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Tag Archive for Geisteswissenschaften

Kritiken des Leidens

Workshop am Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin, Habelschwerdter Allee 30, 14195 Berlin (Vortragsraum im Souterrain)

Workshop vom 10. – 12. November 2017Institut für Philosophie der Freien Universität BerlinOrganisation: Erika Benini in Kooperation mit Anne Eusterschulte
“Das leibhafte Moment meldet der Erkenntnis an, daß Leiden nicht sein, daß es anders werden solle […]. Die Abschaffung des Leidens, oder dessen Milderung hin bis zu einem Grad, der theoretisch nicht vorwegzunehmen, dem keine Grenze anzubefehlen ist, steht nicht bei dem Einzelnen, der das Leid empfindet, sondern allein bei der Gattung, der er dort noch zugehört, wo er subjektiv von ihr sich lossagt und objektiv in die absolute Einsamkeit des hilflosen Objekts gedrängt wird.” [Theodor W. Adorno, Negative Dialektik, GS 6, S. 203]
Freitag, 10. November 2017 13.30 Uhr: Erika Benini und Martin Mettin: Begrüßung und kurze Einführung: Kritik und Leiden 14.00-15.00 Uhr: Emil Angehrn: Stummes und beredtes Leiden. Konstellationen der Kritik
15.30-17.00 Uhr: (Moderation: Heiko Stubenrauch) David Palme: Leiden heißt Sprechen könnenKristina Pleinert: Leiden an der Sprache: Sprachkritik bei Ingeborg Bachmann und Thomas Bernhard vor dem Hintergrund Adornos literarischer ÄsthetikAntje-Kathrin Mettin: Vom Trotz der Scheherazade – Erzählen als Kritik des Leidens 
17.15-18.15 Uhr: Claudia Bozzaro: Zum Umgang mit dem Leiden im medizinischem Kontext
Samstag, 11. November 201710.00-11.00 Uhr: Anne Eusterschulte: Leiden der Erinnerung. Christian Boltanskis Ästhetik der Absenz
11.00-12.30 Uhr: (Moderation: Thomas Helbig)Nina Rabuza: Dem Leiden einen Ausdruck verschaffen – Darstellungen von Leiden an der KZ-Gedenkstätte Dachau (AT)Andreas Matena: Unvorstellbares Leiden? Die Theologie in Auseinandersetzung mit „Auschwitz“Sylvia Kafehsy: The Politics of Trauma: Individuelles Leid als kollektive Wunde
13.30-14.30 Uhr: Erika Benini: Dialektik zwischen Mitleid und Mitmachen
14.30-16.00 Uhr: (Moderation: Erika Benini)Kristin Drechsler: Vom Tod getroffen – Zum Leiden an der Unverfügbarkeit des AnderenDaniel Mirbeth: Zeugenschaft und Abwehr: Zu einer Kritik von Leid und MitleidElsa Romfeld: Die Glückseligen und die Anderen – Die Negation des Leidens in der Leistungsgesellschaft
16.30-18.00 Uhr: (Moderation: Frank Müller)Noelia Bueno Gómez: Loss of Self versus Self-Discovery in Pain and SufferingFiona Siegenthaler: Verletzende Kunst: Praktiken des Sehens und Leidens in der Post-ApartheidHelen Akin: Butlers Ideologie der Geschlechtermelancholie. Kritische Kritik einer Kritik
18.15-19.15 Uhr: Timo Storck: Die Schmerzerfahrung als Suche nach Grenzen und Kontakt zum Anderen
Sonntag, 12. November 2017 10.00-11.00 Uhr: Gunzelin Schmid Noerr: Die Wirklichkeit am Leitfaden des Leidens verstehen
11.00-12.30 Uhr: (Moderation: Anne Eusterschulte)Angelika Seppi: »Das innigste Versammelnde«. Zum Verhältnis von Arbeit, Denken und SchmerzTomer Raudanski: Politics of Anguish and LoveLuigi Corrias: Law, International Society and the Suffering of Humanity
13.30-14.30 Uhr: (Moderation: Lorenz Mayr)Daniel Lucas: Leid als konstituierendes Narrativ des IchHenrike Kohpeiß: Kritische Theorie negativer Gefühle 

2. Berliner Antiquity Slam

Am 08. November 2017 wird der 2. Berliner Antiquity Slam im Bode-Museum auf der Museumsinsel in Berlin stattfinden. Der Antiquity Slam ist ein Science Slam mit besonderem thematischen Bezug, bei dem Wissenschaftler*innen in 10 Minuten ihre aktuelle Forschung rund um das Altertum präsentieren. Hierzu können eine Präsentation, aber auch Requisiten sowie die eigene Performance zum Einsatz kommen. Die Veranstaltung beginnt um 20:00 Uhr, Einlass ist ab 19:00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Es stehen ca. 270 Sitzplätze zur Verfügung; es empfiehlt sich also, frühzeitig da zu sein.

„Selbstbestimmung in der vernetzten Gesellschaft“ – Die interdisziplinären Forschungsprogramme des neu gegründeten Deutschen Internet Institut

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 18:00-21:00 Uhr

Die Ringvorlesung Digital Humanities thematisiert die voranschreitende digitale Transformation der Geistes- und Kulturwissenschaften. Digital Humanities ist eine unscharfe Sammelbezeichnung für computergestützte Methoden und Praktiken in den Geisteswissenschaften, die es sowohl ermöglichen, alte Forschungsfragen auf neue Weise zu bearbeiten, als auch neue Ansätze in den Geisteswissenschaften zu verfolgen. Die Ringvorlesung wird einen Überblick über die Digital Humanities geben, im Zentrum werden praxisbezogene Einblicke und nicht die Definitions- und Abgrenzungsdebatten stehen.
Über die exemplarischen Einführungen hinaus werden Vorträge der Frage nachgehen, ob und inwiefern die theoretischen und methodischen Konzepte und Praktiken der Digital Humanities einen Paradigmenwechsel, eine qualitative Transformation der Geisteswissenschaften bewirken, die über die Digitalisierung analoger Arbeitsweisen hinausgeht. Oder handelt es sich bei den Digital Humanities um ein modisches, letztlich aber vergängliches Phänomen innerhalb einer zwar zunehmend digitalisierten, im Wesentlichen aber unveränderten geisteswissenschaftlichen Praxis?
International renommierte Expertinnen und Experten aus der Kunst- und Bildgeschichte, den Geschichtswissenschaften, der Archäologie, Literaturwissenschaft und Komparatistik, Korpus-Linguistik sowie den Informationswissenschaften werden die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Forschungs-, Publikations-, Vermittlungs- und Kommunikationsprozesse ihrer jeweiligen Disziplin thematisieren. Zudem werden die wechselseitigen Implikationen zwischen den digitalen Geisteswissenschaften und der ‚vernetzten Gesellschaft‘ diskutiert.
Digitale Technologien und das Internet stellen grundlegend neueAnforderungen an Bildung und Forschung. Welche technischen und sozialen Kompetenzen müssen beherrscht werden, um digitale Medien zum eigenen Nutzen und zum Nutzen der Gesellschaft einsetzen zu können? Wie lassen sich diese Kompetenzen angemessen – auch in digitalen Lernumgebungen – vermitteln? Auf einer höheren Analyseebene geht es darum, den Menschen zu ermöglichen, ihren eigenen Handlungsspielraum in einer Umwelt von immer neuen digitalen Produkten, Dienstleistungen und Kommunikationsstrukturen zu erhalten und zu erweitern: Wie kann das Prinzip der individuellen Selbstbestimmung und Souveränität in digitalen Welten definiert und umgesetzt werden? Mit diesen und vielen anderen Fragen zur Digitalisierung wird sich das Ende September gegründete Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft beschäftigen. Die Aufgabe der 20 interdisziplinären Forschungsgruppen des neuen Instituts wird es sein, aktuelle gesellschaftliche Veränderungen, die sich im Zusammenhang mit der Digitalisierung abzeichnen, zu untersuchen und künftige politische und wirtschaftliche Handlungsoptionen zu skizzieren. Dafür wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in den ersten fünf Jahren mit 50 Millionen Euro finanziert. 
Anmeldung bis zum 13.11. unter: www2.bbaw.de/Anmeldung-DH-Schildhauer
Kontakt: Kirsten Schröder kschroeder@bbaw.de 

„Dynamiken der Konventionalität“ im Mittelalter

Ausschreibung online: Neues Graduiertenkolleg an der Philosophischen Fakultät ab April 2018

Ab April 2018 wird es an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln das neue, DFG-geförderte Graduiertenkolleg 2212 „Dynamiken der Konventionalität (400–1550)“ für den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Mittelalterforschung geben. Fünf Hochschulen in Nordrhein-Westfalen konnten die Deutsche Forschungsgemeinschaft in diesem Jahr überzeugen und Fördergelder für neue Graduiertenkollegs einwerben – das Graduiertenkolleg 2212 ist eines davon und an dem Kölner Zentrum für Mittelalterstudien (ZEMAK) angesiedelt. Die Ausschreibung für die ersten sechs Stellen für Promovierende und eine Postdoc-Stelle läuft bis zum 8. Dezember 2017: Bewerben können sich Absolventinnen und Absolventen aller mediävistischen Disziplinen.

„Dynamiken der Konventionalität“ im Mittelalter

Ausschreibung online: Neues Graduiertenkolleg an der Philosophischen Fakultät ab April 2018

Ab April 2018 wird es an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln das neue, DFG-geförderte Graduiertenkolleg 2212 „Dynamiken der Konventionalität (400–1550)“ für den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Mittelalterforschung geben. Fünf Hochschulen in Nordrhein-Westfalen konnten die Deutsche Forschungsgemeinschaft in diesem Jahr überzeugen und Fördergelder für neue Graduiertenkollegs einwerben – das Graduiertenkolleg 2212 ist eines davon und an dem Kölner Zentrum für Mittelalterstudien (ZEMAK) angesiedelt. Die Ausschreibung für die ersten sechs Stellen für Promovierende und eine Postdoc-Stelle läuft bis zum 8. Dezember 2017: Bewerben können sich Absolventinnen und Absolventen aller mediävistischen Disziplinen.

Akademievorlesung „Willkommen in Utopia. Zukunftsszenarien der Gentechnologien“

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 18:00-20:00 Uhr

Mit der Akademievorlesung zieht die Interdisziplinare Arbeitsgruppe „Gentechnologiebericht“ 16 Jahre nach ihrer Gründung Bilanz anlässlich eines heute wie damals höchst umstrittenen und viel diskutierten Forschungsbereichs. In Expertenbeiträgen und Podiumsdiskussionen werden die Gentechnologien dabei sowohl in ihrer historischen und zukünftigen Entwicklung als auch in ihrer aktuellen gesellschafts- und forschungspolitischen Relevanz eingeordnet.
Die Referent/-innen stellen ein kurzes Szenario vor, in dem es um aktuelle sowie denkbare Weiterentwicklungen der Gentechnologien, wie etwa die Anwendung von CRIPSR/Cas („Genschere“) geht. In welcher Welt könnten wir in 20 Jahren leben? Martin Zenke hat dabei medizinische Anwendungen und ihre Auswirkungen auf den Menschen im Blick, während Bernd Müller-Röber die Gentechnik in der Landwirtschaft mit ihren Folgen für Mensch und Umwelt beleuchtet. Jürgen Schweden (FuE-Chef KWS) wird als Vertreter der Saatgutindustrie über Visionen der Industrie sprechen. Solveig Hansen wird bioethische Überlegungen in Bezug auf mögliche Zukunftsszenarien der Gentechnologie in das Zentrum ihres Kurzvortrags stellen.
Anmeldung bis zum 10.11. unter: https://www2.bbaw.de/anmeldung-AVL3
Einführung: Ferdinand Hucho, Stellvertretender Sprecher der IAG Gentechnologiebericht , Akademiemitglied, Institut für Biochemie und Biologie, FU Berlin
Kurzvorträge: Martin Zenke, Mitglied der IAG Gentechnologiebericht, Universitätsklinikum, RWTH AachenBernd Müller-Röber, Mitglied der IAG Gentechnologiebericht, Akademiemitglied, Institut für Biochemie und Biologie, Universität PotsdamJürgen Schweden, Forschung & Entwicklung, KWS SAAT SESolveig Hansen, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Universitätsmedizin Göttingen
Moderation: Arnold Sauter, Büro für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB), Berlin

„Berlin brennt – Köln pennt“?<br />

1968 in Köln

Ob Vietnamkrieg, Notstandsgesetze oder sexuelle und politische Befreiung – die Themen, die die Generation, die man heute als die „68er“ bezeichnet, beschäftigten, waren vielfältig. Mit der Anti-Springer-Kampagne in Westdeutschland nach den tödlichen Schüssen auf den Studenten Benno Ohnesorg 1967 und dem Internationalen Vietnamkongress im Februar 1968 sollen nur zwei der vielen bedeutenden Ereignisse der Zeit genannt werden. Schnell wird dabei jedoch deutlich: Meist assoziiert man mit den Geschehnissen der 1960er Jahre vor allem die Proteste in Berlin oder Frankfurt rund um Rudi Dutschke und den SDS – doch wie sahen die 1960er Jahre in Köln aus?

Einladung zum nächsten Doktorandenstammtisch (Dresden, Halle, Leipzig)

Institut für Kunstgeschichte der Universität Leipzig | 18:00 Uhr

Liebe Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie Alumni der Gerda Henkel Stiftung, wir laden Euch herzlich zum nächsten Doktorandenstammtisch am Freitag, den 10.11.2017 um 18 Uhr ein. Der Stammtisch findet im kleinen Seminarraum des Institutes für Kunstgeschichte der Universität Leipzig, Wünschmanns Hof, (Zugang: Dittrichring 18-20) 5. Etage, 04109 Leipzig statt.Diesmal wird eine von uns (Karen Kriedemann) euch ihr Dissertationsprojekt „Old and New Objects in the Garden – Spatio-temporal Strategies of Representation in Irish Landscape Gardens, 1720–1790“ vorstellen.Da wir anschließend etwas essen gehen wollen, wäre es schön, wenn Ihr uns per E-Mail eine Rückmeldung bis zum 6.11.2017 gebt, falls Ihr teilnehmen wollt (karen.kriedemann@posteo.de). Gerne könnt Ihr auch weitere Interessenten auf den Stammtisch aufmerksam machen.Wir freuen uns auf Euer Kommen!Viele GrüßeAnke Dietrich und Karen Kriedemann

„Eine gemeinsame Hermeneutik der Welt“

Interview mit Björn Vedder über Freundschaft früher und in Zeiten von Facebook

Der Begriff von Freundschaft ist zu keiner Zeit eindeutig gewesen. Ambivalenzen sind beim Verständnis von dem, was einen Freund und was eine Freundin ausmacht, eher die Norm als die Abweichung. Das gilt möglicherweise in digitalen Zeiten umso mehr, wenn neue Formen der Kommunikation auch Beziehungen unter Menschen verändern, und wenn ein privatwirtschaftlicher Konzern wie Facebook die Begrifflichkeit „Freund/Freundin“ zum Kernbestandteil seiner Unternehmenspolitik macht. In diesem Netzwerk wird die Anzahl von „Freunden“ zur neuen Benchmark – je mehr man hat, umso höher Reichweite und Ansehen. Aber kann man hier überhaupt noch von Freundschaft sprechen? Sind Facebook-Freunde echte Freunde? Der Kulturwissenschaftler Dr. Björn Vedder sieht das so und hat darüber ein Buch geschrieben. Wie er zu dieser Einschätzung kommt und was Freundschaft heute ist und früher einmal war, dazu haben wir ihm unsere Fragen gestellt.

Akademievorlesung „Gentechnologien damals, heute und morgen“

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 18:00-21:00 Uhr

Heiner Fangerau wird zunächst einleitend die Entwicklung der Gentechnologie in Deutschland aus historischer Perspektive nachzeichnen. Anschließend greift Ortwin Renn die Frage nach der Wahrnehmung von Nutzen und Risiken der Gentechnologie innerhalb der Bevölkerung Gesellschaft auf. Ingrid Schneider wird die Perspektive der Technikfolgenabschätzung in die Diskussion einbringen: Wie verhalten sich derzeitiger Stand der Entwicklung und früher geäußerte Visionen zueinander?
Einführung: Ferdinand Hucho, stellvertretender Sprecher der IAG Gentechnologiebericht, Akademiemitglied, Institut für Biochemie und Biologie, FU Berlin
Kurzvorträge:Jochen Taupitz, Mitglied der IAG Gentechnologiebericht, Fachbereich Rechtswissenschaft, Universität MannheimMatthias Kettner, Lehrstuhl für praktische Philosophie, Universität Witten/HerdeckeBoris Fehse, Mitglied der IAG Gentechnologiebericht, Klinik für Stammzelltransplantation, Uniklinik Hamburg-Eppendorf
Moderation: Christina Berndt, Wissenschaftsjournalistin, Süddeutsche Zeitung (SZ)
Anmeldung bis zum 25.10. unter: https://www2.bbaw.de/anmeldung-AVL1

‚Environment‘ & ‚Agency‘ als interdisziplinäre Leitbegriffe

a.r.t.e.s. forum 2017 betrachtet die Beziehungen zwischen Mensch und Umwelt

Die jährliche Thementagung der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne, das a.r.t.e.s. forum, ermöglicht den Doktorandinnen und Doktoranden, eine umfangreiche, wissenschaftliche Tagung in Eigenregie zu planen und durchzuführen. Auf diese Weise können Erfahrungen im Projektmanagement und in der Veranstaltungsorganisation gesammelt werden.

Akademievorlesung „Wie werden Gentechnologien kontrolliert? Rechtliche, ethische und interdisziplinäre Einbettung der Forschung“

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 18:00-21:00 Uhr

Mit der Akademievorlesung zieht die Interdisziplinäre Arbeitsgruppe „Gentechnologiebericht“ 16 Jahre nach ihrer Gründung Bilanz anlässlich eines heute wie damals höchst umstrittenen und viel diskutierten Forschungsbereichs. In Expertenbeiträgen und Podiumsdiskussionen werden die Gentechnologien dabei sowohl in ihrer historischen und zukünftigen Entwicklung als auch in ihrer aktuellen gesellschafts- und forschungspolitischen Relevanz eingeordnet.
In drei Kurzvorträgen werden Fragen des gesellschafts- und forschungspolitischen Umgangs mit Gentechnologien aufgeworfen und diskutiert. Jochen Taupitz stellt den rechtlichen Rahmen für die Forschung und Anwendung von Gentechnologien in Deutschland vor. Matthias Kettner gibt Einblick in die Relevanz und den Einfluss von Ethikräten und -kommissionen auf die Gentechnologie. Schließlich bietet Boris Fehse die Sicht eines Naturwissenschaftlers und langjährigen Mitglieds der IAG auf die interdisziplinäre Forschung und Zusammenarbeit im Bereich der Gentechnologie.
Anmeldung bis zum 03.11. unter: https://www2.bbaw.de/anmeldung-AVL2
Einführung: Ferdinand Hucho, stellvertretender Sprecher der IAG Gentechnologiebericht, Akademiemitglied, Institut für Biochemie und Biologie, FU Berlin
Kurzvorträge:Jochen Taupitz, Mitglied der IAG Gentechnologiebericht, Fachbereich Rechtswissenschaft, Universität MannheimMatthias Kettner, Lehrstuhl für praktische Philosophie, Universität Witten/HerdeckeBoris Fehse, Mitglied der IAG Gentechnologiebericht, Klinik für Stammzelltransplantation, Uniklinik Hamburg-Eppendorf
Moderation: Christina Berndt, Wissenschaftsjournalistin, Süddeutsche Zeitung (SZ)

Die Macht der Medien. Über strukturelle Fakes und andere Irreführungen

Ein Meinungsbeitrag

Vorbemerkung: Ich möchte im Folgenden an drei aktuellen Beispielen: Der Titelgeschichte des SPIEGEL vom 7.1.2017, Nr.41, der PLASBERG-TALKSHOW vom 16.10.2017 und der Berichterstattung über Katalonien, DIE ZEIT vom 5.10.2017, Nr.41, meine Überlegungen zu strukturellen Fakes in den Medien erörtern. Es handelt sich um Fallbeispiele, die als solche nicht ohne weiteres verallgemeinerbar sind, aber heuristische Bedeutung besitzen.

Heute 20 Uhr L.I.S.A. live: <br /> „Neue Erzählungen am Abzug? – Serien gestreamt“

Der Geschichtstalk im Super 7000 | 20:00 Uhr bei L.I.S.A.

Heute um 20 Uhr ist es soweit: Der Geschichtstalk im Super 7000 geht in die nächste Runde. Zu Gast sind Prof. Dr. Achim Landwehr, Lehrstuhlinhaber der Frühen Neuzeit an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Althistoriker Prof. Dr. Martin Zimmermann von der Ludwig-Maximilians-Universität München und Filmhistorikerin Dr. Nora Hilgert, Geschäftsführerin des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD). Die Moderation übernimmt Georgios Chatzoudis (L.I.S.A.).
Besprochen wird die Fantasy-Serie Game of Thrones: Welche Gegenwartsdiskurse stecken in der Erfolgsserie und welche Geschichtsbilder und Narrative werden vermittelt? Welche Rolle spielt die Gegenwart? Und inwiefern sind Serien à la Game of Thrones Public History?   
Sie sind eingeladen, sich in diese Live-Debatte einzuschalten und sich mit Kommentaren, Fragen und Anregungen via Facebook, Twitter, bei L.I.S.A. und in unserem Blog zu beteiligen.

„Bibliotheken sind Kommunikationszentren“

Interview mit Ulrich Johannes Schneider zur Auszeichnung „Bibliothek des Jahres“

Die Universitätsbibliothek (UB) Leipzig erhält heute, am „Tag der Bibliotheken“, die Auszeichnung „Bibliothek des Jahres“. Das Votum der Jury für den einzigen nationalen Bibliothekspreis in Deutschland, der gemeinsam vom Deutschen Bibliotheksverband und der Deutschen Telekom Stiftung vergeben wird, fiel einstimmig aus. Nach Angaben der Jury war für die Auszeichnung nicht zuletzt das Thema „Digitalisierung“ maßgebend. Wir haben den Direktor der UB Leipzig, Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider, anlässlich des Preises um ein Interview gebeten.

Martin Schulze Wessel ist neuer Vorsitzender des Kuratoriums des Historischen Kollegs

Das Kuratorium des Historischen Kollegs hat am 16. Oktober 2017 Professor Dr. Martin Schulze Wessel zu seinem neuen Vorsitzenden gewählt. Der 1962 in Münster geborene Osteuropahistoriker, der dem Kuratorium seit 2010 angehört, ist seit 2003 Inhaber des Lehrstuhls für die Geschichte Ost- und Südosteuropas an der LMU München. Er ist zudem Leiter des Collegium Carolinum, einer der beiden Sprecher der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien, die 2012 im Rahmen der Exzellenzinitiative an der LMU München und der Universität Regensburg entstanden ist, und der deutschen Sektion der Deutsch-Ukrainischen Historikerkommission. Von 2014 bis 2016 war er auch Vorsitzender des Historikerverbandes. Er tritt die Nachfolge von Professor Dr. Andreas Wirsching an, der dem Kuratorium des Historischen Kollegs seit 2011 vorstand und der nach zehn Jahren satzungsgemäß als persönliches Mitglied aus dem Gremium ausgeschieden ist.

Zum 2568. Geburtstag des Konfuzius

Eine Notiz aus Beijing

Malerisch gelegen in der Nähe das „Sees des Duftenden Reisfeldes“ (Daoxianghu) und des „Duftberges“ (Xiangshan) in den westlichen Ausläufern der chinesischen Hauptstadt Beijing findet sich der kleinstädtisch anmutende „Ort der Warmen Quelle“ (Wenquanzhen). Der kleine Vorort hat viel Grün, mutet fast wie ein Gartenstädtchen an. Man fühlt sich eher nach Südfrankreich versetzt, als an die Peripherie einer der wichtigsten Großstädte der Welt.

Likest Du nur oder lebst Du auch? Die digitale Revolution und ihre Folgen

Salon Sophie Charlotte 2017

Die digitale Revolution ist in aller Munde. Doch was genau ist das Revolutionäre am Digitalen bzw. was ist das Digitale an der Revolution? Möglicherweise aber handelt es sich bei dem Begriff der digitalen Revolution noch um einen Platzhalter für einen Wandel, der nach wie vor schwer zu fassen ist. Im Anschluss daran stellt sich die Frage, wer die Revolutionäre sind? Sind es die sogenannten digital natives oder gehören schon alle, die ein Smartphone nutzen bereits dazu? Und was genau unternehmen diese Revolutionäre? Ist Liken schon ein revolutionärer Akt? Oder ist es ganz anders: Ist das Digitale am Ende der Totengräber des Konzepts Revolution? Diesen und anschließenden Fragen stellt sich die Runde um den Mathematiker und Moderator Prof. Dr. Peter Deuflhard: der Soziologe und Journalist Dr. Christoph Kucklick, der Informatiker Alexander Markowetz, die Jura-Studierende Melodie Parva und die Psychologin Dr. Constanze Schreiner.

„Realer Lohnunterschied zu Lasten der Frauen“

Interview mit Thomas Hinz über Lohnunterschiede zwischen Mann und Frau

Frauen verdienen nach wie vor und die meisten Fällen für dieselbe Arbeitsleistung weniger als Männer. Dass das so ist, hängt möglicherweise auch damit zusammen, dass diese Ungleichbehandlung gesellschaftlich nicht als solche wahrgenommen oder sogar als „normal“ empfunden wird. So die Ausgangshypothese einer Studie zur Lohnungleichheit der Universität Konstanz. Tatsächlich stellte sich heraus, dass eine Lohnlücke von bis zu neun Prozent als fair betrachtet wird. Wie sich dieses Ergebnis erklären lässt, das haben wir den Sozialforscher Prof. Dr. Thomas Hinz gefragt, der die Studie durchgeführt hat.

Geschichtstalk is coming

Neue Erzählungen am Abzug? – Serien gestreamt | Donnerstag 26.10., 20 Uhr, live bei L.I.S.A.

In einer Woche geht der Geschichtstalk Super7000 in die zweite Runde. Das Thema diesmal: Serien – oder besser gesagt, was haben Serien mit Geschichte zu tun. Exemplarisch wird dafür die Erfolgserie Game of Thrones besprochen, die jüngst mit der siebten Staffel alle Zuschauerrekorde gebrochen hat. Dabei stellen sich die Fragen: Welche Gegenwartsdiskurse werden in der Serie aufgegriffen und welche Geschichtsbilder und Narrative vermittelt? Wie prägt die Gegenwart unsere Vorstellungen von historischen Epochen? Und inwiefern sind Formate wie Game of Thrones Public History? 
Den Link finden Sie auf: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/live

Berliner Religionsgespräche: Religion und Politik. Untrennbar für immer?

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 18:00 Uhr

Die Säkularisierung – die Verweltlichung als übergreifende Loslösung aus religiösen Bindungen und Befreiung von kirchlicher Vormundschaft – scheint längst abgeschlossen. Doch zugleich kehren Religionen in einzelnen Staaten wie auf der weltpolitischen Bühne zurück. Ist die Säkularisierung gescheitert? Ist der Rückgriff auf überlieferte religiöse und kulturelle Traditionen angesichts der scheiternden Sinn- und Identitätsangebote aus der westlichen Welt eine verständliche Reaktion? Wie gehen wir damit um, dass die Folgen sich weltweit bemerkbar machen und religiöse Überzeugungen oder deren Proklamation wieder politisches Handeln bestimmen?
Die Berliner Religionsgespräche sind eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Verlags der Weltreligionen, der BBAW, Deutschlandradio Kultur und der Udo Keller Stiftung Forum Humanum. Sie finden zweimal im Jahr statt.
Anmeldung unter: pr@schwindkommunikation.de
Begrüßung und Einführung: Prof. Dr. Christoph Markschies, Vizepräsident der Akademie der Wissenschaften und Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin
Moderation:Dr. Ruth Kinet, Freie Autorin und Journalistin, 2008-2013 freie Korrespondentin in Tel Aviv
Es diskutieren:Prof. Dr. Micha Brumlik, em. Professor für Erziehungswissenschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt /M., PublizistProf. Dr. Alexander Flores, em. Professor für Wirtschaftsarabistik an der Hochschule BremenDr. Abdel-Hakim Ourghi, Leiter des Fachbereichs der Islamischen Theologie und Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule FreiburgDr. Ellen Ueberschär, Evangelische Theologin. Im Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung 
Schlusswort:Dr. Cai Werntgen, Vorstand der Udo Keller Stif tung Forum Humanum und Verlag der Weltreligionen

Aleida und Jan Assmann mit Balzan Preis geehrt

Jan Assmann, der Träger des Preises des Historischen Kollegs 1998, erhält gemeinsam mit seiner Frau Aleida Assmann den diesjährigen Balzan Preis. Die mit 750.000 Schweizer Franken (rund 660.000 Euro) dotierte Auszeichnung wird dem Ehepaar für die gemeinsame, interdisziplinäre Erarbeitung des Konzepts „kulturelles Gedächtnis“ verliehen. Professor Dr. Aleida Assmann war bis zu ihrer Emeritierung Professorin für Anglistik und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz. Ihr Mann, Professor Dr. Jan Assmann, ist Honorarprofessor der Universität Konstanz und Professor emeritus am Institut für Ägyptologie der Universität Heidelberg. Für seine Forschungen bekam er 1998 den Preis des Historischen Kollegs verliehen, der als deutscher Historikerpreis gilt. Mit dem renommierten Balzan Preis werden seit 1961 jedes Jahr Persönlichkeiten vorwiegend aus den Geistes- und Naturwissenschaften ausgezeichnet. Im Jahr 1993 erhielt der Neuzeithistoriker und langjährige Kuratoriumsvorsitzende des Historischen Kollegs, Professor Dr. Lothar Gall, den internationalen Preis, drei Jahre später wurde dem Mediävist und Historikerpreisträger von 1986, Professor Dr. Arno Borst, die Auszeichnung zuerkannt. Die diesjährige Preisverleihung findet am 17. November in Bern statt.

Verleihung des Preises der Akademie

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 17:00 Uhr

Mit dem Preis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, gestiftet von der Commerzbank-Stiftung, werden herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Grundlagen des Rechts und der Wirtschaft ausgezeichnet. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit 30.000 € dotiert.Die diesjährige Preisträgerin ist Marietta Auer, Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), den Festvortrag hält Akademiemitglied Katharina Pistor,Columbia Law School, New York (USA) „Recht zwischen Fiktion und Wirklichkeit. Ansätze einer rechtlichen Theorie sozialer Systeme“. Akademiemitglied Wolfgang Schön, München, hält die Laudatio. 
 
Kontakt: Kirsten Schröder, kschroeder@bbaw.deWeitere Informationen und Anmeldung: http://www.bbaw.de/veranstaltungen/2017/Oktober/verleihung-des-preises-der-akademie-gestiftet-von-der-commerzbank-stiftung

Wie schafft es Migration ins Museum?

a.r.t.e.s.-Alumna Sandra Vacca promoviert über und arbeitet bei DOMiD

Wie schafft es Migration ins Museum? Was bedeutet Migration für die Geschichte eines Landes und wie wird sie gesammelt, aufbereitet, dargestellt? Diese Fragen versucht Sandra Vacca, Museologin und Alumna der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne, in ihrem geschichtswissenschaftlichen Promotionsprojekt „Remembering, Narrating and Representing Immigration: Immigration Museums and Exhibitions in Germany, France and the UK“ zu beantworten. Doch nicht nur im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Arbeit beschäftigt sich Sandra mit Migration in Deutschland: In Köln engagiert sie sich darüber hinaus seit vielen Jahren bei DOMiD, dem Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland.

„Ich verbitte mir alle ungezogenen Bemerkungen darüber, daß ich Handschriften des Auslands nicht benutzt habe…“. Der Zugang zu Manuskripten und Sammlungen und die Erforschung der koptischen Bibel

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 18:00-20:00 Uhr

Koptische Manuskripte waren für die Grundlegung der ägyptischen Philologie im 19. Jh. unverzichtbar und sind für den Ausbau der ägyptischen Sprachwissenschaft seit der Berliner Schule Adolf Ermans immer noch wertvoll. Die Erman-Vorlesung 2017 wird von Heike Behlmer, Inhaberin des Göttinger Lehrstuhls für Ägyptologie und Koptologie und Leiterin eines Akademieprojekts zur Edition der koptischen Septuaginta, gehalten.
Mehr noch als andere Literaturen des christlichen Orients hat die der ägyptischen Christen unter Fragmentierung, Zerstreuung und Verlust gelitten. Manuskripte der koptischen Bibel etwa sind in über 100 Museen, Bibliotheken und Sammlungen weltweit zu finden.
Bemühungen, den Text der koptischen Bibel zu rekonstruieren und zu edieren, waren und sind mit dem Problem des Zugangs zu den physischen Handschriften bzw. Fragmenten konfrontiert. Wie erfahren Gelehrte, welche Handschriften existieren und wo sie aufbewahrt werden, wie bekommen sie Erlaubnis (und finanzielle Mittel), Bibliotheken und private Sammlungen zu besuchen, wie regeln Institutionen und Sammler den Leihverkehr? Welche Rolle spielen dabei staatliche Institutionen und wie verändert im 19.Jh., der Zeit enormer Material- und Wissenserweiterungen, die weltpolitische Situation den Zugang zur handschriftlichen Überlieferung „orientalischer“ Kulturen?
Der Vortrag soll anhand einiger Beispiele aus der Arbeit an der koptischen Bibel vom 19. Jh. bis heute diesen logistischen, finanziellen und (wissenschafts-)politischen Fragen nachspüren – Fragen, die selbst in Zeiten des Informationsüberflusses noch eine Rolle spielen.
Um Anmeldung wird gebeten Anmeldung bis zum 29.10. unter: 
www2.bbaw.de/anmeldung-erman-vorlesung17

Maria Theresia in Sanssouci – Lesung und Gespräch mit Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger am 19. Oktober 2017

Eine Veranstaltung des Research Center Sanssouci (RECS)

Am 13. Mai 2017 jährte sich der Geburtstag Königin Maria Theresias zum 300. Mal. Das Jubiläum war Anlass, das Leben der großen Habsburgerin in Ausstellungen und Biographien neu zu betrachten. Zu dem neu konturierten Bild, das wir von Maria Theresia jetzt besitzen, trägt maßgeblich Barbara Stollberg-Rilinger bei. Sie porträtiert die ehrgeizige Regentin umfassend und neu, mit dem Blick auf die Persönlichkeit aus einer anderen Perspektive, weit entfernt vom hergebrachten Standpunkt und fernab der tradierten Legenden und Mythen, die sich um diese österreichische „Lichtgestalt“ und Heldin ranken. Barbara Stollberg-Rilinger macht bewusst, dass die Herrscherin bereits zu Lebzeiten erfolgreich am eigenen Mythos arbeitete und dadurch der österreichischen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts gut und gründlich vorarbeitete. Ganz nebenbei ermöglicht sie noch einen erfreulich weiten Blick auf das 18. Jahrhundert aus Wiener Sicht. Was sollte man heute von Maria Theresia wissen, welche Dinge sollte man sich unbedingt merken und weitergeben? Barbara Stollberg-Rilinger, Trägerin des Leipziger Buchpreises 2017, wird dies in einer Lesung und anschließendem Gespräch mit Iwan-Michelangelo D´Aprile und Jürgen Luh erläutern.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „RECS Ovid Forums“ statt, in dem das Research Center Sanssouci (RECS) zu öffentlichen wissenschaftlichen Vorträgen und Lesungen einlädt.
Donnerstag, 19. Oktober 2017  I  18.30 Uhr Ovidgalerie I Neue Kammern  I Eingang über Maulbeerallee Park Sanssouci 14469 Potsdam
Der Eintritt ist nach Anmeldung unter info@recs.academy kostenfrei www.recs.academy
Bitte beachten Sie, dass das Schloss nicht beheizt und für Rollstuhlfahrer nur bedingt barrierefrei ist. Parkplätze befinden sich am Besucherzentrum bei der Historischen Mühle.

Wer lügt im Netz? – Von Bots, Trollen und anderen Akteuren

Podiumsdiskussion in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Um sich im Kommunikationsraum Internet sicher bewegen zu können, ist heute auch die Kenntnis der technischen Manipulationsmöglichkeiten maßgeblich. Vor allem die geziehlte Beeinflussung von Diskursen und Meinungen ist zu einem großen Thema geworden. Begriffe wir „Fake News“, „Filterblasen“, „Social Bots“ und „Big Data“ prägen die Debatte um die digitale Kommunikation. 
Mit welchen Mitteln aber lassen sich digitale Diskurse manipulieren und die Meinungsbildung im Netz beeinflussen? Was verbirgt sich eigentlich hinter Social Bots? Wie lassen sich gefälschte Kommentare und Nachrichten entlarven? Insbesondere in Wahlkampfzeiten stellt sich zudem die Frage, wie real die Möglichkeit ist, im Netz auf Entscheidungen von gesellschaftlicher Tragweite einzuwirken.  

Thomasius-Club: Kristina Musholt – Sich selbst denken

18. Oktober 2017 um 20 Uhr, Bibliotheca Albertina in Leipzig

„Sich selbst denken“ ist der Titel des letzten, auf Englisch erschienenen Buchs der Leipziger Professorin für Kognitive Anthropologie. Musholt beschäftigt sich mit der Entwicklung von Erklärungsmodellen zum menschlichen Selbstbewusstsein sowie zu menschlichen Fähigkeiten der sozialen Kognition. Wie entwickelt sich unser Bewusstsein unserer selbst? Wie können wir uns in andere hineinversetzen? Und: Worin liegen Unterschiede und Gemeinsamkeiten von menschlichen und tierischen kognitiven Fähigkeiten? Wir versuchen, die Autorin zur Beantwortung solcher Fragen zu bewegen.

Ins Feld, ins Museum oder an die Uni?

a.r.t.e.s.-Alumnus Marcel Danner forscht in der Klassischen Archäologie

Seit 2015 ist Dr. Marcel Danner am Lehrstuhl für Klassische Archäologie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg beschäftigt. Als einer der ersten a.r.t.e.s.-Doktorandinnen und Doktoranden promovierte er von 2009 bis 2012 im Integrated Track der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne. Seine Dissertation im Fach Klassische Archäologie schrieb er über die Wohnkultur im spätantiken Ostia. Darüber hinaus forscht er zur materiellen Kultur der Spätantike und zu Landschafts- und Architekturdarstellungen in der antiken Kunst.

Rebellische Klangwelten – Musikperformance der Tarkiba-Band

Salon Sophie Charlotte 2017

Tarkiba – so heißt die 2016 in Berlin gegründete Band, deren Musiker alle aus Ägypten stammen. Tarkiba bedeutet, dass viele einzelne Teile – ähnlich einem Mosaik – zu einem lebendigen und vielfältigen Ganzen zusammengefügt wurden. So bildet die Band eine Brücke zwischen der arabischen Klangwelt und Weltmusik. In ihren Texten erzählen die Musiker von kleinen zwischenmenschlichen Begegnungen in ihrer Heimat, von den Träumen und Fantasien der Menschen. Mit Texten, die Geschichten aus dem Alltag der Menschen erzählen, möchten sie aufrütteln und zum Nachdenken anregen. Sie singen gegen Vorurteile, Stillstand und Tabus.

„Hier wird frei geforscht und diskutiert“

Interview mit David Bartosch über das universitäre Leben in China

Dr. David Bartosch war vor einigen Jahren noch Promotionsstipendiat der Gerda Henkel Stitung. In seiner Dissertation beschäftigte er sich mit der Philosophiegeschichte Deutschlands und Chinas. Nach seiner Promotion zog es ihn nach Peking, wo er heute lebt und arbeitet. Bereits in einem früheren Beitrag hat uns David Bartosch seine Eindrücke aus China mitgeteilt. Dieses Mal haben wir ihn vor allem zu seiner aktuellen Tätigkeit und dem Wesen der chinesischen Universitätslandschaft befragt.

Die Deutsche Kultur oder eine deutsche Kultur?

Beiträge zur Debatte um deutsche Identität

Die Frage nach deutscher Identität, deutscher Kultur oder deutscher Leitkultur ist alles andere als neu. Aber sie stellt sich immer wieder und dafür gibt es Gründe. Neu angestoßen wurde die Debatte zuletzt durch die SPD-Politikerin Aydan Özoğuz, sie sich im Mai 2017 zum Thema „deutsche Leitkultur“ äußerte und dieses Konzept kritisierte. In unserem Wissenschaftsportal hat der Historiker Prof. Dr. Jörn Rüsen diese Position zum Anlass für einen kritischen Meinungsbeitrag genommen. Daraufhin haben sich im Portal weitere Stimmen gemeldet, die aus unterschiedlichen Perspektiven auf Jörn Rüsens Kritik antworten. Wir haben diese und ähnliche Beiträge zu einem Dossier zusammengefasst.