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Author Archive for Geisteswissenschaft im Dialog

Englisch in der Wissenschaft – Bedroht die Einsprachigkeit die Vielfalt und Qualität von Wissenschaft und Forschung?

Die viel beschworene und von der Politik mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit Deutschlands geforderte „Internationalisierung“ der deutschen Universitäten ist in den letzten Jahren mit einer zunehmenden Reduzierung der existierenden Sprachenvielfalt einhergegangen. Die englische Sprache dominiert in Vorträgen und Veröffentlichungen. Nur … Weiterlesen

Zum Anschauen: Einwanderungsland Deutschland? Migrationspolitik in lokaler Perspektive und globalem Vergleich

Am 3. Juni 2014 wurde in der Fritz Thyssen Stiftung in Köln das Thema “Einwanderungsland Deutschland? Migrationspolitik in lokaler Perspektive und globalem Vergleich” im Rahmen einer Kooperation mit der Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften und der Fritz Thyssen Stiftung … Weiterlesen

Kurzstatement Nr. 2 von Prof. Dr. Dr. h.c. Aleida Assmann zur DHI Veranstaltung: Im Gedenkjahr nichts Neues? Der Erste Weltkrieg und die Zukunft Europas

Die Franzosen und Engländer sind 1918 mit ganz anderen Gefühlen aus dem Krieg herausgegangen, den sie beide bis heute ‚den Großen’ nennen. Obwohl sie die Sieger waren, stand ihre Erinnerung vor allem im Zeichen der Trauer. Sie haben auch nicht … Weiterlesen

Kurzstatement Nr. 1 von Prof. Dr. Nikolaus Katzer zur DHI Veranstaltung: Im Gedenkjahr nichts Neues? Der Erste Weltkrieg und die Zukunft Europas

Das öffentliche Interesse am Ersten Weltkrieg, seinen Ursachen und Konsequenzen, ist inzwischen auch in Russland groß. Viele blicken auf den Großen Krieg zurück wie in einen fernen Spiegel, der die gegenwärtige Welt in vermeintlich vertrauten Bildern reflektiert. Doch ruft die … Weiterlesen

Kurzstatement Nr. 4 zu unserer Migrationsveranstaltung von Dr. Thomas Scheffler

Kontrastfall Libanon: Migrationsströme in einer multipolaren Gesellschaft mit schwachem Staat Was würde wohl aus der Bundesrepublik Deutschland werden, wenn sie neben ihren 80 Millionen Bürgern noch 40 Millionen Flüchtlinge aus anderen Staaten aufnehmen müsste? Ähnliches ist schon heute im Libanon … Weiterlesen

Kurzstatement Nr. 3 zu unserer Migrationsveranstaltung von Doç. Dr. Barbara Pusch

Seit der Anwerbung türkischer „Gast“-arbeiterInnen in den 1960er Jahren wird die Türkei in Europa primär als Entsendeland von MigrantInnen wahrgenommen. Schon in osmanischer Zeit jedoch war die Türkei auch Ziel von erheblichen Einwanderungsbewegungen. Vor allem in den letzten drei Jahrzehnten … Weiterlesen

Kurzstatement Nr. 2 zu unserer Migrationsveranstaltung von Dr. Lazaros Miliopoulos

Das Phänomen wachsender Migrationsbewegungen in entwickelten Ländern und die Herausbildung einer zunehmenden Transmigration im Zuge der Globalisierung – mit der Folge der Herausbildung entsprechend transnationaler Sozialräume – ruft die Frage hervor, ob und inwieweit kulturelle „Hybridisierungen“ erfolgen. Hybridität bezeichnet dabei … Weiterlesen

Einwanderungsland Deutschland? Migrationspolitik in lokaler Perspektive und globalem Vergleich

Grenzüberschreitende Migration ist ein globales, gesellschaftspolitisches Thema unserer Zeit. Die UNO geht von rund 232 Millionen Menschen aus, die entweder vor Kriegen oder Verfolgung flüchten oder der wirtschaftlichen Armut in ihrer Heimat entkommen wollen. Auch in Deutschland halten sich fast … Weiterlesen

Prof. Dr. Robert Fleck: Statement zu “Wer macht die Kunst?”

Der Kunstbetrieb bzw. das Kunstgeschehen können nicht abgekoppelt von ihrer historischen Entwicklung betrachtet werden. In mancherlei Hinsicht trifft die Aussage zu, dass das moderne Kunstgeschehen im Florenz der Renaissance entstand (Individualität des Künstlers, das Irdische und die Zentralperspektive, die trotz … Weiterlesen

Wer macht die Kunst? Künstler, Märkte und Mäzene von den Medici bis heute

Als Mäzene, Auftraggeber und Sammler haben die Medici die Florentiner Kunst und Architektur entscheidend geprägt. Die Blüte der Kunst der Renaissance ist ohne die beträchtlichen finanziellen Mittel, die sie investierten, kaum vorstellbar. Die von ihnen geförderten Künstler, wie Donatello, Michelangelo … Continue reading

Zum Ansehen: Verteilungskampf oder Solidarität?

Am 23. Oktober 2013 wurde in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften das Thema “Verteilungskampf oder Solidarität? Generationengerechtigkeit im Zeichen des demografischen Wandels” im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2013 – Die demografische Chance diskutiert. Es debattierten Christoph Butterwegge (Universität zu Köln), Dieter … Continue reading

Statement: Richard F. Wetzell “Neurowissenschaften, Willensfreiheit und Kriminalität”

I. Bei der Frage, inwieweit die Erkenntnisse der Neurowissenschaften die Willensfreiheit in Zweifel ziehen, ist es sinnvoll zu unterscheiden zwischen einer grundsätzlichen Kritik an der Willensfreiheit als Grundlage des Strafrechts und der auf einen konkreten Fall bezogenen Argumentation, dass ein … Continue reading

Statement: Reinhard Werth “Eine wissenschaftliche Diskussion der Willensfreiheit erfordert zunächst eine präzise Definition der Begriffe”

Experimente, in denen neuronale Prozesse registriert wurden, die eine bestimmte Entscheidung ankündigten, wurden als Nachweis dafür betrachtet, dass es keinen freien Willen gibt. Eine solche Schlussfolgerung ist jedoch bereits aus methodischen Gründen unzulässig. Es zeigt sich vielmehr, dass die Frage … Continue reading

Statement: John-Dylan Haynes “Auslesen von Gedanken aus der Hirnaktivität – Implikationen für unser Selbstbild ”

In den letzten Jahren hat die Kombination von bildgebenden Verfahren mit modernen Computeralgorithmen es zum ersten Mal ermöglicht, die Gedanken von Probanden mit erstaunlicher Genauigkeit aus ihrer Hirnaktivität zu dekodieren (sog. Brain Reading). Die Grundidee ist, dass jeder Gedanke mit … Continue reading

Hirngespinst Willensfreiheit? Wie die Neurowissenschaften unser Menschenbild beeinflussen

Die Willensfreiheit als Möglichkeit, sich zwischen Handlungsoptionen entscheiden zu können, bildet einen wichtigen Ausgangspunkt in unserem Denken über den Menschen – einige Neurowissenschaftler ziehen die Existenz eines freien Willens jedoch in Zweifel. Da alle Gehirnleistungen auf neurochemischen Vorgängen beruhen, ist … Continue reading

Statement: Dieter Frey “Wir brauchen ein totales Umdenken – Wir brauchen neue ‘Kulturen’”

Betrachtet man das Problem der Generationengerechtigkeit aus dem Blickwinkel der Psychologie, geht es hier um die Umsetzung von Fairness und Gerechtigkeit. Dabei gilt es vier Arten von Fairness zu unterscheiden, nämlich a) die Ergebnisfairness, b) die prozedurale Fairness, c) die … Continue reading

Statement: Christina Lubinski “Erste Hilfe für den ‘Rentner-Tsunami’? Zur Geschichte des demografischen Wandels und ihrer Beschreibung in Generationen”

Düstere Prognosen stehen im Zentrum der Geschichte des demografischen Wandels. In Dan Browns jüngstem Bestseller „Inferno“ kämpft der gutaussehende Harvard-Professor Robert Langdon gegen einen genialen Schurken, dessen Ziel es ist, der Überbevölkerung der Erde mit Hilfe eines künstlichen Virus ein … Continue reading

Statement: Bettina Muninmus “Generationenvertrag reloaded?! Warum wir einen neuen Pakt zwischen den Generationen brauchen”

Alternde Gesellschaften schrumpfen nicht nur, vor allem wandelt sich der Altersaufbau der Bevölkerung. Eine wachsende Zahl von Älteren im Ruhestand mit höherer Lebenserwartung steht bereits heute immer weniger erwerbstätigen Jüngeren gegenüber. Dabei sind die Älteren nicht nur zahlenmäßig überlegen, sie … Continue reading

Statement: Christoph Butterwegge “Demografischer Wandel und Generationengerechtigkeit”

Die demografische Entwicklung, d. h. die Veränderung der Bevölkerungs- und der Altersstruktur, kann nur bis zu einem bestimmten Grad wissenschaftlich exakt prognostiziert werden. Deshalb ist manche „bevölkerungswissenschaftliche“ Prognose eher Prophetie als exakte Berechnung. Oft handelt es sich um bloße Kaffeesatzleserei. … Continue reading