Planet History

Tag Archive for Geschichte

Vom „Blatt“ übers „Keller Journal“ bis zu „Der Tod“ – eine kleine Schau zur Münchner Alternativpresse in der Obersendlinger PLATFORM

„GEGEN KULTUR – Münchner Independent Magazine“ lautet der Titel einer kleineren Ausstellung, die in München-Obersendling in den Räumen des Kulturprojekts PLATFORM zu sehen ist. „GEGEN #KULTUR – #München|er #Independent Magazine“ – Rundgang durch eine #Ausstellung zu #Zeitschriften der #Alternativkultur#HistBav pic.twitter.com/0yG4MXM3zi — Stefan Hemler (@Muenchen1968) July 22,…

Keine Interaktion! Bild-Text-Bezüge von Beischriften. Eine Standortbestimmung in fünf Punkten

Francisca Feraudi-Gruénais (Alte Geschichte, Universität Heidelberg) zum a.r.t.e.s. forum 2016

Das a.r.t.e.s. forum ist die interdisziplinäre Jahrestagung der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland einlädt, aus ihrer jeweiligen disziplinären Perspektive zum Tagungsthema Bezug zu nehmen. Das a.r.t.e.s. forum 2016 versammelte Beiträge zum Thema „text – language – media“. Im Folgenden ist das Résumé von Dr. Francisca Feraudi-Gruénais zu ihrem Vortrag beim a.r.t.e.s. forum am 15. Juli 2016 zu finden.

Piraterie – Von der Antike bis zur Gegenwart

Symposium „Über das Meer“ | Abschließende Podiumsdiskussion

Der Gedanke an Piraten ist mir viel Romantik und einer gewissen Abenteuersehnsucht verbunden. Die Namen, die einem dabei einfallen, sind schillernd: Blackbeard, Cäpt’n Kidd, Rackham, Drake, Morgan oder Störtebecker. Literatur und Film haben das Seeräuberwesen sogar zu einem eigenen Genre ausgebaut und damit zu seiner Popularisierung erheblich beigetragen. Diese Vorstellung von Piraten und Piraterie repräsentiert jedoch nur einen sehr kurzen Abschnitt ihrer langen Geschichte. Denn seitdem Menschen mit Schiffen übers Meer fahren, gibt es auch Piraten – bis heute. Diese historische und aktuelle Dimension ist Thema der vorliegenden Podiumsdiskussion. Es diskutieren Prof. Dr. Thomas Jäger, Prof. Dr. Michael North, Prof. Dr. Marian Paschke sowie Dr. Patricia Schneider.

Antike Nomaden von Mangystau: Episode 5 – Heiliger Boden

Die Ausgrabung in Mangystau ist fast abgeschlossen, aber das Kernstück und der damit spannendste Bereich der Steinanlage ist noch zu erforschen: ihr Mittelpunkt. Die Archäologen vermuten, dass hier der Schlüssel zum Verständnis dieser besonderen Form menschlicher Besiedlung in der kasachischen Steppe im 5. Jahrhundert n. Chr. liegt. Der Block aus Kalk, der durch die Grabung zu Tage gefördert wird, deutet auf eine sakrale Kultstätte hin, auf einen religiösen Ort. Die Forscher ziehen daraus neue Schlüsse für Geschichte dieser einst offenbar kulturell fruchtbaren Region.

„Ein imperialer Wissensspeicher“

Interview mit Jonas Kreienbaum über Konzentrationslager im südlichen Afrika

Die ersten Konzentrationslager, in denen militärische und politische Gegner konzentriert und massenhaft gefangen gehalten wurden, enstanden im Zuge des sogenannten Zweiten Burenkriegs (1899-1902). Die britische Kolonialarmee richtete sogenannte concentration camps für inhaftierte Buren und später auch für die afrikanische Bevölkerung ein. Ähnlich verfuhren die deutschen Kolonialherren im Verlauf des Herero- und Nama-Austands von 1904. Tausende Gefangene wurden in eigens dafür eingerichteten Lagern zusammengepfercht. Aber waren Gefangenenlager im Zusammenhang mit kriegerischen Konflikten tatsächlich etwas Neues? Der Historiker Dr. Jonas Kreienbaum von der Universität Rostock hat die Konzentrationslager im südlichen Afrika erforscht und miteinander verglichen. Seine Ergebnisse hat er im Rahmen seines Dissertationprojekts veröffentlicht. Wir haben ihm zu seinem Buch, das mit dem Preis für Übersetzungsförderung 2017 des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet worden ist, unsere Fragen gestellt.

16 Shots. Politische Gewalt gegen African Americans – eine Geschichte der Gegenwart

Vortrag von Prof. Dr. Jürgen Martschukat (Erlangen) im Rahmen der Ringvorlesung „Politische Gewalt im 21. Jahrhundert“

16 Schüsse hat der Polizist Jason D. van Dyke am 20. Oktober 2014 in Chicago auf den 17‐jährigen Afroamerikaner Laquan McDonald abgegeben. Der Polizeibericht besagt, McDonald habe die Polizisten mit einem Messer bedroht, so dass diese um ihr Leben gefürchtet hätten. Das Video einer Dashcam aus einem der Polizeiautos, das über ein Jahr später freigegeben wurde, zeigt ein anderes Bild. Der Vortrag wird von dem Fall McDonald ausgehen, um die jüngsten Fälle der Polizeigewalt gegen junge, afroamerikanische Männer aus der US‐amerikanischen Geschichte heraus zu verstehen. Dabei wird der Vortrag (erstens) das Politische dieser Gewalttaten ausloten und (zweitens) die Bedeutung ihrer Sichtbarmachung eruieren. In der jüngsten Zeitgeschichte sind es immer wieder Filme aus Handys, Überwachungskameras oder eben Dashcams gewesen, die dazu beigetragen haben, auf Polizeigewalt aufmerksam zu machen und diese – wie im Fall McDonald – auch vor Gericht zu bringen.

Fundstücke KW 28

Tote Katzen, die bei der archäologischen Untersuchung von Abfallgruben in Spanien entdeckt wurden, dienten wohl als Felllieferanten, schreibt Jörg Römer im Spiegel. Ein toter Hund aus dem Frühmittelalter wurde bei Grabungen in Ascheberg (NRW) gefunden, meldet der Westfälische Anzeiger. Tipps … Weiterlesen

Demminer Findbuch – Superintendentur

Im Landesarchiv Greifswald lagern verschiedene Bestände über die Stadt und den Altkreis Demmin, welche zum Großteil schon über die Archivsuche Ariadne erfasst sind. Mein Ziel ist es, die restlichen Findbücher zu veröffentlichen, welche bislang nur als Schriftform (handgeschrieben bzw. Schreibmaschine) … Weiterlesen

Der Beitrag Demminer Findbuch – Superintendentur erschien zuerst auf Blog Pommerscher Greif e.V..

Kulturelle und sprachliche Aneignung im Kontext: mit Max und Moritz zu Gast im Japan des ausgehenden 19. Jahrhunderts

Judit Árokay (Japanologie, Universität Heidelberg) zum a.r.t.e.s. forum 2016

Das a.r.t.e.s. forum ist die interdisziplinäre Jahrestagung der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland einlädt, aus ihrer jeweiligen disziplinären Perspektive zum Tagungsthema Bezug zu nehmen. Das a.r.t.e.s. forum 2016 versammelte Beiträge zum Thema „text – language – media“. Im Folgenden ist die Zusammenfassung von Prof. Dr. Judit Árokay zu ihrem Vortrag beim a.r.t.e.s. forum am 15. Juli 2016 zu finden.

Lieder der Hoffnung und des Widerstands gesungen von Hanna Schygulla

Salon Sophie Charlotte 2017

Hanna Schygullas Auftritt kommt einem Streifzug durch die Geschichte des revolutionären Liedguts gleich. Angefangen mit der Hymne der Pariser Kommune von 1871 – Le Temps des Cerises – geht es weiter zu den antifaschistischen Widerstandliedern Bella Ciao und ¡Ay Carmela!, bis zu Bertolt Brechts und Hanns Eislers Wiegenlied und Ein Pferd klagt an. Im zweiten Teil führt Hanna Schygulla das Publikum zurück in die Zeit der Achtundsechziger: I can’t get no satisfaction (The Rolling stones), Blowing in the wind (Bob Dylan), Imagine (John Lennon), Here comes the sun (The Beatles), Born to be wild (Steppenwolf) und Me and Bobby McGee (Janis Joplin). Begleitet am Flügel wird Hanna Schygulla von Stephan Kanyar.

Kindbettgeschenke

Nicole Brüderle : Kindbettgeschenke – Untersuchungen zu Ursprung, Form und Funktion von kunstgewerblichen Objekten als Gaben an die Mutter nach der Geburt, Göttingen 2016 «Der Brauch, die Frau im Wochenbett zu beschenken, geht auf eine lange Tradition zurück, die zum Teil noch bis heute anhält. In der vorliegenden Untersuchung werden kunstgewerbliche Objekte als Kindbettgeschenke in … Kindbettgeschenke weiterlesen

„Ich ziehe es vor, Archive zu besuchen“

Interview mit Markwart Herzog zur „Gleichschaltung“ des Fußballs im NS

Das nationalsozialistische Regime versuchte von seinen Anfängen an den Sport mit dessen Strukturen, Vereinen und Funktionären nicht nur zu kontrollieren, sondern mit dem faschistischen System gleichzuschalten. So wurden unter anderem über sogenannte Arierparagrafen Sportler und Vereinsmitglieder jüdischer Herkunft ausgeschlossen, Sportvereinen dezidiert politische Funktionen zugewiesen und kleinere sportliche Vereinigungen zu Fusionen mit anderen oder größeren Vereinen gezwungen. Im Sammelband „Die ‚Gleichschaltung‘ des Fußballsports im nationalsozialistischen Deutschland“ widmen sich die Autoren der unterschiedlichen Gleichschaltungsmaßnahmen und fragen, inwiefern diese Maßnahmen gegriffen haben. Wir haben dem Herausgeber und Sporthistoriker Dr. Markwart Herzog sowohl zum Band insgesamt als auch zu seinen Aufsätzen über den Umgang des FC Bayern München mit dessen jüdischen Mitgliedern und über die Fusionsbemühungen von Vereinen in der Pfalz unsere Fragen gestellt.

Antike Nomaden von Mangystau: Episode 4 – Und noch ein Schatz

Nach einem freien Tag an der Küste des Kaspischen Meeres nehmen die Archäologen ihre Grabungen wieder auf und konzentrieren sich nun auf das Kernstück: das Innere des Steinkomplexes. Nach Jahrhunderten werden die zusammengebrochenen Durchgänge im Mauerwerk wieder freigelegt. Neue Fragen schließen sich an: Wohin führten diese Zugänge? Welche Bedeutung und Funktion hatten sie? Und gibt es noch mehr Gold und andere wertvolle Gegenstände unter den Trümmern zu finden? Die besonderen Funde aus dem fünften Jahrhundert n.Chr. erlauben den Anthropologen, Rückschlüsse auf das soziale Leben der damaligen Zeit zu ziehen.

Barocker Pultengel wiederhergestellt

Barocker Pultengel wiederhergestellt In der Kirche in Lüssow, einem Ortsteil der Stadt Gützkow im Landkreis Vorpommern-Greifswald, wurde der Pultengel von Elias Keßler restauriert. http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/nordmagazin/Barocker-Pultengel-wiederhergestellt,nordmagazin43680.html Ähnliche BeiträgeHerrenhaus in Koseeger Wale in Greifswalder Kirchen Bibel in Belgard gefunden – wer kann helfen?

Der Beitrag Barocker Pultengel wiederhergestellt erschien zuerst auf Blog Pommerscher Greif e.V..

New Research Projects

Conference „The Long End of the First World War. Ruptures, Continuities and Memories“

This video shows the session which featured new PhD research projects which as part of the Herrenhausen Symposium on „The Long End of the First World War“ which took place in Hanover, Germany, from May 8-10, 2017. The six PhD researchers were chosen by the steering committee of the symposium out of 40 applications. In a special session closed to the public and chaired by John Horne (Dublin) and Heather Jones (London), they discussed their projects at length. The efforts to include the colonial experience in First World War historiography marked all six PhD-projects. Ceren Aygül (Ankara) examines the humanitarian aid of the Ottoman Red Crescent Society. Veronika Hager (Berlin) studies how republican Turkish historiography tried to come to terms with the War. Hanna Smyth (Oxford) focuses on the relationship between Commonwealth War Graves Commission sites and imperial-colonial identities. Chris Rominger (New York) examines the political visions of post-war Tunisian exile communities. Jaspal Singh (Delhi) focuses on the Dalit Sikh identity formation in Punjab. Alp Yenen (Basel) recently defended his PhD on the Young Turks exiles and transnational Muslim revolutionary societies.

Fundstücke KW 27

Andreas Fasel beschreibt für Die Welt die Arbeit eines Luftbildarchäologen – hört sich nach einem Traumjob an! Sind „Mittelaltermärkte“ reenactment? Und was ist der Unterschied zur living history? Das Hobby Mittelalter hat heutzutage viele verschiedene Facetten mit unterschiedlichen Ansprüchen, Ansichten … Weiterlesen

Kriegstagebuch des Carl Klingenberg aus Stralsund

Eine kleine Kugel – Kriegstagebuch des Carl Klingenberg aus Stralsund (1914) David Krüger kaufte 2015 in einem Antiquariat das Tagebuch aus dem 1. Weltkrieg des Gürtlermeisters Klingenberg aus Stralsund. Er übersetzte das in Niederdeutsch bzw. Plattdeutsch verfasste Werk und recherchierte … Weiterlesen

Der Beitrag Kriegstagebuch des Carl Klingenberg aus Stralsund erschien zuerst auf Blog Pommerscher Greif e.V..

Call for Posters: Doktorandenforum auf dem 52. Deutschen Historikertag 2018

Das Doktorandenforum hat sich mittlerweile zu einer festen Größe auf dem Historikertag entwickelt und soll auf dem 52. Deutschen Historikertag in Münster (25.-28. September 2018) seine Fortsetzung finden. Damit wird einer begrenzten Anzahl von Doktorand/innen der Geschichtswissenschaft die Möglichkeit geboten, ihre Forschungsvorhaben einer breiten Fachöffentlichkeit in Form eines DIN A0-Posters vorzustellen und darüber hinaus Kontakte für ihre weitere berufliche Zukunft zu knüpfen. Der Historikerverband möchte auf diese Weise qualitativ herausragende und innovative Projekte unterstützen. Bewerben können sich Doktorand/innen, die sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium ihrer Arbeit befinden.Die Auswahl zur Aufnahme in das Doktorandenforum erfolgt durch den Ausschuss des Historikerverbandes (VHD). Ausschlaggebend sind ein überzeugendes und schlüssig dargelegtes Dissertationsvorhaben mit den zentralen Forschungsthesen (Abstract von ca. 1.000 Zeichen) sowie ein Entwurf des Posters mit Angaben zum inhaltlichen Aufbau (Gliederung, Unterkapitel) sowie zur grafischen Umsetzung (Text/Bild-Gestaltung). Die angenommenen Bewerber/innen werden im Frühjahr 2018 benachrichtigt und erhalten eine Handreichung mit Hinweisen sowie den Kriterien für die formale Gestaltung der Poster. Die Poster werden einer Jury auf dem Historikertag in einem Kurzvortrag präsentiert. Die besten Präsentationen werden prämiert.BewerbungsinformationenBewerbungsschluss: 15.12.2017Umfang der Bewerbungsunterlagen: max. 2 Seiten DIN A41.Seite: Name, Anschrift inkl. Email-Adresse, Titel des Projekts, Betreuer/in, Projektskizze im Umfang von max. 200 Wörtern2.Seite: Entwurf einer Posterpräsentation des PromotionsprojektsArt der Bewerbung: E-Mail-Attachement im PDF-Format (keine anderen Dateiformate)E-Mail: doktoranden@historikertag.deBei Rückfragen stehen Ihnen die Geschäftsstellen des Historikertages und des Historikerverbandes gerne zur Verfügung: info@historikertag.de / info@historikerverband.de.

Notgeld in den Städten Rügenwalde/Darłowo, Köslin/Koszalin, Pollnow/Polanów, Zanow/Sianów und Schlawe/Sławno

Notgeld Grzegorz Chmielecki hat ein Buch „Notgeld in den Städten Rügenwalde/Darłowo, Köslin/Koszalin, Pollnow/Polanów, Zanow/Sianów und Schlawe/Sławno“ geschrieben. Zusammenfassung: Die vorliegende Arbeit von Grzegorz Chmielecki behandelt das Thema „Notgeld in den Städten Rügenwalde/Darłowo, Köslin/Koszalin, Pollnow/Polanów, Zanow/Sianów und Schlawe/Sławno“. Das provisorische Geld … Weiterlesen

Der Beitrag Notgeld in den Städten Rügenwalde/Darłowo, Köslin/Koszalin, Pollnow/Polanów, Zanow/Sianów und Schlawe/Sławno erschien zuerst auf Blog Pommerscher Greif e.V..

Of mice and men: Alltägliche Briefe aus dem griechisch-römischen Ägypten

Charikleia Armoni (Klassische Philologie, Universität zu Köln) zum a.r.t.e.s. forum 2016

Das a.r.t.e.s. forum ist die interdisziplinäre Jahrestagung der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland einlädt, aus ihrer jeweiligen disziplinären Perspektive zum Tagungsthema Bezug zu nehmen. Das a.r.t.e.s. forum 2016 versammelte Beiträge zum Thema „text – language – media“. Im Folgenden ist der Bericht von PD Dr. Charikleia Armoni zu ihrem Vortrag beim a.r.t.e.s. forum am 15. Juli 2016 zu finden.

Der Mönch und das Rhinozeros. 1517 – ein Jahr der Weltrevolution?

Salon Sophie Charlotte 2017

Das Jahr 1517 ist das Luther-Jahr schlechthin, so die Rezeption im westlichen Europa und vor allem in Deutschland nicht erst im Jubiläumsjahr. Luther habe mit seinem revolutionären Thesenanschlag zu Wittenberg die Welt verändert, lautet dabei die gängige Erzählung. Der Neuzeithistoriker Prof. Dr. Heinz Schilling bestreitet die Bedeutung Martin Luthers für die Weltgeschichte nicht, kritisiert aber diese Fokussierung auf den Reformator als euro- bzw. germanozentrische Nabelschau. Sein Ansatz ist ein globalgeschichtlicher. Das Jahr 1517 sei vielmehr in eine Epochenschwelle mit einer Reihe von weltbedeutenden Ereignissen eingebettet. Stellvertretend für das Neue und Exotische jener Zeit steht im Vortrag von Heinz Schilling das Rhinozeros von Lissabon, das 1515 von Indien nach Portugal verschifft worden war und von Albrecht Dürer in seinem berühmten Holzschnitt festgehalten wurde. Weitere weltgeschichtliche Entwicklungen folgen. Es begrüßen zu Beginn die Ethnologin Prof. Dr. Carola Lentz sowie die Zivilrechtlerin Prof. Dr. Christine Windbichler.

Kirchenbibliothek Loitz

Kirchenbibliothek Loitz Fundstücke zwischen Buchdeckeln: Entdeckungen in der Kirchenbibliothek Loitz Video des Vortrags von Dr. Britta-Juliane Kruse (Fellow des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs Greifswald) https://www.wiko-greifswald.de/mediathek/beitrag/n/fundstuecke-zwischen-buchdeckeln-entdeckungen-in-der-kirchenbibliothek-loitz/ dazu auch: http://orig.www.ndr.de/kultur/buch/Bucharchaeologin-erforscht-Kirchenbibliothek,bucharchaeologin100.html Ähnliche BeiträgeHerrenhaus in Koseeger Wale in Greifswalder Kirchen Demminer Findbuch – Innungen

Der Beitrag Kirchenbibliothek Loitz erschien zuerst auf Blog Pommerscher Greif e.V..

Deutschlands Städtebau: Stettin

Deutschlands Städtebau: Stettin Schöner Prachtband von 1925 mit viel Gewicht auf Industrie und Handel in der Stadt http://pbc.gda.pl/dlibra/docmetadata?from=rss&id=64575 Ähnliche BeiträgeDer Untergang der Amazone Die Familie von Götz George Familienforschung am Stettiner Haff – Züssow 2016

Der Beitrag Deutschlands Städtebau: Stettin erschien zuerst auf Blog Pommerscher Greif e.V..

Tantow in alten Ansichten

Tantow in alten Ansichten Tantow, jetzt Landreis Uckermark, wurde 1815 der Provinz Pommern und dort dem Kreis Randow zugeordnet. Bei der Auflösung des Kreises Randow kam Tantow 1939 an den Kreis Greifenhagen. https://tantower.wordpress.com/2017/06/26/tantow-in-alten-ansichten/ Ähnliche BeiträgeBuchtipps zum 1. Advent

Der Beitrag Tantow in alten Ansichten erschien zuerst auf Blog Pommerscher Greif e.V..

Antike Nomaden von Mangystau: Episode 3 – Goldfieber

Die Freilegung und Säuberung der Steinnanlage in der kasachischen Steppe bleibt mühsam. Doch sie lohnt sich. Die Archäologen stoßen bei ihren kleinteiligen Grabungen nach und nach auf Funde, die viele neue Fragen aufwerfen: Welche Bedeutung haben die Stapel aus Schafsknochen? Woher kommen die vielen Steine, aus denen einst die Mauern gebaut wurden? Welche Rückschlüsse über die frühere Beschaffenheit dieser lebensfeindlichen Landschaft lassen sich aus den Versteinerungen von Wassertieren ziehen? Während die Archäologen diese Funde sichern, fallen ihnen am Rande des Mauerwerks Hinweise auf eine Grube auf, die es in sich hat.

LaG-Magazin „Widerstand gegen den NS-Staat und deutsche Besatzung“

Die letzte Ausgabe des LaG-Magazins vor der Sommerpause beschäftigt sich mit dem Thema „Widerstand gegen den Nationalsozialismus und deutsche Besatzung“. Dies geschieht ausgesprochen ausschnitthaft angesichts der vielfältigen Formen von Widerstand und Verweigerung in den von Deutschen besetzten Ländern und in Deutschland. So fehlt beispielsweise der Bezug auf Formen des jüdischen Widerstands. Diesem Thema wurde bereits eine gesonderte Ausgabe des LaG-Magazins gewidmet.
Das aktuelle Magazin reiht sich ein in das Jahresthema unseres Kooperationspartners, des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. 
Kritische Untersuchungen und gesellschaftliche Auseinandersetzungen in den vergangenen Jahren haben die vielfach heroischen Narrative über Widerstandshandlungen und -organisationen in den ehemals besetzten Ländern hinterfragt. Gleichzeitig werden, vor allem in Mittel- und Osteuropa, alte und neue Geschichtsbilder konstruiert, die auf einer Mythologisierung von eigenem nationalen Widerstand und Leid unter wechselnder deutscher und sowjetischer Besatzung beruhen. Ideologisch instrumentelle Formen des Gebrauchs von Geschichte – wie jüngst geäußert durch die polnische Ministerpräsidentin Beata Szydlo, die aus Auschwitz meint die Lehre ziehen zu können, dass Sicherheit und Leben der polnischen Bevölkerung gegen geflüchtete Menschen zu schützen seien – werden zwar immer wieder skandalisiert. Gleichzeitig sind deutliche Verschiebungen dessen, was an geschichtsrelativierenden Äußerungen als sagbar gilt, festzustellen. Den Hintergrund liefert ein Geschichtsbild, dass auf einem zugleich selbst viktimisierenden, als auch heroisierendem Nationenmythos beruht. 
Etienne Schinkel zeigt in seiner Untersuchung über die Darstellung der Männer vom 20. Juli 1944 auf, dass deren unterschiedliche Verstrickungen in die NS-Ideologie und ihr Gesellschaftsverständnis in Schulgeschichtsbüchern nicht aufgezeigt werden. 
Wiebke Elias, Gisela Ewe und Ulrike Jensen berichten über ein Radioprojekt zu Widerstand im Nationalsozialismus mit starkem Gegenwartsbezug, das mit Jugendlichen an der KZ-Gedenkstätte Neuengamme durchgeführt wurde. 
Katrin Reichelt widmet sich der Kollaboration im deutsch besetzten Lettland, zeigt deren Dimension auf. Sie thematisiert auch Akte von Unterstützung und Solidarität seitens der lettischen Mehrheitsbevölkerung gegenüber verfolgten Jüdinnen und Juden, die jedoch zahlenmäßig gering blieben. 
Arthur Osinski schreibt aus einer polnischen Perspektive zur Rolle des polnischen Untergrundstaates und über die aus seiner Sicht beschränkten Möglichkeiten zur Rettung von Jüdinnen und Juden. 
Das nächste LaG-Magazin erscheint in Zusammenarbeit mit der Konferenz für Geschichtsdidaktik am 11. September 2017. Abweichend von unserem üblichen Erscheinungstag ist dies ein Montag.
Die Zweijahrestagung der Konferenz für Geschichtsdidaktik steht unter dem Leitthema „Geschichtsunterricht im 21. Jahrhundert. Eine geschichtsdidaktische Standortbestimmung“ und findet vom 28. bis 30. September 2017 in Berlin statt.

Fundstücke KW 26

Aus dem Badischen Landesmuseum Karlsruhe sind wertvolle Artefakte verschwunden, meldet die Stuttgarter Zeitung. Eine erfolgreiche Woche für die Archäologen des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL): Wie Archäologie Online berichtet wurde bei Dorsten im Kreis Recklinghausen ein hölzerner Brunnen aus dem Mittelalter freigelegt. … Weiterlesen

Aby Warburgs „Serendipity“: von Zufall und Weisheit im Labyrinth der Bibliothek

Vortrag von Andreas Beyer anlässlich des Sommerfests der Gerda Henkel Stiftung

Die Kulturwissenschaftliche Bibliothek Warburg in London gehört heute zu den Zentren der internationalen Humanismusforschung sowie der Forschung zum Nachleben der Antike. Entstanden war sie nach dem Ersten Weltkrieg aus der Liebe ihres Gründers Aby Warburg für das Buch. Schon als Jugendlicher hatte der erstgeborene Sohn der Bankiersfamilie Warburg seine Leidenschaft fürs Lesen entdeckt, der er sich ein Leben lang verschreiben sollte. Der Ort, an dem Buch und Lesen genuin zusammentrafen, war damals die Bibliothek, die fortan Warburgs Wirken bestimmte. Ihm schwebte dabei der Aufbau einer Bibliothek vor, deren Struktur sich vom Prinzip der Serendipität (Serendipity) leiten ließ: dem glücklichen Zufall, genauer: dem gelenkten Zufall. Wie diese Paradoxie zu verstehen ist, davon handelt der Vortrag des Kunsthistorikers Prof. Dr. Andreas Beyer, den er anlässlich des Sommerfests der Gerda Henkel Stiftung gehalten hat. Begrüßt und vorgestellt wird er von Dr. Michael Hanssler, dem Vorsitzenden des Vorstands der Gerda Henkel Stiftung.

CMG-Lecture on Ancient Medicine | Hippokrates – der Arzt in der Verantwortung

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 18:00 Uhr

Die „CMG-Lecture on Ancient Medicine“ hat zum Ziel, ausgewählte Themenbereiche der antiken Medizin und ihre aktuelle Relevanz einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Sie findet einmal jährlich statt.
Mit Hippokrates hat ein praktizierender Arzt (der er doch war) zum ersten Mal sein Arbeitsgebiet in Theorie und Praxis in für die Öffentlichkeit zugänglichen Schriften dargelegt. Er hat sich damit in die Verantwortung gestellt. Und in der Tat zeugen die ihm zuzuschreibenden Schriften in hohem Maße von der Verantwortung des Arztes. Das zeigt sich besonders deutlich in dem berühmten Eid, aber auch in den Schriften, die von der natürlichen Ursache aller Krankheiten, von Entdeckung des Patienten als eigenständiger Größe, von der Hinwendung des Arztes zum Menschen unabhängig von Stand und Geschlecht und vom Menschen als Teil der Natur handeln. Von diesem Ethos der Verantwortung zeugen auch nahezu alle nach Hippokrates entstandenen Schriften, die in das Corpus Hippocraticum eingangen sind.
Hellmut Flashar ist emeritierter Professor für Gräzistik an der LMU München. Er war Präsident der Mommsen-Gesellschaft e.V. und ist korrespondierendes Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und des Deutschen Archäologischen Instituts. 1994 wurde ihm für seine wissenschaftlichen Verdienste das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.
Eine Anmeldung bis zum 05.07. ist erforderlich. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.