Mein digitaler Werkzeugkoffer

Cathleen Sarti und Anton Tantner haben damit angefangen, ich mache einfach mal mit und beschreibe ebenfalls, welche digitalen Arbeitsgeräte ich benutze.

Wichtigstes Werkzeug ist natürlich die Textverarbeitung. Hier läuft LibreOffice in Kombination mit Citavi und dem Duden Korrektor, welcher Bandwurmsätze und die schlimmsten Grammatikfehler deutlich zuverlässiger als die eingebaute Rechtschreibkorrektur verbessert. Eine Demo gibt es hier.

Als Browser dient Chrome mit einem ganzen Haufen an Erweiterungen: Adblock entfernt die nervige Werbung, Ghostery blockiert Datenkraken, Https Everywhere verschlüsselt Verbindungen automatisch und mit Tampermonkey lassen sich Webseiten mit praktischen Userscripts anpassen und verbessern.  So gibt es etwa Scripts die einem erlauben direkt aus Google Books Seiten abzuspeichern . Dazu kommt noch ProxTube um die GEMA zu ärgern.

Zu Dropbox muss man eigentlich gar nichts mehr schreiben, oder? Es ist einfach extrem praktisch, alle seine wichtigen Daten auf allen seinen Geräten gleichzeitig zu haben. Das erspart nerviges Gefummel mit USB-Sticks, erhöht die Datensicherheit und ist einfach toll. Und dank diverser Aktionen ist mein Dropbox-Platz mittlerweile auf 12 GB angewachsen. Parallel dient ein per WebDAV ins System eingebundener 50GB Box-Account zur Sicherung weiterer Daten wie etwa Fotos.

Ansonsten gibt es hier noch einige kleine Tools: Wer häufig Abends oder Nachts am Rechner sitzt, sollte dringend f.lux nutzen, da es definitiv die Augen schont und den Schlaf verbessert. Und etwas ältere Varianten des Adobe Reader Professional bzw. von Abby Fine Reader dienen zur Verbesserung von PDFs. Gerade die Texterkennung ist extrem praktisch, da so auch normale Scans per Volltextsuche durchsuchbar gemacht werden können. Das funktioniert erstaunlich gut und erleichtert die Arbeit enorm.

Welche Internetseiten werden hier täglich genutzt? Neben Twitter und Facebook ist es vor allem der Google Reader. Zu dem muss man eigentlich gar nichts mehr sagen – wer noch keinen RSS-Reader benutzt, sollte es dringend tun. Ohne geht es einfach nicht. Meinen Google+ Account habe ich letztens trotz interessanter Community entsorgt, da drei Social Networks einfach eins zu viel war und der Realnamenszwang mich einfach massiv gestört hat.

Längere Texte lese ich mittlerweile nicht mehr am Bildschirm, sondern speichere sie bei Instapaper zwischen, um sie dann entweder mit Wordcycler auf meinen eBook-Reader zu ziehen oder per App auf dem Smartphone zu lesen. Es ist einfach ein ganz anderes Lesegefühl, wenn man sich ohne störende Menüs, ohne Bildergalerien und ohne blinkende Werbung ganz auf einen Text konzentrieren kann während man gemütlich im Sessel sitzt.

Auch hier ist ein Smartphone im Einsatz – das Samsung Galaxy S2 mit Android ist definitiv das großartigste Telefon, welches ich jemals besessen habe. Dort laufen diverse Apps, von denen die meisten allerdings nur zur Unterhaltung und nicht zum produktiven Arbeiten dienen. So schön Smartphones sind, sie sind Kommunikations- und Unterhaltungsgeräte. Zu nennen sind hier neben dem Google Reader v.a. iPaper, eine Instapaper-App und Evernote für die schnellen Notizen sowie Handy Scanner zum scannen mit der eingebauten Kamera. Und Dropbox.

Meine kleine Nebenseite Links.Historische wird mit dem Social Bookmarking-Dienst Diigo und Ifttt betrieben, was mir auch erlaubt, die Links automatisch und ohne eigenen Arbeitsaufwand nach Facebook und Twitter zu schieben. Mehr zu dieser Kombination gibt es in diesem Beitrag. Ifttt hat sich generell als das Schweizer Taschenmesser des Internets erwiesen und verknüpft hier diverse Dienste. Ich kann einen Blick darauf nur empfehlen.

Blogposts werden mit dem Windows Live Writer geschrieben, da er deutlich komfortabler ist als der in WordPress eingebaute Editor. Wer ein Blog besitzt sollte das Programm ausprobieren –  vor allem, da es kostenlos ist.

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2 Kommentare zu Mein digitaler Werkzeugkoffer

  1. boemmes sagt:

    Es ist sehr interessant mal zu lesen, mit welchen Hilsmitteln ein „digitalisierter“ Historiker arbeitet. Könntest du vielleicht zum ersten Absatz, in dem du die Mittel der Textverarbeitung erläuterst, noch etwas mehr sagen? Beispielsweise wozu die Programme dienen?

  2. admin sagt:

    Viel muss man dazu eigentlich nicht sagen: LibreOffice ist die bessere Variante des bekannten OpenOffice und wie Microsoft Word eben eine Textverarbeitung. Citavi ist eine Literaturverwaltung, mit der man den Überblick über die verwendete Literatur behält und gleichzeitig auch die Fußnoten automatisch setzen und formatieren kann – in so ziemlich jedem beliebigen Zitierstil. Mehr dazu hier: http://doktorandenforum.de/tipps/literaturverwaltung.htm
    Und der Duden Korrektor ist eben eine deutlich leistungsfähigere Rechtschreib- und Grammatikkorrektur, die etwa auch zu lange Sätze oder umständliche Wortkombinationen kritisiert. Ich hoffe, dass das geholfen hat.

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