Planet History

Author Archive for Simone Pfeil

„Selbstbestimmung in der vernetzten Gesellschaft“ – Die interdisziplinären Forschungsprogramme des neu gegründeten Deutschen Internet Institut

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 18:00-21:00 Uhr

Die Ringvorlesung Digital Humanities thematisiert die voranschreitende digitale Transformation der Geistes- und Kulturwissenschaften. Digital Humanities ist eine unscharfe Sammelbezeichnung für computergestützte Methoden und Praktiken in den Geisteswissenschaften, die es sowohl ermöglichen, alte Forschungsfragen auf neue Weise zu bearbeiten, als auch neue Ansätze in den Geisteswissenschaften zu verfolgen. Die Ringvorlesung wird einen Überblick über die Digital Humanities geben, im Zentrum werden praxisbezogene Einblicke und nicht die Definitions- und Abgrenzungsdebatten stehen.
Über die exemplarischen Einführungen hinaus werden Vorträge der Frage nachgehen, ob und inwiefern die theoretischen und methodischen Konzepte und Praktiken der Digital Humanities einen Paradigmenwechsel, eine qualitative Transformation der Geisteswissenschaften bewirken, die über die Digitalisierung analoger Arbeitsweisen hinausgeht. Oder handelt es sich bei den Digital Humanities um ein modisches, letztlich aber vergängliches Phänomen innerhalb einer zwar zunehmend digitalisierten, im Wesentlichen aber unveränderten geisteswissenschaftlichen Praxis?
International renommierte Expertinnen und Experten aus der Kunst- und Bildgeschichte, den Geschichtswissenschaften, der Archäologie, Literaturwissenschaft und Komparatistik, Korpus-Linguistik sowie den Informationswissenschaften werden die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Forschungs-, Publikations-, Vermittlungs- und Kommunikationsprozesse ihrer jeweiligen Disziplin thematisieren. Zudem werden die wechselseitigen Implikationen zwischen den digitalen Geisteswissenschaften und der ‚vernetzten Gesellschaft‘ diskutiert.
Digitale Technologien und das Internet stellen grundlegend neueAnforderungen an Bildung und Forschung. Welche technischen und sozialen Kompetenzen müssen beherrscht werden, um digitale Medien zum eigenen Nutzen und zum Nutzen der Gesellschaft einsetzen zu können? Wie lassen sich diese Kompetenzen angemessen – auch in digitalen Lernumgebungen – vermitteln? Auf einer höheren Analyseebene geht es darum, den Menschen zu ermöglichen, ihren eigenen Handlungsspielraum in einer Umwelt von immer neuen digitalen Produkten, Dienstleistungen und Kommunikationsstrukturen zu erhalten und zu erweitern: Wie kann das Prinzip der individuellen Selbstbestimmung und Souveränität in digitalen Welten definiert und umgesetzt werden? Mit diesen und vielen anderen Fragen zur Digitalisierung wird sich das Ende September gegründete Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft beschäftigen. Die Aufgabe der 20 interdisziplinären Forschungsgruppen des neuen Instituts wird es sein, aktuelle gesellschaftliche Veränderungen, die sich im Zusammenhang mit der Digitalisierung abzeichnen, zu untersuchen und künftige politische und wirtschaftliche Handlungsoptionen zu skizzieren. Dafür wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in den ersten fünf Jahren mit 50 Millionen Euro finanziert. 
Anmeldung bis zum 13.11. unter: www2.bbaw.de/Anmeldung-DH-Schildhauer
Kontakt: Kirsten Schröder kschroeder@bbaw.de 

Akademievorlesung „Willkommen in Utopia. Zukunftsszenarien der Gentechnologien“

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 18:00-20:00 Uhr

Mit der Akademievorlesung zieht die Interdisziplinare Arbeitsgruppe „Gentechnologiebericht“ 16 Jahre nach ihrer Gründung Bilanz anlässlich eines heute wie damals höchst umstrittenen und viel diskutierten Forschungsbereichs. In Expertenbeiträgen und Podiumsdiskussionen werden die Gentechnologien dabei sowohl in ihrer historischen und zukünftigen Entwicklung als auch in ihrer aktuellen gesellschafts- und forschungspolitischen Relevanz eingeordnet.
Die Referent/-innen stellen ein kurzes Szenario vor, in dem es um aktuelle sowie denkbare Weiterentwicklungen der Gentechnologien, wie etwa die Anwendung von CRIPSR/Cas („Genschere“) geht. In welcher Welt könnten wir in 20 Jahren leben? Martin Zenke hat dabei medizinische Anwendungen und ihre Auswirkungen auf den Menschen im Blick, während Bernd Müller-Röber die Gentechnik in der Landwirtschaft mit ihren Folgen für Mensch und Umwelt beleuchtet. Jürgen Schweden (FuE-Chef KWS) wird als Vertreter der Saatgutindustrie über Visionen der Industrie sprechen. Solveig Hansen wird bioethische Überlegungen in Bezug auf mögliche Zukunftsszenarien der Gentechnologie in das Zentrum ihres Kurzvortrags stellen.
Anmeldung bis zum 10.11. unter: https://www2.bbaw.de/anmeldung-AVL3
Einführung: Ferdinand Hucho, Stellvertretender Sprecher der IAG Gentechnologiebericht , Akademiemitglied, Institut für Biochemie und Biologie, FU Berlin
Kurzvorträge: Martin Zenke, Mitglied der IAG Gentechnologiebericht, Universitätsklinikum, RWTH AachenBernd Müller-Röber, Mitglied der IAG Gentechnologiebericht, Akademiemitglied, Institut für Biochemie und Biologie, Universität PotsdamJürgen Schweden, Forschung & Entwicklung, KWS SAAT SESolveig Hansen, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Universitätsmedizin Göttingen
Moderation: Arnold Sauter, Büro für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB), Berlin

Akademievorlesung „Gentechnologien damals, heute und morgen“

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 18:00-21:00 Uhr

Heiner Fangerau wird zunächst einleitend die Entwicklung der Gentechnologie in Deutschland aus historischer Perspektive nachzeichnen. Anschließend greift Ortwin Renn die Frage nach der Wahrnehmung von Nutzen und Risiken der Gentechnologie innerhalb der Bevölkerung Gesellschaft auf. Ingrid Schneider wird die Perspektive der Technikfolgenabschätzung in die Diskussion einbringen: Wie verhalten sich derzeitiger Stand der Entwicklung und früher geäußerte Visionen zueinander?
Einführung: Ferdinand Hucho, stellvertretender Sprecher der IAG Gentechnologiebericht, Akademiemitglied, Institut für Biochemie und Biologie, FU Berlin
Kurzvorträge:Jochen Taupitz, Mitglied der IAG Gentechnologiebericht, Fachbereich Rechtswissenschaft, Universität MannheimMatthias Kettner, Lehrstuhl für praktische Philosophie, Universität Witten/HerdeckeBoris Fehse, Mitglied der IAG Gentechnologiebericht, Klinik für Stammzelltransplantation, Uniklinik Hamburg-Eppendorf
Moderation: Christina Berndt, Wissenschaftsjournalistin, Süddeutsche Zeitung (SZ)
Anmeldung bis zum 25.10. unter: https://www2.bbaw.de/anmeldung-AVL1

Akademievorlesung „Wie werden Gentechnologien kontrolliert? Rechtliche, ethische und interdisziplinäre Einbettung der Forschung“

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 18:00-21:00 Uhr

Mit der Akademievorlesung zieht die Interdisziplinäre Arbeitsgruppe „Gentechnologiebericht“ 16 Jahre nach ihrer Gründung Bilanz anlässlich eines heute wie damals höchst umstrittenen und viel diskutierten Forschungsbereichs. In Expertenbeiträgen und Podiumsdiskussionen werden die Gentechnologien dabei sowohl in ihrer historischen und zukünftigen Entwicklung als auch in ihrer aktuellen gesellschafts- und forschungspolitischen Relevanz eingeordnet.
In drei Kurzvorträgen werden Fragen des gesellschafts- und forschungspolitischen Umgangs mit Gentechnologien aufgeworfen und diskutiert. Jochen Taupitz stellt den rechtlichen Rahmen für die Forschung und Anwendung von Gentechnologien in Deutschland vor. Matthias Kettner gibt Einblick in die Relevanz und den Einfluss von Ethikräten und -kommissionen auf die Gentechnologie. Schließlich bietet Boris Fehse die Sicht eines Naturwissenschaftlers und langjährigen Mitglieds der IAG auf die interdisziplinäre Forschung und Zusammenarbeit im Bereich der Gentechnologie.
Anmeldung bis zum 03.11. unter: https://www2.bbaw.de/anmeldung-AVL2
Einführung: Ferdinand Hucho, stellvertretender Sprecher der IAG Gentechnologiebericht, Akademiemitglied, Institut für Biochemie und Biologie, FU Berlin
Kurzvorträge:Jochen Taupitz, Mitglied der IAG Gentechnologiebericht, Fachbereich Rechtswissenschaft, Universität MannheimMatthias Kettner, Lehrstuhl für praktische Philosophie, Universität Witten/HerdeckeBoris Fehse, Mitglied der IAG Gentechnologiebericht, Klinik für Stammzelltransplantation, Uniklinik Hamburg-Eppendorf
Moderation: Christina Berndt, Wissenschaftsjournalistin, Süddeutsche Zeitung (SZ)

Berliner Religionsgespräche: Religion und Politik. Untrennbar für immer?

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 18:00 Uhr

Die Säkularisierung – die Verweltlichung als übergreifende Loslösung aus religiösen Bindungen und Befreiung von kirchlicher Vormundschaft – scheint längst abgeschlossen. Doch zugleich kehren Religionen in einzelnen Staaten wie auf der weltpolitischen Bühne zurück. Ist die Säkularisierung gescheitert? Ist der Rückgriff auf überlieferte religiöse und kulturelle Traditionen angesichts der scheiternden Sinn- und Identitätsangebote aus der westlichen Welt eine verständliche Reaktion? Wie gehen wir damit um, dass die Folgen sich weltweit bemerkbar machen und religiöse Überzeugungen oder deren Proklamation wieder politisches Handeln bestimmen?
Die Berliner Religionsgespräche sind eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Verlags der Weltreligionen, der BBAW, Deutschlandradio Kultur und der Udo Keller Stiftung Forum Humanum. Sie finden zweimal im Jahr statt.
Anmeldung unter: pr@schwindkommunikation.de
Begrüßung und Einführung: Prof. Dr. Christoph Markschies, Vizepräsident der Akademie der Wissenschaften und Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin
Moderation:Dr. Ruth Kinet, Freie Autorin und Journalistin, 2008-2013 freie Korrespondentin in Tel Aviv
Es diskutieren:Prof. Dr. Micha Brumlik, em. Professor für Erziehungswissenschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt /M., PublizistProf. Dr. Alexander Flores, em. Professor für Wirtschaftsarabistik an der Hochschule BremenDr. Abdel-Hakim Ourghi, Leiter des Fachbereichs der Islamischen Theologie und Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule FreiburgDr. Ellen Ueberschär, Evangelische Theologin. Im Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung 
Schlusswort:Dr. Cai Werntgen, Vorstand der Udo Keller Stif tung Forum Humanum und Verlag der Weltreligionen

Verleihung des Preises der Akademie

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 17:00 Uhr

Mit dem Preis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, gestiftet von der Commerzbank-Stiftung, werden herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Grundlagen des Rechts und der Wirtschaft ausgezeichnet. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit 30.000 € dotiert.Die diesjährige Preisträgerin ist Marietta Auer, Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), den Festvortrag hält Akademiemitglied Katharina Pistor,Columbia Law School, New York (USA) „Recht zwischen Fiktion und Wirklichkeit. Ansätze einer rechtlichen Theorie sozialer Systeme“. Akademiemitglied Wolfgang Schön, München, hält die Laudatio. 
 
Kontakt: Kirsten Schröder, kschroeder@bbaw.deWeitere Informationen und Anmeldung: http://www.bbaw.de/veranstaltungen/2017/Oktober/verleihung-des-preises-der-akademie-gestiftet-von-der-commerzbank-stiftung

„Ich verbitte mir alle ungezogenen Bemerkungen darüber, daß ich Handschriften des Auslands nicht benutzt habe…“. Der Zugang zu Manuskripten und Sammlungen und die Erforschung der koptischen Bibel

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 18:00-20:00 Uhr

Koptische Manuskripte waren für die Grundlegung der ägyptischen Philologie im 19. Jh. unverzichtbar und sind für den Ausbau der ägyptischen Sprachwissenschaft seit der Berliner Schule Adolf Ermans immer noch wertvoll. Die Erman-Vorlesung 2017 wird von Heike Behlmer, Inhaberin des Göttinger Lehrstuhls für Ägyptologie und Koptologie und Leiterin eines Akademieprojekts zur Edition der koptischen Septuaginta, gehalten.
Mehr noch als andere Literaturen des christlichen Orients hat die der ägyptischen Christen unter Fragmentierung, Zerstreuung und Verlust gelitten. Manuskripte der koptischen Bibel etwa sind in über 100 Museen, Bibliotheken und Sammlungen weltweit zu finden.
Bemühungen, den Text der koptischen Bibel zu rekonstruieren und zu edieren, waren und sind mit dem Problem des Zugangs zu den physischen Handschriften bzw. Fragmenten konfrontiert. Wie erfahren Gelehrte, welche Handschriften existieren und wo sie aufbewahrt werden, wie bekommen sie Erlaubnis (und finanzielle Mittel), Bibliotheken und private Sammlungen zu besuchen, wie regeln Institutionen und Sammler den Leihverkehr? Welche Rolle spielen dabei staatliche Institutionen und wie verändert im 19.Jh., der Zeit enormer Material- und Wissenserweiterungen, die weltpolitische Situation den Zugang zur handschriftlichen Überlieferung „orientalischer“ Kulturen?
Der Vortrag soll anhand einiger Beispiele aus der Arbeit an der koptischen Bibel vom 19. Jh. bis heute diesen logistischen, finanziellen und (wissenschafts-)politischen Fragen nachspüren – Fragen, die selbst in Zeiten des Informationsüberflusses noch eine Rolle spielen.
Um Anmeldung wird gebeten Anmeldung bis zum 29.10. unter: 
www2.bbaw.de/anmeldung-erman-vorlesung17

Looking back at the 8th Century from the 11th

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 19:00 Uhr

Der Vortrag von Chris Wickham ist Teil der Konferenz über das 8. Jahrhundert n. Chr., zu der auch Stefan Esders’ Vortrag am 4. Oktober gehört.
Während Esders vom siebenten auf das achte Jahrhunder vorausblickt, wird Wickham restrospektiv vom Hochmittelalter her die Bedeutung des achten Jahrhunderts für langfristige Entwicklungen evaluieren. Chris Wickham lehrte Geschichte des Mittelalters an den Universitäten Birmingham und Oxford. 
Sein monumentales Werk „Framing the Early Middle Ages. Europe and the Mediterranean, 400-800“ von 2005 wurde mit dem hochdotierten britischen Wolfson Prize for History, dem Deutscher Memorial Prize und dem Henry Breasted Prize der American Historical Association ausgezeichnet.
Er schreibt zum Konzept seines Vortrags: „The 8th century is a turning-point in the early middle ages, so it needs to be understood in the light of both what changed then and what did not change. This paper mirrors that of Stefan Esders on what came before the 8th century; in this paper, I will focus on what came afterwards, and in what sense things changed, either in the 8th century itself or in the succeeding period. The role of the century of this conference in the longue durée may be clearer as a result.“
Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten.
Um Anmeldung wird gebeten bis zum 29.09. unter: www2.bbaw.de/anmeldung-looking-back

Wissensarsenale – Kolloquium zur Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, 11:00 Uhr

Die Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur (EJGK) liegt nunmehr vollständig vor. Das Werk erschließt in sechs Bänden und einem Registerband das Wissen über jüdische Lebenswelten – vornehmlich in der Moderne. Bei diesem Unternehmen handelt es sich um die erste große deutschsprachige jüdische Enzyklopädie im Gefolge der in den 1920ern begonnenen Encyclopaedia Judaica, die ihr Erscheinen 1934 unvollendet einstellte. Die EJGK bietet in 780 Einträgen, für die 550 Autoren aus zahlreichen Ländern gewonnen wurden, den aktuellen Stand der internationalen Forschung. Im Verlag J. B. Metzler erschienen, steht jetzt die Veröffentlichung des ersten Bandes ihrer englischsprachigen Übersetzung bevor. Das von Professor Dan Diner (Jerusalem/Leipzig) herausgegebene Werk ist Teil des von ihm im Rahmen der Sächsischen Akademie der Wissenschaften geleiteten, in Leipzig ansässigen Projekts „Europäische Traditionen – Enzyklopädie jüdischer Kulturen“. Das von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften gemeinsam mit der Sächsischen Akademie der Wissenschaften veranstaltete Kolloquium präsentiert wesentliche Aspekte des Werks. Es geht ein auf Fragen der Enzyklopädik im Kontext der jüdischen Wissensgeschichte.
Anmeldung bis zum 21.09. unter https://www2.bbaw.de/anmeldung-ejgk
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Kontakt: Kirsten Schröder kschroeder@bbaw.de 

Mediterranean Politics and Connecitivity in the late 7th Century

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 19:00 Uhr

Das achte Jahrhundert n.Chr. gilt als Wendepunkt in der Geschichte der Spätantike und des Frühmittelalters. Wirtschaft und Handel dieser Zeit stehen im Fokus der Konferenz „The 8th Century“, die an der BBAW, dem Bode-Museum und der FU abgehalten wird. Ihr Ziel ist es, die Vielstimmigkeit der mit dieser Periode befassten Fächer – Alte und Mittelaltergeschichte, Klassische und Mittelalterarchäologie, Archäometrie, Byzantinistik, Islamwissenschaft, Numismatik, Papyrologie – und ihrer verschiedenen Perspektiven, Methoden und Quellentypen zusammenklingen zu lassen.
Stefan Esders lehrt Geschichte der Spätantike und des Frühmittelalters an der Freien Universität. Er nähert sich dem Thema mit Überlegungen zur politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Vernetzung des Mittelmeerraums am Vorabend des achten Jahrhunderts. In mediterraner Perspektive wird der Zeitraum von ca. 675 bis 695 betrachtet, Jahre, in denen das byzantinische Reich u.a. die Provinz Africa an die arabischen Eroberer verliert. In Konstantinopel, das in den 670er Jahren erstmals Angriffe der Araber abwehren muss, wird das Sechste Ökumenische Konzil abgehalten und als ein Sinnbild mediterraner Verbundenheit inszeniert.
Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten.
Um Anmeldung wird gebeten bis zum 24.09. unter: www2.bbaw.de/anmeldung-7hcentury

Text and Paratext on Roll and Codex

Berlin Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, 18.00 Uhr

The lecture begins with an exploration of some of the spatial and temporal complexities that are involved in a traditional form of impagination in the Western tradition in which a centrally situated text is accompanied by surrounding paratextual materials (for example, commentary, critical apparatus, translation, footnotes).
It then goes on to consider the development in modes of impagination from earlier ancient Greek and Roman layouts on papyrus and in rolls to late ancient ones on parchment and in codices, and asks to what extent the specific nature of the materiality of these bearers of the texts and paratexts might have played a decisive role in this development.
Please register until 19.09. at: www2.bbaw.de/anmeldung-paratext
Introduction
Dietmar Wyrwa
BBAW
 
Text and Paratext on Roll and Codex
Glenn W. MostSNS Pisa, University of Chicago und MPI Berlin 
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich.
 
Veranstaltungszeitraum: 26.09.2017    18:00 Uhr
Veranstaltungsort: Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Einstein-Saal, Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin
KontaktKirsten Schröder kschroeder@bbaw.de 

Alexander von Humboldt-Tag 2017

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 15h

Alexander von Humboldt gilt als Mitbegründer der Biogeographie, dies vor allem dank seiner „Ideen zu einer Geographie der Pflanzen nebst einem Naturgemälde der Tropenländer“ (1807), dem ersten wissenschaftlichen Ergebnis der Amerikareise. Seine späteren Untersuchungen zur globalen Verbreitung von Pflanzen und Tieren werden hingegen oft übersehen. Der Humboldt-Tag geht Spuren dieser Forschungen im Reisewerk sowie in Korrespondenzen und Manuskripten nach.
Einführend stellt das Akademienvorhaben die digitale Edition einer in den 1820er Jahren angelegten Ideen- und Materialsammlung zur Biogeographie vor. Ausgehend von den darin enthaltenen tiergeographischen Notizen Humboldts ordnet der darauf folgende Beitrag seine Bedeutung für die Biogeographie als Forschungsdisziplin in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein. Schließlich wird Humboldts Kooperation mit dem Botaniker Karl Sigismund Kunth näher beleuchtet. Kunth war maßgeblich an der Entstehung der „Nova Genera et Species Plantarum“ (1815–1825) beteiligt und unterstützte Humboldt über drei Jahrzehnte hinweg mit botanischen Informationen, Zahlen und Berechnungen. 
Anmeldung bis zum 08.09. unter: www.bbaw.de/anmeldung-avhr17
15.00 UhrBegrüßung und Einführung Ottmar Ette (Universität Potsdam, Akademiemitglied)
„Géographie des plantes dans les deux hémisphères“ – Spuren eines Publikationsprojektes im Humboldt-NachlassUlrich Päßler (BBAW)
16.00 UhrKaffeepause
16.30 Uhr„Un peu Géographie des animaux“ – Tiergeographie als „Humboldtian Science“Matthias Glaubrecht (Centrum für Naturkunde, Hamburg)
Stets zu Diensten – Karl Sigismund Kunth als Referent und Rechenmeister Alexander von HumboldtsStaffan Müller-Wille (University of Exeter), Katrin Böhme (Staatsbibliothek zu Berlin) 
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Veranstaltungszeitraum: 14.09.2017    15:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Veranstaltungsort: Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Leibniz-Saal, Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin
KontaktKirsten Schröder kschroeder@bbaw.de

CMG-Lecture on Ancient Medicine | Hippokrates – der Arzt in der Verantwortung

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 18:00 Uhr

Die „CMG-Lecture on Ancient Medicine“ hat zum Ziel, ausgewählte Themenbereiche der antiken Medizin und ihre aktuelle Relevanz einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Sie findet einmal jährlich statt.
Mit Hippokrates hat ein praktizierender Arzt (der er doch war) zum ersten Mal sein Arbeitsgebiet in Theorie und Praxis in für die Öffentlichkeit zugänglichen Schriften dargelegt. Er hat sich damit in die Verantwortung gestellt. Und in der Tat zeugen die ihm zuzuschreibenden Schriften in hohem Maße von der Verantwortung des Arztes. Das zeigt sich besonders deutlich in dem berühmten Eid, aber auch in den Schriften, die von der natürlichen Ursache aller Krankheiten, von Entdeckung des Patienten als eigenständiger Größe, von der Hinwendung des Arztes zum Menschen unabhängig von Stand und Geschlecht und vom Menschen als Teil der Natur handeln. Von diesem Ethos der Verantwortung zeugen auch nahezu alle nach Hippokrates entstandenen Schriften, die in das Corpus Hippocraticum eingangen sind.
Hellmut Flashar ist emeritierter Professor für Gräzistik an der LMU München. Er war Präsident der Mommsen-Gesellschaft e.V. und ist korrespondierendes Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und des Deutschen Archäologischen Instituts. 1994 wurde ihm für seine wissenschaftlichen Verdienste das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.
Eine Anmeldung bis zum 05.07. ist erforderlich. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Tagung | Historische Gärten im Spannungsfeld zwischen Klimaanpassung und konservatorischem Auftrag

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt

Historische Gärten, Parks und Kulturlandschaften sind ein bedeutender Teil unseres kulturellen Erbes, den es zu bewahren gilt. Sie sind jedoch den sich verändernden Umweltbedingungen in besonderem Maße ausgesetzt. Die ­Interdisziplinäre Arbeitsgruppe (IAG)­„Historische Gärten im Klimawandel“ sucht nach Lösungsvorschlägen, um den Herausforderungen künftig ­begegnen zu können, die der klimatische Wandel für ­historische Gärten bedeutet. Aspekte wie Wetterbedingungen, Bodenverhältnisse, Wasserhaushalt, Biodiversität (Flora und Fauna) werden im Kontext von Kunstgeschichte, Denkmalpflege und soziologischen Fragestellungen (Nutzungsdruck) diskutiert. Nachdem sich die IAG bisher auf Gärten der Region Berlin-Brandenburg konzentriert hat, erweitern die Vorträge des Workshops den Blick auf Erfahrungen mit dem Erhalt historischer Parks und Gärten unter den Bedingungen des Klimawandels in England und Italien. Einbezogen wird auch die historische Perspektive, und zwar im Hinblick auf klimatische Extreme im 17. und 18. Jahrhundert.
Um Anmeldung wird bis zum 04. Juli gebeten unter https://www2.bbaw.de/anmeldung-gaerten

Public Lecture | PSA: People Seeking Answers

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 7 pm

Every year, more than a million men in the USA undergo painful needle biopsies for prostate cancer, and upward of 100,000 have radical prostatectomies, often resulting in crippling side effects. But the shocking fact is most of these men would never have died of this common form of cancer, which frequently grows so slow that it never even leaves the prostate. How did we get to a point where so many unnecessary tests and surgeries are being done resulting in a multibillion-dollar industry?
The unsavory extrapolation of the „science“ of the PSA test beyond its capabilities to serve as a harbinger for the recurrence of prostate cancer for: i) the purpose of screening asymptomatic men for prostate cancer and ii) a medical community too quick to biopsy and treat, were the initiating events. These events followed by clever marketing of PSA test manufacturers; the media, through high-profile political, entertainment and professional sports figures „get tested, get diagnosed, get treated“ and well-intended but ill-informed urologists, screening proliferated to a „fevor which would not disgrace a medieval inquisition“. The consequence systematically devastated the quality of life of millions of American men and their families, and depleted our healthcare system of precious resources at an annual cost of $3 billion for a test that cannot do what it is purporsed to do. Most assuredly the widely known principle in medicine: Primum non nocere (First do no harm) was lost in the tsunami of manipulating science for personal and financial gain. The answer of how we got to the present „the almighty bloody dollar“ becomes clear. Nonetheless, it is instructive, lest history repeats itself, we look at the facts – pro and con of PSA screening as they developed the past almost 50 years.
Please register until 28th of June here.

Tagung | Die Edition der Sprachwissenschaftlichen Schriften Wilhelm von Humboldts

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 10-18 Uhr

Der 250. Geburtstag Wilhelm von Humboldts am 22. Juni ist Anlass für die Veranstaltungen der Akademie zu Ehren des preußischen Staatsmanns, Sprachforschers und Philosophen. Humboldt hat der Akademie eine systematische Stelle im Gesamtgebäude der von ihm reformierten preußischen Bildungsinstitutionen zugewiesen. Die Berliner Akademie, der Humboldt seit 1808 als Mitglied angehörte, war nach seinem Ausscheiden aus der Politik der Ort, an dem Humboldt seine Forschungen vortrug und veröffentlichte.
Die Akademie betreut die Edition der Schriften zur Sprachwissenschaft. Dieses DFG-Projekt verfolgt die Absicht, Humboldts bisher nicht veröffentlichte linguistische Studien der Forschung zugänglich zu machen. Es verdeutlicht damit den Zusammenhang zwischen Humboldts wenig bekannten empirischen Sprachstudien und seiner Sprachphilosophie. Die Tagung möchte Bilanz ziehen und Perspektiven aufzeigen, die sich durch die Veröffentlichung der Schriften – bisher zehn Bände – für die Sprachforschung eröffnen.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist bis zum 16. Juni erforderlich unter www2.bbaw.de/anmeldung-wvh-bilanz

Festvortrag | Humboldts Forum: Die Akademie und die Sprachen der Welt

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 18:00 Uhr

Der 250. Geburtstag Wilhelm von Humboldts am 22. Juni ist Anlass für die Veranstaltungen der Akademie zu Ehren des preußischen Staatsmanns, Sprachforschers und Philosophen. Humboldt hat der Akademie eine systematische Stelle im Gesamtgebäude der von ihm reformierten preußischen Bildungsinstitutionen zugewiesen. Die Berliner Akademie, der Humboldt seit 1808 als Mitglied angehörte, war nach seinem Ausscheiden aus der Politik der Ort, an dem Humboldt seine Forschungen vortrug und veröffentlichte.
Wilhelm von Humboldt hat zwischen 1820 und 1831 zahlreiche Vorträge vor der Akademie über seine sprachwissenschaftlichen Forschungen gehalten. Die Akademie ist Humboldts wissenschaftliche Öffentlichkeit. In den Akademie-Reden Humboldts, die den Sprachen der Welt gewidmet sind, entfaltet sich dessen philosophische Sprachwissenschaft.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist bis zum 15. Juni erforderlich unter https://www2.bbaw.de/anmeldung-wvh-forum

Berliner Digital-Humanities-Preis 2017

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 17:30 Uhr

Der Interdisziplinäre Forschungsverbund Digital Humanities in Berlin (if|DH|b) stellt ein Forum zur Bündelung und Stärkung der Berliner Forschungsinfrastruktur im Bereich Digital Humanities (DH) dar. ­Verschiedene öffentliche Einrichtungen wie Universitäten, Institute, Archive oder Bibliotheken suchen über den if|DH|b den gemeinsamen wissenschaftlichen Austausch mit dem Ziel, Leistungen und Kompetenzen auf dem Gebiet der Digital Humanities am Standort Berlin sichtbar zu machen sowie ein Konzept für die nachhaltige Verankerung der Digital Humanities in Forschung und Lehre als Teil der exzellenten geisteswissenschaftlichen Landschaft Berlins zu erarbeiten.
Der Berliner DH-Preis des if|DH|b wird seit 2015 einmal jährlich für herausragende Berliner Projekte auf dem Gebiet der Digital Humanities verliehen. Die Preisträgerinnen bzw. Preisträger werden von einer unabhängigen Jury aus Verbundpartnerinnen und -partnern des if|DH|b ausgewählt. Der Berliner DH-Preis 2017 wird im Rahmen einer öffentlichen Festveranstaltung am 13. Juni 2017 im Einstein-Saal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) verliehen.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich bis zum 07. Juni.

Buchpräsentation | Über Grenzen denken: Eine Ethik der Migration

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 18:00 Uhr

Über zwei Milliarden Menschen leben weltweit in bitterster Armut, leiden unter Hoffnungslosigkeit, Hunger, Unterdrückung und Krieg. 65 Millionen von ihnen waren allein im letzten Jahr auf der Flucht, viele Menschen weltweit erhoffen sich ein besseres Leben in Europa oder Nordamerika. Hilfe tut also dringend not – aber sind offene Grenzen die richtige Antwort auf das Elend in der Welt?Diese Ansicht findet viele Fürsprecher, doch der Philosoph Julian Nida-Rümelin ist überzeugt: Offene Grenzen würden das Elend nicht wesentlich mildern, sondern die Herkunftsregionen sogar weiter schwächen und die sozialen Konflikte in den aufnehmenden Ländern verschärfen. Eine Lösung für die beschämenden humanitären Skandale unserer Zeit sind sie nicht. In seinem neuen Buch entwickelt Nida-Rümelin eine eigene Ethik der Migration, die eine Brücke zwischen Philosophie und Politik schlägt. Sein Buch macht klar: Politisches Handeln muss auf den Werten und Normen der Humanität beruhen. Nur so können verantwortungsbewusste und zukunftsträchtige Entscheidungen getroffen werden.
Eine Anmeldung ist erforderlich bis zum 26.05. unter: https://www2.bbaw.de/anmeldung-migration

Die Intelligenz der Bienen. Wie sie denken, planen, fühlen und was wir daraus lernen können | 23. Mai 2017, 18 Uhr

Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Einstein-Saal,
Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin

Bienen gehören zu den wichtigsten Nutztieren. Ohne ihre Bestäubung stünde es schlecht um die Welternährung. Und sie können noch mehr, nämlich planen, zählen und träumen – obwohl ihr Gehirn kaum größer ist als ein Sandkorn. Wie machen sie das nur? Dazu forscht der Neurobiologe Randolf Menzel seit Jahrzehnten. Zusammen mit Matthias Eckoldt hat er sein gesammeltes Bienenwissen aufgeschrieben. 

Die Intelligenz der Bienen. Wie sie denken, planen, fühlen und was wir daraus lernen können

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 18:00 Uhr

Bienen gehören zu den wichtigsten Nutztieren. Ohne ihre Bestäubung stünde es schlecht um die Welternährung. Und sie können noch mehr, nämlich planen, zählen und träumen – obwohl ihr Gehirn kaum größer ist als ein Sandkorn. Wie machen sie das nur? Dazu forscht der Neurobiologe Randolf Menzel seit Jahrzehnten. Zusammen mit Matthias Eckoldt hat er sein gesammeltes Bienenwissen aufgeschrieben. 

Zwischen Geschichtswissenschaft und Theologie: Reformationsgedenken 2017 | 26.05.2017, 18 Uhr

Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Leibniz-Saal,
Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin

Reformation wird 2017 nicht nur gefeiert. Über Reformation wird auch gestritten. Ist die Feier zu wenig durch historische Forschung geprägt und nur eine vom Staat finanzierte Jubelfeier der Kirchen? Oder gehen umgekehrt die theologischen Einsichten im Event unter? Und wie kann man ökumenisch aufgeschlossen feiern, andererseits aber auch die dem Christentum gegenüber Distanten interessieren? Darf man Botschaften des 16. Jahrhunderts aktualisieren und wenn ja, wie macht man das? Zu diesen Themen diskutieren ein (römisch-katholischer) Historiker und ein (evangelischer) Theologe; sie greifen damit eine Debatte auf, die nicht nur in den letzten Monaten hohe Wellen in verschiedensten Medien schlug.
Vor der Diskussion, die sich mit dem Verhältnis von Theologie, Religionskritik und Geschichtswissenschaft am Beispiel von „Reformation“ auseinandersetzen wird, präsentieren sich drei Akademienvorhaben der BBAW – „Der Österreichische Bibelübersetzer. Gottes Wort deutsch“, „Die alexandrinische und antiochenische Bibelexegese in der Spätantike“ und „Corpus Coranicum“. Sie machen deutlich, dass die BBAW ein Ort für aktuelle Debatten ist und mit ihren Forschungsprojekten für alle Diskussionen notwendige Quellentexte in kritischen Ausgaben erarbeitet und erschließt.
Eine Veranstaltung im Rahmen des Deutschen Evangelischen Kirchentages 2017.

Zwischen Geschichtswissenschaft und Theologie: Reformationsgedenken 2017

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 18:00 Uhr

Reformation wird 2017 nicht nur gefeiert. Über Reformation wird auch gestritten. Ist die Feier zu wenig durch historische Forschung geprägt und nur eine vom Staat finanzierte Jubelfeier der Kirchen? Oder gehen umgekehrt die theologischen Einsichten im Event unter? Und wie kann man ökumenisch aufgeschlossen feiern, andererseits aber auch die dem Christentum gegenüber Distanten interessieren? Darf man Botschaften des 16. Jahrhunderts aktualisieren und wenn ja, wie macht man das? Zu diesen Themen diskutieren ein (römisch-katholischer) Historiker und ein (evangelischer) Theologe; sie greifen damit eine Debatte auf, die nicht nur in den letzten Monaten hohe Wellen in verschiedensten Medien schlug.
Vor der Diskussion, die sich mit dem Verhältnis von Theologie, Religionskritik und Geschichtswissenschaft am Beispiel von „Reformation“ auseinandersetzen wird, präsentieren sich drei Akademienvorhaben der BBAW – „Der Österreichische Bibelübersetzer. Gottes Wort deutsch“, „Die alexandrinische und antiochenische Bibelexegese in der Spätantike“ und „Corpus Coranicum“. Sie machen deutlich, dass die BBAW ein Ort für aktuelle Debatten ist und mit ihren Forschungsprojekten für alle Diskussionen notwendige Quellentexte in kritischen Ausgaben erarbeitet und erschließt.
Eine Veranstaltung im Rahmen des Deutschen Evangelischen Kirchentages 2017.

Buchpräsentation | Die Erfurter Historienbibel von 1425/28 und ihre Edition von 2016 | 22. Mai 2017, 18 Uhr

Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Leibniz-Saal,
Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin

Historienbibeln waren im 14./15. Jahrhundert die häufigste Form deutscher Bibelübersetzung. Sie enthielten Teile des Alten, selten auch des Neuen Testaments, meist nach dem Vulgata-Text, der lateinischen Bibelübersetzung. Nutzer der oft reich bebilderten Historienbibeln waren Weltgeistliche, Angehörige der städtischen Oberschicht und der Adel.
Von den etwa 100 erhaltenen Historienbibel-Handschriften bilden vier die mitteldeutsche Gruppe der „Erfurter Historienbibel“, die in der Edition zum ersten Mal vollständig nach der Überlieferungslage wiedergegeben wird. Kommentare zum Inhalt und Register zum Namen- und Wortgebrauch erschließen die damaligen religiösen Vorstellungen. Die Ausgabe ist ein Beitrag zur Erforschung der Leistung der vorlutherischen deutschen Bibel für das religiöse Leben des Spätmittelalters.

Buchpräsentation | Die Erfurter Historienbibel von 1425/28 und ihre Edition von 2016

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 18:00 Uhr

Historienbibeln waren im 14./15. Jahrhundert die häufigste Form deutscher Bibelübersetzung. Sie enthielten Teile des Alten, selten auch des Neuen Testaments, meist nach dem Vulgata-Text, der lateinischen Bibelübersetzung. Nutzer der oft reich bebilderten Historienbibeln waren Weltgeistliche, Angehörige der städtischen Oberschicht und der Adel.
Von den etwa 100 erhaltenen Historienbibel-Handschriften bilden vier die mitteldeutsche Gruppe der „Erfurter Historienbibel“, die in der Edition zum ersten Mal vollständig nach der Überlieferungslage wiedergegeben wird. Kommentare zum Inhalt und Register zum Namen- und Wortgebrauch erschließen die damaligen religiösen Vorstellungen. Die Ausgabe ist ein Beitrag zur Erforschung der Leistung der vorlutherischen deutschen Bibel für das religiöse Leben des Spätmittelalters.

Leibniztag 2017 – Festsitzung

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Leibniz-Saal

Innerhalb der Geschichte der Humboldt-Forschung lassen sich drei Phasen unterscheiden. In einer ersten hatten der Universitätsgründer und der Weltreisende kaum etwas gemein. In einer zweiten wurden sie zu Antipoden, insofern sie als Geistes-/Naturwissenschaftler innerfamiliär die These von den Two Cultures (Snow) zu repräsentieren schienen.Doch dies ist heute Schnee von gestern. Blicken wir auf das Jahresthema unserer Akademie, so standen Leben und Wirken der beiden Brüder im Zeichen der unterschiedlichsten Sprachen. Sie kommunizierten und analysierten nicht nur in verschiedensten Idiomen und Wissenschaftssprachen, entwarfen nicht allein deren Geschichte und Geschichten, sondern waren beide davon überzeugt, dass man die Welt nicht vom Standpunkt einer einzigen Sprache aus verstehen kann. Für Alexander wurde der Begriff der Humboldt‘schen Wissenschaft geprägt. Wäre es nicht möglich – wenn auch riskant –, die Brüder im Zeichen einer einzigen Humboldt‘schen Wissenschaft zu begreifen? Eines einzigen Entwurfs der Humboldt‘schen Universität, des Humboldt‘schen Museums, ja gar eines Humboldt‘schen Forums? Für beide galt: Eine Wissenschaft, die ihr Wissen nicht in die Gesellschaft schafft, verkennt ihre gesellschaftliche Bringschuld und ist am Ende selbst schuld, wenn die Gesellschaft sie um ihre Mittel bringt. Professor Dr. Ottmar Ette, Akademiemitglied, ist ein international renommierter Romanist und Komparatist. Er hat seit 1995 den Lehrstuhl für Romanische Literaturwissenschaft an der Universität Potsdam inne und weilte mehrfach zu Gastprofessuren in Ländern Lateinamerikas, in den USA oder in China. Umfassende Monographien zu Alexander von Humboldt und Neueditionen Humboldt‘scher Werke weisen ihn als führenden A. v. Humboldt-Forscher aus. Seine mehrfach mit Preisen ausgezeichneten Forschungen beschäftigen sich mit Literaturwissenschaft als Lebenswissenschaft, TransArea Studies, den Literaturen ohne festen Wohnsitz sowie Fragen globaler Literatur- und Kulturtheorie. Er ist Honorary Member der Modern Language Association (USA) und Projektleiter des Akademienvorhabens „Alexander von Humboldt auf Reisen – Wissenschaft aus der Bewegung“ der BBAW.

The Anglo-German Annual Lecture 2017 | 16.05.2017 18:00 UHR

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Leibniz-Saal, Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin

From 1996 to 2016, according to the OECD, the ratio of an index of German house prices to per capita household income has declined by 6%, while the UK’s has risen by 98%. This is the case despite the current boom in the German housing market, and the decline in Germany since 1970 is even more pronounced. The international picture since 1996 is quite diverse, ranging from zero in the US, to rises of 61 % in Germany’s neighbour France, and 79 % in New Zealand and 112 % in Sweden, both countries with low population densities. The talk will explain these striking Anglo-German differences in terms of key institutional differences, particularly in the supply of land, the nature of credit markets, taxation and tenure structures.The differences between Germany and the UK have deep historical and cultural roots. The talk will explain why these differences, whose relevance has been overlooked by standard macroeconomics, matter. They have profound economic implications, including for intergenerational justice, inequality, macroeconomic policy, financial stability, and the transmission of monetary policy.
Please register at: agf-lecture@bbaw.de
WelcomeMartin GrötschelPresident Berlin-Brandenburg Academy of Sciences and Humanities
IntroductionSir Sebastian Wood, KCMGBritish Ambassador to the Federal Republic of Germany
Housing, debt and the economy: a tale of two countriesJohn MuellbauerSenior Research Fellow, Nuffield College, Professor of Economics, Oxford University, and Senior Fellow, Institute for New Economic Thinking, Oxford Martin School

The Anglo-German Annual Lecture 2017 | 16.05.2017 18:00 UHR

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Leibniz-Saal, Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin

From 1996 to 2016, according to the OECD, the ratio of an index of German house prices to per capita household income has declined by 6%, while the UK’s has risen by 98%. This is the case despite the current boom in the German housing market, and the decline in Germany since 1970 is even more pronounced. The international picture since 1996 is quite diverse, ranging from zero in the US, to rises of 61 % in Germany’s neighbour France, and 79 % in New Zealand and 112 % in Sweden, both countries with low population densities. The talk will explain these striking Anglo-German differences in terms of key institutional differences, particularly in the supply of land, the nature of credit markets, taxation and tenure structures.The differences between Germany and the UK have deep historical and cultural roots. The talk will explain why these differences, whose relevance has been overlooked by standard macroeconomics, matter. They have profound economic implications, including for intergenerational justice, inequality, macroeconomic policy, financial stability, and the transmission of monetary policy.
Please register at: agf-lecture@bbaw.de
WelcomeMartin GrötschelPresident Berlin-Brandenburg Academy of Sciences and Humanities
IntroductionSir Sebastian Wood, KCMGBritish Ambassador to the Federal Republic of Germany
Housing, debt and the economy: a tale of two countriesJohn MuellbauerSenior Research Fellow, Nuffield College, Professor of Economics, Oxford University, and Senior Fellow, Institute for New Economic Thinking, Oxford Martin School

The Anglo-German Annual Lecture 2017

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, 18:00 Uhr

From 1996 to 2016, according to the OECD, the ratio of an index of German house prices to per capita household income has declined by 6%, while the UK’s has risen by 98%. This is the case despite the current boom in the German housing market, and the decline in Germany since 1970 is even more pronounced. The international picture since 1996 is quite diverse, ranging from zero in the US, to rises of 61 % in Germany’s neighbour France, and 79 % in New Zealand and 112 % in Sweden, both countries with low population densities. The talk will explain these striking Anglo-German differences in terms of key institutional differences, particularly in the supply of land, the nature of credit markets, taxation and tenure structures.The differences between Germany and the UK have deep historical and cultural roots. The talk will explain why these differences, whose relevance has been overlooked by standard macroeconomics, matter. They have profound economic implications, including for intergenerational justice, inequality, macroeconomic policy, financial stability, and the transmission of monetary policy.
Please register at: agf-lecture@bbaw.de
WelcomeMartin GrötschelPresident Berlin-Brandenburg Academy of Sciences and Humanities
IntroductionSir Sebastian Wood, KCMGBritish Ambassador to the Federal Republic of Germany
Housing, debt and the economy: a tale of two countriesJohn MuellbauerSenior Research Fellow, Nuffield College, Professor of Economics, Oxford University, and Senior Fellow, Institute for New Economic Thinking, Oxford Martin School

Das neue Pergamonmuseum: Ein Blick voraus in das generalsanierte und komplettierte Haus

Berlin, Akademiegebäude am Gendarmenmarkt

Im Rahmen des Masterplans Museumsinsel wird das Pergamonmuseum seit 2013 abschnittsweise saniert. In dem Vortrag werden die ­aktuellen Planungen für Generalsanierung und Ergänzung des 1930 als Torso eröffneten Pergamonmuseums auf der Berliner Museumsinsel aus historischer Sicht vorgestellt. Das hinter den seit Januar 2013 laufenden Baumaßnahmen stehende inhaltliche Konzept wird anhand neuester Computer-Renderings veranschaulicht, mit besonderem Fokus auf die drei berühmten Architektursäle der Antikensammlung.
 
Darüber hinaus werden die Planungen für das unmittelbar vor dem Baubeginn stehende interimistischePergamonmuseum („Pergamonmuseum. Das Panorama“) auf den Museumshöfen zwischen Bodemuseum und Archäologischem Zentrum vorgestellt. Dieses Ausstellungsgebäude wird bis zur Fertigstellung und Wiedereröffnung des Altarsaals das Gesamtthema ­„Pergamon“ für die Öffentlichkeit präsent halten und auch das monumentale Pergamon-Panorama von Yadegar Asisi umfassen.
 
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Das neue Pergamonmuseum: Ein Blick voraus in das generalsanierte und komplettierte Haus

Berlin, Akademiegebäude am Gendarmenmarkt

Im Rahmen des Masterplans Museumsinsel wird das Pergamonmuseum seit 2013 abschnittsweise saniert. In dem Vortrag werden die ­aktuellen Planungen für Generalsanierung und Ergänzung des 1930 als Torso eröffneten Pergamonmuseums auf der Berliner Museumsinsel aus historischer Sicht vorgestellt. Das hinter den seit Januar 2013 laufenden Baumaßnahmen stehende inhaltliche Konzept wird anhand neuester Computer-Renderings veranschaulicht, mit besonderem Fokus auf die drei berühmten Architektursäle der Antikensammlung.
 
Darüber hinaus werden die Planungen für das unmittelbar vor dem Baubeginn stehende interimistischePergamonmuseum („Pergamonmuseum. Das Panorama“) auf den Museumshöfen zwischen Bodemuseum und Archäologischem Zentrum vorgestellt. Dieses Ausstellungsgebäude wird bis zur Fertigstellung und Wiedereröffnung des Altarsaals das Gesamtthema ­„Pergamon“ für die Öffentlichkeit präsent halten und auch das monumentale Pergamon-Panorama von Yadegar Asisi umfassen.
 
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Amerika während des europäischen Mittelalters

Berlin, Akademiegebäude am Gendarmenmarkt

Auf dem amerikanischen Kontinent haben sich Kulturen völlig eigenständig vom Rest der Welt entwickelt. Ein historischer Zusammenhang mit Europas Entstehung und Bildung von Kulturen lässt sich nicht herstellen. Dennoch ergeben sich Parallelen: Hier wie dort gab es staatlich organisierte Gesellschaften und Imperien, in beiden Regionen lassen sich auch große, überregionale „klassische“ Kulturen von Perioden geringerer Zentralisierung unterscheiden.
 
In Mesoamerika fällt das Ende der klassischen Kulturen etwa mit dem Beginn des europäischen Frühmittelalters zusammen, und die Periode der Postklassik liegt zeitgleich mit dem Hoch- und Spätmittelalter. Die Periodisierungen in beiden Großräumen sind jedoch immer wieder in Frage gestellt worden, weil sie der Vielfalt kultureller Erscheinungen nicht gerecht werden.
 
Im Vortrag soll der Versuch unternommen werden, die großen Entwicklungslinien der Gesellschaften Mesoamerikas und der Anden herauszuarbeiten und ein Bild der Kulturen Altamerikas zwischen 500 und 1500 n. Chr. zu entwerfen.
 
Um Anmeldung wird gebeten bis zum 23.2.2017 unter: 
/www2.bbaw.de/anmeldung-mittelalterzentrum-2017

Amerika während des europäischen Mittelalters

Berlin, Akademiegebäude am Gendarmenmarkt

Auf dem amerikanischen Kontinent haben sich Kulturen völlig eigenständig vom Rest der Welt entwickelt. Ein historischer Zusammenhang mit Europas Entstehung und Bildung von Kulturen lässt sich nicht herstellen. Dennoch ergeben sich Parallelen: Hier wie dort gab es staatlich organisierte Gesellschaften und Imperien, in beiden Regionen lassen sich auch große, überregionale „klassische“ Kulturen von Perioden geringerer Zentralisierung unterscheiden.
 
In Mesoamerika fällt das Ende der klassischen Kulturen etwa mit dem Beginn des europäischen Frühmittelalters zusammen, und die Periode der Postklassik liegt zeitgleich mit dem Hoch- und Spätmittelalter. Die Periodisierungen in beiden Großräumen sind jedoch immer wieder in Frage gestellt worden, weil sie der Vielfalt kultureller Erscheinungen nicht gerecht werden.
 
Im Vortrag soll der Versuch unternommen werden, die großen Entwicklungslinien der Gesellschaften Mesoamerikas und der Anden herauszuarbeiten und ein Bild der Kulturen Altamerikas zwischen 500 und 1500 n. Chr. zu entwerfen.
 
Um Anmeldung wird gebeten bis zum 23.2.2017 unter: 
/www2.bbaw.de/anmeldung-mittelalterzentrum-2017

Internationale Gerechtigkeit und demokratische Legitimation

Berlin, Akademiegebäude am Gendarmenmarkt

Internationale Gerechtigkeit ist nicht nur aufgrund der aktuellen Migrationsthematik ­Gegenstand wissenschaftlicher und politischer Debatten, sondern steht auch im Zentrum des Bemühens um eine kosmopolitische, Nationalstaaten überschreitende Ordnung der Welt. Diese Ordnung muss ebenso wie auf nationalstaatlicher Ebene institutionell verankert sein. Dabei stellt sich die Frage nach einer angemessenen institutionellen Rahmung globaler, gerechter Praxis ­einerseits und einer entsprechenden ­demokratischen Legitimierung ­internationaler ­Institutionen andererseits.
 
Gegenwärtig gibt es ein Spannungsverhältnis zwischen der demokratischen Legitimation ­vieler Nationalstaaten und der weitgehend fehlenden demokratischen Legitimation ­internationaler ­Institutionen. Dies ist der Ausgangspunkt der Arbeitstagung zum Thema „Internationale ­Gerechtigkeit und demokratische Legitimation“.
 
In diesem Rahmen werden etablierte Wissenschaftler/-innen und Nachwuchsforscher/-innen aus den Bereichen Philosophie, Politische Theorie und Recht Beiträge zu internationaler (Un-)Gerechtigkeit und Verantwortung, Flucht und Migration, der Rolle der Menschenrechte, individuellen Pflichten und internationaler Politik leisten und sich so der grundlegenden Frage nach einer demokratisch legitimierten, institutionell ­verankerten, gerechten globalen Ordnung stellen.
 
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich bis zum 13.02. unter christine.bratu@lrz.uni-muenchen.de

Internationale Gerechtigkeit und demokratische Legitimation

Berlin, Akademiegebäude am Gendarmenmarkt

Internationale Gerechtigkeit ist nicht nur aufgrund der aktuellen Migrationsthematik ­Gegenstand wissenschaftlicher und politischer Debatten, sondern steht auch im Zentrum des Bemühens um eine kosmopolitische, Nationalstaaten überschreitende Ordnung der Welt. Diese Ordnung muss ebenso wie auf nationalstaatlicher Ebene institutionell verankert sein. Dabei stellt sich die Frage nach einer angemessenen institutionellen Rahmung globaler, gerechter Praxis ­einerseits und einer entsprechenden ­demokratischen Legitimierung ­internationaler ­Institutionen andererseits.
 
Gegenwärtig gibt es ein Spannungsverhältnis zwischen der demokratischen Legitimation ­vieler Nationalstaaten und der weitgehend fehlenden demokratischen Legitimation ­internationaler ­Institutionen. Dies ist der Ausgangspunkt der Arbeitstagung zum Thema „Internationale ­Gerechtigkeit und demokratische Legitimation“.
 
In diesem Rahmen werden etablierte Wissenschaftler/-innen und Nachwuchsforscher/-innen aus den Bereichen Philosophie, Politische Theorie und Recht Beiträge zu internationaler (Un-)Gerechtigkeit und Verantwortung, Flucht und Migration, der Rolle der Menschenrechte, individuellen Pflichten und internationaler Politik leisten und sich so der grundlegenden Frage nach einer demokratisch legitimierten, institutionell ­verankerten, gerechten globalen Ordnung stellen.
 
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich bis zum 13.02. unter christine.bratu@lrz.uni-muenchen.de

Heute: Salon Sophie Charlotte | Rebellionen, Revolutionen oder Reformen?

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften | 18-24 Uhr

Über 100 Mitwirkende fragen beim „Salon Sophie Charlotte 2017“ nach Ursachen, Chancen und Risiken von „Rebellionen, Revolutionen oder Reformen“. Darunter sind Historiker, Sozial- und Islamwissenschaftler, Musik- und Literaturwissen schaft ler, politische Aktivisten, Politiker a.D. und Politiktheoretiker. Auch Natur- und Technikwissenschaftler sind dabei, denn längst hat sich eingebürgert,auch von industriellen, technischen und wissenschaftlichen Revolutionen zu sprechen.
 
Das Thema „Revolution und Musik“ wird ebenso verhandelt wie die Frage nach revolutionärer Kunst, die „digitale Revolution“ genauso wie die Jugendrevolten. Popularitätskurven des Begriffs Revolution werden nachgezeichnet und die entscheidende Frage beantwortet: Wie macht man überhaupt eine Revolution?
 
Das Akademiegebäude am Gendarmenmarkt wird heute Abend von der 1. bis zur 5. Etage mit künstlerisch-wissenschaftlichen Beiträgen bespielt. Auch Kinder und Jugendliche sind zum Mitmachen eingeladen, im Paternoster wird „Dantons Tod“ aufgeführt und im Leibniz-Saal singt Hanna Schygulla revolutionäre Lieder.

Salon Sophie Charlotte | Rebellionen, Revolutionen oder Reformen?

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften | 21. Januar 2017, 18-24 Uhr

Über 100 Mitwirkende fragen beim „Salon Sophie Charlotte 2017“ nach Ursachen, Chancen und Risiken von „Rebellionen, Revolutionen oder Reformen“. Darunter sind Historiker, Sozial- und Islamwissenschaftler, Musik- und Literaturwissen schaft ler, politische Aktivisten, Politiker a. D. und Politiktheoretiker. Auch Natur- und Technikwissenschaftler sind dabei, denn längst hat sich eingebürgert,auch von industriellen, technischen und wissenschaftlichen Revolutionen zu sprechen.
Das Thema „Revolution und Musik“ wird ebenso verhandelt wie die Frage nach revolutionärer Kunst, die „digitale Revolution“ genauso wie die Jugendrevolten. Popularitätskurven des Begriffs Revolution werden nachgezeichnet und die entscheidende Frage beantwortet: Wie macht man überhaupt eine Revolution?
Das Akademiegebäude am Gendarmenmarkt wird an diesem Abend von der 1. bis zur 5. Etage mit künstlerisch-wissenschaftlichen Beiträgen bespielt. Auch Kinder und Jugendliche sind zum Mitmachen eingeladen, im Paternoster wird „Dantons Tod“ aufgeführt und im Leibniz-Saal singt Hanna Schygulla revolutionäre Lieder.