Planet History

307 search results for "apps"

Schnapsidee der Schweiz: Jeder Schnappschuss ist künftig vom Urheberrecht geschützt

Völlig unsinnige Gesetzesänderung, die das Arbeiten mit freien Inhalten erschwert: https://www.nzz.ch/schweiz/jeder-schnappschuss-kuenftig-vom-urheberrecht-geschuetzt-ld.1444436 https://heise.de/-4252141 Gegenargumente: https://medienwoche.ch/2018/12/04/gegen-einen-lichtbildschutz-unnoetiges-regulierungsmonster/ „Wenn ein Museum das Fotografieren von Werken verbietet – beispielsweise weil das Blitzlicht den Kunstwerken schadet – so können heute bei Werken, deren Schutz abgelaufen ist, … Weiterlesen

Stiftung Lesen: VORLESEN MIT APPS: Leseförderung mit interaktiven Kinderbüchern

Mit Kinderbuch-Apps Vorlesestunden gestalten und digitalen Medien für die Leseförderung einsetzen – wie das funktioniert, zeigen wir Ihnen in unserem Online-Dossier „Vorlesen mit Apps“. Lesen Sie in unserem Dossier, wie Sie Kinder mit interaktiven Apps für Geschichten begeistern können und mit digitalen Vorleseveranstaltungen eine zeitgemäße … Weiterlesen

Kulturgutraub im Herzen Europas? – Ein Schnappschuss aus Ungarn

Gastbeitrag von László Matthias Simon

Während ungarische Behörden zurzeit in mindestens zwei Fällen von Raubgräberei ermitteln, verkündet die ungarische Regierung den weiteren Ankauf von Stücken des Seuso-Hortfundes. Gleichzeitig sollen durch ein neues ungarisches Gesetz die Möglichkeiten der Archäologie massiv eingeschränkt und hierdurch Bodendenkmäler der Zerstörung preisgegeben werden. Ein weiteres Kapitel in der problematischen Beziehung zwischen Archäologie und Politik in Ungarn.

Grabräuber sind in Ungarn unterwegs

Bereits Mitte Mai fand im nordungarischen Mátraszõlõs eine Hausdurchsuchung statt, bei der Eisenobjekte, Knochenwerkzeuge und Teile eines Tongefäßes zum Vorschein kamen. Die Objekte, denen die Polizei durch einen anonymen Hinweis auf die Spur kam, stammen von einem unbekannten Fundplatz, wobei weitere Informationen bislang nicht bekannt geworden sind.

Aus deutscher Sicht interessanter ist da der Fall eines Sondengänger aus dem ostungarischen Debrecen. Bereits 2006 soll dieser mit einem Metalldetektor ein etwa 3000 Jahre altes Metallgefäß gefunden haben. Er vergrub es in seinem Garten und suchte seitdem nach einem Käufer. Die Fahnder kamen nun über einen Hinweis deutscher Behörden auf den Mann, der auch versucht haben soll, das Objekt nach Deutschland zu verkaufen. Es wird vermutet, dass es sich bei dem gut erhaltenen Stück um einen bislang unentdeckten Teil des bereits 1858 entdeckten Böszörményer Hortfundes handeln könnte, der letzten Sommer im Hajdúböszörményer Museum zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert wurde

Der ungarische Staat als potentieller Käufer/Mieter von Hehlerware?

Wie hoch die Dunkelziffer an Raubgrabungen tatsächlich ist, lässt sich kaum schätzen. Dass es eine Nachfrage auf dem Markt für ungarisches Kulturgut gibt – sogar von staatlicher Seite! –, zeigt der sog. Seuso-Hortfund. Ein großer Teil dieser Fundgruppe wurde im März 2014 von der ungarischen Regierung angemietet (vergl. L.M. Simon, Sieben Stücke des Seuso-Hortfundes durch Ungarn angekauft. Archaeologik [28.3.2014] – http://archaeologik.blogspot.de/2014/03/sieben-stucke-des-seuso-hortfundes.html). Obgleich seine tatsächliche Herkunft immer noch umstritten ist, wird er in Ungarn als nationales Kulturgut gehandelt. Umso erstaunlicher ist jedoch, dass trotz nun erneut verlautender Rückführungsankündigungen aller eventuell zum Hortfund gehörender Objekte , im Mai in der Ukraine zwei Silberkrüge versteigert wurden, die eine beachtliche Ähnlichkeit zu den Seuso-Funden haben sollen, ohne, dass die ungarische Regierung Anstalten gemacht hätte, diese anzukaufen . Die beiden Stücke gingen für umgerechnet etwa 42.000 € an einen unbekannten Bieter, ihr Verbleib ist unbekannt. Gabriella Nádorfi, Leiterin des Szent István Múzeum in Székesfehérvár zeigte sich in einem Interview gegenüber dem Nachrichtenportal hgv.hu überzeugt, dass es sich um Stücke des Hortfundes handelt, während der Archäologe Zsolt Mráv, Mitarbeiter der Forschergruppe rund um den Seuso-Hortfund in Ungarn, dies gegenüber NOL bestreitet. Ob dies vielleicht der Angst geschuldet ist, den argumentativ fragwürdigen Zusammenhang aller Seuso-Funde als ein zusammenhängender Hortfund  mit Provenienz Ungarn durch weitere Funde nicht zu gefährden, muss Spekulation bleiben.

Eines der Stücke aus dem Seuso-Hortfund, dem die in der Ukraine versteigerten Stücke ähneln,
während der Ausstellung des Hortfundes im ungarischen Parlament im April 2014.
(Foto: Derzsi Elekes Andor [CC BY SA 3.0] via Wikimedia Commons)

Ein Problem, durch das Raubgrabungen in Ungarn gefördert werden, ist die Gesetzgebung, die zwar eine Entschädigung vorschreibt, die Höhe jedoch nur im Falle von Metallgegenständen als maximal 10% des Metallwertes festgesetzt ist.  So wurden letzten Herbst im Göcseji Museum im westungarischen Zalaegerszeg etwa 73 Bronzegegenstände, darunter Schwerter, Dolche, Brustpanzer und Schmuckgegenstände, abgeliefert, die der Urnenfelderkultur zugeordnet werden. Die Entschädigung für den arbeitslosen Finder belief sich hierbei lediglich auf umgerechnet etwa 310€ und den Dank des Parlamentspräsidenten. Er werde oft gefragt, warum er die Stücke nicht versucht habe zu verkaufen, wo sie doch auf dem Schwarzmarkt hunderttausende, wenn nicht Millionen Forint eingebracht hätten, so der Finder gegenüber NOL. Doch gehören für ihn solche Funde einfach in ein Museum.

Neues Gesetz behindert Rettungsgrabungen

Während also der Boden Ungarns oft ungestraft illegal durchwühlt wird, tut die ungarische Politik ihr Bestes, um die reguläre archäologische Arbeit zu be- oder sogar zu verhindern. So verabschiedete das Parlament am 10. Juni 2015 ein neues Gesetz des Ministeriums für nationale Entwicklung, das die für Rettungsgrabungen zur Verfügung stehende Zeitspanne ein weiteres Mal im Sinne wirtschaftlicher Interessen massiv kürzt. Der ungarische Archäologenverband kritisierte bereits im Vorfeld in einer Stellungnahme, dass das Gesetz verfassungswidrig sei und man gegebenenfalls vor das ungarische Verfassungsgericht ziehen werde. Man argumentiert mit dem in der Verfassung festgeschriebenen Schutz kulturellen Erbes. Das Gesetz ließe es beispielsweise zu, dass für die Grabung von 31 Bodendenkmälern auf einer Autobahnneubaustrecke von 32 Kilometern lediglich 30 Kalendertage eingeräumt werden, was allein arbeitsrechtlich problematisch werden würde, wolle man die Grabungsqualität und -intensität beibehalten. Nach der letzten verheerenden Gesetzesänderung im Jahr 2011 (vergl. Neues Gesetz gefährdet archäologische Notgrabungen in Ungarn. Archaeologik [10.10.2011] – http://archaeologik.blogspot.de/2011/10/neues-gesetz-gefahrdet-archaologische.html) standen ‚immerhin‘ noch 30 Werktage zu Verfügung, was freilich ebensowenig ausreicht. Die Bearbeitung von Fundstellen, die unerwartet zum Vorschein kommen würden, dürften die laufenden Bauarbeiten zeitlich nicht hinauszögern. Eine Untersuchung solcher unerwarteter Funde wäre jedoch sowieso nur noch dann möglich, wenn dies der Minister für Humanressourcen innerhalb von acht Tagen anordnet. Gleichzeitig sollen archäologische Arbeiten auch von nicht für archäologische Arbeiten akkreditierten Institutionen oder Firmen durchgeführt werden können. Ziel der Regelungen soll vor allem die Beschleunigung des Autobahnausbaus sein. László L. Simon, Kommissionsvorsitzender des Nationalen Kulturfonds und ehemaliger Minister für Humanressourcen, sieht in dem Gesetz einen guten Kompromiss zwischen Schutz des Kulturgutes und der Beschleunigung des Autobahnausbaus. Für Gábor Lassányi, den Vorsitzenden des ungarischen Archäologenverbandes, ist es das „schlimmste, was mit der ungarischen Archäologie in den letzten Jahren geschehen ist“.
Autobahnbau in Ungarn seit den 1960er Jahren und Planungen (in rot und gelb) für die nächsten Jahre.
Für die neuen Bauabschnitte sind jeweils nur noch 30 Kalendertage archäologischer Grabungen vorgesehen.
(Bild: PanPeter12 [CC BY SA 3.0] via Wikimedia Commons)
Kulturgut ist nicht nur im Nahen Osten bedroht, wo die westliche Welt geschockt auf Ninive, Palmyra und Co. blickt. Auch in Europa geschieht eine schleichende, eher stille Zerstörung von Fundstätten. Jedoch richten hier nicht nur illegal durchgeführte Ausgrabungen erheblichen Schaden an, auch Unwissenheit oder schlicht wirtschaftliche Interessen seitens der Gesetzgeber können Funde und Fundstellen der Zerstörung preisgeben. Europa ist nicht der sichere Hafen für Kulturgut, den sich viele wünschen und vorstellen!

Interne Links

Methodenworkshop “Warum nicht mal mobil? Apps in den Digital Humanities!”

Ziel des Workshops Der eintägige Workshop hat zum Ziel, ein Spektrum verschiedener Herangehensweisen zur Entwicklung mobiler Applikationen aufzuzeigen. Dabei werden grundlegende Fragen danach aufgeworfen, was eine App zur App macht und warum mobile Applikationen in den Digital Humanities überhaupt gebraucht werden. Der Workshop gruppiert sich hierbei um drei Apps aus den Bereichen Jüdische Geschichte, Medienkunst […]

Mit Alfred und AppZapper Apps schneller löschen

AppZapper ist ein Programm mit dem man alle Daten eines Programms komfortabel löschen lassen kann. Dazu zieht man die App, die gelöscht werden soll einfach auf das AppZapper-Symbol. Für Leute wie mich, die gerne mal auf ihre Maus verzichten gibt es aber auch eine schnellere Variante:

Diese erfordert die App Alfred. Mit dieser lassen sich viele Dinge, die unter OS X sonst eine Maus erforderlich machen, mit ein paar Tastendrücken lösen. So auch das Löschen einer App:1

  1. Alfred starten (“alt”+”space”)
  2. In Alfred die zu löschende App raussuchen
  3. “ctrl” drücken
  4. Im erscheinenden Menü “Open with…” auswählen
  5. Nach AppZapper suchen (oben in die Zeile schreiben, es taucht bei mir auch nicht einfach so auf)
  6. Enter drücken
  7. Die App wird in AppZapper geöffnet
  8. Enter drücken
  9. App gelöscht ohne einmal die Maus berührt zu haben

P.S.: Das geht vielleicht auch mit der kostenlosen Variante AppCleaner.

  1. Dafür braucht man das kostenpflichtige Add-On mit dem Namen “Power Pack”. Was man damit noch alles so machen kann, steht hier. Es lohnt sich!

ge(h)denken – Unterricht mit Apps

Liebe Studierende, Deutschland und Frankreich habens gelernt und vergleichen Ihre Stärke nurmehr im Fußball statt im Krieg, aktuell: Viertelfinale der WM2014, mit Nebenplatzscharmützeln von Siemens und Alstom. Und wo hat Siemens seinen Sitz? Exakt: München. Wir präsentieren Euch äußerst gern die mobile Ausstellung: “ge(h)denken – Begeben Sie sich auf die Spuren des Lebensborn”: eine Smartphone…»

Taxonomie von GeschichtsApps

Am Freitag haben wir im Bundesarchiv in geschlossenem Teilnehmerkreis den Prototyp der GeschichtsApp “App in die Geschichte” (Link zu Projektpartnern und Konzept) vorgestellt und diskutiert. Die Folien der Präsentation geben den aktuellen Stand des Projekts wieder: Aufgrund einer kurzfristig, leider krankheitsbedingten Absage habe ich spontan versucht, die Lücke zu füllen und einen Überblick über vorhandene […]Taxonomie von GeschichtsApps

Taxonomie von GeschichtsApps

Am Freitag haben wir im Bundesarchiv in geschlossenem Teilnehmerkreis den Prototyp der GeschichtsApp “App in die Geschichte” (Link zu Projektpartnern und Konzept) vorgestellt und diskutiert. Die Folien der Präsentation geben den aktuellen Stand des Projekts wieder: Aufgrund einer kurzfristig, leider krankheitsbedingten Absage habe ich spontan versucht, die Lücke zu füllen und einen Überblick über vorhandene […]Taxonomie von GeschichtsApps

de.hypotheses auf dem Smartphone: Bloggen mit Apps

Wer unterwegs oder offline gerne einen Blogartikel bearbeiten, freischalten oder gar schreiben möchte, der kann bei de.hypotheses.org auch Apps nutzen, zumindest all diejenigen Apps, die kompatibel mit WordPress sind. Beispielhaft sind die folgenden: iOS: http://ios.wordpress.org/ Android: http://android.wordpress.org/ Mac: https://www.marinersoftware.com/products/macjournal/ Weitere Apps für andere Betriebssysteme gibt es hier: http://en.support.wordpress.com/apps/ Bei der Einrichtung der Apps wählt man die Option „Selbstgehostete Blogs hinzufügen“ und gibt die Adresse des eigenen Blogs mit dem Zusatz xmlrpc.php ein. Das sieht dann in etwa so aus: http://NAMEDESBLOGS.hypotheses.org/xmlrpc.php Bei manchen Apps reicht […] Weiterlesen

Was bieten Geschichtsapps (nicht)?

Eine Geschichtsapp: Spiegel-Online berichtete darüber, mein Interesse war geweckt. Die App des Limesmuseums Aalen zur Sonderausstellung “Caracalla – Kaiser-Tyrann-Feldherr” ist schön aufgemacht. Die Geschichte des Kaisers wird entlang einer Zeitleiste in bunten Comic-Bildern erzählt, die grafisch an eine Mischung aus den Serien Asterix und Alix erinnern. Nach einmaligen Durchklicken war mir die App allerdings bereits […]

Steinbruch: Google-Apps for Education erhält eigene Android-App

Google ist für Datenschützer ein rotes Tuch. Und in der Tat: “Google Apps for Education” mit den geltenden Datenschutzrichtlinien für Schulen in Deutschland in Einklang zu bringen gleicht der Qudratur des Kreises. Zu unklar und unbestimmt ist die Datenpolitik des Konzerns; das Recht auf informationelle Selbstbestimmung bleibt ein hohes Gut. Trotzdem ist ihr Funktionsumfang der […]

Seminarprotokoll I Köln I Praktische Anwendung von mobile Learning- Apps für den GU I 29.01.2013

Als Beispiele für die praktische Anwendung von mobile learning im Geschichtsunterricht wurden drei Apps vorgestellt. Zwei davon befassten sich mit Geschichte und eine war eine Spracherwerb-App. Zunächst die App „Die Berliner Mauer“. Diese App verfügt über einen klaren Aufbau, ist einfach … Continue reading

Kopieren mit Strom

Die Entwicklung des Trockenkopierens, auch Xerokopie genannt, zog sich über mehr als zwei Jahrzehnte hin. Haupterfinder war der Amerikaner Chester Carlson; er baute auf Vorarbeiten des ungarischen Physikers Pál Selényi auf. Carlson meldete im Oktober 1937 das erste Patent an. Am 16. September 1959 brachte die Firma Haloid einen wirklich brauchbaren Kopierer auf den Markt. …

Die Moral der Maschinen

Was macht der Staubsauger-Roboter, wenn er einem Marienkäfer begegnet? Soll er ihn verschlucken oder am Leben lassen? Gibt es eine Ethik für Automaten, Computer und ihre Programme? Danach fragt am Mittwoch, dem 9. Januar 2019, Katrin Misselhorn im HNF. Sie leitet das Institut für Philosophie der Universität Stuttgart und untersucht moralische Probleme der Künstlichen Intelligenz….