Von Wissembourg nach Nothweiler

Eine weitere kleine Tour im Rahmen des Pfalz Urlaubs. (Es ist erstaunlich, wie viel Rad man fahren kann, wenn man nicht zur Arbeit muss, wenn das Wetter hält und wenn man eine noch unbekannte Gegend erkunden kann. Diesmal ging es vom wunderschönen Elsassörtchen Wissembourg zurück über die Grenze in den Ferienort Nothweiler.
Wissembourg ist wirklich nett und schön und durchaus eine Reise wert.
Die Tour ging dann vorbei an einer Wassermühle.
Und durch verschiedene kleine Ortschaften. Aber so schön die Gegend ist: Sie ist auch blutdurchtränkt, wie ein am Wegesrand liegender Soldatenfriedhof zeigt. Diese Grenzregion zwischen Frankreich und Deutschland hat viel mitgemacht. Man beachte übrigens die muslimischen Grabsteine von Menschen, die im Ersten Weltkrieg „pour la france“ gestorben sind und 100 Jahre später rennen Idioten herum und behaupten, dass Muslime nicht zu Frankreich, Deutschland etc. gehören.
Wie absurd das Gerede von Grenzsicherung heute ist, zeigt der Grenzübergang von Frankreich nach Deutschland. Es gibt eine kleine Brücke über einen Fluß. Und das war’s. Keine Schranke, kein Zöllnerhäuschen, kein Zöllner, kein Polizist, keine Kameras. Einfach nur eine Brücke über ein Bächlein. Entsprechende Wege gibt es in der Pfalz hunderte oder tausende. Es sind solche Radwege. Und Wanderwege. Forstwege. Oder einfach nur Pfade. Das zu kontrollieren ist schlicht und einfach nicht möglich – außer man will wieder stacheldrahtbewehrte Grenzzäune bauen und damit auch gleich den Tourismus in der Region töten. Wer also wild fordert, irgendwen direkt an der Grenze zurückzuweisen, sollte erstmal ein Konzept vorlegen, wie er dies machen will.
Weiter ging es das Tal hoch zurück nach Nothweiler.