber auch langfristig auf unserem Weblog. Die Rück­kopplung mit unserem Publikum ist ein zentraler Bestandteil der Sendung. Wir wollen keine reinen Fachgespräche über wissenschaftliche Fragen in einer geschlossenen Expertenrunde führen. Wir diskutieren aus der Sicht professioneller Histori­ker_innen mit unterschiedlichen Schwerpunkten über Themen, die heute ein breites Publikum mit Geschichte in Berührung bringen.

Staats-Organisation. Ministerialbürokratie in Deutschland zwischen Normalität und Ausnahmezustand

Vortrag von Stefanie Middendorf am Historischen Kolleg

In ihrem aktuellen Forschungsprojekt untersucht die Historikerin Dr. Stefanie Middendorf von der Universität Halle-Wittenberg die Geschichte des Reichsfinanzministeriums, das nach dem Ersten Weltkrieg die Institutionalisierung demokratischer Formen der Staatsfinanzierung in einem internationalen Kontext verantwortete, sich dann aber ebenso maßgeblich an der Durchsetzung diktatorischer Regierungsweisen beteiligte. Finanz-, verfassungs- und verwaltungshistorische Erfahrungsschichten der Organisation werden dabei über das Jahr 1933 hinweg analysiert, um Staatshandeln als Prozess zu begreifen. In dem hier vorliegenden Vortrag stellt sie die Bedeutung der Ministerialbürokratie für die Organisation des Staates heraus.

Der Thomasius-Club der Universitätsbibliothek Leipzig

Monatliche Gespräche über Wissenschaft

Seinen Namen trägt der Thomasius-Club in Erinnerung an den Leipziger Philosophen und Rechtsgelehrten Christian Thomasius, der im Jahr 1688 seine Monatsgespräche zu veröffentlichen begann. An die Idee dieser Zeitschrift, in deutscher Sprache wissenschaftliche Inhalte zu vermitteln, schließt auch der Thomasius-Club an. Die ca. einstündigen Gesprächsrunden werden als Podcast für Interessierte bereitgestellt.
Der Thomasius-Club ist eine offene Gesprächsrunde, die Wissenschaftler_innen einlädt und zu aktuellen Themen ihrer Forschung befragt. Das Programm des Thomasius-Club wird von einer kleinen Gruppe Aktiver (siehe Veranstalter) sorgfältig ausgewählt und beschlossen.
Der Thomasius-Club startete im Jahr 2006, veranstaltet von cultiv e. V., mit Unterstützung von Klaus Finke von der Universitätsbuchhandlung und „Horns Erben“, in deren Räumlichkeiten über 60 Gespräche geführt wurden. Auch die Connewitzer Verlagsbuchhandlung und die Stadt Leipzig unterstützten zeitweilig das Programm. Ab Oktober 2015 wird der Thomasius-Club in Medienpartnerschaft mit der Gerda Henkel-Stiftung als Veranstaltungsreihe der Universitätsbibliothek Leipzig durchgeführt.

Der Thomasius-Club der Universitätsbibliothek Leipzig

Monatliche Gespräche über Wissenschaft

Seinen Namen trägt der Thomasius-Club in Erinnerung an den Leipziger Philosophen und Rechtsgelehrten Christian Thomasius, der im Jahr 1688 seine Monatsgespräche zu veröffentlichen begann. An die Idee dieser Zeitschrift, in deutscher Sprache wissenschaftliche Inhalte zu vermitteln, schließt auch der Thomasius-Club an. Die ca. einstündigen Gesprächsrunden werden als Podcast für Interessierte bereitgestellt.
Der Thomasius-Club ist eine offene Gesprächsrunde, die Wissenschaftler_innen einlädt und zu aktuellen Themen ihrer Forschung befragt. Das Programm des Thomasius-Club wird von einer kleinen Gruppe Aktiver (siehe Veranstalter) sorgfältig ausgewählt und beschlossen.
Der Thomasius-Club startete im Jahr 2006, veranstaltet von cultiv e. V., mit Unterstützung von Klaus Finke von der Universitätsbuchhandlung und „Horns Erben“, in deren Räumlichkeiten über 60 Gespräche geführt wurden. Auch die Connewitzer Verlagsbuchhandlung und die Stadt Leipzig unterstützten zeitweilig das Programm. Ab Oktober 2015 wird der Thomasius-Club in Medienpartnerschaft mit der Gerda Henkel-Stiftung als Veranstaltungsreihe der Universitätsbibliothek Leipzig durchgeführt.

Der Thomasius-Club der Universitätsbibliothek Leipzig

Monatliche Gespräche über Wissenschaft

Seinen Namen trägt der Thomasius-Club in Erinnerung an den Leipziger Philosophen und Rechtsgelehrten Christian Thomasius, der im Jahr 1688 seine Monatsgespräche zu veröffentlichen begann. An die Idee dieser Zeitschrift, in deutscher Sprache wissenschaftliche Inhalte zu vermitteln, schließt auch der Thomasius-Club an. Die ca. einstündigen Gesprächsrunden werden als Podcast für Interessierte bereitgestellt.
Der Thomasius-Club ist eine offene Gesprächsrunde, die Wissenschaftler_innen einlädt und zu aktuellen Themen ihrer Forschung befragt. Das Programm des Thomasius-Club wird von einer kleinen Gruppe Aktiver (siehe Veranstalter) sorgfältig ausgewählt und beschlossen.
Der Thomasius-Club startete im Jahr 2006, veranstaltet von cultiv e. V., mit Unterstützung von Klaus Finke von der Universitätsbuchhandlung und „Horns Erben“, in deren Räumlichkeiten über 60 Gespräche geführt wurden. Auch die Connewitzer Verlagsbuchhandlung und die Stadt Leipzig unterstützten zeitweilig das Programm. Ab Oktober 2015 wird der Thomasius-Club in Medienpartnerschaft mit der Gerda Henkel-Stiftung als Veranstaltungsreihe der Universitätsbibliothek Leipzig durchgeführt.

Crime in the Archives. Tracking down a blasphemer

How do historians research in the archives? This film offers answers.

Anyone researching the past is dependent on historical documents, pictures and artefacts. Most of these sources are now kept in archives. In historical research investigating in the archives is similar to tracking at a crime scene, with all the surprises, discoveries and unpredictabilities associated with solving a criminal case.
Crime in the Archives sets out to track down the Zurich general Johann Rudolf Werdmüller, who was charged in the 17th century with making blasphemous speeches and committing treason. What can we discover in the archives about blasphemy in the Early Modern era? How does the formulation of a historical question develop? Why is science of history a science of the present?
This lively and practice-oriented German-language film with English subtitles introduces techniques of investigation and historical research. Court records, petitions, pictures and letters are used to illustrate how handwritten material is dealt with. The film is intended for prospective historians and any others interested in detective work in the archives.

John B. Judis: „The Populist Explosion“

Der US-amerikanische Publizist John B. Judis über die Hintergründe von Donald Trumps politischen Erfolg und populistische Bewegungen in den USA und in Europa

John B. Judis (Washington) ist ein US-amerikanischer Autor und Publizist, der sich in mit Geschichte und Gegenwart der US-amerikanischen Politik auseinandersetzt. In seinem viel beachteten, 2016 erschienenen Buch „The Populist Explosion. How the Great Recession Transformed American and European Politics“ beleuchtet er die Hintergründe des Wahlsiegs von Donald Trump und vergleicht das Phänomen des Populismus in den USA und in Europa. Wie sich populistische Bewegungen formiert haben und welche Bedeutung sie dies- und jenseits des Atlantiks künftig haben werden, war auch Gegenstand seines Vortrags zum Auftakt der vierten Jahrestagung der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien am 1. Juni 2017 in Regensburg, die dem Thema „The End of the Liberal Order? Central, East and Southeast European Populism in Comparative Perspective“ gewidmet war.

Comparative Historical Research at CEU. The Balkans as a Laboratory of Transnational History – Constantin Iordachi

Academic Freedom in Danger. Fact Files on the „CEU Affair“ (Südosteuropa 65 „Spotlight“)

As an intellectual project, the establishment of the Central European University (CEU) in 1991 in Budapest was part of the ‘revival’ of scholarly and political interest in Central Europe and its implementation in new forms of regional cooperation. In the 1980s, in their attempt to disentangle and then liberate the region from the Soviet political-ideological grip and military occupation, a plethora of thinkers reasserted Central Europe’s own cultural identity and political traditions, distinct from those of the Soviet Union. The revalorization of the concept of Central Europe originated in literary studies. The international debate triggered by Milan Kundera’s 1983 essay ‘The Tragedy of Central Europe’ led to the articulation of a new political and intellectual discourse on Central Europe as a historical, cultural, and political space. As Maria Todorova has pointed out, the concept was soon adopted and redefined in academia and in political discourse, before, finally, being implemented in political practice (see, for example, the Visegrád Group as a form of Central European interstate cooperation).
Established at the same time as the Visegrád Group, CEU can be regarded as another successful outcome of the resurgence of this regional identity. The university has its roots in the anticommunist dissident spirit of the 1980s. Its ideal is to foster regional interaction and cooperation in higher education to recreate a ‘republic of letters’ in Central Europe characterized by tolerance, openness, and critical thinking. In its almost three decades of existence, CEU has emerged as a leading intellectual forum that has contributed to shaping intellectual discourses in/on the region and to fostering cooperation. It has trained a new generation of academics and experts able to contribute to the transformation of the region’s academic life. During this time, CEU has transcended, in many ways, its regional focus, and has founded new departments of mathematics and its applications, environmental studies, cognitive science, network science, as well as a School of Public Policy. At the same time, CEU has remained proud of its roots in Hungary and Central Europe, a space with a rich historical heritage and intellectual tradition.
CEU’s regional identity is best reflected in the research and teaching agendas of the Departments of History and of Medieval Studies. The two departments offer multifaceted degree programs focusing on Central Europe (in constant comparison with other historical regions of the world) from late antiquity to contemporary times, aimed at the understanding of persistent themes in the experience of these regions in a longue durée perspective. These themes include patterns of social development, cultural history, and everyday life from the Reformation through the Enlightenment to modernity; problems of modernization, backwardness, and unequal development; modern ideologies; empires and imperial structures, nationhood, and the nation-state; and varieties of authoritarianism such as fascism and communism, and their historical legacies. In order to foster a critical spirit of inquiry and high standards of verification, the empirical themes are supplemented by a solid training in comparative methodology.
Given the long history and political connotations of regional geographical denominations, the label ‘Central Europe’ necessitates certain clarifications. In our usage, it refers to the vast historical space between Germany and Russia, on the one hand, and between the Baltic and the Mediterranean, on the other. For comparative purposes, we divide this large space into three subregions: East-Central Europe, Southeastern Europe (or the Balkans), and Eastern Europe. While largely heterogeneous, this space is characterized by a distinguishable geopolitical position (in the middle of the continent), by multiple imperial legacies — related mostly to the Holy Roman Empire of German Nation, the Hungarian Kingdom, the Habsburg Empire/Austria-Hungary, and the Polish–Lithuanian Commonwealth in Central Europe; to the Byzantine and Ottoman Empires in the Balkans; and to the Russian Empire in Eastern Europe —, by a common recent communist past, and by common postcommunist challenges, marked by processes of transition from a command to a market economy, political transformations, and integration into European and Euro-Atlantic political, economic, and security organizations.
To promote their comparative research agendas, the two departments have initiated, supported, and hosted a large range of research, educational, and training activities, as well as published a number of scholarly works. In the Department of History, institutional activity in comparative history was first conducted within the framework of the CEU-HESP Comparative History Project, a four-year project (2006-10) that aimed at stimulating teaching and research on comparative history in universities in Central, Eastern, and Southeastern Europe. HESP is the acronym for the Higher Education Support Program (HESP) of the Open Society Foundations. The project organized three annual conferences and numerous workshops on comparative history, offered mobility grants to local researchers, and supported the establishment of new teaching programs on comparative history in universities in these regions. One example is a program set up at the Moldova State University in Chişinău, Republic of Moldova.
The study of the Balkans has been an integral part of our comparative explorations in regional history. The history of this complex and diverse region provides a fertile ground for testing new methodologies; its study necessitates interdisciplinary perspectives combining insights from history, oral history, political science, sociology, anthropology, law, and environmental sciences, among others. A 2006 international conference suggestively entitled ‘From the Balkans to Europe: Refocusing South-East European Studies’ aimed at countering the stigmatization of the Balkans as a realm of violence, setting the field on new comparative methodological foundations. In a further attempt to help overcome the stereotypes that still pervade the study of Balkan history, a recent editorial project coordinated by Pasts, Inc. Center for Historical Studies, CEU, entitled Battling over the Balkans. Global Questions, Local Answers, makes available, in English, excerpts from works by local historians in the Balkans. The volume concentrates on five controversial questions from the region’s pre-communist history: (1) pre-1914 Ottoman and Eastern Christian Orthodox legacies, (2) post-1918 struggles for state building, (3) European economic and cultural influence in the interwar period, (4) violence and paramilitary forces in interwar and wartime political regimes, and (5) the fate of ethnic minorities during World War II.
With specialists in fields such as Late Antique, Byzantine, Habsburg, Russian, Islamic, and Balkan studies, CEU has also striven to provide novel and original interdisciplinary perspectives on the interplay of multiple imperial legacies in the region, and to set into conversation fields that have traditionally been considered separately, such as Balkan studies, Middle East studies, and Ottoman and Turkish studies. To this end, the Department of Medieval Studies has set up a focus on Byzantine studies, with the aim of studying the political, cultural, intellectual, and religious history of the Byzantine Empire from the seventh through the fifteenth centuries, especially in relation to the Balkans, the Romanian Principalities, and the Caucasus. In addition, in 2010, CEU started a major focus in Ottoman studies by appointing two new faculty members specializing in Ottoman studies, one in the Department of History, the other in the Department of Medieval Studies. This was followed in 2016 by another appointment in Modern Turkish History. In conjunction with these appointments, CEU’s library has contributed special funds to consolidate its collection in Ottoman and Modern Turkish studies. We see Ottoman history as a large cultural umbrella providing a forum for intense dialogue and exchange across cultural, linguistic, geographic, and disciplinary boundaries. The approach of the new focus has therefore been to study, teach, and research Ottoman history in its entirety, inclusive of all the peoples and cultures that comprised the empire and its successor states. What makes us different from other programs is that we focus primarily on the Ottoman and Turkish presence in Rumeli (i.e. the Balkans), Central Europe, and the greater Mediterranean world in general. In regard to the latter, in 2010 CEU established the Center for Eastern Mediterranean Studies (CEMS), heir to the Center for Hellenic Traditions (2004/5–2009/10), with a mandate to promote the study of the eastern Mediterranean and its hinterlands, from antiquity to the end of the Ottoman period. In view of these foci, we are committed to recruiting students from Turkey and various Balkan and European countries (such as Armenia, Azerbaijan, Bulgaria, Croatia, Germany, Hungary, Romania, Russia, Serbia, and the Ukraine), as well as from the US, applying for Ottoman and Modern Turkish studies or for Balkan studies in general. We encourage our students to study not only modern Turkish and Ottoman but also modern Balkan and/or other European languages to better historicize the role of Byzantine, Ottoman, and Turkish cultures in the region. To enable comparative work, starting in 2010/11, students are able to take intensive, high-level courses in the region’s classical and modern languages within the newly created Source Language Teaching Group. The offering includes ancient and modern Greek, Latin, Arabic, Hebrew, and Ottoman, as well as Russian, Hungarian, and modern Turkish.
In addition to teaching, our efforts to integrate more firmly the region’s national histories into common European and global frameworks has fostered novel transnational research perspectives. Stemming from the tradition of comparative history and comparative politics, these frameworks promote new methodologies on ‘shared’, ‘connected’, or ‘relational’ history, legal and political transfers, and histoire croisée. These cross-historical approaches place the analytical emphasis on the multiple levels of interactions at various subnational, national, and supranational levels. The flagships of these research activities in the two departments are four major European Research Council (ERC) grants in historical studies, two of which specifically focus on the Balkans. The first ERC project, ‘Entangled Balkans’, coordinated by Prof. Roumen Daskalov, CEU and New Bulgarian University, Sofia (2009/14), sought to treat the modern history of the Balkans from a relational perspective in terms of shared and connected pasts. This innovative project has resulted in a series of four volumes entitled The Entangled History of the Balkans. It is expected that this path-breaking book series will further stimulate transnational studies on the Balkans. It might be useful to mention, in this respect, that the first two volumes are already available in Bulgarian translation. Another ERC project, entitled ‘The Fashioning of a Sunni Orthodoxy and the Entangled Histories of Confession-Building in the Ottoman Empire, 15th-17th Centuries’, (2015-2020), initiated by Tijana Krstić, investigates the evolution of confessional discourses in the Ottoman Empire in a longer perspective that spans the fifteenth and seventeenth centuries.
Another major field of research and teaching is that of contemporary history. The rich and still under-researched historical experience of the Balkans in the twentieth century—marked by massive demographic and sociopolitical transformations, attempts of large-scale social engineering under fascist and communist dictatorships, and processes of democratization and European integration—presents certain particularities that makes this area a laboratory for comparative methodologies. Until recently, the study of contemporary history has remained encapsulated in national historiographical traditions, a situation leading to academic isolation and politicization. The downfall of the communist system in 1989 and the liberalization of historical discourses, the opening up of new archival collections for scientific research, the end of the Cold War, the intensification of academic exchange, and interaction between local and foreign scholars have all challenged scholars to experiment with new transnational approaches to the study of contemporary history. Against this background, CEU’s Contemporary History Platform provides a meeting ground for comparatively minded scholars from various academic disciplines working on the history of the twentieth- and twenty-first centuries (1900 to the present) in Central, Eastern, and Southeastern Europe, within the broader frameworks of European and world history. The platform develops connections to a wide range of academic networks, such as the European Network for Contemporary History (EurhistXX), made up of research centers specializing in contemporary history.
In conclusion, over the last twenty-six years, the CEU’s Department of History and Department of Medieval Studies have emerged as leading research centers on transnational history, with a particular focus on Central, Eastern, and Southeastern Europe and the Mediterranean area. Yet our focus on historical regions, in general, and on Southeastern Europe as a particular object of research, is not simply a subject matter informed by the academic tradition of ‘area studies’. We believe that concepts of historical regions provide huge analytical potential for scholarly research; yet they should be approached never in isolation (because that might result in parochialism) but in relation to wider, indeed global, questions and concerns, and from the perspective of meaningful, up-to-date scholarly debates in various disciplines. That is why, while focusing on area studies, our research agenda and degree-writing programs increasingly emphasize the study of local, national, and regional topics in a global context. This can only be done while paying careful attention to the cultural heritage in which CEU is located. CEU’s local rootedness gives us a comparative advantage, as broader global tendencies are particular expressions of local experiences. Due to its strategic position at the ‘crossroads’ of Europe, Central Europe in general, and Hungary in particular, have always been at the forefront of political and societal changes in Europe, functioning as a bridge between East and West. Thanks to its location in Budapest, CEU has been uniquely positioned to take advantage of this cultural environment to create a place of research and learning that is truly transnational and interdisciplinary in character. We very much hope to continue our activity in our home.

SESSION 3: Arab Liberalism in the 1920s

Conference „The Long End of the First World War. Ruptures, Continuities and Memories“

Arab liberalism in the 1920s” was the title of Elizabeth Thompson’s (Washington) keynote in which she demonstrated how the imperial powers broke non-European nationalist ambitions at the Treaty of Versailles and during the long aftermath of the War. Thompson used the Syrian-Arab general congress of 1920 to illustrate the continuous Western suppression of Arab liberal popular movements since the nineteenth century. She stressed that the War deepened the cleavage between liberal mass movements and a corrupted elite in Arab countries. The session was chaired by Ulrike Freitag (Berlin).
Elizabeth F. Thompson

Die Welt verbessern. Augusta von Preußen und Fürst von Pückler-Muskau

Wissenschaftliche Tagung veranstaltet von der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Schloss und Park Branitz und dem Research Center Sanssouci (RECS) vom 28.-30. September 2017

Königin Augusta von Preußen und Fürst Hermann von Pückler-Muskau einte der Wunsch, durch Taten und Gedanken etwas im Leben der Menschen zu verändern: deren Ansichten, Blickwinkel und Haltungen, deren Standpunkte und Verhältnisse. Das Leben könne besser, zumindest aber schöner und lebenswerter werden, wenn man sich den Strömungen der Zeit gegenüber aufgeschlossen zeige, wenn man Neues und Anderes ausprobiere, man Ungewöhnliches zulasse – im politischen Leben eine liberalere Verfassung zum Beispiel. Davon waren beide überzeugt. Es waren solche, für die Zeit die Zeit des 19. Jahrhunderts weltbürgerliche, „moderne“ Ansichten, mit denen beide in ihrem konservativen, engstirnigen Umfeld schnell aneckten.Weil die Königin und der Fürst in ihrem Innern auch sehr von sich überzeugt und manchmal etwas eitel waren, galten sie bei Vielen als naiv oder gar als Phantasten.
Die (politischen) Persönlichkeiten Pücklers und Augustas vorzustellen, ihre Ideen zu erörtern und Möglichkeiten auszuloten, verbessernde Vorstellungen in ihrem Umkreis nicht nur einzubringen, sondern teilweise auch selbst durchzusetzen, sind die Ziele dieser Tagung. Denn möchte man sich ein vollständiges Bild beider machen, ist es nötig, die als bedeutende Persönlichkeit der Hohenzollern zu Unrecht vielfach vernachlässigte Königin und den jenseits seiner Gartenschöpfungen heute meist nur als „Dandy“, „Lebemann“ oder „Exot“ dargestellten Fürsten in den Mittelpunkt der Betrachtung zu stellen. Angerundet wird die Tagung mit einer Führung durch die Ausstellung in Branitz und einer Exkursion zur Ausstellung in Babelsberg.
Die Tagung ist Teil des Rahmenprogramms der Ausstellungen Pückler.Babelsberg – Der grüne Fürst und die Kaiserin der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und Augusta von Preußen. Die Königin zu Gast in Branitz der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz.
Um Anmeldung bis zum 03. September 2017 unter info@pueckler-museum.de wird gebeten.
Tagungsort: Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz Besucherzentrum auf dem Gutshof Robinienweg 5, 03042 Cottbus
Die Veranstaltung wird fotografisch und filmisch begleitet. Die Teilnehmenden erklären mit der Anmeldung ihr Einverständnis, dass die Veranstalter das vor, während oder nach der Veranstaltung entstandene Foto- und Filmmaterial für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie zur Dokumentation nutzen dürfen.
 

The CEU History Department. A Brief Overview – Alfred J. Rieber

Academic Freedom in Danger. Fact Files on the „CEU Affair“ (Südosteuropa 65 „Spotlight“)

From the founding of CEU in 1991, the distinguished Hungarian historian Péter Hanák brought together a very strong permanent faculty of Hungarian historians supplemented by visiting professors representing both the international state of the art in the theories and methods of historical studies and the histories of several neighboring countries, including Russia. The mission was to assist in the democratic transition of these states and societies. I, an American, succeeded Hanák and expanded this tradition to broaden the international profile of the department by adding visiting professors from Romania, Ukraine, Croatia, Bulgaria, and Poland. The two guiding ideas here were to have the faculty reflect more closely the composition of the student body and to promote the recruitment of students from these countries. Initially, the main intellectual challenge facing the department was to design a curriculum at the master’s level that would introduce the students to a critical and pluralistic approach to history and counter the tendency, beginning to gather strength in educational institutions throughout the region, to replace one set of dogmas (based on Marxism-Leninism) with another set (rooted in a nationalist narrative). With these guiding principles in mind, a one-year MA program in Central European History was launched and approved by the New York State accreditation authorities beginning in 1992/93.
It soon became apparent to the members of the department that the process of building a representative international faculty and a well-integrated curriculum had reached a point where it was possible to plan for a doctoral program. The resources of the library had also been greatly expanded with substantial book donations by several American historians of Russian and European history and by the library of Radio Free Europe/Radio Liberty, as well as with the more recent donation of archival collections by the Open Society Institute. In designing a doctoral program that would meet the standards for an American accreditation, it was decided to present a unique formula based on the department’s unusual combination of human and material resources. This was the basis for the PhD in the Comparative History of Central, Eastern and Southeastern Europe. In 1996, with the approval of the rector, the department invited a team of three American external reviewers to evaluate its newly designed doctoral program. Following a favorable review, the department’s doctoral program was accredited by the Board of Regents of the University of the State of New York, the first doctoral degree to be approved at CEU. In keeping with the belief that the teaching of history should not be confined to the narrow parameters of a nationalist outlook, courses were designed along thematic lines. All entering MA students were required to take a course in historiography that provided an introduction to historical methods but that also served as a socializing experience. The committee for the defense of the master’s thesis is now composed of the supervisor, second reader, and a member external to the department. All doctoral candidates are required to take a course in the literature of comparative studies, including readings in the social sciences, privileging the interdisciplinary approach. In keeping with the criteria for accreditation as an American degree, the history department’s PhD program requires the entering student to have completed a master’s degree and then, after a year’s course work, to pass an oral examination on two comparative fields before being formally admitted to the doctoral program. The doctoral exam is organized around a set of comparative themes in two of the three regional areas designed by the student in consultation with an advisor, a dissertation proposal, and a preliminary bibliography. In accord with our inter-institutional as well as international outlook, we have drawn on the services of faculty from universities in Hungary and numerous other European, and occasionally overseas, universities to serve on our examination committees for both the MA and PhD.
From the early years, the department began to invent a number of traditions to enhance what was already a growing spirit of collegiality among the students. The first of these was the Hanák Prize for the best master’s essay, judged by three professors none of whose students had been nominated, and awarded at the end-of-term departmental graduation dinner. Another was the trip to visit the museums in Vienna led by our art historian. More recently, an annual spring walking tour in the Buda hills has been inaugurated on the initiative of our staff.
In response to the changing international environment and composition of the faculty, a growing sentiment, encouraged by the central administration, developed on the need to introduce a more global perspective. During the early 2000s, geographic horizons widened to embrace the Mediterranean and the Middle East. In 2014 the department decided to change the name of the master’s degree program simply to Comparative History. This signified a movement away from an exclusively area studies focus to a more general thematic organization of both graduate degrees within the department. Combining historical themes with explorations of up-to-date approaches aimed at highlighting more universal implications and refining the approaches themselves. As part of the university’s innovative initiatives, specialized thematic studies were introduced including Political Thought, Science Studies, the Center for Religious Studies, and the Jewish Studies Program, as well as Archives and Evidentiary Practices. At the same time, a fourth area, the Eastern Mediterranean, was added to the three original regional areas in the doctoral program. The special programs award their own advanced certificate together with the MA degree. They also sponsor their own lecture series. In addition, there are three focus areas, growing out of the university’s initiative in the humanities program: Early Modern History, Labor History, and Russian, Ukrainian, and Eurasian History, each of which features strong teaching and research. The object of all these programs is to offer students a wide range of flexible approaches to the study of history, facilitating cross-departmental cooperation while retaining thematically coherent courses of study.
Further enhancing institutional cooperation, the history department, under the leadership of Laszlo Kontler, in cooperation with the Medieval Studies Department, established in 2005 a Doctoral School in History designed to meet all the PhD requirements of a Hungarian PhD. This means that students who choose to fulfill additional academic criteria set by the Hungarian Accreditation Committee can obtain a second, Hungarian PhD. Along with the Hungarian accredited PhD in economics, the Hungarian accredited PhD in history enabled CEU to acquire legal status as a Hungarian university. Three years later, the Departments of History and Medieval Studies again cooperated to introduce a two-year Master’s Degree in Comparative History to coincide with the reduction from four to three years of the BA in EU universities. This program was also subsequently registered with the New York Board of Regents and the Hungarian Accreditation Committee.
The history department has continued to multiply its cooperative relations with other universities in Europe and North America through a variety of programs, including the Erasmus Program for two-year master’s and doctoral candidates, individual exchanges with Purdue University, Princeton University, and Bard College in the United States, and as part of an international consortium of universities at Florence, Vienna, Regensburg, and Münster. Through a web of personal and institutional ties—conferences, research projects, mutual participation on dissertation committees, etc.—with all major sites of training and research in historical studies, whether based at the Academy of Sciences or universities, the department is deeply integrated into the historical profession in its Hungarian homeland.
As an important part of the department’s research agenda, Pasts, Inc. Center for Historical Studies organizes research seminars and conferences and grants fellowships to support innovative projects by emerging scholars. It also sponsors the journal East Central Europe. Three members of the department have inaugurated and formed the editorial board of a series of monograph publications by CEU Press under the title ‘Historical Studies of Eastern Europe and Eurasia’. The department also hosts one of the three editorial offices (the other two are based at the University of Manchester and the European University Institute in Florence) of the European Review of History / Revue d’histoire européenne.
Let me conclude on a personal note. Coming from teaching for twenty-five years in the United States, I was struck from the outset of my tenure here, as many of our permanent and visiting faculty have been, by the mutual respect and noncompetitive, friendly yet highly serious demeanor of our students. No matter how controversial the subject under discussion, ranging from religious conflicts to the nature of repressive regimes, war and other human disasters that, in many cases, had directly affected their families, students engaged in few, if any, recriminations, denunciations, or harsh exchanges in classroom discussion and debates; I observed none in my twenty years at CEU. Rather, there was an overwhelming desire to understand the roots of the controversies that had so divided, and more often ripped apart, the societies from which they came. It was for me and others (including outside visiting lecturers and examiners) as well, a lesson in tolerance that could be well emulated in other national or international institutions in our time.

Der Körper erinnert sich: Zum Leibgedächtnis bewaffneter Konflikte

Prof. Dr. Teresa Koloma Beck (München) im Rahmen der Ringvorlesung „Politische Gewalt im 21. Jahrhundert“

Wie werden Kriege erinnert? Und welche politischen und gesellschaftlichen Konsequenzen ergeben sich daraus? Im 20. Jahrhundert sind solche Fragen zum festen Repertoire der Politik in Nachkriegsgesellschaften geworden. Dabei werden Erinnern und Gedächtnis in der Regel als mentale oder kognitive Vorgänge verstanden, als Prozesse, die der Sphäre des Geistes angehören. Jedoch wirken Kriege nicht nur auf Bewusstsein. Sie wirken auch auf Körper. Denn das entscheidende Merkmal bewaffneter Konflikte ist die Präsenz physischer Gewalt, die auf Körper zielt und Körper trifft. So produzieren bewaffnete Konflikte nicht nur mentale Erinnerungen, sondern schreiben sich über wiederholte Gewalterfahrungen auch in das leibliche Gedächtnis ein. Der Vortrag diskutiert diese Dynamiken und deren politische und soziale Implikationen vor dem Hintergrund ethnographischer Studien in Angola, Mosambik und Afghanistan. Dabei greift er auf Theoriefiguren aus Phänomenologie und Pragmatismus zurück.

Nicht alle Wege führen nach Rom. Wissenschaftsmanagement als Karriereoption, auch in den Kulturwissenschaften?

Ein Veranstaltungsbericht

Die steigende Relevanz von Drittmittelprojekten, die (auch in Folge der Bologna-Reform) stetig wachsende Bürokratisierung sowie der zunehmende Wettbewerbsdruck innerhalb und zwischen den Universitäten hat in den vergangenen Jahren das Thema Wissenschaftsmanagement an inner- wie an außeruniversitären Forschungseinrichtungen zunehmend an Bedeutung gewinnen lassen. Doch dessen ungeachtet kommuniziert das akademische Umfeld dem wissenschaftlichen Nachwuchs eine Karriereoption im Wissenschaftsmanagement oft immer noch als second best. Auch in der öffentlichen Wahrnehmung ist der third space zwischen Verwaltung und Wissenschaft chronisch unterrepräsentiert. Dies hat zur Folge, dass die vielseitigen, häufig nicht eindeutig dem einen oder anderen Bereich zuzuordnenden Tätigkeitsfelder und die notwendigen Zugangsvoraussetzungen für potentielle Interessent/ innen nur schwer zu überschauen sind.
Dieses Defizit an Information, Differenzierung und Anerkennung war Anlass für eine am 26. Juni 2017 an der Johannes Gutenberg-Universität (JGU) durch-geführte Informations- und Diskussionsveranstaltung. Die Fokussierung auf Kulturwissenschaften trug dem Umstand Rechnung, dass das Studium der Kultur- und Geisteswissenschaften zwar ein breites, deutlich über die fachlichen Inhalte hinausreichendes Spektrum an Fähig- und Fertigkeiten vermittelt, den Absolvent/innen jedoch die Karrierewege außerhalb der Wissenschaft häufig nur in Ansätzen bewusst sind. Ziel der Veranstaltung war es somit, nicht nur ein differenzierteres Bild des Wissenschaftsmanagements und dessen Zugangsmöglichkeiten zu skizzieren, sondern auch, dem akademischen Nachwuchs eine Karriereoption mit Zukunftspotential vorzustellen. Dass es sich hierbei um ein echtes Desiderat handelt, bestätigten auch die zahlreichen Teilnehmer/innen (64 Anmeldungen, von Bachelorabsolvent/innen bis PostDocs), die aus unterschiedlichen Fächern, Einrichtungen und Städten nach Mainz kamen.

Nicht alle Wege führen nach Rom. Wissenschaftsmanagement als Karriereoption, auch in den Kulturwissenschaften?

Ein Veranstaltungsbericht

Die steigende Relevanz von Drittmittelprojekten, die (auch in Folge der Bologna-Reform) stetig wachsende Bürokratisierung sowie der zunehmende Wettbewerbsdruck innerhalb und zwischen den Universitäten hat in den vergangenen Jahren das Thema Wissenschaftsmanagement an inner- wie an außeruniversitären Forschungseinrichtungen zunehmend an Bedeutung gewinnen lassen. Doch dessen ungeachtet kommuniziert das akademische Umfeld dem wissenschaftlichen Nachwuchs eine Karriereoption im Wissenschaftsmanagement oft immer noch als second best. Auch in der öffentlichen Wahrnehmung ist der third space zwischen Verwaltung und Wissenschaft chronisch unterrepräsentiert. Dies hat zur Folge, dass die vielseitigen, häufig nicht eindeutig dem einen oder anderen Bereich zuzuordnenden Tätigkeitsfelder und die notwendigen Zugangsvoraussetzungen für potentielle Interessent/ innen nur schwer zu überschauen sind.
Dieses Defizit an Information, Differenzierung und Anerkennung war Anlass für eine am 26. Juni 2017 an der Johannes Gutenberg-Universität (JGU) durch-geführte Informations- und Diskussionsveranstaltung. Die Fokussierung auf Kulturwissenschaften trug dem Umstand Rechnung, dass das Studium der Kultur- und Geisteswissenschaften zwar ein breites, deutlich über die fachlichen Inhalte hinausreichendes Spektrum an Fähig- und Fertigkeiten vermittelt, den Absolvent/innen jedoch die Karrierewege außerhalb der Wissenschaft häufig nur in Ansätzen bewusst sind. Ziel der Veranstaltung war es somit, nicht nur ein differenzierteres Bild des Wissenschaftsmanagements und dessen Zugangsmöglichkeiten zu skizzieren, sondern auch, dem akademischen Nachwuchs eine Karriereoption mit Zukunftspotential vorzustellen. Dass es sich hierbei um ein echtes Desiderat handelt, bestätigten auch die zahlreichen Teilnehmer/innen (64 Anmeldungen, von Bachelorabsolvent/innen bis PostDocs), die aus unterschiedlichen Fächern, Einrichtungen und Städten nach Mainz kamen.

„Der Reformator Martin Luther 2017“

Band 92 der Schriftenreihe des Historischen Kollegs jetzt auch als Paperback

Pünktlich zum diesjährigen Reformationsjubiläum hat der Verlag De Gruyter/Oldenbourg den in der Reihe „Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien“ als Hardcover publizierten Band „Der Reformator Martin Luther 2017. Eine wissenschaftliche und gedenkpolitische Bestandsaufnahme“ in einer kostengünstigen Paperback-Ausgabe herausgebracht. 16 renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellen darin ihre Forschungsergebnisse zum Reformator und zu dessen 500-jähriger Rezeptionsgeschichte vor. Das Werk geht auf eine Tagung zurück, die der bekannte Frühneuzeithistoriker und Luther-Biograf Heinz Schilling im Historischen Kolleg abgehalten hat.
Nach den Worten Schillings vollzieht der Band in doppelter Hinsicht eine radikale Historisierung: „Zum einen stellt er das Fremde des Reformationsjahrhunderts und die im Vergleich zu heute anderen Bedingungen des Denkens und Handelns Luthers und seiner Zeitgenossen heraus. Zum anderen versucht er, eine 500-jährige Rezeptionsgeschichte in archäologischen Schichten abzutragen, um zu Luther vorzustoßen, aber auch um die weltgeschichtlichen Auswirkungen zu verstehen.“ Damit, so der Herausgeber, trage das Buch dazu bei, die öffentliche Diskussion über die Reformation und deren Folgen auf eine geschichtswissenschaftliche Grundlage zu stellen.
„Der Reformator Martin Luther 2017. Eine wissenschaftliche und gedenkpolitische Bestandsaufnahme“ ist als Band 92 der Reihe „Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien“ im Verlag De Gruyter/Oldenbourg erschienen. Eine Übersicht über die gesamte Reihe sowie zahlreiche Bände als pdf-Datei zum kostenlosen Herunterladen und Durchsuchen finden sich auf der Homepage des Historischen Kollegs.
Heinz Schilling (Hg.): Der Reformator Martin Luther 2017. Eine wissenschaftliche und gedenkpolitische Bestandsaufnahme. Berlin/Boston 2017, XVII, 309 S., ISBN 978-3-11-055499-1, 19,95 €

„Der Reformator Martin Luther 2017“

Band 92 der Schriftenreihe des Historischen Kollegs jetzt auch als Paperback

Pünktlich zum diesjährigen Reformationsjubiläum hat der Verlag De Gruyter/Oldenbourg den in der Reihe „Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien“ als Hardcover publizierten Band „Der Reformator Martin Luther 2017. Eine wissenschaftliche und gedenkpolitische Bestandsaufnahme“ in einer kostengünstigen Paperback-Ausgabe herausgebracht. 16 renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellen darin ihre Forschungsergebnisse zum Reformator und zu dessen 500-jähriger Rezeptionsgeschichte vor. Das Werk geht auf eine Tagung zurück, die der bekannte Frühneuzeithistoriker und Luther-Biograf Heinz Schilling im Historischen Kolleg abgehalten hat.
Nach den Worten Schillings vollzieht der Band in doppelter Hinsicht eine radikale Historisierung: „Zum einen stellt er das Fremde des Reformationsjahrhunderts und die im Vergleich zu heute anderen Bedingungen des Denkens und Handelns Luthers und seiner Zeitgenossen heraus. Zum anderen versucht er, eine 500-jährige Rezeptionsgeschichte in archäologischen Schichten abzutragen, um zu Luther vorzustoßen, aber auch um die weltgeschichtlichen Auswirkungen zu verstehen.“ Damit, so der Herausgeber, trage das Buch dazu bei, die öffentliche Diskussion über die Reformation und deren Folgen auf eine geschichtswissenschaftliche Grundlage zu stellen.
„Der Reformator Martin Luther 2017. Eine wissenschaftliche und gedenkpolitische Bestandsaufnahme“ ist als Band 92 der Reihe „Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien“ im Verlag De Gruyter/Oldenbourg erschienen. Eine Übersicht über die gesamte Reihe sowie zahlreiche Bände als pdf-Datei zum kostenlosen Herunterladen und Durchsuchen finden sich auf der Homepage des Historischen Kollegs.
Heinz Schilling (Hg.): Der Reformator Martin Luther 2017. Eine wissenschaftliche und gedenkpolitische Bestandsaufnahme. Berlin/Boston 2017, XVII, 309 S., ISBN 978-3-11-055499-1, 19,95 €

„Das Ende der liberalen Ordnung? Zentral-, Ost- und Südosteuropäischer Populismus im Vergleich“

Podiumsdiskussion am 2. Juni 2017 anlässlich der vierten Jahrestagung der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien „The End of the Liberal Order. Central, East and Southeast European Populism in Comparative Perspective“

Marie-Janine Calic, Professorin für Ost- und Südosteuropäische Geschichte, diskutiert mit Andreas Ernst (Korrespondent der Neuen Zürcher Zeitung ), Gregor Mayer (Korrespondent von Profil, Standard und dpa) und Boris Schumatsky (Schriftsteller und Publizist) über Populismen unter anderem in Ungarn, Serbien und Russland.

The Political Context – Balázs Trencsényi

Academic Freedom in Danger. Fact Files on the „CEU Affair“ (Südosteuropa 65 „Spotlight“)

The situation escalated after 4 April 2017, when the Hungarian Parliament reduced the parliamentary debate to a three-hour plenary discussion and passed an amendment to the higher education act that undermines the continuing operation of CEU in the country—all without any previous consultation otherwise required by the law, not even with the Hungarian Academy of Sciences. The amended law requires CEU, among other items, to build a campus in the United States and conditions its further operation on an agreement between the US Federal Government and the Government of Hungary, disregarding the fact that accreditation issues are the competence of the individual states, in this case the state of New York, whose educational authorities had accredited CEU’s degree programs.
The passing of the law took place amidst an extensive defamatory campaign against CEU, and specifically its founder, George Soros, by the government, unfoundedly charging it with fraud, illegitimate privileges earned via corruption and pressure, violations of the law, and so on. CEU forcefully rejected these charges and seeks legal remedies, including the amendment’s annulment through the review of the Constitutional Court—a procedure whose outcome, despite sound legal arguments, is unpredictable. The situation is aggravated by further specifications in the law that leave practically no time for negotiation and stipulate that unless each requirement is fulfilled, the university will not be able to admit new students into its programs after 1 January 2018.
The government’s thinly veiled motivation is CEU’s firm adherence to the values of critical thinking and the indispensability of sound reflexive knowledge in society, which the government perceives as threatening its determination to transform Hungary into an ‘illiberal democracy’. The fierceness of the attack on CEU, and the intensity of a concomitant anti-EU and xenophobic ideological campaign that seeks to turn Hungary into the pioneer of a break with the liberal-democratic political consensus that has characterized the post-1945 dynamic of Western European politics, came as a surprise to many observers who perceived Viktor Orbán as a pragmatic and cynical power-maximizer devoid of strong ideological commitments. However, taken from a more longitudinal perspective, it is interesting to note that the idea of the break with the liberal-democratic consensus had been first launched by Orbán as an ideological weapon of self-defense back in 2011. In the context of the debates in the European Parliament following the controversial media law and the acceptance of a new ‘Basic Law’, Orbán was confronted with the vocal disapproval of socialist, liberal, and green MEPs, with the most fiery criticism being formulated by Daniel Cohn-Bendit. In response, Orbán started to talk about a fundamental cleavage between him and his critics and claimed to represent the ‘forgotten Europe’ of Christianity, family values, and national pride, which was undermined by the Western 68-ers as much as by East European communists. Supported by similar arguments formulated by the chief ideologist of the regime—the director of the House of Terror, Mária Schmidt—Orbán has stressed that the cultural hegemony the ‘new Left’ achieved in 1968 made the articulation of a truly rightist ideological position impossible in the West, while in Hungary (and Eastern Europe in general) the communist ‘old Left’ had no legitimacy whatsoever and thus the Right could be more ideologically self-confident. While this argument is rather inaccurate historically, it somewhat unexpectedly struck a soft chord with some of the Western European conservatives, who would have hardly subscribed to an open attack on their own domestic left-wing and liberal political competitors in these terms but projected some of their existing frustrations on Orbán’s ideological struggle, turning him into a champion of unconventional right-wing solutions—perhaps somewhat too crude, but doubtlessly efficient, corresponding to the ‘lower’ level of political culture in the East.
This aura became all the more powerful in 2015, when the escalation of the refugee crisis, to which the Orbán government contributed substantially by first blocking the borders of the country, nearly causing a humanitarian catastrophe, and then overnight forcing all the refugees out of the country, effectively placed all of the burden on Austria and Germany. The heavy-handed measures of purging the country of asylum seekers divided the Western European public as well, and turned the Hungarian leader into the hero of those political forces that saw the solution of the refugee crisis in building symbolic and actual walls. This was the moment when the Bavarian prime minister, Horst Seehofer, demonstratively invited Orbán to Munich in order to signal his profound disagreement with Angela Merkel’s policies. Concomitantly, the crisis and the xenophobic campaign orchestrated by Hungarian state media restored the popularity of Orbán and his party among the Hungarian voters. Especially after the 2014 elections, where, due to the redesigned electoral system allowing gerrymandering and making the system even more disproportionally majoritarian, FIDESZ won 66% of the seats with a mere 44% of the votes, Hungarians had become increasingly disaffected by the endemic corruption, especially visible in the use of European structural funds, captured by a handful of oligarchs personally related to the leader.
With the successful demolition of domestic checks and balances tolerated and sometimes tacitly assisted by European institutions, as well as by Western European governments, Orbán became increasingly convinced of his own pioneering role in establishing a ‘new world order’ of self-enclosed and ethnically pure nation-states (a modernized version of Johann Gottlieb Fichte’s Geschlossener Handelsstaat), eliminating the universalist references to human rights and democratic representation, and allowing instead for the proliferation of oligarchic and hybrid authoritarian regimes, allegedly fitting the ‘national character’ of the respective country. Orbán was rather vocal about his aspirations already in the famous Tusványos speech of summer 2014, where he described his policies with the concept of ‘illiberal democracy’ and sketched out his program of building a ‘state based not on welfare, but on work’. But all of this had a completely new twist in autumn 2016, when a series of global developments seemed to signal a global turn towards ethnopopulism and anti-liberalism, especially Brexit and the election of Donald J. Trump, but also the rise of several right-wing populist parties in Europe such as the Alternative for Germany (Alternative für Deutschland, AfD), the Freedom Party of Austria (Freiheitliche Partei Österreichs, FPÖ), and Marine Le Pen’s National Front (Front national, FN) in France.
It is not by chance that Orbán was among the first political leaders to enthusiastically greet Donald Trump’s election in the United States, after he had already expressed his support for him during the electoral campaign. He stated, rather paradoxically, to have received the ‘gift’ from a higher instance to finally act as a sovereign country, which obviously implied that from now on the US authorities would not monitor the state of human rights and press freedom in Hungary, thus allowing Orbán’s government to proceed with shaping the country to his own liking. From then on, the developments escalated, and the propaganda campaign sustained by the ever-expanding state-owned and state-supported media positioned Orbán as the third key figure of the global transformation, alongside Vladimir Putin and Donald Trump. The flagship of the campaign is the popular news website, Origo, which the Hungarian branch of Deutsche Telekom recently sold to a company close to the government circles; the deal was facilitated by the promise of an exclusive contract of every Hungarian state servant with this mobile network operator.  While the details of the discussion remain uncertain, and perhaps will never see the light of day, the attack on CEU came less than two months after Putin’s visit to Hungary and also coincided with the intensification of the Russian government’s campaign against George Soros through the various domestic and international media outlets controlled by the Russian secret services. This Russian campaign included the emergence of a mysterious ‘STOP Soros’ movement in Macedonia, the country that, incidentally, hosted most of the anti-Clinton post-factual internet sites and servers seeking to influence the US elections. This movement supported the nationalist former prime minister Nikola Gruevski, a strategic ally of Putin. Importantly, the campaign used the emails of the Brussels office of the Open Society Foundation that had been hacked in summer 2016 by the same hacker team that hacked the US Democrats’ internal correspondence. It is perhaps also not accidental that two weeks before the legislative attack against CEU, a Russian undercover TV crew sneaked into CEU and prepared a widely transmitted reportage with the assistance of Hungarian politicians, ‘unveiling’ a ‘conspiracy’ orchestrated by Soros that allegedly used NGOs to topple nationally oriented governments and impose his cosmopolitan values on the world.
All of this international entanglement points to the need to place CEU’s case into a global context. The attack on CEU weaves together a complex web of antiliberal and neo-authoritarian political forces and ideological streams. This leads the authors of this thematic block to believe that, apart from the fate of one particular institution, the case is symptomatic for the general predicament of the academic sector at the beginning of the twenty-first century. Even more broadly conceived, it leads to questions of freedom of thinking and expression, as well as civil liberty and the rule of law. This is particularly the case because the attack against CEU coincided with a number of other highly alarming instances of an authoritarian crackdown on academics and universities, including the current campaign against academics in Turkey and the attack on the European University of St. Petersburg. CEU has become a symbol of academic freedom, and the politically motivated legislative attack on an independent institution of higher education—especially because it takes place in a member state of the European Union—has provoked unexpectedly wide support and solidarity: from the president of Germany, Frank-Walter Steinmeier; from the members of the European Commission and the European Parliament; from the president of Academia Europaea; from eighteen Nobel Prize winners, including Mario Vargas Llosa and Orhan Pamuk; from the Regius Professors of Oxford and Cambridge; from the president of the Hungarian Academy of Sciences; from the presidents of leading US universities such as Berkeley, Harvard, Duke, NYU, and Princeton; and from tens of thousands of other individuals and institutions.
In the articles following this introduction, however, rather than analyzing the developments in depth, which would require much more space, and also a thorough engagement with the burgeoning interpretative literature on the authoritarian turn in Hungary after 2010, we provide an overview of some features of the specific research and educational milieu of CEU and its contribution to a new vision of the history of Central and Southeast Europe. While it would be an exaggeration to claim that the attack came exactly because of the emphatically transnational perspective of history developed by CEU, it is nevertheless true that the campaign orchestrated by the government targeted the very essence of the educational process at CEU, namely its transnational embeddedness conducive to a rational and scholarly approach to historical, social, economic, and philosophical problems devoid of any national bias.

„Die Offenheit, eine unfertige Gemeinschaft zu sein“

Interview mit Julia Schulze Wessel über Flüchtlinge in Grenzregimen

Das europäische Migrationssystem ist im Verlauf der großen Fluchtbewegungen aus den Kriegs- und Krisengebieten in Nordafrika sowie dem Mittleren und Nahen Osten nicht nur unter Druck geraten, sondern hat insgesamt versagt. Aufgrund der als massiv empfundenen Zuwanderung und den dadurch ausgelösten Katastrophenimaginationen sahen die europäischen Staaten sich veranlasst, ihre Grenzregime auszubauen und deutlich zu verschärfen. Mit der Folge, dass sich für Flüchtlinge diese neu geschaffenen Grenzräume zu dauerhaften Aufenthaltsräumen verfestigt haben, verbunden mit oftmals unklarem rechtlichen und politischen Status. Die daraus entstehenden Konflikte und Herausforderungen für die europäischen Staaten sind nach wie vor ungelöst. Die Historikerin PD Dr. Julia Schulze Wessel von der Technischen Universität Dresden hat die Grenzsituation von Flüchtlingen im gegenwärtigen Europa unter besonderer Berücksichtigung der Reflektionen von Hannah Arendt und Giorgio Agamben untersucht und darüber ein Buch geschrieben. Wir haben ihr dazu unsere Fragen gestellt.

SESSION 2: New Fault Lines, New Wars

Conference „The Long End of the First World War. Ruptures, Continuities and Memories“

In session II of the Herrenhausen Symposium on „The Long End of the First World War“ which took place in Hanover, Germany, from May 8-10, 2017, entitled ‘New fault lines, new wars’, Yang Biao (Shanghai) discussed history wars in East Asia from the perspective of hardly reconcilable accounts of these wars in Chinese and Japanese history textbooks. Dan Tamir (Be’er Scheva) looked at the First World War as a turning point in the history of energy, stressing the development of oil-driven wars. Felix Brahm (London) examined how the difficult disarmament processes of African soldiers politically and culturally affected local communities and fueled British anxieties concerning armed African resistance. The session was chaired by Michael Provence (San Diego).
Yang Biao | East Asian History Wars as a Legacy of the First World War

Jahresbericht 2015/2016 des Historischen Kollegs erschienen

Der Bericht über das 36. Kollegjahr ist erschienen. Auf 24 Seiten lässt das Historische Kolleg die Ereignisse des Jahres 2015/2016 Revue passieren. Neben Informationen zu den Fellows und zu dem im November 2016 an Karl Schlögel verliehenen Preis des Historischen Kollegs gibt die Publikation Auskunft über Tätigkeiten, Veranstaltungen, Berufungen, Auszeichnungen, Publikationen, Finanzierung, personelle Veränderungen und Kooperationen der Einrichtung. Zudem gewährt Dr. Korinna Schönhärl, Förderstipendiatin im Kollegjahr 2016/2017, in einem Interview Einblicke in ihr Forschungsprojekt („Finanziers in Sehnsuchtsräumen. Europäische Banken und Griechenland im 19. Jahrhundert“), berichtet von ihren persönlichen Erlebnissen am Historischen Kolleg und erläutert, was sich in der Wissenschaft in Zukunft tun muss, damit mehr junge Eltern eine akademische Karriere anstreben. Der reich bebilderte Jahresbericht ist – wie alle Berichte seit 2002 – auf der Homepage des Historischen Kollegs zum kostenlosen Download abrufbar.

Antike Nomaden von Mangystau: Episode 6 – Noch viel zu tun – Das Interview

Nach einer erfolgreichen zweimonatigen Reise in die Vergangenheit diskutieren die Archäologen Dr. Evgeniy Bogdanov und Dr. Andrey Astafiev ihre Ergebnisse aus der kasachischen Steppe. Was haben sie über das Land der tausend Winterlager entdeckt? Und wie wirken sich die neuen Erkenntnisse auf die weitere Forschung aus? Diese und weitere Fragen beantworten die beiden Forscher in unserem ausführlichen Experteninterview.

Gerecht verteilen. Geschichte und Gegenwart von Finanzföderalismus

Podiumsdiskussion am Historischen Kolleg München mit Stefan Korioth, Thomas Lenk, Jana Osterkamp und Wolfgang Renzsch

Der Finanzföderalismus verteilt knappe Ressourcen zwischen Bund, Ländern und Kommunen. In Geschichte und Gegenwart wurde dafür nach gerechten Verteilungsmodellen gesucht. Die Podiumsdiskussion am 12. Mai 2017 beschäftigte sich angesichts der anstehenden Reform des Bund-Länder-Finanzausgleichs mit gesellschaftlichen Grundfragen von Finanztransfers, insbesondere ihrer gesellschaftlichen Akzeptanz, politischen Begründung und volkswirtschaftlichen Umsetzung.

Audio: Bücher dick und dünn

Carlos Spoerhase zu Gast im Thomasius-Club am 26. März 2017

Wie hängen Textlänge und Volumen des Buches zusammen? Der Mainzer Germanist Carlos Spoerhase ist schon länger mit Fragen über das Buch und dessen Körper beschäftigt. Er arbeitet am Gutenberg-Institut für Weltliteratur und schriftorientierte Medien. Sein Buch über „Das Format der Literatur“ erscheint demnächst. Über „Linie, Fläche, Raum“ als drei Dimensionen des Buches hat Spoerhase schon publiziert. Wir fragten ihn nach der Bedeutung materialer Aspekte von Literatur und deren Einfluss auf Schreiben und Lesen.

Antike Nomaden von Mangystau: Episode 5 – Heiliger Boden

Die Ausgrabung in Mangystau ist fast abgeschlossen, aber das Kernstück und der damit spannendste Bereich der Steinanlage ist noch zu erforschen: ihr Mittelpunkt. Die Archäologen vermuten, dass hier der Schlüssel zum Verständnis dieser besonderen Form menschlicher Besiedlung in der kasachischen Steppe im 5. Jahrhundert n. Chr. liegt. Der Block aus Kalk, der durch die Grabung zu Tage gefördert wird, deutet auf eine sakrale Kultstätte hin, auf einen religiösen Ort. Die Forscher ziehen daraus neue Schlüsse für Geschichte dieser einst offenbar kulturell fruchtbaren Region.

16 Shots. Politische Gewalt gegen African Americans – eine Geschichte der Gegenwart

Vortrag von Prof. Dr. Jürgen Martschukat (Erlangen) im Rahmen der Ringvorlesung „Politische Gewalt im 21. Jahrhundert“

16 Schüsse hat der Polizist Jason D. van Dyke am 20. Oktober 2014 in Chicago auf den 17‐jährigen Afroamerikaner Laquan McDonald abgegeben. Der Polizeibericht besagt, McDonald habe die Polizisten mit einem Messer bedroht, so dass diese um ihr Leben gefürchtet hätten. Das Video einer Dashcam aus einem der Polizeiautos, das über ein Jahr später freigegeben wurde, zeigt ein anderes Bild. Der Vortrag wird von dem Fall McDonald ausgehen, um die jüngsten Fälle der Polizeigewalt gegen junge, afroamerikanische Männer aus der US‐amerikanischen Geschichte heraus zu verstehen. Dabei wird der Vortrag (erstens) das Politische dieser Gewalttaten ausloten und (zweitens) die Bedeutung ihrer Sichtbarmachung eruieren. In der jüngsten Zeitgeschichte sind es immer wieder Filme aus Handys, Überwachungskameras oder eben Dashcams gewesen, die dazu beigetragen haben, auf Polizeigewalt aufmerksam zu machen und diese – wie im Fall McDonald – auch vor Gericht zu bringen.

Science Sips zum Thema Fischereipolitik im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane

Schon einmal Naturschutz-Auster probiert oder beim Algencocktail über nachhaltigen Fischfang diskutiert?

Die letzte Science Sips Veranstaltung der Reihe „Ein Geschmack der Zukunft der Meere“ im Museum für Naturkunde findet am 19. Juli mit Kurzvorträgen und interaktiver Diskussion zum Thema Fischereipolitik statt.
Bei der Veranstaltungsreihe „Ein Geschmack der Zukunft der Meere“ gefördert vom BMBF im Rahmen des Wissenschaftsjahrs 2016*17 Meere und Ozeane gehen wir den Herausforderungen und Möglichkeiten der nachhaltigen Nutzung von Meeren und Ozeanen auf den Grund. Ziel des Projektes ist, durch dialogfördernde, sinnesorientierte und erlebnisreiche Veranstaltungen Fortschritte und Herausforderungen aus der nachhaltigen Meeresforschung einem breiten und interessierten Publikum zu vermitteln.
Fisch ist eins der bedeutendsten Nahrungsmittel weltweit und Berichte von Wissenschaftler_innen und NGOs warnen vor den gravierenden Folgen der Überfischung. Die deutsche und europäische Fischereipolitik soll den nachhaltigen Fischfang garantieren und die Ressourcen der Meere schützen – aber erreicht die aktuelle Fischereipolitik diese Ziele? Welche Auswirkung hat die Fischereipolitik darauf, was auf unseren Tellern landet? Wie kann man als Bürger_in und als Konsument_in einen Einfluss auf die Fischereipolitik und den Meeresschutz haben? Diese und noch mehr Fragen wollen wir bei diesem Science Sips im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Ein Geschmack der Zukunft der Meere“ des Wissenschaftsjahres 2016*17 Meere und Ozeane zusammen mit Expert_innen diskutieren.
Die Impulsvorträge werden unter anderem gehalten von:

Alexander Kempf — Arbeitsbereichsleiter Lebende Meeresressourcen am Thünen Institut für Seefischerei
Sebastian Wegner — Policy Coordinator der Fisheries Transparency Initiative der Humboldt-Viadrina Governance Platform
Vivien Kudelka — Fisheries and Stakeholder Engagement Manager am Marine Stewardship Council

 Moderation: Stephanie Wunder, Senior Fellow und Koordinatorin des Bereiches Food Systems beim Ecologic Institut
 Die kulinarischen Partner Küstlichkeiten und Bone.Berlin servieren dabei Streetfood-Leckerbissen aus nachhaltigen Meeresprodukten.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Ecologic Institut gefördert vom BMBF im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*17 – „Meere und Ozeane“.
Eintritt: 5,-€, der Eintritt beinhaltet ein Streetfood-Häppchen
19. Juli 2017, Einlass 19.00 Uhr, Beginn 19.30 Uhr
Anmeldung erbeten unter: besucherservice@mfn-berlin.de oder 030 2093 8550

Antike Nomaden von Mangystau: Episode 4 – Und noch ein Schatz

Nach einem freien Tag an der Küste des Kaspischen Meeres nehmen die Archäologen ihre Grabungen wieder auf und konzentrieren sich nun auf das Kernstück: das Innere des Steinkomplexes. Nach Jahrhunderten werden die zusammengebrochenen Durchgänge im Mauerwerk wieder freigelegt. Neue Fragen schließen sich an: Wohin führten diese Zugänge? Welche Bedeutung und Funktion hatten sie? Und gibt es noch mehr Gold und andere wertvolle Gegenstände unter den Trümmern zu finden? Die besonderen Funde aus dem fünften Jahrhundert n.Chr. erlauben den Anthropologen, Rückschlüsse auf das soziale Leben der damaligen Zeit zu ziehen.