Planet History

Author Archive for Keywan Klaus Münster

Angermund im Rheinischen Städteatlas

Zu den 101 Städten, die bislang vom LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte im Rheinischen Städteatlas mit einer eigenen Publikation bedacht worden sind, gehört jetzt auch Angermund. Im Rahmen einer Feierstunde erfolgt am 18. Oktober 2016 um 18:00 Uhr im Saal der Pfarrgemeinde St. Agnes in Angermund (Graf-Engelbert-Straße 18, 40489 Düsseldorf) die Übergabe des Städteatlasses durch Mehr »

Joseph Teusch und die Kölner “Abwehrstelle gegen die antichristliche Propaganda”

Als „prägend und anregend, allerdings gelegentlich auch als vereinnahmend, ja, beschwörend“ habe man seine Predigten und Vorträge empfunden, erinnerte sich der spätere Kultusminister Paul Mikat in einem Gespräch mit Norbert Trippen.[1] In der Tat: Der am 15. Februar 1902 in Köln geborene Joseph Teusch war ein begnadeter Redner und damit auch ein allseits gerne gesehener Mehr »

„Yanks over Rhine“: Linz nach dem 7. März 1945

Mit dem ersten großen Fliegerangriff in der Nacht zum 25. August 1940 wurde die Gegend um Linz allmählich vom Hinterland zum Frontgebiet. Bis März 1945 folgten weitere Bombentreffer. Bei Kriegsende hatten alle Linzer Stadtviertel unter Bomben und Granattreffern gelitten. Am stärksten betroffen waren die Außenviertel, während die Altstadt weitgehend unversehrt geblieben war. Am 7. März 1945 überquerten amerikanische Streitkräfte den Rhein über die Ludendorff-Brücke zwischen Remagen und Erpel, besser bekannt als die so genannte „Brücke von Remagen“, und bildeten einen Brückenkopf bei Erpel, den sie innerhalb von … „Yanks over Rhine“: Linz nach dem 7. März 1945 weiterlesen

Offener Festvortrag von Prof. Dr. Gerd Krumeich und Prof. Dr. Gerhard Hirschfeld: Nicky – Willy, Juli 1914: Zwei Kaiser streiten über die Schuld am Weltkrieg

Die erste Etappe der „Eurovision“ schloss am 19.2.2015 um 20 Uhr mit einem öffentlichen Streitgespräch der beiden Historiker Gerd Krumeich und Gerhard Hirschfeld – alias „Nicky“ und „Willy“. In der Rolle der beiden verfeindeten Cousins stritt man im Kesselhaus des LVR-Industriemuseums über die Ursachen des Ersten Weltkriegs und griff damit die sich im Rahmen des Gedenkjahres 2014 scheinbar revitalisierende Kriegsschuldfrage auf. Neben Seitenhieben auf körperliche Defizite und Witzen über “misslungene” Reden, wurde zurecht auf den komplexen Gesamtzusammenhang der Geschehnisse der Julikrise hingewiesen. Eins erschien bei […]

Ausstellungseröffnung “Haus der europäischen Erinnerung” durch Milena Karabaic M.A. und Dr. Walter Hauser

Umrahmt vom Schulorchester der Joseph-Beuys-Gesamtschule Düsseldorf und der Big-Band des Gymnasiums des Gustav-Heinemann-Schulzentrums eröffneten Milena Karabaic und Walter Hauser die Ausstellung “Haus der europäischen Erinnerung” im LVR-Industriemuseum in Oberhausen. Die Eröffnung bildete den Höhepunkt der ersten Ertappe einer Tagung, die angesichts der intensiven öffentlichen Beschäftigung mit dem Ersten Weltkrieg nicht nur über zahlreiche Projekte, Ausstellungen und Initiativen resümierte, sondern sich gleichzeitig zum Ziel gesetzt hat, eine Verbindung zwischen Wissenschaft und Unterricht zu schaffen. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler hatten im Vorfeld Erinnerungsstücke zusammengetragen, die sie nicht nur durch Kollagen und Videos, sondern ebenso […]

Prof. Dr. Gerhard Hirschfeld: Großbritannien und der „Große Krieg“ 1920-2014

Hirschfeld wählt im Gegensatz zum vorherigen Vortrag von Krumeich einen anderen Zugriff, der weniger die historiographisch-inhaltliche Entwicklung in Großbritannien an sich berücksichtigt, als deren Stellung und Wirkung im Kontext der öffentlichen Stimmung und allgemeinen politischen Zielsetzungen. So erinnere man sich in Großbritannien an den Ersten Weltkrieg eindeutig als den „Großen Krieg“. Dies wird von Hirschfeld mit drei Argumenten untermauert: Die großen Opferzahlen und die entscheidende Rolle der ehemaligen Dominions. Die Tatsache, dass sich unter den gefallenen Soldaten (zumindest bis 1916) vorrangig Mitglieder der Mittel- […]

Prof. Dr. Gerd Krumeich: “1914” und die deutsche Geschichtsschreibung

Krumeich beginnt seinen Vortrag mit der Einschätzung, dass es zugegebenermaßen schwierig sei, die deutsche Historiographie zum Ersten Weltkrieg zu umreißen. Das wohl wichtigste Buch zur Thematik, „Die Schlafwandler“ des australischen Historikers Christopher Clark, habe erstaunliche Verkaufszahlen hervorgebracht. Woran dies liege, könne er zwar nicht genau bestimmen, jedoch seien Clarks Zweifel an der Alleinschuld des Deutschen Reiches, ein wohl nicht zu unterschätzender Grund. Haupthintergrund des „Clark-Syndroms“, so Krumeich, sei jedoch vielmehr die kollektive Wiederentdeckung des „Ersten Weltkrieges“ in der deutschen Öffentlichkeit. Ein damit zusammenhängendes Phänomen sieht Krumeich […]

Ausstellung: Wir ungereimten Rheinländer… Zwischen Aufbruch und Beharrung. Die Rheinlande und das literarische Leben 1900-1914

Ausstellung im Ernst-Moritz-Arndt-Haus vom 11. Februar bis 26. April 2015 Zur einhundertjährigen Wiederkehr des Kriegsausbruchs rekonstruierte das Heinrich-Heine-Institut das kulturelle Klima im wilhelminischen Rheinland vor dem Ersten Weltkrieg. Mit Leihgaben aus dem Kunstmuseum Bonn wird die Austellung nunmehr in zweiter Station im Ernst-Moritz-Arndt-Haus gezeigt. Im Zentrum der Ausstellung steht die Kunst- und Literaturzeitschrift »Die Rheinlande«, die als Organ des »Verbandes der Kunstfreunde in den Ländern am Rhein« erschien. Neben eher konservativen Literaten und Künstlern wie Richard Dehmel, Detlev von Liliencron oder Hans Thoma waren […]

Tagungsbericht: Aggression und Avantgarde. Kongress zum Verbundprojekt „1914 – Mitten in Europa. Das Rheinland und der Erste Weltkrieg“

Bericht von Thomas Schleper, Landschaftsverband Rheinland (LVR) Vom 23. bis 25.9.2013 fand im LVR-LandesMuseum Bonn der interdisziplinär angelegte Kongress „Aggression und Avantgarde“ statt. Mit Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen und des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz bildete er zugleich den Auftakt für ein Verbundprojekt, welches das LVR-Dezernat Kultur und Umwelt aus Anlass des Gedenkens an den Ersten Weltkrieg initiierte. Zum Kongress und seinen Ergebnissen, die auf etwa 50 Vorträgen basieren, erschien im Juni 2014 ein Tagungsband im Klartext-Verlag. In seinem Eröffnungsvortrag […]

Veranstaltungsreihe 1914-2014: Hundert Jahre “Großer Krieg” (Düren, April-November 2014)

Vor hundert Jahren brach der Erste Weltkrieg aus, die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts. Die Dürener Kulturinstitute Musikschule, Schloss Burgau, Stadtbücherei, Stadt- und Kreisarchiv, Theater Düren, Volkshochschule Rur-Eifel und Stadtmuseum Düren laden deshalb zu einer umfangreichen Veranstaltungsreihe. Nicht nur Ausstellungen, Vorträge oder Lesungen behandeln … Continue reading

Hörbuch “1914-1918 – Große Autoren erzählen vom Ersten Weltkrieg”

In diesem Jahr jährt sich der Ausbruch der „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ zum 100. Mal. Das Hörbuch “1914 – Große Autoren erzählen vom Ersten Weltkrieg” vertont aus diesem Anlass die Erfahrungen und Erlebnisse von 17 zeitgenössischen Autoren während der Kriegsjahre. Offenkundig ist der Bruch zwischen … Continue reading

Vortrag von Kolja Pilarek: Vorstellung des Projekts “Spurensuche 1914 im Museum”, 25.1., 14.10 Uhr

Der Vortrag wurde in ähnlicher Konzeption bereits auf dem LVR-Kongress „Aggression und Avantgarde“ gehalten Den Arbeitsauftrag des Projekts „Spurensuche 1914 im Museum“ an die aus Belgien, Frankreich, Polen und Deutschland stammenden Schüler lautete, sich in ihrem persönlichen und alltäglichen Umfeld … Continue reading

Vortrag von Andreas Weinhold: “Fotografie, Bildzensur und Bildpropaganda im Ersten Weltkrieg. Förderung historischer Bildkompetenzen anhand fotografischer Quellen aus dem Bildarchiv des LVR”, 25.9., 16.30 Uhr

Einleitend umreißt Weinhold an Beispielen, wie leicht die Zensur von Bildern bzw. Bildabschnitten die Sinnhaftigkeit des Mediums beeinflussen kann. An einem Foto des Kriegsfotografen Roger Fenton, welches während des Krimkrieges 1854 aufgenommen wurde und man die Kulisse durch das Anhäufen … Continue reading

Vortrag von Dipl.-Pol. Stephanie Widholm und Dipl.-Kulturwiss. Meike Komatowsky: „Bildungspartner NRW − Museen und Archive als Partner von Schulen“, 25.9., 15.30 Uhr

Komatowsky stellt zu Beginn die Initiative “Bildungspartner NRW” vor. Damit unterstützt sie die systematische Zusammenarbeit von Schulen und außerschulischen Partnern innerhalb der Kommune. Dies ist nicht nur für die Schüler ein Zugewinn, sondern auch für das Lehrpersonal, die jeweiligen Partner und schließlich … Weiterlesen

Vortrag von Prof. Dr. Nicolas Beaupré und Prof. Dr. Christoph Cornelißen: “Über den Rhein? Stimmen deutscher und französischer Intellektueller über die Rheinfrage vor und während des Ersten Weltkriegs”, 24.9., 17.00 Uhr

Cornelißen leitet mit dem bekannten Zitat, der Rhein verbinde als unnatürliche Grenze mehr als er trenne, in den Vortrag ein. Dem stellt er die ebenso verbreitete Ansicht gegenüber, dass der Fluss zwar national verbinde, international jedoch separiere. Als Ausgangspunkt steht seine … Weiterlesen

Vortrag von Christoph Roolf M.A.: “Rheinische Archive, Bibliotheken, Museen – Akteure deutscher Kulturgutraubplanungen ab 1914″, 24.9., 16.00 Uhr

Zu Beginn des Vortrages umreißt Roolf die einsetzenden Kulturraubplanungen als festen Bestandteil der internationalen Wissenschaftsbeziehungen, speziell jedoch der deutsch-französischen Konfliktgeschichte. Die während der Napoleonischen Kriege verloren gegangenen Kulturgüter sind seit 1815 nicht vollständig in den Besitz der jeweiligen Einrichtungen zurückgelangt. … Weiterlesen

Vortrag von Prof. Dr. Gerhard Hirschfeld und Prof. Dr. Gerd Krumeich: “Friedensutopie und Kriegsnotwendigkeit – Johann von Bloch und Friedrich von Bernhardi – ein Streitgespräch”, 24.9., 12 Uhr

Eine Einleitung des Streitgesprächs liefert Krumeich: Er selbst schlüpft in die Rolle Friedrich von Bernhardis; Hirschfeld hingegen stellt Johann von Bloch dar. Dabei soll ein historistischer Ansatz verfolgt werden, um letztlich die Akteure zu verstehen und das Geschehen nicht alleine … Weiterlesen

Vortrag von Prof. Dr. Olaf Blaschke und Dr. Helmut Rönz: “Der Krieg und die konfessionellen Milieus”, 24.9., 11.15 Uhr

Zu Beginn des Vortrages steht die oft vergessene Ergänzung der Aussage Wilhelms II., er kenne neben den Parteien auch keine Konfessionen mehr. Vor dem Hintergrund erwähnt Blaschke einleitend die zeitgenössische Hoffnung, dass sich mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges auch die … Weiterlesen

Vortrag von Dr. Ulrich Soénius: „Global und national – Die rheinische Wirtschaft vor dem Ersten Weltkrieg“, 23.9., 17 Uhr

Mit dem Verweis auf die Formulierung des zeitgenössischen Historikers Bruno Kuskes, der erste Eindruck der Rheinlande sei immer ein Wald an Schornsteinen (1914), charakterisiert Soénius das Rheinland einleitend als eins der am stärksten industrialisierten Territorien des Deutschen Reiches, in dem … Weiterlesen

Abstract zum Vortrag von Dagmar Hänel: Ort, Handlung, Erinnerung. Kriegsgedenken als rituelle Praxis

Bereits vor Beginn des Ersten Weltkriegs entstand ein ritueller Formenkanon zur kollektiven  Einordnung und Bewältigung von Kriegserfahrung. Ausgehend von materiellen Repräsentationen in Denkmälern entwickelte sich eine symbolische Choreographie zur Erinnerungskultur, ihre rituellen Formen wie Trauermarsch und Kranzniederlegung werden bis heute … Weiterlesen

Abstract zum Vortrag von Dominik Geppert und Thomas Weber: Militärische und geistige Mobilisierung an den Universitäten Bonn und Oxford

“Wir untersuchen Bonner wie Oxforder Professoren und Studenten sowohl vor 1914 als auch während des Krieges. Dies geschieht in einer doppelten Vergleichsperspektive: erstens intergenerationell zwischen den oft noch vor der Reichsgründung bzw. im mittelviktorianischen England geborenen Professoren auf der einen … Weiterlesen

Abstract zum Vortrag von Silke Fehlemann und Arndt Weinrich: Erziehung zwischen Krieg und Frieden. Frankreich und Deutschland (1871-1914)

Der Film „Das weiße Band“ setzte die gewaltbereite und autoritäre Erziehung der Kinder und Jugendlichen in einen deutlichen Bezug zu den Gewaltexzessen des zwanzigsten Jahrhunderts und zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Ohne Frage war der Erziehungsstil des beginnenden zwanzigsten Jahrhunderts … Weiterlesen