Auf der Suche nach dem geheimen Nazigold…

Die britische Qualitätspresse ist weiter in vollem Schwung – nachdem die DailyMail bereits mit ihrer Geschichte über ein Haus, das angeblich aussieht wie Adolf Hitler, die Messlatte des angewandten Blödsinns sehr hoch gelegt hat, kommt jetzt ein weiterer Teil der Serie “Unfug mit Nazis”: Angeblich hat der lokale Forscher Hilmar Prosche im Leinawald bei Dresden das geheime Nazi-Gold gefunden.

Die Beweise dafür sind überzeugend: Dieses Luftbild zeigt – wer hat es nicht sofort erkannt? – das Profil eines Schädels, welcher in Richtung des geheimen Schatzes schaut. Logisch, denn Schatzkarten haben auch immer ein großes X, wie wir spätestens seit Indiana Jones wissen. Und Totenschädel gab es bekanntlicherweise ja schon früher auf den Schatzkarten der karibischen Piraten, warum also nicht bei den Nazis?

Die haben laut DailyMail auch alles unternommen, um den Schatz zu verstecken und haben noch gegen Kriegsende das Gebiet von der Luftwaffe bombardieren lassen. Wenn das noch nicht genug Beweise für die Existenz des Goldes sind, dann liefert die DailyMail gleich noch das absolute Killerargument: Schon zweimal zuvor haben Schatzsucher in diesem Gebiet nach dem Gold gesucht und schon zweimal wurde nichts gefunden! Dann muss das Gold hier sein! Einmal wurde die DDR-Regierung 1961 nur von aus dem Boden austretendem Giftgas abgehalten, aber sie hatte aber auch nicht das RAF-Luftbild mit dem Todenschädel zur Verfügung, dafür glaubt die DailyMail aber, dass es sich um die westdeutsche Regierung handelte, welche auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges mitten in Thüringen nach dem Nazigold grub. Kein Wunder, dass die DDR kurz später eine Mauer baute, um derart dreiste Raubgräber fernzuhalten…

Auch der zweite Grabungsversuch durch den US-Amerikaner Norman Scott begeistert: Dieser sucht ständig und überall nach dem Nazigold. Nachdem es in Thüringen nichts wurde, sucht er momentan in einem österreichischen See. Oder vielleicht ist in diesem See ja auch eine Nazi-Atombombe und das Nazigold ist in Deutschneudorf im Erzgebirge. Oder die Amerikaner haben es bereits 1945 nahe Gotha in einem Stollen entdeckt, zusammen mit säckeweise Bargeld und vielen wertvollen Kunstgegenständen. Aber das wäre natürlich zu einfach – denn wie hätten die Nazis jemals ihren Schatz wiederfinden können, wenn dort kein gigantischer Totenschädel in den Boden gezeichnet wurde?

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