Planet History

Tag Archive for Interdisziplinäre Projekte

Bildungsarbeit zum Thema Nationalsozialismus mit und für Geflüchtete?

Nicht nur auf dem Feld der (historisch-)politischen Bildung wird seit dem Sommer 2015 diskutiert, ob und wie historisches Lernen zum Nationalsozialismus ein besonderes Thema von Bildungsarbeit mit geflüchteten Menschen sein soll. So hatten die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz, und der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, sich dafür ausgesprochen, mit Geflüchteten KZ-Gedenkstätten zu besuchen, um deren angenommenen Antisemitismus entgegenzuwirken. An solchen und ähnlichen Forderungen ist Verschiedenes problematisch. 
Geflüchtete sind keine homogene Gruppe. Ob sie über antisemitische Einstellungen verfügen, ist eine Annahme, wenn auch eine nicht vollkommen unbegründete angesichts des Umstandes, dass vor allem ein israelbezogener Antisemitismus in Ländern wie Syrien oder Afghanistan weit verbreitet ist. Empirische Einstellungsuntersuchungen liegen nicht vor. Für die Bildungsarbeit bedeutet das, wie immer, auf die Einzelnen zu schauen. Und es ist zu berücksichtigen, dass viele Menschen gerade vor den Zuständen in diesen Ländern fliehen.
Wieviel historisch-politische Bildung zum Nationalsozialismus und zur Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden in Bezug auf aktuelle antisemitische Einstellungen zu bewirken vermag, ist fraglich. Hier gehen die Ansichten im beruflichen Feld auseinander. Wenig strittig ist allerdings, dass ein isolierter Gedenkstättenbesuch dazu ungeeignet ist.
Dazu kommt, dass im breiteren öffentlichen Diskurs die Gefahr auftritt, von antisemitischen Haltungen der eingesessenen Mehrheitsbevölkerung abzulenken, wenn suggeriert wird, Geflüchtete, oder auch Muslime, seien die vorrangigen Träger_innen judenfeindlicher Stereotype.
Diese Einwände sprechen selbstverständlich nicht gegen pädagogische Angebote zur Auseinandersetzung mit dem NS für und mit Geflüchteten. Sie sollten in erster Linie nur nicht als Eintrittskarte in die bundesdeutsche Gesellschaft verstanden werden.
In dieser Ausgabe favorisieren Kolleginnen und Kollegen auf verschiedene Weise die Thematisierung von Flucht im Kontext von Nationalsozialismus und Zweitem Weltkrieg in ihren Bildungsangeboten. Diese Herangehensweise bietet unter anderem den Vorteil, dass die historischen Ereignisse nicht auf Europa eingegrenzt werden.
Am Beispiel einer Workshopreihe mit syrischen geflüchteten Frauen zu „Frauen im Nationalsozialismus“ reflektiert Elke Gryglewski Grundlagen und Anforderungen einer Bildungsarbeit mit Geflüchteten.
Barbara Kirschbaum schreibt darüber, welche Angebote für Geflüchtete das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln anbietet. Dabei rückt sie in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen, dass Menschen mit Flucht und Gewalterfahrungen nicht nur traumatisiert sind, sondern auch Expert_innen im Überlebenskampf.
Wie das Berliner Anne Frank Zentrum Flucht und Migration in seiner Arbeit thematisiert und welche didaktischen Überlegungen den Angeboten für Geflüchtete zugrunde liegen, dazu äußern sich Bianca Ely und Johannes Westphal.
Barbara Köster berichtet darüber, welche Wege die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas geht, um mit Geflüchteten aus Willkommensklassen zu arbeiten.
In seiner Betrachtung von Bildungsmaterialien zu Flucht und Migration macht David Zolldan auf die Problematiken von vereinfachenden Analogiebildungen und fehlenden historische Tiefendimensionen aufmerksam.
Jennifer Farber und Jens Hecker stellen das Netzwerk „Räume öffnen“ vor sowie dessen Diskussionen zu einer rassismuskritischen Bildungsarbeit zum Nationalsozialismus. Mit ihrem Beitrag geben die Autor_innen zugleich einen Einblick in aktuelle gedenkstättenpädagogische Diskussionen.
Den community- und kunstorientierten Ansatz von Gemeinschafts-Dialogen des Alexander Hauses in Groß Glienicke stell Julia Haebler vor.
Das nächste LaG-Magazin erscheint am 28. Juni. Es trägt den Titel „Widerstand gegen den NS-Staat und deutsche Besatzung“.

Bildungsarbeit zum Thema Nationalsozialismus mit und für Geflüchtete?

Nicht nur auf dem Feld der (historisch-)politischen Bildung wird seit dem Sommer 2015 diskutiert, ob und wie historisches Lernen zum Nationalsozialismus ein besonderes Thema von Bildungsarbeit mit geflüchteten Menschen sein soll. So hatten die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz, und der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, sich dafür ausgesprochen, mit Geflüchteten KZ-Gedenkstätten zu besuchen, um deren angenommenen Antisemitismus entgegenzuwirken. An solchen und ähnlichen Forderungen ist Verschiedenes problematisch. 
Geflüchtete sind keine homogene Gruppe. Ob sie über antisemitische Einstellungen verfügen, ist eine Annahme, wenn auch eine nicht vollkommen unbegründete angesichts des Umstandes, dass vor allem ein israelbezogener Antisemitismus in Ländern wie Syrien oder Afghanistan weit verbreitet ist. Empirische Einstellungsuntersuchungen liegen nicht vor. Für die Bildungsarbeit bedeutet das, wie immer, auf die Einzelnen zu schauen. Und es ist zu berücksichtigen, dass viele Menschen gerade vor den Zuständen in diesen Ländern fliehen.
Wieviel historisch-politische Bildung zum Nationalsozialismus und zur Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden in Bezug auf aktuelle antisemitische Einstellungen zu bewirken vermag, ist fraglich. Hier gehen die Ansichten im beruflichen Feld auseinander. Wenig strittig ist allerdings, dass ein isolierter Gedenkstättenbesuch dazu ungeeignet ist.
Dazu kommt, dass im breiteren öffentlichen Diskurs die Gefahr auftritt, von antisemitischen Haltungen der eingesessenen Mehrheitsbevölkerung abzulenken, wenn suggeriert wird, Geflüchtete, oder auch Muslime, seien die vorrangigen Träger_innen judenfeindlicher Stereotype.
Diese Einwände sprechen selbstverständlich nicht gegen pädagogische Angebote zur Auseinandersetzung mit dem NS für und mit Geflüchteten. Sie sollten in erster Linie nur nicht als Eintrittskarte in die bundesdeutsche Gesellschaft verstanden werden.
In dieser Ausgabe favorisieren Kolleginnen und Kollegen auf verschiedene Weise die Thematisierung von Flucht im Kontext von Nationalsozialismus und Zweitem Weltkrieg in ihren Bildungsangeboten. Diese Herangehensweise bietet unter anderem den Vorteil, dass die historischen Ereignisse nicht auf Europa eingegrenzt werden.
Am Beispiel einer Workshopreihe mit syrischen geflüchteten Frauen zu „Frauen im Nationalsozialismus“ reflektiert Elke Gryglewski Grundlagen und Anforderungen einer Bildungsarbeit mit Geflüchteten.
Barbara Kirschbaum schreibt darüber, welche Angebote für Geflüchtete das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln anbietet. Dabei rückt sie in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen, dass Menschen mit Flucht und Gewalterfahrungen nicht nur traumatisiert sind, sondern auch Expert_innen im Überlebenskampf.
Wie das Berliner Anne Frank Zentrum Flucht und Migration in seiner Arbeit thematisiert und welche didaktischen Überlegungen den Angeboten für Geflüchtete zugrunde liegen, dazu äußern sich Bianca Ely und Johannes Westphal.
Barbara Köster berichtet darüber, welche Wege die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas geht, um mit Geflüchteten aus Willkommensklassen zu arbeiten.
In seiner Betrachtung von Bildungsmaterialien zu Flucht und Migration macht David Zolldan auf die Problematiken von vereinfachenden Analogiebildungen und fehlenden historische Tiefendimensionen aufmerksam.
Jennifer Farber und Jens Hecker stellen das Netzwerk „Räume öffnen“ vor sowie dessen Diskussionen zu einer rassismuskritischen Bildungsarbeit zum Nationalsozialismus. Mit ihrem Beitrag geben die Autor_innen zugleich einen Einblick in aktuelle gedenkstättenpädagogische Diskussionen.
Den community- und kunstorientierten Ansatz von Gemeinschafts-Dialogen des Alexander Hauses in Groß Glienicke stell Julia Haebler vor.
Das nächste LaG-Magazin erscheint am 28. Juni. Es trägt den Titel „Widerstand gegen den NS-Staat und deutsche Besatzung“.

two 5-year Research Fellowships

(any discipline represented at the University of Konstanz) and, in collaboration with the Hector Stiftung II, one 5-year Hector Pioneer Fellowship (in the STEM fields represented at the University of Konstanz) (Salary Scale TV-L 14)

The University of Konstanz, with its “Institutional Strategy to promote Top-Level Research,” has been receiving continuous funding since 2007 within the framework of the Excellence Initiative by the German Federal and State Governments. The Zukunftskolleg is a central scientific institution of the University of Konstanz for the promotion of young researchers in the natural sciences, humanities and social sciences, and is an integral component of the institutional strategy “Model Konstanz — Towards a Culture of Creativity.” The Zukunftskolleg forms a platform for interdisciplinary discourse between distinguished researchers in Germany and abroad, and provides them with resources for obtaining extramural funding. The Zukunftskolleg of the University of Konstanz offers
two 5-year Research Fellowships (any discipline represented at the University of Konstanz) and, in collaboration with the Hector Stiftung II, one 5-year Hector Pioneer Fellowship (in the STEM fields represented at the University of Konstanz) (Salary Scale TV-L 14)
to develop and implement individual research projects. The Fellowships will begin on February 1, 2018, and end on January 31, 2023. The Hector Pioneer Fellowship is offered by the Zukunftskolleg in collaboration with the Hector Stiftung II and is dedicated to extraordinary post-doctoral researchers in STEM (Science, Technology, Engineering, Mathematics) fields. The candidates research ideally links up to the universitys focus areas: „Chemical Biology and Ecology“, „Molecular Nanotechnology and Materials Science“, and „Decision Sciences“ amongst others. Interdisciplinary and innovative projects are expressly welcome. The Zukunftskolleg provides a professional infrastructure and an appropriate workplace for conducting research. Fellows have the opportunity to benefit from a variety of career development measures, including the University of Konstanz’s Academic Staff Development and Research Support offices. Fellows may nominate recognized experts in their field of research as senior Fellows, who will be invited to Konstanz for a research stay of one to nine months. Each 5-year Fellow receives Start-up Funding and a Research Allowance. Furthermore, a pool is available for funding cooperative projects, research assistants, travel, and equipment purchases. Each Fellow is a member of both a university department and the Zukunftskolleg. These Fellowships are available to researchers characterized by a strong and creative mind, an ability to think and communicate beyond their own disciplines, regardless of their nationality. Applicant Requirements for this Fellowship include:

Candidates must be in possession of a doctoral degree (PhD thesis submitted and defended) and have acquired five years of postdoctoral research experience at most.
Candidates must not hold an academic permanent position, a professorship, or have a habilitation or equivalent (Venia legendi).
Candidates must have applied for a research group grant of at least 50,000 € or an equivalent amount of funding. This external grant should be used for their research while at the Zukunftskolleg, and should be obtained in a competitive process. A Fellowship offer is conditional on the approval of the external grant application. Candidates with their own position funded by another program, which can be transferred to Konstanz, are also eligible.
Applicants must propose a research project that ties in with a discipline represented at the University of Konstanz. Applicants should contact potential mentors (Local Hosts) among the researchers at the University of Konstanz in order to ensure appropriate affiliation. Support from the department strengthens the application. For the Hector Pioneer Fellowship: Applicants must propose a research project that ties in with one of the STEM disciplines and ideally with one of the academic focus areas of the University of Konstanz.

All these requirements have to be fulfilled at the application deadline (June 13, 2017). Fellows have an opportunity to teach. They are expected to participate actively in the regular weekly meetings of the Zukunftskolleg and to have their place of residence in Konstanz and the surroundings. Fellows are selected on the basis of their academic excellence, the quality and topicality of their research project outline, personal aptitude with regard to leadership and team skills. International experience in teaching or research, and a strong interest in interdisciplinary topics are desirable. Applications are evaluated in a three-stage process: 1. Eligibility check and pre-selection based on the written application; 2. Further selection based on independent peer reviews; 3. Personal assessment of the remaining candidates by the Recruitment Committee in the interdisciplinary Workshop on Future Research Directions, to be held at the University of Konstanz in November 2017. Candidates will be informed of the final decision one week after the workshop. More information on the Zukunftskolleg and current Fellows, as well as a special section devoted to the application and selection process (online application process, required documents, guidelines on eligibility, evaluation criteria, the timeline and the stages of the selection process) are available on our website at: https://www.uni-konstanz.de/zukunftskolleg/ . The University of Konstanz encourages applications from people with a disability. They will be given preference if appropriately qualified (contact +497531/88–4016). The University of Konstanz is an equal opportunity employer that tries to increase the number of women in research and teaching. The University of Konstanz is committed to further the compatibility of work and family life. The University of Konstanz offers a „Dual Career Couples Program“. Information can be obtained from: http://www.uni-konstanz.de/dcc . All applications and supporting materials must be submitted in English via the Online Application Platform including reference number 2017/052 at: www.zukunftskolleg.uni-konstanz.de/online-application . The required documents include a completed application form, a letter of motivation, research proposal, curriculum vitae, a writing sample, and two letters of reference. The deadline for applications is June 13, 2017, 11:00 am (Konstanz time). Contact: Anda Lohan, e-mail: a.lohan@uni-konstanz.de , Management Team, e-mail: zukunftskolleg-application@uni-konstanz.de

„… ein Tür- und Augenöffner!“

Forschungsorientiert studieren im a.r.t.e.s. Research Master

Mit dem a.r.t.e.s. Research Master hält die a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne ein besonderes Zusatzangebot für forschungsinteressierte Masterstudierende der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln bereit. Das reguläre Lehrangebot wird dabei ergänzt durch das a.r.t.e.s.-Modul, das sich aus Veranstaltungen der Juniorprofessoren und Postdocs des a.r.t.e.s. Research Lab und einem intensiven Beratungsangebot zusammensetzt. Dies ermöglicht den Studierenden schon während ihrer Masterphase einen unmittelbaren Forschungsbezug und einen Einblick in innovative und interdisziplinäre Forschungsdesigns in den Geisteswissenschaften. Das Research Master-Programm fördert die Entwicklung eigener Forschungsprojekte in einem multidisziplinären Kontext und stärkt potentiell anschließende Promotionsvorhaben. Dafür stellt a.r.t.e.s. auch Mittel für Forschungs- und Archivreisen sowie erste Konferenzteilnahmen zur Verfügung.
Seit dem Wintersemester 2016/17 studiert bereits der dritte Jahrgang im a.r.t.e.s. Research Master. Thorsten Leyens (Musikwissenschaften) und Alina Wehrmeister (Germanistik/Skandinavistik) haben ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen im vergangenen Jahr als offizielle Sprecherin und Sprecher des Programms vertreten. Ein Gespräch über Horizonte, Grenzen und den Wert der Interdisziplinarität.

GESIS Sommer Seminare 2017

Köln | 37. Methodenseminar | 6th GESIS Summer School in Survey Methodology

Das Methodenseminar vermittelt seit 1980 Grundlagenwissen und -fertigkeiten im Umgang mit quantitativen Forschungsdaten. Die in deutscher und englischer Sprache angebotenen Kurse sind modular strukturiert und interdisziplinär ausgerichtet.
Infos hier.
6th GESIS Summer School — August 3-25 2017 in Cologne
Every August since 2012, the GESIS Summer School in Survey Methodology takes place at GESIS, Cologne. Lecturers and participants from all over the world and from many different fields come to Cologne to take part in Europe’s leading summer school on survey methodology, research design, and data collection – recommended by the European Survey Research Association (ESRA).
More information.

„Phänomenologie als spezifische Einstellung zur Welt“

Interview mit a.r.t.e.s.-Juniorprofessor Thiemo Breyer zur Relevanz des Forschungsansatzes

Die beiden Postdoc-Nachwuchsforschungsgruppen des Research Labs der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne beschäftigen sich mit den thematischen Schwerpunkten „Transformation of Knowledge“ und „Transformation of Life“. Entsprechend dem interdisziplinären Ansatz der Graduiertenschule werden diese Transformationsprozesse mit einer Reihe von unterschiedlichen theoretischen Ansätzen und Zugängen untersucht, zu denen auch die Phänomenologie zählt. Im Gespräch mit a.r.t.e.s.-Juniorprofessor Thiemo Breyer stellen wir euch diesen Forschungsansatz sowie seine Relevanz für die Arbeit im Research Lab vor.

Cinémathèque Godard – Filmausschnitte und Kommentare mit Thomas Helbig und Simon Vagts

03. Mai 2017 | Wien | Depot – Kunst und Diskussion | 19.30 Uhr

all-over versteht sich als unabhängiges und nicht kommerzielles Onlinemagazin im Diskursfeld von Kunst und Ästhetik. Die Publikation erscheint halbjährlich und versammelt wissenschaftliche und künstlerische Textbeiträge. Dem zugrundeliegenden Ansatz folgend gibt es keine thematische und disziplinäre Einschränkung der einzelnen Ausgaben. Ziel ist eine reflektierte Auseinandersetzung mit historischer und aktueller Kunstproduktion sowie ihrem theoretischen Rahmen.Thomas Helbig, Doktorand, Humboldt-Universität zu BerlinSimon Vagts, Doktorand, NFS eikones, Basel
Hannah Bruckmüller, Jürgen Buchinger, Barbara Reisinger, Stefanie Reisinger (Hg): all-over. Magazin für Kunst und Ästhetik, Ausgabe 12. Mit Beiträgen u.a. von Bernd Bösel, Barnaby Drabble, Thomas Helbig, Ferial Karrasch, Johanna Müller.
all-over | Magazin für Kunst und Ästhetik Ausgabe #12
Präsentation – 3. Mai 2017, 19:30 Uhr, Depot (Breite Gasse 3, 1070 Wien)
www.allover-magazin.com

Fellowship am Zentrum für interdisziplinäre Forschung

a.r.t.e.s.-Postdoc Marie Louise Herzfeld-Schild zu ihren ersten Monaten am „Jungen ZiF“

Dr. Marie Louise Herzfeld-Schild, Postdoktorandin im Research Lab der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne, wurde 2016 ins Nachwuchsprogramm „Das Junge ZiF“ des Zentrums für interdisziplinäre Forschung (ZiF) an der Universität Bielefeld aufgenommen. Herzlichen Glückwunsch! Wir haben sie getroffen und nach ihren ersten Eindrücken gefragt.

Mediävistik: interdisziplinär und grenzüberschreitend | Das Cologne-Toronto Graduate Student Colloquium 2016

Nachbericht über das Kolloquium von Kathrin Borgers, Promovierende an der Universität zu Köln

Das Cologne-Toronto Graduate Student Colloquium wird von der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne und dem Zentrum für Mittelalterstudien (ZEMAK) der Universität zu Köln gemeinsam mit dem Centre for Medieval Studies der University of Toronto veranstaltet. Vom 29. September bis 1. Oktober 2016 fand das inzwischen schon vierte Kolloquium in Toronto statt.

“Practice, Effervescence and Rhythm: Technologies of Categorization and the Legacy of the Durkheim School”

Internationale Konferenz des a.r.t.e.s. Research Lab über die Durkheim-Schule

Vom 11. bis 13. Mai 2017 veranstaltet das Research Lab der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne die internationale, von der Fritz Thyssen Stiftung geförderte Konferenz “Practice, Effervescence and Rhythm: Technologies of Categorization and the Legacy of the Durkheim School“. Zu der dreitägigen Konferenz haben die Organisatoren Dr. Johannes Schick, Dr. Mario Schmidt und Jun.-Prof. Dr. Martin Zillinger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Frankreich, den USA, Großbritannien und der Schweiz eingeladen, um über das Kategorienprojekt der Durkheim-Schule zu sprechen.

“Practice, Effervescence and Rhythm: Technologies of Categorization and the Legacy of the Durkheim School”

Internationale Konferenz des a.r.t.e.s. Research Lab über die Durkheim-Schule

Vom 11. bis 13. Mai 2017 veranstaltet das Research Lab der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne die internationale, von der Fritz Thyssen Stiftung geförderte Konferenz “Practice, Effervescence and Rhythm: Technologies of Categorization and the Legacy of the Durkheim School“. Zu der dreitägigen Konferenz haben die Organisatoren Dr. Johannes Schick, Dr. Mario Schmidt und Jun.-Prof. Dr. Martin Zillinger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Frankreich, den USA, Großbritannien und der Schweiz eingeladen, um über das Kategorienprojekt der Durkheim-Schule zu sprechen.

Was passiert im Krieg? Gesellschaften in der Gewalt

Vortrag von Prof. Dr. Klaus Schlichte (Bremen) im Rahmen der Ringvorlesung „Politische Gewalt im 21. Jahrhundert“

Die Ausübung, das Erleiden und schon die Erwartung physischer Gewalt verändern grundlegend, wie Gesellschaft und Politik, aber auch wie Wirtschaft und Kultur im Krieg operieren. Das ist die Ausgangsthese des Vortrags von Prof. Dr. Klaus Schlichte von der Universität Bremen. Aber wie lassen sich diese Prozesse beschreiben und verstehen? Die Sozialwissenschaften haben zu diesen Fragen bisher nur fallbezogene Antworten gegeben oder aus einer Generalstabsperspektive geantwortet – dies in Begriffen wie Sicherheit, Risiko und Strategie. Aus einer herrschaftssoziologischen Perspektive sollen in diesem Vortrag die Zeitlichkeit kriegerischer Gewalt, die moralische Produktion des Krieges sowie seine Globalisierung thematisiert werden. Als Grundlage dieser Thematisierungen dienen phänomenologische Forschungen zu Kriegen in Uganda, Serbien und Deutschland.

Was passiert im Krieg? Gesellschaften in der Gewalt

Vortrag von Prof. Dr. Klaus Schlichte (Bremen) im Rahmen der Ringvorlesung „Politische Gewalt im 21. Jahrhundert“

Die Ausübung, das Erleiden und schon die Erwartung physischer Gewalt verändern grundlegend, wie Gesellschaft und Politik, aber auch wie Wirtschaft und Kultur im Krieg operieren. Das ist die Ausgangsthese des Vortrags von Prof. Dr. Klaus Schlichte von der Universität Bremen. Aber wie lassen sich diese Prozesse beschreiben und verstehen? Die Sozialwissenschaften haben zu diesen Fragen bisher nur fallbezogene Antworten gegeben oder aus einer Generalstabsperspektive geantwortet – dies in Begriffen wie Sicherheit, Risiko und Strategie. Aus einer herrschaftssoziologischen Perspektive sollen in diesem Vortrag die Zeitlichkeit kriegerischer Gewalt, die moralische Produktion des Krieges sowie seine Globalisierung thematisiert werden. Als Grundlage dieser Thematisierungen dienen phänomenologische Forschungen zu Kriegen in Uganda, Serbien und Deutschland.

Ein Labor für Neuro- und Vergangenheitswissenschaften?

Interview mit Dieter Langewiesche über Möglichkeiten und Grenzen einer Neurohistorie

Die Versuche, geisteswissenschaftliche und naturwissenschaftliche Disziplinen miteinander nicht nur ins Gespräch zu bringen, sondern sogar zur Zusammenarbeit zu ermuntern, sind nicht neu. Sie sind Teil der modernen Wissenschaftsgeschichte. Standen sich beide Wissenschaftssysteme lange eher konkurrierend gegenüber, so sind heute in Zeiten der Interdisziplinarität solche Kontakte erwünscht – sofern sie denn erkenntnistheoretisch und methodologisch sinnvoll erscheinen. Zuletzt sind es vor allem die Genetik und die Neurowissenschaften, die insbesondere mit der Geschichtswissenschaft in Verbindung gebracht werden. Kann beispielsweise die Neurowissenschaft dabei helfen, die Vergangenheit besser zu begreifen? Ist neurologisches Wissen über das menschliche Gehirn von Nutzen, um zu erklären, wie Gedächtnis und Erinnerungen funktionieren, auf die die Historie wesentlich als Quellen ihrer Erkenntnis angewiesen ist? Der Historiker Prof. Dr. Dieter Langewiesche hat sich gemeinsam mit dem Neurowissenschaftler Prof. Dr. Niels Birbaumer in einem Essay dieser Fragen angenommen. Wir haben ihn um ein Interview gebeten.

Ein Labor für Neuro- und Vergangenheitswissenschaften?

Interview mit Dieter Langewiesche über Möglichkeiten und Grenzen einer Neurohistorie

Die Versuche, geisteswissenschaftliche und naturwissenschaftliche Disziplinen miteinander nicht nur ins Gespräch zu bringen, sondern sogar zur Zusammenarbeit zu ermuntern, sind nicht neu. Sie sind Teil der modernen Wissenschaftsgeschichte. Standen sich beide Wissenschaftssysteme lange eher konkurrierend gegenüber, so sind heute in Zeiten der Interdisziplinarität solche Kontakte erwünscht – sofern sie denn erkenntnistheoretisch und methodologisch sinnvoll erscheinen. Zuletzt sind es vor allem die Genetik und die Neurowissenschaften, die insbesondere mit der Geschichtswissenschaft in Verbindung gebracht werden. Kann beispielsweise die Neurowissenschaft dabei helfen, die Vergangenheit besser zu begreifen? Ist neurologisches Wissen über das menschliche Gehirn von Nutzen, um zu erklären, wie Gedächtnis und Erinnerungen funktionieren, auf die die Historie wesentlich als Quellen ihrer Erkenntnis angewiesen ist? Der Historiker Prof. Dr. Dieter Langewiesche hat sich gemeinsam mit dem Neurowissenschaftler Prof. Dr. Niels Birbaumer in einem Essay dieser Fragen angenommen. Wir haben ihn um ein Interview gebeten.

Ein Labor für Neuro- und Vergangenheitswissenschaften?

Interview mit Dieter Langewiesche über Möglichkeiten und Grenzen einer Neurohistorie

Die Versuche, geisteswissenschaftliche und naturwissenschaftliche Disziplinen miteinander nicht nur ins Gespräch zu bringen, sondern sogar zur Zusammenarbeit zu ermuntern, sind nicht neu. Sie sind Teil der modernen Wissenschaftsgeschichte. Standen sich beide Wissenschaftssysteme lange eher konkurrierend gegenüber, so sind heute in Zeiten der Interdisziplinarität solche Kontakte erwünscht – sofern sie denn erkenntnistheoretisch und methodologisch sinnvoll erscheinen. Zuletzt sind es vor allem die Genetik und die Neurowissenschaften, die insbesondere mit der Geschichtswissenschaft in Verbindung gebracht werden. Kann beispielsweise die Neurowissenschaft dabei helfen, die Vergangenheit besser zu begreifen? Ist neurologisches Wissen über das menschliche Gehirn von Nutzen, um zu erklären, wie Gedächtnis und Erinnerungen funktionieren, auf die die Historie wesentlich als Quellen ihrer Erkenntnis angewiesen ist? Der Historiker Prof. Dr. Dieter Langewiesche hat sich gemeinsam mit dem Neurowissenschaftler Prof. Dr. Niels Birbaumer in einem Essay dieser Fragen angenommen. Wir haben ihn um ein Interview gebeten.

Fotografie als künstlerisches Ausdrucksmittel

Interview mit Jule Schaffer über ihre Arbeit bei der SK Stiftung Kultur

Jule Schaffer, ehemalige Stipendiatin bei der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne, hat an der Universität zu Köln im Fach Kunstgeschichte über „Konzepte von Sakralität und Heiligkeit in der Fotografie“ promoviert. Nun arbeitet sie auch hauptberuflich mit Fotografien: als Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Registrarin bei der Photographischen Sammlung der SK Stiftung Kultur in Köln.

Fotografie als künstlerisches Ausdrucksmittel

Interview mit Jule Schaffer über ihre Arbeit bei der SK Stiftung Kultur

Jule Schaffer, ehemalige Stipendiatin bei der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne, hat an der Universität zu Köln im Fach Kunstgeschichte über „Konzepte von Sakralität und Heiligkeit in der Fotografie“ promoviert. Nun arbeitet sie auch hauptberuflich mit Fotografien: als Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Registrarin bei der Photographischen Sammlung der SK Stiftung Kultur in Köln.

Doctoral Training Partnership mit der University of Cambridge | Die a.r.t.e.s. Graduate School zu Gast bei der Nachwuchskonferenz „Time and Temporality“

Bericht von Lars Juschka, studentischer Mitarbeiter bei a.r.t.e.s.

Vom 14. bis 16. September 2016 nahmen zehn Promovierende der Philosophischen Fakultät in Begleitung von Thiemo Breyer, Juniorprofessor der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne, an der Nachwuchskonferenz „Time and Temporality“ in Cambridge teil. Im Rahmen der Doctoral Training Partnership (DTP) des Arts and Humanities Research Council (AHRC) der Universität Cambridge kamen Doktorandinnen und Doktoranden von fünf Institutionen zusammen: Neben Köln und Cambridge waren Promovierende der Australian National University (ANU), der European University in St. Petersburg (EUSP) und des Massachusetts Institute of Technology (MIT) mit dabei.

Doctoral Training Partnership mit der University of Cambridge | Die a.r.t.e.s. Graduate School zu Gast bei der Nachwuchskonferenz „Time and Temporality“

Bericht von Lars Juschka, studentischer Mitarbeiter bei a.r.t.e.s.

Vom 14. bis 16. September 2016 nahmen zehn Promovierende der Philosophischen Fakultät in Begleitung von Thiemo Breyer, Juniorprofessor der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne, an der Nachwuchskonferenz „Time and Temporality“ in Cambridge teil. Im Rahmen der Doctoral Training Partnership (DTP) des Arts and Humanities Research Council (AHRC) der Universität Cambridge kamen Doktorandinnen und Doktoranden von fünf Institutionen zusammen: Neben Köln und Cambridge waren Promovierende der Australian National University (ANU), der European University in St. Petersburg (EUSP) und des Massachusetts Institute of Technology (MIT) mit dabei.

Karl-Joachim Hölkeskamp mit dem Karl-Christ-Preis 2017 ausgezeichnet

Auszeichnung am 29. April 2017 in Frankfurt am Main

Mit Karl-Joachim Hölkeskamp erhält ein ehemaliger Forschungsstipendiat des Historischen Kollegs den Karl-Christ-Preis für Alte Geschichte 2017. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis, der dem Andenken an den Marburger Althistoriker Karl Christ gewidmet ist, wird 2017 zum dritten Mal verliehen. Er zeichnet im alle zwei Jahre herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Alten Geschichte und ihrer Nachbardisziplinen sowie der Wissenschafts- und Rezeptionsgeschichte des Altertums aus und wird im Wechsel an den Universitäten Frankfurt am Main und Bern vergeben.
 
Zusammen mit Karl-Joachim Hölkeskamp wird seine Ehefrau Elke Stein-Hölkeskamp geehrt. Das Ehepaar habe über viele Jahre hinweg wichtige altertumswissenschaftliche Vorhaben und Publikationen vorbereitet und umgesetzt, so die Jury: „Beide haben eine Vielzahl herausragender althistorischer Publikationen vorgelegt, die maßgeblich die Diskussionen um das archaische Griechenland und die römische Republik beeinflussen, immer wissenschaftsgeschichtlich reflektiert sind, theoretische Zugänge zur Alten Geschichte offensiv vertreten und weit über die Grenzen des Faches hinaus rezipiert werden.“ Durch ihre „intellektuelle Neugierde“ hätten sie neue Perspektiven eröffnet und durch zahlreiche Kontakte die deutschsprachige Althistorie mit der internationalen Forschung vernetzt, so die Begründung der Auswahlkommission.
 
Karl-Joachim Hölkeskamp lehrt an der Universität zu Köln. Er war im Kollegjahr 2005/2006 am Historischen Kolleg und arbeitete hier an einem Forschungsvorhaben zum Thema „Republik der Rituale. Pomp und Prozessionen in der politischen Kultur des antiken Rom“. Der von ihm herausgegebene Sammelband zu seinem Kolloquium widmet sich der politischen Kultur in der Krise der römischen Republik. Elke Stein-Hölkeskamp ist derzeit als Gastprofessorin für Antike Kulturgeschichte an der LMU München. Das Historische Kolleg gratuliert herzlich zur Zuerkennung des Karl-Christ-Preises.

Karl-Joachim Hölkeskamp mit dem Karl-Christ-Preis 2017 ausgezeichnet

Auszeichnung am 29. April 2017 in Frankfurt am Main

Mit Karl-Joachim Hölkeskamp erhält ein ehemaliger Forschungsstipendiat des Historischen Kollegs den Karl-Christ-Preis für Alte Geschichte 2017. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis, der dem Andenken an den Marburger Althistoriker Karl Christ gewidmet ist, wird 2017 zum dritten Mal verliehen. Er zeichnet im alle zwei Jahre herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Alten Geschichte und ihrer Nachbardisziplinen sowie der Wissenschafts- und Rezeptionsgeschichte des Altertums aus und wird im Wechsel an den Universitäten Frankfurt am Main und Bern vergeben.
 
Zusammen mit Karl-Joachim Hölkeskamp wird seine Ehefrau Elke Stein-Hölkeskamp geehrt. Das Ehepaar habe über viele Jahre hinweg wichtige altertumswissenschaftliche Vorhaben und Publikationen vorbereitet und umgesetzt, so die Jury: „Beide haben eine Vielzahl herausragender althistorischer Publikationen vorgelegt, die maßgeblich die Diskussionen um das archaische Griechenland und die römische Republik beeinflussen, immer wissenschaftsgeschichtlich reflektiert sind, theoretische Zugänge zur Alten Geschichte offensiv vertreten und weit über die Grenzen des Faches hinaus rezipiert werden.“ Durch ihre „intellektuelle Neugierde“ hätten sie neue Perspektiven eröffnet und durch zahlreiche Kontakte die deutschsprachige Althistorie mit der internationalen Forschung vernetzt, so die Begründung der Auswahlkommission.
 
Karl-Joachim Hölkeskamp lehrt an der Universität zu Köln. Er war im Kollegjahr 2005/2006 am Historischen Kolleg und arbeitete hier an einem Forschungsvorhaben zum Thema „Republik der Rituale. Pomp und Prozessionen in der politischen Kultur des antiken Rom“. Der von ihm herausgegebene Sammelband zu seinem Kolloquium widmet sich der politischen Kultur in der Krise der römischen Republik. Elke Stein-Hölkeskamp ist derzeit als Gastprofessorin für Antike Kulturgeschichte an der LMU München. Das Historische Kolleg gratuliert herzlich zur Zuerkennung des Karl-Christ-Preises.

„Street-Level Bureaucrats and Passport Networking: Practices of Immigration Law Enforcement in Northern Uganda“

Katrin Sowa, Absolventin des a.r.t.e.s. Research Master, erhält den Fakultätspreis

Katrin Sowa, Absolventin der Ethnologie und Teilnehmerin im Research Master-Programm der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne, hat im Sommersemester 2016 den Fakultätspreis der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln für ihre Abschlussarbeit und Forschung in Uganda erhalten. Die Arbeit wurde durch Professor Michael Bollig vom Institut für Ethnologie und Junior-Professor Martin Zillinger, Leiter der Forschergruppe „Transformations of Life“ im a.r.t.e.s. Research Lab und Koordinator des Research Master-Programms, betreut. Wir haben Katrin getroffen und mit ihr über ihre Forschung in Uganda und Erfahrungen mit dem Research Master-Programm gesprochen.

„Street-Level Bureaucrats and Passport Networking: Practices of Immigration Law Enforcement in Northern Uganda“

Katrin Sowa, Absolventin des a.r.t.e.s. Research Master, erhält den Fakultätspreis

Katrin Sowa, Absolventin der Ethnologie und Teilnehmerin im Research Master-Programm der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne, hat im Sommersemester 2016 den Fakultätspreis der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln für ihre Abschlussarbeit und Forschung in Uganda erhalten. Die Arbeit wurde durch Professor Michael Bollig vom Institut für Ethnologie und Junior-Professor Martin Zillinger, Leiter der Forschergruppe „Transformations of Life“ im a.r.t.e.s. Research Lab und Koordinator des Research Master-Programms, betreut. Wir haben Katrin getroffen und mit ihr über ihre Forschung in Uganda und Erfahrungen mit dem Research Master-Programm gesprochen.

Night of Artificial Creativity (Teil 1)

Wie entsteht Neues? Leibniz‘ Idee der Erfindung | Abschlusskonferenz

Can AI be creative? Or is creativity one of the few realms where humans cannot be replaced by machines, software and automation? In cooperation with the Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, STATE presents an evening with talks, artist presentations and performances on the topic of Artificial Creativity, the final events in the academy’s two day program “How do new ideas come into being? Analog thinking in science and art — Leibniz’s idea of invention”. These sessions ask the question: Can AI be creative? Or is creativity one of the few realms where humans cannot be replaced by machines, software and automation?
 
The program will kick off with the screening of „Sunspring”, a short science fiction movie written entirely by AI. Then, our keynote speaker will be Margaret Boden, author of “Creativity and Art: Three Roads to Surprise” and research professor of cognitive science at Sussex University’s Department of Informatics.

Christina Schneider | Kreativität im Spannungsfeld von Determination und Kombinatorik in Leibniz Metaphysik

Wie entsteht Neues? Leibniz‘ Idee der Erfindung | Abschlusskonferenz

Wo kommt in Leibniz Metaphysik die Kreativität her, durch die Neues erst entstehen kann? Dieser Frage geht in ihrem Vortrag die Philosophin und Statistikerin PD Dr. Christina Schneider von der Ludwig-Maximilians-Universität München nach. Eine entscheidende Größe in Leibniz Denken ist dabei die Kombinatorik zu. Wie kann man Ideen miteinander kombinieren, um daraus neue Ideen zu entwickeln? Dass dabei dem Kalkül eine determinierende Rolle zukommt, führt letztlich auch zu der Frage, wie frei der Mensch in seiner Kreativität tatsächlich ist beziehungsweise sein kann.

Martina Plümacher | Wissenschaftliche und künstlerische Kreativität im Wechselspiel der Perspektiven

Wie entsteht Neues? Leibniz‘ Idee der Erfindung | Abschlusskonferenz

Gewohnte Pfade des Denkens und Handelns zu verlassen, ist das, was auch als Perspektivenwechsel bezeichnet wird. Die Philosophin Prof. Dr. Martina Plümacher von der Technischen Universität Berlin nimmt diesen Gedanken zum Ausgangspunkt ihres Vortrags. Sie fragt darin was bei einem Wechsel der Perspektiven genau passiert und was ihn in kreativ macht, geht man davon aus, dass Kreativität bei der Neuordnung bzw. Erfindung von Dingen und Prozessen eine entscheidende Rolle spielt.

Constanze Peres | Eine Welt aus sich erschaffen – Ingenium, Erfindung und analogisches Denken bei Leibniz und Baumgarten

Wie entsteht Neues? Leibniz‘ Idee der Erfindung | Abschlusskonferenz

Wie lässt sich Neues erschaffen beziehungsweise erfinden? Das hängt nicht zuletzt davon ab, wie „Neues“ begriffen wird. Ontologisch oder eher epistemologisch? Die Philosophin Prof. Dr. Constanze Peres von der Hochschule für Bildende Künste Dresden zeigt in ihrem Vortrag, dass im ersten Fall Neues sich darauf bezieht, ob es dieses oder jenes zuvor schon gab. Falls nicht, liegt etwas Neues vor. Im zweiten Fall dagegen ist Neues mit der Erzeugung von Erkenntnis verbunden. Der leitende Gedanke wäre dabei, ob zuvor schon einmal so gedacht worden ist. Ausgehend von dieser Dichotomie geht Constanze Peres der Frage nach, ob es in Leibniz‘ Universum überhaupt etwas Neues geben kann. Welche Rolle spielen dabei die Erfindungskunst und analogisches Denken? Und: Wie hat der Leibniz-Schüler Alexander Gottlieb Baumgarten seine Ideen weiterentwickelt?

Medikamente, Medizin und Mathematik

Vortrag von Christof Schütte | Mathematik und Science Fiction: Visionen für das Jahr 2048

Schon heute, im Jahr 2016, regiert Mathematik „hinter den Kulissen“: Technologien und Strategien mit viel „Math inside“ bestimmen den Alltag und ermöglichen Fortschritt. Für das Kino und die Architektur der Gegenwart ist die Bedeutung von geometrischen Ideen und Konstruktionen offensichtlich. Aber auch die Finanz- und Telekommunikationsindustrie, die Lebenswissenschaft wie Medizin und die damit verbundenen Medikamente sind auf mathematische Methoden angewiesen. Was leistet Mathematik heute, was vor 25 = 32 Jahren noch wie Science Fiction gewirkt hätte? Was können wir in 25 = 32 Jahren erwarten, und erhoffen – und welche Visionen haben die Experten für das Jahr 211 = 2048?

Friedrich Steinle | Physikalische Begriffe, mathematische Form und der kreative Gebrauch von Analogien

Wie entsteht Neues? Leibniz‘ Idee der Erfindung | Abschlusskonferenz

Analogien spielen bei der Begriffsbildung in den Naturwissenschaften bereits seit der Antike eine bedeutende Rolle. Sie können ein heuristisches Mittel für die Erklärungen von unterschiedlichen Phänomenen sein, sie können aber auch zur Bestimmung von Fakten, Gesetzen, Theorien und Modellen eingesetzt werden. So gesehen weisen Analogiebildungen ein hohes kreatives Potential auf. Der Wissenschaftshistoriker Prof. Dr. Friedrich Steinle von der Technischen Universität Berlin veranschaulicht die kreative Kraft von Analogien entlang von zwei interessanten Fällen der Wissenschaftsgeschichte: Peregrinius und die Magnetpole zum einen sowie Maxwell und die elektromagnetische Feldtheorie zum anderen.

Justice, State, Migration

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 11:00 Uhr

Welche Pflichten haben Staaten gegenüber Flüchtlingen? Dürfen sie an den Grenzen abgewiesen werden, oder sind Staaten zumindest moralisch verpflichtet, Menschen in Not zu helfen? Und wie kann Integration gelingen? Diese Fragen stehen nicht nur im Zentrum der aktuellen politischen Diskussion, sondern werden auch von unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen aufgegriffen.
 
David Miller, Julian Nida-Rümelin, Christian Tomuschat und Ruud Koopmans diskutieren aus philosophischer, juristischer und soziologischer Perspektive die aktuellen Fragestellungen zu Moral und Verantwortung im Zusammenhang mit Migration und Integration.
 
Die interdisziplinäre Arbeitsgruppe „Internationale Gerechtigkeit und institutionelle Verantwortung“ erforscht die institutionellen Rahmenbedingungen globaler moralischer Praxis. Die Globalisierung in ökonomischer und politischer sowie in kultureller und sozialer Hinsicht rückt das Thema internationale Gerechtigkeit immer stärker in den Fokus. Hierbei geht es um die Frage moralischen Handelns auf globaler Ebene und um eine globale Praxis, die prinzipiell für alle gerecht ist.  
 
Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Um Anmeldung wird gebeten bis zum 12.12.2016 unter: igiv@bbaw.de

Workshop „Key Concepts in Interreligious Dialogue (KCID): The Concept of Human Rights in Judaism, Christianity and Islam“

Erlangen, Friedrich-Alexander-Universität (FAU), Orangerie

Der Lehrstuhl für Orientalische Philologie und Islamwissenschaft der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) führt das innovative Projekt Key Concepts in Interreligious Dialogue (KCID) zur Stärkung der interreligiösen Verständigung durch. Das gesamte Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Georges Tamer verfolgt das Ziel, anhand vergleichender begriffsgeschichtlicher Untersuchungen Gemeinsamkeiten und Differenzen zwischen den Religionen sichtbar zu machen sowie aufzuzeigen, wie aus dem je eigenen religiösen Selbstverständnis heraus ein Beitrag zur Verständigung und zum Frieden zwischen den Religionsgemeinschaften gewonnen werden kann. Maßgeblich ist dabei die Erkenntnis, dass religionsgeschichtliche Entwicklungen nicht linear verlaufen sondern eigene Überzeugungen und Sichtweisen im Austausch mit dem Anderen entstehen.
 
In Kooperation mit der Hanns-Seidel-Stiftung findet am 15.-16. Dezember 2016 der Workshop „Key Concepts in Interreligious Dialogue: The Concept of Human Rights in Judaism, Christianity and Islam“ an der Universität Erlangen statt. Die Referenten der Veranstaltung sind Prof. Dr. Michael J. Broyde, Atlanta (zum Konzept der „Menschenrechte“ im Judentum), Prof. Dr. Dr. h. c. Heiner Bielefeldt, Erlangen (zum Konzept der „Menschenrechte“ im Christentum) und Prof. Dr. Mashood Baderin, London (zum Konzept der „Menschenrechte“ im Islam).
 
Der Workshop findet am Donnerstag, den 15. Dezember 2016 mit einer Fachtagung und einer öffentlichen Podiumsdiskussion in der Orangerie des Schlossgartens der FAU Erlangen-Nürnberg statt. Am Freitag, den 16. Dezember wird die Tagung  in Form einer geschlossenen Expertenrunde im Kollegienhaus der FAU Erlangen fortgesetzt.
 
Nähere Informationen zum Workshop sowie zur Veranstaltungsreihe Key Concepts in Interreligious Dialogue (KCID) finden Sie hier. Anmeldungen bitte an Frau Ariadne Papageorgiou (ariadne.papageorgiou@fau.de).

Catrin Misselhorn | Neues Wissen in Literatur? Analogisches Denken als sinnliche Reflexion von Begriffen

Wie entsteht Neues? Leibniz‘ Idee der Erfindung | Abschlusskonferenz

Im Mittelpunkt des Vortrags von Prof. Dr. Catrin Misselhorn, Direktorin des Instituts für Philosophie der Universität Stuttgart, steht der Begriff – genauer: begriffliches Wissen. Dabei geht sie der Frage nach, ob Literatur im Sinne einer Form von Kunst und verstanden als soziale Praxis begriffliches Wissen vermitteln kann. Anders ausgedrückt: Kann Literatur als Kunstform neue Begriffe schaffen bzw. unser begriffliches Repertoire erweitern? Und: Welchen Stellenwert nimmt dabei die Philosophie ein? Catrin Misselhorn setzt beide textschaffenden Gattungen – die Literatur und die Philosophie – in ein Verhältnis zueinander und kommt bei ihrer Analyse zu einem überraschenden Schluss.

Urkunde – DNA – Fingerabdruck. Wer kann wie Geschichte erforschen?

Workshop macht den Dialog zwischen Geistes- und Naturwissenschaften zum Thema

Der Workshop „Urkunde – DNA – Fingerabdruck. Wer kann wie Geschichte erforschen?“ der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne und des ZEMAK (Zentrum für Mittelalterstudien der Universität zu Köln) in Kooperation mit L.I.S.A. – Das Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung fand am 17. Juni 2016 statt.
 

Die Arbeit der Verlage

Merkur-Gespräch vom 02.11.2016 im Historisches Museum, Frankfurt am Main

Was ist der Beitrag der Verlage zum Zustandekommen von Texten und Büchern? Diese Frage wurde nach dem VG-Wort-Urteil des BGH kontrovers diskutiert, das die seit Jahrzehnten geübte Praxis der Beteiligung der Verlage an der Ausschüttung an die Urheber kippte. Der Protest insbesondere bei Vertretern der Publikumsverlage war groß. Anders gelagert ist die Problematik bei Wissenschaftsverlagen. Geisteswissenschaftliche Autoren beklagen seit längerem mangelnde Unterstützung. In der Medizin und den Naturwissenschaften nutzen Verlage wie Elsevier oder Wiley ihre Marktdominanz und erzielen damit enorme Renditen. Im Merkur-Gespräch „Die Arbeit der Verlage“ diskutieren die Verlegerin Christiane Frohmann (Frohmann Verlag), die Literaturagentin und Ex-Verlegerin Elisabeth Ruge (Berlin Verlag, Hanser Berlin) und der Open-Access-Experte Klaus Mickus (content press). Es kommentiert und moderiert Julika Griem, Professorin für Anglistik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Das sechste Merkur-Gespräch wird in Kooperation mit dem Promotionskolleg „Schreibszene Frankfurt“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main organisiert.
 
Gespräch Christiane Frohmann und Elisabeth Ruge

Wie entsteht Neues? Analogisch denken in Wissenschaft und Kunst – Leibniz‘ Idee der Erfindung

Abschlusskonferenz | Begrüßung mit Martin Grötschel und Thomas de Maizière, Einführung von Constanze Peres und Vorstellung der Rechenmaschine Leibniz‘ durch Eberhard Knobloch

Was ist neu und was heißt es überhaupt, von „neu“ zu sprechen? Ist absolut Neues als „Erschaffung aus dem Nichts“ denkbar und ist diese Idee kompatibel mit der Erfindung „möglicher Welten“ durch (Neu-)Kombination bestehender Elemente wie in Leibniz’ Universum? Das Rätsel des Neuen und seiner Entstehung betrifft gleichermaßen wissenschaftliches Auffinden wie technisches (Er-)Finden und künstlerisches Hervorbringen. Analogiebildungen spielen bei der Entwicklung von Neuem in verschiedenen Ausprägungen eine zentrale Rolle. Douglas Hofstadter und Emmanuel Sander vertreten in „Surfaces and Essences. Analogy as the Fuel and Fire of Thinking“ (2013) sogar die These, dass die „Analogie“ das „Herz des Denkens“ ist. Sie durchzieht die gesamte Bandbreite der Erkenntnis in der Alltagserfahrung, in Denkoperationen der Logik und Wissenschaft wie auch in komplexen ästhetischen Prozessen und der Kunst.
 
Im Sinne von Leibniz’ Multiperspektivität wurde auf der Konferenz die Erfindungskraft analogischen Denkens interdisziplinär beleuchtet. Von verschiedenen Gesichtspunkten aus wurden Differenzen und Schnittstellen des Neuen in Wissenschaft und Kunst in den Blick genommen und analysiert.

„Der interdisziplinäre Blick auf multipolare Dynamiken“ | Evelyn Buyken über Schnittstellen von musikalischer Praxis und Wissenschaft

Interview von Julia Maxelon, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei a.r.t.e.s.

Evelyn Buyken ist ehemalige Stipendiatin im Integrated Track der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne und hat über die „Bach-Rezeption als kulturelle Praxis zwischen 1750 und 1829 in Berlin“ promoviert. Neben der Wissenschaft lebt und pflegt die Musikhistorikerin jedoch noch eine zweite Liebe: die zur musikalischen Praxis und zu ihrem Instrument, dem Cello. Parallel zu ihrem Studium der Schulmusik und Germanistik an der Universität zu Köln studierte Evelyn Buyken Viola da Gamba und Barockvioloncello an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Und auch während ihrer Promotionsphase ruhten ihre musikpraktischen Tätigkeiten nicht: Sie gründete 2010 das Cölner Barockorchester mit und konzertiert seitdem mit dem Ensemble im In- und Ausland. Seit März 2016 ist Evelyn Buyken Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Max Bruch-Archiv, das dem Musikwissenschaftlichen Institut der Universität zu Köln angegliedert ist. Wir haben mit ihr über ihr Leben in und zwischen den beiden Welten von musikalischer Praxis und Theorie gesprochen.

Einsteintag 2016

Potsdam Nikolaisaal, Wilhelm-Staab-Straße 10/11, 19:00 Uhr

Die Festsitzung zum Einsteintag in der Landeshauptstadt Potsdam ist eine der beiden zentralen jährlichen Festveranstaltungen der Akademie. Den diesjährigen Festvortrag, mit dem das Jahresthema 2017|18 „Sprache“ eröffnet wird, hält Akademiemitglied Wolfgang Klein. Anlässlich des Leibniz-Jahrs 2016 wird die Filmdokumentation „Das Jahrhundertprojekt“ über die Leibniz-Editionsstellen der Akademie gezeigt.
 
Prof. Dr. Wolfgang Klein ist Sprachwissenschaftler. Er hat auf zahlreichen Gebieten geforscht, darunter vor allem über Spracherwerb, den Ausdruck von Raum und Zeit, Sprache und Poesie, Sprache und Recht, Struktur von Texten und Lexikographie.Als Direktor am Max-Planck-Institut für Psycholinguistik in Nijmegen hat er seit dessen Gründung 1980 den Arbeitsbereich “Spracherwerb” geleitet; dort hat er auch „The Language Archive“ aufgebaut, dessen von der VolkswagenStiftung geförderte Dokumentation bedrohter Sprachen 2015 ins UNESCOWeltkulturerbe aufgenommen wurde. Seit 2015 ist er emeritiert. Seit 1994 ist er Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und leitet hier das „Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache“. Er ist Vizepräsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und erhielt 1996 den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der DFG.
 
Einlass 18:15 Uhr. Die Gäste werden gebeten, ihre Plätze bis 18:50 Uhr einzunehmen. Um Anmeldung wird gebeten bis 15. November 2016 unter  festsitzung@bbaw.de oder www.bbaw.de/einsteintag

Einsteintag 2016

Potsdam Nikolaisaal, Wilhelm-Staab-Straße 10/11, 19:00 Uhr

Die Festsitzung zum Einsteintag in der Landeshauptstadt Potsdam ist eine der beiden zentralen jährlichen Festveranstaltungen der Akademie. Den diesjährigen Festvortrag, mit dem das Jahresthema 2017|18 „Sprache“ eröffnet wird, hält Akademiemitglied Wolfgang Klein. Anlässlich des Leibniz-Jahrs 2016 wird die Filmdokumentation „Das Jahrhundertprojekt“ über die Leibniz-Editionsstellen der Akademie gezeigt.
 
Prof. Dr. Wolfgang Klein ist Sprachwissenschaftler. Er hat auf zahlreichen Gebieten geforscht, darunter vor allem über Spracherwerb, den Ausdruck von Raum und Zeit, Sprache und Poesie, Sprache und Recht, Struktur von Texten und Lexikographie.Als Direktor am Max-Planck-Institut für Psycholinguistik in Nijmegen hat er seit dessen Gründung 1980 den Arbeitsbereich “Spracherwerb” geleitet; dort hat er auch „The Language Archive“ aufgebaut, dessen von der VolkswagenStiftung geförderte Dokumentation bedrohter Sprachen 2015 ins UNESCOWeltkulturerbe aufgenommen wurde. Seit 2015 ist er emeritiert. Seit 1994 ist er Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und leitet hier das „Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache“. Er ist Vizepräsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und erhielt 1996 den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der DFG.
 
Einlass 18:15 Uhr. Die Gäste werden gebeten, ihre Plätze bis 18:50 Uhr einzunehmen. Um Anmeldung wird gebeten bis 15. November 2016 unter  festsitzung@bbaw.de oder www.bbaw.de/einsteintag

Die Edition im 21. Jahrhundert | a.r.t.e.s.-Stipendiatin Tessa Gengnagel forscht beim Kooperationspartner DiXiT

Bericht von Lars Juschka, studentischer Mitarbeiter bei a.r.t.e.s.

Wie hat sich das chinesische Durchschnittseinkommen seit 1990 entwickelt? Wann genau starb Heinrich VI. noch gleich? Fragen wie diese hätten noch vor wenigen Jahren einen Trip in die Bibliothek oder zumindest einige Regalmeter Brockhaus und Fachlexika nötig gemacht. Heute sind sie durch computergestützte Datenverarbeitungsverfahren nur wenige Klicks entfernt. Suchmaschinen, Datenbanken und Hypertexte haben in vielen Bereichen des Lebens die Organisation von Wissen von Grund auf revolutioniert. Kein Wunder also, dass in den Geisteswissenschaften seit einigen Jahren der Bereich der „Digital Humanities“ floriert.