Planet History

Daily Archives: 18. Januar 2018

Genschers Marginalien – ein Rätsel (1)

Randbemerkungen – vornehmer: Marginalien – sind eine Quellengruppe für sich. Sie sind Vermerke oder Verfügungen, die an den Rand eines Schriftstücks oder zwischen die Zeilen, neuerdings auch auf Klebezettel oder sonst wohin gekritzelt werden. Entscheidungsträger bewerten damit die Informationen und Empfehlungen, die ihnen der nachgeordnete Apparat vorlegt, und steuern das weitere Vorgehen. Für die Geschichtswissenschaft sind die Randbemerkungen oft wichtiger als das Schriftstück auf dem sie stehen. Paradebeispiele, die uns hier schon beschäftigt haben, sind die Marginalien Wilhelms II. betr. den Baron Fredericks bzw. … Genschers Marginalien – ein Rätsel (1) weiterlesen

Ludger Lieb: Forderung nach Wikipedia-Beauftragten an Uni-Instituten

Interessante Conclusio des Althistorikers Ludger Lieb am Schluss seiner Überlegungen zu Wissenschaft und Wikipedia:

Man muss also die Reputation von Wikipedia steigern! Meine Forderung: An jedem Institut, an jeder Professur und jeder zentralen wissenschaftlichen Einrichtung muss es einen Wikipedia-Beauftragten geben (das kann ruhig auch ein Professor sein) – ähnlich wie „Wikipedian in residence“, nur viel flächendeckender und informeller. Dessen speziellen Themenschwerpunkte müssen veröffentlicht werden, so dass jeder, der an einem Artikel aus diesem Spezialgebiet in der Wikipedia schreibt, sich an diesen Experten wenden kann (niederschwellige Vernetzung). Die Arbeit der Wikipedia-Beauftragten muss dokumentiert werden, so dass sich damit eine Gratifikation verbindet, zumindest eine Quantifizierung des Aufwands (vielleicht kann auch gezählt werden, an wie vielen exzellenten Artikeln der Wiki-Beauftragte maßgeblich beteiligt war).

Ludger Lieb: Forderung nach Wikipedia-Beauftragten an Uni-Instituten

Interessante Conclusio des Althistorikers Ludger Lieb am Schluss seiner Überlegungen zu Wissenschaft und Wikipedia:

Man muss also die Reputation von Wikipedia steigern! Meine Forderung: An jedem Institut, an jeder Professur und jeder zentralen wissenschaftlichen Einrichtung muss es einen Wikipedia-Beauftragten geben (das kann ruhig auch ein Professor sein) – ähnlich wie „Wikipedian in residence“, nur viel flächendeckender und informeller. Dessen speziellen Themenschwerpunkte müssen veröffentlicht werden, so dass jeder, der an einem Artikel aus diesem Spezialgebiet in der Wikipedia schreibt, sich an diesen Experten wenden kann (niederschwellige Vernetzung). Die Arbeit der Wikipedia-Beauftragten muss dokumentiert werden, so dass sich damit eine Gratifikation verbindet, zumindest eine Quantifizierung des Aufwands (vielleicht kann auch gezählt werden, an wie vielen exzellenten Artikeln der Wiki-Beauftragte maßgeblich beteiligt war).

Symposium 9.3.2018: Mädchenbildung durch Frauenorden

Die Stiftung Bildungszentrum der Erzdiözese München und Freising begleitet in Kooperation mit dem Erzbischöflichen Ordinariat und der Ludwig-Maximilians-Universität München anlässlich des 350-jährigen Jubiläums der Landshuter Ursulinen ein Forschungsprojekt zur Mädchenbildung durch Frauenorden. Mit dem Symposium „Mädchenbildung durch Frauenorden“ möchten wir die Beiträge…

Unglaublich: Das Informationsangebot „Forum Bestandserhaltung“ wurde zum 31.12.2017 abgestellt

Björn Gebert machte mich gerade darauf aufmerksam. Es gab meines Wissens keine Vorankündigung. Es ist ein Skandal, dass ein viele Jahres bestehendes zentrales Informationsangebot (und sei es eingefroren auf dem Stand von 2017) nicht im Netz belassen werden kann. http://www.uni-muenster.de/Forum-Bestandserhaltung/Welcome.html … Weiterlesen

„A dream come true? – E-Books in der Fernleihe“ – Vortrag von Dr. Berthold Gillitzer am 17.01.2018

Digitalisierung im Bibliothekswesen ist ein hochaktuelles Thema. Als stellvertretender Leiter der Abteilung Benutzungsdienste, zuständig für das Referat Dokumentlieferung und elektronische Benutzungsdienste der BSB, gab Dr. Gillitzer im Rahmen seines Gastvortrages im Fachbereich des Archiv- und Bibliothekswesens der HfÖD einen Einblick in den aktuellen Stand der Fernleihmöglichkeiten bei E-Books im Bibliotheksverbund Bayern. Warum E-Books in der Fernleihe? Grundsätzlich sei eine große überregionale Nachfrage an E-Medien vorhanden, die im Konflikt mit dem Gebot stand, nur physische Medien in die Fernleihe zu geben. Daraus entstand Handlungsbedarf, der allerdings nicht von allen Beteiligten erkannt wurde. …

Der „Nansen-Pass“

Der „Nansen-Pass“

Infolge des Ersten Weltkrieges waren um 1920 insgesamt bis zu 9,5 Millionen Menschen auf der Flucht, unter ihnen auch die große Gruppe der aus Russland Geflüchteten. Die hohe Zahl an Flüchtlingen stellte Europa vor große Herausforderungen. Aufgrund ihres unsicheren Status setzte sich der norwegische Diplomat Fridtjof Nansen als Hochkommissar für Flüchtlingsfragen des Völkerbundes für ein international gültiges Reise- und Ausweisdokument ein. Am 5. Juli 1922 beschloss der Völkerbund in Genf, einen Ausweis einzuführen: den „Nansen-Pass“.

Der „Nansen-Pass“

Der „Nansen-Pass“

Infolge des Ersten Weltkrieges waren um 1920 insgesamt bis zu 9,5 Millionen Menschen auf der Flucht, unter ihnen auch die große Gruppe der aus Russland Geflüchteten. Die hohe Zahl an Flüchtlingen stellte Europa vor große Herausforderungen. Aufgrund ihres unsicheren Status setzte sich der norwegische Diplomat Fridtjof Nansen als Hochkommissar für Flüchtlingsfragen des Völkerbundes für ein international gültiges Reise- und Ausweisdokument ein. Am 5. Juli 1922 beschloss der Völkerbund in Genf, einen Ausweis einzuführen: den „Nansen-Pass“.

Suche: Veranstaltungen

Bis Ende Januar soll ein möglichst umfangreicher Veranstaltungskalender als Beitrag erscheinen. Ich werde möglichst deutschlandweit (und etwas über die Grenze hinaus) meine Ohren und Augen offen halten, aber alles ausfindig zu machen, ist schlicht unmö…

„Schule der nationalsozialistischen Weltanschauung“: Die Auseinandersetzung über den Bezug der NS-Presse durch Beamte

Die Beziehungen und Machtverhältnisse zwischen den Gauleitungen der NSDAP und den Landesministerialverwaltungen bilden eines der Kernthemen des Projekts. Der stetige Kampf um die Oberhoheit im nationalsozialistischen Staat, der diese Beziehungen kennzeichnete, manifestierte sich nicht zuletzt in zahlreichen symbolischen Fragen wie beispielsweise dem Besuch von Parteiveranstaltungen durch Ministerialbeamte oder dem Bezug der Parteipresse. Gerade dem Bezug