Planet History

Author Archive for Mareike König

DHI Paris: zwei Stellen im Bereich Digital Humanities zu besetzen (Frist: 12.4.2017)

Das Deutsche Historische Institut Paris sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt oder nach Vereinbarung eine/n wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in auf Postdoktorandenniveau (37 Stunden-Wochenarbeitszeit oder nach Vereinbarung) eine/n wissenschaftliche Mitarbeiter/in mit einem Promotionsprojekt (24 Stunden-Wochenarbeitszeit)  Das Deutsche Historische Institut Paris (DHIP) ist Teil der Max … Weiterlesen

Projektpräsentationen der digitalen Geschichte: Postersession beim #histag16 in Hamburg

Termin: Mittwoch, 21. September 2016 Uhrzeit: 15-16.30 Uhr Ort: Universität Hamburg, HWF-121 in Zusammenarbeit mit der AG Digitale Geschichte im VDH organisiert von Torsten Hiltmann und Mareike König Postersession im Rahmen des Historikertags in Hamburg mit Projektpräsentationen zur digitalen Geschichte. … Weiterlesen

Schaufenster in die Blogosphäre: Einladung zur offenen Session beim 51. Historikertag in Hamburg

Die Geschichtsblogosphäre ist groß und bunt1. Das wollen wir am Freitag, den 23.9.2016 von 12h00-13h00 in der Twitterlounge beim Historikertag in Hamburg zeigen. Bloggende sind eingeladen, sich und ihr Blog in zwei Minuten-Kurzpräsentationen vorzustellen. Aber Vorsicht: die Zeit wird gnadenlos … Weiterlesen

Veranstaltungen in der Twitter-Lounge beim Historikertag 2016 in Hamburg #Histag16

Die AG „Digitale Geschichtswissenschaft“ organisiert mehrere Veranstaltungen in der „Twitter-Lounge“ (HOF-122) auf dem Historikertag vom 20.-23. September 2016 in Hamburg. Hier das Programm mit Abstracts für die kleine Veranstaltungsreihe „Twitter für Historikerinnen und Historiker“. Microblogging hat sich in den Geisteswissenschaften und … Weiterlesen

CfP Historikertag 2016: “Digitale Methoden für die Geschichtswissenschaften: Praxisbeispiele”

“Digital Humanities” sind als Modeschlagwort in aller Munde. Doch ist vielen nicht klar, was sich für die Geschichtswissenschaften konkret hinter diesem Schlagwort verbirgt. Welche Methoden, Tools und Überlegungen kommen hier zur Anwendung? Wie sieht digitale Geschichte, sehen digitale Projekte im … Weiterlesen

Jenseits der Metaphorik: Experimente in den Digital Humanities #dhiha6

Wie kommen wir in den Geisteswissenschaften zu wissenschaftlichen Ergebnissen? Verkürzt gesagt durch die hermeneutische Interpretation von Texten, Bildern und Objekten, durch das narrative Füllen von Leerstellen, die uns diese aufgeben, durch spezifische Verknüpfungen, die in der Geschichtswissenschaft zumeist eine temporale Struktur aufweisen. Idealtypisch folgen wir dabei einer Fragestellung, verwenden standardisierte Methoden, bemühen uns um Berücksichtigung verschiedener Standpunkte und sind uns der eigenen Subjektivität beim Abfassen einer Darstellung bewusst. Für Experimente bleibt dort kein Platz, es sei denn, man meint Gedankenexperimente1 oder definiert schon das […]

Visualisierungen und historische Argumentation

Im Lektürekurs sowie im Proseminar beschäftigen wir uns mit Visualisierungen sowie den „Spatial Humanities“, also mit Raum als Analysekategorie in der Geschichtswissenschaft. Einleitend zu allgemeinen Fragen der Visualisierung und ihrem epistemologischen Wert lesen wir für das Proseminar einen empfehlenswerten Aufsatz von John Theibault, dessen wichtigste Aussagen hier wiedergegeben werden1. In schriftlichen historischen Darstellungen waren Bilder wohl schon immer präsent. Oftmals handelte es sich um Illustrationen, die nicht als explizites Argument dienten oder in Beziehung mit der These des Buches standen, aber zum Verständnis des […]

TwitterInterviews in der Lehre – wieso, weshalb, warum?

Die Betreuenden von „Uni Wien bloggt“ haben mich vor kurzem gebeten, auf dem Universitäts-Blog über den Einsatz von Sozialen Medien in meinen Seminaren zu berichten. Das habe ich mit dem Beitrag „Science 2.0 in der Lehre: Von Blogs, TwitterInterviews und Piratenpads“ gerne getan. Neben den im Titel erwähnten Pads für das gemeinsame Protokollieren und dem Wissenschaftsblog digitale:geschichte habe ich dort auch über unseren kollaborativ betreuten Twitteraccount @DH_UniWien sowie kurz unter der Überschrift „Neue Formate ausprobieren“ über das Twitternterview berichtet, dass wir mit @digitalpast durchgeführt […]

Richtlinien zur Bewertung digitaler Geschichtswissenschaft: ein Vorschlag der AHA

Die American Historical Association (AHA) hat mit den „Draft Guidelines on the Evaluation of Digital Scholarship [PDF]“ eine interessante Initiative gestartet, die auch in den Geschichtswissenschaften hierzulande diskutiert werden sollte: ein Richtlinienentwurf für die Evaluierung digitaler Geschichtswissenschaft. Ausgangspunkt ist die … Weiterlesen

Besuch im Digitalisierungszentrum der Österreichischen Nationalbibliothek

Am 16. April 2015 besuchten wir im Rahmen des Methodenkurs das Digitalisierungszentrum der Österreichischen Nationalbibliothek. Fotos durften wir dort leider nicht machen, nur später im Prunksaal, in dem wir im Anschluss die Ausstellung „Wien 1365. Eine Universität entsteht“ besuchten. Durch die Abteilung Digitale Services (ADS) führte uns sehr sachkundig und anregend die Leiterin der Abteilung, Christa Müller. Die Abteilung ist in einem großen Raum mit Tageslicht untergebracht. Vier Scanstationen unterschiedlicher Größe stehen dort. Hier werden neben den Repro-Aufträgen durch die Leserschaft vor allem wertvolle […]

Digital Humanities Experiments #dhiha6 – the program explained

We start off on Thursday, 11th June 2015, at 6 p.m. with a traditional conference format: a keynote speech by Julianne Nyhan, assistant Professor in Digital Information Studies at UCL’s Department of Information Studies. Her talk will be on “New paths through the histories of Digital Humanities: uncovering hidden contributions to Busa’s Index Thomisticus”. This keynote will be discussed by Claudia Mueller-Birn, assistant professor for Web Science/Human-Centered Computing at the Institute of Computer Science at Free University of Berlin. A live stream of the […]

Digitale Geschichtswissenschaft ist keine Wahl, sondern Realität

Im Lektürekurs und im Proseminar beschäftigt uns ein einleitender Aufsatz über digitale Geschichtswissenschaft besonders intensiv: der Beitrag von Gerben Zaagsma „On digital history“, erschienen 2013 in den BMGN und online hier zugänglich1. Ich halte diesen Beitrag für die derzeit beste Einführung in die Materie auf knappem Raum. Nach einem kurzen Überblick über die Geschichte der Digital Humanities2, erläutert er die Entwicklung in den Niederlanden sowie exemplarisch zwei Bereiche, in denen sich die Geschichtswissenschaft durch den digital turn besonders gewandelt hat und weiterhin wandelt. Dabei […]

Fünf Herausforderungen digitaler Methoden, oder: Ranke re-visited: digital herausfinden, „wie es eigentlich gewesen“?

Nachdem wir uns in der Einleitung mit Methoden generell auseinandergesetzt haben, geht es weiter mit den digitalen Methoden und den Herausforderungen, vor die sie die Geschichtsschreibung stellen. Rieder und Röhle1 zählen in ihrem grundlegenden Beitrag fünf Herausforderungen auf, von denen drei hier näher vorgestellt werden: 1. Die Verlockung der Objektivität Die erste Herausforderung besteht laut den Autoren darin, dass durch den Einsatz von „unbestechlichen“ Maschinen und Computern Forschungsergebnisse aus dem Bereich der Digital Humanities „objektiv“ erscheinen können. Das ist konträr dazu, dass die Geisteswissenschaften […]

Methoden der digitalen Geschichtswissenschaft – Einleitung #dguw15

Was sind digitale Methoden? Gar nicht so leicht, darauf eine konkrete Antwort zu finden, weder auf den einschlägigen DH-Webseiten noch in der Literatur. Fragestellungen, Methoden, Anwendungen werden dort meistens in einem Atemzug genannt. Im Methodenkurs, der als Format am Institut für Geschichte der Universität Wien in diesem Semester neu eingeführt wurde, diskutieren wir also zunächst darüber, was generell Methoden in der Geschichtswissenschaft sind, wozu sie dienen und wie sie sich im Digitalen verändern. Nicht allen ist klar, was mit Methoden gemeint ist. Die klassische […]

“Der Historiker von morgen wird Programmierer sein oder es wird ihn nicht mehr geben” #dguw15

Im Proseminar lesen wir außer den einleitenden Kapiteln von Peter Habers „Digital Past“ auch einen Text, dessen hier im Titel zitierter letzter Satz „l’historien de demain sera programmeur ou il ne sera plus“ oft zitiert wird, zumeist jedoch gekürzt und ohne den vollständigen Kontext1. Es handelt sich um den kurzen Beitrag „L’historien et l’ordinateur“ des französischen Mediävisten Emmanuel Le Roy Ladurie, 1968 in der Wochenschrift „Le Nouvel Observateur“ erschienen und wiederabgedruckt in einem Sammelband des Autors2. Der Beitrag ist weitsichtig und umreißt die auch […]

Digital Humanities über Werte definieren? #dguw15

Im Lektürekurs lesen wir das 2010 in Paris gemeinsam redigierte „Manifest der Digital Humanities“, anschließend den programmatischen Beitrag von Lisa Spiro „This is why we fight“, 2012 erschienen1. Darin schlägt sie eine Diskussion darüber vor, was DH vereint, und über gemeinsame Werte wie Offenheit und Kollaboration. Demnach unterscheidet sich die DH-Community von anderen Disziplinen in der Art und Weise, wie sie arbeitet: nämlich transparent, kollaborativ und über Online-Netzwerke. Das Besinnen auf gemeinsame Werte könnte der Gemeinschaft bei ihrem Zusammenschluss helfen, könnte den Forschenden als […]

Digitale Geschichtswissenschaft – Einleitung #dguw15

Im Proseminar und im Lektürekurs beginnen wir mit Texten, Gedanken und Diskussion zur Frage, was „Digital Humanities“ im Allgemeinen und was digitale Geschichtswissenschaft im Besonderen überhaupt sind und wie sie sich auf unsere Forschungs-, Kommunikations- und Publikationspraxis auswirken1. Zur Einstimmung und um einen ersten Eindruck von der Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten zu bekommen, schauen wir uns einige DH-Projekte an, über deren Umsetzung, Ästhetik, Einsatz von Musik und Text etc. wir anschließend diskutieren: Digitale Editionen: Briefwechsel von Vincent van Gogh Faksimile des Briefs, Abschrift und englische […]

digitale : geschichte #dguw15

Das Blog begleitet die Veranstaltungen von Mareike König als Gastprofessorin für Digital Humanities am Institut für Geschichte, Universität Wien im Sommersemester 2015. Dazu gehören: Proseminar: Einführung in die digitale Geschichtswissenschaft Lektürekurs: Digital Humanities und digitale Geschichtswissenschaft Methodenkurs: Digitale Methoden in der Geschichtswissenschaft Methodenworkshop: Anwendung von Methoden digitaler Geschichtswissenschaft Ziel des Blogs ist die Entwicklung und Verbreitung wissenschaftlicher Information rund um das Thema Digital Humanities mit Schwerpunkt digitale Geschichtswissenschaft. Materialien und Hinweise, die zumeist auf internen Uni-Lernplattformen versteckt bleiben, werden hier mit der Fachcommunity und […]

Ute Gerhard : Droit civil et genre en Europe de l’époque napoléonienne à la Seconde Guerre mondiale

Ute Gerhard, professeure à l’université de Francfort, présentera ses travaux sur “Droit civil et genre en Europe de l’époque napoléonienne à la fin de la Seconde Guerre mondiale” dans le cadre du séminaire “Genre et droit civil” du Labex “Genre et Europe” le 12 mars 2015, de 16h à 18h, au centre Panthéon, salle 216. Son propos sera discuté par Rainer Maria Kiesow (directeur d’études à l’EHESS). Resumé (deutsche Fassung siehe unten) Le code civil français de 1804, premier code de son temps à […]

Inhalt: Sensation – Publikationsort: Provokation. Handschriftenfund in Wissenschaftsblog veröffentlicht

Ein besonderes Geburtstagsgeschenk hat Klaus Graf, Mitglied der Redaktion von de.hypotheses, der Blogplattform zum dritten Geburtstag gemacht: Einen bedeutenden Handschriftenfund publizierte er nicht etwa in einer Fachzeitschrift, sondern in einem Wissenschaftsblog, dem Frühneuzeit-Blog der RWTH((1)). Damit besitzt die geisteswissenschaftliche Blogosphäre fortan ihren eigenen Beleg dafür, dass Blogs das Potential haben, wissenschaftliche Diskurse zu prägen und dass sie Zeitschriften als Publikationsort durchaus Konkurrenz machen können. Die ersten Rückmeldungen und Glückwünsche von Germanisten und Mediävisten sind eingegangen, weitere Publikationsangebote liegen vor, der Beitrag ist in zwei Bibliothekskatalogen nachgewiesen((2)), und früher oder später wird auch die Qualitätspresse auf diesen Fund aufmerksam. Weitgehend unbeachtet blieb in der wissenschaftlichen und bibliothekarischen Welt bisher jedoch die Form dieser Publikation, der Publikationsort selbst: einen “Fehdehandschuh (den) Klaus Graf da hingeworfen hat”((3)). Das ist erstaunlich, denn die Publikation des Sensationsfundes in einem Blog ist in dieser Form eine “Bombe”, so Eric Steinhauer, und weiter: “Hier wird ein Text im einem Blog publiziert, an dem NIEMAND, der sorgfältig wissenschaftlich arbeitet, vorbeigehen darf, will er sich nicht den Vorwurf unsauberer Arbeit gefallen lassen. Damit zwingt Klaus Graf die Zunft quasi ins Internet und in die Blogosphäre.”((4)). Wissenschaftsblogs, so hatte ich es für die Blogparade #wbhyp formuliert, geben Auskunft darüber, welches […]

Eine Brücke zwischen Journal und Blog: Interview mit Marko Demantowsky über „Public History Weekly“ #wbhyp

Mareike König (MK): Public History Weekly (PHW) ist ein Blogjournal zu den Themen Geschichte und Geschichtsdidaktik, das seit etwa eineinhalb Jahren auf den Verlagsseiten von Oldenbourg/De Gruyter im Open Access angeboten wird. Was genau ist ein Blogjournal, oder anderes: Was ist das „Bloghafte“ an Public History Weekly, was entspricht eher einem Journal? Mario Demantowsky (MD): Wir sind ein internationales und multilinguales Journal, das den öffentlichen Umgang mit Geschichte thematisiert, unsere BeiträgerInnen sind HistorikerInnen mit dem Schwerpunkt Geschichtsdidaktik und Geschichtskultur. Anfang September 2013 sind wir […]

Was Dreyfus mit der Dreyfusaffäre zu tun hat

Ist zur Dreyfusaffäre nicht schon alles gesagt? Nein, da waren sich die Teilnehmenden bei der Buchvorstellung des neuen, 1504-seitigen monumentalen zweibändigen Werks von Philippe Oriol einig: Nicht nur, dass mit einer systematischen Presseauswertung sowie Tagebüchern und Papieren einiger Protagonisten wie des Anwalts von Dreyfus bisher nicht ausgewertete Quellen für diese Darstellung herangezogen wurden. Auch gilt es nach wie vor, so die Meinung des Autors, die von den Anwesenden geteilt wurde, Aufmerksamkeit zu zeigen und alles zu tun, damit sich die Werke und Interpretationen der […]