Planet History

Author Archive for Florian Sepp

Tagungsbericht: „Dorf – Musik – Leben. Die Sachranger Notensammlung geht in die die Welt“. Zum 175. Todestag des Müllner Peter von Sachrang

Der 175. Todestag des Peter Huber (1766-1843), genannt Müllner Peter, aus Sachrang im Jahr 2018 war Anlass, seinem Leben und vor allem seiner Musiksammlung eine Tagung zu widmen. Zuletzt war dies 1993 der Fall gewesen. Die diesjährige Tagung widmete sich vorwiegend der vergleichenden Einordnung des als…

Die Tegernseer Schlossbibliothek und ihr Ende

Nur kurz fand im August 2014 der Verkauf der Schlossbibliothek Tegernsee Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und der Wissenschaft. Um dennoch diese spannenden Vorgänge um diese durchausinteressante Adelsbibliothek nicht gänzlich in Vergessenheit geraten zu lassen, wurde folgende Dokumentation zusammengestellt. Denn sowohl die Bibliothek selbst, als auch der Weg zu ihrer Veräußerung waren hochspannend. Historischer Hintergrund: Kloster und Schloss Tegernsee Das Benediktinerkloster Tegernsee, gegründet im 8. Jahrhundert, war eines der bedeutendsten Klöster Altbayerns. Es wurde, wie alle anderen bayerischen Klöster 1803 aufgehoben. Die umfangreiche Bibliothek gelangt in Staatsbesitz. 1817 erwarb König Maximilian I. von Bayern die Klosteranlage und ließ sie in den folgenden Jahren durch Leo von Klenze zum königlichen Sommerschloss umbauen. 1875 ging das Schloss durch Erbgang innerhalb der Familie an die wittelsbachische Seitenlinie der Herzöge in Bayern über, die es heute noch (zusammen mit Wildbad Kreuth) besitzen. Die Seitenlinie der Herzöge in Bayern geht zurück auf den Pfalzgrafen Wilhelm von Pfalz-Gelnhausen (1752-1837), der 1799 den Titel eines Herzogs in Bayern erhielt. Die herzogliche Linie starb 1973 aus, wurde aber durch Adoption aus der Hauptlinie fortgesetzt (Max in Bayern, geb. 1937).[1] Vom „Psallierchor“ zur Bibliothek Die in Rede stehende Bibliothek hat nichts mit der ehemaligen Klosterbibliothek zu tun. Sie wurde erst nach […]

Filmvorführung: Historische Filmdokumente zum NSDAP-Parteizentrum

21. Januar 2014, 18.15 Uhr Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Katharina-von-Bora-Str. 10, 80333 München, Vortragssaal 242 Historische Filmdokumente zum NSDAP-Parteizentrum am Königsplatz und zur Großen Deutschen Kunstausstellung 1937 Einführung: Iris Lauterbach, Zentralinstitut für Kunstgeschichte Buchpräsentation: Ulrike Grammbitter und Iris Lauterbach, Das Parteizentrum der NSDAP in München, München/Berlin (DKV Edition), zweite Auflage und englischsprachige Ausgabe Weitere Informationen zum Veranstaltungsprogramm: http://www.zikg.eu/veranstaltungen Zentralinstitut für Kunstgeschichte Katharina-von-Bora-Straße 10 D-80333 München Tel.: (089) 289-27556 Fax.: (089) 289-27607 E-Mail: direktion@zikg.eu Web: http://www.zikg.eu __________________________________________________ E-Mail-Forum „Geschichte Bayerns“ Redakteur vom Dienst: Dr. Stephan Deutinger redaktion@geschichte-bayerns.de http://www.geschichte-bayerns.de/ __________________________________________________

Neue Datenbanken in DBIS (2. Folge)

Ins Datenbank-Infosystem DBIS wurden in den vergangenen Tagen zwei interessante Datenbanken mit Bayernbezug aufgenommen:  Bestände des Bayerischen Wirtschaftsarchivs “Die Datenbank bietet Zugriff zu den Beständen und Findbüchern des Bayerischen Wirtschaftsarchivs. Gemäß Artikel 14 des Bayerischen Archivgesetzes können die Industrie- und Handelskammern dem BWA ihr archivwürdiges Schriftgut zur dauerhaften Aufbewahrung übergeben. Darüber hinaus übernimmt und erschließt das BWA Archivgut von Unternehmen – vorrangig aus den Bereichen Industrie, Handel und Dienstleistungen –, das vor Ort nicht entsprechend gepflegt werden kann oder von der Vernichtung bedroht ist. Auch Unterlagen von Verbänden und Vereinen sowie Nachlässe und Privatarchive aus dem Bereich der Wirtschaft finden Aufnahme. Damit leistet das BWA einen maßgeblichen Beitrag zur Dokumentation der wirtschaftlichen Entwicklung Bayerns und seiner Regionen seit dem Eintritt in das Zeitalter der Industrialisierung.” Bestände des Stadtarchivs Nürnberg “Das Stadtarchiv Nürnberg archiviert stadtgeschichtlich wichtige Unterlagen, die bis ins 11. Jahrhundert zurückreichen. Da jedoch noch nicht alle Bestände online zugänglich sind, empfiehlt sich in jedem Fall auch eine Kontaktaufnahme mit dem Stadtarchiv. Für den Einstieg in die Online-Recherche bietet das Stadtarchiv Nürnberg zwei Möglichkeiten: Die “Beständeübersicht” bietet inhaltliche und formale Informationen über die Bestände des Stadtarchivs Nürnberg (Bestände mit Fotos und Familienarchive (14.-20.Jh.). Von der Beständeübersicht aus kann man auf […]

Carmina burana digitalisiert

Seit kurzem steht eine der berühmtesten Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek online, die Carmina burana. Die eigentliche Handschrift Clm 4660 findet sch unter der URL: http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00085130/image_1 Die zur Handschrift gehörigen Fragmente (Clm 4660a) finden sich unter der URL: http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00085131/image_1

Denkmalpflege-Informationen Nr. 157 erschienen

Das Heft 157 der Denkmalpflege-Informationen des bayerischen Landesamts für Denkmalpflege ist erschienen und steht als PDF online. Es enthält u. a. Beiträge zum- neuen Generalkonservator des Landesamts, Mathias Pfeil über das Artilleristen-Kriegerdenkmal in Augsburg (Gerhard Hetzer) die Folgen des Bombenangriffs auf Augsburg 1944 Ausgrabungen in den Flughallen des Militärflughafens in Oberschleißheim archäologische Funde rund um Dünzing die Restaurierung der barocken Orgelflügel im Dom zu Freising die Baugeschichte der Stadtpfarrkirche in Neu-Ulm neue Forschungsergebnisse zum Karlsgraben Einsatz von 3D-Techniken für die Denkmalpflege die Alte Anatomie in Ingolstadt das Markgrafentheater in Erlangen Forschungen zum Alten Südfriedhof in München Die Doppelsprerre von Hirschau aus der Zeit des Kalten Krieges Spuren des Kalten Krieges in der bayerischen Kulturlandschaft u. a.

Symposium Hans Döllgast: Gestern – Morgen

Die nachfolgende Tagungsankündigung wurde aus dem Newsletter des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege e. V. übernommen. Was bleibt vom Bauen und Denken Hans Döllgasts? In Architektenkreisen ist der Baumeister und Hochschullehrer nach wie vor ein Begriff, im allgemeinen Bewusstsein eher weniger. Seine einfachen und beeindruckenden Lösungen in Schrift, Zeichnung, Sprache und Architektur zeigen eine freudige Konzentration auf das Wesentliche. Symposium 28. und 29. März 2014 | Neuburg a. d. Donau Aus Anlass des 40. Todestages von Hans Döllgast veranstaltet der Bayerische Landesverein für Heimatpflege in Zusammenarbeit mit den Hans-Döllgast-Hausfreunden ein Symposium. Kenner seines Werks, Schüler und junge Architekten werden aus unterschiedlichen Perspektiven Werk und Person beleuchten. Ergänzend dazu werden Möbel, Publikationen und Architekturmodelle von Hans Döllgast gezeigt. Wir möchten Sie zu dieser Veranstaltung im Stadttheater in Neuburg a. d. Donau sehr herzlich einladen. Der Eintritt ist frei. Anmeldung mit Angabe der Personenzahl ist unbedingt erforderlich bis zum 21. März 2014. Für Essen und Getränke wird ein Unkostenbeitrag von 20 Euro pro Tag erhoben. Anmeldung unter info@heimat-bayern.de Infos unter http://www.heimat-bayern.de/index.php/zeige/index/id/106/seite_id/4284 Wir freuen uns auf Ihr Kommen! Ursula Eberhard Bayerischer Landesverein für Heimatpflege e.V. Referat Baukultur | Landschaftspflege Ludwigstraße 23, Gartenhaus 80539 München T 089.286629-0  (Durchwahl -12) F 089.286629-28 mailto:ursula.eberhard@heimat-bayern.de http://www.heimat-bayern.de Programm Freitag, […]

Neuerscheinung: Archiv für Geschichte von Oberfranken 93 (2013)

Nach längerer Verzögerung ist Ende Februar der 93. Band des Archivs für Geschichte von Oberfranken erschienen. Ein gewisser Schwerpunkt liegt auf Beiträgen zu Jean Paul, dessen Geburtstag sich 2013 zum 250. mal jährte. Hager, Bruno: Jean Pauls Vorfahren im Mannesstamm Richter. Eine Korrektur bisheriger Forschungsergebnisse Hager, Bruno: Jean Pauls “geliebte Katharina Bärin”. Versuch einer biographischen Annäherung an des Dichters Jugendliebe Hennig, Helmut: Die “Sonderkommissare” der SA Künzel, Daniel: Naila im Nationalsozialismus 1933-1939 Meier, Monika: Oberfränkische Orte im Licht der Literatur. Jean Paul zum 250. Geburtstag Mintzel, Alf: Freimaurerei und Nationalsozialismus. Die Hofer Loge “Zum Morgenstern” und die “Gesetze der Menschlichkeit” Müller-Mateen, Robert M.: Die Lauensteiner Kulturtagungen 1917/1918 Neubauer, Michael: “Goldmacher” Krohnemans Tinctur Schaller, Helmut Wilhelm: Der Orientalist und Rabbiner Julius Fürst (1826-1899) als Prediger in der Bayreuther Synagoge Schwemmlein, Bernd: Die Bayreuther Stadtkirche als Wahrzeichen und die Geschichte ihrer Türmer Seißer, Peter: Das “Jean Paul Geburtszimmer” in Wunsiedel – eine neue Gedenkstätte zum 250. Geburtstag des Dichters Stark, Harald: Die Kapitulation der Plassenburg im Jahr 1806 und ihre weiteren Schicksale bis 1817 Steffel, Georg: Damals auf dem Lande Toussaint, Ingo: Juwelen für ein Schloss (Fantaisie) Zöberlein, Dieter: Aus der Geschichte der Pfarrei Heiligenstadt Quelle: http://www.hvo.franken.org/jahrbuch_4.html

Bayerische Staatsbibliothek restituiert Bücher aus dem Besitz der Münchner Kunsthändlerfamilie Bernheimer

Pressemitteilung der Bayerischen Staatsbibliothek vom 18. März 2014 Die Bayerische Staatsbibliothek hat am Dienstag, 18. März 2014, Bücher aus dem Besitz von Dr. Ludwig Bernheimer (1906-1967) an dessen Tochter Dr. Francisca Bernheimer zurückgegeben. Es handelt sich um sieben Bände aus der Reihe „The Spanish Series“ von Albert F. Calvert, die die Geheime Staatspolizei Ende des Jahres 1938 beschlagnahmt und anschließend der Bayerischen Staatsbibliothek übergeben hatte. Seit 2003 sucht die Bayerische Staatsbibliothek aktiv und in Eigeninitiative nach NS-Raubgut in ihren Beständen. Sie leistet damit ihren Beitrag, die Erklärung von Bund, Ländern und Kommunen zur Auffindung und Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturgutes, insbesondere aus jüdischem Besitz in die Praxis umzusetzen. Die Förderung durch die Arbeitsstelle für Provenienzrecherche und Provenienzforschung ermöglicht es ihr aktuell, ihre Recherchen weit voranzutreiben und Rückgaben durchzuführen. Zwischen November 1938 und Februar 1939 raubte die Geheime Staatspolizei 68 jüdischen Familien in München, darunter die renommierte Kunsthändlerdynastie Bernheimer, ihren Kunstbesitz. Diesem Beutezug ging der Novemberpogrom unmittelbar voraus, zu dessen Opfern die Familie Bernheimer ebenfalls zählte. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 kam es zu mutwilligen Zerstörungen am Geschäftshaus der Kunst- und Antiquitätenfirma L. Bernheimer am Lenbachplatz; wenig später folgte die Verhaftung von Kurt, Ludwig, Otto und Paul […]

Neue Datenbanken in DBIS (1. Folge)

Ins Datenbank-Infosystem DBIS wurden in den vergangenen Tagen zwei interessante Datenbanken mit Bayernbezug aufgenommen:   Online-Findmittel des Stadtarchivs Bamberg “Das Stadtarchiv Bamberg archiviert das Schriftgut der Stadtverwaltung Bamberg, der unter städtischer Verwaltung stehenden Stiftungen, der städtischen Schulen, Eigenbetriebe und Beteiligungsgesellschaften sowie – nach gesonderter Vereinbarung – Archive von Privatpersonen, Vereinen, Firmen u. a. mit besonderem Bezug zur Stadt Bamberg. Das Archiv sammelt auch Dokumentationsmaterial zur Geschichte der Stadt Bamberg. Das Archiv- und Sammlungsgut umfasst unterschiedliche Formen wie Urkunden, Akten, Pläne, Amtsbücher, Fotos (verschiedene Formate), Filme (verschiedene Formate), Mikrofilme, Mikrofiche, Plakate, Modelle usw. Das Archivgut erstreckt sich räumlich vorwiegend auf das Stadtgebiet, daneben aber auch auf das nähere und weitere Umfeld, soweit dazu städtische Einrichtungen Beziehungen unterhielten. Die Bestände reichen vom 13. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart.” Ludwig Senfl – Werke, Musikalische Quellen, Dokumente “Die Datenbank befindet sich derzeit noch im Aufbau und wird in den nächsten Monaten sukzessive ergänzt. Die Eingaben konzentrieren sich vorerst auf Kompositionen Senfls, die bisher nicht in einer Edition erschienen und somit schwerer zugänglich sind. Da das fertiggestellte Werkverzeichnis in englischer Sprache erscheinen wird, sind auch die Inhalte der Datenbank in Englisch erstellt. Dies ist auch bei Suchanfragen zu beachten. Um den Benützern der Datenbank […]

Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 100 (2013)

Der Jubiläumsband der Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg ist erschienen. Neben stadtgeschichtlichen Beiträgen enthält er zwei, die sich mit der Geschichte der Zeitschrift selbst beschäftigen. Michael Diefenbacher analysiert den Wandel in den behandelten Themen seit Erscheinen des ersten Bandes 1879, Matthias K. Braun untersucht den Verein und die Zeitschrift in der Zeit des Nationalsozialismus. Michael Diefenbacher 100 Bände MVGN – ein Spiegel der Nürnberg-Forschung Hans Becker / Matthias Kirchhoff Neuedition und Übersetzung des Memorials Berthold III. Tuchers (1386-1454) Hans-Otto Keunecke Anton Koberger. Familie und Verwandtschaft. Geschäftlicher Erfolg und soziale Stellung. Mit einem Exkurs: Das Kobergerwappen Bertold von Haller Die Pfinzing mit dem Adler und schwarz-gelb. Zugleich ein Beitrag zu den Geuschmid in Nürnberg und zu den Zollner-Geyer in Bamberg Claudia Valter Die Exlibris der Nürnberger Patrizierfamilie Pfinzing Johannes Staudenmaier Die Bamberger Anfänge des Nürnberger Großkaufmanns Georg Ayermann Andreas Flurschütz da Cruz Der Verkauf der Reichsritterlichen Ganerbenburg Rothenberg an Bayern 1661. Johann II. Wolf von Wolfsthal als Doppelagent zwischen Kurfürsten und Standesgenossen Claudia Maué Niemand mein Todt beweinen soll – Neue Forschungen zu den Epitaphien auf den historischen Nürnberger Friedhöfen Hans Gaab Die Mechanikerfamilie Bauer in Nürnberg Siegfried Kett Nürnbergs Weg ins elektrische Zeitalter Herbert Schott Von der […]

Buchvorstellung “Archäologie einer Herzogsstadt”

Dies ist ein Beitrag aus der Liste Bavaria: Bayerische Geschichte und Vorgeschichte _______________________________________________ Buchvorstellung “Archäologie einer Herzogsstadt” 13. März 2014, 11.00 Uhr Stadtmuseum – Barocksaal Historischer Verein Ingolstadt e. V. Die “Beiträge zur Geschichte Ingolstadts” widmen sich herausragenden Beständen in Stadtarchiv und Stadtmuseum oder richtungweisenden Epochen der Stadtgeschichte wie der Entstehung Ingolstadts in der Karolingerzeit oder dem Schicksal der Stadt im Dreißigjährigen Krieg. Mit den nun vorgestellten Bänden werden neue Erkenntnisse zu einem weiteren zentralen Kapitel der Stadtgeschichte, der Stadtwerdung, veröffentlicht. Für ein Auswertungsprojekt der Ingolstädter Stadtkerngrabungen am Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Universität Tübingen sind mehrere archäologische Untersuchungen ausgewählt worden, um gezielt der Frage nach der Entstehung der Stadt Ingolstadt nachzugehen. Sie sollten nicht in der üblichen Art und Weise komplett vorlegen, sondern durch Markus Wolf nur im Hinblick auf diese Fragstellung bearbeitet werden. Begleitend zu seiner Arbeit untersuchte Andrea Orendi die besonders aussagekräftigen mittelalterlichen Feuerungsanlagen, die in der Ingolstädter Altstadt ausgegraben worden waren. Ihre Erkenntnisse sind in zwei Teilbänden zusammengefasst, die unter der Überschrift “Archäologie einer Herzogsstadt” erscheinen. Die enge Zusammenarbeit von Bayerischem Landesamt für Denkmalpflege, Stadt Ingolstadt und Universität Tübingen hat dieses Projekt erst ermöglicht.

Neuerscheinung: Freisinger Archivgeschichte

Einer Pressemitteilung des Erzbischöflichen Ordinariats München und Freising war zu entnehmen, dass am Montag, 13. Januar 2014, in Freising eine wichtige Neuerscheinung vorgestellt worden ist: Roland Götz (Hg.), Vom Domberg nach München. Beiträge und Quellen zu Geschichte und Beständen der Freisinger Archive während und nach der Säkularisation (Schriften des Archis des Erzbistums München und Freising 18), Regensburg 2014. Der Band zeichnet den Weg der umfangreichen Archivbestände Freisings nach, die nach der Säkularisation 1802/1803 ihren Weg in unterschiedliche Archive in München fanden. Die Archive und Registraturen auf dem Freisinger Domberg verwahrten vor der Säkularisation den schriftlichen Niederschlag eines Jahrtausends kirchlichen Lebens, das bis ins achte Jahrhundert zurückreichende Schriftgut der fürstbischöflichen geistlichen und weltlichen Regierung, des Domkapitels und weiterer geistlicher Institutionen. Nach der Säkularisation nahm der bayerische Kurfürst die Bestände in Besitz. Auf unterschiedlichen Wegen gelangten sie nach München ins Bayerischen Hauptstaatsarchiv sowie ins Archiv des 1821 errichteten Erzbistums München und Freising. Die neue Veröffentlichung baut auf der Ausstellung „Verlust und Gewinn“ auf, die Archiv und Diözesanbibliothek des Erzbistums im Jahr 2003 anlässlich des 200. Jahrestags der Säkularisation zeigten. Die Veröffentlichung enthält neben dem Vortrag von Maria Rita Sagstetter weitere grundlegende Beiträge von Joachim Wild, ehemaliger Direktor des Bayerischen Hauptstaatsarchivs, und dem […]

Die Ferchl-Sammlung zur Geschichte der Lithographie – zu einer vergessenen Sammlung des 19. Jahrhunderts

Vorbemerkung Die Lithographie war im 19. Jahrhundert eines der am häufigsten verwendeten Verfahren für farbige Drucke. Die Geschichte der Lithographie hat auch eine starke bayerische Komponente. Sie wurde in München durch Alois Senefelder (1771-1834) erfunden und wurde intensiv durch die bayerische Vermessungsverwaltung verwendet. Noch heute verwahrt das nunmehrige Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in München in seinem Steinkeller mehr als 26.000 Steinplatten mit Kartenblättern (Flurkarte, topographischer Atlas). Verwendet wurde für die Steine vielfach der ebenfalls der aus Bayern stammende Solnhofer Plattenkalk. Eher durch Zufall kam der Verfasser dieses Beitrags zu diesem Thema. Im Rahmen seiner Tätigkeit als Mitarbeiter des Bavarica-Referenten der Bayerischen Staatsbibliothek erreichte ihn im August 2013 eine Nutzeranfrage zur Geschichte einer lithographiegeschichtlichen Sammlung des Franz Maria Ferchl, die sich zeitweise vollständig in der königlichen Hof- und Staatsbibliothek in München befand; ein Aspekt der Bestandsgeschichte der Bayerischen Staatsbibliothek, der bisher weitgehend unbekannt war.[1] Der Beitrag bietet eine Zusammenfassung des derzeitigen Standes der Recherchen zur Geschichte der Sammlung. Der Beitrag wurde am 7. Januar 2014 aktualisiert (Angaben zum Schicksal der Brockhaus-Sammlung).   Die Person Ferchl Franz Maria Ferchl (1792-1862)[2] war ein Münchner Privatgelehrter und Sammler, der mit Senefelder und seiner Familie befreundet war. Die Freundschaft ergab sich daraus, dass […]

Comment on Digitalisierte Zeitungen und OCR: Welche Forschungszugänge erlauben die digitalen Bestände? by Florian Sepp

Die Vernachlässigung der OCR in Deutschland hat einen guten Grund: Deutsch Zeitungen sind bis in die 1930 Jahre in Fraktur gedruckt worden. Eine der ersten Zeitungen, die von diesem Prinzip abwich, war der Völkische Beobachter. Bei Fraktur fällt die OCR ungleich schwieriger aus.

Die zwei größten Angebote an digitalisierten Zeitungen in deutschsprachigen Raum sind jedoch nicht erwähnt: Das Angebot der ÖNB, Anno; http://anno.onb.ac.at/ (Volltext) sowie Bavarica-Volltexte der BSB : http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/bavarica-volltexte
Die Bavarica-Volltexte enthalten das Fach „Ephemerides politicae“ (Eph.pol.) = Politische Zeitungen, das aber nur durchsucht wird, wenn es in der erweiterten Suche eigens zugewählt wird (es kann auch als einziges Signaturenfach ausgewählt worden). Auch diese Zeitungen liegen als Volltext vor.

Die BSB hat außerdem das Zeitungsportal Digipress: http://digipress.digitale-sammlungen.de/ Hier liegen zumindest zwei Organe im Volltext vor.

Dazu tritt dann noch das Projekt Zefys der Staatsbibliothek zu Berlin, ebenfalls mit Volltexten: http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/

Für eine Fragestellung des 17. Jahrhunderts dürfte die Suche in Eph.pol.-Beständen der Bavarica-Volltexte sicher die größte Ausbeute bieten.

Oberbayerisches Archiv 137 (2013) erschienen

Druckfrisch fand ich heute bei mir im Briefkasten den 137. Band des Oberbayerischen Archivs, der Zeitschrift des Historischen Vereins von Oberbayern, vor. Darin enthalten ist ein bunter Reigen interessanter Beiträge: Josef H. Biller, Das tragische Ende eines Frühvollendeten. Der Müncher Kupferstecher Johann David Curiger (1707-1737) – Herkunft, Leben und Werk, 9-63 Der Beitrag behandelt den bisher weitgehend unbekannten Münchner Kupfersticher Johann David Curiger, der 1707 in Augsburg als Sohn eines aus Einsiedeln in der Schweiz stammenden Schreiners geboren wurde. Ab 1734 war Curiger in München tätig. Intensiver behandelt wird u. a. die Tätigkeit für das Kloster Ettal. Das Werkverzeichnis enthält 13 Nummern, hinter denen sich teilweise auch Kupferstichzyklen verbergen. Tragisch ist Curigers Ende, da er sich das Leben nahm. Richard Bauer, Held und Herzensbrecher. Die illustrierten militärischen und privaten Erinnerungsblätter von Wunibald Henzler (1750-1822), 64-75 Der Historische Verein von Oberbayern verwahrt in seinen Sammlungen ein Konvolut von 100 meist farbigen Zeichnungen von Wunibald von Henzler aus den Jahren 1785-1805. Henzler stammte aus Eglofs diente in der kaiserlichen, österreichischen Armee. Seine Zeichnungen entstanden größtenteils während der Koalitionskriege und wurde 1805 in den Ruhestand versetzt. Er starb 1822 in Friedeck bei Teschen (Österreichisch-Schlesien). Die Nachfahren schenkten die Bilder 1889 dem Historischen Verein. […]

190.000 zusätzliche Titel in der Bayerischen Bibliographie

Die Landesbibliographie hat in Bayern eine lange Tradition, die bis weit ins 19. Jahrhundert zurückreicht. In den 1870er Jahren begannen die Arbeiten am umfassenden Alten Realkatalog der Bayerischen Staatsbibliothek, der Schrifftum aus der Zeit zwischen 1501 und 1952 nachweist. 1927 begann dann die  „Literarische Jahresrundschau“, die mit dem Berichtsjahr 1959 in die “Bayerische Bibliographie” überführt wurde. Seit dem Berichtsjahr 1988 wird die Bayerische Bibliographie als Online-Datenbank geführt. Die Online-Datenbank der Bayerische Bibliographie wies bisher selbständiges und unselbständiges Schrifftum ab dem Erscheinungsjahr 1988 nach. Im Rahmen regionaler Projekte wurde vereinzelt auch ältere Literatur erfasst. Anfang von Dezember 2013 wurde nun der Datenbestand deutlich in die Vergangenheit erweitert und rund 190.000 bayernbezogene Titelaufnahmen aus dem Bavarica-Fach der Bayerischen Staatsbibliothek sowie den Franconica-Fächern der Universitätsbibliotheken Würzburg und Erlangen integriert. Rückwirkend sind damit auch Monographien aus der Zeit vor 1988 bis zurück bis in die Frühe Neuzeit dokumentiert. Insgesamt sind in der Bayerischen Bibliographie nun über 690.000 Titel enthalten. Links: – Bayerische Bibliographie – Bibliographien zu Bayern – ein Überblick

Die Vermessung Bayerns – 450 Jahre Philipp Apians Große Karte

Folgende Meldung zur Ausstellung wurde von der Homepage der Bayerischen Staatsbibliothek mit deren freundlicher Genehmigung übernommen. Die Vermessung Bayerns – 450 Jahre Philipp Apians Große Karte 16.11.2013-16.2.2014 Er ist erst 23, als er den Auftrag seines Lebens bekommt: Auf Geheiß von Herzog Albrecht V. soll Philipp Apian das gesamte Herzogtum Bayern erstmals vermessen und kartografisch erfassen – und damit die „Bairische Chronik“ des Johannes Aventinus ergänzen. 1554 reitet er los, zusammen mit seinem Bruder Timotheus und einem Zeichner. Der junge Mathematikprofessor Apian steigt auf Kirchtürme und Berge; er vermisst u.a. mit Jakobsstab, Quadrant, Sonnen- und Sternenuhr. „In schier sieben Summern“, bis 1561, bereist er das heutige Ober- und Niederbayern, die Oberpfalz, das Erzbistum und Hochstift Salzburg sowie das Bistum Eichstätt. Auch privat durchlebt Apian eine schicksalhafte Zeit: Sein Bruder stürzt bei den Vermessungsarbeiten vom Pferd und stirbt. Unterwegs begegnet er aber auch seiner späteren Ehefrau, der Rosenheimer Kastnerstochter Sabina Scheuchenstuel. Neun Jahre nach Erteilung des Auftrags, im Jahr 1563, ist es soweit: Philipp Apian kann dem Herzog das Ergebnis seiner Arbeit präsentieren – die „Große Karte“ von Bayern. Die auf Papierrollen gezeichneten Entwürfe hat er zu einer 5 x 5 Meter großen Karte ca. 1:45 000 ausgearbeitet; der Maler Bartholomeus […]

Veröffentlichungen der Kommission für bayerische Landesgeschichte 2013

Die Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften veranstaltet am 11. Dezember 2013 ihre traditionelle Buchvorstellung. Die Veranstaltung beginnt um 19.00 h und findet im Sitzungssaal der Philosophisch-historischen Klasse der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München, Alfons-Goppel-Str. 1, München, statt. Vorgestellt werden folgende Publikationen: Hannelore Putz, Für Königtum und Kunst. Die Kunstförderung König Ludwigs I. von Bayern (Schriftenreihe zur Bayerischen Landesgeschichte 164), München 2013. Martin Ott, Salzhandel in der Mitte Europas Alois Schmid/Hermann Rumschöttel (Hg.), Wittelsbacher Studien. Festgabe für Herzog Franz von Bayern Matthias Bader, Das Lehenswesen Herzog Heinrichs XVI. des Reichen von Bayern-Landshut : eine schriftgutkundliche Studie zur Herrschafts- und Verwaltungspraxis eines Territorialfürstentums in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts (Studien zur bayerischen Verfassungs- und Sozialgeschichte 30), München 2013. Gabriele Greindl/Gerhard Immler (Bearb.), Korrespondenz Kurfürst Maximilians I. 1645 Wolfgang Ehberger, Bayerns Weg zur parlamentarischen Demokratie. Die Entstehung der Bamberger Verfassung vom 14. August 1919 (Schriftenreihe zur bayerischen Landesgeschichte) Egon Boshof/Thomas Frenz (Bearb.), Die Regesten der Bischöfe von Passau. Band IV: 1283-1319 (Regesten zur Bayerischen Geschichte) Gabriele Schlütter-Schindler (Bearb.), Die Regesten der Herzöge von Bayern. Die Zeit der Herzöge Otto I. und Ludwig I. (Regesten zur Bayerischen Geschichte) Silvia Strodel/Wolfgang E. J. Weber, Augsburger Chronik des Georg Kölderer […]

Neue Open-Access-Internetplattform: Regensburger Beiträge zur Heimatforschung

Folgende Nachricht mit dem Hinweis auf die neue Internetplattform “Regensburger Beiträge zur Heimatforschung“, deren Herzstück die gleichnamige Open-Access-Schriftreihe ist,  lief soeben über den Mailverteiler von “Geschichte Bayerns“: Frischer Wind in der Regensburger Heimatforschung Neue Internetplattform für die regionale Heimatforschung jetzt online Auf der von der Universitätsbibliothek und dem Lehrstuhl für Bayerische Landesgeschichte an der Universität Regensburg getragenen Seite “www.heimatforschung-regensburg.de” werden aktuelle Nachrichten aus der Szene und ein “eForum” zum gegenseitigen Austausch angeboten. Das Herzstück aber ist die neue Open-Access-Schriftenreihe “Regensburger Beiträge zur Heimatforschung”. Regensburg. “Heimatforschung” – bei dem einen oder anderen mag dieser Begriff vielleicht ein etwas abschätziges Naserümpfen hervorrufen, aus welchen Gründen auch immer. Tatsache aber ist: Die Erforschung der Heimat hat seit jeher weites Interesse gefunden – übrigens nicht nur in Bayern. Und sie hat immer wieder Ergebnisse von hohem Rang erbracht – sei es durch Fachwissenschaftler oder sei es durch sog. Laien aus allen Berufen und Schichten. Woran der ungebrochene Zuspruch liegt? Zum einen daran, dass die Heimatforschung keine universitäre Spezialdisziplin ist, sondern sämtliche Bereiche der Landeskunde umfasst; zum anderen daran, dass die Heimatforschung die allgemeine Geschichte auf die Ebene kleiner, überschaubarer und vergleichsweise vertrauter Räume herunter bricht und hier deren Bedingungen und Entwicklungslinien sichtbar werden lässt. […]

Edition der Faulhaber-Tagebücher beginnt

Michael (von) Faulhaber (1869-1952) war eine der Schlüsselfiguren des bayerischen und deutschen Katholizismus in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zunächst Theologieprofessor wurde er 1910 Bischof von Speyer und 1917 Erzbischof von München und Freising, letzteres bis zu seinem Tod. Seit 1921 war er Kardinal. Sein Wirken fällt damit in die Zeit von Monarchie, Erstem Weltkrieg, Revolution und Räterepublik, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Zweitem Weltkrieg und den ersten Nachkriegsjahren bis in die frühe Bundesrepublik Deutschland. Faulhaber polarisierte schon Zeitgenossen und bis heute ist er Ziel heftiger, oft auch unsachlicher Kritik. Daher dürfte die heute, am 15. Oktober 2013, angekündigte Edition seiner Tagebücher von großem wissenschaftlichen Wert sein und zahlreiche neue Erkenntnisse zu Faulhabers Biographie und zur bayerischen (Kirchen-)geschichte erwarten lassen. Faulhaber führte seit 1911 Tagebücher (Besucherbücher), ergänzt durch Gesprächsnotizen. Diese Unterlagen standen der Forschung bisher nur eingeschränkt zur Verfügung, da sie Faulhabers letzter Privatsekretär, Johannes Waxenberger, nach dem Tod des Erzbischofs an sich genommen hatte. Erst 2010 gelangten die Tagebücher und weitere Unterlagen an das Erzbischöfliche Archiv in München. Doch noch ein zweiter Grund behinderte bisher die Auswertung der Tagebücher – sie sind fast durchgängig in Gabelsberger-Kurzschrift geschrieben. Gabelsbergers Kurzschrift war zwar um 1900 eines der am weitesten verbreiteten Kurzschriftsysteme; mit […]