Planet History

Author Archive for Marvin

archion.de: Kirchenbücher online erforschen

Ahnenforschung in alten Kirchenregistern: Seit dem 20. März 2015 hilft dabei auch das neue Kirchenbuchportal „Archion“. Hier können Interessierte evangelische Kirchenbücher online einsehen und von zu Hause aus erforschen. Entwickelt wurde das Portal von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Zusammenarbeit mit elf evangelischen Landeskirchen.

Stasi-Spionage an West-Universitäten

Welche Ziele hat die Stasi der DDR mit der Ausspähung bundesdeutscher Hochschulen und der Bespitzelung ihrer Mitarbeiter verfolgt? Und welche Informationen flossen durch „West-IM“ von westdeutschen Hochschulen in die DDR? Diese Fragen wollen Historiker im Projekt „Spionage an der Universität. Wirken und Einfluss des Ministeriums für Staatssicherheit an westdeutschen Hochschulen (1971–1989)“ ergründen.

Neues Projekt: Wirtschaftswende Ost

25 Jahre nach Mauerfall und Deutscher Einheit dokumentiert das Forschungsprojekt „Wirtschaftswende Ost“ die spannende Transformation der ostdeutschen Wirtschaft in den ersten Nachwendejahren. Im Gespräch mit Zeitzeugen wollen zwei Historiker persönliche Erinnerungen festhalten. Verbunden mit ergänzendem Archivmaterial werden diese auf der Webseite wirtschaftswende-ost.de gesammelt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Geschichts-App: Auf den Spuren der DDR-Opposition

Wer sich für die Geschichte der Opposition in der DDR interessiert, der kann sich ihr nun auch mit einer kostenlosen Smartphone-App nähern. Mit ihr lässt sich eine Stadttour durch Ostberlin unternehmen, die zu historischen Orten und Ausstellungen führt. Die App liefert dabei neben informativen Texten zahlreiche Abbildungen, Videos und Audios zum Thema.

Unterrichtsmaterialien zum Holocaust

Kurz notiert: Eine neue Webseite informiert über die Verfolgung jüdischer Deutscher und die Ermordung der europäischen Juden zwischen 1933 und 1945. Sie richtet sich vor allem an Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse sowie junge Erwachsene. Aber auch Lehrkräfte können hier Texte und Fotos für die jeweiligen Unterrichtsschwerpunkte ihrer Lerngruppen auswählen und zusammenstellen.

Essen: Ausstellung zur “Frauenarbeit im Ersten Weltkrieg”

Noch bis zum 28. Mai 2015 beschäftigt sich das Haus der Essener Geschichte (Stadtarchiv) in einer Kabinettausstellung mit der „Frauenarbeit im Ersten Weltkrieg in Essen“. Gezeigt werden zahlreiche Fotografien und auch Dokumente, die den Arbeitsalltag von Frauen und Mädchen auf den Essener Zechen und in den Betrieben an ausgewählten Beispielen verdeutlichen.

Stiftung Berliner Mauer: Neuer Besucherrekord 2014

Mit rund 1.055.000 Besuchern im vergangenen Jahr erreichte die Stiftung Berliner Mauer mit den Standorten Gedenkstätte Berliner Mauer und Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde einen neuen Besucherrekord. Durchschnittlich haben 2014 fast 2.900 Menschen pro Tag diese beiden historischen Orte von Mauer und Teilung in Berlin besucht.

CDU will ihre DDR-Vergangenheit aufarbeiten

Kurz notiert: Die CDU will offenbar ihre Geschichte als ostdeutsche Blockpartei von 1945 bis 1990 systematisch wissenschaftlich untersuchen lassen. Dazu soll eine unabhängige Kommission aus Wissenschaftlern und Zeitzeugen noch in diesem Jahr mit der Arbeit beginnen. Das bekräftigte Mike Mohring, Partei- und Fraktionschef der Thüringer CDU, in einem Interview mit der Thüringer Allgemeinen.

“Geld sofort”: Bislang unbekannte Heinz-Erhardt-Komödie

Ganze 37 Minuten lang und bisher völlig unbekannt: Der Heinz-Erhardt-Film „Geld sofort“ wurde vor kurzem in einem Nachlass in Wien entdeckt. Erhardt spielt darin einen jungen Mann kurz vor der Heirat, der für die Anschaffung von Fernseher und Kühlschrank einen Kredit benötigt – und dabei in die Fänge des betrügerischen Finanz-„Experten“ Direktor Ehrlich gerät. Am 6. Januar 2015 ist die Komödie aus der Wirtschaftswunder-Zeit nun erstmals Mal öffentlich zu sehen (ab 22.00 Uhr im NDR).

“Capital”: Neues Magazin zur Wirtschaftsgeschichte

Kurz notiert: Das Wirtschaftsmagazin „Capital“ hat seine Markenfamilie um das neu entwickelte Sonderheft „Capital History“ erweitert. Die erste (Anfang November 2014 erschienene) Ausgabe widmet sich auf 120 Seiten den großen Krisen der Weltwirtschaft aus fünf Jahrhunderten – von den Habsburger Kaisern bis zu den Dotcom-Flops der New Economy. Das neue Magazin zum Preis von 9,50 Euro ist mit einer Auflage von 30.000 Exemplaren gestartet. Zudem steht es auch als eMagazine und eBook zur Verfügung.

120 Jahre akademische Kinderheilkunde in Deutschland

Der erste deutsche Lehrstuhl für Kinderheilkunde wurde 1894 in Berlin eingerichtet, wie die Charité Berlin informiert. Das Universitätsklinikum erinnert an diesen wichtigen Meilenstein für die moderne Kinder- und Jugendmedizin mit einem öffentlichen Symposium und einer Ausstellung. Beleuchtet wird die Geschichte der Pädiatrie von den Anfängen bis in die Gegenwart sowie das Wirken Otto Heubners, des ersten ersten ordentlichen Professor für Pädiatrie in Deutschland.

Bundesrechnungshof: 300 Jahre externe Finanzkontrolle

Der Bundesrechnungshof feiert in diesem Jahr die 300. Wiederkehr der Geburtsstunde einer unabhängigen staatlichen Rechnungsprüfung. Von der 1714 durch König Friedrich Wilhelm I. gegründeten Preußischen General-Rechenkammer über diverse Umbenennungen im Königreich Preußen sowie im Deutschen Reich führt eine direkte Linie zur Gründung des Bundesrechnungshofes im Jahr 1950. Über diese Entwicklung informiert der Bundesrechnungshof mit einer Ausstellung und einer Jubiläumspublikation.

Operation “Mincemeat”: Ein toter Spion für Hitler

Kurzfristiger TV-Tipp: In der ARD läuft Montag Abend (3. November 2014) die TV-Dokumentation „Der Spion, der Hitler reinlegte“. Geschildert werden darin die Vorbereitungen der Alliierten zur Invasion in Sizilien. Dabei sollte ihnen insbesondere eine präparierte Leiche helfen, die Deutschen über ihre tatsächlichen Pläne in die Irre zu führen.

“Blätter für Genossenschaftsgeschichte” – Nr. 3/2014

Auf unserem Partnerportal „genossenschaftsgeschichte.info“ ist die neue Ausgabe der „Blätter für Genossenschaftsgeschichte“ erschienen. Thematisch geht es diesmal vor allem um verschiedene Jubiläen aus dem Genossenschaftsbereich, aber auch um den neuen Facebook-Auftritt der beiden Gründerväter Schulze-Delitzsch und Raiffeisen sowie die Initiative eines deutschen Universitätsprofessors, in Großbritannien neue Regionalbanken nach dem historischen Vorbild deutscher Volks- und Raiffeisenbanken zu gründen.

Ausstellung: Fürth und der Erste Weltkrieg

Kurz notiert: Das Stadtmuseum Fürth zeigt noch bis Mitte April 2015 eine Sonderausstellung über die regionalen Auswirkungen des Ersten Weltkriegs. Geschildert werden dabei sowohl die Situation in der „Kleeblattstadt“ zwischen 1914 und 1918 als auch das (Über-)Leben und Sterben der Fürther Soldaten an der Front.

Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2014/2015

Am 1. September 2014 ist der 24. Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten gestartet. Das Thema diesmal lautet: „Anders sein. Außenseiter in der Geschichte“. Der Wettbewerb will Kinder und Jugendliche unter 21 Jahren animieren, bei sich vor Ort auf historische Spurensuche zu gehen. 550 Geldpreise warten auf die besten Projekte auf Landes- und Bundesebene. Den Gewinnern winkt zudem ein Empfang durch den Bundespräsidenten. Einsendeschluss ist der 28. Februar 2015.

Neue Diskussion über Aberkennung von Stasi-Doktortiteln

In der anhaltenden Diskussion um die Aberkennung offensichtlich zu Unrecht erworbener Doktortitel wird auch mal wieder die Frage aufgeworfen, wie eigentlich mit den zu DDR-Zeiten durch die Offiziere und Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit (Mfs) erlangten akademischen Titel umgegangen werden soll. Berechtigt beispielsweise eine Promotion über die „Herbeiführung der Aussagebereitschaft von Beschuldigten durch Untersuchungsführer des MfS“ auch heute noch zur Führung eines Doktortitels? Ein Überblick…

Berlin: Streit um Lenins Kopf

In Berlin gibt es mal wieder Streit um die Reste einer alten Lenin-Statue. Der Kopf des im November 1991 im Stadtteil Friedrichshain abgebauten und im Wald von Berlin-Köpenick vergrabenen Denkmals sollte eigentlich für eine neue Dauerausstellung genutzt werden. Doch inzwischen mauert die Stadtverwaltung – sehr zum Unverständnis mancher Beteiligter.

“Zug in die Freiheit”: Preview bei Chemnitzer Filmnacht

Am 27. August lädt der MDR im Rahmen der Chemnitzer Filmnacht 1.000 Zuschauer auf den Theaterplatz zum Public Viewing des Doku-Dramas „Zug in die Freiheit“ ein. Der 90-minütige Film zeigt die Zugfahrt der Prager Botschaftsflüchtlinge 1989 nochmals durch die DDR bis ins bayerische Hof – eine Reise voller Ungewissheit, Bangen und Hoffen.

Herzogin Anna Amalia Bibliothek: 10 Jahre nach dem Brand

Herzogin Anna Amalia Bibliothek: 10 Jahre nach dem Brand Am 2. September 2004 brach in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar ein verheerender Brand aus, der das Gebäude und den wertvollen Buch- und Kunstbestand stark beschädigte. Zehn Jahre voller aufwendiger Restaurierungsarbeiten später steht der größte Teil der 118.000 vom Brand und den Brandfolgen beschädigten Bücher wieder der Benutzung zur Verfügung. Von den 50.000 gänzlich verbrannten Büchern konnten 10.000 bislang durch ein Exemplar der gleichen Ausgabe ersetzt werden.

Umfrage: Nur die Hälfte der Deutschen kennt Mauerbau-Datum

Nur 50 Prozent der Deutschen verbinden den 13. August 1961 mit dem Bau der Berliner Mauer. Zu diesem Befund kommt eine repräsentative Umfrage von Infratest Dimap im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Demnach ordnen 31 Prozent der Befragten das Datum anderen Ereignissen zu, jeder fünfte Deutsche kann es mit keinem historischen Ereignis verbinden.

Erhaltenes Stasi-Gästehaus in Frankfurt/Oder

Kurz notiert: 25 Jahre nach dem Fall der Mauer hat man im brandenburgischen Frankfurt/Oder ein ehemaliges Gästehaus der DDR-Staatssicherheit (wieder) entdeckt. Der Bau – inklusive Saunabereich, Friseursalon, Kellerbar und Geheimgang – diente zur konspirativen Bewirtung hoher Stasi-Funktionäre und IM’s, wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg berichtet.

Neue Heimat für deutsche Rundfunkgeschichte

Im Mannheimer Technoseum wird eine der wohl bedeutendsten Sammlungen zur deutschen Rundfunk- und Mediengeschichte entstehen. Hierzu übernimmt es die gesammelten historischen Objekte vom Südwestrundfunk und dem Deutsche Rundfunkarchiv. Dabei handelt es sich um insgesamt rund 5.500 Objekte – vom alten Rundfunkempfänger über Mikrofone bis zum komplett erhaltenen Rundfunkstudio aus den 1960er Jahren.

Die Katholiken und der Erste Weltkrieg

Kurz notiert: Anfang August vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg. Beim Blick darauf stehen meist die Konflikte zwischen den beteiligten Ländern sowie die Begeisterung und der nationale Enthusiasmus im Fokus. Doch wie wurde der Krieg und das mit verbundene Leid von den Kirchen gedeutet und legitimiert?

Hildburghausen: Dunkelgräfin ist keine Königstochter

UPDATE: Die Dunkelgräfin von Hildburghausen ist nicht Marie Thérèse Charlotte de Bourbon, Tochter von Marie Antoinette und Ludwig XVI. Das Wissenschaftsprojekt des Mitteldeutschen Rundfunks hat ein zweifelsfreies Ergebnis gebracht: Die DNA-Proben aus dem Grab in Hildburghausen stimmen nicht mit der weiblichen Linie Maria Theresias, der Mutter von Marie Antoinette, überein.

Der Erste Weltkrieg 1914-1918

Am 28. Juni 1914 ermordet ein serbischer Nationalist in Sarajewo den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand und seine Ehefrau – und legte damit die Zündschnur an das „Pulverfass Europa“: Österreichs Kriegserklärung an Serbien führte über Bündnisverträge und Beistandspakte zu einem Automatismus der Mobilmachung unter den europäischen Großmächten. Ab 1. August befand sich auch das Deutsche Reich im Kriegszustand und Kaiser Wilhelm II. rief sein Volk zu den Waffen.

Österreichisches Staatsarchiv: Virtuelle Ausstellung zum Ersten Weltkrieg

Österreichisches Staatsarchiv: Virtuelle Ausstellung zum Ersten Weltkrieg Das Österreichische Staatsarchiv macht in einer virtuellen Ausstellung rund 5.000 digitalisierte Archivalien über den Ersten Weltkrieg zugänglich. Diese sind in 23 Themengruppen geordnet und umfassen welthistorisch bedeutsame Dokumente wie etwa die Kriegserklärung an Serbien, die Prozessprotokolle gegen die Sarajevo-Attentäter, Akten und Dokumente zur operativen Kriegsführung und Kriegspropaganda oder das Protokoll der Waffenstillstandsverhandlungen in der Villa Giusti.

MDR lüftet das Geheimnis der “Dunkelgräfin”

Ist sie es oder ist sie es nicht? Die Frage, ob im Grab der Dunkelgräfin von Hildburghausen tatsächlich die französische Königstochter Marie Thérèse Charlotte liegt, wird wohl in Kürze geklärt. Für den 28. Juli 2014 hat der MDR – den das „letzte große Rätsel der Thüringer Geschichte“ seit 2012 umtreibt – eine neue Dokumentation über die Geschichte der geheimnisvollen Frau angekündigt.

100 Jahre Erster Weltkrieg: Bundesarchiv bietet Themenportal

Anlässlich des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges vor einhundert Jahren hat das Bundesarchiv auf seiner Webseite ein neues Online-Portal integriert. Dafür wurden mehr als 700.000 Seiten aus einschlägigen Akten sowie Bilder, Filme und Töne zum Ersten Weltkrieg digitalisiert. Ergänzt wird das Angebot mit zahlreichen Erklärungstexten sowie Hinweisen auf eigene Recherchemöglichkeiten und auf Veranstaltungen.

Siedlungsgeschichte interaktiv: Neue Ortsnamen-Karte

Als jüngstes Projekt seiner online abrufbaren Kartenanwendungen „nationalatlas.de“ präsentiert das Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) eine interaktive Deutschlandkarte der Ortsnamen. Die im Internet frei zugängliche Präsentation visualisiert die räumliche Verbreitung der Namen von Städten und Ortschaften und vermittelt so einen Einblick in die zweitausendjährige Siedlungsgeschichte unseres Landes.

APuZ-Edition: 100 Jahre Beginn des Ersten Weltkrieges

Anlässlich des 100. Jahrestages des Beginns des Ersten Weltkriegs veröffentlicht die Bundeszentrale für politische Bildung eine E-Book-Edition mit 22 Texte zum Ersten Weltkrieg und zur unmittelbaren Vorkriegszeit. Die Themen reichen vom Attentat von Sarajevo über die Kriegsschuldfrage bis hin zur Erinnerung an den „Großen Krieg“.

TV-Doku: “Hitlers Manager”

Kurzfristiger Fernseh-Tipp für heute Abend: Auf phoenix läuft ab 20.15 Uhr hintereinander weg die fünfteilige Dokumentation „Hitlers Manager“. Porträtiert werden Albert Speer, Wernher von Braun, Gustav und Alfred Krupp, Alfred Jodl sowie Ferdinand Porsche.

“Großbaustelle 793″: Karl der Große und der Rhein-Donau-Kanal

Noch bis zum 10. August 2014 zeigt das Römisch-Germanische Zentralmuseum zum 1200. Todestag Karls des Großen eine Sonderausstellung im Museum für Antike Schifffahrt. Mittelpunkt ist ein 793 n. Chr. auf die Initiative Karls des Großen entstandener schiffbarer Kanal, der Rhein und Donau verband. Die rund 300 Quadratmeter große Ausstellung basiert auf aktuellen Forschungen des DFG-Schwerpunktprogramms „Häfen von der Römischen Kaiserzeit bis zum Mittelalter“.