Planet History

Author Archive for Dr. Elke Senne

„It is dangerous to generalise about state visits“ – Praktiken des Wissens in der britischen Außenpolitik des 20. Jahrhunderts – Donnerstag, 13. Dezember 2018 um 19:00 Uhr

Hotel Baseler Hof, Gartensaal,
Esplanade 15, 20354 HamburgWas ist ein Staatsbesuch? Diese banal anmutende Frage hat die britischen Regierungen des 20. Jahrhunderts wiederholt herausgefordert. Denn anders als in Deutschland gab es im Vereinigten Königr…

Das Meer als Natur- und Kulturraum

Kiel | Christian-Albrechts-Universität, Hörsaal 4, 19:00 Uhr

Flüchtlinge im Mittelmeer, Piraterie großen Stils vor den Küsten von Somalia, Berge von Plastikmüll in den Ozeanen, Versauerung der Meere, Erderwärmung, abschmelzende Polkappen und steigender Meeresspiegel – das sind nur einige der Probleme und Risiken des Meeres und seiner Küsten. Sie bestimmen die gesellschaftlichen Debatten, ihre Lösung steht für die Möglichkeiten nachhaltiger Entwicklung der Menschheit. Sie sind von daher nicht nur Herausforderungen, die durch die ‚Politik‘ erkannt, angenommen und bewältigt werden müssen, sie sind vielmehr teilweise schon seit vielen Jahrzehnten Gegenstand intensiver wissenschaftlicher Arbeit auf Seiten der Naturwissenschaften wie auf Seiten der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften.
Idee der Podiumsdiskussion ist es, Antworten aus verschiedenen wissenschaftlichen Fachdisziplinen auf die Probleme der Gegenwart zu überlegen, auch zukünftige Chancen, die die Ozeane bergen, über die Disziplingrenzen hinweg zu diskutieren.
Begrüßung
Prof. Dr. Anja Pistor-Hatam Vize-Präsidentin der Christan-Albrechts-Universität zu Kiel Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg
Podiumsteilnehmer

Prof. Dr. Sunhild Kleingärtner Geschäftsführende Direktorin des Deutschen Schifffahrtsmuseums, Bremerhaven
Prof. Dr. Olaf Mörke Historisches Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Prof. Dr. Konrad Ott Philosophisches Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Prof. Dr. Martin Visbeck GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung, Kiel; Sprecher des Exzellenzclusters „The Future Ocean“

Moderation
Angela GrosseWissenschaftsjournalistin
Dies ist Veranstaltung der Akademie der Wissenschaften in Hamburg in Kooperation mit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*17 – Meere und Ozeane statt. Weitere Informationen finden Sie unter www.wissenschaftsjahr.de.
Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter www.awhamburg.de/veranstaltungen
Wir weisen darauf hin, dass die Veranstaltung aufgezeichnet wird. Wir stellen den Video-Stream zum Download auf unsere Homepage. Eine Übertragung im Hörfunk zu einem späteren Zeitpunkt ist vorgesehen. Die Veranstaltung wird fotografisch dokumentiert. Die Bilder können auch das Publikum zeigen.

Das Meer als Natur- und Kulturraum

Kiel | Christian-Albrechts-Universität, Hörsaal 4, 19:00 Uhr

Flüchtlinge im Mittelmeer, Piraterie großen Stils vor den Küsten von Somalia, Berge von Plastikmüll in den Ozeanen, Versauerung der Meere, Erderwärmung, abschmelzende Polkappen und steigender Meeresspiegel – das sind nur einige der Probleme und Risiken des Meeres und seiner Küsten. Sie bestimmen die gesellschaftlichen Debatten, ihre Lösung steht für die Möglichkeiten nachhaltiger Entwicklung der Menschheit. Sie sind von daher nicht nur Herausforderungen, die durch die ‚Politik‘ erkannt, angenommen und bewältigt werden müssen, sie sind vielmehr teilweise schon seit vielen Jahrzehnten Gegenstand intensiver wissenschaftlicher Arbeit auf Seiten der Naturwissenschaften wie auf Seiten der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften.
Idee der Podiumsdiskussion ist es, Antworten aus verschiedenen wissenschaftlichen Fachdisziplinen auf die Probleme der Gegenwart zu überlegen, auch zukünftige Chancen, die die Ozeane bergen, über die Disziplingrenzen hinweg zu diskutieren.
Begrüßung
Prof. Dr. Anja Pistor-Hatam Vize-Präsidentin der Christan-Albrechts-Universität zu Kiel Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg
Podiumsteilnehmer

Prof. Dr. Sunhild Kleingärtner Geschäftsführende Direktorin des Deutschen Schifffahrtsmuseums, Bremerhaven
Prof. Dr. Olaf Mörke Historisches Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Prof. Dr. Konrad Ott Philosophisches Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Prof. Dr. Martin Visbeck GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung, Kiel; Sprecher des Exzellenzclusters „The Future Ocean“

Moderation
Angela GrosseWissenschaftsjournalistin
Dies ist Veranstaltung der Akademie der Wissenschaften in Hamburg in Kooperation mit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*17 – Meere und Ozeane statt. Weitere Informationen finden Sie unter www.wissenschaftsjahr.de.
Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter www.awhamburg.de/veranstaltungen
Wir weisen darauf hin, dass die Veranstaltung aufgezeichnet wird. Wir stellen den Video-Stream zum Download auf unsere Homepage. Eine Übertragung im Hörfunk zu einem späteren Zeitpunkt ist vorgesehen. Die Veranstaltung wird fotografisch dokumentiert. Die Bilder können auch das Publikum zeigen.

Akademievorlesungen Sommer 2017<br /> Gravitationswellen – ein neues Fenster ins Universum

an unterschiedlichen Orten in Hamburg

Die Entdeckung von Gravitationswellen am 14. September 2015 stellt einen Durchbruch in den Wissenschaften dar: 100 Jahre nach Einsteins Vorhersage wurde nachgewiesen, dass die beschleunigte Bewegung von Massen zu kleinen Veränderungen der Raumzeit führt, die sich wellenartig mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten. Dies zeigt, dass Raum und Zeit dynamisch durch Massen bestimmt werden, entsprechend den Gesetzen der Allgemeinen Relativitätstheorie. Ebenso bemerkenswert ist der Ursprung des beobachteten Gravitationswellensignals – die Verschmelzung zweier Schwarzer Löcher vor 1,3 Milliarden Jahren, was einem Zehntel des Alters unseres Universums entspricht.
 
Die Entdeckung von Gravitationswellen ist ein Erfolg vieler Jahre theoretischer und experimenteller Forschung. Zunächst musste zweifelsfrei geklärt werden, ob Gravitationswellen tatsächlich eine Vorhersage von Einsteins Relativitätstheorie sind. Von großer Bedeutung war ebenfalls der Fortschritt im Verständnis Schwarzer Löcher, die als kompakte, massereiche Objekte ideale Quellen für Gravitationswellen sind. Entscheidend waren dann jedoch die Initiative und der Erfindungsreichtum der Experimentalphysiker, die zur Entwicklung des Laserinterferometers LIGO führten, mit dem nach 30 Jahren Forschungsarbeit der Nachweis der Gravitationswellen gelang.
 
Die Entdeckung von Gravitationswellen öffnet ein neues Fenster, durch das im Prinzip auch die Anfangsphase des Universums beobachtbar wird. Ein Relikt dieser Frühphase ist ein Gravitationswellenhintergrund, der den Raum erfüllt, ähnlich der elektromagnetischen kosmischen Hintergrundstrahlung. Die Gravitationswellen des frühen Universums müssen allerdings noch sichtbar gemacht werden, was eine große wissenschaftliche Herausforderung für die Zukunft darstellt.
 
Veranstaltungsorte:
Baseler Hof Säle, Esplanade 15, 20354 Hamburg.
(Rollstuhlgeeigneter Zugang über Esplanade 16.)
Handwerkskammer Hamburg, Holstenwall 12, 20355 Hamburg
(Rollstuhlgeeigneter Zugang über die Tiefgarage, Bei Schuldts Stift 3)
 
Der Eintritt ist frei.
Um Anmeldung wird gebeten unter www.awhamburg.de/veranstaltungen
 
Termine, Themen, Referenten
 
Donnerstag, 20. April 2017, 19:00 Uhr – Baseler Hof Säle
Prof. Dr. Jürgen Renn, Berlin
Einsteins Gravitationswellen und die wechselvolle Geschichte der Relativitätstheorie
Der Vortrag behandelt die Geschichte der Gravitationswellen von der Aufstellung der allgemeinen Relativitätstheorie durch Albert Einstein im Jahre 1915 bis zu ihrem direkten Nachweis 100 Jahre später. Im Zentrum stehen nicht zu sehr die Experimentaltechniken als vielmehr die theoretischen Entwicklungen, die diesen Nachweis erst möglich gemacht haben. Die ursprüngliche Form der Relativitätstheorie ließ viele grundsätzliche Fragen offen. Auch der langanhaltende Streit über die Existenz von Gravitationswellen war nicht allein ein Problem des experimentellen Nachweises, sondern eine Frage der physikalischen Interpretation der Theorie. Der Vortrag zeigt, wie sich diese Interpretation im Laufe der Jahre geändert hat, und wie die allgemeine Relativitätstheorie von einem Flickwerk von Einzelresultaten schließlich zu einem umfassenden begrifflichen Rahmen ausreifte, in dem Konzepte wie Gravitationswellen und Schwarze Löcher eine allgemein akzeptierte physikalische Bedeutung erhielten.
 
Donnerstag, 18. Mai 2017, 19:00 Uhr – Handwerkskammer Hamburg
Prof. Dr. Dr. h. c. Bernard Schutz, Potsdam
Schwarze Löcher im Universum
Am 14. September 2015 haben die Gravitationswellendetektoren des
Laser-Interferometer-Gravitationswellen-Observatoriums (LIGO) zum ersten Mal direkte Signale von einem Paar Schwarzer Löcher erhalten. Zwar war die Existenz tausender “Löcher” seit langem bekannt, aber diese waren schwarz – und stumm. Das 2015 entdeckte Paar hat geflüstert, “wir verschmelzen”. Seitdem wurden weitere Paare Schwarzer Löcher entdeckt, viel mehr als erwartet, und viel massiver als erwartet. Diese revolutionäre Entdeckung wirft neue Fragen auf, und wir können gespannt darauf sein, was wir von neuen Daten und zukünftigen Detektoren noch lernen werden.
 
Donnerstag, 15. Juni 2017, 19:00 Uhr – Handwerkskammer Hamburg
Prof. Dr. Karsten Danzmann, Hannover
Gravitationswellenastronomie: Wir können das dunkle Universum hören!
Seit Tausenden von Jahren schauen wir das Universum mit unseren Augen an. Aber über 99% des Universums sind dunkel und werden niemals mit elektromagnetischen Wellen beobachtet werden. Seit dem 14. September 2015 ist alles anders: Gravitationswellen wurden entdeckt! Wir haben ein neues Sinnesorgan bekommen und können endlich die dunkle Seite des Universums hören. Die ersten Töne, die wir hörten, stammten von völlig unerwartet schweren Schwarzen Löchern. Und niemand weiß, welche anderen dunklen Geheimnisse dort draußen noch auf uns warten.
 
Donnerstag, 29. Juni 2017, 19:00 Uhr – Baseler Hof Säle
Prof. Dr. Arthur Hebecker, Heidelberg
Gravitationswellen und der Ursprung des Universums
Die beobachtete Expansion des Universums legt nahe, dass es mit einem Urknall oder „Big Bang“ begann. Diese einfache Theorie macht aber einige falsche Vorhersagen. Um das zu korrigieren, nimmt man eine frühe Phase extrem schneller Ausdehnung, die kosmologische Inflation, an. Die Messung von Gravitationswellen kann solche Modelle überprüfen. Diese Zusammenhänge sollen im Vortrag erklärt werden.

Akademievorlesungen Sommer 2017<br /> Gravitationswellen – ein neues Fenster ins Universum

an unterschiedlichen Orten in Hamburg

Die Entdeckung von Gravitationswellen am 14. September 2015 stellt einen Durchbruch in den Wissenschaften dar: 100 Jahre nach Einsteins Vorhersage wurde nachgewiesen, dass die beschleunigte Bewegung von Massen zu kleinen Veränderungen der Raumzeit führt, die sich wellenartig mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten. Dies zeigt, dass Raum und Zeit dynamisch durch Massen bestimmt werden, entsprechend den Gesetzen der Allgemeinen Relativitätstheorie. Ebenso bemerkenswert ist der Ursprung des beobachteten Gravitationswellensignals – die Verschmelzung zweier Schwarzer Löcher vor 1,3 Milliarden Jahren, was einem Zehntel des Alters unseres Universums entspricht.
 
Die Entdeckung von Gravitationswellen ist ein Erfolg vieler Jahre theoretischer und experimenteller Forschung. Zunächst musste zweifelsfrei geklärt werden, ob Gravitationswellen tatsächlich eine Vorhersage von Einsteins Relativitätstheorie sind. Von großer Bedeutung war ebenfalls der Fortschritt im Verständnis Schwarzer Löcher, die als kompakte, massereiche Objekte ideale Quellen für Gravitationswellen sind. Entscheidend waren dann jedoch die Initiative und der Erfindungsreichtum der Experimentalphysiker, die zur Entwicklung des Laserinterferometers LIGO führten, mit dem nach 30 Jahren Forschungsarbeit der Nachweis der Gravitationswellen gelang.
 
Die Entdeckung von Gravitationswellen öffnet ein neues Fenster, durch das im Prinzip auch die Anfangsphase des Universums beobachtbar wird. Ein Relikt dieser Frühphase ist ein Gravitationswellenhintergrund, der den Raum erfüllt, ähnlich der elektromagnetischen kosmischen Hintergrundstrahlung. Die Gravitationswellen des frühen Universums müssen allerdings noch sichtbar gemacht werden, was eine große wissenschaftliche Herausforderung für die Zukunft darstellt.
 
Veranstaltungsorte:
Baseler Hof Säle, Esplanade 15, 20354 Hamburg.
(Rollstuhlgeeigneter Zugang über Esplanade 16.)
Handwerkskammer Hamburg, Holstenwall 12, 20355 Hamburg
(Rollstuhlgeeigneter Zugang über die Tiefgarage, Bei Schuldts Stift 3)
 
Der Eintritt ist frei.
Um Anmeldung wird gebeten unter www.awhamburg.de/veranstaltungen
 
Termine, Themen, Referenten
 
Donnerstag, 20. April 2017, 19:00 Uhr – Baseler Hof Säle
Prof. Dr. Jürgen Renn, Berlin
Einsteins Gravitationswellen und die wechselvolle Geschichte der Relativitätstheorie
Der Vortrag behandelt die Geschichte der Gravitationswellen von der Aufstellung der allgemeinen Relativitätstheorie durch Albert Einstein im Jahre 1915 bis zu ihrem direkten Nachweis 100 Jahre später. Im Zentrum stehen nicht zu sehr die Experimentaltechniken als vielmehr die theoretischen Entwicklungen, die diesen Nachweis erst möglich gemacht haben. Die ursprüngliche Form der Relativitätstheorie ließ viele grundsätzliche Fragen offen. Auch der langanhaltende Streit über die Existenz von Gravitationswellen war nicht allein ein Problem des experimentellen Nachweises, sondern eine Frage der physikalischen Interpretation der Theorie. Der Vortrag zeigt, wie sich diese Interpretation im Laufe der Jahre geändert hat, und wie die allgemeine Relativitätstheorie von einem Flickwerk von Einzelresultaten schließlich zu einem umfassenden begrifflichen Rahmen ausreifte, in dem Konzepte wie Gravitationswellen und Schwarze Löcher eine allgemein akzeptierte physikalische Bedeutung erhielten.
 
Donnerstag, 18. Mai 2017, 19:00 Uhr – Handwerkskammer Hamburg
Prof. Dr. Dr. h. c. Bernard Schutz, Potsdam
Schwarze Löcher im Universum
Am 14. September 2015 haben die Gravitationswellendetektoren des
Laser-Interferometer-Gravitationswellen-Observatoriums (LIGO) zum ersten Mal direkte Signale von einem Paar Schwarzer Löcher erhalten. Zwar war die Existenz tausender “Löcher” seit langem bekannt, aber diese waren schwarz – und stumm. Das 2015 entdeckte Paar hat geflüstert, “wir verschmelzen”. Seitdem wurden weitere Paare Schwarzer Löcher entdeckt, viel mehr als erwartet, und viel massiver als erwartet. Diese revolutionäre Entdeckung wirft neue Fragen auf, und wir können gespannt darauf sein, was wir von neuen Daten und zukünftigen Detektoren noch lernen werden.
 
Donnerstag, 15. Juni 2017, 19:00 Uhr – Handwerkskammer Hamburg
Prof. Dr. Karsten Danzmann, Hannover
Gravitationswellenastronomie: Wir können das dunkle Universum hören!
Seit Tausenden von Jahren schauen wir das Universum mit unseren Augen an. Aber über 99% des Universums sind dunkel und werden niemals mit elektromagnetischen Wellen beobachtet werden. Seit dem 14. September 2015 ist alles anders: Gravitationswellen wurden entdeckt! Wir haben ein neues Sinnesorgan bekommen und können endlich die dunkle Seite des Universums hören. Die ersten Töne, die wir hörten, stammten von völlig unerwartet schweren Schwarzen Löchern. Und niemand weiß, welche anderen dunklen Geheimnisse dort draußen noch auf uns warten.
 
Donnerstag, 29. Juni 2017, 19:00 Uhr – Baseler Hof Säle
Prof. Dr. Arthur Hebecker, Heidelberg
Gravitationswellen und der Ursprung des Universums
Die beobachtete Expansion des Universums legt nahe, dass es mit einem Urknall oder „Big Bang“ begann. Diese einfache Theorie macht aber einige falsche Vorhersagen. Um das zu korrigieren, nimmt man eine frühe Phase extrem schneller Ausdehnung, die kosmologische Inflation, an. Die Messung von Gravitationswellen kann solche Modelle überprüfen. Diese Zusammenhänge sollen im Vortrag erklärt werden.

Meeresumweltschutz: Braucht das Meer mehr?

Hamburg | Baseler Hof Säle, Esplanade 15, 19:00 Uhr

Der Schutz des Ökosystems Meer ist unter den Bedingungen der zunehmenden Nutzung der Meere als Wirtschaftsraum vielfältigen Gefährdungen ausgesetzt. Öl- und Gasförderung, Energieerzeugung, Schifffahrt, Fischerei, der Eintrag von Nährstoffen, schwer abbaubaren Substanzen und Kohlendioxid beeinträchtigen das sensible Ökosystem. Auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene sind zahlreiche Anstrengungen unternommen und Regeln verabschiedet worden, die den Schutz der Meeresumwelt zum Gegenstand haben. Nachhaltiger Schutz der Meeresumwelt ist danach ein international und national anerkanntes Politikziel.
 
Die Podiumsdiskussion widmet sich der Frage, in welcher Hinsicht der gegenwärtig erreichte und praktizierte Schutz der Meeresumwelt anpassungs- und verbesserungswürdig ist. Experten verschiedener Disziplinen werden vor dem Hintergrund der Europäischen Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie und der Nationalen Meeresstrategie Deutschlands die jeweiligen Herausforderungen und Anforderungen an die Meeresumweltschutzpolitik vorstellen und diskutieren.
 
Begrüßung
Prof. Dr.-Ing. habil. Prof. E.h. Edwin J. KreuzerPräsident der Akademie der Wissenschaften in Hamburg
 
Einführender Kurzvortrag
Prof. Dr. Dr. h.c. Marian PaschkeInstitut für Seerecht und Seehandelsrecht, Universität Hamburg
 
Podiumsdiskussion

Monika Breuch-MoritzPräsidentin Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, Hamburg
Prof. Dr. Mojib LatifGEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung, Kiel
Prof. Dr. Manfred NiekischInstitut für Ökologie, Evolution und Diversität der Goethe-Universität Frankfurt; Mitglied des Sachverständigenrats für Umweltfragen, Berlin
Prof. Dr. Miranda SchreursLeiterin des Forschungszentrums für Umweltpolitik der Freien Universität Berlin; Mitglied des Sachverständigenrats für Umweltfragen, Berlin

 
Moderation
Verena GonschJournalistin, Hamburg
 
Der Eintritt ist frei.
Um Anmeldung wird gebeten unter www.awhamburg.de/veranstaltungen.
 
Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*17 – Meere und Ozeane statt. Weitere Informationen finden Sie unter www.wissenschaftsjahr.de.

Akademievorlesungen Winter 2016/2017<br /> Reformation im Diskurs

Baseler Hof Säle, Esplanade 15, 20354 Hamburg

Martin Luthers Reformation hat die Welt verändert, nicht nur Theologie und Kirche. In einem vielfältigen Prozess haben Luthers Ideen und ihre Wirkungen Kirche und Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft transformiert und Wege in die Neuzeit gebahnt. Aus der Wiederentdeckung des Evangeliums erwuchs eine die Welt und die Menschen verändernde historische Kraft. Wer war dieser Mann? Was macht ihn groß? Wie kann man diese Größe angemessen zur Darstellung bringen? Was war das Zentrum seines Wirkens? Was bedeutet die Neuformulierung der christlichen Religion für die Wahrnehmung des Christlichen seither? Welche rechtlichen und gesellschaftspolitischen Folgen hatte diese Neuformulierung? Und wie kann es im gegenwärtigen gesellschaftlichen und intellektuellen Diskurs gelingen, die Anliegen der Reformation so zur Sprache und zur Geltung zu bringen, dass sie Denken und Glauben, intellektueller Redlichkeit und gegründeter Frömmigkeit gleichermaßen gerecht werden?   Anlässlich des bevorstehenden Reformationsjubiläums gehen die Vorlesungen diesen und anderen Fragen nach, die für das gegenwärtige Leben elementar sind und auf die immer wieder neu zeitgemäße Antworten gefunden werden müssen.
 
Alle Vorträge finden statt in den
Baseler Hof Sälen, Esplanade 15, 20354 Hamburg.
Rollstuhlgeeigneter Zugang über Esplanade 16.
 
Der Eintritt ist frei.
Um Anmeldung wird gebeten unter www.awhamburg.de/veranstaltungen
 
Termine, Themen, Referenten:
 
27. Oktober 2016, 19:00 Uhr
Prof. Dr. Volker Leppin, Tübingen
Martin Luther oder: Wie schreibt man die Biographie eines Großen der Weltgeschichte?
Martin Luther scheint bekannt – und wird vor 2017 noch immer bekannter. Sein Bild, vielfach durch das Logo der Jubiläumsvorbereitung verbreitet, dürfte zu den bekanntesten Portraits historischer Persönlichkeiten gehören. Für den Biographen stellt genau dies eine Schwierigkeit dar: Will er den historischen Gegebenheiten gerecht werden, so muss er gewissermaßen unter der Wirkungsgeschichte hindurchtauchen und sein Bild aus den zeitgenössischen Quellen rekonstruieren. Auch sie sind für Luther zahlreich – aber nicht einfach auszuwerten, denn die Stilisierung und Selbststilisierung setzte schon zu Lebzeiten Luthers ein. Der Vortrag führt, rechtzeitig vor dem großen Jubiläum, in diese Problemlage ein.
 
17. November 2016, 19:00 Uhr
Prof. Dr. Notger Slenczka, Berlin
Die Neuformulierung des christlichen Glaubens in der Reformation
Die Reformation war ein Umbruch mit Folgen in allen Bereichen der damaligen Gesellschaft. Im Zentrum steht nicht einfach eine Neuformulierung der ‚Rechtfertigungslehre‘, sondern eine ‚Revolution‘ des Verständnisses des Christentums, die auf die Formel gebracht werden kann, dass nach Einsicht der Reformatoren im Zentrum der christlichen Religion und damit der Theologie – der ‚Rede von Gott‘! – der Mensch steht. Das hat Folgen – und zwar beileibe nicht nur in der Theologie.
 
15. Dezember 2016, 19:00 Uhr
Prof. Dr. Peter Unruh, Kiel
Die Unterscheidung von Geistlichem und Weltlichem in der Reformation – ein Segen für die Nachwelt
Vor dem Hintergrund der spätantiken „Civitas-Lehre“ des Augustinus und der mittelalterlichen Theorie von den zwei Schwertern hat die Reformation den Keim für ein neues Verständnis des Verhältnisses von Staat und Kirche gesetzt. Der Vortrag liefert einen Überblick über die einschlägigen Ansichten der maßgeblichen Reformatoren und zieht eine Verbindungslinie zum aktuellen Religionsverfassungsrecht unter dem Grundgesetz.
 
19. Januar 2017, 19:00 Uhr
Prof. Dr. Volker Gerhardt, Berlin, und Prof. Dr. Dietrich Korsch, Marburg
Glaubensgewissheit und Weltvertrauen
Mit „Welt“ wird in der Regel die Gesamtheit alles dessen bezeichnet, was war, was ist und was der Fall sein wird. Zur Welt gehört insbesondere auch der Mensch, der sie zu erkennen sucht. Zur Bemühung um Erkenntnis aber gehört das Vertrauen auf Zusammenhänge, die der Mensch zu verstehen glaubt, sodass er sie seinem Handeln zugrunde legen kann. Spätestens in diesem mit der Erkenntnis beanspruchten „Grund“ sind das Erkennen und das Wissen auf Bedingungen bezogen, die man sowohl dem Handeln als auch dem dabei verwendeten Wissen unterstellen muss. Das aber heißt, man muss auch der Welt, zu der der Mensch mit seinem Handeln gehört, einen Grund zusprechen. Anders ließe sich weder auf das Wissen noch auf die Wissenschaft vertrauen. Davon geht auch der Glaube aus, den man als ein auf die Welt als Ganzes bezogenes Vertrauen ansehen kann. So haben es die Reformatoren verstanden. Also haben wir allen Grund, im Jubiläumsjahr der Reformation an den ursprünglichen Zusammenhang von Wissen, Gewissheit und Weltvertrauen zu erinnern. Dabei zeigt sich, wie sehr der Glauben an einen Gott von der Überzeugung getragen ist, dass dem Menschen in der Welt eine besondere Bedeutung zukommt. Die aber hat er nicht schon deshalb, weil er sich für etwas Besseres hält, sondern weil er bereits mit dem Wissen Verantwortung für sein Dasein in der Welt übernimmt. Es ist dies eine Verantwortung, die er schlechterdings nicht allein zu tragen vermag.

Akademievorlesungen Sommer 2016<br /> Nanotechnologie in Hamburg

Baseler Hof Säle, Esplanade 15, 20354 Hamburg

Die Nanowissenschaft und die sich daraus ableitende Nanotechnologie gilt als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. Sie bildet in der Hamburger Forschungslandschaft einen interdisziplinären Forschungsschwerpunkt mit weltweiter Anerkennung. Die Vortragsreihe gibt einen Überblick über dieses facettenreiche Forschungsgebiet.
 
Es beginnt mit einem Bericht aus der Physik, in dem gezeigt wird, wie man mit modernen mikroskopischen Verfahren Atome und deren magnetisches Verhalten sichtbar machen und für ultimative Datenspeicherdichten nutzen kann. Gefolgt wird dieser von einem Beitrag, der sich mit der chemischen Herstellung kleinster Nanostrukturen und deren Einsatz in den Bereichen Energie, Beleuchtung und Displaytechnologie sowie zur Diagnose und Therapie in der Medizin beschäftigt. In einem weiteren Vortrag wird gezeigt, wie Nanomaterialien in die modernen Ingenieurwissenschaften Einzug gehalten haben und wie man nach dem Vorbild der Natur ultraharte, hochbelastbare Werkstoffe herstellen kann. Abgerundet wird die Vortragsreihe durch einem Beitrag aus der Medizin, in dem die Möglichkeiten neuartiger medizinischer Bildgebungsverfahren unter Einsatz von magnetischen Nanopartikeln und unter Verzicht auf Strahlenbelastung zur Früherkennung von Krankheiten diskutiert werden.

 
Alle Vorträge finden statt in den
Baseler Hof Sälen, Esplanade 15, 20354 Hamburg.
Rollstuhlgeeigneter Zugang über Esplanade 16.
 
Der Eintritt ist frei.
Um Anmeldung wird gebeten unter www.awhamburg.de/veranstaltungen
 
Termine, Themen, Referenten
 
28. April 2016, 19:00 Uhr
Prof. Dr. Dr. h. c. Prof. h. c. Roland Wiesendanger, Hamburg
Nanowissenschaft und Nanotechnologie: Von neuen Erkenntnissen zu innovativen Anwendungen
Die Nanowissenschaft beschäftigt sich mit Strukturen, welche für das menschliche Auge unsichtbar sind. Die Gewinnung von Erkenntnissen über solch winzige Strukturen bis hin zur atomaren und molekularen Ebene erforderte die Entwicklung neuer mikroskopischer Verfahren, welche zerstörungsfrei die Struktur und Dynamik individueller Nanoobjekte zugänglich machten. Ein besonderer Fokus wird in diesem Vortrag auf magnetisch-sensitive Mikroskopiemethoden gelegt, die erstmals magnetische Eigenschaften einzelner Atome und deren Wechselwirkungen in diversen Materialklassen erschließen konnten. Darauf aufbauend werden heutzutage neuartige magnetische Datenspeichersysteme entwickelt, welche zukünftig eine tausendfach höhere Datendichte ermöglichen. Als ultimative Grenze der Miniaturisierung wird die Nutzbarmachung künstlich hergestellter atomarer Strukturen zur Realisierung von Logik-Bauelementen demonstriert. Die Nanotechnologie wird somit zum Wegbereiter für die Wissens- und Informationsgesellschaft von übermorgen.        
 
12. Mai 2016, 19:00 Uhr
Prof. Dr. Horst Weller, Hamburg
Nanopartikel in funktionalen Materialien und für neue Anwendungen in der Medizin
Vor etwa 30 Jahren fand man, dass Teilchen mit Größen von wenigen Nanometern (1 nm ist der millionstel Teil eines Millimeters) ganz besondere Materialeigenschaften aufweisen, die man weder in klassischen Molekülen noch in typischen Festkörpern kannte. Dies hat zu lebhafter Erforschung der Größenabhängigkeit dieser Materialeigenschaften geführt. Man kann z. B. nur durch Größenvariation der Teilchen die Farbe des Fluoreszenzlichtes oder das magnetische Verhalten einstellen. Heute gibt es bereits zahlreiche Anwendungen solcher Partikel, die von Oberflächenbeschichtungen über neue Generationen von Fernsehern und neuartigen Systemen zur Energieumwandlung und Speicherung bis hin zu Kontrastmitteln und Wirkstofftransportern in der Medizin reichen. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Hintergründe, den gegenwärtigen Stand und Zukunftsperspektiven dieser Technologie.
 
9. Juni 2016, 19:00 Uhr
Prof. Dr. Gerold Schneider, Hamburg
Die Natur als Vorbild für Ingenieurwerkstoffe
Biologische Materialien werden von lebenden Zellen konstruiert, Werkstoffe von Ingenieuren. Von Außen betrachtet sind biologische Materialien selten gerade und rechtwinkelig, sondern eher „natürlich“ rund und geschwungen im Gegensatz zur Konstruktion technischer Werkstoffe. Ein Blick ins Innere dieser Materialien – in ihre faszinierende Mikrostruktur – zeigt nun, dass die Bauprinzipien und die Baumaterialien der Natur sich wesentlich von denen der Ingenieure unterscheiden. Sie bestehen nicht aus Stahl und Kunststoff, sondern aus mineralischen Nanopartikeln und biologischen Molekülen. Der Vortrag versucht aufzuzeigen, wie es gelingen könnte, Synergien aus der Welt der Ingenieure und der belebten Natur zur Herstellung neuer Materialien zu entwickeln.
 
30. Juni 2016, 19:00 Uhr
Prof. Dr. Gerhard Adam, Hamburg
Nanopartikel-Bildgebung in der Kernspintomographie und dem neuartigen MPI-Verfahren
Superparamagnetische Eisenoxidnanopartikel bieten ein enormes Potential in der bildgebenden Diagnostik. In der Magnetresonanztomographie (MRT) können sie zur verbesserten Tumordiagnostik von Lymphknoten und Lebergewebe eingesetzt werden. Sie bieten theoretisch die Möglichkeit, spezifische Stoffe anzukoppeln, mit der sich die Diagnostik einzelner Erkrankungen weiter verfeinern lässt. In dem neuen bildgebenden Verfahren des Magnetic Particle Imaging (MPI) spielen sie die zentrale Rolle. Hier wird ihr Platz im Bereich der Gefäßdiagnostik, der Diagnostik von Gewebeperfusionen, aber auch im Bereich von bildgebend gesteuerten Eingriffen (Interventionelle MPI) liegen. In dem Vortrag wird ein Überblick über den derzeitigen Entwicklungsstand, die potentiellen Anwendungen sowie die Herausforderungen, die bei der Anwendung der Nanopartikel entstehen, gegeben.

Akademievorlesungen im Leibniz-Jahr 2016<br /> Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716)

Baseler Hof Säle, Esplanade 15, 20354 Hamburg

In 2016 wird der 300. Todestag des sächsischen Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz weltweit gewürdigt. Er wurde durch seine originelle Lösung des Leib-Seele-Problems (Monadologie) und der Theodizee in der Philosophie und Theologie berühmt. In dieser Vortragsreihe soll es um weniger bekannte Seiten, aber bis heute aktuelle Forschungen des promovierten Juristen gehen.
 
Der erste Vortrag gilt seinen Studien zur Versicherungs- und Finanzmathematik. Wie geht man mit Renten, Schulden und deren Tilgung um: ein hochaktuelles Thema. Der zweite Vortrag zeigt auf, wie sehr Leibniz die moderne Geschichtsforschung durch Quellenstudium geprägt hat. Im dritten Vortrag wird Leibnizens objektbezogenes Denken thematisiert, seine lebenslange Betonung der Wichtigkeit von Kunstkammern. Im letzten Vortrag schließlich geht es um eine ausgewogene Beurteilung des berühmt-berüchtigten Prioritätsstreites zwischen Newton und Leibniz: Erneut ein hochaktuelles Thema angesichts spektakulärer Plagiatsvorwürfe gegenüber Politikern.
 
Alle Vorträge finden statt in den
Baseler Hof Sälen, Esplanade 15, 20354 Hamburg.
Rollstuhlgeeigneter Zugang über Esplanade 16.
 
Der Eintritt ist frei.
Um Anmeldung wird gebeten unter www.awhamburg.de/veranstaltungen
 
Termine, Themen, Referenten
 
4. Februar 2016, 19:00 Uhr
Prof. Dr. Prof. h. c. Eberhard Knobloch, Berlin
Finanzen und Versicherungen – Leibnizens mathematisches Modell des menschlichen Lebens
Leibniz war ein zutiefst praktischer Philosoph, der sein juristisches Wissen und seine mathematische Kompetenz in den Dienst des Gemeinwohls (commune bonum) stellte. Er widmete sich Problemen, die damals wie heute von aktuellem Interesse waren und sind: Versicherungsschutz, Gerechtigkeit bei Geldgeschäften, Demographie, Altersversorgung und Staatsverschuldung. Der Vortrag stellt Leibnizens Lösungsvorschläge vor.       
 
11. Februar 2016, 19:00 Uhr
Dr. Nora Gädeke, Hannover
Praxis und Theorie: ein Blick in die Werkstatt des Historikers Leibniz
Leibniz ist als Historiker ein bekannter Unbekannter. Dabei galt der Historie jahrzehntelang sein dienstlicher Auftrag in Hannover, einer welfischen Hausgeschichte auf quellenkritischer Basis. Dieses neue Paradigma hat er nicht nur programmatisch vertreten; Korrespondenz und die gut erhaltene Arbeitsumgebung spiegeln die Praxis: die Sammlung und Kritik von Überlieferung, das „Werkzeug des Historikers“.
 
25. Februar 2016, 19:00 Uhr
Prof. Dr. Horst Bredekamp, Berlin
Leibniz‘ Denkorgane: Leinwände, Körper, Exponate
„Die Monaden haben keine Fenster“: dieses Diktum aus der „Monadologie“ von Gottfried Wilhelm Leibniz hat ein angemessenes Verständnis seiner Philosophie über lange Zeit verstellt. Aus dem Zusammenhang gerissen, schien es zu bekräftigen, dass die Leibnizsche Weltsicht auf die Welt der Sinne verzichten könne. Damit wird jedoch ein Grundzug seines Denkens verstellt, der alles Körperliche nicht etwa zu transzendieren, sondern als Bedingung der Erkenntnis in Rechnung zu stellen versucht. In dieser Hinsicht kann Leibniz als einer der Vorläufer der Verkörperungsphilosophie gelten. Der Vortrag versucht, auf verschiedenen Feldern vorzustellen, wie der Kosmos der Artefakte für Leibniz als Bedingung aller Reflexion auftritt.
 
3. März 2016, 19:00 Uhr
Prof. Dr. Thomas Sonar, Braunschweig
Zum Prioritätsstreit zwischen Leibniz und Newton
Der Streit um die Priorität der Entdeckung der Differential- und Integralrechnung durch Newton und Leibniz ist mit einzigartiger Härte geführt worden. Wir verfolgen den langsamen Aufbau dieses Streits, an dem Newton und Leibniz zuerst gar nicht beteiligt waren. Erst Fatio de Duillier und John Keill in England gelang es, Newton gegen Leibniz aufzuhetzen; auf deutscher Seite bringt dies Johann Bernoulli fertig, der Leibniz von einem Plagiat durch Newton überzeugen kann. Der Streit hat weit über den Tod der beiden Kombattanten hinaus gewirkt.

Akademievorlesungen Winter 2015/2016 <br /> „Die Zeit, die ist ein sonderbar Ding“

Baseler Hof Säle, Esplanade 15, 20354 Hamburg

„Die Zeit, die ist ein sonderbar Ding“. Konzepte zum Begriff und zum Verständnis der Zeit aus Philosophie, Theologie und Ökonomie – das Zitat der Marschallin aus Hugo von Hofmannsthals „Rosenkavalier“ bringt auf den Punkt, wie vielfältig und gleichzeitig faszinierend die Beschäftigung mit der Zeit ist. Während in der Akademievorlesungsreihe Winter 2014/2015 zum Thema der Zeit („Gelebte Zeit und gezählte Zeit – Auf dem Weg in eine zeitachtsame Gesellschaft?“) die gegenwartsbezogenen und handlungstheoretischen Aspekte im Vordergrund standen, öffnen die Vorlesungen dieser Reihe den Blick auf den Begriff und das Verständnis der Zeit aus einer längerfristigen Perspektive – ohne freilich die aktuellen Bezüge zu vernachlässigen. Das Spannungsfeld zwischen Beharren und Vergehen, zwischen dem schmalen Streifen der Gegenwart und den breiten Feldern der Vergangenheit und der Zukunft, hat die Menschen von jeher fasziniert. Die Philosophie hat sich von der Antike bis in die Gegenwart mit der Frage beschäftigt, was Zeit ist und was wir damit meinen. In der Theologie spielt die Zeit durch die Unterscheidung in das irdische und das jenseitige Leben eine zentrale Rolle. Die Bibel hat einen Zeittakt vorgegeben – „am siebten Tag sollst du ruhen“ -, der über Jahrhunderte das Leben der Menschen strukturiert hat, heute jedoch „aus dem Takt“ geraten zu sein scheint. Das lässt sich exemplarisch an der „Stadt, die niemals schläft“ verdeutlichen, dem Versuch von Stadtmarketing und Unterhaltungsindustrie, eine dauerhafte Aktivität jenseits biologischer Rhythmen der Menschen zu suggerieren.
 
In der Zusammenschau der beiden Vorlesungsreihen ergibt sich ein facettenreiches und komplexes Bild der Zeit, das den Reichtum der Zeiterfahrungen widerspiegelt und uns gleichzeitig mahnt, uns die Zeit zu vergegenwärtigen und bewusst(er) mit ihr umzugehen.
 
Hinweise zur TeilnahmeDer Eintritt ist frei. Anmeldung und weitere Informationen unter www.awhamburg.de/veranstaltungen
 
Termine, Themen, Referenten
 
26. November 2015
„Und wenn mich niemand danach fragt, weiß ich es“ – Die Realität der Zeit
Prof. Dr. Johann Kreuzer, Oldenburg
 
10. Dezember 2015
Hat die Kirche die Sonntagsruhe verschlafen? Anmerkungen zur brüchigen Theologie einer Zeitinstitution
Prof. Dr. Uwe Becker, Bochum
 
21. Januar 2016
Die Eroberung der Stadtnacht – auf dem Weg zur 24/7-Stadt
Prof. Dr. Dietrich Henckel, Berlin

Wird Hamburg den städtebaulichen Herausforderungen der Zukunft gerecht?

Kosmopolis, Metrozone und Nachhaltigkeit: Hamburg hat sich für das nächste Jahrzehnt – unabhängig von der Bewerbung um die Olympischen Spiele 2024 – ehrgeizige städtebauliche Schwerpunkte und Ziele gesetzt. Dazu zählen die „Neue Mitte Altona“, die Verlegung des Bahnhofs Altona und der neue „Fernbahnhof Diebsteich“, aber auch die stärkere städtebauliche und wirtschaftliche Einbeziehung des Hamburger Ostens wie der Quartiere südlich der Elbe.  
 
Gleichzeitig hält der Senat an dem Ziel fest, jährlich mindestens 6.000 Wohnungen in Hamburg zu errichten. Zielkonflikte sind dabei vorprogrammiert wie die zwischen Ökonomie und Ästhetik, Entscheidungsdruck und Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger, Mobilität und Ruhe, Nachhaltigkeit und Finanzierbarkeit. Außerdem sollen Migrantinnen und Migranten in die internationale Stadtgesellschaft (Kosmopolis) integriert und Wohnen, Arbeiten und Erholung in den „inneren Stadträndern“ (Metrozone) nachhaltig organisiert werden.  
 
Auf dem Podium diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Städteplanung und Klimaforschung die städtebaulichen Herausforderungen in Hamburg für das nächste Jahrzehnt.
 
Begrüßung  
Prof. Dr. Cord Jakobeit
Vizepräsident der Akademie der Wissenschaften in Hamburg  
 
Grußwort  
Dr. Dorothee Stapelfeldt
Senatorin der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen der Freien und Hansestadt Hamburg    
 
Podiumsdiskussion  
Dipl.-Ing. Nikolaus Goetze
gmp – Architekten von Gerkan, Marg und Partner, Hamburg  
Prof. em. Dr. Dieter Läpple
International Urban Studies, HafenCity Universität Hamburg  
Prof. Dr. Jürgen Oßenbrügge
Institut für Geographie, Abteilung Humangeographie, Universität Hamburg 
Prof. Dr. Hans-Jörg Schmidt-Trenz
Hauptgeschäftsführer, Handelskammer Hamburg    
 
Moderation
Oliver Schirg
Leitender Redakteur, Reporter Wachsende Stadt, Hamburger Abendblatt
 
Donnerstag, 17. September 2015, 19:00 Uhr
Holcim Auditorium, HafenCity Universität Hamburg,
Überseeallee 16, 20457 Hamburg  
 
Der Eintritt ist frei.    
Um Anmeldung wird gebeten unter www.awhamburg.de/veranstaltungen
 
Weitere Informationen:Akademie der Wissenschaften in Hamburg040/42 94 86 69–0veranstaltungen@awhamburg.dewww.awhamburg.de/veranstaltungenDie AkademieDer Akademie der Wissenschaften in Hamburg gehören herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Disziplinen aus dem norddeutschen Raum an. Sie trägt dazu bei, die Zusammenarbeit zwischen Fächern, Hochschulen und anderen wissenschaftlichen Institutionen zu intensivieren. Sie fördert Forschungen zu gesellschaftlich bedeutenden Zukunftsfragen und wissenschaftlichen Grundlagenproblemen und macht es sich zur besonderen Aufgabe, Impulse für den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit zu setzen. Die Grundausstattung der Akademie wird finanziert von der Freien und Hansestadt Hamburg. Präsident der Akademie ist Prof. Dr.-Ing. habil. Prof. E.h. Edwin J. Kreuzer. Die Akademie der Wissenschaften in Hamburg ist Mitglied in der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften.

Forschungsfreiheit

Hamburger Akademievorlesungen im Sommer 2015

„Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei“ – so heißt es im Grundgesetz. Aber welche Argumente sprechen eigentlich dafür, der Freiheit der Forschung einen derart hohen Stellenwert einzuräumen? Weshalb sollte man sie in solch besonderer Weise schützen? Kann die Forschungsfreiheit durch finanzielle, technische und organisatorische Umstände in Bedrängnis geraten? Kann Forschungsfreiheit auch im Kontext der Auftrags- und Programmforschung gewährleistet werden? Und wo sind die Grenzen der Forschungsfreiheit zu ziehen? In der Vortragsreihe der Akademie der Wissenschaften in Hamburg sollen diese und weitere Fragen aus fachübergreifender Perspektive erläutert werden.Zum Auftakt der Vorlesungsreihe am 16. April liefert Torsten Wilholt, geschäftsführender Direktor des Instituts für Philosophie an der Leibniz Universität Hannover „Argumente für die Forschungsfreiheit“: Warum räumen wir ausgerechnet der wissenschaftlichen Forschung bestimmte Freiheiten ein? Welche Werte sollen dadurch geschützt werden? Welche Freiheiten müssen im einzelnen gewährleistet sein, damit Forschungsfreiheit die von ihr erhofften Früchte trägt? Der Professor für Philosophie und Geschichte der Naturwissenschaften wird zeigen, dass die Freiheit der Forschung auf mehreren ganz verschiedenartigen philosophischen Grundlagen fußt. Der „Forschungsfreiheit in Bedrängnis durch Finanzen, Technik und Organisation“ widmet sich am 6. Mai Paul Kirchhof, ehemaliger Richter des Bundesverfassungsgerichts und Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Dabei reflektiert er vor dem Hintergrund von verengenden und wissenschaftsfremden Auflagen für Geldzuwendungen in der Forschung, von programmierter Freiheit der Digitaltechnik und der Überlastung der Forscher mit Verwaltungspflichten und Formalien durch die Organisationen über Freiheitsrecht, Freiheitsvertrauen und wechselseitige Verantwortlichkeit in der Wissenschaft sowie die Gefahr wachsender Abhängigkeiten.Martin Carrier, Professor für Wissenschaftsphilosophie an der Universität Bielefeld und Leiter des dortigen „Institute for Interdisciplinary Studies of Science“ (I2SoS), nimmt am 11. Juni das Spannungsfeld von „Forschungsfreiheit und Forschungsbedarf: Wissenschaft zwischen Autonomie und gesellschaftlichen Ansprüchen“ in den Fokus: Gesellschaftliche Ansprüche an die Wissenschaft nehmen einen wachsenden Raum in der Forschungsagenda ein. Dabei lassen Auftragsforschung und Programmforschung die Grundlagenforschung mit ihrer wissenschaftsinternen Auswahl von Forschungsthemen streckenweise in den Hintergrund treten. Welche Forschungsheuristik ist überhaupt geeignet, solchen Ansprüchen gerecht zu werden? Und: Welche Auswirkungen hat der hohe Anteil kurzfristiger und praxisorientierter Forschungsprojekte auf die Erkenntnisorientierung der Wissenschaft?“Forschungsfreiheit und ihre Grenzen im Bereich der ‚Menschenversuche‘“ ist das Thema des Vortrags von Bettina Schöne-Seifert am 30. Juni. Sie ist Professorin für Medizinethik an der Universität Münster und Mitglied der Kollegforschergruppe „Normenbegründung in der Bioethik“. Sie bezieht sich auf die anhaltend und international kontroversen ethischen Debatten zu den Bedingungen für Testpersonen in medizinischen oder psychologischen Studien und damit zusammenhängenden zentralen Fragen wie: Sollen Patienten selbstbestimmt in hochriskante Behandlungsversuche einwilligen dürfen? Was sollen Stellvertreter für nicht-einwilligungsfähige Teilnehmer legitimieren dürfen? Alle Veranstaltungen finden statt in den Baseler Hof SälenEsplanade 1520354 HamburgRollstuhlgerechter Zugang über Esplanade 16Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter www.awhamburg.de/veranstaltungenTermine, Themen, ReferentenDonnerstag, 16. April 2015, 19:00 UhrArgumente für die ForschungsfreiheitProf. Dr. Torsten Wilholt, HannoverMittwoch, 6. Mai 2015, 19:00 UhrForschungsfreiheit in Bedrängnis durch Finanzen, Technik und OrganisationProf. Dr. Dr. h. c. Paul Kirchhof, HeidelbergDonnerstag, 11. Juni 2015, 19:00 UhrForschungsfreiheit und Forschungsbedarf: Wissenschaft zwischen Autonomie und gesellschaftlichen AnsprüchenProf. Dr. Martin Carrier, BielefeldDienstag, 30. Juni 2015, 19:00 UhrForschungsfreiheit und ihre Grenzen im Bereich der „Menschenversuche“Prof. Dr. Bettina Schöne-Seifert, MünsterPresseanmeldung und weitere Informationen:Dr. Elke SennePresse- & ÖffentlichkeitsarbeitAkademie der Wissenschaften in Hamburg040/42 94 86 69–20presse@awhamburg.dewww.awhamburg.deDie AkademieDer Akademie der Wissenschaften in Hamburg gehören herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Disziplinen aus dem norddeutschen Raum an. Sie trägt dazu bei, die Zusammenarbeit zwischen Fächern, Hochschulen und anderen wissenschaftlichen Institutionen zu intensivieren. Sie fördert Forschungen zu gesellschaftlich bedeutenden Zukunftsfragen und wissenschaftlichen Grundlagenproblemen und macht es sich zur besonderen Aufgabe, Impulse für den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit zu setzen. Die Grundausstattung der Akademie wird finanziert von der Freien und Hansestadt Hamburg. Präsident der Akademie ist Prof. Dr.-Ing. habil. Prof. E.h. Edwin J. Kreuzer. Die Akademie der Wissenschaften in Hamburg ist Mitglied in der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften.

„Konstruktion von Identitäten“: Hamburger Akademievorlesungen im Winter 2012/2013

Was haben die Mongolenstürme des 13. Jahrhunderts mit dem modernen Iran zu tun? Können Filme Europäer machen? Schaffen politische Grenzen kulturelle Identität oder umgekehrt? Vielfältig sind die Blickwinkel, aus denen sich die Vorlesungsreihe der Akademie der Wissenschaften in Hamburg im Winter 2012/2013 der „Konstruktion von Identitäten“ nähert. Ihre Referentinnen zeigen, wie kollektive Identitäten mit Hilfe von Geschichtsschreibung, Literatur oder Medien regional, national oder transnational hergestellt werden. Zum Auftakt fragt Anja Pistor-Hatam am 18. Oktober 2012 um 19 Uhr in den Baseler Hof Sälen nach „Identität und Geschichtsschreibung im modernen Iran“. Am Beispiel von sogenannten Europawerbefilmen demonstriert Gabriele Clemens am 15. November 2012, mit welchen Themen, Motiven und Bildern die „Konstruktion einer europäischen Identität“ in den 50er Jahren intendiert wurde. Anna-Margaretha Horatschek geht am 13. Dezember 2012 der „Identität als Fiktion im Britischen Roman der Gegenwart“ nach.Wie nationale Identitäten gemacht werden und kulturelle Differenz als nationale Eigenart markiert wird, zeigt Silke Göttsch-Elten am 10. Januar 2013 beispielhaft an der deutsch-dänischen Grenzziehung um 1900. Um Grenzen geht es auch im abschließenden Vortrag der Reihe am 31. Januar 2013, wenn Ulrike Jekutsch die Konstruktion neuer regionaler Identitäten im heutigen Polen in der zeitgenössischen polnischen Literatur untersuchen wird. Hinweise zur TeilnahmeDer Eintritt ist frei. Anmeldung und weitere Informationen unter www.awhamburg.de/veranstaltungen

Termine, Themen, Referentinnen

Donnerstag, 18. Oktober 2012, 19.00 UhrProf. Dr. Anja Pistor-Hatam, Kiel“Wie der Phönix aus der Asche“: Identität und Geschichtsschreibung im modernen IranDonnerstag, 15. November 2012, 19.00 UhrProf. Dr. Gabriele Clemens, Hamburg“Après avoir créé un commencement d’Europe, il nous faut des Européens.“ Die Konstruktion einer europäischen Identität durch EuropawerbefilmeDonnerstag, 13. Dezember 2012, 19.00 UhrProf. Dr. Anna-Margaretha Horatschek, KielIdentität als Fiktion im Britischen Roman der GegenwartDonnerstag, 10. Januar 2013, 19.00 UhrProf. Dr. Silke Göttsch-Elten, KielDeutsch oder Dänisch? Kulturelle Vielfalt als nationale Differenz in der Grenzregion Schleswig um 1900Donnerstag, 31. Januar 2013, 19.00 UhrProf. Dr. Ulrike Jekutsch, GreifswaldPolens westliche und östliche Grenzgebiete. Entwürfe europäischer, nationaler und regionaler Identität in der neuesten polnischen Literatur

„Konstruktion von Identitäten“: Hamburger Akademievorlesungen im Winter 2012/2013

Was haben die Mongolenstürme des 13. Jahrhunderts mit dem modernen Iran zu tun? Können Filme Europäer machen? Schaffen politische Grenzen kulturelle Identität oder umgekehrt? Vielfältig sind die Blickwinkel, aus denen sich die Vorlesungsreihe der Akademie der Wissenschaften in Hamburg im Winter 2012/2013 der „Konstruktion von Identitäten“ nähert. Ihre Referentinnen zeigen, wie kollektive Identitäten mit Hilfe von Geschichtsschreibung, Literatur oder Medien regional, national oder transnational hergestellt werden. Zum Auftakt fragt Anja Pistor-Hatam am 18. Oktober 2012 um 19 Uhr in den Baseler Hof Sälen nach „Identität und Geschichtsschreibung im modernen Iran“. Am Beispiel von sogenannten Europawerbefilmen demonstriert Gabriele Clemens am 15. November 2012, mit welchen Themen, Motiven und Bildern die „Konstruktion einer europäischen Identität“ in den 50er Jahren intendiert wurde. Anna-Margaretha Horatschek geht am 13. Dezember 2012 der „Identität als Fiktion im Britischen Roman der Gegenwart“ nach.Wie nationale Identitäten gemacht werden und kulturelle Differenz als nationale Eigenart markiert wird, zeigt Silke Göttsch-Elten am 10. Januar 2013 beispielhaft an der deutsch-dänischen Grenzziehung um 1900. Um Grenzen geht es auch im abschließenden Vortrag der Reihe am 31. Januar 2013, wenn Ulrike Jekutsch die Konstruktion neuer regionaler Identitäten im heutigen Polen in der zeitgenössischen polnischen Literatur untersuchen wird. Hinweise zur TeilnahmeDer Eintritt ist frei. Anmeldung und weitere Informationen unter www.awhamburg.de/veranstaltungen

Termine, Themen, Referentinnen

Donnerstag, 18. Oktober 2012, 19.00 UhrProf. Dr. Anja Pistor-Hatam, Kiel“Wie der Phönix aus der Asche“: Identität und Geschichtsschreibung im modernen IranDonnerstag, 15. November 2012, 19.00 UhrProf. Dr. Gabriele Clemens, Hamburg“Après avoir créé un commencement d’Europe, il nous faut des Européens.“ Die Konstruktion einer europäischen Identität durch EuropawerbefilmeDonnerstag, 13. Dezember 2012, 19.00 UhrProf. Dr. Anna-Margaretha Horatschek, KielIdentität als Fiktion im Britischen Roman der GegenwartDonnerstag, 10. Januar 2013, 19.00 UhrProf. Dr. Silke Göttsch-Elten, KielDeutsch oder Dänisch? Kulturelle Vielfalt als nationale Differenz in der Grenzregion Schleswig um 1900Donnerstag, 31. Januar 2013, 19.00 UhrProf. Dr. Ulrike Jekutsch, GreifswaldPolens westliche und östliche Grenzgebiete. Entwürfe europäischer, nationaler und regionaler Identität in der neuesten polnischen Literatur