Shouldn’t we be there, too?

Das tolle an der Recherche für @die_reklame ist, dass man immer wieder unglaublich tolle Dinge findet. McDonnell Douglas schaltete im US-Magazin für Weltraumfreunde, Final Frontier, in der Oktoberausgabe 1988 diese tolle Anzeige. Zu sehen ist das Core-Modul der russischen Weltraumstation Mir, welche im Jahr 1986 gestartet wurde. Im Kalten Krieg konnte es nicht anders sein – natürlich wurde auch von amerikanischer Seite überlegt und geplant, eine eigene Weltraumstation zu starten. Und um hier Druck auf Präsident Reagan aufzubauen, gab es eine ganze Serie von Anzeigen mit Raumstationwerbung. Diese sticht besonders heraus, einfach weil sie es meisterhaft schafft, den Kalten Krieg einzufangen.

Die amerikanische Weltraumstation wurde so nie gebaut. Nach dem Ende des Kalten Krieges begann eine Phase der Kooperation im Weltraum. Das Space Shuttle flog zur russischen Mir. Und die Weltraumstation wurde in internationaler Kooperation gebaut und fliegt jetzt als ISS um unseren Planeten.

Bonusmaterial: Weitere Weltraumstationswerbung:

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Dichtestress oder warum es einfach zu viele Autos gibt

Momentan brodelt die Verkehrsdebatte wieder heftig hoch. Der Dieselskandal, mögliche Fahrverbote für Schmutzdiesel und eine steigende Anzahl an getöteten Fahrradfahrern erhitzen die Gemüter und führen zu heftigen Debatten nicht nur in sozialen Medien. Zeit, einmal eine historische Perspektive einzunehmen und ein paar Punkte zu beleuchten.

Schaut man sich alte Aufnahmen aus Städten an, dann fällt auf, wie „leer“ diese sind. Es gibt einige nette Videos mit Führerstandsmitfahrten aus Straßenbahnen aus den Anfangszeiten der Motorisierung. Achtet einmal auf den Verkehr – es ist nicht nur so, dass Autos die Pferdekutschen ersetzt haben, sondern auch, dass es schlicht und einfach viel mehr Autos gibt als es jemals Pferdekutschen gab. Das Fehlen von parkenden Autos am Straßenrand fällt in diesen Videos extrem auf.

Früher war einfach weniger Verkehr und es gab vor allem weniger geparkte Autos.

Das kann ich auch statistisch untermauern. Das Kraftfahrtbundesamt führt eine Statistik über den Fahrzeugbestand nach Fahrzeugklassen:

Seit 1960 ist die Zahl der PKW von 4,5 Millionen auf 46,5 Millionen angestiegen und hat sich damit glatt verzehnfacht. Die Zahl der LKWs ist von 680.000 auf 3 Millionen gestiegen. Die gesamte Zahl der Kraftfahrzeuge ist in den letzten 58 Jahren von 8 auf 56,5 Millionen gestiegen. Auch in den letzten Jahren ist die Zahl der Autos kontinuierlich gestiegen. Diese Zahl steigt übrigens kontinuierlich und ist nicht nur ein einmaliger Effekt der Wiedervereinigung. Nicht einberechnet ist eine erhöhte Fahrleistung, stärkerer Transitverkehr gerade auf Autobahnen und so weiter.

Diese Fahrzeuge müssen natürlich irgendwo hin und müssen auch irgendwo fahren. Die zehnfache Menge an PKW braucht auch (mindestens) die zehnfache Menge an Abstellplätzen. Wenn die zehnfache Menge an Autos sich morgens in den Berufsverkehr stürzt, dann benötigt dies andere Straßen und eine andere Infrastruktur am Zielort. Eine Schule, an der die Schüler mit dem Fahrrad oder mit dem Bus kommen, verursacht einfach anderen Verkehr als eine Schule, an der die Eltern ihre Kinder mit dem Auto absetzen.

Das erklärt auch in einem gewissen Maße das Scheitern der autogerechten Stadt. Im Grundkonzept fährt der Herr Oberstudiendirektor oder der Doktor mit seinem Wagen ohne im Stau zu stehen in die Innenstadt, parkt dort direkt vor dem Geschäft oder in einem Parkhaus und kauft ein. Danach fährt er wieder zurück in sein Eigenheim. Dieses Konzept hatte immer einen gewissen elitären Touch – es funktioniert nur, wenn die Masse, die normalen Arbeiter und Angestellten, weiterhin in ihren Zechensiedlungen wohnen oder zu Fuß, mit dem Rad oder mit der Straßenbahn zur Arbeit fahren. So wirklich wurde nicht mitgedacht, was passiert, wenn plötzlich auch die Kindergärtnerin oder der Bauarbeiter Samstags mit dem eigenen PKW in die Innenstadt zu Primark will.

Da wir mittlerweile nicht mehr unsere Altstädte planieren, um Einfallsschneisen für Autos zu schaffen, sind recht apokalyptische Szenarien die Folge. Wer bei Google News nach „Innenstadt voll“ sucht, findet deutschlandweit Berichte von völlig überfüllten Innenstädten, in denen die Autofahrer stundenlang vor den Parkhäusern Schlange stehen. Mein Favorit ist diese Meldung aus Freiburg, wo es an einem Samstag so viel Stau gab, dass die Autos nicht aus den Parkhäusern kamen und dort die Kohlenmonoxidbelastung kritisch wurde. Die Feuerwehr musste das Parkhaus evakuieren. Das ist nicht ein Problem der fehlenden Parkhäuser oder Straßen, sondern schlicht und einfach ein Problem der zu vielen Autos. Ein Auto braucht mindestens 6m² Platz und in einer herkömmlichen Innenstadt gibt es einfach nicht genügend Raum, um jedem im Weihnachtsverkehr einen Parkplatz zu bieten.

Zugeparkt – das Dortmunder Kreuzviertel (CC-BY-SA 3.0 Mathias Bigge)

Gerade die alten Stadtviertel, die noch nicht mit Blick auf das Auto gebaut wurden, haben mittlerweile ein großes Problem: Parkdruck. Da man die schönen Gründerzeit-Altbauten schlecht abreißen kann und auch schlecht verschieben kann, gibt es schlicht und einfach keinen Parkplatz für jeden Bewohner. Wie denn auch, wenn vier- oder fünfstöckige Häuser jeweils ein paar Parkplätze vor der Tür und vllt. ein paar im Hof haben? Das Ergebnis: Parksuchverkehr, Stress für Pendler, die nach Feierabend ihr Auto nicht abstellen können, Zeitverlust, Spritverschwendung, Lärm, Abgasbelastung und vor allem völlig lebensfeindliche Gegenden: Wo überall Autos parken, können keine Kinder spielen, keine Radfahrer spielen, keine Anwohner sitzen. Und wenn alle Parkplätze weg sind, helfen auch keine Parkplatz-Apps. Das Grundproblem ist, dass es einfach zu viele Autos gibt.

Historische Freiburger Straßenbahn mit Beiwagen bei Günterstal

Das Prinzip des „Immer mehr“ gilt übrigens nicht nur für den Autoverkehr. Wer einmal in einem Eisenbahnmuseum war oder mit einer historischen Straßenbahn gefahren ist, die vielerorts von Enthusiasten immer noch in Schuss gehalten werden, wundert sich, wie klein diese sind. Sie sind langsamer, unbequemer und haben deutlich weniger Kapazität als die modernen Varianten. Mit diesen Fahrzeugen würde der moderne ÖPNV genauso zusammenbrechen wie der Fernverkehr mit den nostalgischen Dampfloks.

Auch der Eisenbahnverkehr ist rapide angestiegen. Die Bahn bewältigte 1990 44,6 Milliarden Personenkilometer, 2016 waren es schon 95,8 Milliarden Kilometer. Bei allen Problemen, die die Bahn gerade hat: Sie hat noch nie so viele Fahrgäste so weit transportiert.

Eine ähnliche Entwicklung sieht man im Flugverkehr. Im Jahr 1950 bewältigte der Flughafen Frankfurt 195.330 Passagiere. 1960 waren es 2.172.494, 1991 nach der Wiedervereinigung 27.991.435. Zur Jahrtausendwende waren es 49.369.429 und 2016 60.792.308.

Die Bevölkerungszahl Deutschlands ist übrigens nicht in diesem Maße gestiegen. Wir sind also deutlich mobiler geworden als jemals zuvor. Und das führt dazu, dass der Verkehr deutlich angeschwollen ist – und damit auch belastender wirkt. 4 Millionen Autos bundesweit haben einfach einen anderen Impact als 46 Millionen und die Anwohner des Frankfurter Flughafens würden sich deutlich weniger beschweren, wenn dieser einen Flugverkehr auf dem Level von 1950 abwickeln würde. Das, was heute noch erträglich ist, kann mit zunehmendem Verkehr dann belastend wirken.

In den Städten führt die stetig gestiegene Zahl der Autos dann zu Dichtestress. Viele der aktuellen Probleme wären gar keine Probleme, wenn es nur die Hälfte des Verkehrs gäbe. Die Luft wäre sauberer, weil nur noch die Hälfte der Abgase in die Luft geblasen würde. Der Schummeldiesel würde zwar immer noch schummeln, aber die Masse macht es hier. Weniger geparkte Autos würden bedeuten, dass die Anlage von Radwegen einfacher wäre. Radwege sind auf verkehrsarmen Straßen ohne parkende Autos sogar eigentlich recht überflüssig. Weniger Verkehr bedeutet weniger Unfälle. Weniger Stau. Weniger Lärm. Weniger Stress. Weniger Gefahrenpotenzial. Weniger Konfliktpotential.

Aber: Es ist bequem und toll, mobil zu sein. Wir müssen mobil sein, weil dies unser Lebenstandard erfordert. Und weil es das Leben erfordert, das wir leben wollen. Ich selbst habe jetzt die letzten Jahre eine Fernbeziehung von NRW nach Freiburg geführt – und das ging nur so gut, weil es schnelle Verkehrsverbindungen gab. Andere Menschen pendeln zig Kilometer zu ihrem Job, damit sie den Feierabend mit ihren Liebsten verbringen können. Andere müssen jeden Tag weit pendeln, weil sie sich die Mieten in der Nähe des Arbeitsplatzes nicht mehr leisten können. Auch wenn es natürlich Leute gibt, die aus purem Spaß Auto fahren – im Berufsverkehr tun es die wenigsten. Auch auf den Wochenendausflug verzichtet man genauso ungerne wie auf den Jahresurlaub.

Nun fehlt aber seit Jahrzehnten das wirklich überzeugende Verkehrskonzept. In die bestehenden Strukturen werden immer mehr Autos gekippt und sie so immer mehr be- und überlastet. Die Autos sind zudem immer größer und noch wilder motorisiert geworden und so langsam knallt es dann. Auf der Straße, aber auch in wilden Mobilitätsdiskussionen. Die Ursache ist immer, dass in den Städten immer mehr Verkehr immer dichter zusammen auf nicht radikal größeren Flächen fließt. Genau wie das Paar, das sich nachts in einem viel zu kleinen Bett um die Bettdecke streitet oder zwei Haustiere in einem zu kleinen Käfig, beißen sich die Verkehrsteilnehmer.

Hier fehlt bislang der große Wurf – der es irgendwie schaffen muss, diese gigantisch angestiegene Verkehrsflut in den Griff zu bekommen. Denn es ist auch nicht damit getan, einfach die Autos aus den Städten zu verbannen – der ÖPNV ächzt im Berufsverkehr vielerorts schon an der maximalen Belastungsgrenze. Auch selbstfahrende Autos bringen nicht, wenn sie dann eingesetzt werden wie unsere aktuellen Autos. Denn auch ein selbstfahrendes Auto benötigt seine 6m² und die gibt es einfach nicht für alle. Vielleicht zieht es die Firmen irgendwann wieder aus den angesagten Städten in weniger hippe, dafür aber bezahlbarere Städte. Vielleicht bekommen wir die Klein- und Mittelstädte so attraktiv, dass die einzigen Akademiker dort nicht nur die Lehrer sind. Vielleicht können wir einen öffentlichen Personennah- und fernverkehr schaffen, der wirklich funktioniert und bezahlbar ist. Immer mehr Autos in die Stadt fahren lassen, wird irgendwann jedenfalls nicht mehr funktionieren. Da hilft dann auch die wilde Wut gegen Dieselfahrverbote oder Umweltzonen nichts mehr – ein BILD-Aufkleber am Heck schafft trotzdem keine Parkplätze.

Aber etwas Ehrenrettung muss auch sein: Früher war auch nicht alles besser und wir haben schon gewaltige Fortschritte gemacht. Die Zahl der Verkehrstoten war astronomisch. New York den Stand der Verkehrstoten von 1910, also vor der massenhaften Verbreitung des Autos erreicht. Deutschland erreichte mit 21332 Toten im Jahr 1970 einen traurigen Zenit. Im Jahr 2017 starben „nur“ noch 3180 Menschen – bei der dreifachen Menge an Fahrzeugen auf der Straße und 20 Millionen Einwohnern mehr. Das sind zwar immer noch zu viele, aber angesichts der gewaltig gestiegenen Zahl der Autos, die zudem auch deutlich besser motorisiert sind, ist das ein Fortschritt. Die Sicherheitsfeatures haben etwas gebracht – und eine deutliche Verschärfung der Regeln. Gurtpflicht, Senkung der Promillegrenze, Einführung von Höchstgeschwindigkeiten inner- und außerorts und Helmpflicht für Motorradfahrer sind nur einige der eingeführten Verschärfungen.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Die damaligen Anti-Sicherheitsgurt-Kampagnen erinnern übrigens frappierend an heutige Diesel-Fanboys und die heutige Debatte

Es tobte in Glaubenskrieg in Deutschland in jenen Tagen, der unerbittlich ausgefochten wurde – mit allen sozialen Konsequenzen. Gurtträger galten als ängstliche und kleinliche Spießbürger. Wer sich anschnallte, stand überdies im Ruf, mit missionarischem Eifer seine Umwelt zu nerven. Nicht wenige Autofahrer legten anfänglich genau deshalb den Gurt nicht an, weil sie solche ablehnenden Äußerungen vermeiden wollen. Umgedreht bezichtigten überzeugte Gurtträger die Gegner als verantwortungslos, arrogant und egoistisch – und forderten vereinzelt sogar Fahrverbote für Gurtmuffel.

http://www.spiegel.de/einestages/einfuehrung-der-gurtpflicht-a-946925.html

Wir haben schon einen gewaltigen Teil unserer Städte zurückerobert. Man kann zwar mit dem Auto in die Innenstadt fahren, aber es ist schwerer geworden, mit dem Auto direkt durch die Innenstadt zu fahren. Noch vor wenigen Jahrzehnten waren zentrale Plätze in der Innenstadt häufig einfach Parkplätze. Heute ist es kaum vorstellbar, dass etwa der Münsterplatz in Freiburg mal zum Parken verwendet wurde.

Und was ist mit der Luft? Die Grenzwerte werden zwar fast täglich überschritten, aber es ist trotzdem kein Vergleich zu früher, wo es noch Kohleöfen gab, die Industrie ungefiltert Abgase in die Umwelt blasen konnte und man an der Tankstelle verbleites Benzin gekauft hat und dann noch fleißig überall geraucht wurde. 

Von daher gibt es bereits massive Fortschritte – trotz Schummelsoftware ist auch ein moderner Diesel sauberer als seine Vorfahren. Das Problem ist nur, dass er besser motorisiert ist und es schlicht und einfach viel, viel mehr von ihnen gibt. Und für dieses viel mehr benötigen wir eine Lösung.


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Alte Produktkataloge

Alte Produktkataloge sind nicht nur spannend durchzuschauen, sondern sind auch ein immenser Datenschatz: Welche Produkte waren verfügbar? Wie teuer waren diese? Was war gerade neu und aufregend? Und was wollten die Leute haben? Was war aufregend? Was verschwand wieder? Womit beschäftigte man sich? Wie ging die technische Entwicklung?Man muss natürlich auch an Kataloge die nötige Quellenkritik anwenden, denn immerhin sind dort z.B. auch Produkte enthalten, die verkauft werden sollten und groß beworben wurden, sich aber nicht verkauft haben. Man denke nur an die große Verkaufsoffensive für 3D-Fernsehern vor ein paar Jahren, die dann doch keiner haben wollte.

Auf jeden Fall sind Produktkataloge eine tolle Quellengattung, die auch noch sehr schlecht erschlossen ist. In Bibliotheken findet man den alten Quelle-Katalog nicht und auch online ist es häufig etwas mau. Archive.org hat eine große Sammlung von Katalogen, aber diese stammen zum großen Teil aus dem englischsprachigen Raum. Dann haben Hobbyisten die alten Kataloge ihres Gebietes gescannt. So ist es einfacher, online einen alten Märklin-Katalog zu finden als einen alten Neckermann-Katalog. Zwei Seiten mit entsprechend alten Katalogen sind mittlerweile leider wieder aus dem Internet verschwunden und auch nicht über die Wayback Machine verfügbar.

Das ist schade. Daher habe ich eine kleine Sammlung von alten Produktkatalogen gestartet. Hierbei handelt es sich v.a. um bereits online verfügbares Material. Bislang ist zusammengekommen:

Wenn Ihr weitere Links zu oder Scans von alten Katalogen hat, würde ich mich über eine kurze Nachricht an blog@schmalenstroer.net oder per Twitter an @mschfr freuen. Es gibt auch noch Digitalisierungsbedarf – wenn jemand von euch entsprechendes Material herumliegen hat, bitte ich um Kontaktaufnahme.

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Neues für PlanetHistory

Es gibt etwas Nachschub für PlanetHistory. Ich bin in der letzten Zeit leider nicht dazu gekommen, die Seite wirklich gut zu betreuen. Mitte des Jahres bin ich von Ahlen (Westfalen) wieder nach Freiburg gezogen und pendelte auch vorher bereits regelmäßig zwischen Nordrhein-Westfalen nach Südbaden. Das Schreiben diverser Bewerbungen, Vorstellungsgespräche, der Umzug mit allen Vor- und Nachwehen und natürlich dann der Start in der neuen, alten Stadt im neuen Job haben hier ihren Tribut gefordert. Zudem habe ich beim Umzug auch noch meinen Notizzettel mit den bereits gesammelten Blogs verloren. Wenn ihr mich also in der letzten Zeit kontaktiert habt und um eine Aufnahme gebeten habt, dann bitte ich um Entschuldigung und eine kurze Meldung.

Einige haben sich dann doch angesammelt. Folgende Blogs sind neu:

Tour de Kultur
Historisch denken lernen
Hof und Ordnung
Männlich-weiblich-zwischen
Stadtarchiv Aschaffenburg

Mal schauen – der große Stress ist jetzt hoffentlich vorbei und vielleicht auch wieder mehr Zeit für dieses Blog und PlanetHistory.

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Denkmäler, die rumstehen #2 – Über den Rhein

Es ist immer wieder faszinierend, welch absurde Denkmäler in Deutschland so herumstehen und welch merkwürdige Ereignisse gewürdigt werden. Teil 2 einer losen Serie.

Am Rhein steht dieses wunderbare Denkmal, dass daran erinnert, das Feldmarschall Blücher an genau dieser Stelle den Rhein überquert hat, um dann Franzosen zu töten zur Ehre der deutschen Nation. Das Denkmal ist schon etwas älteren Datums, aber es ist in einwandfreiem Zustand, sauber, frei von Moos und Witterungseinflüssen und die Schrift hat auch anscheinend jemand in den letzten Jahren erneuert. Es muss also irgendwo im Budget einer deutschen Kommune einen Posten zur Erhaltung eines antifranzösischen Monuments geben. Vielleicht gibt es auch eine Bürgerinitiative, die sich um die Erhaltung kümmert oder es wurden Projektgelder zur Renovierung des Denkmals eingeworben. Das ist… schon erstaunlich.

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Ein paar Gedanken zur @die_reklame

Nach einigen Monaten @die_reklame und tausenden Werbeanzeigen haben sich ein paar Erkenntnisse angesammelt. Zuerst die wichtigste: Das Projekt entwickelt sich durchaus erfolgreich und steht momentan bei ca. 1300 Followern auf Twitter. Das sind mehr als wir gedacht haben und es macht auch immer noch richtig Spaß.

1) Die alten Anzeigen kommen wirklich gut an

Wir haben eine erstaunlich hohe Interaktionsrate. Die Nutzer retweeten und liken die Anzeigen mit Begeisterung, kommentieren sie und leiten sie an andere Nutzer per Mention weiter. Wer also für einen Social Media-Auftritt einer etwas älteren Firma oder Institution verantwortlich ist, sollte ruhig mal einen Blick ins Firmenarchiv werfen und ältere Werbung suchen. Sie kommt gut an – ich würde sogar darauf wetten, dass eine Werbekampagne im passenden Retro-Stil richtig einschlagen könnte.

(Das ist jetzt natürlich eine Binsenweisheit: Produkte wie die Retro-Fanta oder diverse Retro-Editions von Niveau oder Persil zeigen, dass das funktioniert. Werbung will Aufmerksamkeit generieren und alles, was sich vom Einheitsbrei und -design abhebt, erregt Aufmerksamkeit)

2) Bodyshaming ist so alt wie Werbung allgemein. 

Nicht nur die Apotheken-Umschauen und Frauenzeitschriften der heutigen Zeit sind voll mit Werbung für zweifelhafte Produkte, welche schlank und gesund machen sollen, sondern früher war es nicht anders. Es gibt nur einen kleinen Unterschied: Früher gab es auch an Frauen gerichtete Werbung für Gewichtszunahme, die heute praktisch verschwunden ist. Dafür dürfen sich jetzt die Männer ihr Körperbild von tausenden Anzeigen zerfetzen lassen, die behaupten, dass man ohne riesige Muskelberge als kleiner Lauch keine Frauen abbekommt. Es ist anscheinend ein epochenübergreifendes und gut funktionierendes Geschäftsmodell, Menschen Unsicherheiten einzureden und ihnen dann etwas zu verkaufen. Der psychische Flurschaden dieser Werbemasche dürfte enorm sein.

3) Quacksalber schalten fleißig Werbung

Damit eng verbunden: Quacksalber schalten fleißig Werbung und das seit Jahrhunderten. Was heute die ganzen Anzeigen für Diätprodukte in Frauenzeitschriften sind, gibt es schon sehr, sehr lange. Firmen, welche die Lösung verschiedener gesundheitlicher Probleme versprechen, diese aber nicht einhalten können. Firmen, die verschwunden sind ohne eine Spur zu hinterlassen – die hochgepriesenen, angeblich revolutionären Heilmethoden haben es zu aktuell 0 Treffern bei Google gebracht. Heilmethoden, welche den Erfinder reich, berühmt, verehrt und hoch dekoriert gemacht hätten – wenn sie denn funktionieren würden und nicht reine Scharlatanerie wären.

4) Werbung stört sich nicht an Regimewechseln

Firmen hatten keine Probleme, ihre Werbung während des Nationalsozialismus an diesen anzupassen, kriegsbedingte Engpässe zu überspielen und dann nach dem Krieg nahtlos weiterzumachen.

5) Werbung wird visueller

Früher gab die Drucktechnik es nicht her, Bilder in Massen und in Farbe zu drucken. Entsprechend bestanden die Anzeigen komplett aus Text

Aber auch noch in den 1950ern und 1960ern enthielten Anzeigen deutlich mehr Text als heutzutage. 

6) Werbung entfernt sich zunehmend von „Fakten“

Es gibt einen klaren Unterschied zwischen diesen beiden Werbungen:

 

Die eine versucht mit Fakten zu überzeugen, die andere versucht ein Image zu transportieren, welches der kaufende Kunde dann auf sich selbst projizieren kann. (Die „Fakten“ in der Werbung muss man natürlich in Anführungsstrichen schreiben, da die Werber fleißig das Blaue vom Himmel versprechen.) Es hat sich das komplette Vorgehen der Werber gewandelt: So werden etwa Autos nicht mehr mit technischen Eigenschaften beworben, sondern mit Emotionen.

7) Die Gesetze gegen bestimmte Werbeversprechen wirken und sind sinnvoll

Ab und an geistern verschiedene Urteile durch die Presselandschaft, in denen es darum geht, ob man Bier als „bekömmlich“ bewerben darf oder nicht. Hintergrund ist eine EU-Richtlinie, die Werbung mit Gesundheitsversprechen untersagt. Aber auch weitere Einschränkungen der Werbung, etwa in Hinsicht auf Tabakwerbung oder Werbung für rezeptpflichtige Medikamente, wirken. Im Rückblick ist es schon erstaunlich, wie und für was früher geworben wurde. An Jugendliche gerichtete Zigarettenwerbung mit Gratisspielen in PC-Zeitschriften? Werbung für Heroin? Zigarettenwerbung mit Gesundheitsversprechen? Was heute einen breiten Proteststurm verursachen würde, war früher normal. Und in anderen Ländern ist es auch heute noch Normalität.

8) Werbung wird größer und mehr

In den Anfängen waren die Anzeigen in vielen Zeitungen ganz am Ende und erinnerte etwas an Kleinanzeigen. Häufig war sie auch mit privaten Kleinanzeigen vermischt zu finden. Dann werden die Anzeigen größer, werden visueller und damit auffälliger und sie dringt immer weiter nach vorne. Mittlerweile ist sie auf den Titelseiten zu finden oder überdeckt diese gar. Es wäre eine schöne Bachelor-Arbeit, einfach mal nachzuzählen, wie sich Menge und Platzierung der Werbung in länger laufenden Zeitschriften und Zeitungen verändert hat. Wieviel Prozent einer Spiegel-Ausgabe von 1952 ist Werbung und wieviel von einer Ausgabe 2018?

9) Werbung verlinkt, verkauft aber nicht mehr direkt

Früher war es Standard – ein Händler schaltet eine Produktliste mit Preisen und auszuschneidendem Bestellformular als Anzeige. Das ist bis auf wenige Nischenbereiche mittlerweile vollkommen verschwunden. Der Kunde wird auf die Webseiten der Händler gelockt, was für die Zeitschriftenverlage natürlich ein riesiges Problem darstellt. Sie sind nicht mehr Zeitschrift und „Warenkatalog“ gleichzeitig, sondern haben diese Position als Gatekeeper zu den kaufenden Kunden größtenteils verloren.

10) Ich erzähle Quatsch

Es ist natürlich absoluter Blödsinn, solche hochtrabenden Erkenntnisse aus einzelnen Anzeigen diverser unsystematisch zusammengesuchter Zeitungen abzuleiten und dabei noch nicht mal die Publikationen der Reklameforschung gelesen zu haben. Glaubt mir kein Wort!
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Denkmäler, die rumstehen #1 – Nothweiler

Es ist immer wieder faszinierend, welch absurde Denkmäler in Deutschland so herumstehen und welch merkwürdige Ereignisse gewürdigt werden. Teil 1 einer losen Serie.
In Nothweiler hängen diese Infotafeln am Dorfgemeinschaftshaus. Nothweiler ist ein kleines Dörfchen im Pfälzer Wald direkt an der französischen Grenze. Geht man nur wenige hundert Meter von dieser Tafel, kommt man an einem alten Zollhäuschen vorbei und steht dann direkt im Nachbarland. Hier erinnert die Dorfgemeinschaft an eine Aktion im deutsch-französischen Krieg 1870, bei der ein Adeliger über die Grenze ritt, in Frankreich u.a. einen Postboten ausraubte, sich ein paar Scharmützel lieferte und dann hier in Nothweiler wieder über die Grenze kam. Die Wikipedia bezeichnet dies als “ ausgedehnten Erkundungsritt“. Der Beitrag der Nothweilerer zu dieser *hust* Sternstunde der deutschen Militärgeschichte ist, dass sie dem siegreichen Helden dann ein Frühstück serviert haben nachdem er all die Franzosen vermöbelt hat. Das wirklich irritierende an dieser Infotafel ist aber, dass sie nicht aus der Zeit der glühenden Franzosenfeindschaft stammt, sondern recht neu ist. Hier hat dann irgendwer entschieden, dass es eine gute Idee wäre, diese ruhmreiche Episode der deutsch-französischen Beziehungen groß herauszustellen.
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Kochbücher aus dem Ersten Weltkrieg

Interessiert sich noch jemand für den Ersten Weltkrieg? Oder ist das Interesse mit dem Hype zum 100. Jahrestag des Kriegsausbruchs 1914 erloschen? Erinnert sich noch jemand an „Die Schlafwandler“ von Clarke? Oder steht das immer noch ungelesen im Regal? Interessiert sich jemand noch für die 100. Jahrestage irgendwelcher Schlachten? Aktuell wohl eher kaum, dabei trat der Weltkrieg vor 100 Jahren in eine sehr interessante Phase, die dann mit dem Zusammenbruch der deutschen Armee endete.
In der öffentlichen Debatte und im öffentlichen Gedenken wurde viel über den Kriegsausbruch diskutiert, es gab hunderte Ausstellungen mit Lokalbezug und natürlich ein großes offizielles Gedenken mit dem Fokus, dass jetzt die Europäische Einigung einen solchen Krieg unmöglich macht. Und es gab eine völlig überzogene und überhitzte Debatte, dass die Welt jetzt aufgrund des Ukraine-Konfliktes wieder in einen neuen Weltkrieg schlafwandle. Wir leben immer noch.
Die Leiden der einfachen Leute, der Soldaten und der hungernden Zivilisten an der „Heimatfront“ blieben meiner Meinung nach etwas zu sehr im Hintergrund. Die Frage ist, wie man sich diesen Erfahrungen nähern kann. Daher habe ich in den letzten Monaten jede Menge Kochbücher aus dem Ersten Weltkrieg gesammelt. Diese zeigen anschaulich, wie sich die Versorgungslage zunehmend verschlechtert. 1914 oder 1915 sind es noch normale Kochbücher, die zum Sparen aufrufen. Dann kippt die Lage dramatisch und es endet mit dünnen Rezeptheftchen, in denen solch „schmackhafte“ Rezepte enthalten sind.
Eigentlich war der Plan, einige dieser Rezepte hier nachzukochen und zu berichten, wie sie schmecken. Dafür reicht aber gerade die Zeit und Muße nicht. Und wenn man sich schon die Zeit zum Kochen nimmt, dann ist fade Kriegskost aus dem Ersten Weltkrieg eindeutig nicht die erste Wahl. Es hat einen Grund, warum es so selten Mehlsuppe auf den Speisekarten dieser Republik gibt.
Daher ist aus der Idee nichts geworden. Aber die Sammlung der Kochbücher gibt es immer noch und sie ist hier in meinem privaten Wiki verfügbar.
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Die_Reklame

Hier im Blog ist es in der letzten Zeit etwas ruhiger geworden. Das liegt vor allem daran, dass sich bei mir gerade viel ändert – am 1. August geht es mit einem neuen Job in einer neuen Firma in einer neuen Stadt los. Zudem sind mir gerade andere Projekte wichtiger geworden. Eines davon ist @die_reklame. Hier sammeln Charlotte,
Moritz und ich Anzeigen aus alten Zeitungsdigitalisaten.

Das Ganze ist mit voller Absicht streng unwissenschaftlich gehalten und befriedigt eher den Hang zu Kuriositäten als die wissenschaftliche Erkenntnis. Wir wählen die Anzeigen einfach nach persönlichem Interesse aus. Wir verzichten auf eine statistische Analyse. Wir machen uns den Spass, auch in absoluten Nischenzeitschriften zu suchen. Es ist erstaunlich, welch abseitige Zeitungen und Zeitschriften digitalisiert vorliegen. Und das vielleicht wichtigste: Es macht richtig, richtig Spass. Es ist manchmal schwer, die neu gefundenen Anzeigen nicht direkt zu twittern, weil sie so toll sind. Es ist schwer, nicht jede Anzeige im eigenen Account direkt zu retweeten.

@die_reklame lebt vor allem auf Twitter. Wer will, kann uns aber auch auf Facebook und Instagram folgen.

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Digitalisierter Werbemüll aus der Vergangenheit und für die Zukunft

Ted Nelson’s Junkmail Cartons gehören zu den wohl interessantesten Sammlungen auf archive.org. Ted Nelson füllte über Jahre die Antwortkarten in Magazinen aus, mit denen man mehr Informationen über Produkte von Firmen anfordern konnte. Und damit geriet er natürlich in so ziemlich jeden Werbeverteiler der amerikanischen Tech-Industrie.

Ted hat also im Laufe der Jahre jede Menge Werbung bekommen. Diese hat er aber nicht weggeworfen, sondern in Kartons gelagert und aufbewahrt. Diese Kartons sind irgendwann in die Hände des Internet Archive geraten, welches sie einfach eingescannt und online gestellt hat.

Das Ergebnis ist eine umfassende Sammlung, die einen detaillierten Einblick nicht nur in die technische Entwicklung, sondern etwa auch in Werbestrategien, die Ästhetik der Technologiewerbung und damit auch in Zukunftsvorstellungen und das damals Mögliche. Denn man kann es mittlerweile kaum glauben: So manches, was mittlerweile völlig selbstverständlich war, war vor 20, 30 Jahren noch Zukunftsmusik. Oder halt extrem teure Technik für Firmenkunden. Und wo sonst findet man einen Katalog mit altem Druckerwerkzeug? Einen zu alten Frankiermaschinen? Von Filmkameras? Oder einen alten Werbegeschenke-Katalog?  Ted Nelson hat die Prospekte davon gesammelt, die sonst wohl für immer verloren wären.

Denn kaum eine Technologiefirma aus den Anfängen des Computerzeitalters hat überlebt. Bei der schnellen Entwicklung der Technik genügte häufig eine falsche Entscheidung, ein falsch platziertes Produkt oder das setzen auf das falsche Pferd/die falsche Computerplattform, um eine Firma in die Insolvenz schlittern zu lassen. Außerdem hat kaum eine Firma das Firmenarchiv wirklich gepflegt.

Für den deutschsprachigen Raum gibt es eine entsprechende Sammlung meines Wissens nicht. Vielleicht haben einige Museen etwas Vergleichbares im Depot, aber deutsche Museen und große Scanprojekte auf urheberrechtlich wackeligem Terrain funktionieren nicht zusammen.

Aber wie würde man selbst ein entsprechendes Projekt aufbauen? Man könnte es machen wie Ted und einfach eine gigantische Menge Werbepost an die eigene Hausadresse schicken lassen und erstmal in Kartons lagern. Das ist aber natürlich nicht nur für Leute mit Mitbewohnern wenig ideal. Es ist auch wenig wahrscheinlich, dass man die Kartons dann jemals einscannen wird.

Man könnte auch regelmäßig die erhaltene Post scannen und dann entsorgen, aber dann quillt nach dem Urlaub der Briefkasten trotzdem über. Und ich wage es zu bezweifeln, dass man ernsthaft jeden Werbebrief dann auch scannt, wenn man abends müde von der Arbeit kommt. Dafür bräuchte man einen wirklich guten Workflow.

Eine wirklich interessante Alternative wären externe Dienstleister, welche Briefe scannen. Diese richten sich an Leute, die wirklich viel unterwegs sind oder an Firmen, die keine Lust auf Zettelwirtschaft haben und komplett digital arbeiten. Das Prinzip ist einfach: Man lässt seine Mail zu einem dieser Dienstleister umleiten und dieser öffnet die Briefe, scannt sie ein, schreddert das Original und leitet einem die Scans weiter.

Mit  Hilfe dieser Anbieter könnte man ein entsprechendes Projekt problemlos umsetzen: Die Werbepost wird direkt zum Anbieter bestellt, dieser öffnet und scannt sie ein. Die Scans landen dann bereits digital aufbereitet bei einem. Wenn man das noch mit einem DMS mit Texterkennung koppelt, hat man ein fast vollständig automatisiertes Archivierungssystem gebaut.

Preistabelle eines Anbieters

Wohlgemerkt: Könnte. Denn die Dienstleister lassen sich Ihre Dienste gut bezahlen. Die Privatkundentarife sind bei Grundgebühren von um die 20 Euro monatlich meistens mit 20-30 Inklusivbriefen ausgestattet. Weitere Briefe kosten dann gerne mal über einen Euro pro Stück. Bei einem entsprechenden Werbevolumen geht eine entsprechende Lösung schnell ins Geld. So reizvoll ein entsprechendes Projekt auch klingt, mit den entsprechenden Nebenkosten ist das als Hobbyprojekt nur schwer umzusetzen. Größere Institutionen mit ordentlichem Budget oder Firmen können sich sowas leisten – der Aufbau einer Datenbank über die Werbeaktivitäten der Konkurrenz ist auf jeden Fall ein paar Euro wert.

Mittlerweile ist der Versand von Werbung per Post völlig out und wird zunehmend von Mailnewslettern und Social Media verdrängt. Es wäre kaum ein Problem, ein entsprechendes Archiv an Newslettern anzulegen. Das ist jetzt völlig uninteressant – aber in 20 oder 30 Jahren ist das sicherlich höchst spannend.

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