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Tag Archive for Geisteswissenschaften

Philosophische Forschergruppe zur „Induktiven Metaphysik”

a.r.t.e.s.-Klassenmentor Andreas Hüttemann berichtet über die neue DFG-Forschergruppe

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat 2016 sieben neue Forschergruppen an verschiedenen Hochschulen eingerichtet, unter diesen ist auch die in der Philosophie angesiedelte Forschergruppe 2495 „Induktive Metaphysik“ um Prof. Dr. Andreas Hüttemann. Als Lehrstuhlinhaber für theoretische Philosophie der Neuzeit und Gegenwart am Philosophischen Seminar der Universität zu Köln forscht er schwerpunktmäßig in den Bereichen Wissenschaftstheorie, Metaphysik und Frühe Neuzeit. Zusammen mit Prof. Dr. Saskia Wendel ist Andreas Hüttemann außerdem Mentor der Graduiertenklasse 6 „Life-Science: Natur – Kultur – Agency“ der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne.
Durch die Einrichtung von Forschergruppen ermöglicht die DFG den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, sich aktuellen und drängenden Fragen des Fachgebiets zu widmen und innovative Arbeitsrichtungen zu etablieren. Die maximale Förderdauer von Forschergruppen beträgt zweimal drei Jahre. In der ersten Förderperiode erhalten die sieben neuen Gruppen insgesamt rund 17 Millionen Euro. Was die Inhalte und Ziele der Forschergruppe „Induktive Metaphysik“ sind, berichtet uns Andreas Hüttemann im Interview.

Buchpräsentation | Über Grenzen denken: Eine Ethik der Migration

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 18:00 Uhr

Über zwei Milliarden Menschen leben weltweit in bitterster Armut, leiden unter Hoffnungslosigkeit, Hunger, Unterdrückung und Krieg. 65 Millionen von ihnen waren allein im letzten Jahr auf der Flucht, viele Menschen weltweit erhoffen sich ein besseres Leben in Europa oder Nordamerika. Hilfe tut also dringend not – aber sind offene Grenzen die richtige Antwort auf das Elend in der Welt?Diese Ansicht findet viele Fürsprecher, doch der Philosoph Julian Nida-Rümelin ist überzeugt: Offene Grenzen würden das Elend nicht wesentlich mildern, sondern die Herkunftsregionen sogar weiter schwächen und die sozialen Konflikte in den aufnehmenden Ländern verschärfen. Eine Lösung für die beschämenden humanitären Skandale unserer Zeit sind sie nicht. In seinem neuen Buch entwickelt Nida-Rümelin eine eigene Ethik der Migration, die eine Brücke zwischen Philosophie und Politik schlägt. Sein Buch macht klar: Politisches Handeln muss auf den Werten und Normen der Humanität beruhen. Nur so können verantwortungsbewusste und zukunftsträchtige Entscheidungen getroffen werden.
Eine Anmeldung ist erforderlich bis zum 26.05. unter: https://www2.bbaw.de/anmeldung-migration

Weltordnung im 21. Jahrhundert

Vortrag von Prof. Dr. Stefan A. Schirm (Bochum) im Rahmen der Ringvorlesung „Politische Gewalt im 21. Jahrhundert“

Neue Herausforderungen prägen die Weltpolitik im 21. Jahrhundert. Der politische und wirtschaftliche Aufstieg der Schwellenländer stellt etablierte Ordnungsmuster in Frage, die globale Finanzkrise zeigt die Gefahren fehlender Regulierung der Finanzmärkte auf, Migrationsströme fordern westliche Gesellschaften wirtschaftlich und kulturell, neue Spannungen zwischen Russland und den USA erinnern an den Ost‐West‐Konflikt aus dem letzten Jahrhundert. Wie reagieren internationale Organisationen auf diese Herausforderungen? Welche Rolle kann Global Governance durch UNO, IWF und G20 spielen? Ist die Europäische Union durch Eurokrise, Migrationsströme und Brexit als Ordnungsmodell nachhaltig geschwächt? Führt der Aufstieg Chinas zu neuen Rivalitäten mit den USA? Können die neuen Kriege und islamistischer Terror bewältigt werden? Welche neuen weltpolitischen Ordnungsmodelle entsprechen den neuen Herausforderungen?

Zwischen Geschichtswissenschaft und Theologie: Reformationsgedenken 2017 | 26.05.2017, 18 Uhr

Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Leibniz-Saal,
Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin

Reformation wird 2017 nicht nur gefeiert. Über Reformation wird auch gestritten. Ist die Feier zu wenig durch historische Forschung geprägt und nur eine vom Staat finanzierte Jubelfeier der Kirchen? Oder gehen umgekehrt die theologischen Einsichten im Event unter? Und wie kann man ökumenisch aufgeschlossen feiern, andererseits aber auch die dem Christentum gegenüber Distanten interessieren? Darf man Botschaften des 16. Jahrhunderts aktualisieren und wenn ja, wie macht man das? Zu diesen Themen diskutieren ein (römisch-katholischer) Historiker und ein (evangelischer) Theologe; sie greifen damit eine Debatte auf, die nicht nur in den letzten Monaten hohe Wellen in verschiedensten Medien schlug.
Vor der Diskussion, die sich mit dem Verhältnis von Theologie, Religionskritik und Geschichtswissenschaft am Beispiel von „Reformation“ auseinandersetzen wird, präsentieren sich drei Akademienvorhaben der BBAW – „Der Österreichische Bibelübersetzer. Gottes Wort deutsch“, „Die alexandrinische und antiochenische Bibelexegese in der Spätantike“ und „Corpus Coranicum“. Sie machen deutlich, dass die BBAW ein Ort für aktuelle Debatten ist und mit ihren Forschungsprojekten für alle Diskussionen notwendige Quellentexte in kritischen Ausgaben erarbeitet und erschließt.
Eine Veranstaltung im Rahmen des Deutschen Evangelischen Kirchentages 2017.

Zwischen Geschichtswissenschaft und Theologie: Reformationsgedenken 2017

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 18:00 Uhr

Reformation wird 2017 nicht nur gefeiert. Über Reformation wird auch gestritten. Ist die Feier zu wenig durch historische Forschung geprägt und nur eine vom Staat finanzierte Jubelfeier der Kirchen? Oder gehen umgekehrt die theologischen Einsichten im Event unter? Und wie kann man ökumenisch aufgeschlossen feiern, andererseits aber auch die dem Christentum gegenüber Distanten interessieren? Darf man Botschaften des 16. Jahrhunderts aktualisieren und wenn ja, wie macht man das? Zu diesen Themen diskutieren ein (römisch-katholischer) Historiker und ein (evangelischer) Theologe; sie greifen damit eine Debatte auf, die nicht nur in den letzten Monaten hohe Wellen in verschiedensten Medien schlug.
Vor der Diskussion, die sich mit dem Verhältnis von Theologie, Religionskritik und Geschichtswissenschaft am Beispiel von „Reformation“ auseinandersetzen wird, präsentieren sich drei Akademienvorhaben der BBAW – „Der Österreichische Bibelübersetzer. Gottes Wort deutsch“, „Die alexandrinische und antiochenische Bibelexegese in der Spätantike“ und „Corpus Coranicum“. Sie machen deutlich, dass die BBAW ein Ort für aktuelle Debatten ist und mit ihren Forschungsprojekten für alle Diskussionen notwendige Quellentexte in kritischen Ausgaben erarbeitet und erschließt.
Eine Veranstaltung im Rahmen des Deutschen Evangelischen Kirchentages 2017.

„Mystifizierung der Kulturrevolution“

Experten-Interview mit Dr. habil. Nora Sausmikat über Erinnerungspolitik in China

Nora Sausmikat ist Programmleiterin China der Stiftung Asienhaus in Köln. Sie forscht und publiziert zur chinesischen Frauenforschung, zur Geschichte der Intellektuellen, zur politischen Reform und zur Zivilgesellschaft in China. In ihrer Dissertation Kulturrevolution, Diskurs und Erinnerung: Eine Analyse lebensgeschichtlicher Erzählungen von chinesischen Frauen (Frankfurt: Lang, 2002) analysierte sie den Zusammenhang zwischen biografischer und kollektiver sowie staatlich gelenkter Sinnbildung. Hierfür führte sie umfangreiche Feldforschungsstudien durch, in deren Mittelpunkt junge städtische Frauen (zhiqing 知青 bzw. zhishi qingnian 知识青年, gebildete Jugendliche) standen, die im Rahmen der kulturrevolutionären Massenbewegung ab 1968 im ländlichen China sesshaft gemacht werden sollten.
Nana Sippel studiert Sinologie und Religionswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Sie konzipierte, führte und transkribierte das Interview.

50 Jahre Kulturrevolution: Die Rezeption in China und im Ausland

Workshop 2016 an der Ruhr-Universität Bochum | Fakultät für Ostasienwissenschaften

2016 jährte sich zum fünfzigsten Mal der Beginn der „Großen Proletarischen Kulturrevolution“, eines der einschneidendsten Ereignisse in der modernen chinesischen Geschichte. Die Kulturrevolution hat aber nicht nur die Entwicklung der Volkrepublik China nachhaltig beeinflusst. Sie hat internationale Auswirkungen gezeitigt, die erst in letzter Zeit in größerem Maßstab erforscht werden, nicht anders als die zum Teil noch immer tabuisierten Geschehnisse in China selbst. Auch die westdeutsche Protestbewegung der späten 60er Jahre hat unter dem Einfluss der Kulturrevolution gestanden.
Gegenstand der Tagung waren insbesondere die internationalen Wirkungen der Kulturrevolution, sowohl im ostasiatischen als auch im westlichen und namentlich im deutschen Raum. Bei der Veranstaltung wurde der Versuch unternommen, die nachträgliche theoretische Aufarbeitung der Kulturrevolution mit persönlichen Eindrücken und Erinnerungen zu verbinden.
Anschließend an den Workshop wurden von Studierenden drei Experteninterviews mit Nora Sausmikat, Felix Wemheuer und Daniel Leese geführt, die in Kürze hier bei L.I.S.A. in einer kleinen Reihe erscheinen werden. Der Beitrag von Heiner Roetz, „Erinnerung: 50 Jahre Kulturrevolution“ erscheint im Bochumer Jahrbuch zur Ostasienforschung, 39 (2016).

Die Externalisierungsgesellschaft

Interview mit Stephan Lessenich über Folgen des globalen Kapitalismus

Wir leben auf Kosten der anderen, so lautet zugespitzt die These des Soziologen Prof. Dr. Stephan Lessenich von der Ludwigs-Maximilian-Universität München. Ausgeführt hat er diese These in seiner jüngsten Publikation „Neben uns die Sintflut. Die Externalisierungsgesellschaft und ihr Preis“. Demnach ist das Weltgefüge politisch, ökonomisch, sozial und ökologisch schief, unsere Lebensweise im Norden bzw. im Westen eine Belastung für den Rest der Menschheit. Diese Erkenntnisse seien nicht neu, so Stephan Lessenich, doch obwohl wir darum wüssten, ändere sich nichts. Woran liegt das? Diese und andere Fragen haben wir ihm in unserer Videogesprächsreihe „Zu Gast bei L.I.S.A. Wortwechsel im Stiftungshaus“ gestellt.

Die Externalisierungsgesellschaft

Interview mit Stephan Lessenich über Folgen des globalen Kapitalismus

Wir leben auf Kosten der anderen, so lautet zugespitzt die These des Soziologen Prof. Dr. Stephan Lessenich von der Ludwigs-Maximilian-Universität München. Ausgeführt hat er diese These in seiner jüngsten Publikation „Neben uns die Sintflut. Die Externalisierungsgesellschaft und ihr Preis“. Demnach ist das Weltgefüge politisch, ökonomisch, sozial und ökologisch schief, unsere Lebensweise im Norden bzw. im Westen eine Belastung für den Rest der Menschheit. Diese Erkenntnisse seien nicht neu, so Stephan Lessenich, doch obwohl wir darum wüssten, ändere sich nichts. Woran liegt das? Diese und andere Fragen haben wir ihm in unserer Videogesprächsreihe „Zu Gast bei L.I.S.A. Wortwechsel im Stiftungshaus“ gestellt.

Buchpräsentation | Die Erfurter Historienbibel von 1425/28 und ihre Edition von 2016 | 22. Mai 2017, 18 Uhr

Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Leibniz-Saal,
Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin

Historienbibeln waren im 14./15. Jahrhundert die häufigste Form deutscher Bibelübersetzung. Sie enthielten Teile des Alten, selten auch des Neuen Testaments, meist nach dem Vulgata-Text, der lateinischen Bibelübersetzung. Nutzer der oft reich bebilderten Historienbibeln waren Weltgeistliche, Angehörige der städtischen Oberschicht und der Adel.
Von den etwa 100 erhaltenen Historienbibel-Handschriften bilden vier die mitteldeutsche Gruppe der „Erfurter Historienbibel“, die in der Edition zum ersten Mal vollständig nach der Überlieferungslage wiedergegeben wird. Kommentare zum Inhalt und Register zum Namen- und Wortgebrauch erschließen die damaligen religiösen Vorstellungen. Die Ausgabe ist ein Beitrag zur Erforschung der Leistung der vorlutherischen deutschen Bibel für das religiöse Leben des Spätmittelalters.

Buchpräsentation | Die Erfurter Historienbibel von 1425/28 und ihre Edition von 2016

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 18:00 Uhr

Historienbibeln waren im 14./15. Jahrhundert die häufigste Form deutscher Bibelübersetzung. Sie enthielten Teile des Alten, selten auch des Neuen Testaments, meist nach dem Vulgata-Text, der lateinischen Bibelübersetzung. Nutzer der oft reich bebilderten Historienbibeln waren Weltgeistliche, Angehörige der städtischen Oberschicht und der Adel.
Von den etwa 100 erhaltenen Historienbibel-Handschriften bilden vier die mitteldeutsche Gruppe der „Erfurter Historienbibel“, die in der Edition zum ersten Mal vollständig nach der Überlieferungslage wiedergegeben wird. Kommentare zum Inhalt und Register zum Namen- und Wortgebrauch erschließen die damaligen religiösen Vorstellungen. Die Ausgabe ist ein Beitrag zur Erforschung der Leistung der vorlutherischen deutschen Bibel für das religiöse Leben des Spätmittelalters.

„… ein Tür- und Augenöffner!“

Forschungsorientiert studieren im a.r.t.e.s. Research Master

Mit dem a.r.t.e.s. Research Master hält die a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne ein besonderes Zusatzangebot für forschungsinteressierte Masterstudierende der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln bereit. Das reguläre Lehrangebot wird dabei ergänzt durch das a.r.t.e.s.-Modul, das sich aus Veranstaltungen der Juniorprofessoren und Postdocs des a.r.t.e.s. Research Lab und einem intensiven Beratungsangebot zusammensetzt. Dies ermöglicht den Studierenden schon während ihrer Masterphase einen unmittelbaren Forschungsbezug und einen Einblick in innovative und interdisziplinäre Forschungsdesigns in den Geisteswissenschaften. Das Research Master-Programm fördert die Entwicklung eigener Forschungsprojekte in einem multidisziplinären Kontext und stärkt potentiell anschließende Promotionsvorhaben. Dafür stellt a.r.t.e.s. auch Mittel für Forschungs- und Archivreisen sowie erste Konferenzteilnahmen zur Verfügung.
Seit dem Wintersemester 2016/17 studiert bereits der dritte Jahrgang im a.r.t.e.s. Research Master. Thorsten Leyens (Musikwissenschaften) und Alina Wehrmeister (Germanistik/Skandinavistik) haben ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen im vergangenen Jahr als offizielle Sprecherin und Sprecher des Programms vertreten. Ein Gespräch über Horizonte, Grenzen und den Wert der Interdisziplinarität.

„Die Kunst auf den Barrikaden!“ Ikonische Dynamik von der Reformation bis zur Revolution

Salon Sophie Charlotte 2017

Mit entblößtem Busen und der Trikolore in der Hand führt die Freiheit in Gestalt einer Frau das sich erhebende Volk an. Eugène Delacroix‘ Gemälde, das kurz nach der Julirevolution von 1830 entstanden ist, zählt zu den berühmtesten Ikonen, die Revolution, Rebellion und Aufstand bildlich thematisieren. Bis heute rekurrieren Protestformen auf dieses Bild der Frau mit nackter Brust, beispielsweise in der sogenannten Femen-Bewegung, bei der Aktivistinnen oben ohne demonstrieren. Die Kunsthistoriker Prof. Dr. Andreas Beyer von der Universität Basel und Prof. Dr. Michael Diers von der Humboldt-Universität Berlin diskutieren in ihrem Gespräch dieses und andere Bilder aus der Kunstgeschichte seit der Reformation, die Revolutionen und andere politische Umbrüche begleitet und vielleicht sogar ausgelöst haben.

„Phänomenologie als spezifische Einstellung zur Welt“

Interview mit a.r.t.e.s.-Juniorprofessor Thiemo Breyer zur Relevanz des Forschungsansatzes

Die beiden Postdoc-Nachwuchsforschungsgruppen des Research Labs der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne beschäftigen sich mit den thematischen Schwerpunkten „Transformation of Knowledge“ und „Transformation of Life“. Entsprechend dem interdisziplinären Ansatz der Graduiertenschule werden diese Transformationsprozesse mit einer Reihe von unterschiedlichen theoretischen Ansätzen und Zugängen untersucht, zu denen auch die Phänomenologie zählt. Im Gespräch mit a.r.t.e.s.-Juniorprofessor Thiemo Breyer stellen wir euch diesen Forschungsansatz sowie seine Relevanz für die Arbeit im Research Lab vor.

The End Of the Liberal Order? Central, East, and Southeast European Populism in Comparative Perspective

Vierte Jahreskonferenz der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropa wird vom 1. bis 3. Juni 2017 in Regensburg

Die vierte Jahreskonferenz der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien wird sich mit dem Phänomen des Populismus in Mittel-, Ost- und Südosteuropa beschäftigen. Vom 1. bis 3. Juni 2017 stellen renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachdisziplinen aus dem In- und Ausland ihre Forschungen zu Fragen des Populismus vor und diskutieren in vergleichender Perspektive Hintergünde, Formen und (Gegen-)Strategien populistischer Strömungen in Gegenwart und Vergangenheit. Die Tagung mit dem Titel „The End Of the Liberal Order? Central, East, and Southeast European Populism in Comparative Perspective“ findet in Kooperation mit der School of Slavonic and East European Studies des University College London in Regensburg statt.
In ingsesamt vier englischsprachigen Vortragspanels sowie in einer stadtöffentlichen Diskussionsrunde mit Journalisten in deutscher Sprache sollen unterschiedliche Aspekte des Populismus in Mittel-, Ost- und Südosteuropa eingehender betrachtet werden: populistische Sprachen und Sprechweisen; Typologien populistischer Politik; historische Entwicklungslinien des Populismus in der Region; populistische Subjektivitäten.
Als Keynote-Speaker haben zugesagt: der Autor und Journalist John B. Judis (Washington), der Medienwissenschaftler Prof. Dr. Michał Krzyżanowski (Örebro), der Slavist und Direktor der UCL School of Slavonic and East European Studies Prof. Jan Kubik (London) sowie die Politikwissenschaftlerin und Direktorin des Zentrums für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) Prof. Dr. Gwendolyn Sasse (Berlin).
Die stadtöffentliche Diskussionsrunde „Das Ende der liberalen Ordnung? Zentral-, Ost- und Südosteuropäischer Populismus im Vergleich“ am Freitagabend bestreiten die Journalisten Andreas Ernst (Belgrad/Zürich), Boris Schumatsky (Berlin) und Reinhold Vetter (Warschau/Berlin); es moderiert Marie-Janine Calic (München).
Interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden bis zum 22. Mai um Anmeldung per E-Mail gebeten.

„Eine Persönlichkeit, viele Identitäten“

Interview mit Alfred Grosser über seine und andere Identitäten

Mit sich selbst eins sein ist der Zustand, der als Identität begriffen wird. Aber ist das als Mensch überhaupt möglich? Können wir Zustände einfrieren? Sind wir als 20-jährige diejenigen, die wir auch als 50-jährige sind? Identität und Wandel wären so gesehen zwei sich ausschließende Konzepte. Der Historiker Prof. Dr. Alfred Grosser, selbst Hausherr mehrerer Identitäten, hat sich der aktuellen Frage, was die Identität eines Menschen überhaupt ausmacht, in einem neuen Buch angenommen. Wir haben ihm dazu unsere Fragen gestellt.

„Widerhall faschistoider Ästhetik ist nahezu omnipräsent“

Interview mit Jelena Jazo über Post-Nazismus und Populär-Kultur

Das Zeigen von nazistischer Emblematik, wie beispielsweise von Hakenkreuzen oder SS-Runen, ist im politischen Raum Deutschlands verboten. In der Populär-Kultur sind die Grenzen indes nicht so eindeutig abgesteckt. Im Gegenteil: Dort ist bildhafte NS-Symbolik nahezu omnipräsent, so die These der Kulturwissenschaftlerin Dr. Jelena Jazo. In ihrem Dissertationsprojekt hat sie das Nachleben faschistoider Ästhetik in Bildern der Gegenwart untersucht. Eines ihrer Ergebnisse: NS-Symbolik verliert im Post-Nazismus nach und nach ihren historischen Gehalt und entwickelt dabei zahlreiche neue Chiffren, mit vielfachen Anschlussmöglichkeiten an die sogenannte Populär-Kultur. Wie das genau zu verstehen ist, dazu haben wir unsere Fragen gestellt.

ISIS und dschihadistische Bedrohung in Europa

Vortrag von Prof. Dr. Peter Neumann (London) im Rahmen der Ringvorlesung „Politische Gewalt im 21. Jahrhundert“

Seit dem Tod Bin Ladens und dem Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs ist die dschihadistische Bewegung nicht nur jünger und stärker geworden, sondern sie hat sich „demokratisiert“. Zu den schätzungsweise 5.000 europäischen Auslandskämpfern, die sich in Syrien dschihadistischen Gruppen angeschlossen haben, gehören nicht mehr nur verschrobene Intellektuelle, sondern junge Europäer aus allen Schichten und Bevölkerungsgruppen. Fast 20 Prozent sind Konvertiten, die vom Christentum zum Islam – und häufig: direkt in den Salafismus – übergetreten sind. Fünfzehn Prozent sind Mädchen und Frauen. Statt Universitätsstudenten wie zu Attas Zeiten rekrutieren die Dschihadisten heutzutage viele Kleinkriminelle und Perspektivlose. Mehr denn je ist der Dschihadismus in Europa eine Jugend‐ und Gegenkultur. Und der Islamische Staat, mit all seiner Grausamkeit und Brutalität, ist ihr alles überragendes Symbol. Sowohl Ursache als auch Folge dieser Demokratisierung ist, dass die Anforderungen an potentielle Rekruten geringer geworden sind. Der Dschihadismus ist nach wie vor islamisch und folgt der salafistischen Glaubensdoktrin, doch die komplizierte Theologie, mit der noch al‐Qaida ihre Anschläge zu rechtfertigen suchte, wurde vom Islamischen Staat durch eine diffuse Protestideologie ersetzt, die extreme Gewalt verherrlicht und vor allem aus Slogans und theologischen Versatzstücken besteht. Wichtiger als theologische Begründungen sind dem Islamischen Staat und seinen Rekruten die Möglichkeit zur Selbstinszenierung und das Image der Stärke und Überlegenheit, das die Gruppe in ihren Videos pausenlos projiziert. Als Protestideologie und Gegenkultur richtet sich der Dschihadismus des Islamischen Staates deshalb nicht mehr nur an junge Männer (und Frauen), die sich für Religion interessieren, sondern an alle, die nach Struktur, Ordnung, klaren Regeln und einem radikalen Gegenentwurf zur westlichen oder europäischen Gesellschaft suchen. Die Konsequenzen dieses Wandels werden und noch mindestens eine Generation lang beschäftigen.

Fellowship am Zentrum für interdisziplinäre Forschung

a.r.t.e.s.-Postdoc Marie Louise Herzfeld-Schild zu ihren ersten Monaten am „Jungen ZiF“

Dr. Marie Louise Herzfeld-Schild, Postdoktorandin im Research Lab der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne, wurde 2016 ins Nachwuchsprogramm „Das Junge ZiF“ des Zentrums für interdisziplinäre Forschung (ZiF) an der Universität Bielefeld aufgenommen. Herzlichen Glückwunsch! Wir haben sie getroffen und nach ihren ersten Eindrücken gefragt.

Über Pornographie: Geschichte, Ästhetik & Wirkung

Avenue: Einladung zur kritischen Begutachtung (open peer review)

Besonders junge Forschende, darunter erfreulich viele Frauen, sind der Einladung der Avenue gefolgt, aus ihren Disziplinen zum Thema Pornographie beizutragen.
Mit verständlichen, kurzen und präzisen Beiträgen beleuchten Literaturwissenschaftlerinnen, Historiker, Soziologinnen oder Pädagogen die Geschichte, Ästhetik und Wirkung dieses offenen Geheimnisses.
Gerne möchten wir die L.I.S.A community zur Diskussion einladen, um die Artikel einem offenen peer review zu unterziehen: Bis zum 2. Mai nehmen wir Kommentare und Kritiken entgegen. Danach gelangen die Beiträge in Druck – mitsamt ausgewählten Kommentaren. Wir freuen uns über eine rege Diskussion.www.avenue.jetzt
Avenue | Wissenskultur

Yfaat Weiss zur Direktorin des Simon-Dubnow-Instituts berufen

Honorary Fellow des Historischen Kollegs leitet Leipzig Institut

Yfaat Weiss, derzeit Honorary Fellow am Historischen Kolleg, leitet zukünftig das Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur. Damit tritt sie die Nachfolge von Raphael Gross an, der seit November 2016 Direktor des Deutschen Historischen Museums ist. Das an der Universität Leipzig angesiedelte Simon-Dubnow-Institut ist eine international renommierte Forschungseinrichtung und seit Kurzem Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.
Yfaat Weiss hat in Hamburg studiert und wurde 1997 in Tel Aviv promoviert. Nach Stationen in München und Haifa ist sie seit 2008 Professorin für Jüdische Geschichte in Jerusalem. Unter anderem wurde sie 2012 mit dem Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken anlässlich der Veröffentlichung der deutschen Übersetzung ihres Buches „Verdrängte Nachbarn. Wadi Salib – Haifas enteignete Erinnerung“ ausgezeichnet.
Noch bis August 2017 ist Yfaat Weiss als Honorary Fellow am Historischen Kolleg zu Gast. In München erforscht sie derzeit die Geschichte der Enklave auf dem Jerusalemer Skopusberg in den Jahren 1948 bis 1967. Einblicke in dieses Projekt gewährt die Historikerin am 26. Juni ab 19 Uhr im Rahmen eines öffentlichen Vortrags in der Münchner Kaulbach-Villa.Das Historische Kolleg gratuliert Yfaat Weiss herzlich zur Berufung an die Spitze des Simon-Dubnow-Instituts.

Revolutionen im 20. Jahrhundert – und was kommt dann?

Salon Sophie Charlotte 2017

Hat sich das Programm der Revolution heute erschöpft? Liegt es an Vorstellungen über Gewaltakte, die mit Revolutionen untrennbar verbunden zu sein scheinen, dass diese inzwischen eher negativ konnotiert sind? Wie blutig aber waren Revolutionen des 20. Jahrhunderts tatsächlich? Sind es eher zwischenstaatliche Kriege und Bürgerkriege, die infolge revolutionärer Umstürze zu großem Blutvergießen geführt haben? Darüber diskutieren der Osteuropa-Historiker Prof. Dr. Manfred Hildermeier von der Universität Göttingen, der Lateinamerika-Historiker Prof. Dr. Stefan Rinke von der Freien Universität Berlin sowie der Sinologe Prof. Dr. Rudolf G. Wagner von der Universität Heidelberg. Sie vergleichen dabei vor allem Revolutionen in Europa mit denen in Lateinamerika und Asien. Moderiert wird das Gespräch von der Historikerin und Direktorin des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung Prof. Dr. Ute Frevert.

The Anglo-German Annual Lecture 2017 | 16.05.2017 18:00 UHR

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Leibniz-Saal, Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin

From 1996 to 2016, according to the OECD, the ratio of an index of German house prices to per capita household income has declined by 6%, while the UK’s has risen by 98%. This is the case despite the current boom in the German housing market, and the decline in Germany since 1970 is even more pronounced. The international picture since 1996 is quite diverse, ranging from zero in the US, to rises of 61 % in Germany’s neighbour France, and 79 % in New Zealand and 112 % in Sweden, both countries with low population densities. The talk will explain these striking Anglo-German differences in terms of key institutional differences, particularly in the supply of land, the nature of credit markets, taxation and tenure structures.The differences between Germany and the UK have deep historical and cultural roots. The talk will explain why these differences, whose relevance has been overlooked by standard macroeconomics, matter. They have profound economic implications, including for intergenerational justice, inequality, macroeconomic policy, financial stability, and the transmission of monetary policy.
Please register at: agf-lecture@bbaw.de
WelcomeMartin GrötschelPresident Berlin-Brandenburg Academy of Sciences and Humanities
IntroductionSir Sebastian Wood, KCMGBritish Ambassador to the Federal Republic of Germany
Housing, debt and the economy: a tale of two countriesJohn MuellbauerSenior Research Fellow, Nuffield College, Professor of Economics, Oxford University, and Senior Fellow, Institute for New Economic Thinking, Oxford Martin School

The Anglo-German Annual Lecture 2017 | 16.05.2017 18:00 UHR

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Leibniz-Saal, Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin

From 1996 to 2016, according to the OECD, the ratio of an index of German house prices to per capita household income has declined by 6%, while the UK’s has risen by 98%. This is the case despite the current boom in the German housing market, and the decline in Germany since 1970 is even more pronounced. The international picture since 1996 is quite diverse, ranging from zero in the US, to rises of 61 % in Germany’s neighbour France, and 79 % in New Zealand and 112 % in Sweden, both countries with low population densities. The talk will explain these striking Anglo-German differences in terms of key institutional differences, particularly in the supply of land, the nature of credit markets, taxation and tenure structures.The differences between Germany and the UK have deep historical and cultural roots. The talk will explain why these differences, whose relevance has been overlooked by standard macroeconomics, matter. They have profound economic implications, including for intergenerational justice, inequality, macroeconomic policy, financial stability, and the transmission of monetary policy.
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WelcomeMartin GrötschelPresident Berlin-Brandenburg Academy of Sciences and Humanities
IntroductionSir Sebastian Wood, KCMGBritish Ambassador to the Federal Republic of Germany
Housing, debt and the economy: a tale of two countriesJohn MuellbauerSenior Research Fellow, Nuffield College, Professor of Economics, Oxford University, and Senior Fellow, Institute for New Economic Thinking, Oxford Martin School

The Anglo-German Annual Lecture 2017

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, 18:00 Uhr

From 1996 to 2016, according to the OECD, the ratio of an index of German house prices to per capita household income has declined by 6%, while the UK’s has risen by 98%. This is the case despite the current boom in the German housing market, and the decline in Germany since 1970 is even more pronounced. The international picture since 1996 is quite diverse, ranging from zero in the US, to rises of 61 % in Germany’s neighbour France, and 79 % in New Zealand and 112 % in Sweden, both countries with low population densities. The talk will explain these striking Anglo-German differences in terms of key institutional differences, particularly in the supply of land, the nature of credit markets, taxation and tenure structures.The differences between Germany and the UK have deep historical and cultural roots. The talk will explain why these differences, whose relevance has been overlooked by standard macroeconomics, matter. They have profound economic implications, including for intergenerational justice, inequality, macroeconomic policy, financial stability, and the transmission of monetary policy.
Please register at: agf-lecture@bbaw.de
WelcomeMartin GrötschelPresident Berlin-Brandenburg Academy of Sciences and Humanities
IntroductionSir Sebastian Wood, KCMGBritish Ambassador to the Federal Republic of Germany
Housing, debt and the economy: a tale of two countriesJohn MuellbauerSenior Research Fellow, Nuffield College, Professor of Economics, Oxford University, and Senior Fellow, Institute for New Economic Thinking, Oxford Martin School

Mediävistik: interdisziplinär und grenzüberschreitend | Das Cologne-Toronto Graduate Student Colloquium 2016

Nachbericht über das Kolloquium von Kathrin Borgers, Promovierende an der Universität zu Köln

Das Cologne-Toronto Graduate Student Colloquium wird von der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne und dem Zentrum für Mittelalterstudien (ZEMAK) der Universität zu Köln gemeinsam mit dem Centre for Medieval Studies der University of Toronto veranstaltet. Vom 29. September bis 1. Oktober 2016 fand das inzwischen schon vierte Kolloquium in Toronto statt.

Section 5: Valuation

Conference „Working on Things. On the Social, Political, and Economic History of Collected Objects“ (Berlin 2016)

Using field journals, correspondence files, specimen lists, and herbarium specimens themselves, Elaine Ayers unveils the multi-layered work involved in knowing, ordering, and selling tropical flora—a project complicated by the embodied nature of tropical plants in the Victorian imagination.

History Takes Place – Dynamics of Urban Change

Belgrade and Sarajevo, 4-15 September 2017 | Application Deadline 29 May 2017

The summer school “History Takes Place – Dynamics of Urban Change” will bring together from 4 to 15 September 2017 twenty international young researchers – historians, art historians, archaeologists, cultural and social scientists, city planners and architects. This year’s programme is focused on the complex and multi-layered history of Belgrade and Sarajevo. The ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius and the Gerda Henkel Foundation invite the participants to study the connections between historical events and spatial development.

Juristische Aufarbeitung kollektiver Gewalt im Kontext von bewaffneten Konflikten und Unrechtsregimen

Vortrag von Prof. Dr. Sabine Swoboda (Bochum) im Rahmen der Ringvorlesung „Politische Gewalt im 21. Jahrhundert“

Wie klären Strafgerichte kollektiv begangene Gewalttaten auf? Kollektive können sich nicht strafbar machen. Das können nur Einzelpersonen – und strafbar sind sie auch nur für das, was sie selbst nachweisbar zum Verbrechen beigetragen haben. Was aber, wenn nicht mehr nachweisbar ist, was der Einzelne im Rahmen des Kollektivverbrechens getan hat? Wie verfährt die Strafjustiz mit den Führungseliten von Unrechtsregimen, also mit den Personen, die Massenverbrechen geplant, organisiert und systematisch in Gang gebracht haben, ohne jemals an den Tatorten selbst aufzutauchen? Wie geht man mit den Schreibtischtätern um, die systematisch Verbrechen „verwaltet“ haben? Der Vortrag stellt die Instrumentarien des Völkerstrafrechts vor, die für diese Fallkonstellationen entwickelt wurden und er zeigt am Beispiel der Strafgerichte in Bosnien Herzegowina und Serbien, wie schwierig die Aufklärung im Einzelfall sein kann.

Die neue „schliff“ ist da!

Ausgabe No. 5: Literarisches Schreiben und theoretische Reflexion über „Lebensformen“

Christopher Quadt, Promotionsstipendiat bei der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne, und Kathrin Schuchmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Deutsche Sprache und Literatur I, geben die Literaturzeitschrift schliff heraus. Was ist das Konzept der Zeitschrift und worum geht es in der aktuellen Ausgabe „Lebensformen“? Wir haben die beiden gefragt.

„Realität ist immer konstruiert und diskursabhängig“

Interview mit Simon Goebel: Politische Talkshows über Flucht

Noch bevor die Flüchtlingszahlen in Europa einen neuen Höhepunkt erreichten, beschäftigte sich Simon Goebel bereits mit der Frage, welches Licht in politischen Talkshows auf Flüchtlinge und das Thema Flucht allgemein geworfen wird. Dabei fiel ihm auf, dass die Dominanz bestimmter Sichtweisen in jeder Sendung eine wichtige Rolle spielt. Er untersuchte daher die TV-Debatten auf konstruktivistische Einflüsse: Werden hier durch Behauptungen, tendenziöse Formulierungen oder fehlende Kontexte unterschiedliche, subjektive Realitäten vermittelt? Im Interview haben wir ihn zum Forschungsprozess, seinem Buch und dem Bezug zur aktuellen Debatte befragt.

Wie revolutionär ist die Reformation?

Salon Sophie Charlotte 2017

Die Frage, ob es sich bei der Reformation vor 500 Jahren um eine Revolution gehandelt hat, ist nicht neu. Schon im Umfeld der Französischen Revolution wurde darüber debattiert, ob die Reformation revolutionär gewesen sei? Wollte Luther tatsächlich eine Revolution? Ging es ihm um den politisch-sozialen Umbruch einer Ordnung oder eher um spirtuelle Erneuerung? Kann man im Mittelalter überhaupt revolutionär sein oder ist der Begriff der Revolution untrennbar mit der Moderne verbunden? Über diese und anschließende Fragen diskutieren die Historikerin Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger von der Universität Münster, der Theologe Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Graf von der Universität München sowie der Journalist und Luther-Biograph Willi Winkler. Moderiert wird das Gespräch vom Theologen und Kirchenhistoriker Prof. Dr. Christoph Markschies.

Historisches Kolleg stellt weitere Schriften online

Das Historische Kolleg hat weitere Publikationen digitalisiert und online gestellt. Sämtliche Scans sind kostenlos als pdf-Dateien abrufbar und lassen sich im Volltext durchsuchen. Damit sind nun alle 88 bis ins Jahr 2013 erschienenen Bände der Reihe „Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien“ sowie die „Jahrbücher des Historischen Kollegs“ im Netz vorhanden. Unter der Rubrik „Publikationen“ finden Interessierte auf der Homepage des Historischen Kollegs zudem weitere Digitalisate der Reihen „Vorträge“ und „Dokumentationen“.
 
Zu den jüngst ins Netz gestellten Veröffentlichungen zählen etwa der Sammelband von Hubert Wolf über „Mystik, Macht und Geschlechterrollen im Katholizismus des 19. Jahrhunderts“, das Buch zum Kolloquium von Friedrich Lenger „Kollektive Gewalt in der Stadt. Europa 1890–1939“ sowie der von Egon Flaig herausgegebene Sammelband „Genesis und Dynamiken der Mehrheitsentscheidung“. Außerdem können nun alle Jahrbücher – ein zwischen 1995 und 2007 erschienenes Periodikum des Historischen Kollegs, das die Vorträge der Fellows aus diesem Zeitraum versammelt – abgerufen werden. Darin werden zum Beispiel die Vorträge von Christoph Buchheim, Jörn Leonhard, Karl Schlögel, Jan-Dirk Müller, Peter Burschel oder Wolfgang Reinhard dokumentiert.
 
Mit der Digitalisierungsoffensive verfolgt das Historische Kolleg das Ziel, die Erkenntnisse der in der Kaulbach-Villa abgehaltenen Kolloquien ebenso wie die Forschungsergebnisse seiner Fellows der Fachwissenschaft sowie einer breiten interessierten Öffentlichkeit möglichst leicht zugänglich zu machen. Nach Ablauf einer Movingwall werden auch in den kommenden Jahren sukzessive weitere Kolloquiumsbände online gestellt.
 
http://www.historischeskolleg.de/publikationen.html

Historisches Kolleg stellt weitere Schriften online

Das Historische Kolleg hat weitere Publikationen digitalisiert und online gestellt. Sämtliche Scans sind kostenlos als pdf-Dateien abrufbar und lassen sich im Volltext durchsuchen. Damit sind nun alle 88 bis ins Jahr 2013 erschienenen Bände der Reihe „Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien“ sowie die „Jahrbücher des Historischen Kollegs“ im Netz vorhanden. Unter der Rubrik „Publikationen“ finden Interessierte auf der Homepage des Historischen Kollegs zudem weitere Digitalisate der Reihen „Vorträge“ und „Dokumentationen“.
 
Zu den jüngst ins Netz gestellten Veröffentlichungen zählen etwa der Sammelband von Hubert Wolf über „Mystik, Macht und Geschlechterrollen im Katholizismus des 19. Jahrhunderts“, das Buch zum Kolloquium von Friedrich Lenger „Kollektive Gewalt in der Stadt. Europa 1890–1939“ sowie der von Egon Flaig herausgegebene Sammelband „Genesis und Dynamiken der Mehrheitsentscheidung“. Außerdem können nun alle Jahrbücher – ein zwischen 1995 und 2007 erschienenes Periodikum des Historischen Kollegs, das die Vorträge der Fellows aus diesem Zeitraum versammelt – abgerufen werden. Darin werden zum Beispiel die Vorträge von Christoph Buchheim, Jörn Leonhard, Karl Schlögel, Jan-Dirk Müller, Peter Burschel oder Wolfgang Reinhard dokumentiert.
 
Mit der Digitalisierungsoffensive verfolgt das Historische Kolleg das Ziel, die Erkenntnisse der in der Kaulbach-Villa abgehaltenen Kolloquien ebenso wie die Forschungsergebnisse seiner Fellows der Fachwissenschaft sowie einer breiten interessierten Öffentlichkeit möglichst leicht zugänglich zu machen. Nach Ablauf einer Movingwall werden auch in den kommenden Jahren sukzessive weitere Kolloquiumsbände online gestellt.
 
http://www.historischeskolleg.de/publikationen.html

“Practice, Effervescence and Rhythm: Technologies of Categorization and the Legacy of the Durkheim School”

Internationale Konferenz des a.r.t.e.s. Research Lab über die Durkheim-Schule

Vom 11. bis 13. Mai 2017 veranstaltet das Research Lab der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne die internationale, von der Fritz Thyssen Stiftung geförderte Konferenz “Practice, Effervescence and Rhythm: Technologies of Categorization and the Legacy of the Durkheim School“. Zu der dreitägigen Konferenz haben die Organisatoren Dr. Johannes Schick, Dr. Mario Schmidt und Jun.-Prof. Dr. Martin Zillinger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Frankreich, den USA, Großbritannien und der Schweiz eingeladen, um über das Kategorienprojekt der Durkheim-Schule zu sprechen.

“Practice, Effervescence and Rhythm: Technologies of Categorization and the Legacy of the Durkheim School”

Internationale Konferenz des a.r.t.e.s. Research Lab über die Durkheim-Schule

Vom 11. bis 13. Mai 2017 veranstaltet das Research Lab der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne die internationale, von der Fritz Thyssen Stiftung geförderte Konferenz “Practice, Effervescence and Rhythm: Technologies of Categorization and the Legacy of the Durkheim School“. Zu der dreitägigen Konferenz haben die Organisatoren Dr. Johannes Schick, Dr. Mario Schmidt und Jun.-Prof. Dr. Martin Zillinger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Frankreich, den USA, Großbritannien und der Schweiz eingeladen, um über das Kategorienprojekt der Durkheim-Schule zu sprechen.