Über dem Nebel

Die letzten Beiträge wanderten ja eher in die Ferne – Urlaub, Frankreich, Italien. Dieses Jahr war wenig mit großen Touren durch den Schwarzwald, irgendwie hat es einfach nicht richtig geflutscht. Ich bin größtenteils bekannte Routen gefahren, habe eher wenige Kacheln gesammelt und es war auch nicht das Jahr der großen Expeditionen. Das Wetter war zu häufig zu unbeständig, die Wälder haben dankbarerweise auch mehr als genügend Regen bekommen, waren aber entsprechend matschig und irgendwie ist dieser Sommer zu schnell vergangen.


Naja, hier eine kleine, total unspektakuläre und feine Wanderung am Schönberg mit einem wunderbaren Blick auf den Schwarzwald. Dieser hat an dem Tag besonders durch eine wunderbare „Schichtung“ überzeugt.
Der Weg führte von der Berghauser Kapelle in Ebringen über den Panoramapfad, der seinem Namen alle Ehre gemacht hat, hoch auf den Gipfel. 

Die Streuobstwiesen auf den Matten sind mit diesem beeindruckenden Panorama deutlich besser.

Unten in der Ebene ist heftiger Nebel. Oben ist prächtiger Sonnenschein – der Geheimtipp ist die Schauinslandbahn-Webcam, mit der man erkennen kann, ob sich eine kurze Fahrt in die Berge lohnt oder ob man auch dort in den Wolken versumpft.


Der Panoramapfad führt im Endeffekt einmal malerisch um einen Teil des Schönbergs und bietet wunderbare Ausblicke ins Hexental. Man kann ihn auch von Freiburg/Merzhausen aus über das Jesuitenschloss erreichen und auch wunderbar mit dem Rad befahren. 

Wobei man das eher an einem normalen Dienstag nach Feierabend machen sollte und nicht an vielleicht dem letzten Sonntag im Oktober mit richtig gutem Wetter. Denn heute ist hier gut was los und zahlreiche Wanderer bevölkern den Pfad.

Erwähnte ich, dass der Blick toll ist? 


Am Ende des Panoramapfades geht es hoch zum Schönberg-Gipfel. Stetig bergauf, aber immer auf ganz vernünftigen Wegen.

Der Gipfel ist… voll. Eigentlich ist er total toll – ein Waldsofa steht hier mit wunderbarer Sicht und eine normale Sitzbank, aber heute stapeln sich hier die Leute. Ein Gipfel mit Aussicht ist immer ein häßliches Ziel an Wochenenden, genau wie eine Burgruine.


Ein ebenso häßliches Ziel: Der Schönberger Hof wird gnadenlos von Ausflüglern überrannt.

Der Blick auf Freiburg ist immer wieder nett.

Da die Ebene immer noch im Nebel liegt, sparen wir uns den Weg hoch auf die Schneeburg. Die Aussicht von da ist immer wieder total großartig, aber naja, Nebel.

Tief im Wald liegt ein aufgebrochenes Depot. Was das auch immer war – höchstwahrscheinlich Überreste des Erzbergbaus – irgendwer hat die Tür mit brachialer Gewalt aufgebrochen und wirklich in der Mitte gefaltet.
Drinnen ist wenig los. Wenn hier was gelagert wurde, dann wurde es geklaut.
Dann ist es nur ein kleiner Sprung durch den wunderbaren Wald zurück zum Parkplatz. Und dort ist dann mittlerweile die Hölle los – diese großartige Idee einer netten Wanderung über dem Nebel hatten auch diverse andere Leute und entsprechend wild wird überall geparkt.