Schavan: Promotionsausschuss empfiehlt Entzug des Doktortitels

Die Plagiatsaffäre in um Bundesbildungsministerin Annette Schavan geht weiter: Nachdem ihr bereits bei SchavanPlag vorgeworfen wurde, Teile ihrer Doktorarbeit plagiiert zu haben, kam kürzlich auch der von der Uni Düsseldorf mit der Untersuchung der Arbeit beauftragte Professor Rohrbacher zu der Auffassung, dass die Arbeit Plagiate enthält. Der Promotionsausschuss der Uni Düsseldorf hat daher dem örtlichen Fakultätsrat empfohlen, der Bundesbildungsministerin den Doktortitel zu entziehen.

Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät befasst sich mit Promotion von Prof. Dr. Schavan
18.12.2012 – Der Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät der HHU wird sich mit dem Verdacht auf wissenschaftliches Fehlverhalten im Zusammenhang mit der Dissertation von Frau. Prof. Dr. Annette Schavan befassen.

Der Dekan der Fakultät Prof. Dr. Bruno Bleckmann legt dem Fakultätsrat in seiner nächsten ordentlichen Sitzung am 22. Januar 2013 die Frage vor, ob die von der Promotionskommission ermittelten Befunde als schwerwiegend genug betrachtet werden können, um das Verfahren zur Aberkennung des Doktortitels zu eröffnen. Die Kommission hatte dem Dekan nach eingehender Prüfung der Arbeit und Anhörung der Betroffenen zuvor eine entsprechende Empfehlung übermittelt. Um Persönlichkeitsrechte zu schützen, wird der Fakultätsrat die Angelegenheit im nicht öffentlichen Teil seiner Sitzung behandeln.

Nachdem es im Frühjahr begründete Hinweise auf ein mögliches Plagiat gab, sah sich die Philosophische Fakultät der HHU veranlasst, sich mit der Promotionsschrift von Frau Schavan zu befassen. Der Dekan hatte in der Folge die zuständige Promotionskommission beauftragt, die schriftliche Promotionsleistung von Frau Schavan daraufhin zu untersuchen, ob Bestandteile als Plagiate angesehen werden können.

Wir haben also eine Bildungsministerin, die in ihrer Doktorarbeit plagiiert hat. Frau Schavan scheint einen Rücktritt bislang nicht in Betracht zu ziehen, einen Kommentar zu dieser Meldung gibt es von ihr bislang nicht. Auch die Uni Düsseldorf gibt sich kurz angebunden und spricht davon, dass es in diesem Fall um die damalige Doktorandin gehe und nicht um die Bildungsministerin und verweist auf ihre Persönlichkeitsrechte.

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