Planet History

Author Archive for Bernd Hüttner

Radical Archives and the New Cycles of Contention

This is a call for better preservation of our historical legacy and guides to organizing for future generations. Like everything else we humans touch, archives are political. At the heart of calls for preserving our past – recent and even further back – is a question of trust. Who are activists going to trust with telling the history of their movements, achievements, and defeats? Who will be able to tell that story if our memories are locked behind a paywall, discarded, or misplaced as the result of a change in ownership of the services we use daily?

Interessanter Text zur Überlieferungssicherung sozialer Bewegungen, v.a. von digitalen Quellen.

Volltext: https://viewpointmag.com/2015/10/31/radical-archives-and-the-new-cycles-of-contention/

Frauenbewegung(en) im Archiv des DOKU Graz (Buch)

Bereits 2013 ist eine Masterarbeit in Buchform erschienen.

Eva Taxacher: Frauenbewegung(en) im Archiv des DOKU Graz. Eine Bestandsaufnahme und kritische Reflexion

Der Verlag schreibt dazu:
In diesem Buch wird das Archivmaterial und die Organisation des DOKU Graz und seines Archivs in der Entwicklung der Frauenbewegung verortet und in Verbindung zur feministischen Theorieentwicklung gedacht.
Der Fokus dieser Arbeit zur Geschichte der Frauenbewegung in Graz liegt auf der Kontextualisierung des Archivmaterials und in weiterer Folge auf der Frage welche Ausschlüsse das Archiv selbst produziert durch die impliziten oder expliziten Definitionen und Vorstellungen über Feminismus, Frauenbewegung und Frauen. Bereits in der Analyse der zentralen Begriffe zeigen sich die wesentlichen Spannungsfelder der feministischen Debatten: Wer sind die Frauen, deren Geschichte geschrieben werden soll, was wird unter Frauenbewegung verstanden, was ist mit Feminismus gemeint. Abhängig davon welche Antworten auf diese Fragen gegeben werden bzw. welche Vorstellung davon zugrunde liegt, gibt es unterschiedliche Herangehensweisen und Ergebnisse in historischen und zeitgenössischen Untersuchungen. Das Archiv wird nicht zum unmarkierten und unbeschriebenen Ausgangspunkt einer beschreibenden Geschichtsforschung, sondern das dokumentierte Wissen wird kontextualisiert – und damit auch die Lücken denkbar und greifbar gemacht.
(12,5 x 20,5 cm, Broschur, 154 Seiten, € 19,80, ISBN 978-3-85409-699-3)

Eva Taxacher, studierte Soziologie und Internationale Genderforschung & Feministische Politik, beschäftigt sich mit Frauen- und Geschlechtergeschichte im musealen und öffentlichen Raum und arbeitet derzeit in der Geschlechterpolitischen Bildungsarbeit in Graz.

Zur Website des DOKU in Graz

Buch „Jugendkultur und soziale Bewegungen im Archiv“ erschienen

Nun ist lieferbar

Gudrun Fiedler / Susanne Rappe-Weber / Detlef Siegfried (Hg.)
Sammeln – erschließen – vernetzen. Jugendkultur und soziale Bewegungen im Archiv
Mit 30 Abbildungen (V&R unipress ISBN 978-3-8471-0340-0, 39,90 EUR)
Das Buch ist der Tagungsband zur 2013er Tagung der Burg Ludwigstein (mehr dazu auf http://archiv.twoday.net/stories/581437145/), bzw. hier der Tagungsbericht auf HsozKult

Archiv des feministischen Infoladen Mafalda in Bremen gesichert

Mit der ak­tu­el­len Ab­wick­lung des Ma­fal­da über­nimmt das Ar­chiv der so­zia­len Be­we­gun­gen Bre­men große Teile aus dem Nach­laß des Bre­mer Frau­en­Les­ben­Trans­In­fo­la­dens. Wir ar­bei­ten be­reits seit einem Monat daran, ca. 100 Steh­samm­ler mit Zeit­schrif­ten und an­de­ren Ma­te­ria­li­en der fe­mi­nis­ti­schen Be­we­gung und der ra­di­ka­len Lin­ken zu do­ku­men­tie­ren und in un­se­ren Ar­chiv­be­stand ein­flie­ßen zu las­sen. Was schon vor­han­den ist wird von uns an an­de­re Be­we­gungs­ar­chi­ve (z. B. in Ham­burg, Kas­sel, Bo­chum, Ber­lin und Wien) wei­ter­ge­ge­ben.
den ganzen Beitrag lesen

15 Jahre Archiv der sozialen Bewegungen Bremen

Im Dezember 2014 jährt sich die Gründung des Archivs der sozialen Bewegungen Bremen zum fünfzehnten Mal. Für ein selbstorganisiertes Projekt ist das eine bemerkenswert lange Zeit. Das Archiv wurde im Dezember 1999 gegründet, als sich der Infoladen der „Bremer BürgerInneninitiative gegen Atomanlagen” (BBA) und der autonome Infoladen “Umschlagplatz” zum Infoladen Bremen zusammenschlossen. Ihre seit Mitte der 1970er Jahre (BBA) bzw. seit 1990 (Umschlagplatz) gesammelten Dokumente bildeten den Anfangsbestand.

Seit 2001 kommt Material von anderen Bewegungsarchiven, von Bremer politischen Gruppen und von Einzelpersonen hinzu. Unter dem Motto „Von der Bewegung – für die Bewegung” wird Material aus den vielfältigen Widerstands- und Protestbewegungen der letzten Jahrzehnte zusammengetragen und bewahrt. Mit dem Gründungsanspruch, ein „Gedächtnis für die Linke” zu sein, lebt das Archiv aber vor allem davon, dass es genutzt wird.

In diesem Sinne ist das Archiv für die Beteiligten vor allem ein politisches Projekt. Im juristischen Sinne ist es eine private Initiative. Es verfügt über keinerlei eigene Rechtsform, keinen Förderverein oder ähnliches. Die Archivarbeit wird ehrenamtlich und unbezahlt geleistet. Die Unabhängigkeit von öffentlichen Mitteln bewahrt jedoch ein hohes Maß an inhaltlicher Autonomie, die für die Zielsetzung des Archives in mehrfacher Weise bedeutsam ist. Andererseits sind so jedwede Anschaffungen, vom Bleistift bis zur Archivschachtel, nur über Spenden möglich. Dennoch ist die Nutzung grundsätzlich kostenlos, insbesondere im Rahmen heutiger politischer Bewegungen und deren Aktivist_innen. Bei anderer, etwa akademischer Nutzung sind Spenden allerdings gerne gesehen. Insgesamt gilt mit dieser Arbeitsweise das „Prinzip Schnecke“: „Langsam, aber vorwärts“.

Den kompletten Text, der ein geringfügig überarbeitetes Manuskript eines Beitrages für Ausgabe 2/2014 von „Der Archivar. Zeitschrift für Archivwesen“ ist, hier lesen.

Radio Bremen zu „Männer, Frauen und die Macht“

Ein Thema so alt wie die Menschheit: „Männer, Frauen, Macht“ – wer hat die Macht? Und wie zeigt sich das in Filmen, in Texten oder auf Plakaten? 25 Bremer Archive haben da einiges zusammengetragen und präsentieren ihre Schätze in der Weserburg.
Fernsehbericht: http://www.radiobremen.de/fernsehen/buten_un_binnen/video57510-popup.html.

Ergänzend hier ein kleiner Blogbeitrag: http://www.dieglucke.de/2014/03/06/frauen-maenner-macht-ausstellung-mit-bremer-archiven-in-der-weserburg/ … und noch ein Artikel: http://www.kreiszeitung.de/lokales/bremen/geschlechterkampf-3400298.html

Sammeln – erschließen – vernetzen. Jugendkultur und soziale Bewegungen im Archiv

Im Mittelpunkt der diesjährigen Archivtagung stand die Frage nach dem Umfeld des Sammelns und Bewahrens, in dem das Archiv der deutschen Jugendbewegung (AdJb) agiert. Die bündischen Strukturen der Jugendbewegung gaben die Basis für die vielen Sammlungen der Verbände und Privatpersonen ab, die hier zusammen geführt wurden. Für die jugendkulturellen Initiativen und sozialen Bewegungen der jüngeren Geschichte etwa seit den 1960er-Jahren aber, deren Organisationsstrukturen sehr viel loser sind, fehlt es bislang an einer Sammlungsstrategie.

Tagungsbericht http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=5154

Heft 44 der „Mitteilungen“ des Förderkreises Archive und Bibliotheken zur…

Die Mitteilungen des Förderkreises Archive und Bibliotheken zur Geschichte der Arbeiterbewegung präsentieren u. a. Auszüge aus dem Tagebuch Viktor Klemperers, in denen der DDR-Intellektuele eine kritische und differenzierende Sicht auf den 17. Juni 1953 darlegt. Der Text wird von Siegfried Prokop eingeleitet ebenso wie der erstmals veröffentlichte letzte Brief von Irene Giersch an ihren damaligen Lebensgefährten Wolfgang Harich vom 10. Februar 1965.
Alexander Amberger fasst die Ergebnisse seiner Dissertation über „Marxistische Postwachstumsutopien der DDR-Opposition“ (am Beispiel der Konzepte von Rudolf Bahro, Wolfgang Harich und Robert Havemann) zusammen. Stefan Heinz publiziert sein im Bundesarchiv gehaltenes Referat „Metallarbeiter im Widerstand gegen den Nationalsozialismus“. Wie stets nehmen die Rubriken „Archive und Bibliotheken“ (diesmal u. a Bernd Braun über die Stiftung Friedrich-Ebert-Gedenkstätte n Heidelberg), „Übersichten und Findmittel“ (mit zahlreichen Informationen von Kurt Metschies über Bestandübersichten und Findbücher von Archiven der neuen Bundesländer und Berlins, verbunden mit einem Überblick über 60 Jahre Bundesarchiv und 20 Jahre Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR/SAPMO) sowie Buchbesprechungen einen breiten Raum ein.

Mitteilungen des Förderkreises Archive und Bibliotheken zur Geschichte der Arbeiterbewegung, Nr. 44, September 2013, 56 Seiten. ISSN: 1869-3709. 3 Euro plus Versand. Bezug: Förderkreis, Finckensteinallee 63, 12205 Berlin. E-Mail: d.goldbeck(ätt)web.de

Quelle: junge Welt, 21.Oktober 2013, Nr. 244, Seite 15 (politisches Buch).

Artikel über Archiv des iz3w in Freiburg ist online

Auf der website des Informationszentrum 3 Welt (iz3w) Freiburg ist ein Artikel über dessen seit 42 Jahren existierendes Archiv dokumentiert. Bekannter ist die Zeitschrift des iz3w, die seit 1970 erscheint. Christian Neven-du Mont beschreibt z.B. dass 142 Zeitschriftentitel in Deutschland nur noch in diesem Archiv vorhanden sind. Das Archiv ist in der ZDB und selbstverständlich im Archivverbund Archiv3 der internationalistischen Archive engagiert.
Sein Artikel ist hier online und auch in dem Buch “Bewegung bewahren. Freie Archive und Geschichte von unten” enthalten.

Archive vom alten Europa bis zur digitalen Welt (Buch)

„Aufheben, was nicht vergessen werden darf“ heisst das neue Buch von Dietmar Schenk, das soeben im Franz Steiner Verlag erschienen ist. Schenk leitet das Universitätsarchiv der Universität der Künste Berlin.
Verlagstext: „Archivalien sind dem Wandel der Dinge in gewissen Grenzen enthoben. Die Archive, in denen authentische Zeugnisse der Vergangenheit bewahrt werden, verändern sich aber im Sog der Geschichte. Im alten Europa entwickelten sie sich mit der Expansion pragmatischer Schriftlichkeit, im 19. Jahrhundert wurden sie von der Geschichtsschreibung entdeckt, heute sind sie zivilgesellschaftliche Instanzen des Erinnerns. In Form einer histoire-problème und anhand einer Vielzahl anschaulicher Beispiele porträtiert Dietmar Schenk die Archive als faszinierende, denkwürdige Kultur des Aufhebens, die vom Mittelalter bis zur Gegenwart reicht.“
Siehe auch: http://www.steiner-verlag.de/titel/59670.html