Planet History

Tag Archive for Interdisziplinäre Projekte

Kritiken des Leidens

Workshop am Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin, Habelschwerdter Allee 30, 14195 Berlin (Vortragsraum im Souterrain)

Workshop vom 10. – 12. November 2017Institut für Philosophie der Freien Universität BerlinOrganisation: Erika Benini in Kooperation mit Anne Eusterschulte
“Das leibhafte Moment meldet der Erkenntnis an, daß Leiden nicht sein, daß es anders werden solle […]. Die Abschaffung des Leidens, oder dessen Milderung hin bis zu einem Grad, der theoretisch nicht vorwegzunehmen, dem keine Grenze anzubefehlen ist, steht nicht bei dem Einzelnen, der das Leid empfindet, sondern allein bei der Gattung, der er dort noch zugehört, wo er subjektiv von ihr sich lossagt und objektiv in die absolute Einsamkeit des hilflosen Objekts gedrängt wird.” [Theodor W. Adorno, Negative Dialektik, GS 6, S. 203]
Freitag, 10. November 2017 13.30 Uhr: Erika Benini und Martin Mettin: Begrüßung und kurze Einführung: Kritik und Leiden 14.00-15.00 Uhr: Emil Angehrn: Stummes und beredtes Leiden. Konstellationen der Kritik
15.30-17.00 Uhr: (Moderation: Heiko Stubenrauch) David Palme: Leiden heißt Sprechen könnenKristina Pleinert: Leiden an der Sprache: Sprachkritik bei Ingeborg Bachmann und Thomas Bernhard vor dem Hintergrund Adornos literarischer ÄsthetikAntje-Kathrin Mettin: Vom Trotz der Scheherazade – Erzählen als Kritik des Leidens 
17.15-18.15 Uhr: Claudia Bozzaro: Zum Umgang mit dem Leiden im medizinischem Kontext
Samstag, 11. November 201710.00-11.00 Uhr: Anne Eusterschulte: Leiden der Erinnerung. Christian Boltanskis Ästhetik der Absenz
11.00-12.30 Uhr: (Moderation: Thomas Helbig)Nina Rabuza: Dem Leiden einen Ausdruck verschaffen – Darstellungen von Leiden an der KZ-Gedenkstätte Dachau (AT)Andreas Matena: Unvorstellbares Leiden? Die Theologie in Auseinandersetzung mit „Auschwitz“Sylvia Kafehsy: The Politics of Trauma: Individuelles Leid als kollektive Wunde
13.30-14.30 Uhr: Erika Benini: Dialektik zwischen Mitleid und Mitmachen
14.30-16.00 Uhr: (Moderation: Erika Benini)Kristin Drechsler: Vom Tod getroffen – Zum Leiden an der Unverfügbarkeit des AnderenDaniel Mirbeth: Zeugenschaft und Abwehr: Zu einer Kritik von Leid und MitleidElsa Romfeld: Die Glückseligen und die Anderen – Die Negation des Leidens in der Leistungsgesellschaft
16.30-18.00 Uhr: (Moderation: Frank Müller)Noelia Bueno Gómez: Loss of Self versus Self-Discovery in Pain and SufferingFiona Siegenthaler: Verletzende Kunst: Praktiken des Sehens und Leidens in der Post-ApartheidHelen Akin: Butlers Ideologie der Geschlechtermelancholie. Kritische Kritik einer Kritik
18.15-19.15 Uhr: Timo Storck: Die Schmerzerfahrung als Suche nach Grenzen und Kontakt zum Anderen
Sonntag, 12. November 2017 10.00-11.00 Uhr: Gunzelin Schmid Noerr: Die Wirklichkeit am Leitfaden des Leidens verstehen
11.00-12.30 Uhr: (Moderation: Anne Eusterschulte)Angelika Seppi: »Das innigste Versammelnde«. Zum Verhältnis von Arbeit, Denken und SchmerzTomer Raudanski: Politics of Anguish and LoveLuigi Corrias: Law, International Society and the Suffering of Humanity
13.30-14.30 Uhr: (Moderation: Lorenz Mayr)Daniel Lucas: Leid als konstituierendes Narrativ des IchHenrike Kohpeiß: Kritische Theorie negativer Gefühle 

„Selbstbestimmung in der vernetzten Gesellschaft“ – Die interdisziplinären Forschungsprogramme des neu gegründeten Deutschen Internet Institut

Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, 18:00-21:00 Uhr

Die Ringvorlesung Digital Humanities thematisiert die voranschreitende digitale Transformation der Geistes- und Kulturwissenschaften. Digital Humanities ist eine unscharfe Sammelbezeichnung für computergestützte Methoden und Praktiken in den Geisteswissenschaften, die es sowohl ermöglichen, alte Forschungsfragen auf neue Weise zu bearbeiten, als auch neue Ansätze in den Geisteswissenschaften zu verfolgen. Die Ringvorlesung wird einen Überblick über die Digital Humanities geben, im Zentrum werden praxisbezogene Einblicke und nicht die Definitions- und Abgrenzungsdebatten stehen.
Über die exemplarischen Einführungen hinaus werden Vorträge der Frage nachgehen, ob und inwiefern die theoretischen und methodischen Konzepte und Praktiken der Digital Humanities einen Paradigmenwechsel, eine qualitative Transformation der Geisteswissenschaften bewirken, die über die Digitalisierung analoger Arbeitsweisen hinausgeht. Oder handelt es sich bei den Digital Humanities um ein modisches, letztlich aber vergängliches Phänomen innerhalb einer zwar zunehmend digitalisierten, im Wesentlichen aber unveränderten geisteswissenschaftlichen Praxis?
International renommierte Expertinnen und Experten aus der Kunst- und Bildgeschichte, den Geschichtswissenschaften, der Archäologie, Literaturwissenschaft und Komparatistik, Korpus-Linguistik sowie den Informationswissenschaften werden die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Forschungs-, Publikations-, Vermittlungs- und Kommunikationsprozesse ihrer jeweiligen Disziplin thematisieren. Zudem werden die wechselseitigen Implikationen zwischen den digitalen Geisteswissenschaften und der ‚vernetzten Gesellschaft‘ diskutiert.
Digitale Technologien und das Internet stellen grundlegend neueAnforderungen an Bildung und Forschung. Welche technischen und sozialen Kompetenzen müssen beherrscht werden, um digitale Medien zum eigenen Nutzen und zum Nutzen der Gesellschaft einsetzen zu können? Wie lassen sich diese Kompetenzen angemessen – auch in digitalen Lernumgebungen – vermitteln? Auf einer höheren Analyseebene geht es darum, den Menschen zu ermöglichen, ihren eigenen Handlungsspielraum in einer Umwelt von immer neuen digitalen Produkten, Dienstleistungen und Kommunikationsstrukturen zu erhalten und zu erweitern: Wie kann das Prinzip der individuellen Selbstbestimmung und Souveränität in digitalen Welten definiert und umgesetzt werden? Mit diesen und vielen anderen Fragen zur Digitalisierung wird sich das Ende September gegründete Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft beschäftigen. Die Aufgabe der 20 interdisziplinären Forschungsgruppen des neuen Instituts wird es sein, aktuelle gesellschaftliche Veränderungen, die sich im Zusammenhang mit der Digitalisierung abzeichnen, zu untersuchen und künftige politische und wirtschaftliche Handlungsoptionen zu skizzieren. Dafür wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in den ersten fünf Jahren mit 50 Millionen Euro finanziert. 
Anmeldung bis zum 13.11. unter: www2.bbaw.de/Anmeldung-DH-Schildhauer
Kontakt: Kirsten Schröder kschroeder@bbaw.de 

„Dynamiken der Konventionalität“ im Mittelalter

Ausschreibung online: Neues Graduiertenkolleg an der Philosophischen Fakultät ab April 2018

Ab April 2018 wird es an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln das neue, DFG-geförderte Graduiertenkolleg 2212 „Dynamiken der Konventionalität (400–1550)“ für den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Mittelalterforschung geben. Fünf Hochschulen in Nordrhein-Westfalen konnten die Deutsche Forschungsgemeinschaft in diesem Jahr überzeugen und Fördergelder für neue Graduiertenkollegs einwerben – das Graduiertenkolleg 2212 ist eines davon und an dem Kölner Zentrum für Mittelalterstudien (ZEMAK) angesiedelt. Die Ausschreibung für die ersten sechs Stellen für Promovierende und eine Postdoc-Stelle läuft bis zum 8. Dezember 2017: Bewerben können sich Absolventinnen und Absolventen aller mediävistischen Disziplinen.

„Dynamiken der Konventionalität“ im Mittelalter

Ausschreibung online: Neues Graduiertenkolleg an der Philosophischen Fakultät ab April 2018

Ab April 2018 wird es an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln das neue, DFG-geförderte Graduiertenkolleg 2212 „Dynamiken der Konventionalität (400–1550)“ für den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Mittelalterforschung geben. Fünf Hochschulen in Nordrhein-Westfalen konnten die Deutsche Forschungsgemeinschaft in diesem Jahr überzeugen und Fördergelder für neue Graduiertenkollegs einwerben – das Graduiertenkolleg 2212 ist eines davon und an dem Kölner Zentrum für Mittelalterstudien (ZEMAK) angesiedelt. Die Ausschreibung für die ersten sechs Stellen für Promovierende und eine Postdoc-Stelle läuft bis zum 8. Dezember 2017: Bewerben können sich Absolventinnen und Absolventen aller mediävistischen Disziplinen.

‚Environment‘ & ‚Agency‘ als interdisziplinäre Leitbegriffe

a.r.t.e.s. forum 2017 betrachtet die Beziehungen zwischen Mensch und Umwelt

Die jährliche Thementagung der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne, das a.r.t.e.s. forum, ermöglicht den Doktorandinnen und Doktoranden, eine umfangreiche, wissenschaftliche Tagung in Eigenregie zu planen und durchzuführen. Auf diese Weise können Erfahrungen im Projektmanagement und in der Veranstaltungsorganisation gesammelt werden.

Wie schafft es Migration ins Museum?

a.r.t.e.s.-Alumna Sandra Vacca promoviert über und arbeitet bei DOMiD

Wie schafft es Migration ins Museum? Was bedeutet Migration für die Geschichte eines Landes und wie wird sie gesammelt, aufbereitet, dargestellt? Diese Fragen versucht Sandra Vacca, Museologin und Alumna der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne, in ihrem geschichtswissenschaftlichen Promotionsprojekt „Remembering, Narrating and Representing Immigration: Immigration Museums and Exhibitions in Germany, France and the UK“ zu beantworten. Doch nicht nur im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Arbeit beschäftigt sich Sandra mit Migration in Deutschland: In Köln engagiert sie sich darüber hinaus seit vielen Jahren bei DOMiD, dem Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland.

„Co-existence calls for the creation for a new body politic“

Interview with Costas Laoutides on the Rohingya conflict in Myanmar

Since the end of August about half a million people have fled from western Myánmar to its neighboring country Bangladesh. The refugees belong to a Muslim minority, the so called Rohingya in Rakhine. The background of the recent incidents is a new intensity in an old conflict between Muslims and the Buddhist majority of the country. It is interesting that in the Western world a lot of attention has been paid to this warlike situation in far Southern Asia. Why is this so? Is the media really well informed about this conflict? Dr Costas Laoutides from the Deakin University in Melbourne has done a lot of research on the Rohingya conflict, of which parts were funded by the Gerda Henkel Foundation. We asked him for an interview about the recent incidents in Myanmar.

Verflechtungen – Widersprüche – Diskontinuitäten – Möglichkeitsräume. Von Rassismus- und Antisemitismuskritik in Bildung und Forschung

Die Oktobernummer des LaG-Magazins wurde in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland und dem Projekt Roma Respekt der Heinrich Böll Stiftung Sachsen erstellt.
Thematisch steht dieses Mal die Auseinandersetzung mit Antisemitismus, Rassismus und insbesondere mit Antiziganismus und Fragestellungen rund um ein Empowerment der betroffenen Minderheiten im Mittelpunkt.
Die Ergebnisse der Bundestagswahl zeigen die Notwendigkeit und Dringlichkeit auf, sich mit diesen Ideologien zu befassen. Der Einzug von Personen in den Bundestag, die für ein völkisch-nationalistisches Denken eintreten, rassistische und antisemitische Weltbilder verbreiten sowie geschichtsrevisionistische Positionen vertreten, stellt eine Zäsur dar. Eine breite gesellschaftliche Antwort auf diese bereits länger absehbare Entwicklung steht noch aus. Bildungsarbeit kann hierzu nur einen Teilbeitrag leisten. Dieser ist weder zu unterschätzen, noch überzubewerten, stammen doch die Ressentimentstrukturen aus der häufig angeführten Mitte der Gesellschaft. Anders gesagt werden Rassismus und Antisemitismus gesamtgesellschaftlich produziert und reproduziert. Durch Empowermentkonzepte können die Ressourcen und Potenziale der von durch Antisemitismus und/oder Rassismus betroffenen Menschen gestärkt werden und so zu erweiterten Handlungsspielräumen der Minderheiten gegenüber der Dominanzgesellschaft führen. Empowerment bedeutet aber auch, nicht allein aus einer gesellschaftlichen Mehrheitsposition heraus über die Situation von Minderheiten zu arbeiten, denn gerade Selbstermächtigung ist ein wichtiger Bestandteil des Konzepts.
Die hier versammelten Aufsätze zeigen auch die Notwendigkeit einer antisemitismusmuskritischen Analyse auf Grundlage einer psychoanalytischen Sozialpsychologie auf, die einen Ansatz repräsentiert, der auch eine Grundlage zur Reflexion der gesellschaftlichen Gebundenheit von (historisch-)politischer Bildung ermöglicht.
Marina Chernivsky weits auf unterschiedliche Mechanismen hin mit denen Antisemitismus gesellschaftlich de-thematisiert wird, weil er fälschlicherweise als überwunden gilt. Dies findet seinen Niederschlag auch in der Pädagogik und in der scheinbar selbstverständlichen Ausblendung jüdischer Präsenz. Aus diesen Befunden leitet die Autorin die Notwendigkeit von Empowermenträumen ab.
Astrid Messerschmidt setzt sich mit dem Antisemitismus als „Gerücht über die Juden“ (Adorno) vor dem Hintergrund der Migrationsgesellschaft auseinander. Sie zeigt die Abwehrmechanismen auf, die eine Thematisierung des pathischen Judenhasses mit sich bringt; auch und gerade dort, wo es um den Nahostkonflikt geht. Die Autorin verweist auf den kontraproduktiven Effekt, dass dominanzgesellschaftliche Perspektiven in Bildungskontexten reproduziert werden, solange sie nicht benannt und problematisiert werden.
In seinem wissenssoziologisch fundierten Beitrag untersucht Max Czollek die Entstehung des frühen christlichen Antijudaismus/Antisemitismus. Czollek geht davon aus, dass die Produktion eines Wissens über ‚die Juden’ bereits im ersten Jahrhundert einsetzte und mit der Festigung des Christentums ein Bestandteil einer umfassenden und universellen Weltanschauung wurde. Dieses ‚Wissen’ blieb über die Jahrhunderte strukturell verfüg- und abrufbar und wurde beständig aktualisiert.
Das Thema von Meron Mendel und Tom David Uhlig ist Antisemitismus in der postkolonialen Theorie und den dazugehörigen Zusammenhängen. Der Aufsatz macht deutlich, dass Selbstermächtigung, wenn sie alleine partikular gedacht wird, deutlich antiemanzipatorische Effekte zeitigen kann. Die Autoren markieren die Grenze der postkolonialen Kritik, die in erster Linie kolonialrassistische Konstruktionen thematisiert und an der Besonderheit des modernen Antisemitismus als umfassender Welterklärung vorbeizielt. Vonnöten wäre nicht nur ein stärkerer Austausch zwischen Kolonialismus- und Antisemitismusforschung, sondern auch eine Pädagogik, die auf beiden Feldern arbeitet, ohne die jeweiligen Besonderheiten von Antisemitismus und Rassismus einzuebnen.
Die Arbeitsdefinition zu Antiziganismus, die von der Allianz gegen Antiziganismusaufgestellt wurde, stellt selbst ein Dokument von Empowerment dar. Die Arbeitsdefinition geht auf den sozialen Konstruktcharakter der Bilder ein, die von denjenigen existieren, die mit dem Stigma „Zigeuner“ belegt werden und verweist auf die strukturellen Diskriminierungen wie auf die gewaltförmigen Praxen, die aus dem antiziganistischen Weltbild der Mehrheit resultieren.

World Biographical Information System Online: Digitale Quellensammlung im neuen Interface

Nach Relaunch: Größte Sammlung biographischer Artikel bis zum 31.10. im Free Access testen

Das World Biographical Information System Online (WBIS) basiert auf den digitalisierten Mikrofiche-Editionen der Biographischen Archive des K.G. Saur Verlags und ist die größte digitale Sammlung weltweiter biographischer Quellen. 
WBIS enthält 8,4 Millionen biographische Originalartikel und erscheint dank eines Relaunchs ab sofort im optimierten und runderneuerten User-Interface. Bis 2021 wird die Sammlung um ca. 250.000 Biographien aus 300 neuen Quellen erweitert.
WBIS bietet biographische Artikel zu Männer und Frauen, Familien und Gruppen aus allen gesellschaftlichen Bereichen und Berufen, aus Wissenschaft, Politik, Kultur und Wirtschaft.
Die behandelten Personen und die Quellen stammen aus allen Ländern und Regionen der Erde, die biographischen Informationen reichen vom 4. Jahrtausend v. Chr. bis zur Gegenwart. Die Texte stammen aus Nachschlagewerken, die vom 16. Jahrhundert bis heute veröffentlicht wurden.
WBIS ist ein nützliches digitales Werkzeug für alle Forscherinnen und Forscher, die zu biographischen Fragen arbeiten und eignet sich für Historiker, Soziologen, Kultur- und Literaturwissenschaftler, Theologen und viele weitere.  
Das neue WBIS kann bis zum 31.10. im Free Access getestet werden. Zugang zur Datenbank ist danach in Deutschland über eine DFG-geförderte Nationallizenz in allen wissenschaftlichen Bibliotheken möglich.

Learning from Venice, Athens, Kassel, and Münster (and in between)

Report by Lilia Sokolova about a.r.t.e.s. alumna Francesca Valentini’s summer school “Contemporary Art in the Global Present”

From July 10 to 22, 2017, a.r.t.e.s. alumna Francesca Valentini led the interdisciplinary summer school “Contemporary Art in the Global Present.” Seventeen participants from Italy, Greece, Germany, Canada, and Austria set on a mutual journey across Europe to explore the decade’s major international exhibitions of contemporary art. Although the group of advanced M.A. students, doctoral candidates, and post-docs represented diverse academic disciplines (art history, cultural studies, anthropology, political science, sociology, linguistics, and Chinese studies), everyone shared an interest in the cultural, social, political and economic implications of the so-called “SuperKunstSommer.” The epithet refers to the decennial concurrence of the Venice Biennale, documenta, and Skulptur Projekte Münster. This year it also became the itinerary of the DAAD-funded summer school, which was held by the a.r.t.e.s. Graduate School in collaboration with the Department of Philosophy and Cultural Heritage of the Università Ca’ Foscari Venezi and the Department of Communication & Media Studies of the National and Kapodistrian University of Athens.

On the Relationship of “Media and Mobility”

Anthropological workshop invites international researchers to Cologne

From September 14 to 16, 2017, the international workshop “Anthropologies of Media and Mobility: Theorizing movement and circulations across entangled fields”, co-organized by the a.r.t.e.s. Research Lab, will take place at the University of Cologne. It seeks to theorize the relationship between media and mobility from an anthropological point of view and will further include findings of multidisciplinary and mixed-methodological approaches between social anthropology and other disciplines like gender studies and postcolonial theories.

Selected Major International Press Coverage of the Threat to the Central European University

Academic Freedom in Danger. Fact Files on the „CEU Affair“ (Südosteuropa 65 „Spotlight“)

AP/Reuters/Bloomberg
– Hungarians Protest Their Leader by the Tens of Thousands, The New York Times, 9 April 2017, https://www.nytimes.com/2017/04/09/world/europe/hungary-protest-viktor-orban.html
– Thousands March in Support of Soros-Founded University in Budapest, The New York Times, 2 April 2017, https://www.nytimes.com/2017/04/02/world/europe/hungary-george-soros-viktor-orban-protest.html
– Pablo Gorondi, Large Rally in Hungary for Imperiled Soros-Founded School, The Associated Press, 2 April 2017, https://www.usnews.com/news/business/articles/2017-04-02/large-rally-in-hungary-for-imperiled-soros-founded-school
– Zoltan Simon, Orbán Undaunted as Hungary Passes Law Targeting Soros’s CEU, Bloomberg, 4 April 2017, https://www.bloomberg.com/politics/articles/2017-04-04/hungary-s-orban-doubles-down-on-university-bill-after-protests
 
BBC
– Hungary University Backed by Soros ‘Is Facing Closure’, BBC News, 29 March 2017, http://www.bbc.com/news/world-europe-39429309
– Sean Coughlan, How a University Became a Battle for Europe’s Identity, BBC News, 3 May 2017, http://www.bbc.com/news/business-39780546
– Oleg Boldyrev / Erika Benke, Is Hungary Copying Russia by Targeting Soros-Backed University?, BBC News, 22 April 2017, http://www.bbc.com/news/world-europe-39640474?SThisFB
 
CNN
– Hungarian University Fights to Stay Open, CNN, 11 April 2017, http://edition.cnn.com/videos/world/2017/04/11/hungary-intv-amanpour-michael-ignatieff-holmes.cnn
 
Financial Times
– Paul McClean / Andrew Byrne, Brussels Poised to Tackle Hungary on Education Law, Financial Times, 26 April 2017, https://www.ft.com/content/06fe28f8-29d1-11e7-9ec8-168383da43b7
– Hungary’s Illiberal Leader Must Be Shown the Limits, Financial Times, 26 April 2017, https://www.ft.com/content/52e007d6-2a81-11e7-bc4b-5528796fe35c
 
The Guardian
– Andrew MacDowall, US-Linked Top University Fears New Rules Will Force It Out of Hungary, The Guardian, 29 March 2017, https://www.theguardian.com/world/2017/mar/29/us-linked-top-university-fears-new-rules-will-force-it-out-of-hungary
– Cas Mudde, The EU Has Tolerated Viktor Orbán for Too Long. It Has to Take a Stand Now, The Guardian, 3 April 2017, https://www.theguardian.com/commentisfree/2017/apr/03/eu-tolerated-viktor-orban-hungarian-central-european-university
– Jennifer Rankin, Hungary Investigated by EU Over Law Threatening Top University, The Guardian, 12 April 2017, https://www.theguardian.com/world/2017/apr/12/frans-timmermans-eu-commission-central-european-university-budapest-hungary
– Danuta Kean, Authors Protest Against Hungary’s Plans to Close Central European University, The Guardian, 14 April 2017, https://www.theguardian.com/world/2017/apr/14/authors-protest-against-hungarys-plans-to-close-central-european-university
– Tibor Fischer, I Don’t Recognise Viktor Orbán as a ‘Tyrant’, The Guardian, 20 April 2017, https://www.theguardian.com/commentisfree/2017/apr/20/viktor-orban-tyrant-western-media-hungarian-leader-democracy-antisemite
– Michael Ignatieff et al., Democracy and Academic Freedom in Viktor Orbán’s Hungary, The Guardian, 23 April 2017, https://www.theguardian.com/world/2017/apr/23/democracy-and-academic-freedom-in-viktor-orban-hungary
– Daniel Boffey, University Chief Appeals for EU Help to Fight Hungarian Clampdown, The Guardian, 25 April 2017, https://www.theguardian.com/world/2017/apr/25/university-chief-appeals-for-eu-help-to-fight-hungarian-clampdown?CMP=twt_gu
– Daniel Boffey, Orbán on Offensive after EU Takes Legal Action over Soros University, The Guardian, 26 April 2017, https://www.theguardian.com/world/2017/apr/26/eu-launches-legal-action-against-hungary-higher-education-law-university
 
National Public Radio
– Soraya Sarhaddi Nelson, Hungarian Legislation Threatens American University in Budapest, National Public Radio, 29 March 2017, http://www.npr.org/sections/thetwo-way/2017/03/29/521948051/hungarian-legislation-threatens-american-university-in-budapest
 
New York Times
– Palko Karasz, Hungary Plan That Could Shutter Soros’s University Is Called ‘Political Vandalism’, The New York Times, 29 March 2017, https://www.nytimes.com/2017/03/29/world/europe/hungary-george-soros-university.html
– Michael Ignatieff, Academic Freedom, Under Threat in Europe, The New York Times, 2 April 2017, https://www.nytimes.com/2017/04/02/opinion/academic-freedom-under-threat-in-europe.html
– Palko Karasz, Pressure Grows as Hungary Adopts Law Targeting George Soros’s University, The New York Times, 11 April 2017, https://www.nytimes.com/2017/04/11/world/europe/hungary-george-soros-central-european-university.html
– Helene Bienvenu / Balint Bardi, Hungary Law That Could Close Soros-Backed University Faces Uncertainty, The New York Times, 12 April 2017, https://www.nytimes.com/2017/04/12/world/europe/hungary-central-european-university-soros-orban.html
– Palko Karasz, At Hungary’s Soros-Backed University, Scholars Feel a Chill, The New York Times, 24 April 2017, https://www.nytimes.com/2017/04/24/world/europe/hungary-george-soros-central-european-university.html
 
New York Review of Books
– Jan-Werner Müller, Hungary. The War on Education, The New York Review of Books, 20 May 2017, http://www.nybooks.com/daily/2017/05/20/hungary-the-war-on-education-ceu/
 
Science
– Albert-László Barabási, Academia Under Fire in Hungary, Science, 12 May 2017, http://science.sciencemag.org/content/356/6338/563.full
 
Wall Street Journal
– Valentina Pop, Hungary’s Orban Reverses Course and Agrees to Work with EU, The Wall Street Journal, 29 April 2017, https://www.wsj.com/articles/orban-reverses-course-and-agrees-to-work-with-eu-1493475496
– Hungary’s Illiberal Turn, The Wall Street Journal, 1 May 2017, https://www.wsj.com/articles/hungarys-illiberal-turn-1493680457
 
University World News
– Anne Corbett / Claire Gordon, Time for Bologna to Stand Up for Academic Freedom, University World News, 21 April 2017, http://www.universityworldnews.com/article.php?story=201704191359100
 
Washington Post
– Leon Botstein / Carol Christ / Jonathan Cole, Hungary’s Xenophobic Attack on Central European University Is a Threat to Freedom Everywhere, The Washington Post, 4 April 2017, https://www.washingtonpost.com/news/global-opinions/wp/2017/04/04/hungarys-xenophobic-attack-on-central-european-university-is-a-threat-to-freedom-everywhere/?utm_term=.2f128db3b63a
 
Inside Higher Ed
– Kris Olds, Central European University’s Complicated Legal Geographies, Inside Higher Ed, 6 April 2017, https://www.insidehighered.com/blogs/globalhighered/central-european-universitys-complicated-legal-geographies
– Kris Olds, Defending Central European University and Academic Freedom, Inside Higher Ed, 18 April 2017, https://www.insidehighered.com/blogs/globalhighered/defending-central-european-university-and-academic-freedom
 
Times Higher Education
– David Matthews, Central European University Fights for Survival in Hungary, Times Higher Education, 29 March 2017, https://www.timeshighereducation.com/news/central-european-university-fights-for-survival-in-hungary
 
Boston Globe
– John Shattuck, Hungary’s Attack on Academic Freedom, The Boston Globe, 3 April 2017, http://www.bostonglobe.com/opinion/2017/04/03/hungary-attack-academic-freedom/sSYNAizjeoevcfqxZV176K/story.html
 
Frankfurter Allgemeine Zeitung
– Martin Schulze Wessel, Orbáns Ethnisierung des Bildungswesens, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5 April 2017, http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/viktor-orban-will-universitaet-in-budapest-schliessen-14957285.html
– Eine Universität wird vertrieben, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20 April 2017, http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/wissenschaftler-appell-eine-universitaet-wird-vertrieben-14978547.html
– György Konrád, Gefährliche Heuchelei in Budapest, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13 April 2017,
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/themen/viktor-orban-bedient-sich-des-antisemitismus-14968042.html
 
Handelsblatt
– Hans-Peter Siebenhaar, Orbán holt zum Schlag gegen Soros aus, Handelsblatt, 30 March 2017, http://www.handelsblatt.com/politik/international/elite-uni-droht-schliessung-orban-holt-zum-schlag-gegen-soros-aus/19594914.html
– Hans-Peter Siebenhaar, Kein Platz in ‘Orbánistan’?, Handelsblatt, 12 April 2017, http://www.handelsblatt.com/my/politik/international/streit-um-soros-privatuni-in-budapest-kein-platz-in-orbnistan/19657584.html
– Ein freies Land, eine freie Universität, Handelsblatt, 10 April 2017, http://www.handelsblatt.com/politik/international/grossdemonstration-in-budapest-ein-freies-land-eine-freie-universitaet/19636810.html
– EU legt Samthandschuhe an ‘Puszta-Putin’ an, Handelsblatt, 12 April 2017, http://www.handelsblatt.com/politik/international/reaktionen-zu-ungarn-eu-legt-samthandschuhe-an-puszta-putin-an/19665948.html
– Hans-Peter Siebenhaar, Brüssel muss Ungarn die Grenzen aufzeigen, Handelsblatt, 27 April 2017, http://www.handelsblatt.com/politik/international/europaeische-union-bruessel-muss-ungarn-die-grenzen-aufzeigen/19728980.html
 
Neue Zürcher Zeitung
– Meret Baumann, Parlament beschliesst umstrittenes Hochschul-Gesetz, Neue Zürcher Zeitung, 4 April 2017, https://www.nzz.ch/international/existenz-der-central-european-university-bedroht-orban-nimmt-ungarns-elite-uni-ins-visier-ld.154293
– Shalini Randeria, Der autokratische Feldzug gegen die Zivilgesellschaft, Neue Zürcher Zeitung, 5 April 2017, https://www.nzz.ch/meinung/kommentare/viktor-orbans-schachzug-gegen-die-central-european-university-budapest-krieg-mittels-gesetzen-ld.155547
– Zehntausende demonstrieren in Ungarn für Universität, Neue Zürcher Zeitung, 10 April 2017, https://www.nzz.ch/international/central-european-university-in-ungarn-zehntausende-menschen-demonstrieren-in-ungarn-fuer-soros-universitaet-ld.1085323
– Meret Baumann, Irrationaler Illiberalismus, Neue Zürcher Zeitung, 10 April 2017, https://www.nzz.ch/meinung/viktor-orbans-ungarn-irrationaler-illiberalismus-ld.1085552
– Tausende Ungarn demonstrieren gegen drohende Schließung von US-Uni, Neue Zürcher Zeitung, 2 April 2017, https://www.nzz.ch/international/europa/orban-gegen-die-central-european-university-tausende-ungarn-demonstrieren-gegen-drohende-schliessung-von-us-uni-ld.154976?reduced=true
 
Die Presse
– Michael Laczynski / Wolfgang Böhm, Orbáns neue Front gegen Europa, Die Presse, 6 April 2017, http://diepresse.com/home/ausland/aussenpolitik/5197015/Orbans-neue-Front-gegen-Europa- Michael Laczynski / Wolfgang Böhm, Warum George Soros in Osteuropa so gehasst wird, Die Presse, 25 April 2017, http://diepresse.com/home/ausland/eu/5206913/Warum-George-Soros-in-Osteuropa-so-gehasst-wird?from=suche.intern.portal
 
Rheinische Post
– Tausende bilden Menschenkette für bedrohte Uni, Rheinische Post, 4 April 2017, http://www.rp-online.de/politik/ausland/protest-in-budapest-tausende-bilden-menschenkette-fuer-bedrohte-uni-aid-1.6736309
– Umstrittenes Hochschulgesetz unterzeichnet, Rheinische Post, 10 April 2017, http://www.rp-online.de/politik/ausland/umstrittenes-hochschulgesetz-unterzeichnet-aid-1.6749959
– EU-Kommission eröffnet Verfahren gegen Ungarn, Rheinische Post, 26 April 2017, http://www.rp-online.de/politik/ausland/hochschulgesetz-eu-kommission-eroeffnet-verfahren-gegen-ungarn-aid-1.6780209
 
Der Spiegel
– Keno Verseck, Orbán will US-Elite-Uni rausschmeißen, Der Spiegel, 30 March 2017, http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/ungarn-viktor-orban-will-central-european-university-ceu-vertreiben-a-1141124.html
– Keno Verseck, Orbán peitscht Gesetz gegen Soros-Uni durch, Der Spiegel, 4 April 2017, http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/ungarn-verabschiedet-gesetz-gegen-central-european-university-a-1141835.html
– Keno Verseck, Im Eilverfahren gegen die Soros-Uni, Der Spiegel, 4 April 2017, http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/ungarn-im-eilverfahren-gegen-die-soros-uni-a-1141769.html
– EU-Kommission prüft Ungarns Gesetz gegen US-Uni, Der Spiegel, 5 April 2017, http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/soros-uni-eu-kommission-prueft-ungarns-neues-hochschulgesetz-a-1142007.html
– Markus Becker, Der Spalter, Der Spiegel, 6 April 2017, http://www.spiegel.de/politik/ausland/viktor-orban-seine-fidesz-partei-bringt-cdu-und-csu-in-verlegenheit-a-1142184.html
– Keno Verseck, Warum Orbán Gegenwind aus dem eigenen Lager erhält, Der Spiegel, 10 April 2017, http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/ungarn-demonstration-fuer-universitaet-von-george-soros-und-gegen-viktor-orban-a-1142699.html
– Zehntausende demonstrieren für Erhalt von ‘Soros-Uni’, Der Spiegel, 10 April 2017, http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/ungarn-zehntausende-demonstrieren-fuer-ceu-central-european-university-a-1142623.html
– Staatspräsident Áder unterzeichnet umstrittenes Hochschulgesetz, Der Spiegel, 10 April 2017, http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/ungarn-janos-ader-unterzeichnet-umstrittenes-hochschulgesetz-a-1142774.html
– EU eröffnet Verfahren gegen Ungarn, Der Spiegel, 26 April 2017, http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/bruessel-eu-eroeffnet-verfahren-gegen-ungarn-wegen-des-hochschulgesetzes-a-1144940.html
– Markus Becker, EU-Parlamentarier attackieren Orbán. ‘Sie lügen, und Sie wissen, dass Sie lügen’, Der Spiegel, 26 April 2017, http://www.spiegel.de/politik/ausland/europaeische-union-viktor-orban-weist-vorwuerfe-im-eu-parlament-zurueck-a-1145016.html
– Peter Müller, Orbán beugt sich Druck der EU – ein bisschen, Der Spiegel, 29 April 2017, http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/viktor-orban-lenkt-ein-im-streit-um-die-central-european-university-a-1145465.html
– Orbán lenkt im Streit mit der EU-Kommission ein, Der Spiegel, 29 April 2017, http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/ungarns-hochschulgesetz-viktor-orban-will-auflagen-der-eu-kommission-erfuellen-a-1145448.html
 
Der Standard
– CEU-Rektor an Ungarns Regierung: ‘Lasst uns zufrieden’, Der Standard, 24 April 2017, http://derstandard.at/2000056474910/CEU-Rektor-verbittet-sich-Einmischung-ungarischer-Regierung
– Gregor Mayer, Chancen für Erhalt der CEU in Budapest schwinden, Der Standard, 27 April 2017, http://derstandard.at/2000056680800/Chancen-fuer-Erhalt-der-CEU-in-Budapest-schwinden
– Orbán dementiert. Keine Vereinbarung im Streit um Hochschulgesetz, Der Standard, 29 April 2017, http://derstandard.at/2000056768802/Orban-dementiert-Keine-Vereinbarung-im-Streit-um-Hochschulgesetz
 
Süddeutsche Zeitung
– Cathrin Kahlweit, Orbáns nächstes Ziel, Süddeutsche Zeitung, 29 March 2017, http://www.sueddeutsche.de/politik/ungarn-orbns-naechstes-ziel-1.3441904
– Ungarns Präsident unterzeichnet umstrittenes Hochschulgesetz, Süddeutsche Zeitung, 11 April 2017, http://www.sueddeutsche.de/bildung/george-soros-ungarns-praesident-unterzeichnet-umstrittenes-hochschulgesetz-1.3460176
– Alexander Mühlauer, Ein Fall für Brüssel, Süddeutsche Zeitung, 12 April 2017, http://www.sueddeutsche.de/politik/ungarn-ein-fall-fuer-bruessel-1.3462167
– Timothy Garton Ash, Schluss mit der Appeasement-Politik!, Süddeutsche Zeitung, 23 April 2017, http://www.sueddeutsche.de/kultur/debatte-salamitaktik-1.3467893
– Alexander Mühlauer, Brüssel leitet Verfahren gegen Ungarn ein, Süddeutsche Zeitung, 26 April 2017, http://www.sueddeutsche.de/politik/eu-bruesselleitet-verfahren-gegen-ungarn-ein-1.3479495
 
Die Welt
– Wolf Lepenies, Für Viktor Orbán ist George Soros Staatsfeind Nr. 1, Die Welt, 1 April 2017, https://www.welt.de/debatte/kommentare/article163327311/Fuer-Viktor-Orban-ist-George-Soros-Staatsfeind-Nr-1.html
– Tausende verteidigen die Soros-Universität in Ungarn, Die Welt, 3 April 2017, https://www.welt.de/politik/ausland/article163348309/Tausende-verteidigen-die-Soros-Universitaet-in-Ungarn.html
– Boris Kálnoky, Orbán plant schon den nächsten Schlag gegen George Soros, Die Welt, 5 April 2017, https://www.welt.de/politik/ausland/article163438232/Orban-plant-schon-den-naechsten-Schlag-gegen-George-Soros.html
– Boris Kálnoky, Hat Viktor Orbán vor Donald Trump kapituliert?, Die Welt, 12 April 2017, https://www.welt.de/politik/ausland/article163668186/Hat-Viktor-Orban-vor-Donald-Trump-kapituliert.html
– EU-Kommission eröffnet Verfahren gegen Ungarn, Die Welt, 26 April 2017, https://www.welt.de/politik/ausland/article164032321/EU-Kommission-eroeffnet-Verfahren-gegen-Ungarn.html
 
Die Zeit
– Christian Heinrich, Ein Massiver Angriff. Interview mit Michael Ignatieff, Die Zeit, 5 April 2017, http://www.zeit.de/2017/15/central-european-university-michael-ignatieff-interview
– Präsident unterschreibt umstrittenes Hochschulgesetz, Die Zeit, 10 April 2017, http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-04/ungarn-hochschulgesetz-praesident-janos-ader-schliessung-ceu-george-soros-universitaet-massenprotest-viktor-orban
– Thomas Roser, George Soros, der willkommene Feind, Die Zeit, 11 April 2017, http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-04/ungarn-orban-soros-ceu-universitaet
– Jens Jessen, Hamburg oder Budapest? Über politische und unpolitische Formen des Protestes, Die Zeit, 11 April 2017, http://www.zeit.de/2017/16/protest-g20-hamburg-universitaet-ungarn
– Ulrich Ladurner, Die letzten Fenster werden geschlossen, Die Zeit, 13 April 2017, http://blog.zeit.de/ladurnerulrich/2017/04/13/ungarn-budapest-universitaet-orban/
– Anton Pelinka, Politischer Vandalismus, Die Zeit, 24 April 2017, http://www.zeit.de/2017/17/central-european-university-budapest-schliessung
– Ulrich Ladurner, Wo die blauen Flaggen wehen, Die Zeit, 26 April 2017, http://www.zeit.de/2017/18/osteuropa-proteste-eu-kommunismus-demokratie
– Matthias Krupa / Heinrich Wefing / Ulrich Ladurner, Wie gefährlich sind diese Männer für Europa, Herr Timmermans?, Die Zeit, 3 May 2017, http://www.zeit.de/2017/19/polen-ungarn-eu-kommission-frans-timmermans-viktor-orban-jaroslaw-kaczynski
 
Le Monde
– Jean-Baptiste Chastand, Le gouvernement hongrois doit laisser les universités tranquilles, Le Monde, 8 May 2017, http://www.lemonde.fr/europe/article/2017/05/08/le-gouvernement-hongrois-doit-laisser-les-universites-tranquilles_5124128_3214.html
– Hongrie: le président promulgue une loi menaçant ‘l’université Soros’, Le Monde, 10 April 2017, http://www.lemonde.fr/europe/article/2017/04/10/hongrie-le-president-promulgue-une-loi-menacant-l-universite-soros_5109111_3214.html?xtmc=l_universite_d_europe_centrale&xtcr=14
 
RTBF Belgique
– Sandro Calderon, Michael Ignatieff, un recteur déterminé face à Viktor Orbán, RTBF Belgique, 24 April 2017, https://www.rtbf.be/info/monde/detail_michael-ignatieff-un-recteur-determine-face-a-viktor-orban?id=9589000

Glaubensbekenntnisse: „Belief/Believe“

Ankündigung zum [sic!] Summer Institute Cologne 2017 von Christina Vollmert

Jedes Jahr im Sommer veranstaltet [sic!], das Summer Institute Cologne, eine Summer School auf Schloss Wahn in Köln-Porz. Die Seminare und Workshops verstehen sich als Plattform für interdisziplinäre Diskussionen zwischen internationalen Absolventinnen und Absolventen der Geschichts- und Kulturwissenschaften. [sic!] findet das nächste Mal vom 29. August bis 9. September 2017 zum Thema „[belief/believe]“ statt und wird gefördert mit Mitteln der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne.

„Heidegger und die Postmoderne“

Sidonie Kellerer ist Freigeist-Fellow bei der a.r.t.e.s. Graduate School

Die Philosophin Dr. Sidonie Kellerer hat eines der begehrten Freigeist-Fellowships der VolkswagenStiftung eingeworben. Seit Mai 2017 ist sie mit ihrem Forschungsprojekt „Heidegger und die Postmoderne“ an der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne (Graduiertenschule der Philosophischen Fakultät) und am Philosophischen Seminar der Universität zu Köln angesiedelt. Die VolkswagenStiftung stellt Sidonie zur Finanzierung ihres Projekts in den kommenden fünf Jahren 680.000 Euro zur Verfügung.

Nepal – Zerbrechliches Erbe: Episode 4 – Gespräch mit Niels Gutschow über das Leben und die Arbeit eines Forschers Nepal

In unserem ausführlichen Interview erläutert Prof. Dr.-Ing. Niels Gutschow als der Leiter des wissenschaftlichen Projekts zum Wiederaufbau zerstörter Tempel in Nepal die Hintergründe seiner Arbeit. Welche Ziele verfolgt er dabei? Wie erklärt sich seine persönliche Verbundenheit mit dem Land Nepal, zu seinen Einwohner und der dazugehörigen Kultur? Auf welche Schwierigkeiten ist er bei der Umsetzung des Projekts gestoßen? Und vor allem haben wir von ihm wissen wollen, wie er Denkmalschutz und Kulturerhalt im Spannungsfeld von Restaurierung, Bewahrung und Neuschöpfung einschätzt? Wie verhalten sich westliche Vorstellungen von Denkmalpflege zu lokalen?

Die Frage nach der Umwelt im Anthropozän

a.r.t.e.s.-Promovierende organisieren interdisziplinäre Konferenz „environment | agency“

Das a.r.t.e.s. forum 2017 steht wieder vor der Tür: Die am 07. Juli stattfindende interdisziplinäre Konferenz beschäftigt sich in diesem Jahr mit „environment | agency“. Das a.r.t.e.s. forum ist die alljährliche Gelegenheit für Promovierende der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne und der Philosophischen Fakultät, in Eigenregie eine hochkarätig und international besetzte Konferenz zu planen und durchzuführen. Das Organisationsteam hat sich dabei mit „environment | agency“ für das spannende und hochaktuelle Thema des Zusammenspiels zwischen (menschlicher und nichtmenschlicher) Agentivität einerseits und der Umwelt andererseits entschieden. An zentraler Stelle steht dabei die Frage, was Umwelt in der häufig als Anthropozän, also einem maßgeblich durch menschliche Aktivität beeinflussten Erdzeitalter, bezeichneten Gegenwart überhaupt bedeutet. Dabei sollen nicht zuletzt die Bezüge zu sowohl unterschiedlichen theoretischen Kontexten, etwa Posthumanismus und objektorientierte Ontologie, als auch zu zeitgenössischen Ereignissen, beispielsweise der Finanzkrise und Umweltdesastern wie der Nuklearkatastrophe in Fukushima, beleuchtet werden.

Nepal – Zerbrechliches Erbe: Episode 3 – Der Wiederaufbau des Harishankara Tempels

Der 1706 gestiftete Tempel des Harishankara auf dem Durbar Square in Patan ist infolge des Erdbebens von 2015 bis auf den Sockel eingestürzt. Bei der Begutachtung der Schäden wird das Ausmaß des Schadens deutlich: sogar die Fundamentschäden weisen Brüche und Risse auf, zahlreiches schmückendes Beiwerk in Form von Figuren und Ornamenten ist zerstört. Was übrig geblieben ist, wird akribisch dokumentiert und gelagert. Für das aber, was unwiederbringlich verloren ist, stellt sich für die Forscher, Architekten, Restauratoren und Handwerker nun die entscheidende Frage: Wie viel an modernen Eingriffen in die historische Bauweise ist erlaubt? Was darf wie wiederhergestellt werden? Dürfen beispielsweise zerstörte und für immer verlorene Holzfiguren neu geschnitzt werden und den Platz der alten Figur einnehmen? Westliche Vorstellungen und Konzepte zur Denkmalpflege prallen hier auf Traditionen der Einheimischen. 

Nepal – Zerbrechliches Erbe: Episode 3 – Der Wiederaufbau des Harishankara Tempels

Der 1706 gestiftete Tempel des Harishankara auf dem Durbar Square in Patan ist infolge des Erdbebens von 2015 bis auf den Sockel eingestürzt. Bei der Begutachtung der Schäden wird das Ausmaß des Schadens deutlich: sogar die Fundamentschäden weisen Brüche und Risse auf, zahlreiches schmückendes Beiwerk in Form von Figuren und Ornamenten ist zerstört. Was übrig geblieben ist, wird akribisch dokumentiert und gelagert. Für das aber, was unwiederbringlich verloren ist, stellt sich für die Forscher, Architekten, Restauratoren und Handwerker nun die entscheidende Frage: Wie viel an modernen Eingriffen in die historische Bauweise ist erlaubt? Was darf wie wiederhergestellt werden? Dürfen beispielsweise zerstörte und für immer verlorene Holzfiguren neu geschnitzt werden und den Platz der alten Figur einnehmen? Westliche Vorstellungen und Konzepte zur Denkmalpflege prallen hier auf Traditionen der Einheimischen. 

Monetary Games, Big Data and Mereological Magic Gambling, Speculation and Numerology in an Age of Uncertainty

Bericht zum Workshop von Christoph Lange & Dr. Mario Schmidt

Vor dem Hintergrund unserer Forschungsschwerpunkte und Einzelprojekte in der Nachwuchsforschungsgruppe „Transformations of Life“ im Research Lab der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne, die sich mit Praktiken des Umgangs und der ‚Bewältigung’ von Unsicherheit und Risiko beschäftigen, haben wir am 07. und 08. November 2016 führende internationale Wissenschaftlerinnen (1) zu einem Workshop an die Universität zu Köln eingeladen, um mit ihnen gemeinsam analytische und strukturelle Ähnlichkeiten zwischen divinatorischen Praktiken, Finanzspekulation und dem oftmals pathologisiertem Glücksspiel aufzudecken und zu diskutieren.

Nepal – Zerbrechliches Erbe: Episode 2 – Ritual bestimmt das Leben

Die nepalesische Gesellschaft ist vor allem eine Ritualgesellschaft. So beginnt für die Newars, die größte Ethnie im Kathmandutal, jeder Tag mit der Verehrung der Götter der Nachbarschaft und der Besänftigung von Geistern. Die Versorgung der Ahnen mit Nahrung und Wasser gehört dabei zu einem ihrer wichtigsten Rituale. Auch beim Wiederaufbaufbau der durch das Erdbeben im Kathmandutal zerstörten Tempel kommt Ritualen eine wesentliche Rolle zu. Unter anderem werden die Werkzeuge, die bei den Restaurierungsmaßnahmen zum Einsatz kommen sollen, mit dem Blut einer geopferten Ziege geweiht. Die Weihung der Werkzeuge und im Anschluss daran auch der Handwerker ist eingebunden in ein großes Volksfest.

„Der Reformator Martin Luther 2017“

Band 92 der Schriftenreihe des Historischen Kollegs jetzt auch als Paperback

Pünktlich zum diesjährigen Reformationsjubiläum hat der Verlag De Gruyter/Oldenbourg den in der Reihe „Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien“ als Hardcover publizierten Band „Der Reformator Martin Luther 2017. Eine wissenschaftliche und gedenkpolitische Bestandsaufnahme“ in einer kostengünstigen Paperback-Ausgabe herausgebracht. 16 renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellen darin ihre Forschungsergebnisse zum Reformator und zu dessen 500-jähriger Rezeptionsgeschichte vor. Das Werk geht auf eine Tagung zurück, die der bekannte Frühneuzeithistoriker und Luther-Biograf Heinz Schilling im Historischen Kolleg abgehalten hat.
Nach den Worten Schillings vollzieht der Band in doppelter Hinsicht eine radikale Historisierung: „Zum einen stellt er das Fremde des Reformationsjahrhunderts und die im Vergleich zu heute anderen Bedingungen des Denkens und Handelns Luthers und seiner Zeitgenossen heraus. Zum anderen versucht er, eine 500-jährige Rezeptionsgeschichte in archäologischen Schichten abzutragen, um zu Luther vorzustoßen, aber auch um die weltgeschichtlichen Auswirkungen zu verstehen.“ Damit, so der Herausgeber, trage das Buch dazu bei, die öffentliche Diskussion über die Reformation und deren Folgen auf eine geschichtswissenschaftliche Grundlage zu stellen.
„Der Reformator Martin Luther 2017. Eine wissenschaftliche und gedenkpolitische Bestandsaufnahme“ ist als Band 92 der Reihe „Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien“ im Verlag De Gruyter/Oldenbourg erschienen. Eine Übersicht über die gesamte Reihe sowie zahlreiche Bände als pdf-Datei zum kostenlosen Herunterladen und Durchsuchen finden sich auf der Homepage des Historischen Kollegs.
Heinz Schilling (Hg.): Der Reformator Martin Luther 2017. Eine wissenschaftliche und gedenkpolitische Bestandsaufnahme. Berlin/Boston 2017, XVII, 309 S., ISBN 978-3-11-055499-1, 19,95 €

„Der Reformator Martin Luther 2017“

Band 92 der Schriftenreihe des Historischen Kollegs jetzt auch als Paperback

Pünktlich zum diesjährigen Reformationsjubiläum hat der Verlag De Gruyter/Oldenbourg den in der Reihe „Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien“ als Hardcover publizierten Band „Der Reformator Martin Luther 2017. Eine wissenschaftliche und gedenkpolitische Bestandsaufnahme“ in einer kostengünstigen Paperback-Ausgabe herausgebracht. 16 renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellen darin ihre Forschungsergebnisse zum Reformator und zu dessen 500-jähriger Rezeptionsgeschichte vor. Das Werk geht auf eine Tagung zurück, die der bekannte Frühneuzeithistoriker und Luther-Biograf Heinz Schilling im Historischen Kolleg abgehalten hat.
Nach den Worten Schillings vollzieht der Band in doppelter Hinsicht eine radikale Historisierung: „Zum einen stellt er das Fremde des Reformationsjahrhunderts und die im Vergleich zu heute anderen Bedingungen des Denkens und Handelns Luthers und seiner Zeitgenossen heraus. Zum anderen versucht er, eine 500-jährige Rezeptionsgeschichte in archäologischen Schichten abzutragen, um zu Luther vorzustoßen, aber auch um die weltgeschichtlichen Auswirkungen zu verstehen.“ Damit, so der Herausgeber, trage das Buch dazu bei, die öffentliche Diskussion über die Reformation und deren Folgen auf eine geschichtswissenschaftliche Grundlage zu stellen.
„Der Reformator Martin Luther 2017. Eine wissenschaftliche und gedenkpolitische Bestandsaufnahme“ ist als Band 92 der Reihe „Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien“ im Verlag De Gruyter/Oldenbourg erschienen. Eine Übersicht über die gesamte Reihe sowie zahlreiche Bände als pdf-Datei zum kostenlosen Herunterladen und Durchsuchen finden sich auf der Homepage des Historischen Kollegs.
Heinz Schilling (Hg.): Der Reformator Martin Luther 2017. Eine wissenschaftliche und gedenkpolitische Bestandsaufnahme. Berlin/Boston 2017, XVII, 309 S., ISBN 978-3-11-055499-1, 19,95 €

Zwischen Geschichtlichkeit und Schöpfungsmacht: Die Cologne Summer School of Interdisciplinary Anthropology

The Phenomenality of Material Things: Praxis – Genesis – Cognition

Der zweite Teil der dreijährigen Cologne Summer School of Interdisciplinary Anthropology The Phenomenality of Material Things: Praxis – Genesis – Cognition fokussierte im September 2016 die genetische Perspektive auf die Materialität von Dingen und ihre Wechselwirkung auf Kultur, Geschichte und Denken. Organisiert wurde sie vom Research Lab der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne in Kooperation mit dem Internationalen Kolleg Morphomata und dem Collaborative Research Centre 806 „Our Way to Europe“.

Nepal – Zerbrechliches Erbe: Episode 1 – Das Erdbeben von 2015

Das Nepal-Erdbeben im April 2015 kam nicht überraschend. Entsprechend wurden Vorsorgungen getroffen, aber die Präventionsmaßnahmen reichten am Ende nicht aus. Was überraschte, war die verheerende Intensität der Erdstöße, so dass es zu einer Katastrophe mit vielen Opfern und gewaltigen Zerstörungen kam. Betroffen von den Zerstörungen waren nicht zuletzt die bedeutenen Tempel des Landes. Mit Unterstützung der Gerda Henkel Stiftung werden einige der historischen Heiligtümer nun wieder aufgebaut und restauriert, darunter beispielsweise der Harishankara-Tempel in Patan. Die Rekonstruktionsarbeiten finden in einem Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne statt. Was gilt es zu erhalten und was muss mit neuen Methoden dauerhaft gesichert werden? Die einheimischen Architekten sehen westliche Kulturerhaltskonzepte kritisch und berufen sich auf ihre Bautraditionen.

Piraterie – Von der Antike bis zur Gegenwart

Symposium „Über das Meer“ | Abschließende Podiumsdiskussion

Der Gedanke an Piraten ist mir viel Romantik und einer gewissen Abenteuersehnsucht verbunden. Die Namen, die einem dabei einfallen, sind schillernd: Blackbeard, Cäpt’n Kidd, Rackham, Drake, Morgan oder Störtebecker. Literatur und Film haben das Seeräuberwesen sogar zu einem eigenen Genre ausgebaut und damit zu seiner Popularisierung erheblich beigetragen. Diese Vorstellung von Piraten und Piraterie repräsentiert jedoch nur einen sehr kurzen Abschnitt ihrer langen Geschichte. Denn seitdem Menschen mit Schiffen übers Meer fahren, gibt es auch Piraten – bis heute. Diese historische und aktuelle Dimension ist Thema der vorliegenden Podiumsdiskussion. Es diskutieren Prof. Dr. Thomas Jäger, Prof. Dr. Michael North, Prof. Dr. Marian Paschke sowie Dr. Patricia Schneider.

Kulturelle und sprachliche Aneignung im Kontext: mit Max und Moritz zu Gast im Japan des ausgehenden 19. Jahrhunderts

Judit Árokay (Japanologie, Universität Heidelberg) zum a.r.t.e.s. forum 2016

Das a.r.t.e.s. forum ist die interdisziplinäre Jahrestagung der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland einlädt, aus ihrer jeweiligen disziplinären Perspektive zum Tagungsthema Bezug zu nehmen. Das a.r.t.e.s. forum 2016 versammelte Beiträge zum Thema „text – language – media“. Im Folgenden ist die Zusammenfassung von Prof. Dr. Judit Árokay zu ihrem Vortrag beim a.r.t.e.s. forum am 15. Juli 2016 zu finden.

Of mice and men: Alltägliche Briefe aus dem griechisch-römischen Ägypten

Charikleia Armoni (Klassische Philologie, Universität zu Köln) zum a.r.t.e.s. forum 2016

Das a.r.t.e.s. forum ist die interdisziplinäre Jahrestagung der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland einlädt, aus ihrer jeweiligen disziplinären Perspektive zum Tagungsthema Bezug zu nehmen. Das a.r.t.e.s. forum 2016 versammelte Beiträge zum Thema „text – language – media“. Im Folgenden ist der Bericht von PD Dr. Charikleia Armoni zu ihrem Vortrag beim a.r.t.e.s. forum am 15. Juli 2016 zu finden.

„Vergessen ist einfacher als Erinnern!“

Workshop beleuchtet das schwierige Unterfangen, musikalisches Wissen zu speichern

Wie und wo wird musikalisches Wissen gespeichert? Wie kann es aktualisiert, wie abgerufen werden? Und gibt es einen methodischen Unterschied, je nachdem, ob man aus der Praxis oder aus der Wissenschaft auf dieses Wissen zugreift? Die Betrachtung dieser Fragen war Ziel des Workshops „Speicher musikalischen Wissens. Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis“, der am 8./9. Mai 2017 bei der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne stattgefunden hat. Organisiert von Marie Louise Herzfeld-Schild und Evelyn Buyken (beide Universität zu Köln) waren Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Praxis eingeladen, die Sicht ihrer jeweiligen Disziplinen und Tätigkeitsfelder dazulegen. Ausgehend von den Theorien Jan und Aleida Assmanns, nach denen Wissen und Erinnerung funktional bestimmt und gesellschaftlich bedingt sind, wurde Musik zu Beginn des Workshops als Kunstform definiert, die in einer Vielzahl von habituellen, sozialen und kulturellen Rahmen und Diskursen steht und sich daher besonders stark in spezifischen Praktiken manifestiert. Zusammen mit dem Konzept dreier Dimensionen von Gedächtnis nach Astrid Erll – 1. die materielle Dimension, 2. die soziale Dimension und 3. die mentale Dimension – begleiteten diese Definition und das Wissen um ihre Diskurse die Vorträge des Workshops während der gesamten zwei Tage. Das aus Sicht der Praxis ‚künstliche Auseinanderziehen‘ der Speicherformen des Wissens wurde vor allem deswegen als notwendig erachtet, um die verschiedenen Aspekte erkennbar und benennbar zu machen.

Auf dem Weg zu einer interdisziplinären Anthropologie

Die a.r.t.e.s.-Ringvorlesung „Was ist Anthropologie?“ im Sommersemester 2017

Die „II“ im Titel macht es deutlich: Die Frage der ersten a.r.t.e.s.-Ringvorlesung von 2014 „nach dem Menschen und seiner Praxis in den Wissenschaften“ hat sich nach intensiver Forschungsarbeit in den letzten Jahre zur Selbstreflexion der anthropologischen Disziplinen verschoben. a.r.t.e.s.-Juniorprofessor Thiemo Breyer hat gemeinsam mit David Sittler aus dem Research Lab der a.r.t.e.s. Graduate School für das Sommersemester 2017 die Ringvorlesung „Was ist Anthropologie? (II) Die Frage nach dem Menschen und seinem Selbstverständnis in den Wissenschaften“ entwickelt. In ihr kommen sowohl externe Expertinnen und Experten wie auch Angehörige der Universität zu Köln und Mitglieder des a.r.t.e.s. Research Labs zu Wort. Sie alle betreiben in ihren jeweiligen Disziplinen verschiedene Formen der Anthropologie: philosophische, kulturelle, soziale, pädagogische oder historische.

Antike Nomaden von Mangystau: Episode 1 – Tausend Winterlager

Wo heute nur Geröll, kahle Felsen und karge Erde zu sehen sind, lebte einst eine eigene Kultur – die Kultur von Mangystau. Gelegen im Südwesten Kasachstans und entlang des östlichen Ufers des Kaspischen Meeres haben Nomaden in der Spätantike dort ihre Zelte aufgeschlagen und sind sesshaft geworden. Damals herrschten in dieser Region noch andere klimatische Verhältnisse. Aus geologischen Untersuchungen und historischen Quellen weiß man, dass in diesem Land früher Wasser floss, es fruchtbar war und von Handelskarawanen besucht wurde. Davon zeugt heute kaum noch etwas. Ein russisch-kasachisches Forscherteam aus der Archäologie um Dr. Evgeniy Bogdanov macht sich auf die Suche nach Überresten dieser untergegangenen Kultur.

Nepal – Zerbrechliches Erbe

Das Projekt Zwei schwere Erdbeben trafen Nepal am 25. April und 12. Mai 2015. Tausende Menschen kamen ums Leben. Viele historisch bedeutende Tempel, Klöster und Palastanlagen wurden ganz oder teilweise zerstört. Unmittelbar danach schlossen sich das Auswärtige Amt und die Gerda Henkel Stiftung zu einer gemeinsamen Initiative zusammen, um den Erhalt bzw. Wiederaufbau des Kulturerbes in Nepal zu unterstützen. Ein Jahr nach den Erdbeben haben die Kooperationspartner und Gäste heute auf Einladung der Gerda Henkel Stiftung in Düsseldorf eine erste Bilanz gezogen: In einem Pressegespräch informierten sie über die Initiative, blickten auf die Situation in Nepal heute und boten einen Einblick in aktuelle Wiederaufbau-Projekte.
„Für die geförderten Projekte sind zwei Elemente wichtig“, erläuterte Prof. Dr. Ulrich Lehner, Mitglied des Kuratoriums der Gerda Henkel Stiftung und Mitglied des Gesellschafterausschusses der Henkel AG & Co. KGaA. „Sie werden gemeinsam mit Partnern in Nepal entwickelt und schließen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Fachkräfte und junge Wissenschaftler ein.“ Auf das Kulturerhalt-Programm des Auswärtigen Amts ging Heidrun Tempel, Beauftragte für Außenwissenschafts-, Außenbildungs- und Außenforschungspolitik und Auswärtige Kulturpolitik des Auswärtigen Amts ein: „Einer der zentralen Schwerpunkte unserer Kulturarbeit im Ausland ist die Bewahrung des kulturellen Erbes in aller Welt sowie der Schutz und die Pflege der kulturellen Identität und ihrer Vielfalt. Auch bei Naturkatastrophen ist Kulturerhalt ein wichtiges Zeichen, dass Deutschland sich gemeinsam mit seinen Partnern der Zivilgesellschaft für den Erhalt kulturellen Erbes der Menschheit einsetzt. Wir danken der Gerda Henkel Stiftung für die Initiative und Unterstützung bei den Wiederaufbaumaßnahmen in Nepal.“
Darauf, dass die Situation in Nepal nach wie vor schwierig ist, verwies der Honorargeneralkonsul der Demokratischen Bundesrepublik Nepal für Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen, Ram Pratap Thapa. Doch seien Verbesserungen, auch durch ein weltweites Engagement vieler Institutionen, spürbar: „Internationale NGOs, staatliche Einrichtungen, Stiftungen und Einzelpersonen leisten hierzu einen großen Beitrag.“ Auf den Kenntnisreichtum der einheimischen Zimmerleute und Maurer vor Ort verwies in diesem Zusammenhang der Architekt, Denkmalpfleger und Bauhistoriker Prof. Dr. Niels Gutschow. „Die Handwerker bilden das eigentliche, nicht hoch genug einzuschätzende Potential jeglicher Wiederaufbauarbeit. Sie stellen das wieder her, was ihre Urahnen, ebenfalls Zimmerleute und Maurer, vor zwei- bis vierhundert Jahren geschaffen haben.
Die Gerda Henkel Stiftung hat für den Kulturerhalt in Nepal eine Million Euro bereitgestellt, das Auswärtige Amt 250.000 Euro. Die Dr. Martin Herrenknecht Verwaltungs GmbH unterstützt die Initiative mit zusätzlichen Mitteln in Höhe von 25.000 Euro.
Der Förderschwerpunkt Patrimonies der Gerda Henkel StiftungInnerhalb des Förderschwerpunktes Patrimonies finden Projekte Berücksichtigung, die sich auf die Bewahrung historischen Kulturerbes vorrangig in Krisenregionen konzentrieren und wissenschaftliches Arbeiten im Bereich von Geschichte, Archäologie und Kunstgeschichte in vielen Fällen überhaupt erst ermöglichen. Im Rahmen des Schwerpunkts werden Maßnahmen gefördert, die einen Beitrag zur Erhaltung von Kulturgütern, zur Verbesserung der wissenschaftlichen Infrastruktur, zur Ausbildung von Nachwuchskräften sowie zum Aufbau von Netzwerken in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft in den Zielländern leisten. Das Programm wird nicht ausgeschrieben, sondern in Zusammenarbeit mit ausgewählten Partnern Schritt für Schritt entwickelt. Insbesondere durch die Aus- und Weiterbildung von Wissenschaftlern und Fachkräften möchte sich die Stiftung für eine Stärkung regionaler und wissenschaftlicher Strukturen einsetzen. Die zur Verfügung gestellten Mittel sollen vorwiegend in den Zielregionen wirksam werden.
Das Kulturerhalt-Programm des Auswärtigen AmtsSeit 1981 unterstützt Deutschland im Rahmen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik mit dem Kulturerhalt-Programm die Bewahrung des kulturellen Erbes in aller Welt, um das Bewusstsein für die eigene Identität im Partnerland zu stärken und einen partnerschaftlichen Kulturdialog zu fördern. Das Programm ist ein wirkungsvolles Instrument der deutschen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. Gerade der Beitrag von Kulturerhalt-Vorhaben zur Stabilisierung in Krisenstaaten und als Krisenprävention hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Von 1981 bis 2015 wurden mehr als 2.700 Projekte in 144 Ländern mit rd. 65 Mio Euro gefördert. Die Bereiche, in denen das Auswärtige Amt mit dem Kulturerhalt-Programm aktiv ist, sind weit gefächert und reichen von der Restaurierung von Wandmalereien in Tempelanlagen, Sicherung und Sanierung von bedeutsamen Gebäuden über die Digitalisierung von Handschriften, Filmen, Klangarchiven und Publikationen zur Darstellung kulturellen Erbes. Wo möglich, werden Fachleute und die lokale Bevölkerung des Partnerlandes an der Durchführung beteiligt sowie die Projekte um eine Ausbildungskomponente vor Ort ergänzt.

Nepal – Zerbrechliches Erbe

Das Projekt Zwei schwere Erdbeben trafen Nepal am 25. April und 12. Mai 2015. Tausende Menschen kamen ums Leben. Viele historisch bedeutende Tempel, Klöster und Palastanlagen wurden ganz oder teilweise zerstört. Unmittelbar danach schlossen sich das Auswärtige Amt und die Gerda Henkel Stiftung zu einer gemeinsamen Initiative zusammen, um den Erhalt bzw. Wiederaufbau des Kulturerbes in Nepal zu unterstützen. Ein Jahr nach den Erdbeben haben die Kooperationspartner und Gäste heute auf Einladung der Gerda Henkel Stiftung in Düsseldorf eine erste Bilanz gezogen: In einem Pressegespräch informierten sie über die Initiative, blickten auf die Situation in Nepal heute und boten einen Einblick in aktuelle Wiederaufbau-Projekte.
„Für die geförderten Projekte sind zwei Elemente wichtig“, erläuterte Prof. Dr. Ulrich Lehner, Mitglied des Kuratoriums der Gerda Henkel Stiftung und Mitglied des Gesellschafterausschusses der Henkel AG & Co. KGaA. „Sie werden gemeinsam mit Partnern in Nepal entwickelt und schließen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Fachkräfte und junge Wissenschaftler ein.“ Auf das Kulturerhalt-Programm des Auswärtigen Amts ging Heidrun Tempel, Beauftragte für Außenwissenschafts-, Außenbildungs- und Außenforschungspolitik und Auswärtige Kulturpolitik des Auswärtigen Amts ein: „Einer der zentralen Schwerpunkte unserer Kulturarbeit im Ausland ist die Bewahrung des kulturellen Erbes in aller Welt sowie der Schutz und die Pflege der kulturellen Identität und ihrer Vielfalt. Auch bei Naturkatastrophen ist Kulturerhalt ein wichtiges Zeichen, dass Deutschland sich gemeinsam mit seinen Partnern der Zivilgesellschaft für den Erhalt kulturellen Erbes der Menschheit einsetzt. Wir danken der Gerda Henkel Stiftung für die Initiative und Unterstützung bei den Wiederaufbaumaßnahmen in Nepal.“
Darauf, dass die Situation in Nepal nach wie vor schwierig ist, verwies der Honorargeneralkonsul der Demokratischen Bundesrepublik Nepal für Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen, Ram Pratap Thapa. Doch seien Verbesserungen, auch durch ein weltweites Engagement vieler Institutionen, spürbar: „Internationale NGOs, staatliche Einrichtungen, Stiftungen und Einzelpersonen leisten hierzu einen großen Beitrag.“ Auf den Kenntnisreichtum der einheimischen Zimmerleute und Maurer vor Ort verwies in diesem Zusammenhang der Architekt, Denkmalpfleger und Bauhistoriker Prof. Dr. Niels Gutschow. „Die Handwerker bilden das eigentliche, nicht hoch genug einzuschätzende Potential jeglicher Wiederaufbauarbeit. Sie stellen das wieder her, was ihre Urahnen, ebenfalls Zimmerleute und Maurer, vor zwei- bis vierhundert Jahren geschaffen haben.
Die Gerda Henkel Stiftung hat für den Kulturerhalt in Nepal eine Million Euro bereitgestellt, das Auswärtige Amt 250.000 Euro. Die Dr. Martin Herrenknecht Verwaltungs GmbH unterstützt die Initiative mit zusätzlichen Mitteln in Höhe von 25.000 Euro.
Der Förderschwerpunkt Patrimonies der Gerda Henkel StiftungInnerhalb des Förderschwerpunktes Patrimonies finden Projekte Berücksichtigung, die sich auf die Bewahrung historischen Kulturerbes vorrangig in Krisenregionen konzentrieren und wissenschaftliches Arbeiten im Bereich von Geschichte, Archäologie und Kunstgeschichte in vielen Fällen überhaupt erst ermöglichen. Im Rahmen des Schwerpunkts werden Maßnahmen gefördert, die einen Beitrag zur Erhaltung von Kulturgütern, zur Verbesserung der wissenschaftlichen Infrastruktur, zur Ausbildung von Nachwuchskräften sowie zum Aufbau von Netzwerken in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft in den Zielländern leisten. Das Programm wird nicht ausgeschrieben, sondern in Zusammenarbeit mit ausgewählten Partnern Schritt für Schritt entwickelt. Insbesondere durch die Aus- und Weiterbildung von Wissenschaftlern und Fachkräften möchte sich die Stiftung für eine Stärkung regionaler und wissenschaftlicher Strukturen einsetzen. Die zur Verfügung gestellten Mittel sollen vorwiegend in den Zielregionen wirksam werden.
Das Kulturerhalt-Programm des Auswärtigen AmtsSeit 1981 unterstützt Deutschland im Rahmen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik mit dem Kulturerhalt-Programm die Bewahrung des kulturellen Erbes in aller Welt, um das Bewusstsein für die eigene Identität im Partnerland zu stärken und einen partnerschaftlichen Kulturdialog zu fördern. Das Programm ist ein wirkungsvolles Instrument der deutschen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. Gerade der Beitrag von Kulturerhalt-Vorhaben zur Stabilisierung in Krisenstaaten und als Krisenprävention hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Von 1981 bis 2015 wurden mehr als 2.700 Projekte in 144 Ländern mit rd. 65 Mio Euro gefördert. Die Bereiche, in denen das Auswärtige Amt mit dem Kulturerhalt-Programm aktiv ist, sind weit gefächert und reichen von der Restaurierung von Wandmalereien in Tempelanlagen, Sicherung und Sanierung von bedeutsamen Gebäuden über die Digitalisierung von Handschriften, Filmen, Klangarchiven und Publikationen zur Darstellung kulturellen Erbes. Wo möglich, werden Fachleute und die lokale Bevölkerung des Partnerlandes an der Durchführung beteiligt sowie die Projekte um eine Ausbildungskomponente vor Ort ergänzt.

Basale Tatsachen. Ein Zwischenruf der „radikalen Kartographie“ zur Migrationsdebatte

a.r.t.e.s.-Juniorprofessor Dr. Martin Zillinger

Angesichts einer Politik, die nach der Grenzöffnung 2015 die Hürden für Migrierende und Flüchtende wieder kontinuierlich höher zieht und zunehmend auf Abschiebungen setzt, um Handlungsinitiative zu beweisen, ist es sinnvoll, sich einige basale Tatsachen über Krieg und Vertreibung an den europäischen Außengrenzen vor Augen zu führen. Dafür lohnt sich ein Blick auf die Arbeit von Philippe Rekacewicz, der als Kartograph für die monde diplomatique tätig ist und Anfang 2017 sein Projekt einer „cartographie radicale“ am Global South Studies Center der Universität zu Köln vorgestellt hat (vgl. www.monde-diplomatique.fr/cartes).

Que(e)r durch die Disziplinen. Judith Butlers Graduate Seminar für Promovierende der Philosophischen Fakultät

von Julia Maxelon

Judith Butler, Professorin für Rhetorik und Komparatistik an der University of California, Berkeley, ist in Deutschland besonders als Feministin und ‚Begründerin der Gender Studies‘ bekannt. In den Vorlesungen und Seminaren, die sie im Juni 2016 als Albertus-Magnus-Professorin an der Universität zu Köln hielt, präsentierte sie jedoch vor allem ihre neuere Forschung, die sich im Bereich der Politischen Philosophie und Ethik der Gewaltlosigkeit bewegt. So viele Studierende und Angehörige der Universität wollten ihre beiden Vorlesungen „Die Ethik und Politik der Gewaltlosigkeit“ und „Verletzlichkeit und Widerstand neu denken“ hören, dass die Aula schon eine Stunde vor Beginn geschlossen werden musste und ein Live Stream in zwei benachbarten Hörsälen eingerichtet wurde. Judith Butler polarisiert und inspiriert – und das seit mehr als 25 Jahren. Das Highlight der Veranstaltungen mit ihr war für viele Mitglieder von a.r.t.e.s. das Graduate Seminar, das am letzten Tag ihrer Woche in Köln stattfand.

Das Meer als Natur- und Kulturraum

Kiel | Christian-Albrechts-Universität, Hörsaal 4, 19:00 Uhr

Flüchtlinge im Mittelmeer, Piraterie großen Stils vor den Küsten von Somalia, Berge von Plastikmüll in den Ozeanen, Versauerung der Meere, Erderwärmung, abschmelzende Polkappen und steigender Meeresspiegel – das sind nur einige der Probleme und Risiken des Meeres und seiner Küsten. Sie bestimmen die gesellschaftlichen Debatten, ihre Lösung steht für die Möglichkeiten nachhaltiger Entwicklung der Menschheit. Sie sind von daher nicht nur Herausforderungen, die durch die ‚Politik‘ erkannt, angenommen und bewältigt werden müssen, sie sind vielmehr teilweise schon seit vielen Jahrzehnten Gegenstand intensiver wissenschaftlicher Arbeit auf Seiten der Naturwissenschaften wie auf Seiten der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften.
Idee der Podiumsdiskussion ist es, Antworten aus verschiedenen wissenschaftlichen Fachdisziplinen auf die Probleme der Gegenwart zu überlegen, auch zukünftige Chancen, die die Ozeane bergen, über die Disziplingrenzen hinweg zu diskutieren.
Begrüßung
Prof. Dr. Anja Pistor-Hatam Vize-Präsidentin der Christan-Albrechts-Universität zu Kiel Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg
Podiumsteilnehmer

Prof. Dr. Sunhild Kleingärtner Geschäftsführende Direktorin des Deutschen Schifffahrtsmuseums, Bremerhaven
Prof. Dr. Olaf Mörke Historisches Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Prof. Dr. Konrad Ott Philosophisches Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Prof. Dr. Martin Visbeck GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung, Kiel; Sprecher des Exzellenzclusters „The Future Ocean“

Moderation
Angela GrosseWissenschaftsjournalistin
Dies ist Veranstaltung der Akademie der Wissenschaften in Hamburg in Kooperation mit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*17 – Meere und Ozeane statt. Weitere Informationen finden Sie unter www.wissenschaftsjahr.de.
Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter www.awhamburg.de/veranstaltungen
Wir weisen darauf hin, dass die Veranstaltung aufgezeichnet wird. Wir stellen den Video-Stream zum Download auf unsere Homepage. Eine Übertragung im Hörfunk zu einem späteren Zeitpunkt ist vorgesehen. Die Veranstaltung wird fotografisch dokumentiert. Die Bilder können auch das Publikum zeigen.

Das Meer als Natur- und Kulturraum

Kiel | Christian-Albrechts-Universität, Hörsaal 4, 19:00 Uhr

Flüchtlinge im Mittelmeer, Piraterie großen Stils vor den Küsten von Somalia, Berge von Plastikmüll in den Ozeanen, Versauerung der Meere, Erderwärmung, abschmelzende Polkappen und steigender Meeresspiegel – das sind nur einige der Probleme und Risiken des Meeres und seiner Küsten. Sie bestimmen die gesellschaftlichen Debatten, ihre Lösung steht für die Möglichkeiten nachhaltiger Entwicklung der Menschheit. Sie sind von daher nicht nur Herausforderungen, die durch die ‚Politik‘ erkannt, angenommen und bewältigt werden müssen, sie sind vielmehr teilweise schon seit vielen Jahrzehnten Gegenstand intensiver wissenschaftlicher Arbeit auf Seiten der Naturwissenschaften wie auf Seiten der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften.
Idee der Podiumsdiskussion ist es, Antworten aus verschiedenen wissenschaftlichen Fachdisziplinen auf die Probleme der Gegenwart zu überlegen, auch zukünftige Chancen, die die Ozeane bergen, über die Disziplingrenzen hinweg zu diskutieren.
Begrüßung
Prof. Dr. Anja Pistor-Hatam Vize-Präsidentin der Christan-Albrechts-Universität zu Kiel Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg
Podiumsteilnehmer

Prof. Dr. Sunhild Kleingärtner Geschäftsführende Direktorin des Deutschen Schifffahrtsmuseums, Bremerhaven
Prof. Dr. Olaf Mörke Historisches Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Prof. Dr. Konrad Ott Philosophisches Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Prof. Dr. Martin Visbeck GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung, Kiel; Sprecher des Exzellenzclusters „The Future Ocean“

Moderation
Angela GrosseWissenschaftsjournalistin
Dies ist Veranstaltung der Akademie der Wissenschaften in Hamburg in Kooperation mit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*17 – Meere und Ozeane statt. Weitere Informationen finden Sie unter www.wissenschaftsjahr.de.
Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter www.awhamburg.de/veranstaltungen
Wir weisen darauf hin, dass die Veranstaltung aufgezeichnet wird. Wir stellen den Video-Stream zum Download auf unsere Homepage. Eine Übertragung im Hörfunk zu einem späteren Zeitpunkt ist vorgesehen. Die Veranstaltung wird fotografisch dokumentiert. Die Bilder können auch das Publikum zeigen.