Im Wald

Ich bin ja Kästchensammler und das bin ich, weil es mich motiviert, in Bereiche der näheren Umgebung zu fahren, die ich sonst nie besucht hätte. So auch am Sonntag. Schönstes Frühlingswetter, die Sonne scheint und es gab noch einige Kästchen zwischen Ehrenstetten und Bollschweil zu erkunden.


Es hat einen Grund, warum die noch nicht erkundet waren: Es gibt dort eine asphaltierten Straßen. Eigentlich wollte ich einen anderen  Zugang wählen, aber einer spontanen Eingebung folgend bin ich ab Ehrenstetten dann am Schützenhaus vorbei dem Tal gefolgt.

Der Weg führt als recht gut zu befahrener Waldweg mit annehmbarer Steigung den Berg hoch.

Die schöne Natur wird gestört, wenn Waldarbeiter mit schweren Maschinen im Wald unterwegs sind.

Aber sonst ist der Wald wirklich traumhaft schön.

Neben dem Weg fließt auch ein kleiner Bach.

Hier war im Mittelalter ein Bergbaurevier und ähnlich wie zwischen St. Ulrich und Bollschweil gibt es auch hier einen Bergbaulehrpfad. Viel zu sehen gibt es hier naturgemäß nicht – Bergbau findet unterirdisch statt und mittelalterliche Schächte sind so eng, instabil und unsicher, dass man dort definitiv keine unbeaufsichtigten Touristen drin rumkrabbeln lässt und die oberirdischen Gebäude sind natürlich auch schon alle den Jahrhunderten zum Opfer gefallen. Es bleiben ein paar Senken im Boden, ein paar Hügel und ein paar Schilder. 

Die Radstube ist aber noch zu erkennen und besitzt einen Gang, in den ich dann als unbeaufsichtigter Tourist nicht hineingeklettert bin. Dort wohnen sicherlich die berüchtigten Schwarzwälder Höhlenhaie.
Das hier sind übrigens die Überreste eines mittelalterlichen Staudammes.

Weiter geht’s – oder auch nicht. Der direkte Weg geradeaus ist mit meinem Rad nicht mehr vernünftig befahrbar und hier wurde dann auch die Karte arg wackelig.

Auf jeden Fall hatte ich dieses Kästchen und noch keine Lust, wieder zurück zu fahren. Also eine größere Abzweigung etwas früher genommen. Die war sehr steil:

Der Vorbesitzer meines Rennrades hat es Ende der 80er/Anfang der 90er absolut richtig gemacht: Es ist bereits so konfiguriert, dass es auch als Gravel Bike eine erstaunlich gute Figur macht. Wenn ich nicht letztens etwas dünnere Reifen aufgezogen hätte, wäre das sogar noch viel, viel besser gegangen – aber die Offroad-Fähigkeiten waren beeindruckend.

Der Rückweg ist einfach: Es geht auf einem breiten Weg die ganzen 460 Höhenmeter wieder runter. Das macht richtig Laune, schüttelt aber die Plompen aus den Zähnen. Oder um es anders zu sagen: Das mach ich demnächst nochmal