Planet History

Daily Archives: 20. Oktober 2020

Absturz auf Ostdeutsch

Episch. Prosaisch. Thilo Krause lässt sich Zeit für die Entwicklung seines Plots. Investiert viele Zeilen in die Beschreibung des trockenen ostdeutschen Sommers, die reifenden Himbeeren, die staubigen Straßen in der sächsischen Schweiz, die Festung über der „Stadt-die-keine-ist“, den Dreck der Wismut. Er arbeitet sich ab an der innerdeutschen, der innerdörflichen und der innermenschlichen Zerrissenheit und findet in der Szenerie allenthalben Metaphern zur nicht gelingen wollenden deutsch-deutschen Vereinigung. Schon zu Beginn heißt es: „Ich sehe den Putz nicht bröckeln an der westlichen Wand“, und später: … „Absturz auf Ostdeutsch“ weiterlesen

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter*in im Forschungsdatenmanagement (m/w/d) gesucht. Entgeltgruppe 13 TV-L (50%), befristet bis 31.03.2022, Bewerbung bis 31.10.2020.

Das Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) e.V. erforscht in vergleichender Perspektive die historischen und kulturellen Entwicklungsprozesse in der Region zwischen Ostsee, Schwarzem Meer und Adria von der Spätantike bis zur Gegenwart. Die große geographische Reichweite seines Forschungsprogramms bedingt einen besonderen Forschungsansatz, der Komparatistik, Interdisziplinarität und Transnationalität vereinigt, und der zudem die […]

Neubetrachtung von Abt Matthias Fink

Ein neuer Aufsatz von Stiftsarchivar Maximilian Alexander Trofaier widmet sich einer der ambivalenteren Persönlichkeiten unter den Äbten des Schottenstifts: Maximilian Alexander Trofaier, Matthias Fink, ein verschwenderischer Abt des Wiener Schottenklosters (1467–1475) und ungarischer Sekretär der österreichischen Herzoge? Eine Neubetrachtung, in: Semper ad fontes. Festschrift für Christian Lackner zum 60. Geburtstag, hg. von Claudia Feller und Daniel Luger (Veröffentlichungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 76, Wien 2020) 357–373. Finks Rolle in der Historiographie war bislang vor allem durch seine Resignation und Flucht aufgrund der Anhäufung … Neubetrachtung von Abt Matthias Fink weiterlesen

Stolperstein in Erinnerung an Hermine Lesser – Teilnachlass im Archiv des Instituts für Zeitgeschichte

Hermine Lesser engagierte sich in der Wohlfahrtspflege und in der Frauenbewegung, leitete ab den 1900er Jahren eine Rechtsschutzstelle für Frauen und Mädchen und engagierte sich im Bund für Mutterschutz und als Charlottenburger Waisenpflegerin. Im Alter von fast neunzig Jahren wurde Sie nach Theresienstadt deportiert. Um an Sie zu erinnenern, wurde am Mittwoch, 7. Oktober, in der Marburger Straße 5 in Berlin ein Stolperstein angebracht. Im Institut für Zeitgeschichte München–Berlin (IfZ) wird ein Teil ihres Nachlasses aufbewahrt: Der Briefwechsel Hermine Lessers mit Verwandten in Holland … Stolperstein in Erinnerung an Hermine Lesser – Teilnachlass im Archiv des Instituts für Zeitgeschichte weiterlesen