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Tag Archive for Blog

Wie der Rechtsanwalt Hans Elsas 1933 um seine Zulassung kämpfte

Mit dem „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ (BBG) vom 7. April 1933 wurde zugleich das „Reichsgesetz über die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft“ erlassen. Beide Gesetze zielten vor allem darauf ab, einerseits „Nichtarier“, also Juden und in der perfiden Kategorisierung des NS-Staates zu Juden erklärte Personen, und andererseits politisch unliebsame Beamte aus dem Staatsdienst und der Justiz

Im Schatten der nationalsozialistischen „Euthanasie“? Die Karriere der elsässischen Regierungssekretärin Gertrud Erna Wolff

Ein Teil unseres Forschungsprojekts widmet sich der nationalsozialistischen Herrschaft im Elsass, die vornehmlich aus dem angrenzenden Baden durch die dortigen Landesministerien organisiert wurde. In einem Hauptseminar, das Prof. Sylvia Paleletschek und Dr. Marie Muschalek im Wintersemester 2016/17 anboten, beschäftigten sich Studierende der Universität Freiburg mit dieser Grenzgeschichte. Der folgende Beitrag ist Teil einer Reihe von

Ausgleichszahlungen an „verfolgte“ Nationalsozialisten durch die badische Ministerialbürokratie

Zu den wichtigen Versatzstücken nationalsozialistischer Propaganda zählten nach der Machtübernahme die Pflege der Erinnerung an die vermeintlich heroische Kampfzeit der NSDAP vor 1933 und die Würdigung des persönlichen Einsatzes „Alter Kämpfer“, ohne deren Standhaftigkeit und Prinzipientreue, so die Legende, die Eroberung der politischen Macht nicht hätte gelingen können. Ein besonderer Prestigegewinn wurde den echten „Märtyrern“

„Französische Schminke weicht altem deutschem Kulturgut“ – Die „Germanisierung“ Straßburgs am Beispiel der Umbenennung von Straßen und Plätzen

Ein Teil unseres Forschungsprojekts widmet sich der nationalsozialistischen Herrschaft im Elsass, die vornehmlich aus dem angrenzenden Baden durch die dortigen Landesministerien organisiert wurde. In einem Hauptseminar, das Prof. Sylvia Paleletschek und Dr. Marie Muschalek im Wintersemester 2016/17 anboten, beschäftigten sich Studierende der Universität Freiburg mit dieser Grenzgeschichte. Der folgende Beitrag ist Teil einer Reihe von

Personalpolitik und Karrierismus am Rockzipfel des nationalsozialistischen Besatzungsregimes. Die Verdrängung des Leiters einer elsässischen Heil- und Pflegeanstalt 1940

Ein Teil unseres Forschungsprojekts widmet sich der nationalsozialistischen Herrschaft im Elsass, die vornehmlich aus dem angrenzenden Baden durch die dortigen Landesministerien organisiert wurde. In einem Hauptseminar, das Prof. Sylvia Paleletschek und Dr. Marie Muschalek im Wintersemester 2016/17 anboten, beschäftigten sich Studierende der Universität Freiburg mit dieser Grenzgeschichte. Der folgende Beitrag ist Teil einer Reihe von

Vom Fundus zum Kubus II – Seit drei Jahren mit jungen Menschen Akten sichten und sichtbar machen

Einen ersten Bericht zum Projekt finden Sie hier. Als im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft „NS in Karlsruhe“ 2014 ein schulübergreifender Seminarkurs entstand, war den Beteiligten nicht wirklich bewusst, was für eine einmalige Verbindung und Möglichkeit damit geschaffen wurde, lokale NS-Geschichte gemeinsam mit SchülerInnen der Oberstufe des Bismarck-, Goethe- und Helmholtz-Gymnasiums, näher kennenzulernen, aufzuarbeiten und sie mithilfe

Blog zum Sächsischen Archivtag gestartet

Der VdA-Landesverband Sachsen organisiert alle zwei Jahre den Sächsischen Archivtag. 2015 konnten aufgrund der sehr guten räumlichen und technischen Rahmenbedingungen in der Universität Chemnitz Livestream und Chat angeboten werden. 2017 sind die Möglichkeiten – in der Gedenkstätte Bautzner Straße in Dresden – beschränkter. Das war nun Anlass, ein Tagungsblog ins Leben zu rufen: Es ist ab sofort als Unterseite des VdA-Blog hier zu erreichen. Der diesjährige Sächsische Archivtag stellt grundsätzliche archivpolitische Fragen und beleuchtet die aktuelle Situation von „Archiven im Umbruch“. Mit dem Blog … Blog zum Sächsischen Archivtag gestartet weiterlesen

„Wenn ich durchs Dorf lief, hörte ich ‚Lueg do, d‘r Ditsche!’“ – Kindheitserinnerungen von Heiko Heitmann an zwei Jahre im besetzten Elsass

Ein Teil unseres Forschungsprojekts widmet sich der nationalsozialistischen Herrschaft im Elsass, die vornehmlich aus dem angrenzenden Baden durch die dortigen Landesministerien organisiert wurde. In einem Hauptseminar, das Prof. Sylvia Paleletschek und Dr. Marie Muschalek im Wintersemester 2016/17 anboten, beschäftigten sich Studierende der Universität Freiburg mit dieser Grenzgeschichte. Der folgende Beitrag ist Teil einer Reihe von

Wie sieht ein arischer Ochse aus? Politischer Witz im badischen Finanz- und Wirtschaftsministerium

Über das alltägliche Arbeitsklima in der südwestdeutschen Ministerialbürokratie im „Dritten Reich“ würden der Verfasser dieser Zeilen und auch die anderen Projektbeteiligten gerne verallgemeinernde Aussagen treffen. Inwieweit wurden traditionelle hierarchische Beziehungen durch neue politische Machtstrukturen überlagert? Wie gestaltete sich die Bürogemeinschaft von Partei- und Nichtparteigenossen? Über welche nicht-dienstlichen Themen sprachen die Beamten und Angestellten während ihrer

„Jederzeit rückhaltlos für den nationalen Staat“? – Die Gleichschaltung des Vorstands der Saline Friedrichshall

Der aus dem rheinischen Kreis Düren stammende Oberbergrat Peter Thuir sah 1934 seinem verdienten Ruhestand entgegen. Seit 1928 hatte der gebürtige Katholik die Saline Friedrichshall mit Kochendorf und die dazugehörigen Salinen Clemenshall und Wilhelmshall geleitet. Zu seinem Aufgabengebiet gehörten auch Aufsichtsfunktionen über die Reederei Schwaben, die er gemeinsam mit Finanzminister Alfred Dehlinger wahrnahm. Aus Thuirs

Repression mit Samthandschuhen? Die Anwendung des Gesetzes zur „Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ am Beispiel des Sozialdemokraten und Regierungsrats Anton Weißmann

Am 25. April 1933 fand in Berlin eine Besprechung statt, zu der Reichsinnenminister Wilhelm Frick die Ministerpräsidenten und Innenminister sämtlicher Länder sowie Vertreter aller Reichsressorts eingeladen hatte. Haupttagesordnungspunkt war der Vollzug des Gesetzes zur „Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“, das die Reichsregierung zweieinhalb Wochen zuvor in Kraft gesetzt hatte und das die rechtliche Handhabe für eine umfassende

Wie ein Justizinspektor einen Landgerichtspräsidenten aus dem Amt brachte: Der Fall Karl Götz aus dem Jahr 1937

In den retrospektiven Aussagen von Beamten über ihr politisches Verhalten im „Dritten Reich“ findet sich häufig das Argument, dass ein äußerer Konformismus zur Erhaltung der eigenen beruflichen Stellung alternativlos gewesen sei, da es allerorts nationalsozialistische Scharfmacher gegeben habe, die vermeintliches politisches Fehlverhalten sofort den Parteistellen gemeldet hätten. In allen Behörden habe es, so die zum

Zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Das baden-württembergische Justizministerium veröffentlichte im Jahre 1965 eine Dokumentation über das „Schicksal der jüdischen Juristen in Württemberg und Hohenzollern“. Anlässlich des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus stellen wir diese Gedenkschrift und drei ausgewählte Biografien vor. Als Sonderbeilage des Amtsblatts des Justizministeriums Baden-Württemberg richtete sich diese Dokumentation an die in der Landesverwaltung Beschäftigten. Die Landesministerialbürokratie

„Auf ein Mindestmaass herabgedrückt“: Die Protokolle der Sitzungen des badischen Staatsministeriums von 1933 bis 1936

Zu den wiederkehrenden Erfahrungen der Archivarbeit gehört, dass sich die Inaugenscheinnahme von Akten, die nach ihrer Beschreibung in den Findmitteln höchst attraktiv erscheinen, mitunter als ernüchternd erweist. Als ein Musterbeispiel solcher enttäuschter Erwartungen können die im Generallandesarchiv Karlsruhe verwahrten „Niederschriften über die Sitzungen des Staatsministeriums“ gelten, die keineswegs, wie in projektseitigem Entdeckereifer zunächst erhofft, eine

„Auf ein Mindestmaass herabgedrückt“: Die Protokolle der Sitzungen des badischen Staatsministeriums von 1933 bis 1936

Zu den wiederkehrenden Erfahrungen der Archivarbeit gehört, dass sich die Inaugenscheinnahme von Akten, die nach ihrer Beschreibung in den Findmitteln höchst attraktiv erscheinen, mitunter als ernüchternd erweist. Als ein Musterbeispiel solcher enttäuschter Erwartungen können die im Generallandesarchiv Karlsruhe verwahrten „Niederschriften über die Sitzungen des Staatsministeriums“ gelten, die keineswegs, wie in projektseitigem Entdeckereifer zunächst erhofft, eine

Dem Berufsbeamtengesetz keine ausdehnende Auslegung geben: Die Entlassung der Heidelberger Lehrerin Dr. Dora Busch im Juli 1933

Über die Beteiligung der Landesministerien an den personellen „Säuberungen“ des öffentlichen Dienstes nach rassistischen und politischen Kriterien ist in unserem Blog schon mehrfach berichtet worden. Im Folgenden soll dieses Thema aus zwei Gründen erneut aufgegriffen werden: zum einen, um zu verdeutlichen, dass es beim Vollzug des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums im Jahr 1933 auf

Regula Zürcher, Zeitfenster 1916: Ein History Blog des Staatsarchivs St. Gallen (arbido 4/2016)

[Via arbido 4/2016, Abstract] Das Staatsarchiv St. Gallen betreibt seit Anfang 2016 einen täglichen History Blog. «Zeitfenster 1916» wird gespeist mit Quellen aus den eigenen Beständen. Ziel ist, das Kriegsjahr 1916 aus einer regionalen und alltagsgeschichtlichen Perspektive darzustellen und dadurch auf den reichen Quellenfundus im Archiv aufmerksam zu machen. Der Artikel stellt das Projekt vor und zieht eine Zwischenbilanz.

Gemeinschaftsblog der rheinland-pfälzischen und saarländischen Archive

E-Mail des Landeshauptarchivs Koblenz an die Archive aller Sparten in Rheinland-Pfalz und im Saarland vom 29. November 2016: Neues Gemeinschaftsblog der rheinland-pfälzischen und saarländischen Archive Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, mit diesem Schreiben möchte ich Sie auf das neue Gemeinschaftsblog der rheinland-pfälzischen und saarländischen Archive hinweisen, das aus dem 2014 ursprünglich […]

Jetzt bloggt zusammen, was zusammen gehört…

Seit dem 24. November 2016 gibt es einen Gemeinschaftsblog für die rheinland-pfälzischen und saarländischen Archive. Dafür wurde die bisherige Seite des Tagungsblog des Archivtags Rheinland-Pfalz/Saarland erweitert. Gemeinschaftsblogs haben in den letzten Jahren stark an Bedeutung für Archive gewonnen: Sie leisten wertvolle Dienste für die fachliche Kommunikation, denn besonders kleinere Archive haben häufig wenig Möglichkeiten, sich mit Mehr »

„Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus war auf regionaler und lokaler Ebene längst überfällig“ – Interview mit Dr. Ernst Otto Bräunche und Dr. Roland Müller über die Anfänge der NS-Forschung im deutschen Südwesten

Mit Arbeiten zum Nationalsozialismus und Antisemitismus in Freiburg, Karlsruhe und Stuttgart sind Dr. Ernst Otto Bräunche (Stadtarchiv Karlsruhe) und Dr. Roland Müller (Stadtarchiv Stuttgart) Pioniere auf dem Gebiete der regionalen NS-Forschung im deutschen Südwesten. Philipp Haase befragte die beiden Archivare zu Ihrer Arbeit in den 1970er und -80er Jahren. Philipp Haase: Sie haben mit ihren

Neue Workflows: vom Lesen und Schreiben unter digitalen Bedingungen

Johannes schrieb drüben bei 1ppm.de darüber, wie er Content konsumiert. Ich hatte schon vor einigen Jahren schon mal einen Artikel angelegt, der lange Zeit in den Entwürfen lag und nur darauf wartete publiziert zu werden. Jetzt klopft der IronBlogger-Bot und statt 5€ in die gemeinsame Kasse zu zahlen, lasse ich mich lieber so dazu zwingen, diesen …

„Neue Workflows: vom Lesen und Schreiben unter digitalen Bedingungen“ weiterlesen

Neue Workflows: vom Lesen und Schreiben unter digitalen Bedingungen

Johannes schrieb drüben bei 1ppm.de darüber, wie er Content konsumiert. Ich hatte schon vor einigen Jahren schon mal einen Artikel angelegt, der lange Zeit in den Entwürfen lag und nur darauf wartete publiziert zu werden. Jetzt klopft der IronBlogger-Bot und statt 5€ in die gemeinsame Kasse zu zahlen, lasse ich mich lieber so dazu zwingen, diesen …

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Wie ein badischer Ministerialbeamter die Amtskette des Rektors der Universität Straßburg heim ins Reich holte. Ein Beitrag zum 75. Jahrestag der Eröffnung der Reichsuniversität Straßburg

Ein Prestigeprojekt der deutschen Besatzungspolitik im Elsass im Zweiten Weltkrieg war der Aufbau der Universität Straßburg zu einer „Reichsuniversität“, die an die Tradition der dort von 1872 bis 1918 existierenden „Kaiser-Wilhelms-Universität“ anknüpfen und damit den Anspruch bekräftigen sollte, das Elsass wie zu Zeiten Kaiser Wilhelms I. wieder dem Reich anzuschließen. Um die Bedeutung der „Wiedereröffnung“

Nachlese 2016

Im Vorfeld: Kristin Oswald: Wozu Archaeo-/HistoryGaming? Session beim histocamp, 19.10.2016. Daniel Bernsen: Geschichte in Brettspielen, 20.10.2016. Twittern, Bloggen und Geschichte zum Mitmachen. Kai-Michael Sprenger über Deutschlands erstes Histocamp, SWR2, 3.11.2016, 12.33 Uhr. Peter Zschunke…

Nachlese 2016

Im Vorfeld: Kristin Oswald: Wozu Archaeo-/HistoryGaming? Session beim histocamp, 19.10.2016. Daniel Bernsen: Geschichte in Brettspielen, 20.10.2016. Twittern, Bloggen und Geschichte zum Mitmachen. Kai-Michael Sprenger über Deutschlands erstes Histocamp, SWR2, 3.11.2016, 12.33 Uhr. Peter Zschunke…

„Württemberg hat sich bekanntermaßen als das krisenfesteste Land unter den deutschen Ländern erwiesen.“ Warum Württemberg und Baden vereinigt werden dürfen – eine Denkschrift von Wilhelm Murr 1934

Die Reichsreformdebatten in den ersten Jahren der nationalsozialistischen Herrschaft waren nicht nur in Baden von großem Interesse, sondern wurden ebenso in Württemberg sehr genau registriert und vorangetrieben. Auch Reichsstatthalter Wilhelm Murr fühlte sich dazu berufen, seinerseits Vorschläge im Interesse Württembergs einzubringen. Am 29. Dezember 1934 übersandte  Murr eine an den „Führer“ persönlich gerichtete elf-seitige „Denkschrift

„Württemberg hat sich bekanntermaßen als das krisenfesteste Land unter den deutschen Ländern erwiesen.“ Warum Württemberg und Baden vereinigt werden dürfen – eine Denkschrift von Wilhelm Murr 1934

Die Reichsreformdebatten in den ersten Jahren der nationalsozialistischen Herrschaft waren nicht nur in Baden von großem Interesse, sondern wurden ebenso in Württemberg sehr genau registriert und vorangetrieben. Auch Reichsstatthalter Wilhelm Murr fühlte sich dazu berufen, seinerseits Vorschläge im Interesse Württembergs einzubringen. Am 29. Dezember 1934 übersandte  Murr eine an den „Führer“ persönlich gerichtete elf-seitige „Denkschrift

Sessionplanung Tag 2

Der Sessionplan für den zweiten Tag vom histocamp: 10:30 Session-Slot 3 Ratssaal: #Geschichtsunterricht2030 Valencia: #Schreibsprudel Erfurt: #histrev Haifa: #ArchiveinNot Louisville: #histobaby Sitzung: #Recherchekompetenz 11:45 Session-Slot 4 Ratssaal: #WTFpublichistory Valencia: #TieferGraben Erfurt: #bezahlteGeschichte Haifa: #WikiBattle Louisville: #Geschichtsdidaktik…