Planet History

Author Archive for Felicitas Noeske

Toller Fund in der Bibliothek des Franziskanergymnasiums in Bozen

Nicht nur Klosterbibliotheken bergen Schätze, sondern auch in Gymnasialbibliotheken schlummert Verborgenes, der Fehler sei dem titelnden Redakteur der südtiroler Zeitung ausnahmsweise verziehen.  In der Makulatur eines alten Bucheinbands verborgen (und anlässlich einer Restaurierung ans Licht gebracht): Pergamenfragmente eines frühen und seltenen Drucks einer Tirolensie sowie einer mittelalterlichen  „Schwabenspiegel“-Handschrift könnten nicht passender den vorigen bibliotheca.gym-Artikel zur Zweckentfremdung: Pergamentmakulatur illustrieren – und als ob’s verabredet gewesen wär‘: dass wir Angelika Pedron, die mit der Erschließung der Bibliothek des Franziskanergymnasiums in Bozen beauftragt ist,  für ihre Arbeit … Toller Fund in der Bibliothek des Franziskanergymnasiums in Bozen weiterlesen

Zweckentfremdung: Pergamentmakulatur

Ein mittelalterliches Chorblatt auf Pergament  in Folio, das Proprium der Vigilmesse am Vorabend des Festes des Apostels Andreas 29. November, es ist  die erste Seite des Proprium de Sanctis.  Ein Initial D in Ultramarin vor Blattgold, floraler Buchschmuck in Mennigerot, Grün, Ultramarin und Gold, Versalien in Blau und Rot. Die Farben sind verblasst, das Blatt ist stark abgegriffen und verschmutzt – allerdings nicht vom Gebrauch durch die monastische Sänger, sondern als Einband einer Handschrift des 17. Jahrhunderts, eines illustrierten Reiseberichts. Das Chorblatt war, als … Zweckentfremdung: Pergamentmakulatur weiterlesen

„Die Inkunabeln der Ratsschulbibliothek Zwickau“

Neuerscheinung: Holger Nickel Die Inkunabeln der Ratsschulbibliothek Zwickau. Geschichte und Bestand der Sammlung, mit einem Anhang zu den Einblattdrucken des Stadtarchivs Zwickau. Reichert Verlag,  Wiebaden 2017 17,0 x 24,5 cm, 240 S., 14 s/w Abb., 5 farb. Abb., 16 Tafeln, Gebunden. 49,00 € ISBN: 9783954901944 Aus der Verlagsinformation („Ausführliche Beschreibung”): „Der Katalog erschließt einen Teil der Bestände einer der ältesten Bibliotheken Sachsens, der 1498 erwähnten Ratsschulbibliothek in Zwickau. Der heutige Inkunabelbestand stammt hauptsächlich aus drei Quellen, aus dem mittelalterlichen Franziskanerkloster, der Sammlung des Stadtschreibers … „Die Inkunabeln der Ratsschulbibliothek Zwickau“ weiterlesen

Held von Babylon. Robert Koldewey

Nachstehenden Artikel veröffentlichte ich bereits 2005.  Er soll hier nochmals zu Ehren kommen, weil er schon damals zeigte, dass Gymnasialarchive unterschätzt werden – auch heute noch, obwohl sie gelegentlich den Stoff für Abenteuergeschichten enthalten. – Hier mal ausnahmsweise einen Indiana Jones statt eines Immanuel Kant . Held von Babylon. Robert Koldewey 1885 schickt der englische Schriftsteller Henry Rider Haggard (1856-1925) in seinem Roman „King Salomon’s Mines“ einen im Folgenden höchst erfolgreichen Protagonisten in die Welt – Alan Quatermain, einen Abenteurer auf der Suche nach … Held von Babylon. Robert Koldewey weiterlesen

Rezension: „Verborgene Schätze der Hennebergischen Gymnasialbibliothek“

Kritische Betrachtung einer neuen Publikation zu einer bemerkenswerten Gymnasialbibliothek  bei Archivalia: Rosika Hoffmann: Die Hennebergische Gymnasialbibliothek. Verborgene Schätze im Naturhistorischen Museum Schloss Bertholdsburg Schleusingen. Schleusingen: Naturhistorisches Museum Schloss Bertholdsburg 2016. 58 S., zahlreiche Abbildungen. Inhaltsverzeichnis via ISBN 978-3-00-053648-9 Die ansprechende, reich mit Farbabbildungen versehene Broschüre begleitete eine Sonderausstellung 2016/17 auf der Bertholdsburg. Hoffmann stellt in populärer, nicht wissenschaftlicher Darstellung die Geschichte der Bibliothek und ihrer einzelnen Sammlungen vor, die dem 1953 gegründeten damaligen Heimatmuseum übergeben wurde. […] (weiterlesen bei Archivalia) Siehe auch: https://histgymbib.hypotheses.org/1937

Geburtstagsgeschenk von de.hypotheses.org – für bibliotheca.gym!

Im Redaktionsblog meldet Mareike König: Jetzt online: fünf Blogbeiträge zum Hören! Der Geburtstagspodcast von de.hypotheses.org #dehypo5. Fünf Blogartikel wurden ausgewählt und „gelesen von professionellen Sprecher/innen, die die Texte auf ihre Art zu Gehör bringen, veranschaulichen und lebendig werden lassen“. (And now we proudly present:-) Felicitas Noeske: Gebrauchsspuren, in: bibliotheca.gym. Gymnasialbibliotheken und -archive, 1.5.2015, https://histgymbib.hypotheses.org/838. Gebrauchsspuren an Büchern: geknickte Seiten, Randbemerkungen, Spuren auf den Umschlägen… Mit Olaf Kreutzenbeck als Lesendem möchte man am liebsten mit einem Tee am Kamin sitzend dieser Märchenstunde zu lauschen… oder aber gleich selbst … Geburtstagsgeschenk von de.hypotheses.org – für bibliotheca.gym! weiterlesen

Inkunabeln in Gymnasialbibliotheken: Brixen

Das Vinzentinum in Brixen (Südtirol) hält 22 Inkunabeldrucke in 31 Bänden.  Davon stammen 17 Titel in 24 Bänden aus der Bibliothek des Johann Parschalk (1778-1857), die das Gymnasium im Jahr 2000 aus der Bibliothek des Johanneums in Dorf Tirol übernahm. Bestand (in GW-Nummern) a) Sammlung Parschalk (17 Drucke=24 Bände, beim GW geführt unter Bressanone SemVincent) GW 871, 2033, 2168, 4213, 7112, 7419, 8650(I), 8647, 9075, 9125, 11366, 12323, 7739, 4292, M32028, M36936, M44230. Quelle: Klara Tutzer: Die Bibliothek des Johann Parschalk / La biblioteca … Inkunabeln in Gymnasialbibliotheken: Brixen weiterlesen

Die Büchersammlungen des Vinzentinums in Brixen

Angelika Pedron unter Mitwirkung von Klara Tutzer: Die Bibliotheken des Vinzentinums und Johanneums / Le biblioteche del Vinzentinum e dello Johanneum. – Brixen: ProvinzVerlag, 2015. – 280 S. Ill., graph. Darst. 25 cm. – (Erschließung historischer Bibliotheken in Südtirol/Censimento delle Biblioteche Storiche dell’Alto Adige 10). – ISBN 978-8899444-01-3. EUR 22.00, EUR 20.00 (Italien) Von Hanspeter Marti liegt eine ausführliche Buchbesprechung vor (Pdf, bei Informationsmittel für Bibliotheken. Digitales Rezensionsorgan für Bibliothek und Wissenschaft). Das Inhaltsverzeichnis (Pdf via DNB) gibt einen Einblick in Aufbau und Gehalt: … Die Büchersammlungen des Vinzentinums in Brixen weiterlesen

Bibliothek des Gymnasiums am Kaiserdom Speyer: Einbände

Online: Armin Schlechter: Ex Bibliotheca Lycei Spirensis. Einbände des 16. bis 18. Jahrhunderts aus der Bibliothek des Gymnasiums am Kaiserdom in Speyer.  Schriften des Landesbibliothekszentrums Rheinland Pfalz 8. Koblenz,  2012; Online-Ausgabe: Koblenz,  Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz, 2017. Gefunden bei Archivalia: Vier Bücher von Armin Schlechter online. Dort auch Hinweis auf eine Rezension o.g. Werks bei Archivalia (19. Februar 2013). Siehe dazu auch bei Wikipedia: Historische Bibliothek des Gymnasiums am Kaiserdom Speyer

Gymnasialbibliotheken in Südtirol

Neben einer modernen Schulbibliothek mit ca. 14.600 Einheiten verfügt das Vinzentinum in Brixen, gegründet 1872, auch über eine historische Studienbibliothek, die auf der Schulhomepage so beschrieben wird: Das Vinzentinum verfügt über einen umfangreichen historischen Buchbestand. Neben den historischen Beständen der Schule (ca. 76.000 Bd.) sind im Rollarchiv der Studienbibliothek auch die bekannte und wertvolle Parschalkbibliothek (ca. 12.000 Bd.), die Privatbibliothek von Dr. Alois Staindl (2.684 Bd.), eine umfangreiche Sammlung von Schulschriften und Jahresberichten der Gymnasien aus dem gesamten Gebiet der ehemaligen Habsburgermonarchie (ca. 11.000 … Gymnasialbibliotheken in Südtirol weiterlesen

Schmuckprogramm. Codex Altonensis

Titel und Anfang von Dantes Comedia Zwei Pergamentblatt Einleitung in Folio, das dritte Blatt recto diagonal durchquert von Vergil und Dante, die vom Höllentor links oben durch eine Röhre als Rohrpost rechts unten landen. Verso dann die Pracht in Lapislazuli und Gold: ein Rechteck aus sechs mal fünf Buchstaben in Gold, gefüllt mit Fleuronné in Mennigerot und unterlegt mit nach über 600 Jahren noch leuchtendem Ultramarin: LALTA /COMED/YADEL/SOMMO/POETA/DANTE.  Die hohe Komödie des höchsten Dichtes Dante.  Über dem Rechteck drei Medaillons, mit etwas Abstand nach … Schmuckprogramm. Codex Altonensis weiterlesen

Zu den Handschriften des Görres-Gymnasiums in Düsseldorf

Bei Archivalia hat Klaus Graf zum ehemaligen Handschriftenbestand des Görresgymnasiums in Düsseldorf recherchiert. Neben den ihm zur Verfügung stehenden Quellen über die historische Bibliothek des Gymnasium, dessen Wurzeln bis ins 16. Jahrhundert verweist Graf auf die Verzeichnisse der Handschriften der Bibliotheca Vossiana aus dem Nachlass von Johann Heinrich Voss: Zum Teilnachlass von Johann Heinrich Voss erfährt man in Kalliope: Ca. 47 Regalmeter = ca. 9.000 Blatt handschriftliche Aufzeichnungen und 900 Bücher (Bibliothek Voß). Siehe auch: Literarische Nachlässe in Nordrhein-Westfalen (1995), S. 372f. (ULB Düsseldorf) … Zu den Handschriften des Görres-Gymnasiums in Düsseldorf weiterlesen

Das 5te Hundert Jahr Elefant

Ein Elefant, auf dessen Rücken geschnallt ein tonnenartiges Gebilde. Figuren und Tiere turnen auf, an und unter ihm herum, sein Ohr ist eine soeben geöffnete Holztür, aus der ein Bischof tritt. Dazu schwirren Zehner von 10 bis 100 durch die Szenerie, dazu Begriffe und Namen, über allem der grammatisch aparte Titel Das 5te Hundert Jahr Elefant. Eine Figur am unteren Bildrand, die aussieht wie ein maskierter Kermit der Frosch aus der Muppetshow, hat den Ausweis Attila. Die rechts gegenüberliegende Seite zeigt Das 6te Hundert … Das 5te Hundert Jahr Elefant weiterlesen

Personalschriften in der Gymnasialbibliothek

Leichenpredigten in der Hennebergischen Gymnasialbibliothek in Schleusingen Band 58 der Marburger Personalschriften-Forschungen ist erschienen: Katalog der Leichenpredigten und sonstiger Trauerschriften in der Hennebergischen Gymnasialbibliothek Schleusingen. Bearbeitet von Eva-Maria Dickhaut, Daniel Geißler, Birthe zur Nieden, Eva-Maria Vering und Jörg Witzel. 2016, XIII, 318 Seiten. (Marburger Personalschriften-Forschungen 58). Kart. ISBN 978-3-515-11611-4 Personalschriften in Gymnasialbibliotheken sind eine weitgehend unbekannte Sammlungsform.

Zum Ende 2016: Blick zurück auf ein Prognosticon

Unter dem mit Fragezeichen versehenen Titel Inkunabel-Fragment(?) stellte ich vor ziemlich genau drei Jahren ein Bild bei Archivalia (damals noch nicht bei hypotheses.org) ein mit folgender Beschreibung und Frage: Einbandspiegel, Bleistift-Notat (vermutl. frühes 20.Jh.): [Lübeck: Steffen Arndes] Practica aus dem Jahr? Der Gesamtkatalog der Wiegendrucke erwähnt verschiedene “Almanach”-Drucke aus der Offizin dieses Lübecker Druckers, darunter auch einen unter der Nummer 2 Sp. 15b Almanach auf das Jahr (?), niederdeutsch. Lübeck: Steffen Arndes, [nach 1500]. C 2253. Copinger 2296 ist vielmehr 16.Jh. Ob’s das ist? … Zum Ende 2016: Blick zurück auf ein Prognosticon weiterlesen

Kyrillische Fibel, frühes 18. Jahrhundert

Die Lehrerbibliothek des Christianeums enthält Miniaturen, gelegentlich auch solche unerforschten Inhalts und unbekannter Herkunft. Dazu gehört zum Beispiel eine Kyrillische Fibel,  ein dünnes Bändchen in Oktav, datiert ins frühe 18. Jahrhundert. Die Fibel diente zum Erlernen der kyrillischen Schrift, so Ludwig Steindorff, Universität Kiel 20121: “[…] das ist die alte kyrillische Ustav-Schrift, die im kirchlichen Gebrauch auch nach der Reform Peters des Großen geblieben ist. Peter hat die Lettern der lateinischen Antiqua graphisch angepasst. Es ist anscheinend eine Fibel […]“ Den Titel (siehe Abbildung … Kyrillische Fibel, frühes 18. Jahrhundert weiterlesen

Eine Widmung Philipp Melanchthons

von Jens Gerlach und Felicitas Noeske Der Eintrag, unterzeichnet mit „Scriptu[m] manu philippi“, ist eine Widmung von der Hand des Humanisten und Reformators Philipp Melanchthon (1497-1560); sie besteht aus zwei griechischen Zitaten: Das erste Zitat stammt vom Dichter und kappadokischen Kirchenvater Gregor von Nazianz (um 329-390) und ist eine Sentenz oder Gnome aus dessen Tetrastichae sententiae (carmen 33), gnomischen Vierzeilern in iambischen Trimetern. Ausgelassen sind die beiden ersten Verse der Gnome, die den Kontext der zitierten Passage zu Schuld und Erbarmen vorgeben;1 im ersten … Eine Widmung Philipp Melanchthons weiterlesen

Luthers Horoskope mit Gedicht

Das in griechischer Sprache verfasste Gedicht nebst einer recht freien lateinischen Versübersetzung ist von „M. Michael Neander ex valle Joachimica“ ohne Datum unterzeichnet. Michael Neander (1529-1581) war ein Mathematiker, Arzt und Philologe aus Joachimsthal und ist nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Verfasser der Gnomologia graecolatina (Lehrerbibliothek des Christianeums R 34/2). Das Gedicht besteht aus 25 Distichen und gibt eine Laudatio auf die Astrologia. Den in anderer Tinte über den Anfang gesetzten Titel Epigramma […] schreibt Lucht (1878) einer weiteren Hand zu, desgleichen die … Luthers Horoskope mit Gedicht weiterlesen

Melanchthons Büchlein

Das Buch enthält zwei umfängliche Handschriften und einen Druck, überdies dazwischen eingebundene Blätter mit Notizen. Die erste Schrift, eine lateinische, von unbekannter Hand niedergeschrieben, ist betitelt INTER.  Locos Theologicos (16 Bll. u. Summa 6 Bll., Schriftspiegel ca. 105 x 65 mm); sie wird als Vorarbeit zu den Loci communes, dem Hauptwerk Philipp Melanchthons, angesehen. Der zweite Teil (46 Bll., Schriftspiegel 113 x 45/40 mm, 17/19 Zeilen) von einer weiteren unbekannten Hand bietet den griechischen Text des Römerbriefs nach der Ausgabe des Erasmus, mit winzigen … Melanchthons Büchlein weiterlesen

Orientalische Manuskripte in der Gymnasialbibliothek

Die  „Arabische[n]  Handschriften“ der Lehrerbibliothek des Christianeums in Altona (Hamburg)1 wurden zum ersten und letzten Mal 1878 beschrieben, und zwar von Marx Johannes Friedrich Lucht (1804-1891), Direktor und Bibliothekar der Anstalt. Seine Darstellung leitete er folgendermaßen ein: Die Bibliothek besitzt 12 Bände und Stücke Arabischer Handschriften. Die Notizen über Verfasser, Titel und Inhalt der Schriften entnehme ich aus dem mir vorliegenden, Hamburg, den 24. Decemb. 1798 datirten Schreiben eines mit der Arabischen Sprache und Litteratur wohlbekannten Mannes, Ant. Aug. Heinr. Lichtensteins, welcher 1798 die … Orientalische Manuskripte in der Gymnasialbibliothek weiterlesen

„Schulpfarrer brachte Ordnung in chaotisches Schularchiv“

Im März diesen Jahres verwies bibliotheca.gym auf eine unbekannte Gymnasialbibliothek im Bergischen Land: die Bibliothek des Gymnasiums Velbert Langenberg. Jetzt berichtet die WAZ über die Arbeit des Schulpfarrers Overhoff: Viele Jahre sichtete und sortierte Frank Overhoff das Archiv des Gymnasiums Langenberg. Nun übergab er die neuen Findbücher an die Schule. […] Dabei wären viele Unterlagen, wenn es nach dem Landschaftsverband Rheinland ging, im Müll gelandet. „Nach einem prüfenden Blick sagte die nette Dame, ich schätze, 80 Prozent können weg.“ Um zu vermeiden, dass wichtige … „Schulpfarrer brachte Ordnung in chaotisches Schularchiv“ weiterlesen

Erklären, warum Bibliotheken so sind, wie sie sind…

Unter dem Titel:  Erklären, warum Bibliotheken so sind, wie sie sind: Zur Nutzung von Archivmaterialien zur Erklärung des Status Quo von Bibliotheken liefert Karsten Schuldt bei INFORMATIONSPRAXIS (Bd. 2, Nr. 2 (2016) ein Astract seiner Studie zu Volksschulbibliotheken im Kanton St. Gallen: Die Geschichte von Bibliotheken kann helfen, ihren heutigen Status Quo zu erklären und Hinweise darauf geben, welche Entwicklungen der Bibliotheken realistisch sind. Anhand eines Beispiels aus einer Studie zum Status Quo der Volksschulbibliotheken im Kanton St. Gallen soll gezeigt werden, dass eine … Erklären, warum Bibliotheken so sind, wie sie sind… weiterlesen

Gymnasialbibliothek Koblenz / Wetzlar

Unter dem oben genannten Titel veröffentlichte die Universitäts- und Landesbibliothek Bonn kürzlich ihre Bestände aus den Gymnasialbibliotheken in Wetzlar und Koblenz, die sie  1815 bzw. 1821 übernommen hatte.  Das Akzessionsjournal von 1819 zur Bibliothek des Gymnasiums in Wetzlar ist als Digitalisat vorhanden. Bei den Beständen aus Koblenz handelt es sich offenbar um Exemplare aus der Bibliothek des heutiges Görres-Gymnasiums in Koblenz, einer Jesuitengründung des 16. Jahrhunderts. Warum die Bonner ULB dieses Gymnasium, das nach wie vor existiert, nicht namentlich erwähnt, sondern nur von „Koblenzer … Gymnasialbibliothek Koblenz / Wetzlar weiterlesen

Inkunabel (7)

Valerius Maximus: Facta et dicta memorabilia. Mainz: Peter Schöffer. 14.VI.1471. 2°. – 198 Bl. 280 x 205 mm. Lehrerbibliothek des Christianeums (ChriBib), Sign. S 49/5 BSB-Ink V-12. GW M49160. ISTC iv00023000. Bod-inc V-007. BüVerzKohl S. 73. KatCilano 49, S. 5. Claussen 1. Reproduktionen: München SB (Digitalisat) Initiale Bl. 1r in Rotund Schwarz gedruckt und übermalt, gefüllt mit Fleuronné, Bordüre in Rot. Titel, Prologus sowie desinit prefatio und tituli primi libri  (Bl. 1 r, v), desgleichen Druckervermerk und -marke Bl. 198 r in Rot gedruckt. … Inkunabel (7) weiterlesen

„Verborgene Schätze der Hennebergischen Gymnasialbibliothek“

Eine Gymnasialbibliothek wird ans Licht gebracht. „[…] Die Hennebergische Gymnasialbibliothek1 zählt zu den herausragenden Sammlungen Thüringens. Nur weiß das eben so gut wie niemand, weil sie in keinem repräsentativen Saal steht, sondern im Depot. Wer in den Bänden schmökern will, muss fragen und sein Interesse begründen. […]“2 Anmerkung Fabian Handbuch: Bibliothek des Naturhistorischen Museums mit historischer GymnasialbibliothekNeue Presse: „Bertholdsburg rückt wertvolle Bibliothek ins Licht“ , 5. Mai 2016

Meyer Isaac Schiff, ein Advokat in Kiel

Maier Isaac Schiff (1783 o. 84-1847), Advokat in Kiel, der sich später Meyer schrieb, war von 1799 bis 1803 Schüler des Christianeums in der damals noch eigenständigen Stadt Altona. Das Archiv der Anstalt half bei einer Biografie. Jörg Paulsen, der vor einigen Jahren im  Archiv des Christianeums die Schülerexistenz Maiers recherchierte, veröffentlichte 2016 eine lesenswerte biografische Studie  in seinem Blog Ministerium für Informationswiederbeschaffung.1 Was zuvor ein Name in den handschriftlichen Matrikeln, den Schülereingangs- und -ausgangslisten2, im Christianeumsarchiv gewesen war, bekam ein Leben, das Paulsen … Meyer Isaac Schiff, ein Advokat in Kiel weiterlesen

Schätze unterm Dach

Ein  wilhelminisches Schulgebäude mit einer veritablen Schulbibliothek unterm Dach nebst einer Schatzkammer, in die man eintreten darf. Das Gymnasium Athenaeum in Stade1, gegründet 1588,2 hält eine historische Gymnasialbibliothek mit einem beachtlichen Bestand: Mit 16.000 Büchern aus sechs Jahrhunderten ist die historische Bibliothek des Athenaeums eine Sammlung von unschätzbarem Wert. Seit zehn Jahren sortiert und katalogisiert eine Projektgruppe die Werke, um sie für die Wissenschaft nutzbar zu machen. […] Intensive Unterstützung erfährt die Projektgruppe vom Landschaftsverband. Dessen Bibliothekarin Catrin Gold sieht die umfangreiche Bibliothek als … Schätze unterm Dach weiterlesen

Verborgene Zimelien? Zu einer unbekannten Gymnasialbliothek im Bergischen Land

Ein kleiner Wikipedia-Artikel, erstellt im Jahr  2005,  verweist auf eine gymnasiale Buchsammlung.  Der  Artikel über das Gymnasium Velbert-Langenberg, in dem der Anstalt das Gründungsdatum 1711 zugeschrieben ist, zeigt das Foto eines Bibeleinbands aus dem 17. Jahrhundert. Der Link zum Uploader bringt den neugierigen Leser zu weiteren Fotografien aus dem Buchbestand des Gymnasiums, eins zeigt einen Stempel: „Höhere Bürgerschule Langenberg“.1 Das Fabian-Handbuch der historischen Buchbestände hat keine Kenntnis dieser Sammlung,2 die Homepage der Schule erwähnt sie nicht.3 Der Umfang der Sammlung ist unbekannt, die Aussage … Verborgene Zimelien? Zu einer unbekannten Gymnasialbliothek im Bergischen Land weiterlesen

Bibliothek des Franziskanergymnasiums Bozen

„Das traditionsreiche und renommierte Bozner Franziskanergymnasium, das im Jahre 1781 gegründet wurde, blickt auf eine über 200 Jahre alte Geschichte zurück. […] In der Gymnasialbibliothek, die sowohl Bestände aus der ehemaligen Lehrer- als auch der alten Schülerbibliothek umfasst, finden sich Bücher aus sämtlichen an einem humanistischen Gymnasium unterrichteten Fächern […] – die ältesten stammen aus dem 16. Jahrhundert. […] Erwähnenswert ist der umfangreiche Tirolensienbestand: Neben Monographien und mehrbändigen Werken wurden vom ehemaligen Bibliothekar und Archivar P. Ambros Martini1 auch einzelne tirolensische Aufsätze und Artikel … Bibliothek des Franziskanergymnasiums Bozen weiterlesen

Neuer Nachbar “Archivalia”

Seit gestern ist die “Mutter aller geisteswissenschaftlichen Blogs” (cit. Mareike König) – wieso eigentlich “Mutter” und weiter also im Femininum: Gräfin Archivalia?:-) – mit ihrem immensen Datenhausrat (seit 2003) ins Hochparterre von de.hypotheses.org eingezogen. Herzlich willkommen, werte Nachbarin! Das Blog Archivalia war-  nach dem Netbib-Weblog von Edlef Stabenau und den dortigen Beiträgen von “kg” – für mich entscheidende Inspiration gewesen für das  Thema “Gymnasialbibliotheken und -archive”.  Archivalia war seit Jahren das meines Wissens einzige Blog gewesen, das sich regelmäßig um diese von Öffentlichkeit und … Neuer Nachbar “Archivalia” weiterlesen

Inkunabel (6)

  Pius II., Papst: Epistolae familiares. Daran: Descriptio urbis Viennensis. Mit Widmungsbrief an die Leser hrsg. von Nikolaus von Wyle. [Reutlingen: Michael Greyff?, nicht nach 1478]. 2°. – 216 Bl. – 230 x 175 mm. Lehrerbibliothek des Christianeums (ChriBib), Sign. S 21/7 BSB-Ink P-519. GW M33709. ISTC ip00716000. Bod-Inc P-316. Schlechter/Ries 1486. Sack: Freiburg 2885. BüVerzKohl S.76. KatCilano 21, S. 7. Claussen 31. Reproduktionen: München BSB (Digitalisat) Notata im Vorderspiegel, auf dem vorderen Vorsatz und auf  Blatt 1r. Wenige Marginalien, Anstreichungen und Maniculae, durch … Inkunabel (6) weiterlesen

Inkunabel (5)

MELBER, Johannes: Vocabularius praedicantium. Nürnberg: Peter Wagner, 18.VIII.1483. 4°. – 170 Bl.; 1 Leerblatt vorne. – 195 x 150 mm. Lehrerbibliothek des Christianeums (ChriBib), Sign. S 82/11. BSB-Ink M-312. GW M22708. ISTC im00462000. BüVerzKohl S.76. KatCilano 82, S. 11. Claussen 31. Reproduktionen: München SB (Digitalisat) Notata auf dem vorderen Vorsatz (Bleistift 20. Jahrhundert: „S. 82 gedrucktes Verzeichnis nr. 31“) und auf dem Leerblatt vorne mit einem Verweis auf den 1477 in Köln gedruckten „Vocabularius Teutonista oder Teutschländer“ des Gert van der Schuren (1411?-1496; GW … Inkunabel (5) weiterlesen

Inkunabel (4)

THEODULUS: Ecloga. Mit Komm. Leipzig: Konrad Kachelofen, 1492. 4°. – 62 Bl. – 200 x 140 mm. Lehrerbibliothek des Christianeums (ChriBib), Sign. S 136/15 BSB-Ink T-153. GW M45871. ISTC it00149000. Bod-Inc T-084. BüVerzKohl S. 71. KatCilano 136, S. 15. Claussen 40. Reproduktionen:  Wolfenbüttel HerzogAugustB (Digitalisat) Blatt 1v Holzschnitt.  Gedruckte Blattzählung folium II bis  XXXXXXII. Signaturen. Durchgehend rot rubriziert, teilw. rot hervorgehobene Schlüsselwörter am Rand. Zwei rote Initialen Blatt 2r und 2v. Reste bunten Sprenkelschnitts. Eintrag im Vorderspiegel: alte ChriBib-”Bruchsignatur” 136q/15. ChriBib-“Blumenkorbstempel” und “S”-Stempel auf dem Titel, … Inkunabel (4) weiterlesen

Neues Blog zu “Inkunabeln”

Aus der Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz, wird seit kurzem zu Inkunabeln gebloggt: • Inkunabeln. Beiträge aus dem Referat Inkunabeln Das Blog läuft im Blog-Netzwerk für Forschung und Kultur der Berliner Staatsbibliothek.  Initiatoren und (bisherige) Autoren der Inkunabel-Seite sind Oliver Duntze und Falk Eisermann, Staatsbibliothek zu Berlin. In der Vorstellung des Blogs schreibt Oliver Duntze: […] An dieser Stelle sollen in loser Folge interessante Ergebnisse aus der täglichen bibliographischen Arbeit am Gesamtkatalog der Wiegendrucke (GW) vorgestellt werden. Insbesondere werden wir regelmäßig auf ‚Neufunde‘ – … Neues Blog zu “Inkunabeln” weiterlesen

Inkunabeln in Gymnasialbibliotheken: Rastatt

Die historische Bibliothek im Ludwig-Wilhelm-Gymnasium Rastatt geht auf eine Sammlung des 18. Jahrhunderts zurück; sie zählt sich “heute zu den fünf bedeutendsten Sammlungen ihrer Art in ganz Deutschland”. 1 Die umfangreichen Inkunabelbestände dieser Gymnasialbibliothek sind bei INKA Tübingen erfasst und in einem Katalog abrufbar unter Rastatt Hist.Bibl.2 Verzeichnet sind 156 Ausgabe und 166 Exemplarnachweise, die alphabetisch geordnet sind.  Beschreibungen der einzelnen Exemplare belegen, dass die Inkunabeln per Inaugenscheinnahme geprüft worden sind und sich am angegebenen Ort befinden.3 Abbildung Quelle (ohne nähere Angaben) Siehe auch bibliotheca.gym: … Inkunabeln in Gymnasialbibliotheken: Rastatt weiterlesen

Inkunabeln in Gymnasialbibliotheken: Rastatt

Die historische Bibliothek im Ludwig-Wilhelm-Gymnasium Rastatt geht auf eine Sammlung des 18. Jahrhunderts zurück; sie zählt sich “heute zu den fünf bedeutendsten Sammlungen ihrer Art in ganz Deutschland”. 1 Die umfangreichen Inkunabelbestände dieser Gymnasialbibliothek sind bei INKA Tübingen erfasst und in einem Katalog abrufbar unter Rastatt Hist.Bibl.2 Verzeichnet sind 156 Ausgabe und 166 Exemplarnachweise, die alphabetisch geordnet sind.  Beschreibungen der einzelnen Exemplare belegen, dass die Inkunabeln per Inaugenscheinnahme geprüft worden sind und sich am angegebenen Ort befinden.3 Abbildung Quelle (ohne nähere Angaben) Siehe auch bibliotheca.gym: … Inkunabeln in Gymnasialbibliotheken: Rastatt weiterlesen

Inkunabeln in Gymnasialbibliotheken: Hamburg

Dass die Freie und Hansestadt Hamburg heute zwei “lebende” Gymnasialbibliotheken ihr eigen nennen kann, hängt mit der Geschichte der beiden Städte Hamburg und Altona zusammen.  Das Johanneum wurde bereits im frühen 16. Jahrhundert in Hamburg gegründet.  Altona, elbabwärts vor den Toren Hamburgs gelegen und seit 1664 mit Stadtrechten des Herzogtums Holstein ausgestattet, richtete sich 1738 ein Gymnasium academicum ein, das Christianeum.  1937 wurde die Stadt Altona im sogenannten Groß-Hamburg-Gesetz zum Bezirk Hamburgs erklärt. Beide Anstalten konnten ihre Bibliotheken, einschließlich ihrer Inkunabeln, bis heute in … Inkunabeln in Gymnasialbibliotheken: Hamburg weiterlesen