Planet History

Author Archive for Felicitas Noeske

Archivführerschein

Das Stadtarchiv Koblenz bietet den Erwerb eines  Archivführerscheins an: Archive haben als außerschulische Lernorte großes Lern- und Erkenntnispotential.  […] Deren Nutzung ist ein zentrales Recht aller Bürgerinnen und Bürger und sollte den Schülerinnen und Schülern gerade im Sinne der Demokratieerziehung unbedingt nahegebracht werden. Man erfahre nicht nur etwas zur Geschichte des Archivs, sondern auch über „den Entstehungsweg von städtischem Archivgut sowie die eigentliche Arbeit mit den Quellen in ihrer ganzen Vielfalt auf der einen, aber auch ihren Herausforderungen und «Tücken» auf der anderen Seite” … Archivführerschein weiterlesen

Handschriften und Inkunabeln aus dem Ernestinum Gotha

Die Library of Congress, größte Bibliothek der Welt, digitalisiert auch Kleines. In den Digital Collections finden wir unter anderem ein Schulprogramm aus Gotha von 1893, den Schuljahresbericht des Ernestinums, der in diesem Fall für die Schulöffentlichkeit zudem als Einladung zu den Abschlussfeierlichkeiten fungierte. Diesen Berichten war stets ein wissenschaftlicher Aufsatz beigegeben.  1893 beschrieb Rudolf Ehwald (1847-1927), laut Deutscher Biographie ein Bibliothekar und Anglist, die Handschriften und Inkunabeln in der Bibliothek des Ernestinums.1 Die Handschriftenliste enthält 10 Titel frühneuzeitlichen und neuzeitlichen Datums, darunter Sammlungen an … Handschriften und Inkunabeln aus dem Ernestinum Gotha weiterlesen

“… in Schularchiven schlummern stumme Zeugen”

Das Stadtarchiv Kiel hat sich auf Schatzsuche begeben in die Schularchive der Stadt, so berichtet Thomas Eisenkrätzer in den Kieler Nachrichten von 19. Mai 2019: Schatzsuche in Kiels Schularchiven. 28 Archive von 61 wurden ausgewählt, um sie zu erfassen und öffentlich zugänglich zu machen. Auch, wenn das „nur″ einige von allen sind, so ist die Erfassung und Zugänglichmachung ein wichtiges  Signal – denn in der Regel werden Schularchivalien in ihrer Bedeutung für die Forschung unterschätzt und deshalb weitestgehend ignoriert.  So hat zum Beispiel Hamburg … “… in Schularchiven schlummern stumme Zeugen” weiterlesen

Eine vergessene Anstalt

Die deutschsprachige Wikipedia ist in vielen Artikelbereichen ein Schatzkästlein, zum Beispiel für den Erhalt längst vergessenen Wissens um unsere Bildungsgeschichte. So lernen wir in der Wikipedia das Gymnasium Marienwerder kennen, eine Anstalt, deren Geschichte bis ins Mittelalter zurückreicht: als Gründung einer Domschule um 1300 im Gebiet des Deutschen Ordens zwischen Weichsel und Memel. Der ausführliche Artikelabschnitt zur Geschichte des später westpreußischen Gymnasiums bricht 1945 ab, Marienwerder gehörte nunmehr zu einem anderen Staat mit einer anderen Sprache und die Stadt hatte einen neuen Namen. Über … Eine vergessene Anstalt weiterlesen

Forschung in der Gymnasialbibliothek

Geschah laut Verdener Nachrichten vom 24. Februar 2019 im Domgymnasium der Stadt: Die historische Bibliothek des Domgymnasiums birgt so manchen Schatz. Für einen Katalog über die Sammlung von Gottlieb Pfannkuche recherchierte ein Lehrer-Schüler-Duo nun die Geschichte eines Geistlichen.[…] Siehe dazu: https://histgymbib.hypotheses.org/3251 https://histgymbib.hypotheses.org/3112 https://www.domgymnasium-verden.de/buch/historische-bibliothek.html https://www.domgymnasium-verden.de/buch/files/dom/bibliothek/bibliothek.MP3

Gymnasialbibliotheken sind Forschungsbibliotheken

Michael Knoche, von 1991 bis 2016 Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar, benennt unter dem Titel Was ist eine Forschungsbibliothek? Die 80/20-Regel vier unerlässliche Bedingungen Merkmale, die eine „Forschungsbibliothek“ erfüllt: 1. die programmatische Einbindung von Forschung in die Bibliothek 2. das Angebot besonderer Erschließungsleistungen 3. die dauerhafte Zugänglichkeit der Sammlung (Archivfunktion) 4. einen Vermittlungsauftrag gegenüber der Öffentlichkeit. Die „80/20-Regel“, so Knoche, besage, dass etwa 80 Prozent der Bibliotheksfragen in der Regel mit einem Kern von 20 Prozent der Basisressourcen beantwortet werden können. … Gymnasialbibliotheken sind Forschungsbibliotheken weiterlesen

Ludwigsburger Gymnasialarchiv in altem Schrank entdeckt

Gefunden bei Archivalia: „Uwe Jansen und Marc-Steffen Bremer, beide Lehrer am Goethe-Gymnasium, hat der Schrank gleich in seinen Bann gezogen. Schon im vergangenen Jahr nahmen sie sich des Schranks und seiner Geschichte an. Im Rahmen des schulübergreifenden Projekts „Goethopia – Schule als Staat“ riefen der Geschichts- und der Kunstlehrer das Archiv des Staates Goethopia ins Leben. Den Schülern des Gymnasiums stellte sich die Aufgabe, die Unterlagen zu sichern und für die Nachwelt zugänglich zu machen.“ (Ludwigsburger Kreiszeitung vom 19. Januar 2019) Bei Archivalia findet … Ludwigsburger Gymnasialarchiv in altem Schrank entdeckt weiterlesen

„Rarität im Pappumschlag“

Dienstag, 25. Dezember 2018, im Westfalen-Blatt: Von Burgit Hörrtrich Bielefeld (B) Der Inhalt eines unbeschrifteten Pappumschlags, entdeckt im Sonderbestand der historischen Lehrerbibliothek des Ratsgymnasiums , entpuppte sich als Rarität. Carsten Gerwin und Benjamin Magofsky, die im Februar 2018 die Nachfolge von Dr. Johannes Altenberend als Bibliothekare antraten, entdeckten in dem Umschlag ein Bündel vergilbter Notenblätter. […] Glückwunsch den aufmerksamen Bibliothekaren! Siehe auch: • Benjamin Magofsky, Carsten Gerwin: Ein Anliegen „von der grösten Nothwendigkeit“ – Die Schulbibliothek des Ratsgymnasiums Bielefeld im Spiegel ihrer Schul- und … „Rarität im Pappumschlag“ weiterlesen

Luchts Hand

Die Göttliche Komödie, die weltberühmte Comedia des Dante Alighieri (1265 – 1321), Beginn des 24. Gesangs im zweiten Teil, dem Purgatorio. Dante und Vergil erklimmen über insgesamt sieben Terrassen den aus einem Meer herausragenden Läuterungsberg. Auf jeder Stufe treffen sie auf die Seelen Verstorbener, die der Hölle, dem trostlosen Inferno, entronnen sind und in der Hoffnung auf das Paradies ihre Sünden in Form von deren Umkehrung ins Gegenteil büßen dürfen. Auf der sechsten Terrasse begegnen die beiden Reisenden – und damit beginnt der 24. … Luchts Hand weiterlesen

Die Bibliothek des Bozner Franziskanergymnasiums

Vor gut zweieinhalb Jahren habe ich einen kleinen Artikel zur Bibliothek des Franziskanergymnasiums in Bozen verfasst, angeregt durch ein Zitat  zu dieser Sammlung .  Dort erwähnte ich in einer Fußnote, dass eine Bestandsbeschreibung im Entstehen sei, sie ist jetzt erschienen: Angelika Pedron, Reinhard Pichler, Manfred Schmidt: Die Bibliothek des Bozner Franziskanergymnasiums. Erschließung Historischer Bibliotheken in Südtirol (EHB), Band 12.  – Brixen: Provinz Verlag, 2018. Die Neuerscheinung wurde am vergangenen Freitag, den 14. Dezember, in Bozen vorgestellt.  Die Bibliothek mit einem Umfang von ca. 70.000 … Die Bibliothek des Bozner Franziskanergymnasiums weiterlesen

Verein der Verschwender

Im 13. Jahrhundert war Siena in der italienischen Toskana eine reiche Stadt.  In einem Haus, das sich mit der Hausnummer 47 in der heutigen Via Garibaldi erhalten hat, soll sich im urbanen Mittelalter regelmäßig eine Gruppe junger Männer mit einem einzigen Ziel getroffen haben: ihr Geld zu verprassen – als eine brigata spendereccia (oder ebenfalls überliefert: godereccia), ein Verschwenderclub. Genießen, bis das Geld alle ist und man sich als Club wieder auflösen kann. Wir wissen nicht, ob derlei Ziel erreicht wurde; laut Dante Alighieri (1265-1328) … Verein der Verschwender weiterlesen

Johann Adrian Bolten

Johann Adrian Bolten (1742 – 1807) stammte aus Süderstapel, heute an der Grenze zwischen Schleswig-Flensburg und Dithmarschen, wo sein Vater Hermann als Pastor tätig war. Er war ein Enkel des ersten Altonaer Propstes Johann Bolten (1678–1758) und ebenso wie einer seiner Onkel, Johann Boltens Sohn Johann Christian, Hermanns Bruder, Schüler des Christianeums; der Onkel, geboren 1727, wurde ein bekannter Altonaer Arzt, der sich erfolgreich der neuen Disziplin der Seelenkunde widmete, aber bereits 1757 knapp 30jährig verstarb. Seinen eigenen 1783 geborenen Sohn Hermann Christian schickte … Johann Adrian Bolten weiterlesen

Bibliothek des Kaiser-Karls-Gymnasiums in Aachen

Zum kürzlich in Rastatt gegründeten Netzwerk Historische Schulbibliotheken meldete sich neben dem Ratsgymnasium Bielefeld auch das Kaiser-Karls-Gymnasium in Aachen, das eine historische Buchsammlung hält. Dort gibt es eine Bibliotheks-AG, die die Schülerinnen und Schüler in diese Sammlung einführt.1 Der Ansatz, neben den bibliothekarischen Aufgaben zur Bewahrung einer historischen Buchsammlung auch besonders auf deren Vermittlung bei den jungen Leuten zu achten, ist unbedingt zu begrüßen!2 Das Netzwerk freut sich, dass Aachen mitmacht! Abbildung Gebäude des Kaiser-Karls-Gymnasiums in Aachen. Foto: Arnoldius (Quelle und Lizenz) Anmerkungen Genauere … Bibliothek des Kaiser-Karls-Gymnasiums in Aachen weiterlesen

Mit Astor Piazzolla ins Schloss Schattenhall

Im getippten Zitat  aus Walter Moers′ Die Stadt der Träumenden Bücher (2004) hat eine sorgfältige Kinderhand den Ort aus Wahn und Schall / Genannt Schloss Schattenhall mit blauer Füllertinte umrahmt, ein Tintenpfeil verweist  auf die Interpretation. ->Bei uns: Bibliotheca Johannei.  Locus amoenus: Sechstklässler präsentieren an ihrem Lieblingsort in der Neuen Bibliothek des Johanneums in Hamburg ihre literarischen Lieblingsstellen. Die Gelehrtenschule des Johanneums, eröffnet 1529 nach einer Initiative des Reformators Johannes Bugenhagen (1485-1558) in Hamburg, hält in ihrer historischen Hauptbibliothek einen  Buchbestand von ca. 55.000 … Mit Astor Piazzolla ins Schloss Schattenhall weiterlesen

Rastatter Runde mit erster Presse!

Das Netzwerk Historische Schulbibliotheken „Rastatter Runde” hat eine erste Presse! Im Badischen Tagblatt erschien am 3. November 2018 ein Artikel des Redakteurs der Lokalredaktion Rastatt Sebastian Linkenheil, eines kenntnisreichen und einfühlsamen Beobachters Badischen Kulturguts.  Seine Feder begleitete in der Vergangenheit bereits wiederholt die Historische Bibliothek der Stadt Rastatt, in der das Netzwerk sich konstituierte, mit interessanten Veröffentlichungen.

Holzmindener Bibel-Fragmente

Die Holzmindener Bibel-Fragmente sind verschollen. Die Inkunabel, in deren Deckel sich die Fragmente befanden, bevor man sie dort vermutlich herauslöste, ist ebenfalls nicht mehr nachweisbar.  Bruchstücke und Inkunabel befanden sich noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Bibliothek des Herzoglichen Gymnasiums Holzminden, heute das Campe-Gymnasium. Die verschwundenen Fragmente nebst dem sie bewahrenden Wiegendruck stammten aus der Buchsammlung von Jakob Burckhard (1681 -1752), Hofrat und Bibliothekar in Wolfenbüttel.  1760 erwarb die Amelunxborner Klosterschule,  später nach Holzminden verlegt und zum Herzoglichen Gymnasium avanciert , die … Holzmindener Bibel-Fragmente weiterlesen

Gründerzeiten…

Am 20. Oktober 2018 fanden sich die Vertreter von fünf Gymnasialbibliotheken aus Hamburg, Niedersachsen und Baden-Württemberg zusammen zu einer konstituierenden Sitzung: ein Netzwerk für Historische Schulbibliotheken soll her: für Bibliotheken mit historischem Altbestand, die sich an Schulen – in der Regel an Gymnasien –  befinden, dort bewahrt, gepflegt und von dort aus vermittelt werden. Die laut Fabians Handbuch der historischen Buchbestände angeblich vorhandenen Gymnasialbibliotheken sind heute möglicherweise gar nicht mehr am Ort, in den meisten Fällen findet sich kein Hinweis auf der Schulhomepage, und … Gründerzeiten… weiterlesen

Matelda tanzt

Matelda pflückt ganz allein in blühenderUmgebung Blümchen am Bächlein: una donna soletta (purg. XXVIII, 40), die auf Blumen wandelt und tanzt, sè donna che balli (purg. XXVIII, 53) . Das gefällt zwei reisenden Herren namens Vergil und Dante. Die beiden Herren haben eine Höllenreise hinter sich, hinunter durch Feuer und Eis (inferno), sie sind über Wasser gesegelt und den Läuterungsberg hinaufgeklettert (purgatorio) , und sie stehen nun an dessen Gipfel vorm irdischen Paradies Eden,  dem Vorgarten zur ultimativen Erkenntnis in himmlischer Unendlichkeit (paradiso). Die … Matelda tanzt weiterlesen

Freundschaftsalben

Unter dem Titel „Vergiß mein nicht” wurde am 6. Juni 2018 eine Ausstellung in der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky, Hamburg, eröffnet.  Die Ausstellung ist bezaubernd und noch bis zum 12. August 2018 zu sehen! Aus den Beständen der Hamburger SUB werden Freundschaftalben (Alba Amicorum) gezeigt, auch Stammbücher genannt,  die seit dem 16. Jahrhundert geführt wurden und in die Freunde dem Besitzer des Albums etwas hineinschrieben, hineinmalten oder heineinzeichneten und -klebten. Ihre Tradition erkennen wir heute noch in unseren Gästebüchern und in den … Freundschaftsalben weiterlesen

Ein Besuch in Verden

Kürzlich habe ich hier im Blog über die historische Bibliothek des Domgymnasiums in Verden berichtet, genauer gesagt: über deren Präsentation im Internet, die ich klasse fand – vor allem das darin vorgestellte Programm der historischen Sammlung für die Schüler, das ich vorbildlich fand.  Heute war ich zu Besuch in dieser Bibliothek. Die Führung durch Sammlungsleiter OStR Reinhard Nitsche und seine ehrenamtlichen Mitarbeiter war so spannend und intensiv, dass ich vergaß, Fotos zu machen und deshalb eins von dem Website gestohlen habe: die Europakarte aus … Ein Besuch in Verden weiterlesen

Die Historische Bibliothek der Stadt Rastatt

1715 stiftete die Markgräfin Sibylla Augusta (1675–1733) der Stadt Rastatt ein Piaristenkolleg. 1716 wurde nachweislich mit dem Aufbau einer Büchersammlung begonnen.  1808 wurde die Rastatter Piaristenschule mit dem Lyzeum von Baden-Baden, das aus dem dort 1642 gegründeten Jesuitenkolleg hervorgegangen war, zusammengelegt zum Großherzoglichen Gymnasium Rastatt. Auch die Buchsammlungen der beiden Anstalten wurden zu einer einzigen Bibliothek vereinigt, die fürderhin als Lehrerbibliothek der seit 1908 Ludwig-Wilhelm-Gymnasium genannten Schule fungierte und dort bis heute aufgestellt ist. Seit nunmehr einem halben Jahrhundert ist die Bibliothek in städtischer Trägerschaft, … Die Historische Bibliothek der Stadt Rastatt weiterlesen

Historische Bibliothek des Domgymnasiums Verden

Das Domgymnasium Verden hält eine umfangreiche historische Gymnasialbibliothek mit einem Bestand von ca. 25.000 Exemplaren. Die Darstellung der Bibliothek auf der Schulhomepage liefert sowohl eine Bestandsbeschreibung als auch ein konkretes Konzept für eine historische Buchsammlung im Schulleben, das die Schüler und deren Unterricht im Visier hat, vor allem aber: realisiert werden kann (und wird). Der Bestand hat – neben dem Vorhandensein von wertvollen Einzelstücken, wie zum Beispiel einem Blaeu-Atlas von 1635 –  Merkmale, die ihn als exemplarisch für die besondere Sammlungsform „Gymnasialbibliothek“  kennzeichnen: er … Historische Bibliothek des Domgymnasiums Verden weiterlesen

Verzeichniss der naturhistorischen Sammlungen im Herzogl. Gymnasium zu Coburg

    Die Landesbibliothek Coburg hat digitalisiert: Verzeichniss der naturhistorischen Sammlungen im Herzogl. Gymnasium zu Coburg, 1818 erstellt von Johann Christoph Matthias Reinecke. Link zum Digitalisat Das handschriftliche Verzeichnis1  stammt aus der Bibliothek des Casimirianums in Coburg, die sich seit 1953   in der dortigen Landesbibliothek befindet. 2 Reinecke (1768 – 1818), Gelehrter und Kartograph, war ab 1808 Direktor des Gymnasiums. Die auf fast 400 Seiten im Folioformat engmaschig aufgelisteten Anschauungsmaterialien für die Naturkunde  umfassen Objekte zu den Tieren,  den Pflanzen, zu Mineralien, dazu auch … Verzeichniss der naturhistorischen Sammlungen im Herzogl. Gymnasium zu Coburg weiterlesen

„Schulprogramme aus Stralsund“

Unter dem oben genannten Titel berichtet Blog Pommerscher Greif e.V.: Etliche Schulprogramme aus Stralsunder Gymnasien, Realschulen, Oberschulen etc. aus den Jahren 1825 bis 1938 wurden in letzter Zeit bei der Bibliothek für bildungsgeschichtliche Forschung hochgeladen. Es existieren viele verschiedene Titel, daher findet man die Programme, die viele Angaben zu Lehrer und Schülern enthalten, am besten mit dem Begriff „Stralsund“ http://goobiweb.bbf.dipf.de/viewer/search/schulprogramme.pommern.stralsund/ (Gefunden über Archivalia)

Pennäler Mommsen

Theodor Mommsen (1817-1903), 1902 erster deutscher Träger des Literaturnobelpreises, wurde gestern verschiedentlich bejubelt: Man feierte 200 Jahre seines Geburtstags, er wurde an einem 30. November  geboren in Garding im Herzogtum Schleswig. Wie andere Jungs musste er zur Schule.  Die Matrikel des Christianeums in der damals noch holsteinischen Stadt Altona (heute ein Bezirk von Hamburg) verzeichnen ihn unter der Nummer 1014 und belegen darin den Besuch der Selecta der Anstalt von 1835 bis 1838, zusammen mit seinem zwei Jahre jüngeren Bruder Tycho (Matrikel-Nummer 1015) Wenn nun passend … Pennäler Mommsen weiterlesen

Von Bibliothekslandschaft, Bildersaal und Schatzkiste

Der anderthalbtägige wissenschaftliche Workshop in Halle (Saale) am 26. und 27. Oktober 2017 zum Thema: Historische Schulbibliotheken der Frühen Neuzeit. Eine Annäherung, den bibliotheca.gym bereits ankündigte und an dem ich teilnehmen konnte, war der erste seiner Art: Historische Schulbibliotheken sind wertvolles Kulturgut und eine wenig erforschte bibliothekarische Sammlungsform. Die Tagung – konzipiert, eingerichtet und geleitet von Britta Klosterberg (Halle) – fand im Gebäude des historischen Waisenhauses der Franckeschen Stiftungen statt. Die in elf Referaten aufgezeigten Themen erfassten zahlreiche Aspekte der wissenschaftlichen Beschäftigung mit historischen … Von Bibliothekslandschaft, Bildersaal und Schatzkiste weiterlesen

Gymnasialbibliotheken in der Wikipedia

Bei Archivalia weist Klaus Graf auf zwei Darstellungen von Gymnasialbibliotheken in der deutschsprachigen Wikipedia hin, die einen eigenen Artikel haben:  Historische Bibliothek der Stadt Rastatt Francisceumsbibliothek Die Suche in der Wikipedia mit: bibliothek gymnasium ergibt einige Treffer,  die auf mehr oder weniger ausführliche Erwähnungen einer historischen Bibliothek in Artikeln zu einzelnen Gymnasien hinweisen; auch eine weitere eigene Darstellung zu einer solchen Sammlung lässt sich finden: Historische Bibliothek des Gymnasiums am Kaiserdom Speyer Ausführliche Darstellungen innerhalb von Wikipedia-Schulartikeln haben zum Beispiel folgende Gymnasien: Gymnasium Stralsund … Gymnasialbibliotheken in der Wikipedia weiterlesen

Historische Schulbibliotheken sind wertvolles Kulturgut

Der Schiffsbarbier Friedrich Martens schrieb 1671 seine Reise nach Grönland und Spitzbergen auf, versehen mit nach der Natur gefertigten Federzeichnungen, darunter auch solche von Walen und Seehunden, seinerzeit ungeheuerlichen Geschöpfen. Die Schrift wurde umgehend gedruckt und bestimmte bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts  für die Gelehrten und Forscher das Bild der Arktis. Martens verfasste auch eine „Hispanische Reise Beschreibung  Anno 1671“, ebenfalls versehen mit Zeichnungen von Meer, Landsilhouetten, Flora und Fauna. Die „Allgemeine Deutsche Biographie“ kennt diese Schrift nicht. Das erstaunt nicht insofern, als … Historische Schulbibliotheken sind wertvolles Kulturgut weiterlesen

Brockes von Fritzsch

Manchmal einfach nur ein Bild… Dieses zeigt Barthold Heinrich Brockes (1680-1747), Hamburger Dichter der frühen deutschen Aufklärung.  Es fand sich als einzelnes Blättchen dermaleinst in einem  Umschlag in einer Gymnasialbibliothek in Altona. Offensichtlich ein ausgetrenntes Frontispiz, ließ sich kein Werk des Bibliotheksbestand als Ursprungsort ausmachen; woher es stammt, wie’s in den Umschlag kam und von wem es wann in der Bibliothek deponiert worden war, bleibt unbekannt. Es handelt sich um einen feinen und erkennbar routinierten Kupferstich, datiert 1744: „Gravé par Fritzsch“ sagt die gestochene … Brockes von Fritzsch weiterlesen

Aus meinem Journal des Luxus und der Moden (3)

Barbaren (2005) Die Überprüfung der in einem Eintrag von kg vom Dezember 2004 in www.netbib.de1 verzeichneten „historischen Gymnasialbibliotheken“ ergab ein buntes Bild, was die jeweilige Betreuung (und auch die Präsentation im Netz) betrifft: mal umsorgt ein Mitglied des Kollegiums den Bestand (Konstanz, Hamburg), mal ist’s die Landesbibliothek (Coburg), mal ist ein Bibliothekar fest angestellt (Stade), mal hat ein Förderverein einen „Direktor“ installiert (Hadamar), mal hält eine Pensionär den Laden offen und in Schuss (Seesen). Auch die Präsentation im Netz reicht von bildschön (Rastatt) bis … Aus meinem Journal des Luxus und der Moden (3) weiterlesen

Liste der zerschlagenen und zerstörten Gymnasialbibliotheken

Zerschlagene und zerstörte Gymnasialbibliotheken Sehr(!) vorläufige Sammlung Siehe auch bibliotheca.gym: Listen der Gymnasialbibliotheken Wesentliche Quellen: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften http://www.bbaw.de/forschung/dtm/HSA/handschriftenlisteA.html Verzeichnis des Handschriftenarchivs „DeutscheTexte des Mittelalters“ Feldmann, Reinhard, Historische Sammlungen der Schulbibliotheken im Rheinland und in Westfalen, in: Schulbibliothek aktuell 1993, S. 150-156 (Pdf) Alphabetisch nach Orten: Bochum Gymnasialbibliothek (zerstört im WK II) http://repositorium.uni-muenster.de/document/miami/002f46af-5d01-4fc5-9c5c-d6488b0f55ed/feldmann_1993-schulbibs.pdf Büdingen Wolfgang-Ernst-Gymnasium http://wolfgang-ernst-gymnasium.de/index.php?page=btgeschichte Fabian 1.1. : [Graf Wolfgang Ernst I. (1560-1633)] war ein Freund des Buches. Dies zeigen nicht nur Bücherkäufe, vornehmlich auf den Frankfurter Messen, oder Autorenwidmungen, er rüstete … Liste der zerschlagenen und zerstörten Gymnasialbibliotheken weiterlesen

Liste der ausgelagerten Gymnasialbibliotheken

Ausgelagerte Gymnasialbibliotheken – Vorläufige Sammlung – Siehe auch bibliotheca.gym: Listen der Gymnasialbibliotheken alphabetisch nach Orten: Anklam Lilienthal-Gymnasium (ab 1935:Lilienthal-Schule) Teile der Bestände im Museum im Steintor, Anklam Ansbach (mehrere? Gymnasien) –> Staatliche Bibliothek Ansbach (seit 1962) Berlin Luisenstädtisches Realgymnasium Sophiengymnasium Königsstädtisches Gymnasium Leibniz-Gymnasium –>Berliner Stadtbibliothek–>Zentral- und Landesbibliothek Berlin (kein Nachweis dort als Sammlungen: Verlust aller Kataloge, s. Fabian) Gymnasium zum Grauen Kloster https://www.graues-kloster.de/ –>Landesbibliothek Berlin (seit 1944) Brilon Gymnasium Petrinum http://www.petrinum-brilon.de/ http://www.petrinum-brilon.de/index.php/schule/schulgeschichte (http://repositorium.uni-muenster.de/document/miami/002f46af-5d01-4fc5-9c5c-d6488b0f55ed/feldmann_1993-schulbibs.pdf Anm.9) seit 2015 ausgelagert (Museum Haus Hövener) Bückeburg Gymnasium Adolfinum http://www.adolfinum-schaumburg.de/willkommen-auf-der-homepage-des-gymnasium-adolfinum/ … Liste der ausgelagerten Gymnasialbibliotheken weiterlesen

Bücherschätze aus der Bibliothek im Gymnasium Ernestinum zu Rinteln

Schwedt, Georg Bücherschätze aus der Bibliothek im Gymnasium Ernestinum zu Rinteln Paperback, 120 Seiten. Verlag: Books on Demand Erscheinungsdatum: 13.03.2017 ISBN-13: 978-3-7431-4183-4 Erhältlich als Buch € 5,99 und als E-book € 3,99. Verlagsinformation: Aus der ehemaligen Universität Rinteln (1621-1809) sind aus dem 16. und 18. Jahrhundert noch etwa 300 Werke als Teil der Kreisergänzungsbibliothek im 1817 eröffneten Gymnasium Ernestinum erhalten geblieben. 40 Werke, u.a. Luther-Schriften und eine frühe Lutherbibel werden ausführlich vorgestellt.