Planet History

Tag Archive for Kunstgeschichte

Learning from Venice, Athens, Kassel, and Münster (and in between)

Report by Lilia Sokolova about a.r.t.e.s. alumna Francesca Valentini’s summer school “Contemporary Art in the Global Present”

From July 10 to 22, 2017, a.r.t.e.s. alumna Francesca Valentini led the interdisciplinary summer school “Contemporary Art in the Global Present.” Seventeen participants from Italy, Greece, Germany, Canada, and Austria set on a mutual journey across Europe to explore the decade’s major international exhibitions of contemporary art. Although the group of advanced M.A. students, doctoral candidates, and post-docs represented diverse academic disciplines (art history, cultural studies, anthropology, political science, sociology, linguistics, and Chinese studies), everyone shared an interest in the cultural, social, political and economic implications of the so-called “SuperKunstSommer.” The epithet refers to the decennial concurrence of the Venice Biennale, documenta, and Skulptur Projekte Münster. This year it also became the itinerary of the DAAD-funded summer school, which was held by the a.r.t.e.s. Graduate School in collaboration with the Department of Philosophy and Cultural Heritage of the Università Ca’ Foscari Venezi and the Department of Communication & Media Studies of the National and Kapodistrian University of Athens.

Der internationale französische Veranstaltungskalender “Calenda” im Überblick September 2017

Willkommen zum Überblick über die internationale französische Forschungsdatenbank „Calenda“ Seit Juli 2013 erscheint hier im monatlichen Rhythmus ein deutschsprachiger Überblick über die Beiträge auf Calenda zur mittelalterlichen Geschichte zur Verfügung gestellt. Bei Calenda handelt es sich um die wichtigste Forschungsdatenbank…

Nepal – Zerbrechliches Erbe: Episode 4 – Gespräch mit Niels Gutschow über das Leben und die Arbeit eines Forschers Nepal

In unserem ausführlichen Interview erläutert Prof. Dr.-Ing. Niels Gutschow als der Leiter des wissenschaftlichen Projekts zum Wiederaufbau zerstörter Tempel in Nepal die Hintergründe seiner Arbeit. Welche Ziele verfolgt er dabei? Wie erklärt sich seine persönliche Verbundenheit mit dem Land Nepal, zu seinen Einwohner und der dazugehörigen Kultur? Auf welche Schwierigkeiten ist er bei der Umsetzung des Projekts gestoßen? Und vor allem haben wir von ihm wissen wollen, wie er Denkmalschutz und Kulturerhalt im Spannungsfeld von Restaurierung, Bewahrung und Neuschöpfung einschätzt? Wie verhalten sich westliche Vorstellungen von Denkmalpflege zu lokalen?

Nepal – Zerbrechliches Erbe: Episode 3 – Der Wiederaufbau des Harishankara Tempels

Der 1706 gestiftete Tempel des Harishankara auf dem Durbar Square in Patan ist infolge des Erdbebens von 2015 bis auf den Sockel eingestürzt. Bei der Begutachtung der Schäden wird das Ausmaß des Schadens deutlich: sogar die Fundamentschäden weisen Brüche und Risse auf, zahlreiches schmückendes Beiwerk in Form von Figuren und Ornamenten ist zerstört. Was übrig geblieben ist, wird akribisch dokumentiert und gelagert. Für das aber, was unwiederbringlich verloren ist, stellt sich für die Forscher, Architekten, Restauratoren und Handwerker nun die entscheidende Frage: Wie viel an modernen Eingriffen in die historische Bauweise ist erlaubt? Was darf wie wiederhergestellt werden? Dürfen beispielsweise zerstörte und für immer verlorene Holzfiguren neu geschnitzt werden und den Platz der alten Figur einnehmen? Westliche Vorstellungen und Konzepte zur Denkmalpflege prallen hier auf Traditionen der Einheimischen. 

Nepal – Zerbrechliches Erbe: Episode 3 – Der Wiederaufbau des Harishankara Tempels

Der 1706 gestiftete Tempel des Harishankara auf dem Durbar Square in Patan ist infolge des Erdbebens von 2015 bis auf den Sockel eingestürzt. Bei der Begutachtung der Schäden wird das Ausmaß des Schadens deutlich: sogar die Fundamentschäden weisen Brüche und Risse auf, zahlreiches schmückendes Beiwerk in Form von Figuren und Ornamenten ist zerstört. Was übrig geblieben ist, wird akribisch dokumentiert und gelagert. Für das aber, was unwiederbringlich verloren ist, stellt sich für die Forscher, Architekten, Restauratoren und Handwerker nun die entscheidende Frage: Wie viel an modernen Eingriffen in die historische Bauweise ist erlaubt? Was darf wie wiederhergestellt werden? Dürfen beispielsweise zerstörte und für immer verlorene Holzfiguren neu geschnitzt werden und den Platz der alten Figur einnehmen? Westliche Vorstellungen und Konzepte zur Denkmalpflege prallen hier auf Traditionen der Einheimischen. 

Die Welt verbessern. Augusta von Preußen und Fürst von Pückler-Muskau

Wissenschaftliche Tagung veranstaltet von der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Schloss und Park Branitz und dem Research Center Sanssouci (RECS) vom 28.-30. September 2017

Königin Augusta von Preußen und Fürst Hermann von Pückler-Muskau einte der Wunsch, durch Taten und Gedanken etwas im Leben der Menschen zu verändern: deren Ansichten, Blickwinkel und Haltungen, deren Standpunkte und Verhältnisse. Das Leben könne besser, zumindest aber schöner und lebenswerter werden, wenn man sich den Strömungen der Zeit gegenüber aufgeschlossen zeige, wenn man Neues und Anderes ausprobiere, man Ungewöhnliches zulasse – im politischen Leben eine liberalere Verfassung zum Beispiel. Davon waren beide überzeugt. Es waren solche, für die Zeit die Zeit des 19. Jahrhunderts weltbürgerliche, „moderne“ Ansichten, mit denen beide in ihrem konservativen, engstirnigen Umfeld schnell aneckten.Weil die Königin und der Fürst in ihrem Innern auch sehr von sich überzeugt und manchmal etwas eitel waren, galten sie bei Vielen als naiv oder gar als Phantasten.
Die (politischen) Persönlichkeiten Pücklers und Augustas vorzustellen, ihre Ideen zu erörtern und Möglichkeiten auszuloten, verbessernde Vorstellungen in ihrem Umkreis nicht nur einzubringen, sondern teilweise auch selbst durchzusetzen, sind die Ziele dieser Tagung. Denn möchte man sich ein vollständiges Bild beider machen, ist es nötig, die als bedeutende Persönlichkeit der Hohenzollern zu Unrecht vielfach vernachlässigte Königin und den jenseits seiner Gartenschöpfungen heute meist nur als „Dandy“, „Lebemann“ oder „Exot“ dargestellten Fürsten in den Mittelpunkt der Betrachtung zu stellen. Angerundet wird die Tagung mit einer Führung durch die Ausstellung in Branitz und einer Exkursion zur Ausstellung in Babelsberg.
Die Tagung ist Teil des Rahmenprogramms der Ausstellungen Pückler.Babelsberg – Der grüne Fürst und die Kaiserin der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und Augusta von Preußen. Die Königin zu Gast in Branitz der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz.
Um Anmeldung bis zum 03. September 2017 unter info@pueckler-museum.de wird gebeten.
Tagungsort: Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz Besucherzentrum auf dem Gutshof Robinienweg 5, 03042 Cottbus
Die Veranstaltung wird fotografisch und filmisch begleitet. Die Teilnehmenden erklären mit der Anmeldung ihr Einverständnis, dass die Veranstalter das vor, während oder nach der Veranstaltung entstandene Foto- und Filmmaterial für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie zur Dokumentation nutzen dürfen.
 

Nepal – Zerbrechliches Erbe: Episode 2 – Ritual bestimmt das Leben

Die nepalesische Gesellschaft ist vor allem eine Ritualgesellschaft. So beginnt für die Newars, die größte Ethnie im Kathmandutal, jeder Tag mit der Verehrung der Götter der Nachbarschaft und der Besänftigung von Geistern. Die Versorgung der Ahnen mit Nahrung und Wasser gehört dabei zu einem ihrer wichtigsten Rituale. Auch beim Wiederaufbaufbau der durch das Erdbeben im Kathmandutal zerstörten Tempel kommt Ritualen eine wesentliche Rolle zu. Unter anderem werden die Werkzeuge, die bei den Restaurierungsmaßnahmen zum Einsatz kommen sollen, mit dem Blut einer geopferten Ziege geweiht. Die Weihung der Werkzeuge und im Anschluss daran auch der Handwerker ist eingebunden in ein großes Volksfest.

Nicht alle Wege führen nach Rom. Wissenschaftsmanagement als Karriereoption, auch in den Kulturwissenschaften?

Ein Veranstaltungsbericht

Die steigende Relevanz von Drittmittelprojekten, die (auch in Folge der Bologna-Reform) stetig wachsende Bürokratisierung sowie der zunehmende Wettbewerbsdruck innerhalb und zwischen den Universitäten hat in den vergangenen Jahren das Thema Wissenschaftsmanagement an inner- wie an außeruniversitären Forschungseinrichtungen zunehmend an Bedeutung gewinnen lassen. Doch dessen ungeachtet kommuniziert das akademische Umfeld dem wissenschaftlichen Nachwuchs eine Karriereoption im Wissenschaftsmanagement oft immer noch als second best. Auch in der öffentlichen Wahrnehmung ist der third space zwischen Verwaltung und Wissenschaft chronisch unterrepräsentiert. Dies hat zur Folge, dass die vielseitigen, häufig nicht eindeutig dem einen oder anderen Bereich zuzuordnenden Tätigkeitsfelder und die notwendigen Zugangsvoraussetzungen für potentielle Interessent/ innen nur schwer zu überschauen sind.
Dieses Defizit an Information, Differenzierung und Anerkennung war Anlass für eine am 26. Juni 2017 an der Johannes Gutenberg-Universität (JGU) durch-geführte Informations- und Diskussionsveranstaltung. Die Fokussierung auf Kulturwissenschaften trug dem Umstand Rechnung, dass das Studium der Kultur- und Geisteswissenschaften zwar ein breites, deutlich über die fachlichen Inhalte hinausreichendes Spektrum an Fähig- und Fertigkeiten vermittelt, den Absolvent/innen jedoch die Karrierewege außerhalb der Wissenschaft häufig nur in Ansätzen bewusst sind. Ziel der Veranstaltung war es somit, nicht nur ein differenzierteres Bild des Wissenschaftsmanagements und dessen Zugangsmöglichkeiten zu skizzieren, sondern auch, dem akademischen Nachwuchs eine Karriereoption mit Zukunftspotential vorzustellen. Dass es sich hierbei um ein echtes Desiderat handelt, bestätigten auch die zahlreichen Teilnehmer/innen (64 Anmeldungen, von Bachelorabsolvent/innen bis PostDocs), die aus unterschiedlichen Fächern, Einrichtungen und Städten nach Mainz kamen.

Nicht alle Wege führen nach Rom. Wissenschaftsmanagement als Karriereoption, auch in den Kulturwissenschaften?

Ein Veranstaltungsbericht

Die steigende Relevanz von Drittmittelprojekten, die (auch in Folge der Bologna-Reform) stetig wachsende Bürokratisierung sowie der zunehmende Wettbewerbsdruck innerhalb und zwischen den Universitäten hat in den vergangenen Jahren das Thema Wissenschaftsmanagement an inner- wie an außeruniversitären Forschungseinrichtungen zunehmend an Bedeutung gewinnen lassen. Doch dessen ungeachtet kommuniziert das akademische Umfeld dem wissenschaftlichen Nachwuchs eine Karriereoption im Wissenschaftsmanagement oft immer noch als second best. Auch in der öffentlichen Wahrnehmung ist der third space zwischen Verwaltung und Wissenschaft chronisch unterrepräsentiert. Dies hat zur Folge, dass die vielseitigen, häufig nicht eindeutig dem einen oder anderen Bereich zuzuordnenden Tätigkeitsfelder und die notwendigen Zugangsvoraussetzungen für potentielle Interessent/ innen nur schwer zu überschauen sind.
Dieses Defizit an Information, Differenzierung und Anerkennung war Anlass für eine am 26. Juni 2017 an der Johannes Gutenberg-Universität (JGU) durch-geführte Informations- und Diskussionsveranstaltung. Die Fokussierung auf Kulturwissenschaften trug dem Umstand Rechnung, dass das Studium der Kultur- und Geisteswissenschaften zwar ein breites, deutlich über die fachlichen Inhalte hinausreichendes Spektrum an Fähig- und Fertigkeiten vermittelt, den Absolvent/innen jedoch die Karrierewege außerhalb der Wissenschaft häufig nur in Ansätzen bewusst sind. Ziel der Veranstaltung war es somit, nicht nur ein differenzierteres Bild des Wissenschaftsmanagements und dessen Zugangsmöglichkeiten zu skizzieren, sondern auch, dem akademischen Nachwuchs eine Karriereoption mit Zukunftspotential vorzustellen. Dass es sich hierbei um ein echtes Desiderat handelt, bestätigten auch die zahlreichen Teilnehmer/innen (64 Anmeldungen, von Bachelorabsolvent/innen bis PostDocs), die aus unterschiedlichen Fächern, Einrichtungen und Städten nach Mainz kamen.

Zwischen Geschichtlichkeit und Schöpfungsmacht: Die Cologne Summer School of Interdisciplinary Anthropology

The Phenomenality of Material Things: Praxis – Genesis – Cognition

Der zweite Teil der dreijährigen Cologne Summer School of Interdisciplinary Anthropology The Phenomenality of Material Things: Praxis – Genesis – Cognition fokussierte im September 2016 die genetische Perspektive auf die Materialität von Dingen und ihre Wechselwirkung auf Kultur, Geschichte und Denken. Organisiert wurde sie vom Research Lab der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne in Kooperation mit dem Internationalen Kolleg Morphomata und dem Collaborative Research Centre 806 „Our Way to Europe“.

Nepal – Zerbrechliches Erbe: Episode 1 – Das Erdbeben von 2015

Das Nepal-Erdbeben im April 2015 kam nicht überraschend. Entsprechend wurden Vorsorgungen getroffen, aber die Präventionsmaßnahmen reichten am Ende nicht aus. Was überraschte, war die verheerende Intensität der Erdstöße, so dass es zu einer Katastrophe mit vielen Opfern und gewaltigen Zerstörungen kam. Betroffen von den Zerstörungen waren nicht zuletzt die bedeutenen Tempel des Landes. Mit Unterstützung der Gerda Henkel Stiftung werden einige der historischen Heiligtümer nun wieder aufgebaut und restauriert, darunter beispielsweise der Harishankara-Tempel in Patan. Die Rekonstruktionsarbeiten finden in einem Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne statt. Was gilt es zu erhalten und was muss mit neuen Methoden dauerhaft gesichert werden? Die einheimischen Architekten sehen westliche Kulturerhaltskonzepte kritisch und berufen sich auf ihre Bautraditionen.

Keine Interaktion! Bild-Text-Bezüge von Beischriften. Eine Standortbestimmung in fünf Punkten

Francisca Feraudi-Gruénais (Alte Geschichte, Universität Heidelberg) zum a.r.t.e.s. forum 2016

Das a.r.t.e.s. forum ist die interdisziplinäre Jahrestagung der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland einlädt, aus ihrer jeweiligen disziplinären Perspektive zum Tagungsthema Bezug zu nehmen. Das a.r.t.e.s. forum 2016 versammelte Beiträge zum Thema „text – language – media“. Im Folgenden ist das Résumé von Dr. Francisca Feraudi-Gruénais zu ihrem Vortrag beim a.r.t.e.s. forum am 15. Juli 2016 zu finden.

Kulturelle und sprachliche Aneignung im Kontext: mit Max und Moritz zu Gast im Japan des ausgehenden 19. Jahrhunderts

Judit Árokay (Japanologie, Universität Heidelberg) zum a.r.t.e.s. forum 2016

Das a.r.t.e.s. forum ist die interdisziplinäre Jahrestagung der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland einlädt, aus ihrer jeweiligen disziplinären Perspektive zum Tagungsthema Bezug zu nehmen. Das a.r.t.e.s. forum 2016 versammelte Beiträge zum Thema „text – language – media“. Im Folgenden ist die Zusammenfassung von Prof. Dr. Judit Árokay zu ihrem Vortrag beim a.r.t.e.s. forum am 15. Juli 2016 zu finden.

Aby Warburgs „Serendipity“: von Zufall und Weisheit im Labyrinth der Bibliothek

Vortrag von Andreas Beyer anlässlich des Sommerfests der Gerda Henkel Stiftung

Die Kulturwissenschaftliche Bibliothek Warburg in London gehört heute zu den Zentren der internationalen Humanismusforschung sowie der Forschung zum Nachleben der Antike. Entstanden war sie nach dem Ersten Weltkrieg aus der Liebe ihres Gründers Aby Warburg für das Buch. Schon als Jugendlicher hatte der erstgeborene Sohn der Bankiersfamilie Warburg seine Leidenschaft fürs Lesen entdeckt, der er sich ein Leben lang verschreiben sollte. Der Ort, an dem Buch und Lesen genuin zusammentrafen, war damals die Bibliothek, die fortan Warburgs Wirken bestimmte. Ihm schwebte dabei der Aufbau einer Bibliothek vor, deren Struktur sich vom Prinzip der Serendipität (Serendipity) leiten ließ: dem glücklichen Zufall, genauer: dem gelenkten Zufall. Wie diese Paradoxie zu verstehen ist, davon handelt der Vortrag des Kunsthistorikers Prof. Dr. Andreas Beyer, den er anlässlich des Sommerfests der Gerda Henkel Stiftung gehalten hat. Begrüßt und vorgestellt wird er von Dr. Michael Hanssler, dem Vorsitzenden des Vorstands der Gerda Henkel Stiftung.

„Vergessen ist einfacher als Erinnern!“

Workshop beleuchtet das schwierige Unterfangen, musikalisches Wissen zu speichern

Wie und wo wird musikalisches Wissen gespeichert? Wie kann es aktualisiert, wie abgerufen werden? Und gibt es einen methodischen Unterschied, je nachdem, ob man aus der Praxis oder aus der Wissenschaft auf dieses Wissen zugreift? Die Betrachtung dieser Fragen war Ziel des Workshops „Speicher musikalischen Wissens. Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis“, der am 8./9. Mai 2017 bei der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne stattgefunden hat. Organisiert von Marie Louise Herzfeld-Schild und Evelyn Buyken (beide Universität zu Köln) waren Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Praxis eingeladen, die Sicht ihrer jeweiligen Disziplinen und Tätigkeitsfelder dazulegen. Ausgehend von den Theorien Jan und Aleida Assmanns, nach denen Wissen und Erinnerung funktional bestimmt und gesellschaftlich bedingt sind, wurde Musik zu Beginn des Workshops als Kunstform definiert, die in einer Vielzahl von habituellen, sozialen und kulturellen Rahmen und Diskursen steht und sich daher besonders stark in spezifischen Praktiken manifestiert. Zusammen mit dem Konzept dreier Dimensionen von Gedächtnis nach Astrid Erll – 1. die materielle Dimension, 2. die soziale Dimension und 3. die mentale Dimension – begleiteten diese Definition und das Wissen um ihre Diskurse die Vorträge des Workshops während der gesamten zwei Tage. Das aus Sicht der Praxis ‚künstliche Auseinanderziehen‘ der Speicherformen des Wissens wurde vor allem deswegen als notwendig erachtet, um die verschiedenen Aspekte erkennbar und benennbar zu machen.

Tagung: Die Sakralisierung der Landschaft. Inbesitznahme, Gestaltung und Verwendung im Zeichen der Gegenreformation in Mitteleuropa (Seitenstetten, 11. – 13. 10. 2017)

Das Diözesanarchiv St. Pölten, das Don Juan Archiv Wien und der Verein Basilika Sonntagberg veranstalten vom 11. bis zum 13. Oktober 2017 im niederösterreichischen Benediktinerstift Seitenstetten die Tagung „Die Sakralisierung der Landschaft. Inbesitznahme, Gestaltung…

Call for Papers: Verflechtung und Abgrenzung. Deutsch-polnische Perspektiven in der Kunstgeschichte seit 1945 [DHI Warschau]

Internationaler Workshop am Deutschen Historischen Institut Warschau,16.-17. November 2017. Bewerbungsschluss: 6. August 2017 Kulturtransferforschung und Verflechtungsgeschichte (histoire croisée) bilden zentrale konzeptuelle und methodische Bezugspunkte aktueller kulturwissenschaftlicher Forschung. Auch in Untersuchungen zur Geschichte der deutsch-polnischen…

Tagungsbericht: Wenzel IV. (1361-1419). Neue Wege zu einem verschütteten Herrscher / Wenceslas IV (1361-1419). New Approaches to a Superimposed King, 29.03.-01.04.2017, Erfurt

Zum DOWNLOAD: Konferenzprogramm Die vom 29.03. bis 01.04. 2017 in Erfurt veranstaltete Tagung sollte den wissenschaftlichen Austausch zwischen deutschen, tschechischen und österreichischen sowie schweizerischen Mediävisten fördern und hatte sich dazu ein ambitioniertes Ziel gesteckt. Der bislang als verschüttet bezeichnete König…

a.r.t.e.s. forum 2016: „Text | Language | Media“

Interdisziplinäre Jahrestagung der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne

„Text | Language | Media“ – zu dieser thematischen Trias haben wir im Rahmen des a.r.t.e.s. forum auch 2016 wieder ausgewiesene Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland zum gemeinsamen Gespräch eingeladen. Als interdisziplinäre Jahrestagung der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne bot das a.r.t.e.s. forum 2016 die Gelegenheit, Phänomene der Schrift, der Sprache und des Bilds multiperspektivisch zu betrachten. Die Ausrichtung der Panels an den drei Aktionsvokabeln ‚Gestalten | Übersetzen | Kommunizieren‘ repräsentierte die Vielschichtigkeit der medialen Bezüge und disziplinären Überschneidungspunkte, die im Verlauf der Vorträge und Diskussionen sowie der Abendveranstaltung reflektiert wurden.

Thomasius-Club: Marc Rölli – Die Franzosen und die Kunst

07. Juni 2017 um 20 Uhr, Bibliotheca Albertina in Leipzig

Der seit 2015 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig lehrende Philosoph Marc Rölli ist Kenner der zeitgenössischen französischen Philosophie und Ästhetik. In welchen Denkwelten begegnen sich Kunst und Philosophie? Haben die Denker den Kreativen etwas zu sagen, oder sind diese eher jenen ein Anstoß? Wir fragen zudem nach seinen aktuellen Überlegungen zur „Kritik der anthropologischen Vernunft“: Kulminiert die ‚anthropologische Vernunft‘ in der Rassen-Ideologie des NS? Und gibt es Verbindungen zwischen anthropologischen und ästhetischen Diskursen?
Der Thomasius-Club ist eine offene Gesprächsrunde, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einlädt und zu aktuellen Themen ihrer Forschung befragt. Das Programm des Thomasius-Club wird von einer kleinen Gruppe Aktiver sorgfältig ausgewählt und beschlossen.

Maschinen und Manuskripte: Themenraum zur Digitalen Kodikologie im Virtuellen Museum Digital Humanities – Hannah Busch im Interview

2015 war im Bischöflichen Priesterseminar in Trier die Ausstellung Maschinen und Manuskripte – Digitale Erschließung der Handschriften von St. Matthias zu sehen, die aus dem Kooperationsprojekt eCodicology hervorgegangen war. Diese Ausstellung kann mittlerweile dauerhaft und kostenlos im Internet besucht werden. Das Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften/Trier Center for Digital Humanites (TCDH) […]

Französische Buchkunst der Revolutionszeit in der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg

Zur Europawoche 2017 präsentiert die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg etwas ganz Außergewöhnliches: Zum ersten Mal überhaupt wird eine Kollektion von Meisterwerken der französischen Buchkunst aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts ausgestellt. Obwohl sich die Bücher bereits seit 1798 in der Bibliothek befinden, wurden sie bislang…

Das Dresdner Damaskuszimmer

Ein Stück orientalischer Kunstgeschichte erstrahlt in altem Glanz

Bis vor über 100 Jahren zierte es noch einen Empfangsraum für Gäste in einem noblen Damaszener Wohnhaus, bald soll es im Museum für Völkerkunde für die Öffentlichkeit zugänglich sein: das Dresdner Damaskuszimmer. Vom Gründer des heute in Essen befindlichen Museum Folkwang, Karl Ernst Osthaus, auf einer seiner Orientreisen gekauft, blieb es verpackt und kam als Schenkung 1930 nach Dresden. Der leidenschaftliche Sammler hatte übersehen, dass sein Privatmuseum über keine Räumlichkeiten verfügte, die das 5,40 Meter hohe Zimmer beherbergen konnten, und vermachte es daher der Orientabteilung des Völkerkundemuseums Dresden.

Der Mythos Paul Klee

Interview mit Manfred Clemenz über Paul Klee als Künstler seiner Zeit

Paul Klee wird von seinen Bewunderern als eine Lichtgestalt verehrt, als ein Genie, das seiner Zeit enthoben und der Welt entrückt war. Diese nahezu abgöttische Verehrung eines Künstlers ist an sich nichts besonderes, hätte nicht der Künstler selbst bereits zu Lebzeiten an dieser Verehrung einen wesentlichen Anteil gehabt. Paul Klee selbst hatte zeitlebens an seinem eigenen Mythos intensiv mitgearbeitet, so die These des Soziologen und Kunsthistorikers Prof. Dr. Manfred Clemenz. Diesen Mythos biographisch und kulturgeschichtlich zu dekonstruieren und Paul Klee als einen Menschen mit Höhen und Tiefen darzustellen, ist das Ziel seines Buchs „Der Mythos Paul Klee“. Wir haben ihm dazu unsere Fragen gestellt.

Der Mythos Paul Klee

Interview mit Manfred Clemenz über Paul Klee als Künstler seiner Zeit

Paul Klee wird von seinen Bewunderern als eine Lichtgestalt verehrt, als ein Genie, das seiner Zeit enthoben und der Welt entrückt war. Diese nahezu abgöttische Verehrung eines Künstlers ist an sich nichts besonderes, hätte nicht der Künstler selbst bereits zu Lebzeiten an dieser Verehrung einen wesentlichen Anteil gehabt. Paul Klee selbst hatte zeitlebens an seinem eigenen Mythos intensiv mitgearbeitet, so die These des Soziologen und Kunsthistorikers Prof. Dr. Manfred Clemenz. Diesen Mythos biographisch und kulturgeschichtlich zu dekonstruieren und Paul Klee als einen Menschen mit Höhen und Tiefen darzustellen, ist das Ziel seines Buchs „Der Mythos Paul Klee“. Wir haben ihm dazu unsere Fragen gestellt.

Neuerscheinung: Die Zisterzienser. Konzeptionen klösterlichen Lebens.

Die Zisterzienser. Konzeptionen klösterlichen Lebens. Hrsg. von Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. Red. Joachim Werz. Hardcover. Schnell & Steiner (Regensburg 2017). Abbildungen und Karten. ISBN 978-3-7954-3194-5. EUR 24,95. Der Tagungsband umfasst die Vorträge des wissenschaftlichen Kolloquiums „Spiritualität, Kunst und Wirtschaft. Zisterzienser im…

Fundstücke KW 10

Auf Spiegel Online gibt es einen (leider kostenpflichtigen) Artikel von Matthias Schulz über die Assassinen und ihre „Todesliste“ zur Zeit der Kreuzzüge. Aus Geldmangel wird eine frühmittelalterliche Burgruine mit möglicher Höhensiedlung in Lippe trotz vielversprechender Funde nicht weiter ergraben – … Weiterlesen

Fotografie als künstlerisches Ausdrucksmittel

Interview mit Jule Schaffer über ihre Arbeit bei der SK Stiftung Kultur

Jule Schaffer, ehemalige Stipendiatin bei der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne, hat an der Universität zu Köln im Fach Kunstgeschichte über „Konzepte von Sakralität und Heiligkeit in der Fotografie“ promoviert. Nun arbeitet sie auch hauptberuflich mit Fotografien: als Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Registrarin bei der Photographischen Sammlung der SK Stiftung Kultur in Köln.

Fotografie als künstlerisches Ausdrucksmittel

Interview mit Jule Schaffer über ihre Arbeit bei der SK Stiftung Kultur

Jule Schaffer, ehemalige Stipendiatin bei der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne, hat an der Universität zu Köln im Fach Kunstgeschichte über „Konzepte von Sakralität und Heiligkeit in der Fotografie“ promoviert. Nun arbeitet sie auch hauptberuflich mit Fotografien: als Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Registrarin bei der Photographischen Sammlung der SK Stiftung Kultur in Köln.

Doctoral Training Partnership mit der University of Cambridge | Die a.r.t.e.s. Graduate School zu Gast bei der Nachwuchskonferenz „Time and Temporality“

Bericht von Lars Juschka, studentischer Mitarbeiter bei a.r.t.e.s.

Vom 14. bis 16. September 2016 nahmen zehn Promovierende der Philosophischen Fakultät in Begleitung von Thiemo Breyer, Juniorprofessor der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne, an der Nachwuchskonferenz „Time and Temporality“ in Cambridge teil. Im Rahmen der Doctoral Training Partnership (DTP) des Arts and Humanities Research Council (AHRC) der Universität Cambridge kamen Doktorandinnen und Doktoranden von fünf Institutionen zusammen: Neben Köln und Cambridge waren Promovierende der Australian National University (ANU), der European University in St. Petersburg (EUSP) und des Massachusetts Institute of Technology (MIT) mit dabei.