Vom Zimmermann-Telegramm zu Prism und Tempora – 99 Jahre Telekommunikationsüberwachung

Momentan wird fleißig über die amerikanischen und britischen Spionageaktivitäten berichtet, welche nach den Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden ans Tageslicht kamen. Anscheinend greifen die Geheimdienste nicht nur direkt unsere Daten von den entsprechenden Cloudanbietern, Mailprovidern, Sozialen Netzwerken und sonstigen Dienstleistern ab, sondern sie horchen direkt an der Infrastruktur und sitzen als neugierige Mithörer an den Glasfaserleitungen dieser Welt. Jetzt enthüllte der Guardian das britische Spionageprogramm Tempora nachdem bereits das amerikanische Programm Prism für einige Aufregung sorgte.

Das ist eine gute Gelegenheit, um einmal in die Geschichte der Spionage zu blicken. Wir erinnern uns dunkel an unseren Geschichtsunterricht in der Schule: Nächste Woche Freitag ist es 99 Jahre her seit der österreichisch-ungarische Thronfolger Franz Ferdinand von Österreich-Este mit seiner Frau bei einem Besuch in Sarajevo von serbischen Nationalisten ermordet wurde. In der Folge kommt es zur Julikrise und zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrem lokalen Historiker.

Damals gab es noch kein Internet, aber Telegraphenleitungen. Die Auswirkungen der Einführung der Telegraphie sind erstaunlich und haben etwa Tom Standage dazu gebracht, das Telegraphensystem als das „Viktorianische Internet“ zu bezeichnen. Auch wenn das sicherlich etwas zu hoch gegriffen ist: Der Telegraph läutete die größte Kommunikationsrevolution seit der Erfindung der Druckerpresse ein.1 Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts hing die Kommunikationsgeschwindigkeit vom Tempo eines Transportmittels (Mensch, Pferd, Schiff, Eisenbahn) und dem Zustand der Infrastruktur ab.2 Dies führte dazu, dass die Kommunikation gerade in die weit entfernten Kolonien schleppend langsam verlief. Der Telegraph revolutionierte die Kommunikationsgeschwindigkeit und erlaubte es zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit, Nachrichten über längere Strecken unabhängig von menschlichen Boten und ihrer Geschwindigkeit zu übertragen.

So dauerte es zu Beginn des 19. Jahrhunderts fünf bis acht Monate einen Brief mit dem Segelschiff von England am Kap der guten Hoffnung vorbei nach Indien zu schicken. Durch die ungünstigen Windverhältnisse während der Monsunzeit im Indischen Ozean musste ein Briefschreiber zwei Jahre auf eine Antwort warten. Die Telegraphie verringerte die für den Versand einer Nachricht nach Indien benötigte Zeit auf wenige Stunden.3

Wie wichtig Kommunikation und vor allem die Telegraphie für die Kriegsführung und Spionage im Ersten Weltkrieg waren, erkennt man an der Tatsache, dass eine der ersten britischen und französischen Kriegshandlungen darin bestand, die deutschen Kommunikationslinien zu unterbrechen. Direkt nachdem das Ultimatum am 4. August 1914 ausgelaufen war, machten sich die Briten daran, die deutschen Kabel zu heben und zu zerschneiden. Am nächsten Tag blockierten die Franzosen den deutschen Telegraphiebetrieb und Russland zog wenig später nach. Im weiteren Kriegsverlauf attackierten die Alliierten gezielt deutsche Kabelfragmente und Radiostationen weltweit. Bereits im August verlor Deutschland so die Fähigkeit, über eigene Leitungen zu kommunizieren. Die diplomatischen Kontakte in andere Länder und zu den eigenen Botschaften mussten folglich über fremde Kabel erfolgen. Die Sicherheit dieser Kommunikation konnte nur über Verschlüsselung gewährleistet werden und war immer anfällig für Spionage.1

Nach der Zerstörung der deutschen Telegraphenlinien gab es für die Verbindung nach Berlin drei Übermittlungswege: Zum einen konnte eine drahtlose Nachricht aus Deutschland an eine Empfangsstation auf Long Island geschickt werden, deren Betrieb die USA den Deutschen gestattet hatten. Der zweite Weg führte über das sogenannte „Schwedische Karussell“, also über das Stockholmer Außenministerium, das die Nutzung der schwedischen Kabel für Telegramme an den deutschen Repräsentanten in den USA erlaubte. Der dritte Übertragungsweg führte über den amerikanischen diplomatischen Kabelservice zwischen der US-Botschaft in Berlin und dem State Department in Washington D.C.2 Diese Verbindungen waren allerdings höchst anfällig für Spionage – zum einen verlangten die Amerikaner die Herausgabe eines Codebuch für die über die Radiostation versendeten Nachrichten3 und zum anderen führten sowohl das schwedische als auch das amerikanische Kabel über britischen Boden.4 Die Briten hörten diese natürlich ab.

Karikatur von 1853: Der lauschende Polizist

Technischer Hintergrund: Der elektrischomagnetische Schreibtelegraph überträgt Informationen mit Hilfe des Morsecodes. Ein konstantes Signal wird dabei ein- und ausgeschaltet und bietet so drei Signale: kurz, lang, Pause. Entsprechend dem Morsealphabet stehen verschiedene Symbole für verschiedene Buchstaben, · − steht etwa für das A und − · · · für das B. Eine derartige Nachricht konnte allerdings leicht abgefangen und entschlüsselt werden. Daher gab es verschiedene Codes und Verschlüsselungen, die zum einen Texte komprimieren und zum anderen diese vor neugierigen Mitlesern schützen sollten. Diese Codebücher waren streng relementiert – meistens durfte eine verschlüsselte Nachricht nur übertragen werden, wenn das entsprechende Codebuch hinterlegt wurde. Nachdem die Briten die Kontrolle über die deutschen Kommunikationskanäle erlangt hatten, ging es jetzt „nur“ noch darum, den Code zu knacken.

Wie wichtig diese Spionage für den Verlauf des Krieges war, zeigt das Zimmermann-Telegramm besonders deutlich. Am 19. Januar 1917 erreichte den deutschen Botschafter in den Vereinigten Staaten, Johann Heinrich von Bernstorff, ein geheimes Telegramm der deutschen Reichsleitung mit brisantem Inhalt:

Wir beabsichtigen, am ersten Februar uneingeschränkten U-Boot-Krieg zu beginnen. Es wird versucht werden, Amerika trotzdem neutral zu halten. Für den Fall, dass dies nicht gelingen sollte, schlagen wir Mexiko auf folgender Grundlage Bündnis vor. Gemeinsame Kriegführung. Gemeinsamer Friedensschluss. Reichlich finanzielle Unterstützung und Einverständnis unsererseits, dass Mexiko in Texas, Neu Mexico, Arizona früher verlorenes Gebiet zurückerobert. Regelung im einzelnen Euer Hochwohlgeborenen überlassen. Euer Hochwohlgeborenen wollen Vorstehendes Präsidenten streng geheim eröffnen, sobald Kriegsausbruch mit Vereinigten Staaten feststeht, und Anregung hinzufügen, Japan von sich aus zu sofortigem Beitritt einzuladen und gleichzeitig zwischen uns und Japan zu vermitteln. Bitte Präsidenten darauf hinweisen, dass rücksichtslose Anwendung unserer U-Boote jetzt Aussicht bietet, England in wenigen Monaten zum Frieden zu zwingen. Empfang bestätigen.

Zimmermann“5

Die Brisanz des Telegramms ergibt sich aus zwei Faktoren: Zum einen aus der Tatsache, dass das Deutsche Reich versuchte, Mexiko in einen Krieg mit den USA zu ziehen, während es noch Friedensgespräche führte und zum anderen, dass es für die Übertragung eine Telegraphenlinie benutze, welche die Amerikaner ihm zur Verfügung gestellt hatten. Weiterhin waren die Beziehungen Deutschlands zu den USA bereits durch den drohenden U-Bootkrieg extrem angespannt.

Der Versuch, im Falle eines Kriegseintrittes der USA eine Front im Rücken des Gegners zu eröffnen, stimmt mit der Politik Arthur Zimmermanns überein. Dieser war seit dem 22. November 1916 als Leiter des Auswärtigen Amtes tätig und versuchte durch diverse Aktionen, die Kriegsgegner dazu zu bringen, ihre Kräfte von der Front abziehen zu müssen. Unter anderem forcierte er die geplante, aber letztendlich gescheiterte deutsche Unterstützung des irischen Osteraufstandes und die Unterstützung des Reiches für die russischen Revolutionäre. So versorgte er beispielsweise die Bolschewiki mit Finanzmitteln und autorisierte Lenins berühmte Reise im plombierten Zug durch das Deutsche Reich nach Russland. Die Unterstützung eines mexikanischen Krieges gegen die USA inklusive mexikanischer Gebietsannektionen entspricht dieser Politik der Subversionsförderung innerhalb gegnerischer Gebiete.

Im Amerikanischen Bürgerkrieg zerschneidet ein Soldat eine Telegraphenleitung, um die Kommunikation des Gegners zu behindern.

Der britische Marinegeheimdienst konnte die Übertragung des Telegrammes über die amerikanische Leitung abfangen, welche britisches Territorium überquerte und leitete es an die militärische Entschlüsselungsabteilung im sogenannten „Room 40“ weiter.6 Dieses Vorgehen war Standard: Anhand der benutzten Codes und Verschlüsselungen war es einfach, deutsche von amerikanischen Nachrichten zu unterscheiden: Die Deutschen benutzten einen zahlenbasierten Schlüssel, während die Amerikaner einen buchstabenbasierten Schlüssel verwendeten. Die Entschlüsselung erwies sich hingegen als schwieriger: Der verwendete Code 0075 war relativ neu und komplex, so dass die Kryptoanalytiker zuerst nur einen Teil des Dokumentes entschlüsseln konnten. Gleichzeitig standen die Briten vor dem Dilemma, wie sie dieses Telegramm politisch nutzen konnten. Zum einen hatten sie das Telegramm über das Abhören eines amerikanischen Regierungskabels abgefangen und zum anderen stellte sich das Problem der Abwägung: Der Propagandawert des Telegrammes war zwar immens, allerdings würde eine Veröffentlichung natürlich zu einem Wechsel der deutschen Codes führen, was weitere Spionage vor allem bei deutschen Flottenbewegungen erschwert hätte.

William Reginald Hall, der Leiter des britischen Marinegeheimdienstes, entschied sich daher zuerst für eine Politik des Abwartens: Zum einen hoffte er darauf, dass die USA nach der Ankündigung des uneingeschränkten U-Bootkriegs auch ohne Kenntnis des Zimmermann-Telegramms in den Krieg eintreten würden und zum anderen wollte er seinen Kryptoanalytikern mehr Zeit für die komplette Entschlüsselung des Telegramms geben.7 Der Durchbruch erfolgte, als ein britischer Agent es schaffte, eine Kopie des Telegrammes in Mexiko zu stehlen, welches mit einem anderen Code verschlüsselt wurde.8 Auf diese Weise konnte England die amerikanischen Regierung über das Telegramm informieren, ohne seine Spionagepraxis und den geknackten Code bekannt zu machen.9

Am 24. Februar 1917 setzte der britische Staatssekretär Frank Polk den amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson über das Telegramm in Kenntnis. Der Zeitpunkt war geschickt gewählt – seit der Erklärung des uneingeschränkten U-Bootkrieges durch die Deutschen am 31. Januar stand dieser vor der Entscheidung, ob er die amerikanischen Handelsschiffe bewaffnen sollte oder nicht. Die amerikanische Öffentlichkeit war in dieser Frage gespalten und auch Wilson versuchte, einen Krieg zu vermeiden.10 Das Telegramm entfaltete seine Wirkung folglich in zwei Richtungen: Zum einen brachte es Präsident Wilson dazu, das Vertrauen an Verhandlungen mit der deutschen Führung zu verlieren und zum anderen eliminierte es die öffentliche Opposition gegen den Krieg.11 Unter dem Druck der beiden Ereignisse, U-Bootkrieg und Zimmermann-Telegramm, wandelte sich die Berichterstattung in der US-Presse. Die Vorstellung, dass deutsche und amerikanische Interessen nahe beieinander lägen, war vor 1917 weit verbreitet und gerade die deutsch-amerikanischen Zeitungen unterstützen größtenteils die deutsche Position. Das Zimmermann-Telegramm und die darin enthaltene Bedrohung des amerikanischen Territoriums führte zu einem Bruch mit Deutschland.12

Gleichzeitig ist die Bedeutung des Zimmermann-Telegramms natürlich auch nicht zu überschätzen. In der Historiographie hat sich der Konsens ausgebildet, dass der Grund für den Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg die Eskalation des Krieges durch die Einleitung des uneingeschränkten U-Bootkrieges und die Versenkung amerikanischer Schiffe war.13 Allerdings wird dem Zimmermann-Telegramm ein großer Anteil am Meinungsumschwung in der amerikanischen Öffentlichkeit zugesprochen:

Die Veränderung der Politik Wilsons vollzog sich weitgehend als Reaktion auf die Maßnahmen Deutschlands, namentlich die Wiederaufnahme des uneingeschränkten U-Boot-Krieges am 1. Februar und die Entsendung der Zimmermann-Depesche. Ohne diese Ereignisse hätte sich Amerika vermutlich abseits gehalten und der Krieg wäre zu günstigeren Bedingungen für die Mittelmächte zu Ende gegangen. […]Der Meinungsumschwung des Präsidenten und der Öffentlichkeit zugunsten der Intervention erfolgte erst in den folgenden zwei Monaten, und was die Öffentlichkeit betraf, so war es die Zimmermann-Depesche, die den Ausschlag gab.“14

 Am Beispiel des Zimmermann-Telegramms lässt sich die Bedeutung der physikalischen Kontrolle über die Telegraphenleitungen zeigen. Das Deutsche Reich hatte zwar versucht, eigene Telegraphenleitungen zur Kommunikation zu verlegen, diese wurden allerdings direkt zu Beginn des Krieges zerstört. In der Folge konnte die deutsche Kommunikation nur noch durch starke Verschlüsselung vor dem Zugriff des Gegners geschützt werden, eine Methode, die immer anfällig ist. Die Briten wussten diesen Vorteil zu nutzen.

Die Affäre um das Zimmermann-Telegramm zeigt, dass Großbritannien durch gezielte Spionage und das Abhören von Telegraphen sich einen deutlichen Vorteil gegenüber den Mittelmächten verschaffen konnte. Dieser liegt nicht nur im Effekt des Telegrammes in den USA, sondern natürlich auch im militärischen Bereich – die abgehörten Codes wurde natürlich auch für die strategische Kommunikation gebraucht. Die Grundlage für die britische Spionage war die physikalische Kontrolle über die Telegraphen und eine auf das Entschlüsseln von Telegrammen spezialisierte Spionageeinheit.

Die Telegraphenleitungen wichen den heutigen Glasfaserverbindungen, das Prinzip blieb aber das gleiche: Wer als Mittelmann an der Leitung horchen kann, erlangt dadurch einen strategischen Vorteil. Die Briten horchten im Zweiten Weltkrieg fleißig, über den Kalten Krieg sollte man sich keine Illusionen machen und heute wird dank effektiverer Datenverarbeitung noch mehr abgehört. Was jetzt auffliegt, ist seit mindestens 99 Jahren Standard.

Gegenwehr ist schwierig: Gegen den direkten Zugriff auf die Leitungen hilft nichts und wie auch schon das Zimmermann-Telegramm gezeigt hat, bringt Verschlüsselung nur wenig: Es wird enormes Expertenwissen benötigt und jeder Fehler ist ein Angriffspunkt. Noch schlimmer: Bereits das Zimmermann-Telegramm weckte aufgrund seiner speziellen Verschlüsselung die Aufmerksamkeit des gegnerischen Geheimdienstes – auch dies hat sich nicht geändert. Daher bleibt am Ende eine gewisse Ratlosigkeit und vielleicht die Erkenntnis, dass Geheimdienste und Demokratie nicht zusammenpassen.

Literatur

1Standage, Tom: Das Viktorianische Internet. Die erstaunliche Geschichte des Telegraphen und der Online-Pioniere des 19. Jahrhunderts. St. Gallen 1999, S.VII.

2Künzi, Killian: Telegraf – Kommunizieren durch den Draht, in: Museum für Kommunikation (Hrsg.): In 28 Minuten von London nach Kalkutta. Aufsätze zur Telegrafiegeschichte aus der Sammlung Dr. Hans Pieper im Museum für Kommunikation, Bern. Bern 2000, S. 39.

3Etemad, Bouda: Possessing the world. Taking the measurements of colonisation from the eighteenth to the twentieth century. New York 2007, S.79.

1Headrick, S.140-141, 167

2Stevenson, David: 1914-1918. Der erste Weltkrieg. Düsseldorf 2006, S.375.

3Weiterhin lassen sich per Funk übertragene Nachrichten natürlich auch problemlos abhören.

4Nickles, S.140.

5Zitiert nach Tuchmann, Barbara: Die Zimmermann-Depesche. Bergisch-Gladbach 1982, S.293-295.

6Zur Geschichte des Room 40 siehe Beesly, Patrick: Room 40. British Naval Intelligence, 1914—1918. New York 1982.

7Nickles, S.146-148.

8 Die Entschlüsselung des Zimmermann-Telegramms gehört zu den bekanntesten und am besten dokumentierten Beispielen der Kryptoanalyse. Auf die genauen technischen und kryptographischen Hintergründe kann hier nicht eingegangen werden, von Bedeutung ist allerdings, dass das Telegramm mit zwei verschiedenen Codes verschickt wurde, da die deutsche Botschaft in Mexiko noch nicht über die neusten Codebücher für den Code 0075 verfügte. Dies erlaubt einen Angriff auf den gesamten Code.

9Nickles, S.148.

10Tuchmann, S.246-252. Aufgrund fehlender Meinungsumfragen zu dieser Zeit ist es methodisch enorm schwierig, die Meinung der Öffentlichkeit zu bestimmen. Alle hier angeführten Tendenzen entstammen daher den Einschätzungen der Sekundärliteratur, welche allerdings weitgehend übereinstimmen.

11Nickles, S.150-152.

12Nassua, Martin: „Gemeinsame Kriegsführung, Gemeinsamer Friedensschluß“. Das Zimmermann-Telegramm vom 13. Januar 1917 und der Eintritt der USA in den 1. Weltkrieg. Frankfurt/Main 1992, S. 114-116.

13Vgl. Nassua, S.129-136.

14Stevenson, S.373-374.
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5 Responses to Vom Zimmermann-Telegramm zu Prism und Tempora – 99 Jahre Telekommunikationsüberwachung

  1. JK sagt:

    Kleiner Klugscheißer-Hinweis am Rande: So absolut kann man den Zustand der Kommunikationsmöglichkeiten nicht beschreiben. Ende des 18. Jhd. wurde v.a. in Frankreich im großen Stil Semaphor-Türme gebaut, die bereits unabhängig von Transportmitteln sehr schnell Nachrichten übertragen konnten.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Optische_Telegrafie

  2. Erbloggtes sagt:

    Frieden ist Krieg.

    Dein Fazit, dass Geheimdienste und Demokratie nicht zusammenpassen, stimmt natürlich nicht, wenn man an antagonistische demokratische Nationalstaaten glaubt. Und unsere gegenwärtige Politik wird von solchem tradierten Glauben unterschwellig noch sehr geprägt. In 30 oder 60 Jahren könnte das ganz anders aussehen, wenn die Leute an internationales Recht glauben, und dass Staaten – ebenso wie heute Individuen – nicht zu allem berechtigt sind.

    Etwas misslich finde ich an dieser schönen Darstellung, dass (ausschließlich) ein internationaler Sicherheitsdiskurs als Begründung für Telekommunikationsüberwachung angeführt wird, wie (nicht nur) die USA es auch nach dem 11. September gemacht haben. Nur die Karikatur von 1853 ruft in Erinnerung, dass der geheime Krieg im Frieden genauso geführt wird, dass da aber statt der äußeren Feinde die eigene Bevölkerung eines Staates ins Zentrum der Ausspähung rückt. Denn die größte Bedrohung der Herrschaftsordnung ist der innere Feind, sei es nun die parlamentarische Opposition, der kritische Journalismus, das akademische Freidenkertum oder der anarchistische Freiheitskämpfer, Verzeihung, Terrorist.

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