Planet History

Tag Archive for Allgemein

Zum Feiertag

Heute ist gesetzlicher Feiertag. Gläubige Christen gedenken immer 40 Tage nach Ostern der Rückkehr von Jesus als Sohn Gottes in den Himmel. Dieser Tag des uralten Osterfestkreises ist deshalb jedes Jahr ein Donnerstag. Auf das kirchliche Hochfest fällt zugleich der volkstümliche Vatertag, der auch als Herren- beziehungsweise Männertag bekannt ist. Er ist wohl um 1900 […]

Volkszählung 1987

Ursprünglich war im Mai 1981 in der Bundesrepublik eine Volkszählung geplant. Diese verschob sich in den April 1983. In den Monaten zuvor entwickelte sich eine Protestwelle sondergleichen. Am 13. April 1983 stoppte das Bundesverfassungsgericht das Vorhaben, im Dezember fällte es das berühmte Volkszählungsurteil. Erst am 25. Mai 1987, vor 30 Jahren, fand der Zensus statt….

Hadamar: Hier wurden Patienten ermordet. Hier wohnen Patienten!

In Hadamar haben die Nationalsozialisten in den Jahren 1941 – 1945 psychisch kranke und geistig behinderte Menschen, ab 1942 auch kranke Zwangsarbeiter und sog. halbjüdische (gesunde) Kinder im Rahmen der NS-Krankenmorde getötet.

[caption id="attachment_14069" align="aligncenter" width="300"] Tötungsanstalt Hadamar Haupteingang 1945[/caption]

Heute ist die Gedenkstätte Hadamar ein wichtiger Ort des Gedenkens an die Opfer der NS-„Euthanasie“, der allein in Hadamar fast 15.000 Menschen zum Opfer fielen. Darüber hinaus leistet die Einrichtung mit fast 20.000 Besuchern pro Jahr (Tendenz steigend) einen wichtigen Beitrag zur Demokratie-Erziehung vor allem junger Menschen.

Die meisten Ortskundigen haben sich längst daran gewöhnt: Betritt man „Haus 5“ der Vitos Klinik in Hadamar durch den Haupteingang, so kommt man zur Rechten in die Gedenkstätte, zur Linken in das Wohn- und Pflegeheim von Vitos. Dass im Ostflügel des Gebäudes Kranke ermordet wurden, daran erinnern die Gaskammer, Reste der Einäscherungsöfen, ein Seziertisch und nicht zuletzt die Gedenkstätten-Ausstellung in den historischen Räumlichkeiten.

 

[caption id="attachment_14070" align="aligncenter" width="200"] Gedenkstätte Hadamar, Ergotherapie und Wohn- und Pflegeheim in einem Haus.[/caption]

 

Was viele nicht wissen: Im Westflügel des Gebäudes, das heute so unscheinbar „Haus 5“ heißt, wurde in den Jahren 1942 bis 1945, also in den Jahren der Medikamentenmorde, mindestens im gleichen Umfang gemordet wie im Ostflügel, der die Gedenkstätte beherbergt.

 

Dessen ungeachtet wurde und wird der Westflügel seit Ende des 2. Weltkriegs weiter genutzt für die Unterbringung psychisch und seelisch kranker Menschen.

 

[caption id="attachment_14071" align="aligncenter" width="300"] Wegweiser auf dem Gelände[/caption]

Dieser aus ethischer Sicht sehr fragwürdige Zustand sollte im Juni 2017 endlich ein Ende haben. In der Woche nach Pfingsten werden die Bewohner aus Haus 5  in neu errichtete Gebäude auf dem Vitos-Gelände umziehen.

 

Es bietet sich also eine großartige Gelegenheit, endlich einen Neuanfang zu wagen, dem Gedenken einen angemessenen Platz einzuräumen und auch diesen historisch bedeutsamen Teil des Gebäudes in die bestehende Gedenkstätte zu integrieren.

 

Leider planen der Landeswohlfahrtsverband Hessen und die Vitos GmbH aktuell anscheinend, diesen ehemaligen Mordtrakt wiederum für mehrere Jahre als Wohnraum für Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen und psychischen Erkrankungen zu nutzen!

 

Dieses Vorgehen erscheint uns gleich aus mehreren Gründen inakzeptabel, denn es leugnet:

 

–          die historische Bedeutung des Westflügels, in dessen Räumen nachweislich mehr als 1.000 Menschen ermordet wurden und viele Menschen zum Teil wochenlang unter Hunger und Vernachlässigung und in dem Wissen um die drohende Ermordung gelitten haben,

–          die Gefühle von Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen und psychischen Erkrankungen, die dort untergebracht werden sollen im Wissen um die Historie dieser Räume und

–          die Verantwortung des LWV Hessen als Nachfolgeorganisation des Bezirksverbandes Wiesbaden, des ehemaligen Trägers der Landesheilanstalt Hadamar während der Zeit des Nationalsozialismus.

 

Die Weiterverwendung des Westflügels von Haus 5 auf dem Gelände der Vitos Hadamar wäre gleichbedeutend mit einer Verleugnung der nationalsozialistischen Taten in diesen Räumen. Wir fordern daher die Verantwortlichen auf, auch dieses Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte endlich zu einem guten Ende zu bringen und die Räumlichkeiten der Gedenkstätte zum Zweck des Gedenkens und der Bildungsarbeit zur Verfügung zu stellen. Ein „Weiter so!“ darf es in Hadamar nicht geben!

 

Hadamar: Hier wurden Patienten ermordet. Hier wohnen Patienten!

In Hadamar haben die Nationalsozialisten in den Jahren 1941 – 1945 psychisch kranke und geistig behinderte Menschen, ab 1942 auch kranke Zwangsarbeiter und sog. halbjüdische (gesunde) Kinder im Rahmen der NS-Krankenmorde getötet.

[caption id="attachment_14069" align="aligncenter" width="300"] Tötungsanstalt Hadamar Haupteingang 1945[/caption]

Heute ist die Gedenkstätte Hadamar ein wichtiger Ort des Gedenkens an die Opfer der NS-„Euthanasie“, der allein in Hadamar fast 15.000 Menschen zum Opfer fielen. Darüber hinaus leistet die Einrichtung mit fast 20.000 Besuchern pro Jahr (Tendenz steigend) einen wichtigen Beitrag zur Demokratie-Erziehung vor allem junger Menschen.

Die meisten Ortskundigen haben sich längst daran gewöhnt: Betritt man „Haus 5“ der Vitos Klinik in Hadamar durch den Haupteingang, so kommt man zur Rechten in die Gedenkstätte, zur Linken in das Wohn- und Pflegeheim von Vitos. Dass im Ostflügel des Gebäudes Kranke ermordet wurden, daran erinnern die Gaskammer, Reste der Einäscherungsöfen, ein Seziertisch und nicht zuletzt die Gedenkstätten-Ausstellung in den historischen Räumlichkeiten.

 

[caption id="attachment_14070" align="aligncenter" width="200"] Gedenkstätte Hadamar, Ergotherapie und Wohn- und Pflegeheim in einem Haus.[/caption]

 

Was viele nicht wissen: Im Westflügel des Gebäudes, das heute so unscheinbar „Haus 5“ heißt, wurde in den Jahren 1942 bis 1945, also in den Jahren der Medikamentenmorde, mindestens im gleichen Umfang gemordet wie im Ostflügel, der die Gedenkstätte beherbergt.

 

Dessen ungeachtet wurde und wird der Westflügel seit Ende des 2. Weltkriegs weiter genutzt für die Unterbringung psychisch und seelisch kranker Menschen.

 

[caption id="attachment_14071" align="aligncenter" width="300"] Wegweiser auf dem Gelände[/caption]

Dieser aus ethischer Sicht sehr fragwürdige Zustand sollte im Juni 2017 endlich ein Ende haben. In der Woche nach Pfingsten werden die Bewohner aus Haus 5  in neu errichtete Gebäude auf dem Vitos-Gelände umziehen.

 

Es bietet sich also eine großartige Gelegenheit, endlich einen Neuanfang zu wagen, dem Gedenken einen angemessenen Platz einzuräumen und auch diesen historisch bedeutsamen Teil des Gebäudes in die bestehende Gedenkstätte zu integrieren.

 

Leider planen der Landeswohlfahrtsverband Hessen und die Vitos GmbH aktuell anscheinend, diesen ehemaligen Mordtrakt wiederum für mehrere Jahre als Wohnraum für Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen und psychischen Erkrankungen zu nutzen!

 

Dieses Vorgehen erscheint uns gleich aus mehreren Gründen inakzeptabel, denn es leugnet:

 

–          die historische Bedeutung des Westflügels, in dessen Räumen nachweislich mehr als 1.000 Menschen ermordet wurden und viele Menschen zum Teil wochenlang unter Hunger und Vernachlässigung und in dem Wissen um die drohende Ermordung gelitten haben,

–          die Gefühle von Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen und psychischen Erkrankungen, die dort untergebracht werden sollen im Wissen um die Historie dieser Räume und

–          die Verantwortung des LWV Hessen als Nachfolgeorganisation des Bezirksverbandes Wiesbaden, des ehemaligen Trägers der Landesheilanstalt Hadamar während der Zeit des Nationalsozialismus.

 

Die Weiterverwendung des Westflügels von Haus 5 auf dem Gelände der Vitos Hadamar wäre gleichbedeutend mit einer Verleugnung der nationalsozialistischen Taten in diesen Räumen. Wir fordern daher die Verantwortlichen auf, auch dieses Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte endlich zu einem guten Ende zu bringen und die Räumlichkeiten der Gedenkstätte zum Zweck des Gedenkens und der Bildungsarbeit zur Verfügung zu stellen. Ein „Weiter so!“ darf es in Hadamar nicht geben!

 

Maschinen und Manuskripte: Themenraum zur Digitalen Kodikologie im Virtuellen Museum Digital Humanities – Hannah Busch im Interview

2015 war im Bischöflichen Priesterseminar in Trier die Ausstellung Maschinen und Manuskripte – Digitale Erschließung der Handschriften von St. Matthias zu sehen, die aus dem Kooperationsprojekt eCodicology hervorgegangen war. Diese Ausstellung kann mittlerweile dauerhaft und kostenlos im Internet besucht werden. Das Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften/Trier Center for Digital Humanites (TCDH) […]

Vorstellung der PreisträgerInnen des DARIAH DH-Award 2017: Tim Schütz

Der DARIAH-DE DH-Award 2017 fördert NachwuchswissenschaftlerInnen, die in ihren Forschungsvorhaben innovative digitale Ansätze und Methoden einsetzen und so einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Digital Humanities leisten. Im DHd-Blog stellen wir PreisträgerInnen und Projekte in den nächsten Wochen vor. Tim Schütz studierte Kommunikations-, Medien- und Kulturwissenschaften in Bremen und Istanbul. Seit seinem Bachelor-Abschluss arbeitet er als Junior Consultant im […]

Die erste IBM

Vor 65 Jahren, am 21. Mai 1952, kündigte die Firma IBM zunächst intern einen Elektronenrechner an. Als er 1953 auf den Markt kam, trug er den Namen IBM 701. Insgesamt wurden 19 Exemplare gebaut. Mit der IBM 701 begann der Aufstieg des Unternehmens zur Großmacht der Computerbranche. Projektleiter Thomas J. Watson junior wurde später IBM-Chef….

Strassengeschichten. 5: Die Falknerstrasse

Falkner-Plan von 1866. Staatsarchiv Basel-Stadt, PLA 61, 3-46 Das Planarchiv des Staatsarchivs Basel ist eine Fundgrube sondergleichen. Von den rund 40 000 Plänen sind mittlerweile weit über 1000 digitalisiert und können im Netz in grosser Auflösung betrachtet werden. Dazu gehören auch die in den 1860er-Jahren entstandenen Messtischblätter von Rudolf Falkner (1827–1898). Sie sind deshalb so…

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Volkszählung 1939

Im Mai 1939 fand in Deutschland und dem im Vorjahr „angeschlossenen“ Österreich eine Volkzählung statt. Jüdische Bürger und Familien mussten zusätzliche Angaben machen. Die gesammelten Informationen wurden vom Reichsamt für Statistik mit Lochkarten weiter verarbeitet. Historiker diskutieren den Zensus bis heute. Insbesondere stellt sich die Frage, ob seine Daten die Verfolgung der Juden erleichtert haben….

„Der Erste Weltkrieg im heutigen Saarland“ – Blogprojekt des Instituts für Geschichtliche Landeskunde Mainz

Das  Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V  hat unter Nutzung von im Landesarchiv Saarbrücken recherchierten Materialien  das Projekt „Der Erste Weltkrieg im heutigen Saarland“ initiiert. (Link dazu: http://www.erster-weltkrieg-saarland.de/) Es hat dazu dem Landesarchiv folgenden Informationstext freundlicherweise zur Verfügung gestellt, mit dem dieses spannende Projekt umrissen wird: 2014 hat sich der Ausbruch des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal gejährt. Anlässlich dieses Jahrestages haben viele Deutsche begonnen, sich näher mit diesem Krieg auseinanderzusetzen. Zahlreiche Institutionen veranstalten in den Jahren 2014 bis 2018 Ausstellungen, […]

Bericht zum DARIAH-DE Expertenseminar „Biographische Daten und ihre Analyse in der historischen Forschung“

Am 16 und 17. März 2017 fand im Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) in Mainz ein DARIAH-Expertenseminar statt. Dieses spezielle Format bietet die Möglichkeit, Experten aus den Digital Humanities mit solchen aus den Geistes- und Kulturwissenschaften zusammenzubringen, um DH-Tools und Methoden zu diskutieren. Die vom IEG mit dem Lehrstuhl für Medieninformatik der Universität Bamberg organisierte […]

Land der Superlative

Was für ein Wetter! Der Frühsommer schaut bei uns vorbei. Man bekommt direkt Lust auf Urlaub. Doch warum in die Ferne schweifen? Als Urlaubsland hat zum Beispiel Mecklenburg-Vorpommern viel zu bieten. So finden Sie hier als Bestandteil der riesigen Mecklenburgischen Seenplatte die Müritz. Dies ist der größte innerdeutsche See. Rings um das 117 Quadratkilometer große […]

2 wiss. Mitarb. (100% E13) Forschungsdatenmanagement Geisteswissenschaften & Psychologie

Das Servicezentrum eSciences der Universität Trier und das Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID) suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt a) 1 wissenschaftl. Mitarbeiter/in (100%) im Bereich Geisteswissenschaften und b) 1 wissenschaftl. Mitarbeiter/in (100%) im Bereich Psychologie für das BMBF-geförderte Projekt „Prozessorientierte Entwicklung von Managementinstrumenten für Forschungsdaten im Lebenszyklus“ (PODMAN) Die Vergütung erfolgt nach Entgeltgruppe 13 […]

„Er ist nie Teil der Familie gewesen“ – Jörg Waßmer und sein Großonkel Alois Zähringer

Jörg Waßmer ist 40 Jahre alt, lebt in Berlin und ist als Historiker am Jüdischen Museum tätig. Bereits im Kindesalter begann er, seine Großmutter über ihre Familie zu befragen und ahnte nicht, was er damit in Bewegung setzen würde. Vor einigen Wochen konnte ich ihn in Berlin treffen – und er erzählte mir eine der bewegendsten Geschichten meiner bisherigen Arbeit.

 

 

[caption id="attachment_14058" align="aligncenter" width="511"] Jörg Waßmer begann im Alter von 12 Jahren, das Schicksal seines Großonkels Alois zu erforschen. Auf der einzig erhaltenen Fotografie ist dieser (links hinter den Baumstämmen) kaum erkennbar. (Fotos: David M. C. Miller / Archiv Waßmer)[/caption]

 

 

Julia Frick: Wann hast Du begonnen, über das Schicksal deines Großonkels nachzuforschen? Kannst Du Dich an einen Moment erinnern, der ausschlaggebend für den Beginn Deiner Recherchen war?

 

Jörg Waßmer: Ja, so einen Moment gab es. Das war 1989, da war ich gerade einmal 12 Jahre alt – und hatte wohl ein recht außergewöhnliches Hobby für ein Kind dieses Alters: Ich interessierte mich für Familiengeschichte. Ich begann, meine Großmutter zu unserer Familie zu befragen, vor allem zu ihren Eltern und Geschwistern. Sie erzählte mir daraufhin unter anderem, dass sie einen Bruder namens Karl-Friedrich gehabt habe, der aber schon „ganz klein“ gestorben sei.

 

Was sie nicht ahnen konnte: Für meine 12 Jahre war ich schon ziemlich professionell unterwegs! Ich schrieb das Standesamt in Bleichheim an, weil ich mich für die Geburts- und Sterbeurkunde interessierte. Doch von dort sollte ich eine äußerst seltsame Antwort erhalten. Einen Karl-Friedrich Zähringer habe es nie gegeben, da müsse wohl eine Verwechslung vorliegen. Ein Alois Zähringer hingegen sei verzeichnet.

 

Ich forderte also die Kopien an und staunte nicht schlecht. Denn abgesehen davon, dass Karl-Friedrich offenbar Alois geheißen hatte, war dieser Alois auch nicht „klein“ gestorben. In einer Randnotiz konnte ich die Jahreszahl 1940 entziffern – da wäre Alois 18 Jahre alt gewesen – und als Ortsangabe „Grafeneck, Württemberg“. Da das Thema NS-“Euthanasie“ in meinem Schulunterricht in den 80er und 90er Jahren keine Rolle gespielt hatte, sagte mir und auch meiner Familie dieser Ort zunächst nichts. Und das, obwohl wir damals im Schwarzwald lebten, also gar nicht allzu weit entfernt von der Schwäbischen Alb.

 

Im Herbst 1990 stieß ich dann in der Lokalzeitung auf einen Artikel, in dem es darum ging, dass in Grafeneck eine Gedenkstätte für die Opfer der NS-“Euthanasie“ eingeweiht worden sei. Ich erfuhr, dass dort im Jahr 1940 mehr als 10.000 Menschen ermordet worden waren – und begann zu kombinieren. Meine Großmutter hatte offenbar einen Bruder namens Karl-Friedrich erfunden, so dachte ich, weil sie sich dafür schämte, einen „Kranken“ in der Familie zu haben.

 

 

Julia Frick: Was waren Deine ersten Schritte und Anlaufstellen?

 

Jörg Waßmer: Mein erster Schritt, nachdem ich den Zeitungsartikel gelesen hatte, war, dass ich das Samariterstift Grafeneck anschrieb. Von dort bekam ich die Auskunft, dass es keinerlei Akten aus der NS-Zeit mehr gebe und sie mir daher auch nicht weiterhelfen könnten. Ich besorgte mir dann noch die einzige Publikation, die es damals zu Grafeneck gab. Aber im Endeffekt war meine Recherche zum damaligen Zeitpunkt vorerst am Ende – bevor sie richtig angefangen hatte.

 

Erst sieben Jahre später startete ich einen neuen Anlauf. Da konnte ich mir dann Einblick in die Sterbebücher der Pfarrei seines Geburtsortes verschaffen. Und ich nahm Kontakt mit der letzten noch lebenden Halbschwester meiner Großmutter auf, mit der sie bereits viele Jahre zuvor gebrochen hatte.

 

 

Julia Frick: Was konntest Du herausfinden?

 

Jörg Waßmer: In den Sterbebüchern fand ich überraschenderweise einen Sterbeeintrag zu Alois Zähringer und zudem noch eine Notiz zu einer Heilanstalt, nämlich der St.-Josephs-Anstalt Herten. Ich wandte mich dorthin und man konnte mir bestätigen, dass mein Großonkel dort ab 1928 Patient gewesen war. Außerdem wurde mir mitgeteilt, dass und wann er von dort nach Emmendingen in eine sogenannte „Zwischenanstalt“ verlegt worden war. So konnte ich nun zumindest grob seinen letzten Weg rekonstruieren. Eine Patientenakte habe ich jedoch leider bis heute nicht, was insofern erstaunlich ist, als dass Alois‘ Name in der International Claims List auftaucht – die ja wiederum auf den Namen der Opfer beruht, zu denen im Bundesarchiv Akten vorhanden sind.

 

Letztlich war es dann meine Großtante Margarethe, die Licht ins Dunkel brachte, als ich sie etwa fünf Jahre nach dem Tod meiner Großmutter kontaktierte. Sie erzählte mir, dass meine Großmutter, die ganze neun Jahre älter gewesen war als Alois, oft auf ihren kleinen Bruder aufpassen musste. Eines Tages sei es dabei zu einem Unfall gekommen: Als sie Alois auf dem Arm hielt, fiel er ihr herunter, was offenbar zu einer schweren Verletzung mit bleibenden Folgen führte.

 

Ich vermute stark, dass meine Großmutter sich dadurch ihr Leben lang schuldig gefühlt hat. Schuldig an dem Unfall, schuldig an der Behinderung ihres Bruders und damit auch an seinem Tod.

 

 

„Es ist die Erinnerung um ihrer selbst Willen, die mich dazu bewegt, weiterzumachen. Ich will Alois dem Vergessen entreißen. Die Nazis haben ihn ermordet, haben ihn ausgelöscht, haben seine Spuren verwischt. Und meine Familie hat in dem Sinn kollaboriert, dass sie ihn auch „vergessen gemacht“ hat. Mir geht es darum, das nicht fortzuführen.“

 

 

Julia Frick: Wie hat Deine Familie bzw. Dein Umfeld auf Dein Engagement und auf die neuen Informationen reagiert?

 

Jörg Waßmer: Meine Großmutter hatte recht schnell begriffen, in welche Richtung meine Recherchen gehen würden, und da begann sie zu blocken. Meine Eltern hingegen haben mich von Anfang an unterstützt und waren zum Beispiel auch 1999 mit mir zusammen erstmalig in Grafeneck und später auch noch in Herten und Emmendingen.

 

Den Mut, Kontakt zu Halbgeschwistern meiner Großmutter aufzunehmen, hatte ich wie gesagt erst nach ihrem Tod. Margarethe, die mir auch von dem tragischen Ereignis in Alois‘ Kindheit erzählt hatte, schickte mir das einzige Foto, das es von Alois gibt.

 

Das Erschreckende daran ist, dass sie selbst ihn auf diesem Foto nicht wahrgenommen hat. Erst ich entdeckte den nur schemenhaft zu erkennenden Jungen am linken Bildrand. Sie bestätigte mir daraufhin, dass es sich nur um Alois handeln konnte. Für mich unterstreicht dieses Foto die ganze Geschichte auch noch einmal symbolisch: Mein Großonkel war immer abseits, ist offenbar nie Teil der Familie gewesen. Bereits als Siebenjähriger kam er in die Anstalt und lebte fortan fernab seiner Familie. Einschränkend muss ich sagen, dass nach seiner Ermordung zumindest die Urne aus Grafeneck angefordert und im Familiengrab beigesetzt wurde.

 

2010 habe ich dann vor seinem Elternhaus einen Stolperstein verlegen lassen. Dort leben heute noch Kinder eines Halbbruders meiner Großmutter, die ich demnach auch kontaktierte. Sie waren erfreulicherweise von Anfang an sehr offen. Und gerade neulich erreichte mich eine E-Mail von einem Großcousin, der jetzt – sechzehnjährig – in der Schule eine Arbeit über Alois schreiben möchte. Das hat mich extrem gefreut, da tatsächlich einmal die Initiative nicht von mir ausging!

 

 

[caption id="attachment_14060" align="aligncenter" width="432"] Ins Gedächtnis zurückgeholt: Heute liegt unweit der Stelle, an der Alois hier saß, ein Stolperstein, der an ihn und sein Schicksal erinnert.[/caption]

 

 

Julia Frick: Wie würdest Du den Einfluss beschreiben, den Deine Recherchen auf Dich selbst hatten und haben?

 

Jörg Waßmer: Meine Recherche hat mich auf jeden Fall geprägt, da ich dadurch schon früh erkannt habe, dass die NS-Verbrechen Bezug zu meiner eigenen Familiengeschichte haben. Sie blieben nichts Abstraktes für mich, ich wusste, ich bin mit dieser Geschichte verwoben, ob ich will oder nicht. Außerdem habe ich einen gesunden Zweifel entwickelt was Familiengeschichten angeht. Ich glaube, manchmal muss man Geschichten gegen den Strich lesen, um dem eigentlichen Kern auf den Grund zu gehen.

 

Meinen ohnehin schon existenten Wunsch, Geschichte zu studieren, hat diese frühe Beschäftigung mit der eigenen Familiengeschichte sicher noch verstärkt. Meine Magisterarbeit habe ich letztlich sogar zu Grafeneck geschrieben, und heute arbeite ich als Historiker im Jüdischen Museum in Berlin. Ich glaube, dass meine eigene Rechercheerfahrung bei meiner beruflichen Tätigkeit von Vorteil ist, da sie mich sensibilisiert hat. Denn auch wir bekommen ja viele Anfragen von forschenden Familienangehörigen.

 

 

Julia Frick: Was treibt Dich und Deine Arbeit an?

 

Jörg Waßmer: Manchmal fühle ich mich tatsächlich regelrecht als Getriebener, kann schlecht aufhören, weil ich immer denke, dass ich vielleicht noch etwas finde. So habe ich ja bis heute kein Porträt von ihm – und ich gäbe viel dafür, eines zu haben. Es ist diese Hoffnung, dass so ein Foto vielleicht noch in irgendeinem Archiv schlummert und nur darauf wartet, gefunden zu werden, die mich immer wieder antreibt.

 

Ansonsten ist es einfach die Erinnerung um ihrer selbst Willen, die mich dazu bewegt, weiterzumachen. Ich will Alois dem Vergessen entreißen. Die Nazis haben ihn ermordet, haben ihn ausgelöscht, haben seine Spuren verwischt. Und meine Familie hat in dem Sinn kollaboriert, dass sie ihn auch „vergessen gemacht“ hat. Mir geht es darum, damit zu brechen, das nicht fortzuführen.

 

Außerdem ist es mir wichtig, öffentlich an ein Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern, das verhältnismäßig wenig Spuren hinterlassen hat. Ursächlich hierfür ist vor allem, dass er seit frühen Kindertagen eine schwere Behinderung hatte und deshalb auch mehr als die Hälfte seines Lebens hinter Anstaltsmauern verbrachte. Alois hatte keinen Beruf, hat keine Familie gegründet, er ist deshalb so wenig fassbar.

 

In „Euthanasie“-Gedenkstätten liegt der Fokus oft auf Menschen, zu denen viel Material vorhanden ist und zu denen man viel erzählen kann. Das ist ja einerseits auch notwendig, wenn man Besucher dazu anregen will, sich mit jemandem ein Stück weit zu identifizieren. Aber andererseits ist es auch ein Dilemma, denn solche Opfer wie Alois, über die es nur wenige Informationen gibt, die fallen sozusagen hinten herunter.

 

 

Hier können Sie die ausführliche und von Jörg Waßmer verfasste Biografie Alois Zähringers lesen.

 

 

 

Strassengeschichten. 4: Die St. Jakobsstrasse

 Das 1872 von Ferdinand Schlöth geschaffene St. Jakobsdenkmal. Staatsarchiv Basel-Stadt, BSL 1013 1-2535 Die längste Basler Strasse lag lange ausserhalb der Stadt. Sie führte vom Aeschentor nach St. Jakob an der Birs. Dort stand nicht nur das Siechenhaus, sondern auch eine Zollstation, da hier die Handelsstrasse über die Jurapässe den vielfach verästelten Fluss überquerte. Und…

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Herzlichen Glückwunsch, Herbert W. Franke !

Schöpfer und Sammler von Computerkunst, Medien- und Höhlenforscher, Physiker und Futurologe, Verfasser und Herausgeber von Science-Fiction: Die Biographie von Herbert W. Franke sprengt die Dimensionen der normalen Welt. Vor 90 Jahren, am 14. Mai 1927, wurde er in Wien geboren. Seit sechs Jahrzehnten lebt er südlich von München, und er ist immer noch höchst aktiv….

Sie leben!

Die Neunziger bescherten uns nicht nur das World Wide Web, sondern auch eiförmige Schlüsselanhänger mit kleinen Bildschirmen. Darauf lebte das pixelige Tamagotchi. Es kam aus Japan und breitete sich ab dem 12. Mai 1997 in Deutschland aus. Wenn man es nicht liebend umsorgte, ging es ein. Im Jahr 2000 war das Phänomen aber schon vorbei….

Es geschah vor 500 Jahren

Vor 500 Jahren, am 12. Mai 1517, ist in Nürnberg der Kaufmann Kunz Horn verstorben. Sein Vater Hans Horn ist wohl identisch mit jenem „Hernlein an der Irhergassen“, zu dessen Tod laut Lorenzer Totengeläutbuch am „unschuldig kindlein tag“ (28. Dezember) 1478 in Nürnberg die Glocken geläutet wurden (im Sebalder Totengeläutbuch wird „Hans Horn in der Irrergaßen“ im Zeitraum zwischen Lucie 1478 = 16. Dezember und Reminiscere 1479 = 3. März als erster Beläuteter genannt). Dieser Hans Horn ist noch 1479 als Besitzer eines Hauses in der Irrergasse (ab etwa 1865 Weißgerbergasse 5) belegt. Er war ebenfalls Kaufmann und 1469 bzw. […]

Wo ist das? Nr. 30

Wo sind wir hier? Diese Aufnahme von Bernhard Wolf aus dem Staatsarchiv Basel-Stadt (NEG 22545) trägt keinen Titel und kein Datum. Hinweise könnte die Serie geben, zu der es gehört – ein Klick auf den Link verrät mehr. Das Staatsarchiv dankt für jegliche Informationen! Vielleicht fällt Ihnen sonst noch etwas auf dem Bild auf? Mit…

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Neue Landeswappen für Baden-Württemberg

Dass man das Thema Wappen nicht immer nur unter streng wissenschaftlichen Gesichtspunkten betrachten muss, zeigt uns eine Initiative der Stuttgarter Zeitung und der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste. Zum 65. Jahrestag der Gründung von Baden-Württemberg wurde die Designklasse von Professor Hans-Georg Pospischil um neue Designvorschläge für das Wappen von Baden-Württemberg zu gebeten. Das Wesen Baden-Württembergs… Weiter »

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Wer die Wahl hat…

Am Sonntag wählen die Bürger Nordrhein-Westfalens den nächsten Landtag. Abends strahlt das Fernsehen wie gewohnt Hochrechnungen aus; ähnlich wird es später im Jahr bei der Bundestagswahl sein. Am 19. September 1965 erschien die erste deutsche Hochrechnung. Seit der NRW-Wahl 1966 sendeten ARD und ZDF konkurrierende Rechnungen. Wir schauen einmal auf die Anfänge der Computer-Wahlnacht zurück….

König Friedrich von Preußen bittet um Spende für die Brandopfer in Hamburg

In der Zeit vom 5. Bis 8. Mai gab es einen großen Stadtbrand in Hamburg. In den damals erschienenen Berichten ist zu lesen, dass die Nikolaikirche, die Petrikirche und die Gertrudenkapelle abgebrannt waren. Nach dem Brand wurden nur die Petrikirche und die Nikolaikirche wieder aufgebaut. Es wurden mehr als 4000 Wohnungen und Speicher zerstört und 20000 Menschen obdachlos. Weiterlesen

Strassengeschichten. 3: Die Freie Strasse (II)

Die Freie Strasse vor 1878, aquarelliert von Johann Jakob Schneider (1822–1889). Staatsarchiv Basel-Stadt, BILD Schn. 29. «Bischof Johans von Basel, mit Willen Gunst und Rath seines Capitels, versetzt zu rechtem Pfande dem Bürgermeister Rath und Bürgern zu Basel den mehrern und den mindern Zoll, den er zu Basel hat, um 12500 Gld., bis zur Lösung…

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Familienforschung – Hinterpommern und Groß Jestin

Am 29.4.2017 veröffentlichte die Pommersche Zeitung folgenden Text unseres Mitglieds Matthias Beulke: Der Verfasser: Matthias Beulke  Geboren 1971 in Braunschweig, aufgewachsen in Braunschweig, lebt in Braunschweig, beschäftigt sich seit 2004 mit der Genealogie in Pommern. Ist von Beruf Landschaftsgärtner.  Weitere … Weiterlesen

Der Beitrag Familienforschung – Hinterpommern und Groß Jestin erschien zuerst auf Blog Pommerscher Greif e.V..

Pommerntreffen in Anklam

Pommerntreffen in Anklam In den Ausgaben 186 und 187 aus dem Mai 2017 von Folha Pomerana ist ein deutschsprachiger Bericht über das Pommerntreffen in Anklam am 1. April 2017, an dem auch Teilnehmer aus Brasilien teilnahmen. http://folhapomeranaexpress.blogspot.de/ Ähnliche BeiträgeEmil Odebrecht … Weiterlesen

Der Beitrag Pommerntreffen in Anklam erschien zuerst auf Blog Pommerscher Greif e.V..

Schicksale hinter Schreibmaschinen (II)

Bereits 2015 brachten wir einen Beitrag zu Schreibmaschinen. Damals ging es um solche, die berühmten Autoren gehörten. Heute widmen wir uns denen im Kino. 1916 waren Schreibmaschinen in einem ungarischen Spielfilm zu sehen. Danach erschienen sie in Büro-Romanzen. Sie sind noch immer wichtige Requisiten, doch finden wir sie heute in historischen, literarischen und biographischen Filmen….

Warum betreiben Familien Ahnenforschung?

Heute möchte ich Ihnen grundsätzlich etwas zum Thema Genealogie, zum Thema Familienforschung erzählen. Wir werden immer wieder gefragt: Was sind die Beweggründe für Menschen, uns zu beauftragen, warum möchte jemand seine Vorfahren, die vor 300 oder 400 Jahren gelebt haben, in Erfahrung bringen? Identität, Verwurzelung und ein Gefühl für Traditionen Das Interessante ist, dass das… Weiter »

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Treffen des Steering Committee der Section of Professional Associations (SPA) innerhalb des International Council on Archives (ICA) vom 22. bis zum 27. April 2017 in Oslo (Norwegen)

Ein Gastbeitrag von Dr. Bettina Joergens Nachdem die neuen Mitglieder des Steering Committee (oder: Bureau) des SPA (http://www.ica.org/en/about-spa) im September 2016 in Soel bei dem alle vier Jahre stattfindenden ICA-Kongress gewählt worden waren, fand nun Ende April in Oslo die konstituierende Sitzung statt. Eingeladen hat die Präsidentin des SPA, Vilde Ronge, und der Norsk Arkivrad, … Treffen des Steering Committee der Section of Professional Associations (SPA) innerhalb des International Council on Archives (ICA) vom 22. bis zum 27. April 2017 in Oslo (Norwegen) weiterlesen

Wo ist das? Nr. 28

Dorfteil oder Stadteil? Vielleicht wissen Sie Bescheid? Diese Aufnahme von Bernhard Wolf aus dem Staatsarchiv Basel-Stadt (NEG 8593) trägt keinen Titel und kein Datum. Hinweise könnte die Serie geben, zu der die Aufnahme gehört – ein Klick auf den Link verrät mehr. Das Staatsarchiv dankt für jegliche Informationen! Vielleicht fällt Ihnen sonst noch etwas auf…

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Frühjahrstagung des AK NS-Euthanasie in Werneck

Wo: Guddensaal, Krankenhaus Schloss Werneck

Wann: 19.-21.5.2017

 

[caption id="attachment_14042" align="aligncenter" width="300"] Der Tagungsort Schloss Werneck CC-BY-SA 4.0 Rainer Lippert[/caption]

 

Der Arbeitskreis zur Erforschung der NS-„Euthanasie“ und Zwangssterilisationen trifft sich jährlich zweimal – und das seit 1983. Er dürfte damit einer der langlebigsten Zirkel sein, der in einer solchen Intensität zu einem eingegrenzten Themenfeld arbeitet. „Eingegrenzt“ trifft es dann aber auch nicht wieder ganz, denn jede Tagung ist eine kleine Wundertüte, und man ist immer wieder erstaunt, wie viele engagierte Forschende es vor Ort schaffen, Quellen zu sichern, sie zu analysieren und sie Interessierten nahezubringen. Auch diese Tagung hat wieder einige sehr spannende Vorträge zu bieten, aus dem reichhaltigen Programm sei hier nur beispielsweise der von Christian Marx zur Öffnung der Gedenkstätte Brandenburg/Havel für Menschen mit Lernschwierigkeiten herausgegriffen. Die Organisatoren der Tagung, das Krankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und psychosomatische Medizin Schloss Werneck und das Bildungswerk Irsee greifen auch dankenswerter Weise die schon bei den letzten Tagungen merkbare Transformation der Erinnerungsarbeit durch Angehörige der dritten und vierten Generation auf.

 

Hier das Programm mit Anmeldebogen

 

 

Der Umgang mit Requirements-Engineering an wissenschaftlichen Bibliotheken

Blumesberger, Susanne Margareta (2017) Der Umgang mit Requirements-Engineering an wissenschaftlichen Bibliotheken. Master-Thesis (ULG), Universität Wien. Universitätslehrgang Library and Information Studies (MSc) BetreuerIn: Rauber, Andreas Abstract Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Umgang mit technischen Anforderungen an wissenschaftlichen Bibliotheken. Während in … Weiterlesen