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Videos: Archäologisches Grab geschändet — Pompeji — Bau von antikem Römerboot — Hochmittelalterliches Schlachtengemälde — El Dorado der deutschen Archäologen — Der Schrecken der Archäologen

Bau von antikem Römerboot nimmt Form an | Spieldauer 4 Minuten | BR | Stream & Info
Hochmittelalterliches Schlachtengemälde erstrahlt im neuen Glanz | Spieldauer 3 Minuten | MDR | Stream & Info
El Dorado der deutschen Archäologen | Spieldauer 3 Minuten | SWR | Stream & Info
Raubgräber – der Schrecken der Archäologen | Spieldauer 4 Minuten | SWR | Stream & Info

Archäologisches Grab geschändet | Spieldauer 3 Minuten | BR | Stream & Info
Eine ziemlich rabulistische Umschreibung dafür, dass hier ein unbekannter Depp einen Schädel von einer archäologischen Ausgrabung gemopst hat. Wenn man sich schon auf den in diesem Zusammenhang aberwitzigen Begriff „Schändung“ versteigt, dann sollte man darauf hinweisen, dass diese in Wirklichkeit bereits mit der Freilegung der sterblichen Überreste durch Archäologen ihren Anfang genommen hat. Desweiteren ist es mehr als nur fragwürdig, dass mit der Trivialität eines entwendeten mittelalterlichen Schädels die Kriminalpolizei behelligt wird. Als ob die nicht wichtigere Dinge zu tun hätte, als morschen Knochen hinterherzujagen – jeder Wohnungseinbruch besitzt größere Relevanz. Übrigens, es geht beim konkreten Fall um eine Ausgrabung des Archäologen Matthias Hensch (Schauhütte Archäologie), zu dessen Youtube-Videos ich hier erst kürzlich verlinkt habe. 
Wiederauferstehung Pompejis am Computer | Spieldauer 5 Minuten | Youtube/Altair4

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Fundstücke KW 20

Die in KW 19 erwähnten Fragmente einer altdeutschen Handschrift aus dem 8.-9. Jh. sind wohl erst im 20. Jahrhundert in die Bibliothek des Benediktinerstifts Admont gelangt, wie Der Standard meldet. Der Standard weiß auch, dass der Finder des 2014 entdeckten … Weiterlesen

Hörbares: Die mittelalterliche Globalmacht Hanse — Winckelmann-Ausstellung — Archäologische Sammlung Trier — 500 Jahre Reformation



Handel im Mittelalter – Die Hanse als globale Macht | Spieldauer 28 Minuten | ARD/DF | Stream & Info | Direkter Download
Kulturnacht: Winckelmann-Ausstellung in Weimar | Spieldauer 42 Minuten | ARD/MDR | Stream & Info | Direkter Download
Von Amphoren und antiken Skulpturen: Archäologische Sammlung der Universität Trier | Spieldauer 4 Minuten | ARD/SWR | Stream & Info | Direkter Download

Landesausstellung „500 Jahre Reformation – Die Epoche des Umbruchs“ | Spieldauer 4 Minuten | ARD/BR | Stream & Info | Direkter Download
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Buch: Chronik des Campus Galli 2017 – Von "Mohamedanern" und lässig verteiltem Steuergeld

Im baden-württembergischen Meßkirch soll in den kommenden Jahrzehnten mit dem Campus Galli ein Kloster nach dem Vorbild des karolingerzeitlichen Klosterplans von St. Gallen errichtet werden. Wie wenig ich von diesem medial gehypten Vaporware-Projekt halte, dürfte hinlänglich bekannt sein.
Einer meiner zentralen Kritikpunkte ist dabei seit jeher die extrem dürre Dokumentation der Arbeiten, sodass für Außenstehende eine Überprüfbarkeit nach wissenschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten schwierig bis unmöglich ist (ein Schelm, wer dahinter Absicht seitens der Verantwortlichen vermutet 😉).
Neben den überwiegend nicht sehr detailfreudigen Blogbeiträgen auf der Homepage des Projekts, wird jährlich eine knapp hundertseitige Chronik veröffentlicht. Nun sollte man eigentlich annehmen dürfen, in diesem Heft würden die Betreiber vor allem das vergangene Arbeitsjahr Revue passieren lassen, um das (wenige) Erreichte zu dokumentieren. Doch Pustekuchen, die angebliche Chronik entpuppt sich als verkappte Anthologie; will heißen, es handelt sich um ein Sammelsurium aus größtenteils wenig relevanten Allerwelts-Informationen. Ich habe das ja bereits bei meiner kurzen Rezension der 2013er-Chronik kritisiert. Doch sehen wir uns die Beiträge diesmal etwas genauer an.
➤ Das Heft beginnt mit einem Vorwort des ehemaligen Landrats Dirk Gaerte, der sich in seiner politisch aktiven Zeit an der Errichtung jenes Förderdickichts beteiligte, ohne dessen beständige Unterstützung der ‚pseudo-private‘ Verein Campus Galli wahrscheinlich längst in die Insolvenz geschlittert wäre. Dem Vernehmen nach wirkt Herr Gaerte auch als Vorsitzender des Freundeskreises der Karolingischen Klosterstadt bis heute eifrig daran mit, die defizitäre Mittelalterbaustelle mit Geldern aus dem Topf des Steuerzahlers zu alimentieren.
65 755 Besucher hätten den Campus Galli 2016 besucht, jubelt der gute Mann. Er ‚vergisst‘ dabei freilich, dass es laut der ursprünglichen Prognose – mit welcher man der Lokalbevölkerung das Projekt einst schmackhaft gemacht hatte – rund 150 000 hätten sein sollen…

➤ Nachdem man sich durch die schöngefärbte Alternativrealität des Altpolitikers gelesen hat, gelangt man zum Beitrag eines gewissen Herrn Wolff, der 2014 in der ‚klösterlichen‘ Schmiede das Ruder übernahm, nachdem sein Vorgänger der Möchtegern-Klosterstadt fluchtartig den Rücken gekehrt hat – wie übrigens auch einige andere Mitarbeiter der ursprünglichen Kernmannschaft längst kündigten, da sie wohl von den Arbeitsbedingungen und/oder der Bezahlung wenig angetan waren: Darunter eine Steinmetzin sowie ein den Medien gerne als Vorzeigemitarbeiter präsentierter Ochsenführer, der bei mehreren Gelegenheiten behauptete, die Anstellung beim Campus Galli sei ein Job fürs Leben. Tja, so kann man sich täuschen.
Doch zurück zum aktuellen Schmied des Projekts: Der berichtet davon, wie er an seinem neuen Arbeitsplatz unzählige Werkzeuge vorfand, die aus historischer Sicht größtenteils völlig unpassend für eine karolingerzeitliche Schmiede waren. 90 Prozent davon mussten deshalb im Laufe der Zeit aussortiert werden – darunter jener moderne Amboss, der manch Beobachter des Projekts noch in unguter Erinnerung sein dürfte. Schon fast symbolhaft stand nämlich dieser überdimensionierte Metallklotz für das umfangreiche Geschluder der Verantwortlichen, die treuherzig versprochen hatten, es würde nur mit Werkzeugen des 9. Jahrhunderts gearbeitet werden.
Einiges an Hirnschmalz scheint in die Konstruktion von Blasebälgen geflossen zu sein, deren Aufgabe es ist, das Schmiedefeuer mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen. Es dauerte laut Herrn Wolff geraume Zeit, bis man eine möglichst effiziente und haltbare Konstruktion entwickelt hatte. Freilich, ob hier echte Experimentalarchäologie betrieben oder lediglich das Rad neu erfunden wurde ist eine durchaus berechtigt Frage, denn gut funktionierende Rekonstruktionen von mittelalterlichen Blasebälgen wurden anderenorts schon vor vielen Jahren gebaut.
Neben Werkzeug und Blasebalg bereitete aber vor allem die als Grubenhaus errichtete Schmiede selbst Probleme, sodass diese bereits nach wenigen Jahren radikal renoviert werden musste. Details dazu wurden hier keine genannt, lediglich auf das Konstruieren einer neuen Esse ging man noch näher ein.

➤ Es folgt ein längerer Beitrag des Archäologen Tilman Marstaller, der seine Ideen zum schon lange angekündigten, aber von den Projektverantwortlichen immer wieder verschobenen Bau einer (mit viel Steuergeld finanzierten) Scheune darlegt. Hierzu sei übrigens angemerkt, dass dieser Text auch auf der Homepage des Campus Galli abgerufen werden kann.

 Der St. Galler Klosterplan und das Gozbertmünster lautet die Überschrift eines Beitrages, für den der St. Galler Stiftsbibliothekar Cornel Dora verantwortlich zeichnet. Obschon inhaltlich durchaus nicht uninteressant, so ist dergleichen in einer Chronik eher deplatziert.

➤ Es folgen einige Foto-Collagen mit Impressionen von der Baustelle – dies passt nun endlich wieder einmal zu einer Chronik. Einleitend heißt es jedoch:

„2016 konnte mit der Holzkirche das erste Bauwerk der karolingischen Klosterstadt fertiggestellt werden.“
In Wirklichkeit ist die Kirche selbst jetzt – Mitte 2017 – noch nicht fertiggestellt, wie man anhand verschiedenster Quellen problemlos feststellen kann. Werden wir hier möglicherweise mit dem Dunning-Kruger-Effekt konfrontiert? So bezeichnet man nämlich eine kognitive Verzerrung, bei der relativ inkompetente Menschen unter anderem dazu tendieren, das eigene Können massiv zu überschätzen …
Eventuell hat die obige ‚Postfaktizität‘ aber auch andere Gründe. Benötigt man etwa verzweifelt ein vermeintliches Erfolgserlebnis, um in den Augen der Öffentlichkeit nicht als träger Haufen von ‚Steuergeld-Schnorrern‘ dazustehen? Man darf nämlich keinesfalls außer Acht lassen, dass es besonders in der Lokalbevölkerung Kritiker gibt, denen die immer wieder in die Verlängerung gehende Bezuschussung des Campus Galli längst gehörig gegen den Strich geht.
➤ Als nächstes kommt der Leser in den Genuss eines Beitrages des Historikers Matthias Becher, der den Lebensweg und das Wirken Karls des Dicken nachzeichnet. Wer keinen Computer bedienen und beispielsweise Wikipedia aufrufen kann, der dürfte aus Herrn Bechers Einlassungen einen gewissen Nutzen ziehen …
➤ Ähnlich deplatziert wie der vorangegangene Text ist jener über die heilige Scholastika (ja, die Frau wird von der Kirche tatsächlich so genannt).
➤ Nun wird es wieder etwas interessanter: Drei Gästeführer des Campus Galli berichten von ihren überwiegend positiven Erfahrungen. Eine Dame schränkt dabei allerdings ein:

„Es gibt jedoch auch Gruppen, in denen jemand negativ oder zweifelnd gegenüber Campus Galli eingestellt ist. Da kommen bereits an der Kasse negative Bemerkungen.“

Wenn der Gästeführerin dieser Umstand eine Bemerkung wert ist, dann legt dies den Schluss nahe, dass negatives Feedback weitaus häufiger vorkommt, als die Geschäftsleitung der Öffentlichkeit gerne weismachen möchte.
An anderer Stelle berichtet ein Kollege der Frau sinngemäß, sogar eine ganze Gruppe von Besuchern hätten bei der Führung über das Gelände des Campus Galli ein großes Maß an offenkundigem Desinteresse gezeigt. Verständlich, bei dem bescheidenen Angebot, das noch am ehesten kleine Kinder und Senioren auf Kaffefahrt zu beeindrucken vermag. 
➤ Vor allem für jene, die mit den hohe Kosten des Projekts wenig Freude haben, ist der Text von Rüdiger Semet – seines Zeichens Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins Werkstättle – interessant. Das Werkstättle stellt nämlich einen wichtigen Aspekt des weiter oben erwähnten Förder- und Abpumpdickichts dar: Wird nämlich in den Medien über die vom Campus Galli eingestreiften Zuschüsse  berichtet, dann bezieht sich dies zumeist auf Gelder, die direkt von der Stadt Meßkirch beigesteuert werden (sogenannte Betriebskostenzuschüsse). Unerwähnt bleibt hingegen, dass sich freilich auch hinter der Hilfe des Werkstättle hohe Summen aus dem Topf des Steuerzahlers verbergen. So wird beispielsweise von Herrn Semet berichtet, dass das Jobcenter Sigmaringen dem Werkstättle bereits zu Beginn seines Campus-Galli-Engagements finanziell massiv unter die Arme griff (=Steuergeld). Darüberhinaus wurden und werden Förderungen aus dem Europäischen Sozialfond lukriert (=Steuergeld).
Die Beteiligung des Werkstättle am Campus Galli sei aber eine Erfolgsgeschichte. Neun Langzeitarbeitslose – acht davon nach der ersten Saison – wurden vom Campus Galli in ein festes, sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis übernommen. Und in der Tat wirkt das auf den ersten Blick positiv. Schaut man hingegen genauer hin, dann stellt sich die Frage, wie viele Langzeitarbeitslose dem gegenüber nach Ablauf ihrer befristeten Anstellung (1-Euro-Jobs) nicht behalten, sondern schnurstracks zum Jobcenter zurückgeschickt wurden? Es dürften in den letzten vier Jahren etliche gewesen sein.
Und wurde eigentlich je eine seriöse Projekt-Evaluierung vorgenommen, in der prozentuell aufgeschlüsselt ist, wie viele dieser Langzeitarbeitslosen aufgrund ihres vom Campus Galli erhaltenen Arbeitszeugnisses zumindest anderenorts eine Anstellung fanden bzw. in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden konnten (was nämlich das angebliche Ziel ist)? Nein, dazu gibt es bisher nichts, nada, nihil.
Es entsteht daher aus meiner Sicht der unschöne Verdacht, dass beim als ‚teil-kommunal‘ zu bezeichnenden Campus Galli vor allem das Ausnutzen der Arbeitskraft von Langzeitarbeitslose im Vordergrund steht; ermöglicht durch eine Art ‚public-privat partnership‘.

➤ Der nächste Beitrag stammt aus der Feder des Mineralienhändlers Schinko. Er betreibt auf dem Gelände des Campus Galli eine kleine Verkaufsbude, in der allerlei Nippes auf Steinbasis angeboten wird. Und so sinnfrei seine Anwesenheit auf einer frühmittelalterlichen Baustelle ist, so sinnfrei sind größtenteils auch seine oberflächlichen Einlassungen zu Mineralien in diesem als „Chronik“ bezeichneten Heft.
Darüber hinaus unterliefen Herrn Schinko Fehler, wie etwa auf Seite 82, wo er die karolingische Epoche zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert ansiedelt – vermutlich eine Verwechslung mit der Wikingerzeit …
So weit, so schlecht. Doch dann – beim Barte des Propheten! – wird’s spannend! Der gute Mann schreibt nämlich folgendes:
Große religiöse Bedeutung erlangte Bernstein bei […] den Mohammedanern für die Fertigung von Gebetsschnüren (Teshbi).“
Mohammedaner„? Was für ein schlimmer Fauxpas, ist doch dieser Begriff laut offiziöser Sprachpolizei abwertend konnotiert und sollte daher tunlichst vermieden werden (fast schon handelt es sich dabei um ein Äquivalent zum „Neger(kuss)“).
Freilich, von mir aus kann der Verfasser Mohammedaner oder wahlweise auch gerne Muselmanen schreiben, so viel er will. Mich stört das nicht im Geringsten. Doch auf der anderen Seite ist der quasi staatsnahe Campus Galli selbstredend Teil der politisch korrekten Blase, in der man für gewöhnlich großen Wert auf derlei Feinheiten legt. Was mögen demnach die Mitglieder der Geschäfts- und Vereinsleitung für Gesichter gemacht haben, als ihnen beim erstmaligen Durchlesen des Hefts diese Wortwahl ins Auge sprang? 
Nachdem der Autor mit seinen Ausführungen zu einem Ende gelangt ist, zieht er folgenden Schluss.

„Zusammenfassend kann gesagt werden, dass viele der heute beliebten Edelsteine bereits im frühen Mittelalter gehandelt und bearbeitet wurden.“ 

Wow, wer hätte das gedacht?! 😊

➤ Natürlich darf der Aufruf, Mitglied des Freundeskreises der Karolingischen Klosterstadt (=Campus Galli) zu werden, nicht fehlen. Für 36 Euro pro Jahr erwarten einen: ermäßigter Eintritt, regelmäßige Informationen über das Fortkommen der Arbeiten sowie – kein Scherz – ein gutes Gefühl …
Wer mag, so heißt es weiter, kann auch einfach nur so drauflos spenden. Ja dann …

➤ Den Abschluss des Hefts bildet der Bericht über ein Treffen des Freundeskreises, bei dem mittelalterartiges Brot gebacken wurde. Kein übermäßig spannendes Event, aber zumindest ‚on-topic‘.

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Wie bereits eingangs erwähnt, ist dieses Heft keine Chronik, sondern vielmehr eine verkappte Anthologie. Empfehlenswert allenfalls für Vereinsmitglieder und Hardcore-Fans des Projekts. Wobei erstere das Heft ohnehin kostenlos erhalten (bzw. mit ihrem jährlichen Beiträge bezahlen ^^).
Übrigens, vom Freundeskreis wurde in den Medien bejammert, dass es schwer fällt, kompetente Autoren für diese Publikation zu finden. Äußerst schwach und eigenartig will mir daher erscheinen, dass hier weder der Geschäftsführer des Projekts – Hannes Napierala – noch der Haushistoriker – Erik Reuter – einen Texte beisteuerten. Man sollte schließlich annehmen, dass gerade diese beiden Herren einiges darüber zu berichten hätten, was sich 2016 auf der Klosterbaustelle tat. Freilich, gerade letzerer ist aufgrund seiner reduzierten rhetorischen Fähigkeiten nicht gerade dafür prädestiniert, sich als Autor zu betätigen. So nimmt es auch nicht Wunder, dass er möglicherweise in nicht allzu ferner Zukunft seines Jobs verlustig geht – wie mir zugeflüstert wurde. Für diesen Fall steht mit Matthias Hofmann ein möglicher Nachfolger in den Startlöchern. Er ist bereits seit einiger Zeit als Gästeführer für den Campus Galli tätig und soll auch gute Beziehungen zur Vereinsleitung unterhalten.

Ich vergebe für die vorliegende Pseudo-Chronik zwei statt nur einen Sterne, weil nicht alle Beiträge eine Themenverfehlung darstellen. Außerdem zeige ich mich für jede gute Gelegenheit erkenntlich, den Campus Knalli und seine Living-History-Legastheniker in die Pfanne zu hauen 😏

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Verwandte Blog-Beiträge:
26: April 2013: Campus Galli: Freilichtmuseum, oder doch verkapptes Disneyland?
18. November 2013: Geurtens Mund, tut Nonsens kund
15. Jänner 2014: Bund der Steuerzahler kritisiert Campus Galli
22. April 2014: Die  Zahlenmagier vom Campus Galli
29. April 2014: Der Campus Galli – Ein pseudowissenschaftliches Laientheater
02. Juni 2014: Campus Galli: The show must go on!
04. August 2014: Hannes Napierala – Der neue Geschäftsführer des Campus Galli
10. September 2014: Der Campus Galli ist kein wissenschaftliches, sondern ein touristisches Projekt!
12. Dezember 2014: Der Campus Galli und seine Mittelalterversteher – Ein Fass ohne Boden
26. Jänner 2015: Gastbeitrag von Hannes Napierala: Zum Selbstverständnis des Projekts Campus Galli
30. Jänner 2015: Campus Galli: Nachbetrachtungen und neuer Unsinn von einem alten Bekannten
23. März 2015: Des Klosters neue Kleider – außen hui, innen pfui
12. Oktober 2015: Das potemkinsche Dorf Campus Galli – Ein kritischer Jahresrückblick
25. Oktober 2015: Weltsensation – Campus Galli rekonstruiert mittelalterlichen Traktor!
01. November 2015: Kauf dir ein paar Kritiker: Die fragwürdigen Jobangebote des Campus Galli
10. April 2016: Campus Galli: Offener Brief an den Geschäftsführer Hannes Napierala
28. August 2016: Der Campus Galli – Ein tolldreistes Medienmärchen
20. November 2016: Finanzmarode Mittelalter-Baustelle Campus Galli wird Prognosen wieder nicht erreichen!
19. Mai 2017: Chronik des Campus Galli 2017 – Von „Mohamedanern“ und lässig verteiltem Steuergeld

Alle meine Beiträge über den Campus Galli – inkl. der hier nicht gelisteten Kurzmeldungen


Ausgewählte externe Beiträge und Artikel:

Karfunkel: Causa Galli – Was ist los am Bodensee? – OFFLINE
Aachener Zeitung: Dunkle Wolken über der Klosterstadt – Klick mich

Bund der Steuerzahler: Kommt die Kloster-Katastrophe? – OFFLINE
Zollern-Alb-Kurier: Meßkirch muss nachschießen – OFFLINE
Tribur.de (Geschichte und so Zeugs):  Die Akte Campus Galli – Klick mich
Agis kritischer Bildbericht vom Campus Galli: Klick mich
Tribur.de (Geschichte und so Zeugs): Spiegel Geschichte und der Campus Galli – Klick mich

Badische Zeitung: Mittelalter-Stadt „Campus Galli“ – Weniger Besucher, mehr Kritik – Klick mich

Krimskrams: Kassian, der prügelnde Heilige — Mein Kaiser, mein Herr — Fernsehprogramm à la ZDF — usw.

Kassian, der prügelnde  Heilige

Kassian von Imola war nicht nur Schulmeister, sondern dürfte auch ein echter Sympathieträger gewesen sein. Der christliche Heilige wurde, nachdem er im Zuge spätantiker Christenverfolgung seiner Religion nicht abschwören wollte, zum Tode verurteilt. Die Vollstreckung der Strafe überließ man seinen eigenen Schülern, die ihn erbost mit ihren metallenen Schreibgriffeln marterten. Kassian soll sie als Lehrer körperlich oft gezüchtigt haben …
Nun war das Verprügeln von Schülern freilich fester Bestandteil antiker Pädagogik. Allerdings dürfte es der heilige Kassian damit ordentlich übertrieben haben, wenn ihn seine Schüler deshalb gleich mit Freude abstachen. Jedenfalls würde der gute Mann heutzutage wohl nicht mehr so ohne Weiteres die Kriterien zur Heiligsprechung erfüllen. ^^

Übrigens: Der beinahe zeitgleich mit Kassian lebende Augustinus berichtete mit Abscheu und Unbehagen von seiner eigenen Erfahrungen als Schüler. Prügel wurden von den Alten zwar gelobt, meinte er, aber durch diese Erziehungsmethoden „vervielfachte man nur die Mühe und Not der Kinder Adams.“ 


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Mein Kaiser, mein Herr (Zufälle gibt es …)

Ich lausche seit ca. einer Woche dem Hörbuch Mein Kaiser, mein Herr, das vollständig auf dem gleichnamigen Roman von Siegfried Obermeier beruht. Der Leser/Hörer begleitet darin Gerold – den fiktiven illegitimen Sohn des bayerischen Herzogs Tassilo – durch sein langes, abwechslungsreiches Leben, das er vor allem im Dienste Karls des Großen verbringt. Dabei übernimmt Gerold verschiedene Aufgabe, wie die des Soldaten, des Lehrers, des Dolmetschers oder des Gesandten.
Irgendwann im Verlauf der Geschichte büxt Gerold mit seiner Geliebten Hildtrud – einer Tochter Karls des Großen – aus. Um nicht erkannt zu werden, verkleiden sich die beiden. Gerold mimt dabei einen zur Pilgerfahrt verdonnerten Händler, während Hildtrud ihr Haare schert und sich als Diener ausgibt, der  – man glaubt es kaum – den Namen Hiltibold trägt 😊.
Ein wirklich lustiger Zufall, denn ich habe mir genau diesen Namen ja ursprünglich deshalb ausgesucht, weil er vor allem in dieser Schreibweise recht selten ist.

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Fernsehprogramm à la ZDF

Hmmm, handelt es sich bei der folgenden Zusammenstellung, die einen Ausschnitt aus lediglich sechs Tagen ZDF-Programm zeigt, um ein starkes Indiz für einen veritablen Dachschaden der Verantwortlichen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens? Klick mich
Im Angesicht dieser immensen Schlagseite ist es jedenfalls kein Wunder, dass große Teile der Menschheitsgeschichte im deutschen Fernsehen nur unter ferner liefen abgehandelt werden. Freilich, der ORF ist da noch viel schlimmer! Abseits von Natur-Dokus bekommen die Fernsehmacher auf dem Küniglberg so gut wie nichts auf die Reihe. Am besten man meldet den ORF ab und spendet die eingesparten Gebühren guten Alternativmedien der eigenen Wahl.

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Forscher entdecken in österreichischem Kloster ältestes Schriftstück auf Deutsch …

… schreibt die Berliner Zeitung: Klick mich

Übrigens, am 14. Mai hat auch die Kronenzeitung in ihrer Druckausgabe dazu einen Beitrag gebracht. Da heißt es in einem Interview unter anderem:
Frage: Warum ist dieser Fund so einzigartig?
Antwort: Es handelt sich um die erste Verschriftlichung der deutschen Sprache.
Nein, richtigerweise müsste es heißen, dass es sich um die bis dato älterste entdeckte Überlieferung handelt …

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Das fetzt

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Weitere interessante Themen auf diesem Blog:

    Fundstücke KW 19

    In der Bibliothek der Benediktinerabtei Admont ist ein 1200 Jahre altes Schriftsück aufgetaucht – in deutscher Sprache geschrieben! Hier die Kurzmeldung auf Spiegel Online, hier die kostenpflichtige Langfassung. Der Standard meldet den Fund des Wörterbuchfragments ebenfalls. Ausgrabungen im Herzen von Bielefeld … Weiterlesen

    durchsichten: Rez. zu Thomas Ertl: Seide, Pfeffer und Kanonen. Globalisierung im Mittelalter

    http://www.durchsichten-online.de/link/muu4k Das Mittelalter ließ die alte Welt mit zunehmender Geschwindigkeit zusammenwachsen. Reise- und Handelsrouten wie etwa die Seidenstraße verknüpften die Kontinente. Ausgetauscht wurden aber nicht nur Waren, sondern auch wertvolles Wissen. Buchdruck, Kompass und Schießpulver, häufig als die drei größten Erfindungen des Mittelalters bezeichnet, hatten ihre Wurzeln in China. Missionare, Pilger, Händler, Soldaten und Abenteurer […]

    Es geschah vor 500 Jahren

    Vor 500 Jahren, am 12. Mai 1517, ist in Nürnberg der Kaufmann Kunz Horn verstorben. Sein Vater Hans Horn ist wohl identisch mit jenem „Hernlein an der Irhergassen“, zu dessen Tod laut Lorenzer Totengeläutbuch am „unschuldig kindlein tag“ (28. Dezember) 1478 in Nürnberg die Glocken geläutet wurden (im Sebalder Totengeläutbuch wird „Hans Horn in der Irrergaßen“ im Zeitraum zwischen Lucie 1478 = 16. Dezember und Reminiscere 1479 = 3. März als erster Beläuteter genannt). Dieser Hans Horn ist noch 1479 als Besitzer eines Hauses in der Irrergasse (ab etwa 1865 Weißgerbergasse 5) belegt. Er war ebenfalls Kaufmann und 1469 bzw. […]

    Tagungsbericht „Secreta et Mysteria. Neues aus den historischen Grundwissenschaften” (Jahrestagung des Netzwerks Historische Grundwissenschaften), 23. – 25. März 2017, Universität Bonn

    Vom 23. bis 25. März fand an der Universität Bonn die Jahrestagung des Netzwerks Historische Grundwissenschaften (NHG) statt.1 Die Veranstaltung unter dem Titel „Secreta et Mysteria – Neues aus den historischen Grundwissenschaften”2 hatte sich zum Ziel gesetzt, vor allem jüngeren…

    Videos: Neues Wikinger-Museum — Außergewöhnliche Mehrfachbestattung des Mittelalters

    Ein Neues Wikinger-Museum | Spieldauer 6 Minuten  | ARD | Stream & Info

    Im erklärenden Text zum Videobeitrag heißt es:

    „Blonde Hünen mit gehörnten Helmen, die brandschatzend durch die Welt zogen. So werden die Wikinger gerne dargestellt.“
    Von den Hörnerhelmen abgesehen ist daran auch nichts falsch (und selbst die gab es, wenn wohl auch nur im kultischen Bereich).  Und weiter:

    „Ein neues Museum in Stockholm zeichnet nun ein umfassenderes Bild und betont auch die Bedeutung der Wikinger-Frauen.“

    Bitte die Kirche im Dorf bzw. das Drachenschiff im Hafen lassen 😉. Es sollte nämlich bedacht werden, dass sich die Tätigkeiten der Wikingerfrauen nicht wesentlich von ihren Geschlechtsgenossinen in anderen Kulturen des frühmittelalterlichen Europas unterschieden: Man schaute auf Haushalt und Kinder, wenn die Männer nicht zuhause waren. 
    Alles sehr wichtig, keine Frage. Aber die häuslichen Leistungen der Frauen haben die Wikinger nicht dermaßen bekannt gemacht, sondern die von ihren Männern durchgeführten Raubzüge; der hierbei entstandene Schaden für die europäische Kultur ist immens – vom verursachten menschlichen Leid gar nicht zu reden. Entsprechend haben sich diese außergewöhnlichen Vorgänge in der Geschichtsschreibung niedergeschlagen.
    Was hingegen herausgekommen wäre, wenn diese kriegerische Aufgabe weibliche Wikinger übernommen hätten, lässt sich anhand eines relativ aktuellen Videos erahnen, dass drei schwedische Polizistinnen in Aktion zeigt. Man weiß nicht, ob man darüber lachen oder mitleidig den Kopf schütteln soll …
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    Eine außergewöhnliche Mehrfachbestattung des Mittelalters an der Spitalkirche von Amberg | Spieldauer 11 Minuten  | Schauhütte Archäologie | Stream & Info

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    Fundstücke KW 17-18

    Zwei Termintipps: Am Mittwoch, den 10. Mai widmet sich ein kostenloser Vortrag im Historischen Museum Frankfurt Krieg und Kampf der antiken eurasischen Nomaden. Und am 29.-30. Mai finden die 8. Mannheim-Heidelberger Werkstattgespräche zur Geschichte des Mittelalters statt. Russische Forscher vermuten, … Weiterlesen

    Klimawandel und Nahrungsmittelpreise – ein interdisziplinärer Blick zurück


    J. Esper/ U. Büntgen/ S. Denzer/ P.J. Krusic/ R. Schäfer/ R. Schreg/ J. Werner: Environmental drivers of historical grain price variations in Europe.
    Climate Research 72, 2017, 39–52

    In der Diskussion um die Bedeutung des Klimas für die Geschichte werden sehr oft und pauschal Zusammenhänge postuliert, indem etwa „Klimaverschlechterung“ für wirtschaftliche Schwierigkeiten verantwortlich gemacht wird. Tatsächlich ist dies viel zu simpel. Die Zusammenhänge von Klima und Geschichte sind höchst komplex, da Gesellschaften unterschiedlich vulnerabel oder resilient gegen Krisen sein können. Was für die einen schlecht ist, kann für andere eher vorteilhaft sein. So sind beispielsweise die Anlage und Verteilung der Felder, aber auch Systeme der Vorratshaltung oder der Solidarität historisch-kulturell bedingte Rahmenbedingungen, die die Folgen des Klimawandels in einem gewissen Rahmen puffern können.  Problematsch sind das Zusammenwirken unterschiedlicher Faktoren sowie die Auswirkungen von Schwellenwerten aber auch die handlungsleitenden Weltbilder der Menschen. Reaktionen auf Klimawandel sind – wie heute die Trump-Administration demonstriert – nicht immer rational und möglicherweise sogar eher kontraproduktiv.
    Um die Zusammenhänge zwischen Klima und Geschichte zu erfassen, bedarf es also einer Überprüfung, wie Klimawandel und historische Entwicklungen konkret zusammenhängen. Ein wichtiger Mittler dazu können Nahrungsmittelpreise sein, da sie prinzipiell Ernteschwankungen abbilden können. Solche Überlegungen waren der Anlass, für eine Studie auf Preisreihen zurück zu greifen, wie sie die Wirtschaftsgeschichte schon seit langem zusammen gestellt hat.

    Roggen
    (Foto: Alupus [CC BY SA 3.0] via WikimediaCommons)

    Schwankungen der Getreidepreise waren ein Charakteristikum der europäischen Wirtschaftsgeschichte. Schon lange hat die Forschung daher Preisangaben für Gerste, Roggen und Weizen gesammelt. Trotzdem fehlt es an einem tieferen Verständnis der Zusammenhänge zwischen der Preisentwicklung und klimatischen oder umweltbedingten Faktoren. Immer wieder war von Historikern gewarnt worden, solche Preisserien als Ausdruck genereller Konjunkturen heranzuiziehen, da sie oft lokalen politischen Einflüssen unterworfen waren und so hochgradig regional beeinflusst sein können. Mit der Betrachtung der Preise erfassen wir dennoch einen Faktor, der sehr direkt von den Ernteerträgen und der jährlichen Witterung abhängt. Die Notwendigkeit, regionale politische Faktoren auszufiltern und langfristige Trends im Vergleich mit den klimatischen Entwicklungen zu erfassen, führt zu einer primär statistischen Analyse der Datenserie.

    Korrelation historischer Getreidepreise und klimatischen Entwicklungen

    Jahrringe spiegeln die klimatische Entwicklung
    (Foto: R. Schreg)

    Ausgangspunkt war also das Problem, die beobachtbaren Korrelationen von Umweltfaktoren und langfristigen sozialen Prozesse enger aufeinander zu beziehen. Getreidepreise erweisen sich hier als guter Proxy. Der neu erschienene Artikel nutzt historische Preisreihen aus 19 Städten aus Mittel- und Südeuropa aus dem Zeitraum vom 14. bis zum 18. Jahrhundert.  Wir haben dazu alte Sammlungen spätmittelalterlicher und frühneuzeitlicher Getreidepreise digitalisiert und mit den dendrologisch gewonnenen Klimakurven abgeglichen. Mittels GIS lassen sich regionale, politisch bedingte „Anomalien“ ausfiltern.

    Die darin auf einer zeitlichen Auflösung von einem Jahr bis zu mehreren Jahrzehnten erkennbare räumliche Variabilität wurde mit der Rekonstruktion der Sommertemperatur und hydroklimatischen Bedingungen verglichen, wie sie sich anhand dendrologischer Untersuchungen in Finnland ergeben. Diese Serie spiegelt sehr gut die Großwetterlagen in West-, Mittel- und Südeuropa wieder.
     

    Kriege überlagern Umweltfaktoren

    Direkte Korrelationen zwischen historischen Getreidepreisen und rekonstruierten Trockenheitsindices sind zwar gering; konzentriert man sich aber auf Extremereignisse ergeben sich deutliche Hinweise auf eine klimatische Beeinflussung großer Preisschwankungen. Unter Normalbedingungen sind also in der Tat politische Entwicklungen wichtiger als klimatische Einflüsse. Während ausgeprägter Trockenperioden erweisen sich Getreidepreise aber als extrem hoch und während Feuchtphasen extrem niedrig.  Die Getreidepreise in Europa sind eng mit Hungersnöten und Ernährungsengpässen verbunden, die zudem mit regionalen Sommerdürren zusammen.  Der normale Witterungsverlauf zeigt hingegen kaum eine Korrelation mit Preisen, nur größere Witterungsevents wirken sich auf Ernten und Getreidepreise aus. Zudem zeigt sich aber, dass Schwankungen der Getreidepreise durch mittelfristige Temperaturtrends beeinflusst werden.

    Ein Ergebnis, das in dem Artikel besonders hervorgehoben wird: In Kriegszeiten schaft sich der Mensch so viel eigene Probleme, dass diese dann den klimabedingten Stress überlagern. Der Einfluß der Sommertemperaturen ist nach dem 30jährigen Krieg im Zeitraum von 1650 bis 1750 besonders stark. Während Kriegsperioden sind die Korrelationen zwischen den verschiedenen Regionen relativ gering, während sie danach immer wieder zunimmt. Während der Unruheperioden werden klimatische Faktoren von soziokulturellen zurück gedrängt und zeigen größere regionale Variabilität.
    So zeigt sich gesellschaftlich/politische Faktoren und Umweltfaktoren komplex ineinandergreifen. In Friedenszeiten kommen Umweltfaktoren stärker zum Tragen als während Kriegen.
     

    Archäologie als Mittler zwischen Historikern und Geowissenschaftlern

    Auf den ersten (und wohl auch auf den zweiten) Blick hat das wenig mit Archäologie zu tun. Und dennoch war hier die Archäologie hier als Mittler zwischen Klimaforschern und Historikern ganz grundlegend. Letztlich war es nicht möglich, wie ursprünglich beabsichtigt, einen archäologischen Datensatz zur Siedlungsentwicklung mit der nötigen chronologischen Auflösung in die Überlegungen mit einzubeziehen, aber die traditionell engen Beziehungen der Archäologie sowohl zu den Natur- wie zu den Geschichtswissenschaften waren für die interdisziplinäre Verständigung außerordentlich hilfreich.
    Der verfolgte methodische Ansatz hat weitere vertiefende Forschungspotentiale. Man wird nicht nur den Datensatz durch die Aufnahme weiterre Preisreihen noch ausbauen und regional differenzieren können, sondern auch versuchen können, weitere Faktoren ins Spiel zu bringen. Sind die Preisschwankungen in primär auf Getreidebau orientierten Landschaften anders als in Regionen mit stärkerer Viehwirtschaft? Lässt sich vielleicht eine Resilienz bestimmter Anbaupraktiken und Siedlungssysteme nachweisen? 
    Hier kommen die historische Geographie sowie die Archäologie wieder stärker ins Spiel. Aufgrund der relativ schlechten chronologischen Auflösung, die man beispielsweise für die Datierung für Wüstungen erreichen kann, dürfte hier den räumlichen Korrelationen eine größere Bedeutung zukommen als den chronologischen.
    Kurz: Schon allein das Nachdenken über Zeitreihen und langfristige Prozesse, wie es sich aus der Landschafts- und Umweltarchäologie ergibt, hat insofern einen Mehrwert, als es auch über das Fach hinaus Forschung anregen kann.

    Links

    Hörbares: Katharina von Bora — Der deutsche Bauernkrieg — Die römische Familie — Giganten der Vergangenheit — Mörderische Mode — usw.

    Katharina von Bora – Luthers bessere Hälfte? | Spieldauer 23 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download

    Der deutsche Bauernkrieg – Aufstand des gemeinen Mannes | Spieldauer 22 Minuten | BR | Stream & Info | Direkter Download

    Die römische Familie: Begriffsdefinition „Familia“ – Nomenklatur – Agnetisches Prinzip – Zentrale Rolle des „pater familias“ | Spieldauer 59 Minuten | Freies Radio Freistadt | Stream & Info
    (Off-Topic) Höhlenbär, Säbelzahn und Co. – Giganten der Vergangenheit | Spieldauer 21 Minuten | BR/ARD | Stream & Info | Direkter Download
    (Off-Topic) Löwe und Flusspferd in Mitteleuropa – Ein Gespräch mit dem Paläontologen Wighart von Koenigswald | Spieldauer 27 Minuten | BR/ARD | Stream & Info | Direkter Download
    (Off-Topic) Todschick – Mörderische Mode | Spieldauer 14 Minuten | Das geheime Kabinett | Stream & Info | Direkter Download
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    Wechterswinkel: Urkunden eines Benediktinerinnenklosters. Rezension der Edition Heinrich Wagners

    Kloster Wechterswinkel, dessen diplomatische Überlieferung 2015 einer Edition gewürdigt wurde, liegt gegenwärtig im Landkreis Rhön-Grabfeld, südwestlich von Mellrichstadt, dem Grenzort zwischen Franken und Thüringen. Was für viele abgelegen klingt, war zumindest im Mittelalter eine Region höherer Bedeutung, liegt hier doch der Salzforst…

    München für Mediävisten. Einblick in die deutsche Forschungslandschaft zur mittelalterlichen Geschichte, 4.–8. September 2016

    Bereits zum sechsten Mal organisierte das Deutsche Historische Institut Paris eine Studienreise nach München. Am 4. September 2016 trafen wir, zehn französische, belgische und deutsche Studierende bzw. Promovierende, uns dort, um unter Leitung von Herrn Prof. Große Forschungsinstitutionen und Bibliotheken…

    Fundstücke KW 16*

    * Jetzt stimmt auch die Wochenzählung wieder! Maxi Maria Platz stellt auf Archaeologik die Disziplin „Mittelalterarchäologie“ vor. In Mössingen ist ein Alamannengrab mit einem kopflosen Pferdeskelett entdeckt worden, wie das Schwäbische Tagblatt meldet. „Warum die Vernetzung unter Wissenschaftlern essentiell ist“ … Weiterlesen

    Call for Papers: Kirchliche Räume und weltliche Herrschaften [DHI Paris]

    Definitionen, Modelle und Konflikte in Kontaktzonen (9.-13. Jahrhundert) Bewerbungsschluss: 30. Mai 2017 Internationaler Workshop für Nachwuchswissenschaftler, Deutsches Historisches Institut Paris/ Laboratoire ACP (Université Paris-Est Marne-la-Vallée), 5.-6. April 2018 Das allmähliche Auseinandertreten der geistlichen und…

    Buch: Der Flammenträger – von Bernard Cornwell

    Nach rund 50 Jahren und unzähligen Kämpfen für Wessex und Mercien ist der angelsächische Kriegsherr Uhtred endlich am Ziel seiner Träume angelangt: Die Rückeroberung des alten Familiensitzes Bebbanburg in Northumbria liegt in greifbarer Nähe!
    Doch bevor er sich daranmachen kann, seine räuberische Verwandtschaft aus der alten Festung zu vertreiben, muss ein Dickicht aus Täuschungen, Intrigen und Fallen überwunden werden. Nicht nur norwegische Wikinger, sondern auch Schotten und Westsachsen setzen alles daran, Uhtreds Pläne im allerletzten Moment zu durchkreuzen.
    Mindestens ebenso hart wie Uhtred dürften auch viele Leser auf den Tag gewartet haben, an dem ihr lieb gewonnener Held wieder Herr seiner ererbten Ländereien ist. Eventuell hat der Autor Bernard Cornwell ja bemerkt, dass etliche Fans der Reihe seine seit neun Romanen andauernde Verzögerungstaktik mittlerweile mehr ärgerlich als spannend fanden.
    Besser spät als nie – könnte man nun sagen. Ich bin allerdings der Meinung, dass der beste Zeitpunkt für die Verwirklichung von Uhtreds Zielen längst verpasst wurde. So richtig glaubwürdig ist es nämlich nicht, wenn ein mittlerweile rund 60 Jahre alter Mann im vordersten Schlachtengetümmel einen Gegner nach dem anderen niederhaut. Aber vielleicht fühlt sich der über 70jährige Autor ja selbst etwas jünger, wenn er in seinen Büchern einem Herrn in fortgeschrittenem Alter solche Fähigkeiten zuschreibt 😉
    Bernard Cornwells Rezept für einen unterhaltsamen historischen Roman bleibt auch beim 10. Uhtred-Band unverändert: Eine meist mit hoher Geschwindigkeit vorangetriebene Handlung; brutale Kämpfe mit Liebe zum blutigen Detail; einige mehr oder weniger überraschende Wendungen; kein oder kaum Liebesschmalz (im Gegensatz zu so vielen anderen Mittelalterromanen); und eine oft vulgäre, mit rauem Humor gewürzte Sprache („Bei den meisten Leuten kommt die Scheiße aus dem Arsch, bei euch jedoch kommt sie aus dem Mund“.).
    Einerseits sind diese Zutaten ein offensichtlicher Erfolgsgarant für den Autor – die Uhtred-Romane verkaufen sich nämlich wie warme Semmeln und wurden jüngst sogar fürs Fernsehen verfilmt. Andererseits hinterlässt das immer gleiche Schema bei manch langjährigem Leser zunehmend einen etwas schalen Beigeschmack. Dementsprechend werden die ersten drei bis vier Teile häufig als die besten angesehen. 
    Immerhin unterscheidet sich die Handlung des aktuellen Romans insofern von den vorhergehenden, dass Uhtred hier ausschließlich in eigener Sache kämpft – also nicht für die Sachsen, um deren Land gegen räuberische Wikinger zu verteidigen. Das ist durchaus erfrischend.
    Im Nachwort des Autors heißt es, er habe diesmal besonders viel hinzugedichtet, was historisch nicht belegt ist. Sei’s drum, ich empfinde diese Hinzufügungen als wenig problematisch. Kritikwürdig ist da eher, dass Cornwell offensichtlich glaubt, man könne einen eisernen Helm mit einem Schwert spalten. Auch sind Formulierungen wie „in zwei Minuten“ für eine im Mittelalter angesiedelte Handlung unsinnig. Aber das sind letztendlich nur Kleinigkeiten, die mir persönlich ins Auge sprangen. Auf das Lesevergnügen wirkt sich so etwas nicht nennenswert aus.
    Fazit: Ja, ich fühle mich von Uhtred trotz gewisser Ermüdungserscheinungen immer noch gut unterhalten. Nicht mehr so sehr wie zu Beginn der Reihe, aber ausreichend, um noch 4 Sterne vergeben zu können.
    Übrigens: Obwohl Uhtred seinen langjährigen Traum nun endlich verwirklicht hat, werden laut Autor weitere Romane über ihn erscheinen. Auf der Homepage beantwortete Cornwell die Frage eines Lesers folgendermaßen: I will likely write the next book of Uhtred’s tale next year. Das wäre 2018. Möglicherweise erscheint daher die deutsche Ausgabe erst 2019.

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    Anmerkung: Es hat zwar überhaupt keinen Einfluss auf die Rezension, trotzdem möchte ich der Vollständigkeit halber noch ein wenig Erbsen zählen und auf folgende Details hinweisen: Das Cover passt nicht so ganz zum Inhalt des Buchs, denn dessen Handlung spielt im frühen 10 Jh., der Helm auf dem Bild entspricht allerdings dem von Sutton-Hoo und ist rund 300 Jahre älter. Die zuständige Grafikerin wird sich gedacht haben: Merkt eh keiner. Doch, ich habe es bemerkt – und sicher auch einige andere Leser 😏
    Nun könnte man freilich anmerken, der Abgebildete ist gar nicht Uhtred, sondern Ida der Flammenträger – eine halb sagenhafte Gestalt aus dem 6. Jh., die im Buch kurz Erwähnung findet und auf die auch der Titel Bezug nimmt. Dann würde man mit dem Helm lediglich um knapp 100 Jahre daneben liegen …
    In jedem Fall unpassend ist jedoch die im Hintergrund abgebildete Steinburg. Bei diesem ‚out of time objekt‘ handelt es sich nämlich um das nordenglische Bamburgh Castle wie es sich heute präsentiert. Zur Zeiten der Romanhandlung – und auch zur Zeit von Ida – bestand der damals noch als Bebbanburg bezeichnete, deutlich kleinere Bau jedoch überwiegend aus Holzpalisaden, Erdwerk und nur wenigen Steinmauern; Cornwell selbst beschreibt die Festung so in seinen Büchern. Warum blieb das aber bei der Cover-Gestaltung unberücksichtigt? Schade, dass man hier nicht etwas mehr Hirnschmalz investiert hat.

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    Weiterführende Informationen:



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    Feierliche Eröffnung der neuen Ausstellung in der Zisterzienserinnenabtei Waldsassen

    Am Samstag, 13. Mai 2017, lädt die Zisterzienserinnenabtei Waldsassen zusammen mit der Regionalgruppe Otnant des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg ab 15 Uhr zur feierlichen Eröffnung der neuen Ausstellung „Schreib- und Buchkunst hinter Klostermauern: Eine Entdeckungsreise durch acht Jahrhunderte Waldsassener Schriftkultur“…

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    „…das ist doch (̶k̶)ein Beinbruch…“ – Was uns Knochen noch so erzählen können… | Spieldauer 11 Minuten | Schauhütte Archäologie / Youtube | Stream & Info
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    Zum Saisonstart des Campus Galli wiederholt der SWR quasi als begleitende PR-Maßnahme einen Werbefilm eine Dokumentation über dieses Projekt. Der Seher mag sich anhand dessen ausmalen, wie ‚kritisch‘ der Staatsfunk den hochdefizitären und ebenfalls staatsnahen Campus Galli journalistisch begleitet ^^
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    Fundstücke KW 15

    Ist die Zombie-Apocalypse keine Erfindung Hollywoods? Funde von verstümmelten Skeletten in England legen nahe, dass bereits unsere mittelalterlichen Vorfahren Angst vor Untoten hatten, wie Der Standard meldet. In seinem Archäologie-Blog berichtet Der Standard außerdem über die Lufterkundung möglicher Fundstellen. Die … Weiterlesen

    Fundstücke KW 14

    Auf archivalia.hyptheses.org geht Klaus Graf der Traditionsbildung eines Mordes im Jahre 1367 in Lübeck nach. Focus Online versucht zu erklären, was Archäologie eigentlich ist (Hinweis: Nix mit Dinosauriern …), warum sie wichtig ist und was sie mit uns Normalsterblichen zu … Weiterlesen

    Videos: Burgenbau in Guédelon — Römischer Silberschatz in Kalkriese entdeckt — Die Germanen im Südwesten



    Guédelon – Experimentelle Archäologie und wie man eine Mittelalterburg baut | Spieldauer 26 Minuten | BR Stream & Info
    Richtig seriöse Experimentelle Archäologie betreibt man in Guédelon nicht, da dort beispielsweise Bagger und Plastikplanen zum Einsatz gekommen sind; und das sind nur zwei Beispiele von vielen. Selbst Mitarbeiter des Projekts haben in anderen Sendungen bereits erklärt, das Guédelon irgendwo zwischen Histotainment und Experimental-Archäologie angesiedelt ist. Die Beschreibung des Projekts durch den BR ist daher ‚überoptimistisch‘. Man plappert einfach die steilen Marketingsprüche des Bauleiters nach (woran erinnert uns das nur …?)
    Wo kämen wir denn hin, wenn sich Journalisten einmal fundiert mit dem Thema ihrer Sendung auseinandersetzen würden. Gleichzeitig behaupten diese ahnungslosen Labertaschen und hohlen Nüsse ständig, sie wären der Inbegriff von Qualität.


    Römischer Silberschatz in Kalkriese entdeckt | Spieldauer 2 Minuten | NDR | Stream & Info

    „Kalkriese gilt seit Jahren als der Ort der Varusschlacht“ – Brav, wie der Herr vom Staatsfernsehen dem ebenfalls staatlich finanzierten Museum hier zur Seite springt. Dass Kalkriese in Wirklichkeit lediglich als möglicher Ort der Varusschlacht gilt, da hieb- und stichfeste Beweise bis dato fehlen, wird verschwiegen. Wie nennt man diese Art von Journalismus? Fake-News? Lückenpresse? 
    Die Germanen im Südwesten – Krieger und Siedler | Spieldauer 45 Minuten | SWR | Stream & Info
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    Krimskrams: Alltagskleidung aus Leinen im Frühmittelalter? — Mahnung wegen Rezensionsexemplar — Goldmünze gefladert — Das DAI macht auf globalesisch

    Hiltibold in Tunika aus leichtem Leinen.
    Der Kopf ging wieder einmal nicht aufs 
    Bild. 
    Das hat allerdings den Vorteil, dass die 
    Geheimdienste mich nicht mit ihrer
    Gesichtserkennung erwischen können 😊

    Laut vor mich hingedacht: Alltagskleidung aus Leinen im Frühmittelalter?


    Die Verantwortlichen meiner Lieblings-Mittelalterbaustelle sind bekanntermaßen um keine Ausrede verlegen, wenn es darum geht, selbst leicht vermeidbare Anachronismen des Projekts irgendwie schön zu reden. Unter anderem behauptet man, die massenhaft zum Einsatz kommende Kleidung aus Leinen sei für das dargestellte Frühmittelalter historisch begründbar. 
    Ausnahmsweise teile ich in diesem Fall die Meinung der Möchtegern-Klosterbaumeister, wiewohl die ebenfalls aufgestellte Behauptung nachweislicher Unsinn ist, dass Leinenkleidung im Frühmittelalter quasi nie gefärbt worden sei. Aber das ist eine andere Geschichte – siehe dazu diesen und diesen Blogbeitrag, wo einige der entsprechenden Quellen genannt werden.

    Kleidung aus typischer Schurwolle ist – verglichen mit Leinen – stark wärmeisolierend und kratzig. Kühlendes Leinen wäre daher beispielsweise für Tuniken gerade im Sommer das Material der ersten Wahl.
    Doch es wird gerne eingewandt, Leinen sei doch deutlich teurer als Wolle gewesen – und nicht jeder konnte sich daher Alltagskleidung aus diesem Material leisten.
    Wirklich? Gerade bei schweißtreibenden Temperaturen dürften viele Männer mit freiem Oberkörper gearbeitet und auch gekämpft haben – wie schriftliche Überlieferungen und auch der gesunde Menschenverstand nahelegen. Von daher wird Leinenkleidung gar nicht rund um die Uhr getragen worden sein; was die Kleidung in weitere Folge schonte und keine allzu häufige Neuanschaffung nötig machte. Eine ähnliche Annahme gilt auch für den Winter: Dann wurde z.B. die Tunika aus Leinen ohnehin unter einer Wolltunika getragen, sodass auch hier der an sich schon vergleichsweise robuste Leinenstoff weniger schnell verschliss. 
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    Mahnung wegen Rezensionsexemplar

    Ich glaubte an einen verfrühten Aprilscherz, als mir neulich eine Mahnung ins Haus flatterte, in der es hieß, ich möge doch für ein kürzlich erhaltenes Rezensionsexemplar endlich den Rechnungsbetrag überweisen. 
    Die haben wohl nicht mehr alle Latten am Zaun, dachte ich mir. Wenige Minuten nachdem ich per E-Mail beim Verlag nachgefragt hatte, was dieser Brief soll, bekam ich auch schon die Antwort, dass es sich dabei um einen Irrtum handelt, der leider immer wieder einmal (!) vorkommt. 
    Na ja, zumindest die Pressestelle funktioniert vorbildlich, wenn schon nicht die Buchhaltung ^^

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    Das DAI macht auf globalesisch
    Was ist eigentlich mit dem DAI los? Das sogenannte Deutsche Archäologische Institut veröffentlicht auf seinem Youtube-Kanal haufenweise Videos, die nicht in deutscher, sondern in englischer Sprache sind. Besonders absurd wird es, wenn man über den deutschen O-Ton von interviewten Wissenschaftlern eine englische Übersetzung legt. Falls die Verantwortlichen meinen, damit würden mehr internationale Seher erreicht werden, dann ist das ein Irrtum, denn die Aufrufzahlen sind sehr bescheiden. Gerade die deutschsprachigen Videos werden noch am ehesten geschaut.
    Es wäre die verdammte Pflicht und Schuldigkeit der Bundesanstalt (!) DAI, Ihren Geldgeber, den üblicherweise deutschsprachigen Steuerzahler der BRD, in seiner Muttersprache zu informieren. Erst wenn man dieser Aufgabe nachgekommen ist, sind z.B. fremdsprachige Übersetzungen denkbar. 
    Interessant ist übrigens, dass unter allen Youtube-Videos des DAI neuerdings die Kommentarfunktion deaktiviert ist. Ein merkwürdiger Schritt. Waren die Rückmeldungen dermaßen negativ?
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    Goldmünze gefladert

    In Berlin hat man eine Goldmünze aus dem Bode-Museum gestohlen – und zwar eine rund 100 Kilogramm schwere Goldmünze im Wert von 3,7 Millionen Euro! Scheinbar waren die Sicherungsmaßnahmen mangelhaft.
    Aber woran erinnert mich die Inkompetenz der Verantwortlichen nur? Ach ja, genau: Vor einigen Jahren war es jemandem aufgrund ähnlicher Schlamperei gelungen, aus dem Kunsthistorischen Museum in Wien die Saliera zu stehlen; ein kitschiger Salzbehälter, der auf rund 50 Millionen Euro versichert war. Immerhin, das Ding ist wieder aufgetaucht. Die aus dem Bode-Museum gestohlene Goldmünze dürfte hingegen umgehend zerteilt und eingeschmolzen werden…

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    Fundstücke KW 13

    Das Blog „Museumsperlen“ liefert einen nützlichen Überblick der Freilichtmuseen in Bayern. Im spätantiken Ungarn scheinen Römer und Hunnen weitgehend freidlich koexistiert zu haben, wie Der Spiegel vermeldet. Wikinger waren im 8.-11. Jahrhundert vor allem gefürchtete Plünderer, haben sich heute aber … Weiterlesen

    Krimskrams: Beinschoner und Schutzbrillen für den mittelalterlichen Schmied? — Gefährlicher Mondstaub

    Beinschoner und Schutzbrillen für den mittelalterlichen Schmied?

    Wie es der Zufall so will, bin ich auf das Foto eines Schmiedes in mittelalterlicher Ausstaffierung gestoßen. Besonders aufgefallen sind mir dabei freilich die ledernen ‚Beinschoner‘, die der Mann trägt: Klick mich

    Ist so etwas historisch belegt? Interessant finde ich es allemal, denn wer selbst schon einmal in mittelalterlicher Kleidung geschmiedet hat, der weiß, dass beim Hämmern auf das glühende Metall der absplitternde, oft noch heiße Abbrand die ungute Angewohnheit besitzt, gelegentlich seinen Weg in die Schuhe zu finden (passiert bei Verwendung moderner Arbeitskleidung deutlich seltener). Natürlich könnte man den oberen Rand der Schuhe zum Schutz mit einem Tuch (oder den Wadenbinden) umwickeln, doch die Schoner auf dem Foto sehen definitiv eleganter und praktischer aus. Außerdem fangen sie nicht Feuer und schützen die Hosen vor Dreck und Brandlöchern. Wobei freilich auch eine zusätzliche Lederschürze nicht verkehrt wäre.
    Der Abbrand kann übrigens auch in die Augen fliegen. Trotzdem habe ich in der heißen Jahreszeit zumeist ohne Schutzbrillen geschmiedet – Grund: Die Dinger sind mir aufgrund der von meinem Körper verstärkt abgegebenen Wärme und der höheren Luftfeuchtigkeit oft an der Innenseite angelaufen. Und nicht richtig sehen zu können, wohin man mit dem Hammer zielt, ist schon ein bisschen problematisch.
    Um die Augen trotz des Verzichts auf eine Schutzbrille halbwegs zu Schützen, kneift man diese eben zu schmalen Schlitzen zusammen. Letztendlich muss aber jeder für sich selbst die Risiken abwägen. 

    Notiz am Rande, weils gerade passt: Beim Arbeiten mit dem Winkelschleifer ist mir einmal unbemerkt ein größeres Stückchen glühendes Metall in die Tasche meines Overalls gehüpft. Es war Winter und kalt, doch plötzlich breitete sich an meinen Hüften eine wohlige Wärme aus. Als ich noch so bei mir dachte, woher die wohl kommt, war bereits ein Faustgroßes Loch in den Overall gebrannt. Zum Glück war der aber aus einem speziellen Material, das nur sehr langsam vor sich hin glost und nicht gleich lichterloh in Flammen aufgeht (man stelle sich vor, was hingegen bei historischer Wollkleidung los wäre…)
    Ganz toll ist auch, wenn so ein glühendes Metallstück auf dem Kopf landet und sich sogar durch die Kopfbedeckung frisst. Mehr als einmal bin ich deshalb ziemlich überrascht in die Höhe gefahren! 😃
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    Gefährlicher Mondstaub

    Kürzlich kam mir auf Youtube der interessante Kanal Curious Droid unter, dessen Betreiber einige ausgezeichnete Videos über die Apollo-Mond-Missionen der NASA produziert haben. Darin wird z.B. der Frage nachgegangen, welcher (unschöne) Plan vorgesehen war, falls das Landemodul aus technischen Gründen nicht wieder von der Mondoberfläche hätte abheben können. Auch die Gefährlichkeit des einst durchflogenen Van-Allen-Gürtels wird näher betrachtet. Spannend fand ich außerdem folgendes Video über den nur scheinbar trivialen Mondstaub, der in Wirklichkeit einige besonders böse Eigenschaften aufweist, die den Astronauten gehörige Schwierigkeiten bereiteten. So dauerte es beispielsweise drei Monate, bis der unter die Fingernägel eines Astronauten geratene, aggressive Mondstaub wieder verschwunden bzw. mit den Nägeln ‚herausgewachsen‘ war.

    Videos: Mit Schwert und Rüstung beim Mittelalter-Verein — Rekonstruktion eines antiken Schiffes

    Mit Schwert und Rüstung beim Mittelalter-Verein Reisecen | Spieldauer 30 Minuten | SWR/ARD | Stream & Info
    Der SWR verbringt ein Wochenende beim Mittelalter-Verein Reisecen auf der Bachritterburg Kanzach.
    Rekonstruktion eines antiken Schiffes | Spieldauer 12 Minuten | ARD | Stream & Info, Direkter Download
    Im Norden Israels rekonstruiert man ein 2500 Jahre altes antikes Schiff. Wenn es fertig ist, möchten die Bootsbauer damit im nächsten Jahr in Marseille an einer Regatta für nachgebaute antike Wasserfahrzeuge teilnehmen.
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    Es geschah vor 550 Jahren

    Vor 550 Jahren, am 21. März 1467 ist in Eichstätt Barbara Pirckheimer, die spätere Caritas Pirckheimer, geboren. Ihre Eltern waren Dr. Johannes Pirckheimer (gest. 1501), Jurist, Diplomat und bischöflicher Sekretär in Eichstätt, und Barbara Pirckheimer, geborene Löffelholz (gest. 1488). Über Caritas‘ Kindheit in Eichstätt und wohl auch in München – Johannes Pirckheimer war 1474 in den Dienst Herzog Albrechts IV. von Bayern (1447-1508, Herzog seit 1465) getreten – ist wenig bekannt. Im Alter von zwölf Jahren trat Caritas 1479 in das Nürnberger Klarakloster ein. Aus ihrer frühen Klosterzeit ist der Briefwechsel überliefert, den sie zwischen 1498 und 1506 mit dem […]

    Fundstücke KW 12

    „Das Archäologische Museum Hamburg hat die Geschichte der Hammaburg und die Anfänge der Hansestadt gründlich erforscht und neu bewertet. Die spannenden Forschungsergebnisse sollen künftig vor Ort im Herzen der Stadt erlebbar gemacht werden. Zusammen mit der HCU Hamburg beschreiten wir … Weiterlesen

    Buch: Die Vermessung der Ozeane – Welt- und Seekarten von der Antike bis zur Neuzeit

    Im Buch Die Vermessung der Ozeane: Welt- und Seekarten von der Antike bis zur Neuzeit (Verlag Delius Klasing) schildert der Autor Olivier de Carrer die Entwicklung der Kartographie sowie das sich wandelnde Bild, das die Menschheit im Lauf der letzten Jahrtausende von der Erde gewann.
    Beispielsweise haben wir einem Schreiber des ägyptische Herrschers Snofru die erste historisch überlieferte, formelle Erwähnung einer Seereise zu verdanken; bereits um 3000 v. Chr. verzeichnete dieser die Ankunft von 40, mit Zedernholz beladenen Schiffen aus Byblos (Libanon). 
    Auch die Forschungsarbeit von so berühmten Wissenschaftlern wie Eratosthenes von Kyrene (berechnete Erdumfang) und Hipparch von Nikaia (teilte Erdumfang als erster in 360 Grad) werden in allgemein verständlicher Weise erläutert.
    Der Fortschritt der Kartographie wird überdies mithilfe großformatiger Abbildungen alter Karten veranschaulicht. Anhand dieser erklärt der Autor unter anderem, welchen Zweck Windrosen und das für Laien verwirrend wirkende Netz von sogenannten Rumbenlinien haben (siehe z.B. das abgebildete Buchcover). 
    Da die meisten der überlieferten Welt- und Seekarten (sog. Portolane) aus dem europäisch-westlichen Kulturkreis stammen, nehmen sie und ihre Entwicklung naturgemäß mehr Raum im Buch ein, als etwa die Kartographie und Seefahrt in Asien. Trotzdem wird auch auf die Kulturen abseits Europas nicht völlig vergessen; beispielsweise würdigt der Autor die navigatorischen Fähigkeiten der Polynesier, die bereits vor Jahrtausenden auf abenteuerlichen Fahrten, unter Zuhilfenahme heute oft nicht mehr bekannter Navigationshilfen, die Besiedelung der Pazifikinseln in Angriff nahmen.
    Überhaupt ist ja die Geschichte der Kartographie auch immer eine der Entdeckungsreisen. Daher ist z.B. von berühmten Männern wie Kolumbus die Rede, aber auch von João Vaz Corte-Real, der bereits 1472 – also 20 Jahre vor Kolumbus – (Nord-)Amerika (wieder-)entdeckt haben könnte. Im Gegensatz zu Kolumbus hatte er freilich keine mächtigen Gönner und spielte auch nicht dermaßen geschickt auf der PR-Orgel, sodass seine Aktivitäten in Vergessenheit gerieten. Doch selbst der Portugiese Corte-Real war vielleicht nicht der erste Europäer des ausgehenden Mittelalters, der amerikanischen Boden betrat. Es ist nämlich denkbar, dass Kabeljau-Fischer bereits Mitte des 15. Jahrhunderts bei Neufundland an Land gegangen sind. Darauf deuten französische Karten hin, die Teile der nordamerikanischen Küste bereits vor den offiziellen Entdeckungsfahrten in dieser Gegend zeigten. Kolumbus könnte davon gewusst haben …

    Fazit: Der Autor ermöglicht in Die Vermessung der Ozeane Nichtfachleuten einen unkomplizierten, sehr schön illustrierten Einblick in die historische Entwicklung der Kartographie. Manch neugierigem Leser werden die Erläuterungen punktuell vielleicht aber etwas zu sparsam sein. Ich hätte mir beispielsweise Näheres zu der berühmten Karte des Piri Reis gewünscht; ein Thema wie dieses sollte man nämlich nicht bloß Erich von Däniken überlassen 😉
    Der Preis für dieses großformatige Buch (36,5 cm x 27,3 x 2,5 x ) beträgt knapp 50 Euro.
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    Inhaltsverzeichnis:

    Eine Welt erfinden – Von der Frühzeit bis Eratosthenes
    Ein sehr langer Schlaf – Von Ptolemäus bis zum Mittelalter
    Zurück auf die offene See – Von der Pisaner Karte zur Schule von Mallorca
    Der vierte Kontinent – Vom „Atlas catalan“ bis Magellan
    Eine Karte für die Seefahrer – Von den ersten Seebüchern zum Seeatlas
    Ein anderer Blick auf den Ozean – Vom „Dépôt des cartes et plans“ zum GPS

    Weiterführende Informationen:

    Weitere interessante Themen auf diesem Blog: 

    Krimskrams: Das Frühmittelalterdorf Unterrabnitz — Der Flammenträger — Wenn alle Dämme brechen — Des Klosters geplante Scheune — Das Buch als Geldanlage

    Das Frühmittelalterdorf Unterrabnitz

    Dank einer E-Mail wurde ich auf das burgenländische Frühmittelalterdorf Unterrabnitz aufmerksam, das mir bisher nur vage vom Namen her bekannt war. Es ist zwar nicht riesig, sieht aber sehr nett aus. Auch die Lage in der Landschaft scheint optimal zu sein (keine modernen Gebäude in unmittelbarer Nähe, stattdessen im Wald gelegen). Ich denke, das muss ich mir mal persönlich ansehen und eventuell auch ein paar Fotos fürs Blog machen. Extrem weit weg ist es ja nicht.

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    Bernard Cornwell: Der Flammenträger

    Der zehnte Uhtred-Roman Bernard Cornwells mit dem Titel Der Flammenträger erscheint am 22 April. Sehr schön, doch wieso kostet die Kindle-Ausgabe nur einen Euro weniger, als die greifbare und wiederverkäufliche Variante aus Papier? Bei dieser eigenartigen Preispolitik wundert es mich nicht, dass der europäische E-Book-Markt stagniert (stört mich allerdings nicht, denn ich persönlich halte von E-Books ohnehin nicht sehr viel).
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    Das Buch als Geldanlage
    Als ich mir im Jahr 2014 das Buch Pfeil und Bogen zur Merowingerzeit gekauft habe, musste ich dafür knapp 25 Euro abdrücken. Für das Gebotene ein durchaus akzeptabler Preis. Neu scheint das Buch mittlerweile nicht mehr erhältlich zu sein, sondern nur mehr gebraucht. Und zwar bei Amazon für 63 und 90 Euro! 
    Ob sich bald ein Blöder findet, der bereit ist solche absurden Preise zu bezahlen? Oder werden die Verkäufer stattdessen sehr lange auf ihren Exemplaren sitzenbleiben und eines Tages gezwungen sein, mit den Preisen deutlich nach unten zu gehen?
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    Wenn alle Dämme brechen
    Ich äußere mich hier normalerweise nicht zu den Ideen von irgendwelchen Parteipolitikern. Doch das folgende Beispiel verdient definitiv eine Ausnahme – weil es nämlich die Bildung berührt, die ja auch eines der Anliegen dieses Blogs ist. Zitat aus der Kronenzeitung vom 13. März.

    Zur Debatte über die Bildungsreform haben am Wochenende auch die Grünen einen Beitrag geliefert: Mathematik soll wegen den vielen Fünfern bei der Zentralmatura nur noch ein Wahlfach bei der Matura sein […].

    Brechen nun in Bananenreich die letzten Dämme, die die Realität vom Irrsinn trennen? Zumindest scheint manch politischer Bildungslegastheniker endgültig in seinem eigenen Ideologiewahn abzusaufen. 
    Anstatt den Mathe-Unterricht und/oder diese eigenartige Zentralmatura grundlegend zu reformieren, soll die vermeintlich allgemeine (!) Hochschulreife den Schülern einfach nachgeschmissen werden. Toll. Doch was wollen die Matheverweigerer im Anschluss an die AHS studieren? Die mathelastigen, aber von der Wirtschaft gefragten MINT-Fächer können sie vergessen. Bleiben also vor allem die überlaufenen ‚Laberfächer‘ wie Soziologie, Psychologie, Politikwissenschaft usw., deren Absolventen sich ob ihres Studiums zwar gerne der besserwissenden Elite zurechnen, es in Wirklichkeit dank politischer Unterstützung aber nur immer häufiger schaffen, dass Dummschwätzerei als anerkannte Wissenschaft durchgeht. Überflüssig zu erwähnen, dass der für obige Idee verantwortlich zeichnende Politiker genau aus dieser kryptointellektuellen Ecke kommt.

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    Des Klosters geplante Scheune
    Es stellt eine Premiere dar, dass seitens des Campus Galli ein geplantes (oder auch bereits fertiggestelltes) Gebäude mehr als nur flüchtig in einem im Internet zugänglichen Beitrag behandelt wird: Klick mich
    Beginnen wollten man mit der Errichtung dieser Scheune bereits vor zwei Saisonen, doch immer wieder kam es zu Verschiebungen. Und selbst der für dieses Jahr angekündigte Baubeginn ist laut Aussagen der Verantwortlichen nicht gesichert. Kein Wunder, stützt sich das Projekt doch allzu sehr auf freiwillige Helfer mit zwei linken Händen. Jeder mag sich selbst ausmalen, wie lange es dauern wird, bis die geplante Klosterstadt mit rund 50 Gebäuden fertiggebaut ist. Ich tippe auf nie.

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    Weitere interessante Themen auf diesem Blog;

    Hörbares: Palmyra und der Bildersturm — Der Koloss von Kairo — Spektakulärer Keltenfund — Wertvoller Codex Gisle — Betrogener Louvre



    Palmyra und der Bildersturm – eine Diskussion in der Akademie der Künste | Spieldauer 55 Minuten | ARD/RBB | Stream & Info 

    Neuer Archäologiefund: Der Koloss von Kairo | Spieldauer 6 Minuten | WDR | Stream & Info | Direkter Download

    Spektakuläre Funde am Bussen – Die Kelten an der oberen Donau | Spieldauer 4 Minuten | SWR | Stream & Info | Direkter Download
    Wertvolles Chorbuch aus dem Mittelalter: Der Codex Gisle | Spieldauer 7 Minuten | WDR | Stream & Info | Direkter Download

    Betrug: Dem Louvre wird eine antike Gold-Tiara angeboten | Spieldauer 4 Minuten | ARD/RBB | Stream & Info | Direkter Download
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    Fundstücke KW 11

    Die Stuttgarter Zeitung schreibt über moderne Museumskonzepte und museale Präsentationsformen. Zu den mit Hilfe privater Spenden restaurierten Quedlinburger Schätzen, über die die Mitteldeutsche Zeitung berichtet, zählen auch Urkunden aus dem 14. Jahrhundert. Ein unterschätztes Problem: Beitrag im Main Echo über … Weiterlesen