Tile Hunting #1 – über Beckum nach Werl

Ich war heute Fahrrad fahren und wollte eigentlich nur dieses kleine Gebiet vor Beckum befahren. Das Ganze ist dann aber doch etwas ausgeufert und wurde zu einer längeren Radtour über 90 Kilometer, für die ich eigentlich nicht passend ausgerüstet war. Zuerst von Ahlen aus in Richtung Dolberg und dann nach Beckum.

Dann ging es über Nebenwege in die Beckumer „Berge“. Gut, Menschen mit richtigen Bergen vor der Haustür lachen sich jetzt kringelig über die Bezeichnung. Aber als Münsterländer nimmt man, was man kriegen kann.

Dort die Soestwarte besucht – ein im 19. Jhd. aufgestockter mittelalterlicher Aussichtsturm, mit dem die Beckumer geguckt haben, was diese schlimmen Finger aus Soest gerade so treiben.

Die Aussicht von da oben war auch richtig fein und reichte bis ins Sauerland. Und … natürlich konnte man auch Soest sehen, ich konnte aber nicht erkennen, was diese schlimmen Soester gerade genau gemacht haben.

Von der Soestwarte dann weiter mit sehr viel Geschwindigkeit und sehr viel Spaß den „Berg“ runter nach Lippborg. Dort gibt es den wohl knuffigsten Bahnhof überhaupt.

Die Radwege da waren auch sehr idyllisch, auch wenn ich das Rennrad dort wirklich nicht ausfahren konnte.

Dann an einem Denkmal vorbeigekommen, das feiert, dass Herzog Ferdinand von Braunschweig dort am 16. Juli 1761 den Franzosen auf’s Maul gegeben hat. Schon erstaunlich, was für ein Schrott aus der Vergangenheit so alles in der Landschaft rumsteht.

Dann weiter durch eine wunderschöne Landschaft und über tolle Straßen nach Welver.

In Welver „entdeckte“ ich Überreste einer originalen Nazi-Autobahn im Wald.

Weiter nach Werl, etwas die Stadt anschauen und vor allem mal einen richtigen Boxenstopp beim Bäcker machen. Hier hat es sich gerächt, dass ich eigentlich nur einen kurzen Ausflug machen wollte – ich hätte mir gerne die Wallfahrtskirche angeschaut, aber hatte kein Fahrradschloss dabei.

Von Werl ging es dann nach Hamm und von Hamm aus in die wünderschönen Lippeauen.

Es ist durchaus nett dort.

Ein kurzer Boxenstopp bei der Lippefähre Lupia – diesmal musste ich nicht per Muskelkraft das Boot über den Fluss ziehen, um den Weg fortzusetzen. Später gibt’s sicherlich mal einen ausführlichen Bericht über die Fähre hier im Blog.

Und dann ging es an den Rückweg nach Ahlen.

Von Dolberg nach Ahlen gibt es einen wunderbaren Radweg auf einer alten Zechenbahntrasse. Das ist eine meiner Lieblingstrassen hier in der Gegend, einfach weil sie schön gerade und fast kreuzungsfrei gelegt ist und sich daher perfekt für eine kleine Tour um Ahlen herum eignet.

Und am Ende der Zechenbahntrasse wartet logischerweise die Ahlener Zeche. Warum ich Fahrradfahren liebe? Genau darum.