Planet History

Author Archive for L.I.S.A. GERDA HENKEL PORTAL

Bildung als Schlüssel zu einer besseren Welt?

Interview mit Reiner Klingholz und Wolfgang Lutz zur Bedeutung von Bildung für die Zukunft

Klimawandel, Ressourcenknappheit, Radikalisierung: Die meisten hausgemachten Probleme der heutigen Gesellschaft lassen sich auf mangelnde Bildung zurückführen. Die Antwort auf Fragen der Bildung müssen internationale Anstrengungen für die Bildung breiter Bevölkerungsschichten sein, sagen die Demographieforscher Prof. Reiner Klingholz und Prof. Wolfgang Lutz. Denn auch die Folgen mangelnder Bildung seien weltweit zu spüren und machten vor Grenzen nicht Halt. Sie zeigen in ihrem Band „Wer überlebt? Bildung entscheidet über die Zukunft der Menschheit“ exemplarisch die Ursachen, Wirkungen und Risiken niedriger Bildung auf und entwickeln mögliche Szenarien, nach denen sich das Bildungsniveau der Weltbevölkerung und mit ihm die Krisen der Moderne entwickeln könnten.

On magical manuscripts in Early Modern Europe

How to trade illegal book collections in eighteenth century Germany

Dear colleagues,
my new book „Magical Manuscripts in Early Modern Europe. The Clandestine Trade in Illegal Book Collections“ (Basingstoke 2017) presents the story of a unique collection of 140 manuscripts of ‘learned magic’ that was sold for a fantastic sum within the clandestine channels of the German book trade in the early eighteenth century. Written in collaboration with Bernd-Christian Otto (Erfurt, Germany) the book will interpret this collection from two angles – as an artefact of the early modern book market as well as the longue-durée tradition of Western learned magic –, thus taking a new stance towards scribal texts that are often regarded as eccentric, peripheral, or marginal. We structured the study by the apparent exceptionality, scarcity, and illegality of the collection, and provide chapters on clandestine activities in European book markets, questions of censorship regimes and efficiency, the use of manuscripts in an age of print, and the history of learned magic in early modern Europe. As the collection has survived till this day in Leipzig University Library, the book provides a critical edition of the 1710 selling catalogue, which includes a brief content analysis of all extant manuscripts. We hope that the study will be of interest to scholars and students from a variety of fields, such as early modern book history, the history of magic, cultural history, the sociology of religion, or the study of Western esotericism.
http://www.palgrave.com/de/book/9783319595245 

Weltordnung im 21. Jahrhundert

Vortrag von Prof. Dr. Stefan A. Schirm (Bochum) im Rahmen der Ringvorlesung „Politische Gewalt im 21. Jahrhundert“

Neue Herausforderungen prägen die Weltpolitik im 21. Jahrhundert. Der politische und wirtschaftliche Aufstieg der Schwellenländer stellt etablierte Ordnungsmuster in Frage, die globale Finanzkrise zeigt die Gefahren fehlender Regulierung der Finanzmärkte auf, Migrationsströme fordern westliche Gesellschaften wirtschaftlich und kulturell, neue Spannungen zwischen Russland und den USA erinnern an den Ost‐West‐Konflikt aus dem letzten Jahrhundert. Wie reagieren internationale Organisationen auf diese Herausforderungen? Welche Rolle kann Global Governance durch UNO, IWF und G20 spielen? Ist die Europäische Union durch Eurokrise, Migrationsströme und Brexit als Ordnungsmodell nachhaltig geschwächt? Führt der Aufstieg Chinas zu neuen Rivalitäten mit den USA? Können die neuen Kriege und islamistischer Terror bewältigt werden? Welche neuen weltpolitischen Ordnungsmodelle entsprechen den neuen Herausforderungen?

Tatort Archiv: Einem Gotteslästerer auf der Spur

Ein Film über die Arbeit mit Quellen im Archiv

Wer Vergangenes erforschen will, ist auf historische Dokumente, Bilder und Artefakte angewiesen. Ein Grossteil dieser Quellen wird heute in Archiven aufbewahrt. In der historischen Forschung gleicht die Recherche im Archiv einer Spurensuche am Tatort – mit allen Überraschungen, Entdeckungen und Unwägbarkeiten, wie sie auch die Aufklärung eines Kriminalfalls mit sich bringt.
TATORT ARCHIV begibt sich auf die Spuren des Zürcher Generals Johann Rudolf Werdmüller, der im 17. Jahrhundert angeklagt wurde, gotteslästerliche Reden geschwungen und Landesverrat begangen zu haben. Was lässt sich im Archiv über Gotteslästerung in der Frühen Neuzeit in Erfahrung bringen? Wie entsteht eine historische Fragestellung? Warum ist Geschichtswissenschaft eine Gegenwartswissenschaft?
Anschaulich und praxisnah führt der Film in Techniken der Recherche und des historischen Forschens ein. Anhand von Gerichtsakten, Suppliken, Bildern und Briefen wird der Umgang mit handschriftlichem Material thematisiert. Der Film richtet sich an angehende Historikerinnen und Historiker sowie an alle, die sich zu detektivischer Spurensuche ins Archiv begeben wollen.

„Mystifizierung der Kulturrevolution“

Experten-Interview mit Dr. habil. Nora Sausmikat über Erinnerungspolitik in China

Nora Sausmikat ist Programmleiterin China der Stiftung Asienhaus in Köln. Sie forscht und publiziert zur chinesischen Frauenforschung, zur Geschichte der Intellektuellen, zur politischen Reform und zur Zivilgesellschaft in China. In ihrer Dissertation Kulturrevolution, Diskurs und Erinnerung: Eine Analyse lebensgeschichtlicher Erzählungen von chinesischen Frauen (Frankfurt: Lang, 2002) analysierte sie den Zusammenhang zwischen biografischer und kollektiver sowie staatlich gelenkter Sinnbildung. Hierfür führte sie umfangreiche Feldforschungsstudien durch, in deren Mittelpunkt junge städtische Frauen (zhiqing 知青 bzw. zhishi qingnian 知识青年, gebildete Jugendliche) standen, die im Rahmen der kulturrevolutionären Massenbewegung ab 1968 im ländlichen China sesshaft gemacht werden sollten.
Nana Sippel studiert Sinologie und Religionswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Sie konzipierte, führte und transkribierte das Interview.

50 Jahre Kulturrevolution: Die Rezeption in China und im Ausland

Workshop 2016 an der Ruhr-Universität Bochum | Fakultät für Ostasienwissenschaften

2016 jährte sich zum fünfzigsten Mal der Beginn der „Großen Proletarischen Kulturrevolution“, eines der einschneidendsten Ereignisse in der modernen chinesischen Geschichte. Die Kulturrevolution hat aber nicht nur die Entwicklung der Volkrepublik China nachhaltig beeinflusst. Sie hat internationale Auswirkungen gezeitigt, die erst in letzter Zeit in größerem Maßstab erforscht werden, nicht anders als die zum Teil noch immer tabuisierten Geschehnisse in China selbst. Auch die westdeutsche Protestbewegung der späten 60er Jahre hat unter dem Einfluss der Kulturrevolution gestanden.
Gegenstand der Tagung waren insbesondere die internationalen Wirkungen der Kulturrevolution, sowohl im ostasiatischen als auch im westlichen und namentlich im deutschen Raum. Bei der Veranstaltung wurde der Versuch unternommen, die nachträgliche theoretische Aufarbeitung der Kulturrevolution mit persönlichen Eindrücken und Erinnerungen zu verbinden.
Anschließend an den Workshop wurden von Studierenden drei Experteninterviews mit Nora Sausmikat, Felix Wemheuer und Daniel Leese geführt, die in Kürze hier bei L.I.S.A. in einer kleinen Reihe erscheinen werden. Der Beitrag von Heiner Roetz, „Erinnerung: 50 Jahre Kulturrevolution“ erscheint im Bochumer Jahrbuch zur Ostasienforschung, 39 (2016).

two 5-year Research Fellowships

(any discipline represented at the University of Konstanz) and, in collaboration with the Hector Stiftung II, one 5-year Hector Pioneer Fellowship (in the STEM fields represented at the University of Konstanz) (Salary Scale TV-L 14)

The University of Konstanz, with its “Institutional Strategy to promote Top-Level Research,” has been receiving continuous funding since 2007 within the framework of the Excellence Initiative by the German Federal and State Governments. The Zukunftskolleg is a central scientific institution of the University of Konstanz for the promotion of young researchers in the natural sciences, humanities and social sciences, and is an integral component of the institutional strategy “Model Konstanz — Towards a Culture of Creativity.” The Zukunftskolleg forms a platform for interdisciplinary discourse between distinguished researchers in Germany and abroad, and provides them with resources for obtaining extramural funding. The Zukunftskolleg of the University of Konstanz offers
two 5-year Research Fellowships (any discipline represented at the University of Konstanz) and, in collaboration with the Hector Stiftung II, one 5-year Hector Pioneer Fellowship (in the STEM fields represented at the University of Konstanz) (Salary Scale TV-L 14)
to develop and implement individual research projects. The Fellowships will begin on February 1, 2018, and end on January 31, 2023. The Hector Pioneer Fellowship is offered by the Zukunftskolleg in collaboration with the Hector Stiftung II and is dedicated to extraordinary post-doctoral researchers in STEM (Science, Technology, Engineering, Mathematics) fields. The candidates research ideally links up to the universitys focus areas: „Chemical Biology and Ecology“, „Molecular Nanotechnology and Materials Science“, and „Decision Sciences“ amongst others. Interdisciplinary and innovative projects are expressly welcome. The Zukunftskolleg provides a professional infrastructure and an appropriate workplace for conducting research. Fellows have the opportunity to benefit from a variety of career development measures, including the University of Konstanz’s Academic Staff Development and Research Support offices. Fellows may nominate recognized experts in their field of research as senior Fellows, who will be invited to Konstanz for a research stay of one to nine months. Each 5-year Fellow receives Start-up Funding and a Research Allowance. Furthermore, a pool is available for funding cooperative projects, research assistants, travel, and equipment purchases. Each Fellow is a member of both a university department and the Zukunftskolleg. These Fellowships are available to researchers characterized by a strong and creative mind, an ability to think and communicate beyond their own disciplines, regardless of their nationality. Applicant Requirements for this Fellowship include:

Candidates must be in possession of a doctoral degree (PhD thesis submitted and defended) and have acquired five years of postdoctoral research experience at most.
Candidates must not hold an academic permanent position, a professorship, or have a habilitation or equivalent (Venia legendi).
Candidates must have applied for a research group grant of at least 50,000 € or an equivalent amount of funding. This external grant should be used for their research while at the Zukunftskolleg, and should be obtained in a competitive process. A Fellowship offer is conditional on the approval of the external grant application. Candidates with their own position funded by another program, which can be transferred to Konstanz, are also eligible.
Applicants must propose a research project that ties in with a discipline represented at the University of Konstanz. Applicants should contact potential mentors (Local Hosts) among the researchers at the University of Konstanz in order to ensure appropriate affiliation. Support from the department strengthens the application. For the Hector Pioneer Fellowship: Applicants must propose a research project that ties in with one of the STEM disciplines and ideally with one of the academic focus areas of the University of Konstanz.

All these requirements have to be fulfilled at the application deadline (June 13, 2017). Fellows have an opportunity to teach. They are expected to participate actively in the regular weekly meetings of the Zukunftskolleg and to have their place of residence in Konstanz and the surroundings. Fellows are selected on the basis of their academic excellence, the quality and topicality of their research project outline, personal aptitude with regard to leadership and team skills. International experience in teaching or research, and a strong interest in interdisciplinary topics are desirable. Applications are evaluated in a three-stage process: 1. Eligibility check and pre-selection based on the written application; 2. Further selection based on independent peer reviews; 3. Personal assessment of the remaining candidates by the Recruitment Committee in the interdisciplinary Workshop on Future Research Directions, to be held at the University of Konstanz in November 2017. Candidates will be informed of the final decision one week after the workshop. More information on the Zukunftskolleg and current Fellows, as well as a special section devoted to the application and selection process (online application process, required documents, guidelines on eligibility, evaluation criteria, the timeline and the stages of the selection process) are available on our website at: https://www.uni-konstanz.de/zukunftskolleg/ . The University of Konstanz encourages applications from people with a disability. They will be given preference if appropriately qualified (contact +497531/88–4016). The University of Konstanz is an equal opportunity employer that tries to increase the number of women in research and teaching. The University of Konstanz is committed to further the compatibility of work and family life. The University of Konstanz offers a „Dual Career Couples Program“. Information can be obtained from: http://www.uni-konstanz.de/dcc . All applications and supporting materials must be submitted in English via the Online Application Platform including reference number 2017/052 at: www.zukunftskolleg.uni-konstanz.de/online-application . The required documents include a completed application form, a letter of motivation, research proposal, curriculum vitae, a writing sample, and two letters of reference. The deadline for applications is June 13, 2017, 11:00 am (Konstanz time). Contact: Anda Lohan, e-mail: a.lohan@uni-konstanz.de , Management Team, e-mail: zukunftskolleg-application@uni-konstanz.de

Vortrag und Workshop mit Prof. Dr. Anthony Grafton in Halle (Saale) | 20.-21. Juni 2017

20. Juni 2017 | 18 Uhr c.t. | IZEA, Bibliothekssaal
»The Polyhistor in the Atlantic World: How Humanistic reading practices came to the American Colonies« | Abendvortrag von Prof. Dr. Anthony Grafton (Princeton)

Anthony Grafton, Henry Putnam University Professor in Princeton, gehört zu den ganz großen klassischen Philologen und Historikern weltweit. Sein Spezialgebiet reicht vom Humanismus bis zur Aufklärung, jene Zeit, als Bibel und Antike Leitmodelle waren, die Welt zu erschließen und zu verstehen, als der klassische Philologe der Meister dieser Kunst war. „Bring Out Your Dead“ (so der Titel einer Aufsatzsammlung aus dem Jahr 2001) lautet die Devise seiner historischen Rekonstruktionen. Graftons Meisterstück ist die unübertroffen präzise Studie über Leben und Werk Joseph Scaligers (Joseph Scaliger: A Study in the History of Classical Scholarhip, 2 Bde., Oxford 1983, 1993), zu seiner Zeit der unbestrittene Fürst klassischer Philologie, zugleich Begründer der modernen historischen Chronologie. Grafton schaut nicht nur auf die Ideen und Methoden seiner Protagonisten. Sein besonderes Interesse gilt den Strukturen und Praktiken, die Ideen hervorbrachten, ihnen den Weg bereiteten. In seinen unnachahmlich kunstvollen Essays werden zum Beispiel „Humanists with Inky Fingers“ (2011) lebendig, können wir zuschauen, wie sie gelebt und gearbeitet haben.

Filmvorführung und Podiumsgespräch zu „Wołyń“

Donnerstag, 18. Mai 2017, 17.00 Uhr im Monopol-Kino, München

Der polnische Film »Wołyń« (Trailer) des bekannten Regisseurs Wojciech Smarzowski löste sowohl in Polen als auch in der Ukraine im Herbst 2016 hitzige Diskussionen aus. Der in Polen mehrfach ausgezeichnete Film hatte seine Premiere im Oktober 2016 und handelt von den Ereignissen in Wolhynien im Jahr 1943, als die Ukrainische Aufstandsarmee (UPA) einen Massenmord an der polnischen Bevölkerung verübte.
Im Juli 2016 ist dieses historische Geschehen auf politischer Ebene in Form eines Beschlusses des polnischen Parlaments aufgegriffen worden, wonach die damals ermordeten Polen als »Opfer eines Genozids« zu bezeichnen seien. Dies führte zu einer Emotionalisierung der Debatte. So wurde der Film kaum noch als künstlerisches Werk betrachtet, sondern seine Darstellung des historischen Geschehens unter dem Eindruck der aktuellen politischen Ereignisse und Beziehungen diskutiert und oftmals heftig kritisiert. Der Spielfilm entfaltete damit eine ungewöhnlich starke Wirkung auf beiden Seiten der polnisch-ukrainischen Grenze.
Im Rahmen der Veranstaltung wird der Film (OmeU, 150 Minuten) zum ersten Mal in Deutschland gezeigt und anschließend ein Podiumsgespräch mit dem Regisseur Wojciech Smarzowski, dem polnischen Historiker Grzegorz Motyka und dem ukrainischen Historiker Jurij Shapoval darüber geführt. So besteht außerhalb Polens erstmals die Gelegenheit, sich selbst einen Eindruck von dem Film zu verschaffen. In dem polnisch / ukrainischen Gespräch (mit konsekutiver Übersetzung) werden Fragen zum Film, zu seiner Wirkung und den Kontroversen näher beleuchtet.
Termin: 18. Mai 2017, 17:00 Uhr – ca. 21:00 Uhr
Ort: Monopol-Kino, Saal 1 (München, Schleißheimerstr. 127)
Bitte beachten Sie: Die Karten für die Veranstaltung sind leider ausverkauft. Eine Aufzeichnung der Podiumsdiskussion wird nach der Veranstaltung verfügbar sein. Wenn Sie darüber informiert werden möchten, wann und wo das Video online zu sehen sein wird, bitten wir Sie um eine Nachricht mit dem Betreff „Bitte um Information“ an wolyn@lrz.uni-muenchen.de.
Besuchen Sie auch gerne den Blog „Erinnerungskulturen“ der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien (https://erinnerung.hypotheses.org/), auf dem es einen Veranstaltungsbericht geben wird.
Podiumsteilnehmer

Prof. Grzegorz Motyka, polnischer Historiker und Experte für polnisch-ukrainische Beziehungen; in den Entstehungsprozess des Filmes eingebunden; Mitglied des polnisch-ukrainischen Historikerforums; Mitarbeiter der Polnischen Akademie der Wissenschaften
Prof. Jurij Shapoval, ukrainischer Historiker und Experte für ukrainisch-polnische Beziehungen; Mitglied des ukrainisch-polnischen Historikerforums; Mitarbeiter der Akademie der Wissenschaften der Ukraine; Mitglied der Deutsch-Ukrainischen Historikerkommission
Wojciech Smarzowski, Regisseur des Films und weiterer preisgekrönter Filme wie „Róża“, „Drogówka“ und „Dom Zły“

Moderation: Dr. Martin Sander (Deutschlandradio Kultur)

Veranstalter

Deutsch-Ukrainische Historikerkommission (DUHK)
Promotionskolleg Polen und Deutschland im modernen Europa (PDME)
Abteilung für Geschichte Ost- und Südosteuropas der Ludwig-Maximilians-Universität München
in Kooperation mit der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien

Weiterführende Links

Wolyn_Trailer
Wolyn_Ankündigungsplakat(374 KByte)

„History should teach humility“

Interview with James Grossman on historical sciences in the United States of America

In its annual meeting 2017, the American Historical Association discussed a wide spread of subjects, regarding many topics from different angles and times. We asked the Association’s President, Prof. James Grossman, about the impression the annual meeting left on him. He also told us about the situation of the humanities in general and the role of historians in particular under the current political circumstances in the United States of America.

GESIS Sommer Seminare 2017

Köln | 37. Methodenseminar | 6th GESIS Summer School in Survey Methodology

Das Methodenseminar vermittelt seit 1980 Grundlagenwissen und -fertigkeiten im Umgang mit quantitativen Forschungsdaten. Die in deutscher und englischer Sprache angebotenen Kurse sind modular strukturiert und interdisziplinär ausgerichtet.
Infos hier.
6th GESIS Summer School — August 3-25 2017 in Cologne
Every August since 2012, the GESIS Summer School in Survey Methodology takes place at GESIS, Cologne. Lecturers and participants from all over the world and from many different fields come to Cologne to take part in Europe’s leading summer school on survey methodology, research design, and data collection – recommended by the European Survey Research Association (ESRA).
More information.

Thementag „Ein Geschmack der Zukunft der Meere“ im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane

Der Thementag „Geschmack der Zukunft der Meere“ am 21. Mai 2017 bietet vielfältige Aktivitäten zum Thema Meere und Ozeane und zum nachhaltigen Konsum von Meeresprodukten für alle Altersgruppen.

Im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*17 – Meere und Ozeane laden wir Besucher_innen ein, sich aktiv und spielerisch über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu informieren.
Der Thementag bietet vielfältige Aktivitäten für alle Altersgruppen. Besucher_innen können im „Science Corner“ mit Wissenschaftler_innen diskutieren oder an einer kostenlosen Führung durch die Ausstellungen teilnehmen. Aktionstische zum Thema Meere und Ozeane laden zum Experimentieren und selber forschen ein. Kinder und Erwachsene haben zudem die Gelegenheit im Mikroskopierzentrum des Museums aktiv zu werden.
Unsere kulinarischen Partner Küstlichkeiten und Bone.Berlin servieren Streetfood-Leckerbissen aus nachhaltigen Meeresprodukten, von denen Besucher_innen sich inspirieren lassen können.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Ecologic Institut, gefördert vom BMBF im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*17 – „Meere und Ozeane“.
Veranstaltungsort: Museum für Naturkunde Berlin, Invalidenstr. 43, 10115 Berlin
Öffnungszeiten: 10-18:00 Uhr
Da am 21. Mai auch der Internationale Museumstag ist, ist der Eintritt für alle Besucherinnen und Besucher frei.

Wissenschaft erleben! Von der Antike bis heute // 11 -18 Uhr

Bayerische Akademie der Wissenschaften, München

Am Samstag, den 20. Mai öffnet die Bayerische Akademie der Wissenschaften ihre Türen. Nutzen Sie diese Gelegenheit zu einem Besuch. Es erwarten Sie unter anderem ein umfangreiches Vortragsprogramm, in dem die größte der deutschen Länderakademien Einblicke in ihre Forschungsschwerpunkte gibt, sowie Podiumsdiskussionen, in denen prominente Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die Rolle der Wissenschaft in unserer heutigen Gesellschaft debattieren.
Darüber hinaus stellen wir in der Projektstraße das breite Spektrum unserer Vorhaben vor, wobei die Bandbreite von der Archäologie bis zur experimentellen Hochdruckforschung reicht. Sie können aber auch den Digitalen Salon besuchen oder beim Speed-Dating mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unseres Hauses ins Gespräch kommen. Schließlich bietet sich die Gelegenheit, bei Führungen Teile der Münchner Residenz zu erkunden, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind. Auch für Kinder und Jugendliche gibt es ein abwechslungsreiches Programm – vom Basteln antiker Theatermasken bis zum Bau kleiner Vulkane.
Zum Programm: Wissenschaft-erleben.de

Freunde oder Kritiker des Systems? Die Basis der Ost-CDU

Vortrag von Dr. Bertram Triebel | 24. Mai 2017, 14 Uhr im Hannah-Arendt-Institut Dresden, Helmholtzstr. 6, Raum 110

Die Meinungen über die Anhänger der CDU in der SBZ/DDR gehen weit auseinander. Für die einen sind sie „Blockflöten“, die stets der SED folgten. Die Mitglieder betonen dagegen immer wieder, dass sie dem herrschenden System distanziert gegenüber standen.
Wer waren die „Unionsfreunde“? Bertram Triebel geht dieser Frage in seinem Vortrag anhand der CDU-Verbände in den Bezirken Erfurt, Gera und Suhl nach. Dabei beschäftigt er sich sowohl mit dem Verhalten und Selbstverständnis der CDU-Mitglieder als auch mit der Mitgliederpolitik der Parteiführung.

Thomasius-Club: Martin Sabrow – Honecker als junger Mann

17. Mai 2017 um 20 Uhr, Bibliotheca Albertina in Leipzig

Den saarländischen Jungkommunisten Erich Honecker kennen die meisten als Generalsekretär des ZK der SED und letztes Staatsoberhaupt der DDR. Aber wer kennt den jungen Honecker? Martin Sabrow wertet zahlreiche bislang unbekannte Quellen aus, um das Leben Honeckers bis 1945 nachzuzeichnen und dessen nachträgliche Erzählung einer kritischen Revision zu unterziehen: In welchem politischen Milieu wurde Honecker sozialisiert, und unter welchen Umständen kam er zum illegalen Widerstand? Was brachte ihn dort mit Herbert Wehner zusammen, und wie kam es 1935 in Berlin zu seiner Verhaftung? Jenseits aller einzelnen Fragen: Welches Interesse kann Honeckers „Leben davor“ heute noch beanspruchen, und was kann dessen Erhellung zum Verständnis der DDR beitragen?
Der Thomasius-Club ist eine offene Gesprächsrunde, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einlädt und zu aktuellen Themen ihrer Forschung befragt. Das Programm des Thomasius-Club wird von einer kleinen Gruppe Aktiver sorgfältig ausgewählt und beschlossen.

The End Of the Liberal Order? Central, East, and Southeast European Populism in Comparative Perspective

Vierte Jahreskonferenz der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropa wird vom 1. bis 3. Juni 2017 in Regensburg

Die vierte Jahreskonferenz der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien wird sich mit dem Phänomen des Populismus in Mittel-, Ost- und Südosteuropa beschäftigen. Vom 1. bis 3. Juni 2017 stellen renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachdisziplinen aus dem In- und Ausland ihre Forschungen zu Fragen des Populismus vor und diskutieren in vergleichender Perspektive Hintergünde, Formen und (Gegen-)Strategien populistischer Strömungen in Gegenwart und Vergangenheit. Die Tagung mit dem Titel „The End Of the Liberal Order? Central, East, and Southeast European Populism in Comparative Perspective“ findet in Kooperation mit der School of Slavonic and East European Studies des University College London in Regensburg statt.
In ingsesamt vier englischsprachigen Vortragspanels sowie in einer stadtöffentlichen Diskussionsrunde mit Journalisten in deutscher Sprache sollen unterschiedliche Aspekte des Populismus in Mittel-, Ost- und Südosteuropa eingehender betrachtet werden: populistische Sprachen und Sprechweisen; Typologien populistischer Politik; historische Entwicklungslinien des Populismus in der Region; populistische Subjektivitäten.
Als Keynote-Speaker haben zugesagt: der Autor und Journalist John B. Judis (Washington), der Medienwissenschaftler Prof. Dr. Michał Krzyżanowski (Örebro), der Slavist und Direktor der UCL School of Slavonic and East European Studies Prof. Jan Kubik (London) sowie die Politikwissenschaftlerin und Direktorin des Zentrums für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) Prof. Dr. Gwendolyn Sasse (Berlin).
Die stadtöffentliche Diskussionsrunde „Das Ende der liberalen Ordnung? Zentral-, Ost- und Südosteuropäischer Populismus im Vergleich“ am Freitagabend bestreiten die Journalisten Andreas Ernst (Belgrad/Zürich), Boris Schumatsky (Berlin) und Reinhold Vetter (Warschau/Berlin); es moderiert Marie-Janine Calic (München).
Interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden bis zum 22. Mai um Anmeldung per E-Mail gebeten.

Audio: Luther als Rebell

Willi Winkler zu Gast im Thomasius-Club am 08. Februar 2017

Luther war (unbeabsichtigt) modern, weil er protestierte: ein konservativer Revolutionär. Das jedenfalls ist Willi Winklers Sicht auf Luther: ein politischer, selbstbewusster und religiöser Querkopf, der vor Kaiser und Papst keine Angst hat. Luther verkörpert daher das moderne Individuum einzigartig und prominent. Auch wenn der legendäre Ausspruch „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“ nicht wörtlich belegt ist, beschreibt er das Widerständige Luthers sehr genau. Wir fragten darüber hinaus nach Luthers Aktualität jenseits des Kirchenkampfes und der protestantischen Theologie. Taugt der Reformator als Kritikerkollege?

Das ehemalige Landmaschinenunternehmen Philipp Mayfarth & Co. in Frankfurt, Berlin und Wien

Eine Spurensuche

Frankfurt am Main, die Dienstleistungsmetropole mit ihren aus Stein, Stahl und Glas errichteten Palästen der Verwaltung und Finanzen. Ein durch moderne Hochhäuser geprägtes Stadtbild. Aber am zentralen Platz der Stadt, dem Römer, lassen zumindest die Fassaden auch eine ältere Geschichte der Stadt erkennen. Alte und moderne Baukunst liegen in der Innenstadt dicht bei einander. Nur ein Bindeglied zwischen dem mittelalterlichen und dem modernen Frankfurt fehlt. Wie wurde die alte Messe- und Handelsstadt am Main zu der Finanzmetropole die sie heute ist?
Was die Innenstadt nicht mehr bietet, lässt sich vereinzelt noch in den Stadtteile und Vororten von Frankfurt finden. Industriearchitektur und alte Produktionsgebäude, die nicht so richtig in das Straßenbild zu passen scheinen. So auch ein Fabrikgebäude des ehemalige Landmaschinenunternehmens Philipp Mayfarth & Co. zwischen der Wächtersbacher und Orber Straße im Gewerbegebiet Mainkur in Frankfurt-Fechenheim. Hier wurden großindustriell Landmaschinen, wie Pflüge, Dreschmaschinen, Sä- und Erntemaschine, Obst- und Weinpressen sowie weitere landwirtschaftliche Geräte und Maschinen gefertigt. Gegründet 1872 in Bornheim bei Frankfurt, verdankte die Firma Ph. Mayfarth & Co. seinem Aufstieg, dem Gründer und Direktor Samuel Moser. Mit Werken in Frankfurt, Wien und Berlin sowie Niederlassungen in London, Paris, Moskau und Mailand, wurde das Unternehmen zu einem europaweit agierenden Großbetrieb, mit über 1400 Beschäftigten vor dem Ersten Weltkrieg. Als jüdischer Alleinunternehmer und Direktor, musste der Erbe und Nachfolger Leo Moser den Niedergang im Dritten Reich miterleben.
Die industrielle Produktion, als Bindeglied zwischen früher Neuzeit und Moderne, am Beispiel der Firma Mayfarth, erhält mit den Erfahrungen seiner jüdischen Direktoren noch einen weiteren sehr interessanten Aspekt der Geschichte.
Wie wurde das Landmaschinenunternehmen Ph. Mayfarth & Co. zu einem Frankfurter Großbetrieb?
Wie waren die Voraussetzungen für die Expansion z.B. nach Wien und Berlin?
Wie waren die Produktionsbedingungen für die Mitarbeiter?
Wie kam es zu der Vielzahl an Produkten, die Firma Mayfarth angeboten hat?
Was gehörte neben Handelskontoren und Fabriken in Frankfurt, Wien und Berlin alles zum Unternehmen dazu?
Wer waren die Direktoren und ihre Familien, wie erging es ihnen im Dritten Reich?
Was wurde in den beiden Weltkriegen in den jeweiligen Werken produziert?
Was wurde nach dem Zweiten Weltkrieg gefertigt und wofür wurden die Gebäude genutzt?
Gibt es altes Bildmaterial über die Gebäude und deren Nutzung?
Finden sich noch Zeitzeugen, die bei der Firma Mayfarth oder später auf dem Werksgelände in Fechenheim beschäftigt waren?
Für Antworten zu diesen und weiteren Fragen rund um die Firma Mayfarth, ihren Standorten, Mitarbeitern und Produkten sowie für Hinweise, die die Historie des Unternehmens vervollständigen könnten, wäre ich sehr dankbar!

Christen und Muslime im mittelalterlichen Nordapulien: Archäologische Untersuchungen in Tertiveri (Prov. Foggia): Episode 7 – Das Generalinterview mit Prof. Dr. Lukas Clemens

Prof. Lukas Clemens lässt seine Beweggründe für die Forschungen in der Capitanata sowie die bisherigen zentralen Ergebnisse und Herausforderungen in einem Generalinterview Revue passieren. Sein Hauptinteresse gilt dabei stets der historischen Vermischung unterschiedlicher Kulturen in der Region.

Cinémathèque Godard – Filmausschnitte und Kommentare mit Thomas Helbig und Simon Vagts

03. Mai 2017 | Wien | Depot – Kunst und Diskussion | 19.30 Uhr

all-over versteht sich als unabhängiges und nicht kommerzielles Onlinemagazin im Diskursfeld von Kunst und Ästhetik. Die Publikation erscheint halbjährlich und versammelt wissenschaftliche und künstlerische Textbeiträge. Dem zugrundeliegenden Ansatz folgend gibt es keine thematische und disziplinäre Einschränkung der einzelnen Ausgaben. Ziel ist eine reflektierte Auseinandersetzung mit historischer und aktueller Kunstproduktion sowie ihrem theoretischen Rahmen.Thomas Helbig, Doktorand, Humboldt-Universität zu BerlinSimon Vagts, Doktorand, NFS eikones, Basel
Hannah Bruckmüller, Jürgen Buchinger, Barbara Reisinger, Stefanie Reisinger (Hg): all-over. Magazin für Kunst und Ästhetik, Ausgabe 12. Mit Beiträgen u.a. von Bernd Bösel, Barnaby Drabble, Thomas Helbig, Ferial Karrasch, Johanna Müller.
all-over | Magazin für Kunst und Ästhetik Ausgabe #12
Präsentation – 3. Mai 2017, 19:30 Uhr, Depot (Breite Gasse 3, 1070 Wien)
www.allover-magazin.com

2-year Postdoctoral Fellowships (any discipline represented at the University of Konstanz) (Salary Scale 13 TV-L)

(any discipline represented at the University of Konstanz) (Salary Scale 13 TV-L)

The University of Konstanz, with its „Institutional Strategy to Promote Top-Level Research“, has been receiving continuous funding since 2007 within the framework of the Excellence Initiative by the German Federal and State Governments. The Zukunftskolleg is a central scientific institution of the University of Konstanz for the promotion of young researchers in the natural sciences, humanities and social sciences, and is an integral component of the institutional strategy “Model Konstanz — Towards a Culture of Creativity.” The Zukunftskolleg forms a platform for interdisciplinary discourse between distinguished researchers in Germany and abroad, and provides them with resources for obtaining extramural funding. The Zukunftskolleg of the University of Konstanz offers three
2-year Postdoctoral Fellowships (any discipline represented at the University of Konstanz) (Salary Scale 13 TV-L)
to develop and implement individual research projects. The Postdoctoral Fellowship is available to researchers regardless of their nationality and field of research. The Fellowship will begin on December 1, 2017, and end on November 30, 2019. The Zukunftskolleg provides a professional infrastructure and an appropriate workplace for conducting research. Fellows have the opportunity to benefit from a variety of career development measures, including the University of Konstanz’s Academic Staff Development and Research Support offices. Fellows may nominate recognized experts in their field of research as Senior Fellows, who will be invited to Konstanz for a research stay of one to nine months. Each Postdoctoral Fellow receives a research allowance. A pool is available for funding cooperative projects, research assistants, travel, and equipment purchases. Each Fellow is a member of both a university department and the Zukunftskolleg. The target group consists of excellent researchers at the postdoctoral level, with leadership abilities and a capacity for teamwork, so that they can reasonably be expected to take up leading roles in academia. Applicant Requirements for this Fellowship include:

Candidates must be in possession of a doctoral degree by September 1, 2017 and have acquired two years of postdoctoral research experience at most.
Candidates must not hold an academic permanent position, a professorship, or have a habilitation or equivalent (Venia legendi). Candidates with their own position funded by another program, which can be transferred to Konstanz, are also eligible.
Applicants must propose a research project that ties in with a discipline represented at the University of Konstanz. Applicants should contact potential mentors (Local Hosts) among the researchers at the University of Konstanz in order to ensure appropriate affiliation. Support from the department strengthens the application.

Fellows have an opportunity to teach. They are expected to participate actively in the regular weekly meetings of the Zukunftskolleg and to have their place of residence in Konstanz or surroundings. Fellows are selected on the basis of their academic excellence, the quality and topicality of their research project outline, personal aptitude with regard to leadership and team skills. International experience in teaching or research, and a strong interest in interdisciplinary topics are desirable. Applications are evaluated in a two-stage process: 1. Eligibility check and pre-selection based on the written application; 2. Further selection based on independent peer reviews. Candidates will be informed about the decision around the middle of October 2017. More information on the Zukunftskolleg and current Fellows, as well as a special section devoted to the application and selection process (application forms, guidelines on eligibility, evaluation criteria, the timeline and the stages of the selection process) are available on our website at: https://www.uni-konstanz.de/zukunftskolleg/ . The University of Konstanz encourages applications from people with a disability. They will be given preference if appropriately qualified (contact +497531/88–4016). The University of Konstanz is an equal opportunity employer that tries to increase the number of women in research and teaching. The University of Konstanz is committed to further the compatibility of work and family life. The University of Konstanz offers a „Dual Career Couples Program“. Information can be obtained from: http://www.uni-konstanz.de/dcc . All applications and supporting materials must be submitted in English via the Online Application Platform including reference number 2017/053 at: www.zukunftskolleg.uni-konstanz.de/online-application . The required documents include a completed application form, a letter of motivation, research proposal, curriculum vitae, a writing sample, and two letters of reference. The deadline for applications is June 13, 2017, 11:00 am (Konstanz time). Contact: Anda Lohan, e-mail: a.lohan@uni-konstanz.de , Management Team, e-mail: zukunftskolleg-application@uni-konstanz.de

ISIS und dschihadistische Bedrohung in Europa

Vortrag von Prof. Dr. Peter Neumann (London) im Rahmen der Ringvorlesung „Politische Gewalt im 21. Jahrhundert“

Seit dem Tod Bin Ladens und dem Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs ist die dschihadistische Bewegung nicht nur jünger und stärker geworden, sondern sie hat sich „demokratisiert“. Zu den schätzungsweise 5.000 europäischen Auslandskämpfern, die sich in Syrien dschihadistischen Gruppen angeschlossen haben, gehören nicht mehr nur verschrobene Intellektuelle, sondern junge Europäer aus allen Schichten und Bevölkerungsgruppen. Fast 20 Prozent sind Konvertiten, die vom Christentum zum Islam – und häufig: direkt in den Salafismus – übergetreten sind. Fünfzehn Prozent sind Mädchen und Frauen. Statt Universitätsstudenten wie zu Attas Zeiten rekrutieren die Dschihadisten heutzutage viele Kleinkriminelle und Perspektivlose. Mehr denn je ist der Dschihadismus in Europa eine Jugend‐ und Gegenkultur. Und der Islamische Staat, mit all seiner Grausamkeit und Brutalität, ist ihr alles überragendes Symbol. Sowohl Ursache als auch Folge dieser Demokratisierung ist, dass die Anforderungen an potentielle Rekruten geringer geworden sind. Der Dschihadismus ist nach wie vor islamisch und folgt der salafistischen Glaubensdoktrin, doch die komplizierte Theologie, mit der noch al‐Qaida ihre Anschläge zu rechtfertigen suchte, wurde vom Islamischen Staat durch eine diffuse Protestideologie ersetzt, die extreme Gewalt verherrlicht und vor allem aus Slogans und theologischen Versatzstücken besteht. Wichtiger als theologische Begründungen sind dem Islamischen Staat und seinen Rekruten die Möglichkeit zur Selbstinszenierung und das Image der Stärke und Überlegenheit, das die Gruppe in ihren Videos pausenlos projiziert. Als Protestideologie und Gegenkultur richtet sich der Dschihadismus des Islamischen Staates deshalb nicht mehr nur an junge Männer (und Frauen), die sich für Religion interessieren, sondern an alle, die nach Struktur, Ordnung, klaren Regeln und einem radikalen Gegenentwurf zur westlichen oder europäischen Gesellschaft suchen. Die Konsequenzen dieses Wandels werden und noch mindestens eine Generation lang beschäftigen.

Über Pornographie: Geschichte, Ästhetik & Wirkung

Avenue: Einladung zur kritischen Begutachtung (open peer review)

Besonders junge Forschende, darunter erfreulich viele Frauen, sind der Einladung der Avenue gefolgt, aus ihren Disziplinen zum Thema Pornographie beizutragen.
Mit verständlichen, kurzen und präzisen Beiträgen beleuchten Literaturwissenschaftlerinnen, Historiker, Soziologinnen oder Pädagogen die Geschichte, Ästhetik und Wirkung dieses offenen Geheimnisses.
Gerne möchten wir die L.I.S.A community zur Diskussion einladen, um die Artikel einem offenen peer review zu unterziehen: Bis zum 2. Mai nehmen wir Kommentare und Kritiken entgegen. Danach gelangen die Beiträge in Druck – mitsamt ausgewählten Kommentaren. Wir freuen uns über eine rege Diskussion.www.avenue.jetzt
Avenue | Wissenskultur

Gera? Hier ist Gera!

Tagung zur Zeitgeschichte und den Perspektiven Geras am 6. Mai 2017 im Kultur- und Kongresszentrum Gera

Gera erlebt einen rasanten Wandel: noch in den 1920er Jahren eine der wohlhabendsten Städte Deutschlands, wird sie in der DDR zur sozialistischen Bezirksstadt umgebaut und versucht nach der Wiedervereinigung 1990 einen Neuanfang. Zwischen Arbeitslosigkeit, Abwanderung und Relevanzverlust sucht die Stadt nach Anknüpfungspunkten, um ihre eigene Identität wieder zu erlangen. Gera als sozialistische Großstadt, ihre Städtebaupolitik und Architektur, ihre Großbetriebe und Umwelt sowie der revolutionäre Bruch von 1989 – diese Themen möchten wir gemeinsam mit Experten und Publikum diskutieren.
PROGRAMM9.00 Grußwort:Christian Dietrich (Landesbeauftragter des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur)
9.15 STAAT, BEZIRK, MACHTSOZIALISTISCHER AUFBAU UND HERRSCHAFTSSICHERUNG
Die DDR ist ein von der SED zentral gelenkter Staat und Ostberlin sein Zentrum. »Alles fließt nach Berlin« ist ein geflügeltes Wort unter den Ostdeutschen. Doch es gibt auch eigene Interessen und herrschaftspolitische Besonderheiten in den Bezirken. Mit dem Fokus auf die Urbanisierungspolitik in Gera möchte das Panel das Spannungsverhältnis zwischen zentralen Vorgaben und deren konkreten Umsetzungen vor Ort beleuchten.
Impulsgeberin: Lena Kuhl (Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam)
Diskutanten: Dr. Bertram Triebel (Historiker, Frankfurt am Main); Horst Jäger (Oberbürgermeister der Stadt Gera 1988 – 1990)
Moderation: Dr. Peter Wurschi (Stiftung Ettersberg, Weimar)
10.15 – 10.45 Kaffeepause
10.45 GERA ALS SOZIALISTISCHE GROßSTADTARCHITEKTUR UND STÄDTEBAUPOLITIK
1952 wird Gera Bezirksstadt mit städtebaulichen Auswirkungen: Planungen für erste Neubauviertel beginnen. Der Umbau folgt der sozialistischen Moderne und dem Übergang zum industriellen Bauen. In den 1970ern wächst Gera rasant, die »Platte« wird Heimat vieler. Im Spannungsfeld zwischen dem Erhalt und dem Abriss alter Stadtstrukturen: Wie will Gera zukünftig mit dem sozialistischen Bauerbe umgehen?
Impulsgeber: Kay Richter (Architekturhistoriker, Perleberg)
Diskutanten: Christoph Liepach (Designer und Buchautor über Gera-Lusan, Leipzig); Dr. Hans-Georg Tiedt (Stadtarchitekt der Stadt Gera 1972 – 1989) Juliane Richter (Kunsthistorikerin, Leipzig)
Moderation: Dr. Mark Escherich (Bauhaus-Universität Weimar)
12.00 – 13.00 Mittagspause
13.00 WISMUT: GROßE LIEBE  – UMWELTSÜNDE Die SDAG Wismut ist Teil der Geschichte Geras. Sie gab Menschen Arbeit und ist Bezugspunkt vieler Biografien. Durch den Uranabbau wurden tiefgreifende Umweltschäden in der Region verursacht, die noch immer sicht- und spürbar sind. Welche Spuren hinterlässt die Wismut in der Landschaft und im kollektiven Gedächtnis der Geraer?
Impulsgeberin: Dr. Juliane Schütterle (BStU, Berlin)
Diskutanten: Grit Ruhland (Umweltkreis Ronneburg, Paitzdorf); Tilo Wetzel (ehemaliger Wismut-Kumpel, Gera)
Moderation: Frank Karbstein (Vorstandsvorsitzender der Gedenkstätte Amthordurchgang e.V., Gera)
14.00 – 14.30 Kaffeepause
14.30 FRIEDLICHE REVOLUTION 1989/90: VON UM- UND AUFBRÜCHEN
Zum 17. Juni 1953 kocht in Gera die Wut – im Herbst 1989 ist es eher ein »Wütchen«. Warum fasst der Geist der Veränderung 1989 in Gera erst recht spät Fuß? Und welche Hoffnungen verbanden die Menschen mit dem Umbruch? Vieles aus der Zeit vor 1989 ist seitdem verschwunden:Gewissheiten, historische Orte, Zuversicht. Wir begeben uns auf eine biografische und topografische Spurensuche.
Impulsgeberin: Dr. habil. Jeannette van Laak (Simon-Dubnow-Institut, Leipzig)
Diskutanten: Matthias Röder (ehem. Neues Forum, Gera);  Christian Matern (Politikwissenschaftler und Projektentwickler, Gera)
Moderation: Ullrich Erzigkeit (ehem. Chefredakteur der OTZ, Gera)
15.30 – 16.00 Kaffeepause
16.00 WAS WILL GERA? – VERGANGENHEIT ALS CHANCE PODIUMSDISKUSSION ZU IMAGE, ZEITGESCHICHTE, ZUKUNFTSPLAN
Vier historische Themen, die das Selbstverständnis Geras im Blick haben.Viele Fragen, die zum Nachdenken über die eigene Vergangenheit einladen und zugleich zur Positionierung herausfordern. Wie soll mit dem(sozialistischen) Erbe umgegangen werden? Wie kann ein konstruktiver und differenzierter Umgang mit der Vergangenheit aussehen und welche Chancen stecken darin für die Stadt?
Diskutanten:
Roland Jahn (Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdiensts der ehemaligen DDR, Berlin)
Thomas Leidel (Stadtplaner im Dezernat Bau und Umwelt der Stadt Gera)
Dr. Merle Fuchs (Geschäftsführerin des Technologie- und Gründerzentrums Gera)
Daniel Zein (Kulturmanager und Rückkehrer, Gera)
Moderation: PD Dr. Jörg Ganzenmüller (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Ettersberg, Weimar)
17.30 Ende der Veranstaltung

Gera? Hier ist Gera!

Tagung zur Zeitgeschichte und den Perspektiven Geras am 6. Mai 2017 im Kultur- und Kongresszentrum Gera

Gera erlebt einen rasanten Wandel: noch in den 1920er Jahren eine der wohlhabendsten Städte Deutschlands, wird sie in der DDR zur sozialistischen Bezirksstadt umgebaut und versucht nach der Wiedervereinigung 1990 einen Neuanfang. Zwischen Arbeitslosigkeit, Abwanderung und Relevanzverlust sucht die Stadt nach Anknüpfungspunkten, um ihre eigene Identität wieder zu erlangen. Gera als sozialistische Großstadt, ihre Städtebaupolitik und Architektur, ihre Großbetriebe und Umwelt sowie der revolutionäre Bruch von 1989 – diese Themen möchten wir gemeinsam mit Experten und Publikum diskutieren.
PROGRAMM9.00 Grußwort:Christian Dietrich (Landesbeauftragter des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur)
9.15 STAAT, BEZIRK, MACHTSOZIALISTISCHER AUFBAU UND HERRSCHAFTSSICHERUNG
Die DDR ist ein von der SED zentral gelenkter Staat und Ostberlin sein Zentrum. »Alles fließt nach Berlin« ist ein geflügeltes Wort unter den Ostdeutschen. Doch es gibt auch eigene Interessen und herrschaftspolitische Besonderheiten in den Bezirken. Mit dem Fokus auf die Urbanisierungspolitik in Gera möchte das Panel das Spannungsverhältnis zwischen zentralen Vorgaben und deren konkreten Umsetzungen vor Ort beleuchten.
Impulsgeberin: Lena Kuhl (Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam)
Diskutanten: Dr. Bertram Triebel (Historiker, Frankfurt am Main); Horst Jäger (Oberbürgermeister der Stadt Gera 1988 – 1990)
Moderation: Dr. Peter Wurschi (Stiftung Ettersberg, Weimar)
10.15 – 10.45 Kaffeepause
10.45 GERA ALS SOZIALISTISCHE GROßSTADTARCHITEKTUR UND STÄDTEBAUPOLITIK
1952 wird Gera Bezirksstadt mit städtebaulichen Auswirkungen: Planungen für erste Neubauviertel beginnen. Der Umbau folgt der sozialistischen Moderne und dem Übergang zum industriellen Bauen. In den 1970ern wächst Gera rasant, die »Platte« wird Heimat vieler. Im Spannungsfeld zwischen dem Erhalt und dem Abriss alter Stadtstrukturen: Wie will Gera zukünftig mit dem sozialistischen Bauerbe umgehen?
Impulsgeber: Kay Richter (Architekturhistoriker, Perleberg)
Diskutanten: Christoph Liepach (Designer und Buchautor über Gera-Lusan, Leipzig); Dr. Hans-Georg Tiedt (Stadtarchitekt der Stadt Gera 1972 – 1989) Juliane Richter (Kunsthistorikerin, Leipzig)
Moderation: Dr. Mark Escherich (Bauhaus-Universität Weimar)
12.00 – 13.00 Mittagspause
13.00 WISMUT: GROßE LIEBE  – UMWELTSÜNDE Die SDAG Wismut ist Teil der Geschichte Geras. Sie gab Menschen Arbeit und ist Bezugspunkt vieler Biografien. Durch den Uranabbau wurden tiefgreifende Umweltschäden in der Region verursacht, die noch immer sicht- und spürbar sind. Welche Spuren hinterlässt die Wismut in der Landschaft und im kollektiven Gedächtnis der Geraer?
Impulsgeberin: Dr. Juliane Schütterle (BStU, Berlin)
Diskutanten: Grit Ruhland (Umweltkreis Ronneburg, Paitzdorf); Tilo Wetzel (ehemaliger Wismut-Kumpel, Gera)
Moderation: Frank Karbstein (Vorstandsvorsitzender der Gedenkstätte Amthordurchgang e.V., Gera)
14.00 – 14.30 Kaffeepause
14.30 FRIEDLICHE REVOLUTION 1989/90: VON UM- UND AUFBRÜCHEN
Zum 17. Juni 1953 kocht in Gera die Wut – im Herbst 1989 ist es eher ein »Wütchen«. Warum fasst der Geist der Veränderung 1989 in Gera erst recht spät Fuß? Und welche Hoffnungen verbanden die Menschen mit dem Umbruch? Vieles aus der Zeit vor 1989 ist seitdem verschwunden:Gewissheiten, historische Orte, Zuversicht. Wir begeben uns auf eine biografische und topografische Spurensuche.
Impulsgeberin: Dr. habil. Jeannette van Laak (Simon-Dubnow-Institut, Leipzig)
Diskutanten: Matthias Röder (ehem. Neues Forum, Gera);  Christian Matern (Politikwissenschaftler und Projektentwickler, Gera)
Moderation: Ullrich Erzigkeit (ehem. Chefredakteur der OTZ, Gera)
15.30 – 16.00 Kaffeepause
16.00 WAS WILL GERA? – VERGANGENHEIT ALS CHANCE PODIUMSDISKUSSION ZU IMAGE, ZEITGESCHICHTE, ZUKUNFTSPLAN
Vier historische Themen, die das Selbstverständnis Geras im Blick haben.Viele Fragen, die zum Nachdenken über die eigene Vergangenheit einladen und zugleich zur Positionierung herausfordern. Wie soll mit dem(sozialistischen) Erbe umgegangen werden? Wie kann ein konstruktiver und differenzierter Umgang mit der Vergangenheit aussehen und welche Chancen stecken darin für die Stadt?
Diskutanten:
Roland Jahn (Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdiensts der ehemaligen DDR, Berlin)
Thomas Leidel (Stadtplaner im Dezernat Bau und Umwelt der Stadt Gera)
Dr. Merle Fuchs (Geschäftsführerin des Technologie- und Gründerzentrums Gera)
Daniel Zein (Kulturmanager und Rückkehrer, Gera)
Moderation: PD Dr. Jörg Ganzenmüller (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Ettersberg, Weimar)
17.30 Ende der Veranstaltung

Yfaat Weiss zur Direktorin des Simon-Dubnow-Instituts berufen

Honorary Fellow des Historischen Kollegs leitet Leipzig Institut

Yfaat Weiss, derzeit Honorary Fellow am Historischen Kolleg, leitet zukünftig das Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur. Damit tritt sie die Nachfolge von Raphael Gross an, der seit November 2016 Direktor des Deutschen Historischen Museums ist. Das an der Universität Leipzig angesiedelte Simon-Dubnow-Institut ist eine international renommierte Forschungseinrichtung und seit Kurzem Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.
Yfaat Weiss hat in Hamburg studiert und wurde 1997 in Tel Aviv promoviert. Nach Stationen in München und Haifa ist sie seit 2008 Professorin für Jüdische Geschichte in Jerusalem. Unter anderem wurde sie 2012 mit dem Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken anlässlich der Veröffentlichung der deutschen Übersetzung ihres Buches „Verdrängte Nachbarn. Wadi Salib – Haifas enteignete Erinnerung“ ausgezeichnet.
Noch bis August 2017 ist Yfaat Weiss als Honorary Fellow am Historischen Kolleg zu Gast. In München erforscht sie derzeit die Geschichte der Enklave auf dem Jerusalemer Skopusberg in den Jahren 1948 bis 1967. Einblicke in dieses Projekt gewährt die Historikerin am 26. Juni ab 19 Uhr im Rahmen eines öffentlichen Vortrags in der Münchner Kaulbach-Villa.Das Historische Kolleg gratuliert Yfaat Weiss herzlich zur Berufung an die Spitze des Simon-Dubnow-Instituts.

Christen und Muslime im mittelalterlichen Nordapulien: Archäologische Untersuchungen in Tertiveri (Prov. Foggia): Episode 5 – Das Schlüsselstück – Der Bischofsstab

Der prominenteste Fund der Archäologen ist im Diözesanmuseum Lucera ausgestellt: Der Stab des Bischofs von Tertiveri sowie seine Grabbeigaben. Ein solch sensationeller Fund bedeutet Lohn und Motivation für die Forscher zugleich. Die Beigaben geben Auskunft über die Lebenswelt des Bischofs, die Knochen –mit den modernsten Methoden anthropologisch untersucht- erzählen von der Person des Bischofs.

Section 5: Valuation

Conference „Working on Things. On the Social, Political, and Economic History of Collected Objects“ (Berlin 2016)

Using field journals, correspondence files, specimen lists, and herbarium specimens themselves, Elaine Ayers unveils the multi-layered work involved in knowing, ordering, and selling tropical flora—a project complicated by the embodied nature of tropical plants in the Victorian imagination.

Christen und Muslime im mittelalterlichen Nordapulien: Archäologische Untersuchungen in Tertiveri (Prov. Foggia): Episode 6 – Das Ende der Muslime

Die gesellschaftliche Situation der Muslime verschlechterte sich mit dem zunehmenden Machtverlust der Staufer in der Capitanata. Nach dem Tod Friedrich II. besiegte Karl I. von Anjou dessen Nachfolger und belagerte die Festung Lucera. Wie erging es in der Folge den muslimischen Bewohnern der Capitanata und dem Ritter von Tertiveri? Welche neuen gesellschaftlichen Umstände ergaben sich aus dem Zuzug neuer Bevölkerungsgruppen unter Karl I und seinem Sohn? Prof. Lukas Clemens ging diesen Fragen vor Ort nach.

History Takes Place – Dynamics of Urban Change

Belgrade and Sarajevo, 4-15 September 2017 | Application Deadline 29 May 2017

The summer school “History Takes Place – Dynamics of Urban Change” will bring together from 4 to 15 September 2017 twenty international young researchers – historians, art historians, archaeologists, cultural and social scientists, city planners and architects. This year’s programme is focused on the complex and multi-layered history of Belgrade and Sarajevo. The ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius and the Gerda Henkel Foundation invite the participants to study the connections between historical events and spatial development.

Gedanken zum Norddeutschen Bund im Jubiläumsjahr

Interview mit Ziko van Dijk über Sichtweisen auf die neuere deutsche Geschichte

Am 16. April 1867 wurde mit der Verkündung der Verfassung des Norddeutschen Bundes der erste deutsche Bundesstaat und damit ein staatlicher Vorläufer der heutigen Bundesrepublik Deutschland gegründet. Der Historiker und Wikipedia-Autor Dr. Ziko van Dijk blickt zum 150. Jahrestag auf verschiedene Stationen auf dem Weg zu Gründung des Nationalstaats in Deutschland zurück. L.I.S.A. hat ihn zu alternativen Interpretationen neuerer deutscher Geschichte, zur nationalen Identitätsbildungsprozessen sowie zu seiner Arbeit an der Wikipedia befragt.

Juristische Aufarbeitung kollektiver Gewalt im Kontext von bewaffneten Konflikten und Unrechtsregimen

Vortrag von Prof. Dr. Sabine Swoboda (Bochum) im Rahmen der Ringvorlesung „Politische Gewalt im 21. Jahrhundert“

Wie klären Strafgerichte kollektiv begangene Gewalttaten auf? Kollektive können sich nicht strafbar machen. Das können nur Einzelpersonen – und strafbar sind sie auch nur für das, was sie selbst nachweisbar zum Verbrechen beigetragen haben. Was aber, wenn nicht mehr nachweisbar ist, was der Einzelne im Rahmen des Kollektivverbrechens getan hat? Wie verfährt die Strafjustiz mit den Führungseliten von Unrechtsregimen, also mit den Personen, die Massenverbrechen geplant, organisiert und systematisch in Gang gebracht haben, ohne jemals an den Tatorten selbst aufzutauchen? Wie geht man mit den Schreibtischtätern um, die systematisch Verbrechen „verwaltet“ haben? Der Vortrag stellt die Instrumentarien des Völkerstrafrechts vor, die für diese Fallkonstellationen entwickelt wurden und er zeigt am Beispiel der Strafgerichte in Bosnien Herzegowina und Serbien, wie schwierig die Aufklärung im Einzelfall sein kann.

Thomasius-Club: Helwig Schmidt-Glintzer – Steuermann Mao

19. April 2017 um 20 Uhr, Bibliotheca Albertina in Leipzig

Der Sinologe Helwig Schmidt-Glintzer war über 20 Jahre lang Direktor der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. Er veröffentlichte etliche Bücher über das alte und das neue China. Nun legt er eine Biographie über Mao Zedong vor, der als „Steuermann“ verehrt und als Diktator verachtet wird. Dabei nutzt er neue Quellen und Forschungen, um den historischen Hintergrund auszuleuchten, vor dem Mao bei der Erneuerung Chinas antrat. Denn Mao war mehr als das, was später Maoismus hieß. Wir fragen den Autor auch nach dem gegenwärtigen China und seiner Sicht auf den Reformer.
 
Der Thomasius-Club ist eine offene Gesprächsrunde, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einlädt und zu aktuellen Themen ihrer Forschung befragt. Das Programm des Thomasius-Club wird von einer kleinen Gruppe Aktiver sorgfältig ausgewählt und beschlossen.

Das Dresdner Damaskuszimmer

Ein Stück orientalischer Kunstgeschichte erstrahlt in altem Glanz

Bis vor über 100 Jahren zierte es noch einen Empfangsraum für Gäste in einem noblen Damaszener Wohnhaus, bald soll es im Museum für Völkerkunde für die Öffentlichkeit zugänglich sein: das Dresdner Damaskuszimmer. Vom Gründer des heute in Essen befindlichen Museum Folkwang, Karl Ernst Osthaus, auf einer seiner Orientreisen gekauft, blieb es verpackt und kam als Schenkung 1930 nach Dresden. Der leidenschaftliche Sammler hatte übersehen, dass sein Privatmuseum über keine Räumlichkeiten verfügte, die das 5,40 Meter hohe Zimmer beherbergen konnten, und vermachte es daher der Orientabteilung des Völkerkundemuseums Dresden.

Science Sips zu den Themen Citizen Science und Meeresplastik im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane

Schon einmal Naturschutz-Auster probiert oder beim Algencocktail über Lösungen gegen Meeresplastik diskutiert?

Die zweite Science Sips Veranstaltung der Reihe „Ein Geschmack der Zukunft der Meere“ im Museum für Naturkunde findet am 28. April mit Kurzvorträgen und interaktiver Diskussion zu den Themen Plastik und Citizen Science statt.
 
Bei der Veranstaltungsreihe „Ein Geschmack der Zukunft der Meere“ gefördert vom BMBF im Rahmen des Wissenschaftsjahrs 2016*17 Meere und Ozeane gehen wir den Herausforderungen und Möglichkeiten der nachhaltigen Nutzung von Meeren und Ozeanen auf den Grund. Ziel des Projektes ist, durch dialogfördernde, sinnesorientierte und erlebnisreiche Veranstaltungen Fortschritte und Herausforderungen aus der nachhaltigen Meeresforschung einem breiten und interessierten Publikum zu vermitteln.
Ohne Plastik wäre das moderne Leben undenkbar. Aber Plastikmüll stellt für die Umwelt und insbesondere für Meere und Ozeane eine große Herausforderung dar. Im Ozean gibt es Plastikmüllstrudel, die fast so groß wie Kontinente sind, und immer mehr Meerestiere verenden, weil sie Plastikteilchen mit Nahrung verwechseln oder sich in alten Netzen oder Verpackungen verfangen. Es gibt für Bürger_innen jedoch viele Möglichkeiten, sich in den Schutz und die Erforschung der Meere zu einzubringen. An diesem Science Sips gehen Wissenschaftler_innen in kurzen Impulsvorträgen mit anschließender interaktiver Diskussionsrunde folgenden Fragen auf den Grund: Wie beeinflusst der Plastikmüll im Meer die Meeresumwelt? Welche Lösungsansätze gibt es für den Umgang mit Plastikmüll in den Meeren? Wie kann man sich am Meeresschutz und an der Meeresforschung beteiligen, auch wenn man nicht an der Küste wohnt?
Die Impulsvorträge werden unter anderem gehalten von:

R. Andreas Kraemer — Gründer und Direktor Emeritus des Ecologic Instituts und Vorstand der Fundação Oceano Azul
Prof. Dr. Thorsten Reusch — Leiter des Forschungsbereichs Marine Ökologie am GEOMAR Helmoltz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

 
Moderation: Stephanie Wunder, Senior Fellow und Koordinatorin des Bereiches Food Systems beim Ecologic Institut
 
Die kulinarischen Partner Küstlichkeiten servieren dabei Streetfood-Leckerbissen aus nachhaltigen Meeresprodukten.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Ecologic Institut gefördert vom BMBF im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*17 – „Meere und Ozeane“.
Eintritt: 5,-€, der Eintritt beinhaltet ein Streetfood-Häppchen

April 2017, Einlass 19.00 Uhr, Beginn 19.30 Uhr

Anmeldung erbeten unter: besucherservice@mfn-berlin.de oder 030 2093 8550

Christen und Muslime im mittelalterlichen Nordapulien: Archäologische Untersuchungen in Tertiveri (Prov. Foggia): Episode 4 – Die Gruft des Bischofs und das Grab des Muslims

Gräber können sehr aufschlussreiche Quellen für Archäologen sein. Daher liegt ein Schwerpunkt der von Prof. Lukas Clemens geleiteten Ausgrabungen auf der Analyse mehrerer Gräber an zwei verschiedenen Kirchen innerhalb des ehemaligen Bischofssitzes von Tertiveri. Durch diese Grabungen konnte einerseits zweifelsfrei bewiesen werden, dass Tertiveri einstmals einen Bischofssitz darstellte, andererseits fanden die Forscher deutliche Hinweise darauf, dass auch Muslime dort in würdevoller Weise bestattet wurden. Aus der Zusammenarbeit von Archäologen, Historikern und Anthropologen ergibt sich nach und nach ein differenziertes Bild des Zusammenlebens der Kulturen in der Capitanata.

„Realität ist immer konstruiert und diskursabhängig“

Interview mit Simon Goebel: Politische Talkshows über Flucht

Noch bevor die Flüchtlingszahlen in Europa einen neuen Höhepunkt erreichten, beschäftigte sich Simon Goebel bereits mit der Frage, welches Licht in politischen Talkshows auf Flüchtlinge und das Thema Flucht allgemein geworfen wird. Dabei fiel ihm auf, dass die Dominanz bestimmter Sichtweisen in jeder Sendung eine wichtige Rolle spielt. Er untersuchte daher die TV-Debatten auf konstruktivistische Einflüsse: Werden hier durch Behauptungen, tendenziöse Formulierungen oder fehlende Kontexte unterschiedliche, subjektive Realitäten vermittelt? Im Interview haben wir ihn zum Forschungsprozess, seinem Buch und dem Bezug zur aktuellen Debatte befragt.

Historisches Kolleg stellt weitere Schriften online

Das Historische Kolleg hat weitere Publikationen digitalisiert und online gestellt. Sämtliche Scans sind kostenlos als pdf-Dateien abrufbar und lassen sich im Volltext durchsuchen. Damit sind nun alle 88 bis ins Jahr 2013 erschienenen Bände der Reihe „Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien“ sowie die „Jahrbücher des Historischen Kollegs“ im Netz vorhanden. Unter der Rubrik „Publikationen“ finden Interessierte auf der Homepage des Historischen Kollegs zudem weitere Digitalisate der Reihen „Vorträge“ und „Dokumentationen“.
 
Zu den jüngst ins Netz gestellten Veröffentlichungen zählen etwa der Sammelband von Hubert Wolf über „Mystik, Macht und Geschlechterrollen im Katholizismus des 19. Jahrhunderts“, das Buch zum Kolloquium von Friedrich Lenger „Kollektive Gewalt in der Stadt. Europa 1890–1939“ sowie der von Egon Flaig herausgegebene Sammelband „Genesis und Dynamiken der Mehrheitsentscheidung“. Außerdem können nun alle Jahrbücher – ein zwischen 1995 und 2007 erschienenes Periodikum des Historischen Kollegs, das die Vorträge der Fellows aus diesem Zeitraum versammelt – abgerufen werden. Darin werden zum Beispiel die Vorträge von Christoph Buchheim, Jörn Leonhard, Karl Schlögel, Jan-Dirk Müller, Peter Burschel oder Wolfgang Reinhard dokumentiert.
 
Mit der Digitalisierungsoffensive verfolgt das Historische Kolleg das Ziel, die Erkenntnisse der in der Kaulbach-Villa abgehaltenen Kolloquien ebenso wie die Forschungsergebnisse seiner Fellows der Fachwissenschaft sowie einer breiten interessierten Öffentlichkeit möglichst leicht zugänglich zu machen. Nach Ablauf einer Movingwall werden auch in den kommenden Jahren sukzessive weitere Kolloquiumsbände online gestellt.
 
http://www.historischeskolleg.de/publikationen.html

Historisches Kolleg stellt weitere Schriften online

Das Historische Kolleg hat weitere Publikationen digitalisiert und online gestellt. Sämtliche Scans sind kostenlos als pdf-Dateien abrufbar und lassen sich im Volltext durchsuchen. Damit sind nun alle 88 bis ins Jahr 2013 erschienenen Bände der Reihe „Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien“ sowie die „Jahrbücher des Historischen Kollegs“ im Netz vorhanden. Unter der Rubrik „Publikationen“ finden Interessierte auf der Homepage des Historischen Kollegs zudem weitere Digitalisate der Reihen „Vorträge“ und „Dokumentationen“.
 
Zu den jüngst ins Netz gestellten Veröffentlichungen zählen etwa der Sammelband von Hubert Wolf über „Mystik, Macht und Geschlechterrollen im Katholizismus des 19. Jahrhunderts“, das Buch zum Kolloquium von Friedrich Lenger „Kollektive Gewalt in der Stadt. Europa 1890–1939“ sowie der von Egon Flaig herausgegebene Sammelband „Genesis und Dynamiken der Mehrheitsentscheidung“. Außerdem können nun alle Jahrbücher – ein zwischen 1995 und 2007 erschienenes Periodikum des Historischen Kollegs, das die Vorträge der Fellows aus diesem Zeitraum versammelt – abgerufen werden. Darin werden zum Beispiel die Vorträge von Christoph Buchheim, Jörn Leonhard, Karl Schlögel, Jan-Dirk Müller, Peter Burschel oder Wolfgang Reinhard dokumentiert.
 
Mit der Digitalisierungsoffensive verfolgt das Historische Kolleg das Ziel, die Erkenntnisse der in der Kaulbach-Villa abgehaltenen Kolloquien ebenso wie die Forschungsergebnisse seiner Fellows der Fachwissenschaft sowie einer breiten interessierten Öffentlichkeit möglichst leicht zugänglich zu machen. Nach Ablauf einer Movingwall werden auch in den kommenden Jahren sukzessive weitere Kolloquiumsbände online gestellt.
 
http://www.historischeskolleg.de/publikationen.html

Wissenschaftsstiftung des Jahres 2017

Auszeichnung für Gerda Henkel Stiftung

Die Gerda Henkel Stiftung wurde zur „Wissenschaftsstiftung des Jahres 2017“ ausgezeichnet. Die Deutsche Universitätsstiftung und die Wissenschaftliche Buchgesellschaft ehren die Stiftung mit diesem Preis für ihre internationale Förderung der Geisteswissenschaften. Als weitere Gründe für ihre Entscheidung nennen die vergebenden Institutionen das Engagement der Gerda Henkel Stiftung für den Erhalt von Kulturgütern und ihre Unterstützung gefährdeter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Krisengebieten. Seit ihrer Gründung hat die Stiftung mehr als 6.600 Forschungsvorhaben mit rund 160 Millionen Euro unterstützt. Das Video des Deutschen Hochschulverbands gibt einen kleinen Einblick in die Arbeit der Stiftung.