Planet History

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Kritiken des Leidens

Workshop am Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin, Habelschwerdter Allee 30, 14195 Berlin (Vortragsraum im Souterrain)

Workshop vom 10. – 12. November 2017Institut für Philosophie der Freien Universität BerlinOrganisation: Erika Benini in Kooperation mit Anne Eusterschulte
“Das leibhafte Moment meldet der Erkenntnis an, daß Leiden nicht sein, daß es anders werden solle […]. Die Abschaffung des Leidens, oder dessen Milderung hin bis zu einem Grad, der theoretisch nicht vorwegzunehmen, dem keine Grenze anzubefehlen ist, steht nicht bei dem Einzelnen, der das Leid empfindet, sondern allein bei der Gattung, der er dort noch zugehört, wo er subjektiv von ihr sich lossagt und objektiv in die absolute Einsamkeit des hilflosen Objekts gedrängt wird.” [Theodor W. Adorno, Negative Dialektik, GS 6, S. 203]
Freitag, 10. November 2017 13.30 Uhr: Erika Benini und Martin Mettin: Begrüßung und kurze Einführung: Kritik und Leiden 14.00-15.00 Uhr: Emil Angehrn: Stummes und beredtes Leiden. Konstellationen der Kritik
15.30-17.00 Uhr: (Moderation: Heiko Stubenrauch) David Palme: Leiden heißt Sprechen könnenKristina Pleinert: Leiden an der Sprache: Sprachkritik bei Ingeborg Bachmann und Thomas Bernhard vor dem Hintergrund Adornos literarischer ÄsthetikAntje-Kathrin Mettin: Vom Trotz der Scheherazade – Erzählen als Kritik des Leidens 
17.15-18.15 Uhr: Claudia Bozzaro: Zum Umgang mit dem Leiden im medizinischem Kontext
Samstag, 11. November 201710.00-11.00 Uhr: Anne Eusterschulte: Leiden der Erinnerung. Christian Boltanskis Ästhetik der Absenz
11.00-12.30 Uhr: (Moderation: Thomas Helbig)Nina Rabuza: Dem Leiden einen Ausdruck verschaffen – Darstellungen von Leiden an der KZ-Gedenkstätte Dachau (AT)Andreas Matena: Unvorstellbares Leiden? Die Theologie in Auseinandersetzung mit „Auschwitz“Sylvia Kafehsy: The Politics of Trauma: Individuelles Leid als kollektive Wunde
13.30-14.30 Uhr: Erika Benini: Dialektik zwischen Mitleid und Mitmachen
14.30-16.00 Uhr: (Moderation: Erika Benini)Kristin Drechsler: Vom Tod getroffen – Zum Leiden an der Unverfügbarkeit des AnderenDaniel Mirbeth: Zeugenschaft und Abwehr: Zu einer Kritik von Leid und MitleidElsa Romfeld: Die Glückseligen und die Anderen – Die Negation des Leidens in der Leistungsgesellschaft
16.30-18.00 Uhr: (Moderation: Frank Müller)Noelia Bueno Gómez: Loss of Self versus Self-Discovery in Pain and SufferingFiona Siegenthaler: Verletzende Kunst: Praktiken des Sehens und Leidens in der Post-ApartheidHelen Akin: Butlers Ideologie der Geschlechtermelancholie. Kritische Kritik einer Kritik
18.15-19.15 Uhr: Timo Storck: Die Schmerzerfahrung als Suche nach Grenzen und Kontakt zum Anderen
Sonntag, 12. November 2017 10.00-11.00 Uhr: Gunzelin Schmid Noerr: Die Wirklichkeit am Leitfaden des Leidens verstehen
11.00-12.30 Uhr: (Moderation: Anne Eusterschulte)Angelika Seppi: »Das innigste Versammelnde«. Zum Verhältnis von Arbeit, Denken und SchmerzTomer Raudanski: Politics of Anguish and LoveLuigi Corrias: Law, International Society and the Suffering of Humanity
13.30-14.30 Uhr: (Moderation: Lorenz Mayr)Daniel Lucas: Leid als konstituierendes Narrativ des IchHenrike Kohpeiß: Kritische Theorie negativer Gefühle 

Die Namen der Künstler: Episode 4 – Die Cartellini

Als Cartellini werden Zettel in Werken bezeichnet, die, obwohl sie in das Bild gemalt wurden, oft wie aufgeklebt oder als Teil der Inszenierung wirken. Künstler versuchten sich an der Imitation einer echten Schrift – ließen die Pinselstriche wie von einer Schreibfeder gemalt erscheinen. Alessandro della Latta untersucht jedoch auch die Echtheit der Signaturen: Wurden die Inschriften manipuliert oder gar geändert?

2. Berliner Antiquity Slam

Am 08. November 2017 wird der 2. Berliner Antiquity Slam im Bode-Museum auf der Museumsinsel in Berlin stattfinden. Der Antiquity Slam ist ein Science Slam mit besonderem thematischen Bezug, bei dem Wissenschaftler*innen in 10 Minuten ihre aktuelle Forschung rund um das Altertum präsentieren. Hierzu können eine Präsentation, aber auch Requisiten sowie die eigene Performance zum Einsatz kommen. Die Veranstaltung beginnt um 20:00 Uhr, Einlass ist ab 19:00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Es stehen ca. 270 Sitzplätze zur Verfügung; es empfiehlt sich also, frühzeitig da zu sein.

From Lucy to you – Reclaiming African History

Panel discussion | African Roots

The „Deutsche Welle“ has introduced their project „African Roots“ with a panel discussion taking place in Bonn on 20th June 2017. The series aims to give younger Africans an understanding of people who influenced African history: The first one to be discussed is Dinkesh, alias Lucy, from the prehistoric species australopithecus afarensis. 
The guests were Ndinde Kioko (The Trans-African, Kenia), Prof. Dr. Edward Kirumira (Makerere University, Uganda) and Enoh Meyomesse (PEN Germany, Kamerun), who discussed questions of history and the interpretation of history under the heading: „From Lucy to You – Reclaiming African History“. Further questions were: How can African history be made a relevant issue? Which role does the choice of language have? What are the University’s responsibilities? Which challenges are scholars, who want to have access to global archives and publish their results, facing?

„Berlin brennt – Köln pennt“?<br />

1968 in Köln

Ob Vietnamkrieg, Notstandsgesetze oder sexuelle und politische Befreiung – die Themen, die die Generation, die man heute als die „68er“ bezeichnet, beschäftigten, waren vielfältig. Mit der Anti-Springer-Kampagne in Westdeutschland nach den tödlichen Schüssen auf den Studenten Benno Ohnesorg 1967 und dem Internationalen Vietnamkongress im Februar 1968 sollen nur zwei der vielen bedeutenden Ereignisse der Zeit genannt werden. Schnell wird dabei jedoch deutlich: Meist assoziiert man mit den Geschehnissen der 1960er Jahre vor allem die Proteste in Berlin oder Frankfurt rund um Rudi Dutschke und den SDS – doch wie sahen die 1960er Jahre in Köln aus?

Die Namen der Künstler: Episode 3 – Im Laboratorium

Die Restaurationswerkstatt und das Laboratorium der Museen sind für Alessandro della Latta von besonderer Bedeutung. Diplom-Restauratorin Dr. Ute Stehr nimmt dafür die Werke näher in den Blick: Wie ist die Unterschrift auf das Bild gelangt? Wurde sie geschrieben oder gemalt? Wurde gar versucht eine Federschrift zu imitieren? Oder sollte durch verschiedene Farbschattierungen das Abbild einer eingemeißelten Gravur kreiert werden? Fest steht, dass die Signaturen Teil der Bildkompensation und somit als komplexe kulturelle Äußerungen anzusehen sind.

Einladung zum nächsten Doktorandenstammtisch (Dresden, Halle, Leipzig)

Institut für Kunstgeschichte der Universität Leipzig | 18:00 Uhr

Liebe Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie Alumni der Gerda Henkel Stiftung, wir laden Euch herzlich zum nächsten Doktorandenstammtisch am Freitag, den 10.11.2017 um 18 Uhr ein. Der Stammtisch findet im kleinen Seminarraum des Institutes für Kunstgeschichte der Universität Leipzig, Wünschmanns Hof, (Zugang: Dittrichring 18-20) 5. Etage, 04109 Leipzig statt.Diesmal wird eine von uns (Karen Kriedemann) euch ihr Dissertationsprojekt „Old and New Objects in the Garden – Spatio-temporal Strategies of Representation in Irish Landscape Gardens, 1720–1790“ vorstellen.Da wir anschließend etwas essen gehen wollen, wäre es schön, wenn Ihr uns per E-Mail eine Rückmeldung bis zum 6.11.2017 gebt, falls Ihr teilnehmen wollt (karen.kriedemann@posteo.de). Gerne könnt Ihr auch weitere Interessenten auf den Stammtisch aufmerksam machen.Wir freuen uns auf Euer Kommen!Viele GrüßeAnke Dietrich und Karen Kriedemann

Fellows für das Kollegjahr 2018/2019 berufen

5 Stipendiatinnen und Stipendiaten kommen ans Historische Kolleg

Das Kuratorium des Historischen Kollegs hat die Senior und Junior Fellowships für das 39. Kollegjahr 2018/2019 (Beginn: 1. Oktober 2018) vergeben.
Als Senior Fellows werden in der Kaulbach-Villa zu folgenden Themen arbeiten:

Professor Dr. Gabriele LINGELBACH (Kiel) über „Deutschland in der Welt – die Welt in Deutschland. Eine Globalgeschichte Deutschlands im 19. und 20. Jahrhundert“; Frau Lingelbach erhält das Stipendium des Instituts für Zeitgeschichte beim Historischen Kolleg,
Professor Dr. Michael STOLBERG (Würzburg) über „Gelehrte Ärzte im 16. Jahrhundert. Die Welt des Georg Handsch (1529–1578)“; Herr Stolberg ist Stipendiat der Fritz Thyssen Stiftung.

Folgende Junior Fellows bereiten 2018/2019 am Historischen Kolleg den Abschluss ihrer Habilitation zu diesen Themen vor:

Dr. Heinrich HARTMANN (Basel) über „Die Konstruktion der Moderne im anatolischen Dorf. Modernisierungsdiskurse und Praktiken von ‚Rural Development‘ in der Türkei, 1947 bis 1980“,
Dr. Mathias KLUGE (Augsburg) über „Verschuldete Könige. Geld, Politik und die Kammer des Reiches im 15. Jahrhundert“; Herr Kluge ist Stipendiat des Historischen Seminars der LMU und des Freundeskreises des Historischen Kollegs,
Dr. Ariane LEENDERTZ (Köln) über „Gesellschaftliche Komplexität, globale Interdependenzen und der Wandel von Staatlichkeit im 20. Jahrhundert“; Frau Leendertz ist Stipendiatin der Gerda Henkel Stiftung.

Mit den neuen Fellows sind seit der Gründung des Historischen Kollegs im Jahr 1980 insgesamt 152 Stipendiatinnen und Stipendiaten in den Genuss eines einjährigen Stipendiums gelangt.

Heute 20 Uhr L.I.S.A. live: <br /> „Neue Erzählungen am Abzug? – Serien gestreamt“

Der Geschichtstalk im Super 7000 | 20:00 Uhr bei L.I.S.A.

Heute um 20 Uhr ist es soweit: Der Geschichtstalk im Super 7000 geht in die nächste Runde. Zu Gast sind Prof. Dr. Achim Landwehr, Lehrstuhlinhaber der Frühen Neuzeit an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Althistoriker Prof. Dr. Martin Zimmermann von der Ludwig-Maximilians-Universität München und Filmhistorikerin Dr. Nora Hilgert, Geschäftsführerin des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD). Die Moderation übernimmt Georgios Chatzoudis (L.I.S.A.).
Besprochen wird die Fantasy-Serie Game of Thrones: Welche Gegenwartsdiskurse stecken in der Erfolgsserie und welche Geschichtsbilder und Narrative werden vermittelt? Welche Rolle spielt die Gegenwart? Und inwiefern sind Serien à la Game of Thrones Public History?   
Sie sind eingeladen, sich in diese Live-Debatte einzuschalten und sich mit Kommentaren, Fragen und Anregungen via Facebook, Twitter, bei L.I.S.A. und in unserem Blog zu beteiligen.

Die Namen der Künstler: Episode 2 – Im Kupferstichkabinett

Auch auf Zeichnungen und Stichen gibt es Signaturen von Künstlern: Im Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin finden sich zahlreiche dieser hochkarätigen Werke, die Alessandro della Latta untersucht. Wie haben die Meister die Künstlerschriften eingesetzt? Warum hat Rembrandt, von dem nur wenige signierte Zeichnungen überliefert sind, ausgerechnet seine Zeichnung des letzten Abendmahls signiert? Inwieweit ist die Signatur Alfred Dürers Gestaltungsmittel und somit Teil des Bildes? Neben diesen Fragen gibt della Latta in dem Video außerdem Antworten darauf, welche Rolle die Schriftart inne hatte und wie die Schrift selbst zur Kunst wurde.

Termine Berliner Doktorandentreffen der Gerda Henkel Stiftung, Wintersemester 2017/18

Berlin

Liebe Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie Alumni der Gerda Henkel Stiftung,
die Berliner Doktorandentreffen finden auch im Wintersemester 2017/18 wieder statt. Fortan übernehmen wir, Hanna Dölle und Thomas Helbig, die Organisation. Wir danken den bisherigen Organisatoren, Ami Kobayashi und Florian Lipp, für ihr wunderbares Engagement und freuen uns auf die kommenden Dialoge mit Euch.
Die Treffen finden abweichend zu den vergangenen Sitzungen nun im Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität, Georgenstraße 47, 10117 Berlin, Raum 3.16, jeweils ab 17 Uhr statt.
Als Termine sind vorgesehen:         Freitag, der 3. November 2017         Freitag, der 15. Dezember 2017         Freitag, der 26. Januar 2018
Wir promovieren beide in einem kunsthistorischen Fachgebiet, freuen uns aber über den Dialog mit allen weiteren Disziplinen. Gerne könnt Ihr auch weitere Interessenten auf die Treffen aufmerksam machen.
Wenn ihr Interesse habt, teilzunehmen, schickt uns gerne eine Mail an stamtischghs@gmail.com. Über das Format der kommenden Treffen würden wir uns sehr gern während des ersten Termins mit Euch austauschen. Eigene Themenvorschläge für Kurzpräsentationen (30 Min.) sind jederzeit willkommen.
Wir freuen uns auf Euch und eine rege Teilnahme,
Viele Grüße, Hanna und Thomas

SESSION 7: Remembrance without „Zeitzeugen“?

Conference „The Long End of the First World War. Ruptures, Continuities and Memories“

Session VII discussed how the loss of “Zeitzeugen” (eye-witnesses) challenges practices of remembrance. Julia Tieke, Berlin, invited artists to work with oral sources from Asian POWs interned in the Wünsdorf Halfmoon Camp and confronted audiences in South Asia with the results. Nefin Dinç, Istanbul, used the memoir of an Austro-Hungarian soldier fighting in the Ottoman Empire to shed light on the complex history of the War in the Middle East. Min Young-Eung, Seoul, was inspired by recently surfaced military songs to screen the experiences of Korean soldiers in the Russian army. And Kerstin Schwedes, Brunswick, explained the efforts of the Georg Eckert Institute for Textbook Research to compare the diverse dealings with the War in European history textbooks.
Julia Tieke | Digging Deep, Crossing Far – The First World Warfrom the Radio to Sound Art

SESSION 7: Remembrance without „Zeitzeugen“?

Conference „The Long End of the First World War. Ruptures, Continuities and Memories“

Session VII discussed how the loss of “Zeitzeugen” (eye-witnesses) challenges practices of remembrance. Julia Tieke, Berlin, invited artists to work with oral sources from Asian POWs interned in the Wünsdorf Halfmoon Camp and confronted audiences in South Asia with the results. Nefin Dinç, Istanbul, used the memoir of an Austro-Hungarian soldier fighting in the Ottoman Empire to shed light on the complex history of the War in the Middle East. Min Young-Eung, Seoul, was inspired by recently surfaced military songs to screen the experiences of Korean soldiers in the Russian army. And Kerstin Schwedes, Brunswick, explained the efforts of the Georg Eckert Institute for Textbook Research to compare the diverse dealings with the War in European history textbooks.
Julia Tieke | Digging Deep, Crossing Far – The First World Warfrom the Radio to Sound Art

Martin Schulze Wessel ist neuer Vorsitzender des Kuratoriums des Historischen Kollegs

Das Kuratorium des Historischen Kollegs hat am 16. Oktober 2017 Professor Dr. Martin Schulze Wessel zu seinem neuen Vorsitzenden gewählt. Der 1962 in Münster geborene Osteuropahistoriker, der dem Kuratorium seit 2010 angehört, ist seit 2003 Inhaber des Lehrstuhls für die Geschichte Ost- und Südosteuropas an der LMU München. Er ist zudem Leiter des Collegium Carolinum, einer der beiden Sprecher der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien, die 2012 im Rahmen der Exzellenzinitiative an der LMU München und der Universität Regensburg entstanden ist, und der deutschen Sektion der Deutsch-Ukrainischen Historikerkommission. Von 2014 bis 2016 war er auch Vorsitzender des Historikerverbandes. Er tritt die Nachfolge von Professor Dr. Andreas Wirsching an, der dem Kuratorium des Historischen Kollegs seit 2011 vorstand und der nach zehn Jahren satzungsgemäß als persönliches Mitglied aus dem Gremium ausgeschieden ist.

Zum 2568. Geburtstag des Konfuzius

Eine Notiz aus Beijing

Malerisch gelegen in der Nähe das „Sees des Duftenden Reisfeldes“ (Daoxianghu) und des „Duftberges“ (Xiangshan) in den westlichen Ausläufern der chinesischen Hauptstadt Beijing findet sich der kleinstädtisch anmutende „Ort der Warmen Quelle“ (Wenquanzhen). Der kleine Vorort hat viel Grün, mutet fast wie ein Gartenstädtchen an. Man fühlt sich eher nach Südfrankreich versetzt, als an die Peripherie einer der wichtigsten Großstädte der Welt.

Geschichtstalk is coming

Neue Erzählungen am Abzug? – Serien gestreamt | Donnerstag 26.10., 20 Uhr, live bei L.I.S.A.

In einer Woche geht der Geschichtstalk Super7000 in die zweite Runde. Das Thema diesmal: Serien – oder besser gesagt, was haben Serien mit Geschichte zu tun. Exemplarisch wird dafür die Erfolgserie Game of Thrones besprochen, die jüngst mit der siebten Staffel alle Zuschauerrekorde gebrochen hat. Dabei stellen sich die Fragen: Welche Gegenwartsdiskurse werden in der Serie aufgegriffen und welche Geschichtsbilder und Narrative vermittelt? Wie prägt die Gegenwart unsere Vorstellungen von historischen Epochen? Und inwiefern sind Formate wie Game of Thrones Public History? 
Den Link finden Sie auf: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/live

Die Namen der Künstler: Episode 1 – Der Corso

Für Alessandro della Latta ist nicht allein das Kunstwerk von Bedeutung. Denn der Kunsthistoriker beschäftigt sich mit den Signaturen der Künstler. Und diese sind ebenso vielfältig wie das Kunstwerk selbst: Auf der einen Seite sind sie Teil des Gemäldes, auf der anderen Seite ein eigener Mikrokosmos. Sie sind nicht selten gut versteckt oder gar in das Motiv des Werkes eingebunden: Objekte, die auch im Alltag Schriftzüge tragen, wie Warenkisten, Schiffe oder Messerklingen, geben Auskunft über die Urheberschaft des Werkes. Ab dem 16. Jahrhundert werden die Signaturen schließlich zu einem Authentizitätssiegel und daher ab dem 18. Jahrhundert immer öfter gefälscht, um mit Namen wie ‚Rembrandt‘ den Wert eines Bildes zu steigern. Zum Start der neuen Videoreihe gibt della Latta erste Einblicke in die Welt der Künstlersignaturen. 

Aleida und Jan Assmann mit Balzan Preis geehrt

Jan Assmann, der Träger des Preises des Historischen Kollegs 1998, erhält gemeinsam mit seiner Frau Aleida Assmann den diesjährigen Balzan Preis. Die mit 750.000 Schweizer Franken (rund 660.000 Euro) dotierte Auszeichnung wird dem Ehepaar für die gemeinsame, interdisziplinäre Erarbeitung des Konzepts „kulturelles Gedächtnis“ verliehen. Professor Dr. Aleida Assmann war bis zu ihrer Emeritierung Professorin für Anglistik und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz. Ihr Mann, Professor Dr. Jan Assmann, ist Honorarprofessor der Universität Konstanz und Professor emeritus am Institut für Ägyptologie der Universität Heidelberg. Für seine Forschungen bekam er 1998 den Preis des Historischen Kollegs verliehen, der als deutscher Historikerpreis gilt. Mit dem renommierten Balzan Preis werden seit 1961 jedes Jahr Persönlichkeiten vorwiegend aus den Geistes- und Naturwissenschaften ausgezeichnet. Im Jahr 1993 erhielt der Neuzeithistoriker und langjährige Kuratoriumsvorsitzende des Historischen Kollegs, Professor Dr. Lothar Gall, den internationalen Preis, drei Jahre später wurde dem Mediävist und Historikerpreisträger von 1986, Professor Dr. Arno Borst, die Auszeichnung zuerkannt. Die diesjährige Preisverleihung findet am 17. November in Bern statt.

16. Internationales Symposium der Stiftung Ettersberg »Verheißung und Bedrohung: Die Oktoberrevolution als globales Ereignis«. 27./28. Oktober 2017

Eine Veranstaltung der Stiftung Ettersberg und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen

16. Internationales Symposium der Stiftung Ettersberg »Verheißung und Bedrohung: Die Oktoberrevolution als globales Ereignis«.
27./28. Oktober 2017 im Reithaus Weimar, Platz der Demokratie 5, 99423 Weimar
 

Nationalismus auf der Bühne – Theater in Iran: Episode 7 – Das Generalinterview mit Anna Heller M.A.

Das Theater hat im Iran einen besonderen Stellenwert: Einerseits unterliegt es der staatlichen Zensur, andererseits dient es als Instrument zur Verbreitung der staatlichen Kulturpolitik. Interessanter als der literarische Wert des Stückes ist daher der sozialgeschichtliche Hintergrund: Wer sind die Feindbilder und Vorbilder – und was sagen diese über die Erschaffer und Zielgruppen des Stückes aus? Neben den propagandistischen Stücken finden auch historische Werke ihren Weg auf die Theaterbühne. Doch in den Dramen, die die vorislamische Vergangenheit des Irans thematisieren, findet sich nicht selten versteckte Kritik. Anna Heller M.A. geht in ihrer Promotion all diesen Fragen nach. Vorab schildert sie ihre Motivation und die ersten Eindrücke des Forschungsprojektes. 

Maria Theresia in Sanssouci – Lesung und Gespräch mit Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger am 19. Oktober 2017

Eine Veranstaltung des Research Center Sanssouci (RECS)

Am 13. Mai 2017 jährte sich der Geburtstag Königin Maria Theresias zum 300. Mal. Das Jubiläum war Anlass, das Leben der großen Habsburgerin in Ausstellungen und Biographien neu zu betrachten. Zu dem neu konturierten Bild, das wir von Maria Theresia jetzt besitzen, trägt maßgeblich Barbara Stollberg-Rilinger bei. Sie porträtiert die ehrgeizige Regentin umfassend und neu, mit dem Blick auf die Persönlichkeit aus einer anderen Perspektive, weit entfernt vom hergebrachten Standpunkt und fernab der tradierten Legenden und Mythen, die sich um diese österreichische „Lichtgestalt“ und Heldin ranken. Barbara Stollberg-Rilinger macht bewusst, dass die Herrscherin bereits zu Lebzeiten erfolgreich am eigenen Mythos arbeitete und dadurch der österreichischen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts gut und gründlich vorarbeitete. Ganz nebenbei ermöglicht sie noch einen erfreulich weiten Blick auf das 18. Jahrhundert aus Wiener Sicht. Was sollte man heute von Maria Theresia wissen, welche Dinge sollte man sich unbedingt merken und weitergeben? Barbara Stollberg-Rilinger, Trägerin des Leipziger Buchpreises 2017, wird dies in einer Lesung und anschließendem Gespräch mit Iwan-Michelangelo D´Aprile und Jürgen Luh erläutern.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „RECS Ovid Forums“ statt, in dem das Research Center Sanssouci (RECS) zu öffentlichen wissenschaftlichen Vorträgen und Lesungen einlädt.
Donnerstag, 19. Oktober 2017  I  18.30 Uhr Ovidgalerie I Neue Kammern  I Eingang über Maulbeerallee Park Sanssouci 14469 Potsdam
Der Eintritt ist nach Anmeldung unter info@recs.academy kostenfrei www.recs.academy
Bitte beachten Sie, dass das Schloss nicht beheizt und für Rollstuhlfahrer nur bedingt barrierefrei ist. Parkplätze befinden sich am Besucherzentrum bei der Historischen Mühle.

Thomasius-Club: Kristina Musholt – Sich selbst denken

18. Oktober 2017 um 20 Uhr, Bibliotheca Albertina in Leipzig

„Sich selbst denken“ ist der Titel des letzten, auf Englisch erschienenen Buchs der Leipziger Professorin für Kognitive Anthropologie. Musholt beschäftigt sich mit der Entwicklung von Erklärungsmodellen zum menschlichen Selbstbewusstsein sowie zu menschlichen Fähigkeiten der sozialen Kognition. Wie entwickelt sich unser Bewusstsein unserer selbst? Wie können wir uns in andere hineinversetzen? Und: Worin liegen Unterschiede und Gemeinsamkeiten von menschlichen und tierischen kognitiven Fähigkeiten? Wir versuchen, die Autorin zur Beantwortung solcher Fragen zu bewegen.

Audio: Steuermann Mao

Helwig Schmidt-Glintzer zu Gast im Thomasius-Club am 19. April 2017

Der Sinologe Helwig Schmidt-Glintzer war über 20 Jahre lang Direktor der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. Er veröffentlichte etliche Bücher über das alte und das neue China. Nun legt er eine Biographie über Mao Zedong vor, der als „Steuermann“ verehrt und als Diktator verachtet wird. Dabei nutzt er neue Quellen und Forschungen, um den historischen Hintergrund auszuleuchten, vor dem Mao bei der Erneuerung Chinas antrat. Denn Mao war mehr als das, was später Maoismus hieß. Wir fragten den Autor auch nach dem gegenwärtigen China und seiner Sicht auf den Reformer.

Archäomediale & Cinarchea

12. Internationales Archäologie-Film-Medien-Festival

Vom 11. bis 14. Oktober 2017 findet im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg zum dritten Mal das Archäologie-Film-Medien-Festival Archäomediale/Cinarchea statt. Schirmherr des diesjährigen Festivals ist Prof. Dr. Hermann Parzinger (Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz). In jeweils zwei Programmblöcken werden internationale dokumentarische Formate gezeigt. Das Themenspektrum ist vielfältig und reicht von der Steinzeit, über verschiedene Epochen des europäischen Mittelalters, bis hin zu Grabungen auf Schlachtfeldern des Zeiten Weltkrieges und in Syrien. Eine hochkarätige Jury aus Vertretern von TV (Gisela Graichen, Georg Graffe, Kay Siering) und Wissenschaftlern (Prof. Dr. Franz Schopper, Prof. Dr. Kerstin Stutterheim, Prof. Dr. Hans-Joachim Gehrke, Dr. Angela Kühnen) prämiert am Samstagabend die besten Produktionen. Neben den gezeigten Filmen haben alle Besucher über ihr Smartphone die Möglichkeit, archäologische Podcasts in unserer Hör- Lounge zu genießen und dafür einen Zuschauerpreis zu vergeben.
Highlight des Festivals ist ein „Werkstattgespräch“ mit dem Althistoriker Prof. Dr. Werner Dahlheim. Dieser berichtet anhand zahlreicher Beispiele aus seiner Tätigkeit als Berater für Dokumentarfilme und gibt Einblick in diese teils komplizierte und schwierige Arbeit. Abgerundet wird das Festival durch die Sonderausstellung des international renommierten Berliner Fotografen Manfred Hamm „Die antiken Stätten von morgen. Ruinen des Industriezeitalters“.

Archäomediale/Cinarchea

12. Internationales Archäologie-Film-Medien-Festival

Vom 11. bis 14. Oktober 2017 findet im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg zum dritten Mal das Archäologie-Film-Medien-Festival Archäomediale/Cinarchea statt. Schirmherr des diesjährigen Festivals ist Prof. Dr. Hermann Parzinger (Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz). In jeweils zwei Programmblöcken werden internationale dokumentarische Formate gezeigt. Das Themenspektrum ist vielfältig und reicht von der Steinzeit, über verschiedene Epochen des europäischen Mittelalters, bis hin zu Grabungen auf Schlachtfeldern des Zeiten Weltkrieges und in Syrien. Eine hochkarätige Jury aus Vertretern von TV (Gisela Graichen, Georg Graffe, Kay Siering) und Wissenschaftlern (Prof. Dr. Franz Schopper, Prof. Dr. Kerstin Stutterheim, Prof. Dr. Hans-Joachim Gehrke, Dr. Angela Kühnen) prämiert am Samstagabend die besten Produktionen. Neben den gezeigten Filmen haben alle Besucher über ihr Smartphone die Möglichkeit, archäologische Podcasts in unserer Hör- Lounge zu genießen und dafür einen Zuschauerpreis zu vergeben.
Highlight des Festivals ist ein „Werkstattgespräch“ mit dem Althistoriker Prof. Dr. Werner Dahlheim. Dieser berichtet anhand zahlreicher Beispiele aus seiner Tätigkeit als Berater für Dokumentarfilme und gibt Einblick in diese teils komplizierte und schwierige Arbeit. Abgerundet wird das Festival durch die Sonderausstellung des international renommierten Berliner Fotografen Manfred Hamm „Die antiken Stätten von morgen. Ruinen des Industriezeitalters“.

Nationalismus auf der Bühne – Theater in Iran: Episode 6 – Das Generalinterview mit Prof. Dr. Christoph U. Werner

Die Erforschung des iranischen Theaters und der kulturellen Produktionen, wie Musik und Tanz, ist ein neues Feld, das Wissenschaftler erst in den letzten zehn bis zwanzig Jahren für sich entdeckt haben. Oft wurden diese Entwicklungen von Lokalhistorikern angestoßen, die sich für die heimische Bühne oder die Geschichte einer bestimmten Theatergruppe interessierten. Heute begegnen den Wissenschaftlern die verschiedensten Herausforderungen: Einerseits die eingeschränkten Zugänge zu Quellentexten, andererseits jedoch auch die Erwartungshaltungen, mit denen sich die Theaterwissenschaftler konfrontiert sehen. Dass das iranische Theater der 20er und 30er Jahre aufgrund der Zensur uninteressant sei, ist ein Vorwurf, der bis heute in den Köpfen verankert scheint. Die Aufgaben des Forschungsprojektes sieht Prof. Dr. Christoph Werner daher darin, einen neuen Blickpunkt auf die Entwicklungen zu werfen: Wie steht das Theater mit anderen kulturellen Formen im Zusammenhang? Lassen sich Theater, Musik, Kino und Tanz des frühen 20. Jahrhunderts überhaupt unterscheiden? Wie stehen die Entwicklungen mit dem iranischen Nationalismus in Verbindung – und wie arbeitet der sich neu formierende, iranische Staat mit dem Theater? Auf diese Fragen gibt Prof. Dr. Christoph Werner in unserem Generalinterview Antworten. 

Honorary Fellow des Historischen Kollegs Todd Weir erhält renommierten Buchpreis

Todd Weir, Honorary Fellow am Historischen Kolleg im Jahr 2012, erhält für sein unter anderem in der Kaulbach-Villa entstandenes Werk „Secularism and Religion in Nineteenth-Century Germany. The Rise of the Fourth Confession“ (Cambridge University Press, New York, 2014, XV, 304 S.) den Jacques-Barzun-Preis für das beste kulturgeschichtliche Buch. Die renommierte Auszeichnung wird jedes Jahr von der American Philosophical Society, der 1743 von Benjamin Franklin gegründeten und damit ältesten Gelehrtenvereinigung der USA, vergeben. Die Preisverleihung findet im April 2018 statt. Todd Weir ist Professor für die Geschichte des Christentums und der modernen Kultur an der Universität Groningen (Niederlande).