Planet History

L.I.S.A.

Philosophische Forschergruppe zur „Induktiven Metaphysik”

a.r.t.e.s.-Klassenmentor Andreas Hüttemann berichtet über die neue DFG-Forschergruppe

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat 2016 sieben neue Forschergruppen an verschiedenen Hochschulen eingerichtet, unter diesen ist auch die in der Philosophie angesiedelte Forschergruppe 2495 „Induktive Metaphysik“ um Prof. Dr. Andreas Hüttemann. Als Lehrstuhlinhaber für theoretische Philosophie der Neuzeit und Gegenwart am Philosophischen Seminar der Universität zu Köln forscht er schwerpunktmäßig in den Bereichen Wissenschaftstheorie, Metaphysik und Frühe Neuzeit. Zusammen mit Prof. Dr. Saskia Wendel ist Andreas Hüttemann außerdem Mentor der Graduiertenklasse 6 „Life-Science: Natur – Kultur – Agency“ der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne.
Durch die Einrichtung von Forschergruppen ermöglicht die DFG den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, sich aktuellen und drängenden Fragen des Fachgebiets zu widmen und innovative Arbeitsrichtungen zu etablieren. Die maximale Förderdauer von Forschergruppen beträgt zweimal drei Jahre. In der ersten Förderperiode erhalten die sieben neuen Gruppen insgesamt rund 17 Millionen Euro. Was die Inhalte und Ziele der Forschergruppe „Induktive Metaphysik“ sind, berichtet uns Andreas Hüttemann im Interview.

Über das Meer. Von Seefahrern, Abenteurern und Entdeckung

Symposium | Begrüßung und Perfomance zum Bordbuch des Kolumbus

Das Meer und die Seefahrt stehen in der Geschichte für den Aufbruch in ferne und unbekannte Länder und damit für die Abenteuer der großen Entdecker und Eroberer. Deren Geschichten ziehen bis heute ein Millionenpublikum in ihren Bann.
Über das Meer wurden nicht nur Waren, sondern auch Ideen und Kulturen, Werte und Vorstellungen von Recht und Moral transportiert. Hafenstädte fungierten als „Tore zur Welt“ und sind bis heute Knotenpunkte des internationalen Handels. Als „Schrecken der Meere“ galten von der Antike bis zur Frühen Neuzeit die Piraten. Auch heute wird die internationale Seefahrt durch die moderne Piraterie vor große Herausforderungen gestellt. Diese und weitere Themen, die den Mythos Meer sowie die Bedeutung des Meeres für Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur im Laufe der Geschichte behandeln, werden bei dem Symposium von ausgewiesenen Expertinnen und Experten aus verschiedenen Fachdisziplinen beleuchtet und diskutiert.
Prof. Dr. Dr. Hanns Hatt, Präsident der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, eröffnet das Symposium. Schauspielstudierende der Universität der Künste Berlin schließen mit einer Performance zum Bordbuch von Christoph Kolumbus an.

Über das Meer. Von Seefahrern, Abenteurern und Entdeckung

Symposium | Begrüßung und Perfomance zum Bordbuch des Kolumbus

Das Meer und die Seefahrt stehen in der Geschichte für den Aufbruch in ferne und unbekannte Länder und damit für die Abenteuer der großen Entdecker und Eroberer. Deren Geschichten ziehen bis heute ein Millionenpublikum in ihren Bann.
Über das Meer wurden nicht nur Waren, sondern auch Ideen und Kulturen, Werte und Vorstellungen von Recht und Moral transportiert. Hafenstädte fungierten als „Tore zur Welt“ und sind bis heute Knotenpunkte des internationalen Handels. Als „Schrecken der Meere“ galten von der Antike bis zur Frühen Neuzeit die Piraten. Auch heute wird die internationale Seefahrt durch die moderne Piraterie vor große Herausforderungen gestellt. Diese und weitere Themen, die den Mythos Meer sowie die Bedeutung des Meeres für Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur im Laufe der Geschichte behandeln, werden bei dem Symposium von ausgewiesenen Expertinnen und Experten aus verschiedenen Fachdisziplinen beleuchtet und diskutiert.
Prof. Dr. Dr. Hanns Hatt, Präsident der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, eröffnet das Symposium. Schauspielstudierende der Universität der Künste Berlin schließen mit einer Performance zum Bordbuch von Christoph Kolumbus an.

Bildungsarbeit zum Thema Nationalsozialismus mit und für Geflüchtete?

Nicht nur auf dem Feld der (historisch-)politischen Bildung wird seit dem Sommer 2015 diskutiert, ob und wie historisches Lernen zum Nationalsozialismus ein besonderes Thema von Bildungsarbeit mit geflüchteten Menschen sein soll. So hatten die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz, und der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, sich dafür ausgesprochen, mit Geflüchteten KZ-Gedenkstätten zu besuchen, um deren angenommenen Antisemitismus entgegenzuwirken. An solchen und ähnlichen Forderungen ist Verschiedenes problematisch. 
Geflüchtete sind keine homogene Gruppe. Ob sie über antisemitische Einstellungen verfügen, ist eine Annahme, wenn auch eine nicht vollkommen unbegründete angesichts des Umstandes, dass vor allem ein israelbezogener Antisemitismus in Ländern wie Syrien oder Afghanistan weit verbreitet ist. Empirische Einstellungsuntersuchungen liegen nicht vor. Für die Bildungsarbeit bedeutet das, wie immer, auf die Einzelnen zu schauen. Und es ist zu berücksichtigen, dass viele Menschen gerade vor den Zuständen in diesen Ländern fliehen.
Wieviel historisch-politische Bildung zum Nationalsozialismus und zur Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden in Bezug auf aktuelle antisemitische Einstellungen zu bewirken vermag, ist fraglich. Hier gehen die Ansichten im beruflichen Feld auseinander. Wenig strittig ist allerdings, dass ein isolierter Gedenkstättenbesuch dazu ungeeignet ist.
Dazu kommt, dass im breiteren öffentlichen Diskurs die Gefahr auftritt, von antisemitischen Haltungen der eingesessenen Mehrheitsbevölkerung abzulenken, wenn suggeriert wird, Geflüchtete, oder auch Muslime, seien die vorrangigen Träger_innen judenfeindlicher Stereotype.
Diese Einwände sprechen selbstverständlich nicht gegen pädagogische Angebote zur Auseinandersetzung mit dem NS für und mit Geflüchteten. Sie sollten in erster Linie nur nicht als Eintrittskarte in die bundesdeutsche Gesellschaft verstanden werden.
In dieser Ausgabe favorisieren Kolleginnen und Kollegen auf verschiedene Weise die Thematisierung von Flucht im Kontext von Nationalsozialismus und Zweitem Weltkrieg in ihren Bildungsangeboten. Diese Herangehensweise bietet unter anderem den Vorteil, dass die historischen Ereignisse nicht auf Europa eingegrenzt werden.
Am Beispiel einer Workshopreihe mit syrischen geflüchteten Frauen zu „Frauen im Nationalsozialismus“ reflektiert Elke Gryglewski Grundlagen und Anforderungen einer Bildungsarbeit mit Geflüchteten.
Barbara Kirschbaum schreibt darüber, welche Angebote für Geflüchtete das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln anbietet. Dabei rückt sie in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen, dass Menschen mit Flucht und Gewalterfahrungen nicht nur traumatisiert sind, sondern auch Expert_innen im Überlebenskampf.
Wie das Berliner Anne Frank Zentrum Flucht und Migration in seiner Arbeit thematisiert und welche didaktischen Überlegungen den Angeboten für Geflüchtete zugrunde liegen, dazu äußern sich Bianca Ely und Johannes Westphal.
Barbara Köster berichtet darüber, welche Wege die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas geht, um mit Geflüchteten aus Willkommensklassen zu arbeiten.
In seiner Betrachtung von Bildungsmaterialien zu Flucht und Migration macht David Zolldan auf die Problematiken von vereinfachenden Analogiebildungen und fehlenden historische Tiefendimensionen aufmerksam.
Jennifer Farber und Jens Hecker stellen das Netzwerk „Räume öffnen“ vor sowie dessen Diskussionen zu einer rassismuskritischen Bildungsarbeit zum Nationalsozialismus. Mit ihrem Beitrag geben die Autor_innen zugleich einen Einblick in aktuelle gedenkstättenpädagogische Diskussionen.
Den community- und kunstorientierten Ansatz von Gemeinschafts-Dialogen des Alexander Hauses in Groß Glienicke stell Julia Haebler vor.
Das nächste LaG-Magazin erscheint am 28. Juni. Es trägt den Titel „Widerstand gegen den NS-Staat und deutsche Besatzung“.

Bildungsarbeit zum Thema Nationalsozialismus mit und für Geflüchtete?

Nicht nur auf dem Feld der (historisch-)politischen Bildung wird seit dem Sommer 2015 diskutiert, ob und wie historisches Lernen zum Nationalsozialismus ein besonderes Thema von Bildungsarbeit mit geflüchteten Menschen sein soll. So hatten die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz, und der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, sich dafür ausgesprochen, mit Geflüchteten KZ-Gedenkstätten zu besuchen, um deren angenommenen Antisemitismus entgegenzuwirken. An solchen und ähnlichen Forderungen ist Verschiedenes problematisch. 
Geflüchtete sind keine homogene Gruppe. Ob sie über antisemitische Einstellungen verfügen, ist eine Annahme, wenn auch eine nicht vollkommen unbegründete angesichts des Umstandes, dass vor allem ein israelbezogener Antisemitismus in Ländern wie Syrien oder Afghanistan weit verbreitet ist. Empirische Einstellungsuntersuchungen liegen nicht vor. Für die Bildungsarbeit bedeutet das, wie immer, auf die Einzelnen zu schauen. Und es ist zu berücksichtigen, dass viele Menschen gerade vor den Zuständen in diesen Ländern fliehen.
Wieviel historisch-politische Bildung zum Nationalsozialismus und zur Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden in Bezug auf aktuelle antisemitische Einstellungen zu bewirken vermag, ist fraglich. Hier gehen die Ansichten im beruflichen Feld auseinander. Wenig strittig ist allerdings, dass ein isolierter Gedenkstättenbesuch dazu ungeeignet ist.
Dazu kommt, dass im breiteren öffentlichen Diskurs die Gefahr auftritt, von antisemitischen Haltungen der eingesessenen Mehrheitsbevölkerung abzulenken, wenn suggeriert wird, Geflüchtete, oder auch Muslime, seien die vorrangigen Träger_innen judenfeindlicher Stereotype.
Diese Einwände sprechen selbstverständlich nicht gegen pädagogische Angebote zur Auseinandersetzung mit dem NS für und mit Geflüchteten. Sie sollten in erster Linie nur nicht als Eintrittskarte in die bundesdeutsche Gesellschaft verstanden werden.
In dieser Ausgabe favorisieren Kolleginnen und Kollegen auf verschiedene Weise die Thematisierung von Flucht im Kontext von Nationalsozialismus und Zweitem Weltkrieg in ihren Bildungsangeboten. Diese Herangehensweise bietet unter anderem den Vorteil, dass die historischen Ereignisse nicht auf Europa eingegrenzt werden.
Am Beispiel einer Workshopreihe mit syrischen geflüchteten Frauen zu „Frauen im Nationalsozialismus“ reflektiert Elke Gryglewski Grundlagen und Anforderungen einer Bildungsarbeit mit Geflüchteten.
Barbara Kirschbaum schreibt darüber, welche Angebote für Geflüchtete das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln anbietet. Dabei rückt sie in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen, dass Menschen mit Flucht und Gewalterfahrungen nicht nur traumatisiert sind, sondern auch Expert_innen im Überlebenskampf.
Wie das Berliner Anne Frank Zentrum Flucht und Migration in seiner Arbeit thematisiert und welche didaktischen Überlegungen den Angeboten für Geflüchtete zugrunde liegen, dazu äußern sich Bianca Ely und Johannes Westphal.
Barbara Köster berichtet darüber, welche Wege die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas geht, um mit Geflüchteten aus Willkommensklassen zu arbeiten.
In seiner Betrachtung von Bildungsmaterialien zu Flucht und Migration macht David Zolldan auf die Problematiken von vereinfachenden Analogiebildungen und fehlenden historische Tiefendimensionen aufmerksam.
Jennifer Farber und Jens Hecker stellen das Netzwerk „Räume öffnen“ vor sowie dessen Diskussionen zu einer rassismuskritischen Bildungsarbeit zum Nationalsozialismus. Mit ihrem Beitrag geben die Autor_innen zugleich einen Einblick in aktuelle gedenkstättenpädagogische Diskussionen.
Den community- und kunstorientierten Ansatz von Gemeinschafts-Dialogen des Alexander Hauses in Groß Glienicke stell Julia Haebler vor.
Das nächste LaG-Magazin erscheint am 28. Juni. Es trägt den Titel „Widerstand gegen den NS-Staat und deutsche Besatzung“.

Bildung als Schlüssel zu einer besseren Welt?

Interview mit Reiner Klingholz und Wolfgang Lutz zur Bedeutung von Bildung für die Zukunft

Klimawandel, Ressourcenknappheit, Radikalisierung: Die meisten hausgemachten Probleme der heutigen Gesellschaft lassen sich auf mangelnde Bildung zurückführen. Die Antwort auf Fragen der Bildung müssen internationale Anstrengungen für die Bildung breiter Bevölkerungsschichten sein, sagen die Demographieforscher Prof. Reiner Klingholz und Prof. Wolfgang Lutz. Denn auch die Folgen mangelnder Bildung seien weltweit zu spüren und machten vor Grenzen nicht Halt. Sie zeigen in ihrem Band „Wer überlebt? Bildung entscheidet über die Zukunft der Menschheit“ exemplarisch die Ursachen, Wirkungen und Risiken niedriger Bildung auf und entwickeln mögliche Szenarien, nach denen sich das Bildungsniveau der Weltbevölkerung und mit ihm die Krisen der Moderne entwickeln könnten.

On magical manuscripts in Early Modern Europe

How to trade illegal book collections in eighteenth century Germany

Dear colleagues,
my new book „Magical Manuscripts in Early Modern Europe. The Clandestine Trade in Illegal Book Collections“ (Basingstoke 2017) presents the story of a unique collection of 140 manuscripts of ‘learned magic’ that was sold for a fantastic sum within the clandestine channels of the German book trade in the early eighteenth century. Written in collaboration with Bernd-Christian Otto (Erfurt, Germany) the book will interpret this collection from two angles – as an artefact of the early modern book market as well as the longue-durée tradition of Western learned magic –, thus taking a new stance towards scribal texts that are often regarded as eccentric, peripheral, or marginal. We structured the study by the apparent exceptionality, scarcity, and illegality of the collection, and provide chapters on clandestine activities in European book markets, questions of censorship regimes and efficiency, the use of manuscripts in an age of print, and the history of learned magic in early modern Europe. As the collection has survived till this day in Leipzig University Library, the book provides a critical edition of the 1710 selling catalogue, which includes a brief content analysis of all extant manuscripts. We hope that the study will be of interest to scholars and students from a variety of fields, such as early modern book history, the history of magic, cultural history, the sociology of religion, or the study of Western esotericism.
http://www.palgrave.com/de/book/9783319595245 

Die Sklaven von Lagos: Episode 3 – Historische CSI-Arbeit

Die Knochenarbeit im Labor für Forensische Anthropologie der Universität Coimbra geht weiter. Nach der Bestimmung von Geschlecht und Alter der Menschen, zu denen die Knochen einst gehörten, untersucht das Team um die Anthropologin Dr. Maria Teresa Ferreira das Material nach Spuren von Krankheiten, Abnutzungs- und Mangelerscheinungen sowie nach Hinweisen auf Verletzungen ab. Die ersten Befunde deuten auf ein hartes und entbehrungsreiches Leben hin – das Leben von Sklaven. Eine C14-Untersuchung der Knochen soll letzte Gewissheit geben. Stammen die menschlichen Überreste aus der Zeit, in der das Königreich Portugal unter Heinrich dem Seefahrer zur überseeischen Handelsmacht aufstieg?

Berliner Digital-Humanities-Preis 2017

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 17:30 Uhr

Der Interdisziplinäre Forschungsverbund Digital Humanities in Berlin (if|DH|b) stellt ein Forum zur Bündelung und Stärkung der Berliner Forschungsinfrastruktur im Bereich Digital Humanities (DH) dar. ­Verschiedene öffentliche Einrichtungen wie Universitäten, Institute, Archive oder Bibliotheken suchen über den if|DH|b den gemeinsamen wissenschaftlichen Austausch mit dem Ziel, Leistungen und Kompetenzen auf dem Gebiet der Digital Humanities am Standort Berlin sichtbar zu machen sowie ein Konzept für die nachhaltige Verankerung der Digital Humanities in Forschung und Lehre als Teil der exzellenten geisteswissenschaftlichen Landschaft Berlins zu erarbeiten.
Der Berliner DH-Preis des if|DH|b wird seit 2015 einmal jährlich für herausragende Berliner Projekte auf dem Gebiet der Digital Humanities verliehen. Die Preisträgerinnen bzw. Preisträger werden von einer unabhängigen Jury aus Verbundpartnerinnen und -partnern des if|DH|b ausgewählt. Der Berliner DH-Preis 2017 wird im Rahmen einer öffentlichen Festveranstaltung am 13. Juni 2017 im Einstein-Saal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) verliehen.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich bis zum 07. Juni.

„Herstellung von rassisch anders konnotierten Körpern“

Interview mit Björn A. Schmidt über die Darstellung chinesischer Migranten im US-Spielfilm

Im vergangenen Jahr brandete im Zusammenhang mit der Darstellung eines afrikanischen Menschen in einer Fernsehunterhaltungssendung eine Debatte rund um das sogenannte Blackface auf. In einem L.I.S.A.Interview haben wir die Diskussion damals aufgenommen. Auch die stereotype und orientalistische Darstellung von asiatischen Menschen hat in der Fernseh- und Filmbranche lange Tradition, vor allem das Yellowface – auch hier werden Menschen anderer Herkunft nicht von ihnen selbst dargestellt, sondern von „Weißen“, die sich als vermeintlich typische Chinesen schminken und verkleiden. Der Historiker Dr. Björn A. Schmidt hat sich in seinem Dissertationsprojekt dem Yellowface und der Darstellung von chinesischen Migrantinnen und Migranten angenommen und US-Spielfilme nicht nur nach dem Umgang mit dieser Praxis untersucht, sondern darüber hinaus die daraus entstehenden gesamtgesellschaftlichen Diskurse über Identität und die Konstruktion von Andersheit herausgearbeitet. Wir haben ihm zu seinem Buch „Visualizing Orientalness. Chinese Immigration and Race in U.S. Motion Pictures, 1910s-1930s“ unsere Fragen gestellt.

Buchpräsentation | Über Grenzen denken: Eine Ethik der Migration

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 18:00 Uhr

Über zwei Milliarden Menschen leben weltweit in bitterster Armut, leiden unter Hoffnungslosigkeit, Hunger, Unterdrückung und Krieg. 65 Millionen von ihnen waren allein im letzten Jahr auf der Flucht, viele Menschen weltweit erhoffen sich ein besseres Leben in Europa oder Nordamerika. Hilfe tut also dringend not – aber sind offene Grenzen die richtige Antwort auf das Elend in der Welt?Diese Ansicht findet viele Fürsprecher, doch der Philosoph Julian Nida-Rümelin ist überzeugt: Offene Grenzen würden das Elend nicht wesentlich mildern, sondern die Herkunftsregionen sogar weiter schwächen und die sozialen Konflikte in den aufnehmenden Ländern verschärfen. Eine Lösung für die beschämenden humanitären Skandale unserer Zeit sind sie nicht. In seinem neuen Buch entwickelt Nida-Rümelin eine eigene Ethik der Migration, die eine Brücke zwischen Philosophie und Politik schlägt. Sein Buch macht klar: Politisches Handeln muss auf den Werten und Normen der Humanität beruhen. Nur so können verantwortungsbewusste und zukunftsträchtige Entscheidungen getroffen werden.
Eine Anmeldung ist erforderlich bis zum 26.05. unter: https://www2.bbaw.de/anmeldung-migration

Weltordnung im 21. Jahrhundert

Vortrag von Prof. Dr. Stefan A. Schirm (Bochum) im Rahmen der Ringvorlesung „Politische Gewalt im 21. Jahrhundert“

Neue Herausforderungen prägen die Weltpolitik im 21. Jahrhundert. Der politische und wirtschaftliche Aufstieg der Schwellenländer stellt etablierte Ordnungsmuster in Frage, die globale Finanzkrise zeigt die Gefahren fehlender Regulierung der Finanzmärkte auf, Migrationsströme fordern westliche Gesellschaften wirtschaftlich und kulturell, neue Spannungen zwischen Russland und den USA erinnern an den Ost‐West‐Konflikt aus dem letzten Jahrhundert. Wie reagieren internationale Organisationen auf diese Herausforderungen? Welche Rolle kann Global Governance durch UNO, IWF und G20 spielen? Ist die Europäische Union durch Eurokrise, Migrationsströme und Brexit als Ordnungsmodell nachhaltig geschwächt? Führt der Aufstieg Chinas zu neuen Rivalitäten mit den USA? Können die neuen Kriege und islamistischer Terror bewältigt werden? Welche neuen weltpolitischen Ordnungsmodelle entsprechen den neuen Herausforderungen?

Die Intelligenz der Bienen. Wie sie denken, planen, fühlen und was wir daraus lernen können | 23. Mai 2017, 18 Uhr

Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Einstein-Saal,
Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin

Bienen gehören zu den wichtigsten Nutztieren. Ohne ihre Bestäubung stünde es schlecht um die Welternährung. Und sie können noch mehr, nämlich planen, zählen und träumen – obwohl ihr Gehirn kaum größer ist als ein Sandkorn. Wie machen sie das nur? Dazu forscht der Neurobiologe Randolf Menzel seit Jahrzehnten. Zusammen mit Matthias Eckoldt hat er sein gesammeltes Bienenwissen aufgeschrieben. 

Die Intelligenz der Bienen. Wie sie denken, planen, fühlen und was wir daraus lernen können

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 18:00 Uhr

Bienen gehören zu den wichtigsten Nutztieren. Ohne ihre Bestäubung stünde es schlecht um die Welternährung. Und sie können noch mehr, nämlich planen, zählen und träumen – obwohl ihr Gehirn kaum größer ist als ein Sandkorn. Wie machen sie das nur? Dazu forscht der Neurobiologe Randolf Menzel seit Jahrzehnten. Zusammen mit Matthias Eckoldt hat er sein gesammeltes Bienenwissen aufgeschrieben. 

Zwischen Geschichtswissenschaft und Theologie: Reformationsgedenken 2017 | 26.05.2017, 18 Uhr

Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Leibniz-Saal,
Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin

Reformation wird 2017 nicht nur gefeiert. Über Reformation wird auch gestritten. Ist die Feier zu wenig durch historische Forschung geprägt und nur eine vom Staat finanzierte Jubelfeier der Kirchen? Oder gehen umgekehrt die theologischen Einsichten im Event unter? Und wie kann man ökumenisch aufgeschlossen feiern, andererseits aber auch die dem Christentum gegenüber Distanten interessieren? Darf man Botschaften des 16. Jahrhunderts aktualisieren und wenn ja, wie macht man das? Zu diesen Themen diskutieren ein (römisch-katholischer) Historiker und ein (evangelischer) Theologe; sie greifen damit eine Debatte auf, die nicht nur in den letzten Monaten hohe Wellen in verschiedensten Medien schlug.
Vor der Diskussion, die sich mit dem Verhältnis von Theologie, Religionskritik und Geschichtswissenschaft am Beispiel von „Reformation“ auseinandersetzen wird, präsentieren sich drei Akademienvorhaben der BBAW – „Der Österreichische Bibelübersetzer. Gottes Wort deutsch“, „Die alexandrinische und antiochenische Bibelexegese in der Spätantike“ und „Corpus Coranicum“. Sie machen deutlich, dass die BBAW ein Ort für aktuelle Debatten ist und mit ihren Forschungsprojekten für alle Diskussionen notwendige Quellentexte in kritischen Ausgaben erarbeitet und erschließt.
Eine Veranstaltung im Rahmen des Deutschen Evangelischen Kirchentages 2017.

Zwischen Geschichtswissenschaft und Theologie: Reformationsgedenken 2017

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 18:00 Uhr

Reformation wird 2017 nicht nur gefeiert. Über Reformation wird auch gestritten. Ist die Feier zu wenig durch historische Forschung geprägt und nur eine vom Staat finanzierte Jubelfeier der Kirchen? Oder gehen umgekehrt die theologischen Einsichten im Event unter? Und wie kann man ökumenisch aufgeschlossen feiern, andererseits aber auch die dem Christentum gegenüber Distanten interessieren? Darf man Botschaften des 16. Jahrhunderts aktualisieren und wenn ja, wie macht man das? Zu diesen Themen diskutieren ein (römisch-katholischer) Historiker und ein (evangelischer) Theologe; sie greifen damit eine Debatte auf, die nicht nur in den letzten Monaten hohe Wellen in verschiedensten Medien schlug.
Vor der Diskussion, die sich mit dem Verhältnis von Theologie, Religionskritik und Geschichtswissenschaft am Beispiel von „Reformation“ auseinandersetzen wird, präsentieren sich drei Akademienvorhaben der BBAW – „Der Österreichische Bibelübersetzer. Gottes Wort deutsch“, „Die alexandrinische und antiochenische Bibelexegese in der Spätantike“ und „Corpus Coranicum“. Sie machen deutlich, dass die BBAW ein Ort für aktuelle Debatten ist und mit ihren Forschungsprojekten für alle Diskussionen notwendige Quellentexte in kritischen Ausgaben erarbeitet und erschließt.
Eine Veranstaltung im Rahmen des Deutschen Evangelischen Kirchentages 2017.

Tatort Archiv: Einem Gotteslästerer auf der Spur

Ein Film über die Arbeit mit Quellen im Archiv

Wer Vergangenes erforschen will, ist auf historische Dokumente, Bilder und Artefakte angewiesen. Ein Grossteil dieser Quellen wird heute in Archiven aufbewahrt. In der historischen Forschung gleicht die Recherche im Archiv einer Spurensuche am Tatort – mit allen Überraschungen, Entdeckungen und Unwägbarkeiten, wie sie auch die Aufklärung eines Kriminalfalls mit sich bringt.
TATORT ARCHIV begibt sich auf die Spuren des Zürcher Generals Johann Rudolf Werdmüller, der im 17. Jahrhundert angeklagt wurde, gotteslästerliche Reden geschwungen und Landesverrat begangen zu haben. Was lässt sich im Archiv über Gotteslästerung in der Frühen Neuzeit in Erfahrung bringen? Wie entsteht eine historische Fragestellung? Warum ist Geschichtswissenschaft eine Gegenwartswissenschaft?
Anschaulich und praxisnah führt der Film in Techniken der Recherche und des historischen Forschens ein. Anhand von Gerichtsakten, Suppliken, Bildern und Briefen wird der Umgang mit handschriftlichem Material thematisiert. Der Film richtet sich an angehende Historikerinnen und Historiker sowie an alle, die sich zu detektivischer Spurensuche ins Archiv begeben wollen.

Radikale Überzeugungstäter? Studentische Protest- und Gewaltformen zwischen den Befreiungskriegen und dem Bologna-Prozess

Greifswald | Alfried Krupp Wissenschaftskolleg | 6. bis 7. Juli 2017

Die deutschen Universitäten des 19. und 20. Jahrhunderts stellten nicht nur Orte der Gelehrsamkeit dar, sondern wurden von der größten akademischen Gruppe, den Studierenden, auch als Räume perpetuierter Gewalt und suspendierter Normen wahrgenommen. Der radikale Teil der Studierenden bildete zwar stets nur eine Minderheit, trug seine Ideen und Ideologien aber wirkungsvoll aus der Gesellschaft an die Universitäten und von dort wieder zurück. Infolge dieser Entwicklungen blieben die Hochschulen weder von den Wertemustern des Vormärz, noch vom Radauantisemitismus der Nationalsozialisten oder von den Studentenunruhen der 68er verschont.Die Tagung, bei der nationale wie internationale Experten über studentische Protest- und Gewaltformen zwischen den Befreiungskriegen und dem Bologna-Prozess diskutieren, nimmt deutschlandweite Entwicklungen ebenso in den Blick wie repräsentative Fallbeispiele. Im Mittelpunkt stehen der Eigensinn jugendkultureller Lebenswelten und die politischen Aktionsformen potentieller Eliten. Immerhin rückten die radikalen Studierenden nach Abschluss ihrer Studien oftmals in führende gesellschaftliche oder staatliche Positionen auf und beeinflussten mit dem ihnen eigenen Politikverständnis die Entwicklung Deutschlands auf vielfältige Weise.Die internationale Fachtagung des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs wird gefördert von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach–Stiftung, Essen, und der Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Mecklenburg-Vorpommern. Die Tagung und der öffentliche Abendvortrag mit anschließender Podiumsdiskussion stehen allen Interessierten offen.
 
Programm: 
Donnerstag, 6. Juli 20179.00 Uhr:Begrüßung und Einführung in das TagungsthemaProf. Dr. Oliver Auge & Martin Göllnitz (M.Ed.) (beide Kiel)9.15 Uhr:“zum fechten wider alle Welt gebildet“ – Deutsche Studenten in den Befreiungskriegen 1813-1815PD Dr. Dr. Harald Lönnecker (Koblenz)10.00 Uhr:“…und sie kamen wieder mit Schwertern in der Hand“: Studentische Gewalt im Vormärz und der 1848er Revolution zwischen Anspruch und WirklichkeitDr. Jan Schlürmann (Kiel)10.45 Uhr:Kaffeepause11.15 Uhr:Die Gesellschaft der Volksfreunde – ein Blick auf das Ende der Greifswalder Burschenschaft 1833-1838Dr. Dirk Alvermann (Greifswald)12.00 Uhr:Auf Kneipe und Fechtboden: Anerkennungskämpfe jüdischer Studentenverbindungen in Kaiserreich und Weimarer RepublikDr. Miriam Rürup (Hamburg)12.45 Uhr:Mittagessen13.45 Uhr:Politischer Protest und Totenkult. Das studentische Langemarck-Gedenken in der Weimarer RepublikDr. Arndt Weinrich (Paris)14.30 Uhr:Militante Kommilitonen. Radikalisierungsprozesse studentischer Gewalttäter in den Anfangsjahren der Weimarer RepublikMartin Göllnitz, M.Ed. (Kiel)15.15 Uhr:Kaffeepause15.45 Uhr:Nationalsozialistische Gewaltpolitik an den Hochschulen 1929-1933Prof. Dr. Michael Grüttner (Berlin)16.30 Uhr:Der Greifswalder „Blutsonntag“ und die Universität – studentische Gewalt und ihre FolgenJan Mittenzwei (Berlin)17.15 Uhr:Abendessen19.00 Uhr (Öffentlicher Abendvortrag mit Podiumsdiskussion):Studentischer Protest im Wandel der Zeiten. Ideologische Seitenwechsel der Studierenden im 19. und 20. JahrhundertProf. Dr. Konrad Jarausch (Chapel Hill/USA)Freitag, 7. Juli 20179.15 Uhr:Die Tupamaros Westberlin (TW) als Transformationszusammenhang studentischer in terroristische GewaltDr. Wolfgang Kraushaar (Hamburg)10.00 Uhr:Kaffeepause10.30 Uhr:Diskursverweigerung und ‚Jagd auf Korporierte‘ als Mittel studentisch-politischer Auseinandersetzung seit 1990Dr. Frank Grobe (Wiesbaden)11.15 Uhr:Die Bologna-Reform und studentischer Protest. Im Focus: Die „Uni brennt“ Bewegung 2009/10Elisabeth Westphal (Wien)12.00 Uhr:ZusammenfassungHolger Zinn (Wiesbaden)12.30 Uhr:Mittagessen und Ausklang
 
Anmeldung bis spätestens 15. Juni 2017 unter:
Siri Hummel M.A.Alfried Krupp Wissenschaftskolleg GreifswaldMartin-Luther-Straße 1417487 GreifswaldTelefon: +49 (0) 3834 / 86 – 19029Email: siri.hummel@wiko-greifswald.de

„Mystifizierung der Kulturrevolution“

Experten-Interview mit Dr. habil. Nora Sausmikat über Erinnerungspolitik in China

Nora Sausmikat ist Programmleiterin China der Stiftung Asienhaus in Köln. Sie forscht und publiziert zur chinesischen Frauenforschung, zur Geschichte der Intellektuellen, zur politischen Reform und zur Zivilgesellschaft in China. In ihrer Dissertation Kulturrevolution, Diskurs und Erinnerung: Eine Analyse lebensgeschichtlicher Erzählungen von chinesischen Frauen (Frankfurt: Lang, 2002) analysierte sie den Zusammenhang zwischen biografischer und kollektiver sowie staatlich gelenkter Sinnbildung. Hierfür führte sie umfangreiche Feldforschungsstudien durch, in deren Mittelpunkt junge städtische Frauen (zhiqing 知青 bzw. zhishi qingnian 知识青年, gebildete Jugendliche) standen, die im Rahmen der kulturrevolutionären Massenbewegung ab 1968 im ländlichen China sesshaft gemacht werden sollten.
Nana Sippel studiert Sinologie und Religionswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Sie konzipierte, führte und transkribierte das Interview.

50 Jahre Kulturrevolution: Die Rezeption in China und im Ausland

Workshop 2016 an der Ruhr-Universität Bochum | Fakultät für Ostasienwissenschaften

2016 jährte sich zum fünfzigsten Mal der Beginn der „Großen Proletarischen Kulturrevolution“, eines der einschneidendsten Ereignisse in der modernen chinesischen Geschichte. Die Kulturrevolution hat aber nicht nur die Entwicklung der Volkrepublik China nachhaltig beeinflusst. Sie hat internationale Auswirkungen gezeitigt, die erst in letzter Zeit in größerem Maßstab erforscht werden, nicht anders als die zum Teil noch immer tabuisierten Geschehnisse in China selbst. Auch die westdeutsche Protestbewegung der späten 60er Jahre hat unter dem Einfluss der Kulturrevolution gestanden.
Gegenstand der Tagung waren insbesondere die internationalen Wirkungen der Kulturrevolution, sowohl im ostasiatischen als auch im westlichen und namentlich im deutschen Raum. Bei der Veranstaltung wurde der Versuch unternommen, die nachträgliche theoretische Aufarbeitung der Kulturrevolution mit persönlichen Eindrücken und Erinnerungen zu verbinden.
Anschließend an den Workshop wurden von Studierenden drei Experteninterviews mit Nora Sausmikat, Felix Wemheuer und Daniel Leese geführt, die in Kürze hier bei L.I.S.A. in einer kleinen Reihe erscheinen werden. Der Beitrag von Heiner Roetz, „Erinnerung: 50 Jahre Kulturrevolution“ erscheint im Bochumer Jahrbuch zur Ostasienforschung, 39 (2016).

Die Sklaven von Lagos: Episode 2 – „Knochenarbeit“ Bioarchäologie

Zurück in ihrer Heimatuniversität Coimbra untersucht die Anthropologin Dr. Maria Teresa Ferreira mit ihrem Team die vielen Knochen, die zufällig bei Bauarbeiten in Lagos gefunden wurden. Erster Schritt ist dabei die Säuberung der menschlichen Überreste von Schmutz und anderem Fremdmaterial. Anschließend müssen Tausende von Knochen vermessen und katalogisiert werden. Erst dann geht es an die eigentliche Puzzlearbeit: Welche Knochen gehören zusammen? Was sagen Sie aus über Geschlecht, Alter, aber auch über Herkunft und Lebensumstände der Menschen? Deuten Krankheitsspuren und Fehlbildungen auf harte Arbeit hin? Handelt es sich bei dem Fund um die Überreste von Sklaven? Das besondere Material liefert viele Daten und Indizien mehr, als auf dem ersten Blick zu vermuten ist.

two 5-year Research Fellowships

(any discipline represented at the University of Konstanz) and, in collaboration with the Hector Stiftung II, one 5-year Hector Pioneer Fellowship (in the STEM fields represented at the University of Konstanz) (Salary Scale TV-L 14)

The University of Konstanz, with its “Institutional Strategy to promote Top-Level Research,” has been receiving continuous funding since 2007 within the framework of the Excellence Initiative by the German Federal and State Governments. The Zukunftskolleg is a central scientific institution of the University of Konstanz for the promotion of young researchers in the natural sciences, humanities and social sciences, and is an integral component of the institutional strategy “Model Konstanz — Towards a Culture of Creativity.” The Zukunftskolleg forms a platform for interdisciplinary discourse between distinguished researchers in Germany and abroad, and provides them with resources for obtaining extramural funding. The Zukunftskolleg of the University of Konstanz offers
two 5-year Research Fellowships (any discipline represented at the University of Konstanz) and, in collaboration with the Hector Stiftung II, one 5-year Hector Pioneer Fellowship (in the STEM fields represented at the University of Konstanz) (Salary Scale TV-L 14)
to develop and implement individual research projects. The Fellowships will begin on February 1, 2018, and end on January 31, 2023. The Hector Pioneer Fellowship is offered by the Zukunftskolleg in collaboration with the Hector Stiftung II and is dedicated to extraordinary post-doctoral researchers in STEM (Science, Technology, Engineering, Mathematics) fields. The candidates research ideally links up to the universitys focus areas: „Chemical Biology and Ecology“, „Molecular Nanotechnology and Materials Science“, and „Decision Sciences“ amongst others. Interdisciplinary and innovative projects are expressly welcome. The Zukunftskolleg provides a professional infrastructure and an appropriate workplace for conducting research. Fellows have the opportunity to benefit from a variety of career development measures, including the University of Konstanz’s Academic Staff Development and Research Support offices. Fellows may nominate recognized experts in their field of research as senior Fellows, who will be invited to Konstanz for a research stay of one to nine months. Each 5-year Fellow receives Start-up Funding and a Research Allowance. Furthermore, a pool is available for funding cooperative projects, research assistants, travel, and equipment purchases. Each Fellow is a member of both a university department and the Zukunftskolleg. These Fellowships are available to researchers characterized by a strong and creative mind, an ability to think and communicate beyond their own disciplines, regardless of their nationality. Applicant Requirements for this Fellowship include:

Candidates must be in possession of a doctoral degree (PhD thesis submitted and defended) and have acquired five years of postdoctoral research experience at most.
Candidates must not hold an academic permanent position, a professorship, or have a habilitation or equivalent (Venia legendi).
Candidates must have applied for a research group grant of at least 50,000 € or an equivalent amount of funding. This external grant should be used for their research while at the Zukunftskolleg, and should be obtained in a competitive process. A Fellowship offer is conditional on the approval of the external grant application. Candidates with their own position funded by another program, which can be transferred to Konstanz, are also eligible.
Applicants must propose a research project that ties in with a discipline represented at the University of Konstanz. Applicants should contact potential mentors (Local Hosts) among the researchers at the University of Konstanz in order to ensure appropriate affiliation. Support from the department strengthens the application. For the Hector Pioneer Fellowship: Applicants must propose a research project that ties in with one of the STEM disciplines and ideally with one of the academic focus areas of the University of Konstanz.

All these requirements have to be fulfilled at the application deadline (June 13, 2017). Fellows have an opportunity to teach. They are expected to participate actively in the regular weekly meetings of the Zukunftskolleg and to have their place of residence in Konstanz and the surroundings. Fellows are selected on the basis of their academic excellence, the quality and topicality of their research project outline, personal aptitude with regard to leadership and team skills. International experience in teaching or research, and a strong interest in interdisciplinary topics are desirable. Applications are evaluated in a three-stage process: 1. Eligibility check and pre-selection based on the written application; 2. Further selection based on independent peer reviews; 3. Personal assessment of the remaining candidates by the Recruitment Committee in the interdisciplinary Workshop on Future Research Directions, to be held at the University of Konstanz in November 2017. Candidates will be informed of the final decision one week after the workshop. More information on the Zukunftskolleg and current Fellows, as well as a special section devoted to the application and selection process (online application process, required documents, guidelines on eligibility, evaluation criteria, the timeline and the stages of the selection process) are available on our website at: https://www.uni-konstanz.de/zukunftskolleg/ . The University of Konstanz encourages applications from people with a disability. They will be given preference if appropriately qualified (contact +497531/88–4016). The University of Konstanz is an equal opportunity employer that tries to increase the number of women in research and teaching. The University of Konstanz is committed to further the compatibility of work and family life. The University of Konstanz offers a „Dual Career Couples Program“. Information can be obtained from: http://www.uni-konstanz.de/dcc . All applications and supporting materials must be submitted in English via the Online Application Platform including reference number 2017/052 at: www.zukunftskolleg.uni-konstanz.de/online-application . The required documents include a completed application form, a letter of motivation, research proposal, curriculum vitae, a writing sample, and two letters of reference. The deadline for applications is June 13, 2017, 11:00 am (Konstanz time). Contact: Anda Lohan, e-mail: a.lohan@uni-konstanz.de , Management Team, e-mail: zukunftskolleg-application@uni-konstanz.de

„Sie thront wie eine Sphinx über Österreich“

Interview mit Thomas Lau über die Habsburgerkaiserin Maria Theresia damals und heute

Der 300. Geburtstag der einzigen Frau auf dem Habsburger-Thron ist in Österreich ein besonderes nationales Ereignis. An die einstige Kaiserin Maria Theresia erinnern seit einer Woche staatliche und andere Institutionen in zahlreichen Festakten und Veranstaltungen. Die Tochter von Kaiser Karl VI. und seiner Gemahlin Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel, die 1740 nach dem Tod ihres Vaters die Regierungsgeschäfte der Habsburgermonarchie übernahm, wird von der Republik Österreich bis heute als Gründerin, Reformerin und Landesmutter gefeiert. Woran liegt es, dass eine Monarchin aus der Zeit des Absolutismus zur Symbolfigur einer Republik werden konnte? Wer war die einzige Frau an der Spitze der Habsburger? Der Historiker Prof. Dr. Thomas Lau von der Université de Fribourg hat eine neue Biographie über Maria Theresia verfasst. Wir haben ihm dazu unsere Fragen gestellt.

Vortrag und Workshop mit Prof. Dr. Anthony Grafton in Halle (Saale) | 20.-21. Juni 2017

20. Juni 2017 | 18 Uhr c.t. | IZEA, Bibliothekssaal
»The Polyhistor in the Atlantic World: How Humanistic reading practices came to the American Colonies« | Abendvortrag von Prof. Dr. Anthony Grafton (Princeton)

Anthony Grafton, Henry Putnam University Professor in Princeton, gehört zu den ganz großen klassischen Philologen und Historikern weltweit. Sein Spezialgebiet reicht vom Humanismus bis zur Aufklärung, jene Zeit, als Bibel und Antike Leitmodelle waren, die Welt zu erschließen und zu verstehen, als der klassische Philologe der Meister dieser Kunst war. „Bring Out Your Dead“ (so der Titel einer Aufsatzsammlung aus dem Jahr 2001) lautet die Devise seiner historischen Rekonstruktionen. Graftons Meisterstück ist die unübertroffen präzise Studie über Leben und Werk Joseph Scaligers (Joseph Scaliger: A Study in the History of Classical Scholarhip, 2 Bde., Oxford 1983, 1993), zu seiner Zeit der unbestrittene Fürst klassischer Philologie, zugleich Begründer der modernen historischen Chronologie. Grafton schaut nicht nur auf die Ideen und Methoden seiner Protagonisten. Sein besonderes Interesse gilt den Strukturen und Praktiken, die Ideen hervorbrachten, ihnen den Weg bereiteten. In seinen unnachahmlich kunstvollen Essays werden zum Beispiel „Humanists with Inky Fingers“ (2011) lebendig, können wir zuschauen, wie sie gelebt und gearbeitet haben.

Die Externalisierungsgesellschaft

Interview mit Stephan Lessenich über Folgen des globalen Kapitalismus

Wir leben auf Kosten der anderen, so lautet zugespitzt die These des Soziologen Prof. Dr. Stephan Lessenich von der Ludwigs-Maximilian-Universität München. Ausgeführt hat er diese These in seiner jüngsten Publikation „Neben uns die Sintflut. Die Externalisierungsgesellschaft und ihr Preis“. Demnach ist das Weltgefüge politisch, ökonomisch, sozial und ökologisch schief, unsere Lebensweise im Norden bzw. im Westen eine Belastung für den Rest der Menschheit. Diese Erkenntnisse seien nicht neu, so Stephan Lessenich, doch obwohl wir darum wüssten, ändere sich nichts. Woran liegt das? Diese und andere Fragen haben wir ihm in unserer Videogesprächsreihe „Zu Gast bei L.I.S.A. Wortwechsel im Stiftungshaus“ gestellt.

Die Externalisierungsgesellschaft

Interview mit Stephan Lessenich über Folgen des globalen Kapitalismus

Wir leben auf Kosten der anderen, so lautet zugespitzt die These des Soziologen Prof. Dr. Stephan Lessenich von der Ludwigs-Maximilian-Universität München. Ausgeführt hat er diese These in seiner jüngsten Publikation „Neben uns die Sintflut. Die Externalisierungsgesellschaft und ihr Preis“. Demnach ist das Weltgefüge politisch, ökonomisch, sozial und ökologisch schief, unsere Lebensweise im Norden bzw. im Westen eine Belastung für den Rest der Menschheit. Diese Erkenntnisse seien nicht neu, so Stephan Lessenich, doch obwohl wir darum wüssten, ändere sich nichts. Woran liegt das? Diese und andere Fragen haben wir ihm in unserer Videogesprächsreihe „Zu Gast bei L.I.S.A. Wortwechsel im Stiftungshaus“ gestellt.

Munich History Lecture | Gudrun Krämer: Reform, Moderne, Islam. Die Verwandlung der arabischen Welt im 19. und 20. Jahrhundert

LMU München (Historisches Seminar) | 22. Mai 2017, 18:30 Uhr

Von der Mitte des 19. Jahrhunderts an war die Reformpolitik im Osmanischen Reich, wie zuvor schon in seiner ägyptischen Provinz, explizit als Modernisierung angelegt. Sie zielte auf eine Stärkung zentralstaatlicher Kontrolle, bewirkte zugleich aber, gewollt und ungewollt, eine grundlegende Umgestaltung der Gesellschaft. Dabei ließ sich die Emanzipation von Sklaven und Nichtmuslimen (nicht aber der Frau) vornehmlich als Reaktion auf äußeren Druck verstehen; nicht so die Herausbildung einer neuen städtischen Mittelschicht, die sich als Bürgertum verstand und engagierte – im Osmanischen Reich ebenso wie in seinen arabischen Nachfolgestaaten. Den gesellschaftlichen Umbrüchen und den Versuchen, unter kolonialen Vorzeichen eine ‚lokale Moderne‘ zu schaffen, sei sie religiös oder säkular fundiert, gilt der Vortrag. Prof. Dr. Gudrun Krämer ist Professorin für Islamwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Sie ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften; im Jahre 2010 wurde Sie mit dem Preis der Gerda Henkel-Stiftung ausgezeichnet. Zuletzt erschienen ihre Bücher „Geschichte Palästinas“ (München, 2015) und „Der Vordere Orient und Nordafrika ab 1500“ (Frankfurt/Main, 2016) Einführung: Prof. Dr. Christoph K. Neumann Montag, 22.05.2017 | 18:30 Uhr | Hörsaal M118 (Hauptgebäude)

Buchpräsentation | Die Erfurter Historienbibel von 1425/28 und ihre Edition von 2016 | 22. Mai 2017, 18 Uhr

Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Leibniz-Saal,
Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin

Historienbibeln waren im 14./15. Jahrhundert die häufigste Form deutscher Bibelübersetzung. Sie enthielten Teile des Alten, selten auch des Neuen Testaments, meist nach dem Vulgata-Text, der lateinischen Bibelübersetzung. Nutzer der oft reich bebilderten Historienbibeln waren Weltgeistliche, Angehörige der städtischen Oberschicht und der Adel.
Von den etwa 100 erhaltenen Historienbibel-Handschriften bilden vier die mitteldeutsche Gruppe der „Erfurter Historienbibel“, die in der Edition zum ersten Mal vollständig nach der Überlieferungslage wiedergegeben wird. Kommentare zum Inhalt und Register zum Namen- und Wortgebrauch erschließen die damaligen religiösen Vorstellungen. Die Ausgabe ist ein Beitrag zur Erforschung der Leistung der vorlutherischen deutschen Bibel für das religiöse Leben des Spätmittelalters.

Buchpräsentation | Die Erfurter Historienbibel von 1425/28 und ihre Edition von 2016

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 18:00 Uhr

Historienbibeln waren im 14./15. Jahrhundert die häufigste Form deutscher Bibelübersetzung. Sie enthielten Teile des Alten, selten auch des Neuen Testaments, meist nach dem Vulgata-Text, der lateinischen Bibelübersetzung. Nutzer der oft reich bebilderten Historienbibeln waren Weltgeistliche, Angehörige der städtischen Oberschicht und der Adel.
Von den etwa 100 erhaltenen Historienbibel-Handschriften bilden vier die mitteldeutsche Gruppe der „Erfurter Historienbibel“, die in der Edition zum ersten Mal vollständig nach der Überlieferungslage wiedergegeben wird. Kommentare zum Inhalt und Register zum Namen- und Wortgebrauch erschließen die damaligen religiösen Vorstellungen. Die Ausgabe ist ein Beitrag zur Erforschung der Leistung der vorlutherischen deutschen Bibel für das religiöse Leben des Spätmittelalters.

„… ein Tür- und Augenöffner!“

Forschungsorientiert studieren im a.r.t.e.s. Research Master

Mit dem a.r.t.e.s. Research Master hält die a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne ein besonderes Zusatzangebot für forschungsinteressierte Masterstudierende der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln bereit. Das reguläre Lehrangebot wird dabei ergänzt durch das a.r.t.e.s.-Modul, das sich aus Veranstaltungen der Juniorprofessoren und Postdocs des a.r.t.e.s. Research Lab und einem intensiven Beratungsangebot zusammensetzt. Dies ermöglicht den Studierenden schon während ihrer Masterphase einen unmittelbaren Forschungsbezug und einen Einblick in innovative und interdisziplinäre Forschungsdesigns in den Geisteswissenschaften. Das Research Master-Programm fördert die Entwicklung eigener Forschungsprojekte in einem multidisziplinären Kontext und stärkt potentiell anschließende Promotionsvorhaben. Dafür stellt a.r.t.e.s. auch Mittel für Forschungs- und Archivreisen sowie erste Konferenzteilnahmen zur Verfügung.
Seit dem Wintersemester 2016/17 studiert bereits der dritte Jahrgang im a.r.t.e.s. Research Master. Thorsten Leyens (Musikwissenschaften) und Alina Wehrmeister (Germanistik/Skandinavistik) haben ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen im vergangenen Jahr als offizielle Sprecherin und Sprecher des Programms vertreten. Ein Gespräch über Horizonte, Grenzen und den Wert der Interdisziplinarität.

Filmvorführung und Podiumsgespräch zu „Wołyń“

Donnerstag, 18. Mai 2017, 17.00 Uhr im Monopol-Kino, München

Der polnische Film »Wołyń« (Trailer) des bekannten Regisseurs Wojciech Smarzowski löste sowohl in Polen als auch in der Ukraine im Herbst 2016 hitzige Diskussionen aus. Der in Polen mehrfach ausgezeichnete Film hatte seine Premiere im Oktober 2016 und handelt von den Ereignissen in Wolhynien im Jahr 1943, als die Ukrainische Aufstandsarmee (UPA) einen Massenmord an der polnischen Bevölkerung verübte.
Im Juli 2016 ist dieses historische Geschehen auf politischer Ebene in Form eines Beschlusses des polnischen Parlaments aufgegriffen worden, wonach die damals ermordeten Polen als »Opfer eines Genozids« zu bezeichnen seien. Dies führte zu einer Emotionalisierung der Debatte. So wurde der Film kaum noch als künstlerisches Werk betrachtet, sondern seine Darstellung des historischen Geschehens unter dem Eindruck der aktuellen politischen Ereignisse und Beziehungen diskutiert und oftmals heftig kritisiert. Der Spielfilm entfaltete damit eine ungewöhnlich starke Wirkung auf beiden Seiten der polnisch-ukrainischen Grenze.
Im Rahmen der Veranstaltung wird der Film (OmeU, 150 Minuten) zum ersten Mal in Deutschland gezeigt und anschließend ein Podiumsgespräch mit dem Regisseur Wojciech Smarzowski, dem polnischen Historiker Grzegorz Motyka und dem ukrainischen Historiker Jurij Shapoval darüber geführt. So besteht außerhalb Polens erstmals die Gelegenheit, sich selbst einen Eindruck von dem Film zu verschaffen. In dem polnisch / ukrainischen Gespräch (mit konsekutiver Übersetzung) werden Fragen zum Film, zu seiner Wirkung und den Kontroversen näher beleuchtet.
Termin: 18. Mai 2017, 17:00 Uhr – ca. 21:00 Uhr
Ort: Monopol-Kino, Saal 1 (München, Schleißheimerstr. 127)
Bitte beachten Sie: Die Karten für die Veranstaltung sind leider ausverkauft. Eine Aufzeichnung der Podiumsdiskussion wird nach der Veranstaltung verfügbar sein. Wenn Sie darüber informiert werden möchten, wann und wo das Video online zu sehen sein wird, bitten wir Sie um eine Nachricht mit dem Betreff „Bitte um Information“ an wolyn@lrz.uni-muenchen.de.
Besuchen Sie auch gerne den Blog „Erinnerungskulturen“ der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien (https://erinnerung.hypotheses.org/), auf dem es einen Veranstaltungsbericht geben wird.
Podiumsteilnehmer

Prof. Grzegorz Motyka, polnischer Historiker und Experte für polnisch-ukrainische Beziehungen; in den Entstehungsprozess des Filmes eingebunden; Mitglied des polnisch-ukrainischen Historikerforums; Mitarbeiter der Polnischen Akademie der Wissenschaften
Prof. Jurij Shapoval, ukrainischer Historiker und Experte für ukrainisch-polnische Beziehungen; Mitglied des ukrainisch-polnischen Historikerforums; Mitarbeiter der Akademie der Wissenschaften der Ukraine; Mitglied der Deutsch-Ukrainischen Historikerkommission
Wojciech Smarzowski, Regisseur des Films und weiterer preisgekrönter Filme wie „Róża“, „Drogówka“ und „Dom Zły“

Moderation: Dr. Martin Sander (Deutschlandradio Kultur)

Veranstalter

Deutsch-Ukrainische Historikerkommission (DUHK)
Promotionskolleg Polen und Deutschland im modernen Europa (PDME)
Abteilung für Geschichte Ost- und Südosteuropas der Ludwig-Maximilians-Universität München
in Kooperation mit der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien

Weiterführende Links

Wolyn_Trailer
Wolyn_Ankündigungsplakat(374 KByte)

Einladung zum Berliner Doktorandenstammtisch der Gerda Henkel Stiftung

Berlin | 19. Mai 2017, 17:00 Uhr

Liebe Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie Alumni der Gerda Henkel Stiftung, wir laden Euch herzlich zum nächsten Berliner Doktorandenstammtisch am Freitag, den 19.5.2017 um 17 Uhr ein.Der Stammtisch findet wieder im Raum 209 des Instituts für Erziehungswissenschaften der Humboldt-Universität, Geschwister-Scholl-Straße 7, 10099 Berlin statt.Wir freuen uns auf einen spannenden Vortrag der Stipendiatin Elisabeth Schaber zu ihrem Dissertationsprojekt mit dem Arbeitstitel „Zwischen Utopie und Propaganda. Raumfahrtbilder im Kalten Krieg – das Beispiel DDR“.Danach werden wir wieder Gelegenheit haben, uns in einer Kneipe oder einem Restaurant in der Nähe weiter auszutauschen.Es wäre schön, wenn Ihr uns per E-Mail eine Rückmeldung gebt, falls Ihr teilnehmen wollt (stammtischghs@gmail.com). Gerne könnt Ihr auch weitere Interessenten auf den Stammtisch aufmerksam machen.Wir freuen uns auf Euch!Viele GrüßeEuer Team

„History should teach humility“

Interview with James Grossman on historical sciences in the United States of America

In its annual meeting 2017, the American Historical Association discussed a wide spread of subjects, regarding many topics from different angles and times. We asked the Association’s President, Prof. James Grossman, about the impression the annual meeting left on him. He also told us about the situation of the humanities in general and the role of historians in particular under the current political circumstances in the United States of America.

GESIS Sommer Seminare 2017

Köln | 37. Methodenseminar | 6th GESIS Summer School in Survey Methodology

Das Methodenseminar vermittelt seit 1980 Grundlagenwissen und -fertigkeiten im Umgang mit quantitativen Forschungsdaten. Die in deutscher und englischer Sprache angebotenen Kurse sind modular strukturiert und interdisziplinär ausgerichtet.
Infos hier.
6th GESIS Summer School — August 3-25 2017 in Cologne
Every August since 2012, the GESIS Summer School in Survey Methodology takes place at GESIS, Cologne. Lecturers and participants from all over the world and from many different fields come to Cologne to take part in Europe’s leading summer school on survey methodology, research design, and data collection – recommended by the European Survey Research Association (ESRA).
More information.

Die Sklaven von Lagos: Episode 1 – Skelette an der Algarve

Die portugiesische Hafenstadt Lagos an der Algarveküste zieht heute vor allem Touristen an. In der gut erhaltenen Altstadt betreten Besucher irgendwann auch den historischen Sklavenmarkt (Mercado de Escravos), war Lagos im ausgehenden Mittelalter vor allem ein Umschlagplatz für Sklaven aus Afrika. Zeugnis davon legt nicht zuletzt ein grausiger Fund ab, der im Zuge des Baus eines neuen Parkhauses zufällig gemacht wurde: zahlreiche Menschen-Skelette, die das Bild einer menschlichen Müllkippe abgeben. Die Anthropologin Dr. Maria Teresa Ferreira von der Universität Coimbra vermutet, dass es sich hierbei um die Überreste von Sklaven handelt. Wer aber waren diese Menschen? Welches Schicksal haben sie erlitten? Was lässt sich aus der Erforschung dieser Skelette Neues über die Geschichte der Sklaverei sagen?

Thementag „Ein Geschmack der Zukunft der Meere“ im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane

Der Thementag „Geschmack der Zukunft der Meere“ am 21. Mai 2017 bietet vielfältige Aktivitäten zum Thema Meere und Ozeane und zum nachhaltigen Konsum von Meeresprodukten für alle Altersgruppen.

Im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*17 – Meere und Ozeane laden wir Besucher_innen ein, sich aktiv und spielerisch über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu informieren.
Der Thementag bietet vielfältige Aktivitäten für alle Altersgruppen. Besucher_innen können im „Science Corner“ mit Wissenschaftler_innen diskutieren oder an einer kostenlosen Führung durch die Ausstellungen teilnehmen. Aktionstische zum Thema Meere und Ozeane laden zum Experimentieren und selber forschen ein. Kinder und Erwachsene haben zudem die Gelegenheit im Mikroskopierzentrum des Museums aktiv zu werden.
Unsere kulinarischen Partner Küstlichkeiten und Bone.Berlin servieren Streetfood-Leckerbissen aus nachhaltigen Meeresprodukten, von denen Besucher_innen sich inspirieren lassen können.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Ecologic Institut, gefördert vom BMBF im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*17 – „Meere und Ozeane“.
Veranstaltungsort: Museum für Naturkunde Berlin, Invalidenstr. 43, 10115 Berlin
Öffnungszeiten: 10-18:00 Uhr
Da am 21. Mai auch der Internationale Museumstag ist, ist der Eintritt für alle Besucherinnen und Besucher frei.

„Kulturerhalt erfolgt in jeder Gesellschaft“

Interview mit Marie Huber über die Geschichte des Weltkulturerbes in Äthiopien

Infolge der jüngeren Zerstörungen von historischen Stätten im Zusammenhang mit Kriegen ist das Thema Kulturerbeerhalt wieder in den Blick der Öffentlichkeit geraten. Raubgrabungen im Irak und mutwillige Zerstörungen in Afghanistan und Syrien haben dazu geführt, dass in den Überlegungen für eine Nachkriegsordnung der Restaurierung und dem dauerhaften Erhalt von Weltkulturerbe eine inzwischen gewichtige Bedeutung zukommt. Dabei sind der Schutz und die Bewahrung von bedeutenden Überresten aus der Geschichte der Menschheit alles andere als neu. Die Historikerin Marie Huber untersucht derzeit in ihrem von der Gerda Henkel Stiftung geförderten Dissertationsprojekt die Geschichte des Kulturerhalts in Äthiopien. Wir haben ihr dazu unsere Fragen gestellt.

Wissenschaft erleben! Von der Antike bis heute // 11 -18 Uhr

Bayerische Akademie der Wissenschaften, München

Am Samstag, den 20. Mai öffnet die Bayerische Akademie der Wissenschaften ihre Türen. Nutzen Sie diese Gelegenheit zu einem Besuch. Es erwarten Sie unter anderem ein umfangreiches Vortragsprogramm, in dem die größte der deutschen Länderakademien Einblicke in ihre Forschungsschwerpunkte gibt, sowie Podiumsdiskussionen, in denen prominente Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die Rolle der Wissenschaft in unserer heutigen Gesellschaft debattieren.
Darüber hinaus stellen wir in der Projektstraße das breite Spektrum unserer Vorhaben vor, wobei die Bandbreite von der Archäologie bis zur experimentellen Hochdruckforschung reicht. Sie können aber auch den Digitalen Salon besuchen oder beim Speed-Dating mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unseres Hauses ins Gespräch kommen. Schließlich bietet sich die Gelegenheit, bei Führungen Teile der Münchner Residenz zu erkunden, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind. Auch für Kinder und Jugendliche gibt es ein abwechslungsreiches Programm – vom Basteln antiker Theatermasken bis zum Bau kleiner Vulkane.
Zum Programm: Wissenschaft-erleben.de