Auf dem Hexentrail

Der Verein Mountainbike Freiburg e.V. hat einen neuen, offiziellen Trail fertiggestellt und das ist natürlich die Gelegenheit, den einmal zu testen. Der Verein macht eine wirklich großartige Arbeit – die Konflikte zwischen Mountainbikern, die natürlich im Wald die Hänge runterfahren wollen und Förstern und Waldbesitzern sind heftig. Der Verein hat es geschaftft die Konflikte konstruktiv anzugehen und in Freiburg und Umgebung diverse legale und offizielle Mountainbike-Trails einzurichten. Der Ruf, dass Freiburg „die Mountainbike-Stadt“ ist, ist diesem Verein zu verdanken.

Auf den offiziellen Trails war ich bislang noch nicht unterwegs. Das liegt vor allem daran, dass ich das MTB noch nicht allzulange fahre und dass die bisherigen Trails halt eine ganze Ecke weg sind. Aber der neue Trail im Hexental ist definitiv ein guter Anlass, das mal zu probieren. Denn das ist ja das Nachbartal.

Los geht es und logischerweise geht es erstmal den Berg hoch. Ich mache noch ein paar Umwege, um noch ein paar andere Trails mitzunehmen, die gewissermaßen nur ein paar Höhenmeter entfernt auf dem Weg liegen. Zuerst geht es die Weinreben hoch mit einem großartigen Blick auf Pfaffenweiler, den Batzenberg und bis rüber nach Frankreich. Hier ist es schon brutal schön zu leben:

Weiter geht es gemütlich durch den Wald:

Blick ins Hexental:

Zuerst geht es auf den Hohfirst hier direkt nebenan:

Es geht gemütlich einen kleinen, gemütlichen Trail den Berg herunter:

Nach ein paar hundert weiteren Metern schließt sich ein weiterer Trail an, der richtig fein den Hang runtergeht.

Schön gechillt geht es runter nach Bollschweil:

Noch ein Blick ins Hexental:

Und nun geht es die andere Seite des Tals hoch. Hier war ich bislang noch nicht und der Blick von dieser Seite rüber zum Schönberg kann was.

Was man auf den Bildern nicht sieht: Es ist einfach brutzelig heiß und zudem auch noch wunderbar steil. Die 2 Wasserflaschen haben sich hier schon gelohnt.

Unten breitet sich Freiburg aus:

Nach einem starken Anstieg ist man dann plötzlich direkt im Schwarzwald. Man kommt aus dem Wald, Pferde grasen auf der Wiese und man schaut auf die grünen Matten von Horben.

Der Hexentrail ist erreicht – er ist gar nicht so einfach zu finden, aber dann doch als „Horben Downhill“ in OpenStreetMap & verwandten Kartenapps eingetragen.

Und jetzt wird es echt kriminell. Ich bin nämlich bislang keinen richtigen Mountainbike-Trail gefahren, sondern halt Strecken im Wald. Hier hat der Verein aber natürlich so richtig rangeklotzt und etwas gebaut, was fahrerisch echt herausfordernd ist. Das sieht ja noch harmlos aus:

Es erweist sich aber als eine harte Steilstrecke, die ich mit dem Hardtail und meinen 37 Jahre alten Knochen so nicht fahren will. Mit einem Fully vielleicht, aber so nicht. Der Trail besitzt diverse Stellen, die fahrerisch einfach heftig anspruchsvoll sind – bis zu dieser Stelle, die nur durch einen gewaltigen Sprung zu bewältigen ist.

Das ganze Ding ist … heftig. Es zieht mir Flachlandradler die Hosen aus und überfordert mich gerade an den Steilstrecken arg. Die kann man mit dem Rad sicherlich fahren, aber ich kann die einfach nicht fahren. Es ist spaßig. Es macht Laune. Aber ich bin nicht wirklich bereit dafür – die nächste Zeit lasse ich das mit den Trails lieber mal und taste mich vielleicht mal langsam an diese ganze Trailgeschichte. Mir fehlen einfach aktuelle die Fahrtechniken dafür.

Am Ende belohnt ein wunderbarer Blick auf den Schauinsland:

Was aber nicht belohnt: Das Rad hat das ganze nicht schadlos überstanden. Der gute Stumpjumper von 2003 meckert und meldet ganz klar an, dass ihm das zu heftig war. Das Hinterrad hat eine Acht und ist deformiert.

Daher geht es jetzt direkt über die Berghauser Matten nach Hause. Diese Trails, die lassen wir die nächste Zeit erstmal. Immerhin kostet das Fixen der Acht am Ende im Fahrradladen in Ehrenkirchen nur 19€, was echt ok ist.