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Author Archive for Maximilian Alexander Trofaier

Äbtegalerieporträt von Abt Heinrich Ferenczy

Seit Kurzem ist die im Kapitelsaal befindliche Äbtegalerie des Schottenstifts um ein Gemälde reicher: Mit leichter zeitlicher Verzögerung wurde das neue Porträt des 2018 verstorbenen Abtes Heinrich Ferenczy (1988–2006) angebracht. Aus diesem Anlass gibt es auf der Website des Schottenstifts einen Bericht über die Äbtegalerie im Allgemeinen und das Gemälde im Speziellen von Kustos P. Augustinus Zeman. Das Stiftsarchiv war nicht nur in die erforderlich gewordene Neuhängung der Galerie, wofür auch auf historische Photographien zurückgegriffen wurde, involviert – auch für die lateinische Inschrift am … Äbtegalerieporträt von Abt Heinrich Ferenczy weiterlesen

Ina Serif: Chronik Jakob Twingers von Königshofen

Eine eben erschienene Monographie beschäftigt sich mit der um 1400 entstandenen deutschsprachigen Chronik des Straßburger Kanonikers Jakob Twinger von Königshofen, die in über 125 Handschriften überliefert ist: Ina Serif, Geschichte aus der Stadt. Überlieferung und Aneignungsformen der deutschen Chronik Jakob Twingers von Königshofen (Kulturtopographie des alemannischen Raums 11, Berlin–Boston 2020). Bei einem Großteil der bekannten Textzeugen handelt es sich nicht um bloße Abschriften, sondern um Exzerpte oder fortgesetzte Bearbeitungen. Zu diesen zählt auch die Historienbibel Cod. 263 (Hübl 205) des Schottenstifts, die in Serifs … Ina Serif: Chronik Jakob Twingers von Königshofen weiterlesen

Die Ephrussis am Schottengymnasium

In unmittelbarer Nachbarschaft des Schottenstifts, an der Ecke Universitätsring/Schottengasse, liegt das markante Palais Ephrussi, ein 1872/1873 vom Architekten Theophil von Hansen für den jüdischen Bankier Ignaz von Ephrussi erbautes Ringstraßenpalais. Einem breiteren Publikum bekanntgeworden ist das Schicksal der Ephrussis und ihres Palais durch die vor einigen Jahren erschienene Familiengeschichte The Hare with Amber Eyes des britischen Keramikers Edmund de Waal.1 Das Jüdische Museum Wien, dem die Familie de Waal 2018 das Familienarchiv der Ephrussis geschenkt hat, widmete sich vor kurzem mit der Ausstellung Die … Die Ephrussis am Schottengymnasium weiterlesen

Bestandsbeschreibung der Matrikenbücher

Auf den Bestand der Matrikenbücher der Schottenpfarre, der aus klimatischen Gründen sowie zur sicheren Verwahrung als Depositum im Stiftsarchiv aufgestellt ist, wurde an dieser Stelle bereits mehrmals eingegangen. Neben den Matriken der Schottenpfarre selbst enthält dieser Bestand auch Bücher anderer Institutionen, die sich im einstigen Pfarrgebiet befanden, aber als Hauspfarren über eine eigene Matrikenführung verfügten: des Großarmenhauses, des Krankenhauses Bäckenhäusel mit der Kapelle St. Rosalia, des Spitals (Gebärhauses) in der Rossau sowie von Maria am Gestade mit dem Passauer Hof. Nun wurde vom Stiftsarchiv … Bestandsbeschreibung der Matrikenbücher weiterlesen

Erstnennung der Wiener Stephanskirche

Der Ursprungsbau des Wiener Stephansdoms entstand bereits Mitte des 12. Jahrhunderts, in Schriftquellen finden sich aber lange Zeit keine oder nur indirekte Hinweise auf dieses neue Kirchengebäude.1 Die älteste dezidierte Nennung der Kirche mit ihrem Stephanus-Patrozinium datiert vom 30. März 1220 und findet sich in einer Urkunde des Schottenstifts. Der österreichische Herzog Leopold VI. beurkundet darin eine Schenkung des Grafen Konrad von Hardegg von Weingärten und Äckern zu Pulkau an das Schottenkloster. Ausstellungsort der Urkunde ist dabei die Wiener Stephanskirche (Actum publice in ecclesia … Erstnennung der Wiener Stephanskirche weiterlesen

Digitalisat von Terenz-Handschrift online

Seit kurzem ist eine weitere Handschriften des Schottenstifts online im Webportal „Manuscripta.at – Mittelalterliche Handschriften in Österreich“ als Volldigitalisat frei einsehbar: Cod. 212 (Hübl 218) wurde Mitte des 15. Jahrhunderts in Wien geschrieben und enthält die Komödien des antiken römischen Dichters Publius Terentius Afer. Die Digitalisate scheinen bereits vor 15 Jahren angefertigt worden zu sein, wurden jedoch erst jetzt auf einer CD-ROM wiederentdeckt und an das Institut für Mittelalterforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zur Online-Stellung weitergegeben! Acht Volldigitalisate von Handschriften des Schottenstifts finden … Digitalisat von Terenz-Handschrift online weiterlesen

Zwei Autographe Ludwig van Beethovens

Im heurigen Jahr wird allerorts des 250. Geburtstages des Komponisten Ludwig van Beethoven (1770–1827) gedacht. Dem kann sich auch das Schottenstift nicht entziehen! Im Archiv des Schottenstifts finden sich im Nachlass von P. Andreas Oberleitner (1789–1832), Mönch des Schottenstifts und Universitätsprofessor für orientalische Sprachen, zwei eigenhändige Schriftstücke Beethovens, ein Brief und ein Notenblatt. Diese sind derzeit im Rahmen einer Sonderpräsentation im Museum im Schottenstift zu sehen. Oberleitner erhielt die beiden Stücke auf eigenes Bitten hin von Beethovens Sekretär und späterem Biographen Anton Schindler (1795–1864). Der … Zwei Autographe Ludwig van Beethovens weiterlesen

Weihnachten 2019

O magnum mysterium et admirabile sacramentum, ut animalia viderent Dominum natum, iacentem in presepio. – O großes Geheimnis und wunderbares Sakrament, dass Tiere den neugeborenen Herrn sahen, in einer Krippe liegend. Mit diesem Fragment eines Chorbuchs aus der Zeit des irischen Konvents des Wiener Schottenklosters (2. Hälfte 12. Jahrhundert), dem vierten Responsorium aus der Vigil an Weihnachten, wünschen wir allen Leserinnen und Lesern ein gesegnetes Weihnachtsfest, besinnliche Feiertage und alles Gute im neuen Jahr!

Konstruierte Fremdheit der irischen Mönche

In der aktuellen Nummer der Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken (QFIAB) ist ein kurzer Aufsatz von Stiftsarchivar Maximilian Alexander Trofaier erschienen: Maximilian Alexander Trofaier, Konstruierte Fremdheit. Die Beziehungen der irischen Mönche des Schottenklosters in Wien zu ihrem Umfeld, in: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken 99 (2019) 18–26. Es handelt sich dabei um die Verschriftlichung eines Vortrags, den der Autor im September 2018 am Deutschen Historikertag in Münster im Rahmen der Sektion „Sprach- und ethnische Konflikte in Klöstern nördlich … Konstruierte Fremdheit der irischen Mönche weiterlesen

Überlegungen zur Anlage einer Bildsammlung

Bereits seit einiger Zeit wird im Archiv des Schottenstifts an der Anlage einer eigenen Bildsammlung gearbeitet. Sowohl von außen als auch hausintern war das Archiv immer wieder mit Anfragen zu Fotografien konfrontiert worden, die aber in den meisten Fällen nicht wirklich zufriedenstellend beantwortet werden konnten. Dies lag vor allem daran, dass sich Fotografien und andere Abbildungen, konservatorisch schlecht verwahrt, verstreut in unterschiedlichen Beständen des Archivs befanden, was eine gezielte Suche nach einzelnen Bildern kaum erlaubte. Die fachgerechte Verwahrung, Ordnung und Verzeichnung dieses nicht unbedeutenden … Überlegungen zur Anlage einer Bildsammlung weiterlesen

Einladung November 2019: Benefizführung beim Schottenadvent

Beim diesjährigen Schottenadvent, dem Adventmarkt der Schottenpfarre, findet am Freitag, 29. November 2019, 15.00 Uhr, wieder eine spezielle Benefizführung mit Stiftsarchivar Maximilian Alexander Trofaier zum Thema „Advent und Weihnachten in der Stiftsbibliothek – ein zweiter Blick“ statt. Für die Teilnahme wird eine Spende von € 10,- pro Person zugunst der SCHOTTEN+SOLIDARITÄT erbeten; zwei Drittel des Betrags kommen Projekten in der Dritten Welt zugute, ein Drittel der Pfarrcaritas der Schottenpfarre. Treffpunkt für die Führung ist beim Eingang zur Aula des Schottenstifts. Das vollständige Programm des … Einladung November 2019: Benefizführung beim Schottenadvent weiterlesen

Das Memoriale reformacionis ad Scotos und das Schottenkloster im 15. Jahrhundert

Eben ist ein umfangreicher Aufsatz von Stiftsarchivar Maximilian Alexander Trofaier in der aktuellen Nummer der Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige (SMGB) erschienen: Maximilian Alexander Trofaier, Monastisches Gedächtnis und monastische Realität im Wiener Schottenkloster des 15. Jahrhunderts im Kontext der Melker Reform. Das Memoriale reformacionis ad Scotos – Edition und Kommentar, in: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige 130 (2019) 89–182. Wie kaum eine andere Quelle hat das kurze Memoriale reformacionis ad Scotos das Bild der … Das Memoriale reformacionis ad Scotos und das Schottenkloster im 15. Jahrhundert weiterlesen

Tierische Entdeckungen

Ab der diesjährigen Langen Nacht der Museen am 5. Oktober 2019 gibt es einen neuen fokussierten Rundgang im Museum im Schottenstift. In allen Räumen des Museums können tierische Entdeckungen gemacht werden, ziehen sich die animalischen Spuren doch durch alle Sammlungsbereiche des Klosters. Man findet sie nicht nur auf Gemälden, sondern auch auf Möbeln, Münzen und liturgischen Geräten. Tiere begegnen als Akteure wie auch als Statisten, als Allegorie wie auch als dekoratives Beiwerk. Mittels eines speziell gestalteten Plans des Museums lassen sich einzelne Tiere nun ganz … Tierische Entdeckungen weiterlesen

Gerald Hirtner: Frühneuzeitliche Totenroteln aus Oberpfälzer Stiften

Die im Schottenstift bewahrten Totenroteln haben in den vergangenen Jahren wiederholt das Interesse der Forschung geweckt. Nun ist ein Beitrag erschienen, der sich speziell mit Roteln aus Oberpfälzer Stiften beschäftigt: Gerald Hirtner, Die frühneuzeitlichen Totenroteln der Oberpfälzer Stifte. Überlieferung, Strukturen, Aussagen, in: Mors. Tod und Totengedenken in den Oberpfälzer Klöstern, hg. von Georg Schrott–Christian Malzer (Veröffentlichungen der Provinzialbibliothek Amberg, Laßleben 2019) 137–177. Der Autor, Stiftsarchivar der Erzabtei St. Peter in Salzburg, hat sich für seinen Beitrag auf die Suche nach Roteln aus den Benediktiner­klöstern … Gerald Hirtner: Frühneuzeitliche Totenroteln aus Oberpfälzer Stiften weiterlesen

Andreas Isler: Alles Derwische?

Vor einiger Zeit konnten wir an dieser Stelle von einer Ausstellung im Völkerkundemuseum der Universität Zürich berichten, die sich mit westlichen Darstellungen islamischer Ordensleute beschäftigte und bei der auch eine Handschrift des Schottenstifts als Leihgabe ausgestellt war. Nun ist die Dissertation des Kurators dieser Ausstellung, die sich ebenfalls dem Thema widmet, im Druck erschienen: Andreas Isler, Alles Derwische? Anschauungen, Begriffe, Bilder. Zur Darstellung von islamischen Ordensleuten in westlichen Orientwerken der frühen Neuzeit (Zürich 2019). Darin enthalten ist auch ein Abschnitt über die 1608 gedruckte … Andreas Isler: Alles Derwische? weiterlesen

Strangers to Citizens – Auswanderer werden Mitbürger

Auf Vermittlung der Botschaft von Irland macht die Wanderausstellung „Strangers to Citizens – Auswanderer werden Mitbürger. Die Iren auf dem europäischen Festland 1600–1800“ im Schottenstift Station. Sie erzählt die Geschichte irischer Migranten, die in der Frühen Neuzeit als politische, religiöse oder wirtschaftliche Flüchtlinge ihre Heimat verließen, um in den Ländern Kontinentaleuropas neue Heimaten zu finden. Unter ihnen waren enteignete Aristokraten und arbeitslose Militärangehörige ebenso wie umherziehende Akademiker, vertriebene Geistliche und mittellose Arme. Diese irischen Einwanderer bildeten Gemeinschaften und integrierten sich schließlich in die Gesellschaften … Strangers to Citizens – Auswanderer werden Mitbürger weiterlesen

Pontifikalmessen in St. Stephan vor der Bistumserrichtung

Am 18. Jänner 1469 wurde mit der Bulle „In supremae dignitatis specula“ das Bistum Wien von Papst Paul II. errichtet. 2019 feiert die heutige Erzdiözese somit ihr 550jähriges Bestehen. In Ermangelung eines Bischofs vor Ort griff man in der Zeit vor der Bistumsgründung für feierliche Pontifikalgottesdienste an der Stephanskirche in Wien wiederholt auch auf den infulierten Abt des Schottenklosters zurück – dies legt zumindest eine Urkunde aus dem Jahr 1449 nahe. Aus dieser geht hervor, dass Abt Martin von Leibitz (1446–1460/61) bisweilen an den höchsten … Pontifikalmessen in St. Stephan vor der Bistumserrichtung weiterlesen

Der winterliche Straßenzustand in Schottengasse und Helferstorferstraße

Österreich hat derzeit mit ungewöhnlich starken Schneefällen zu kämpfen. Jemand, den dieses Wetterphänomen vermutlich besonders interessiert hätte, ist P. Leander Fischer (1914–1986), der über 31 Jahre hinweg Mathematik, Physik und Chemie am Schottengymnasium unterrichtete. Fischer, ein promovierter Astronom, beschäftigte sich auch mit meteorologischen Fragen und betreute sogar eine Wetterstation im Schottenstift. In diesem Kontext entstand unter anderem auch ein kurzer Artikel, der sich mit den winterlichen Straßenzuständen in zwei an das Kloster angrenzenden Verkehrsflächen, der Schottengasse und der Helferstorferstraße, in den Jahren 1953 bis … Der winterliche Straßenzustand in Schottengasse und Helferstorferstraße weiterlesen

Weihnachten 2018

Dem „Stille Nacht“-Jahr – vor 200 Jahren, am 24. Dezember 1818, wurde der Weihnachtsklassiker uraufgeführt – können auch wir uns nicht ganz entziehen, weshalb an dieser Stelle ein sonst nicht unbedingt bemerkenswertes Archivale gezeigt sei: ein Faksimile-Blatt eines Autographs des Komponisten Franz Xaver Gruber (um 1860, Original im Salzburg Museum), welches gerahmt bei uns im Musikarchiv liegt. Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern ein gesegnetes Weihnachtsfest, besinnliche Feiertage und alles Gute im neuen Jahr!

Tagungshinweis Dezember 2018: „600 Jahre Melker Reform“

Von 9. bis 12. Dezember 2018 findet im Stift Melk die Tagung ,,600 Jahre Melker Reform“ statt. Organisatorin ist Meta Niederkorn von der Universität Wien. Auch Stiftsarchivar Maximilian Alexander Trofaier, der Autor dieser Zeilen, wird dort einen Vortrag mit dem Titel „‚Postea vero declinaverunt ab observancia‘. Die irischen Mönche des Wiener Schottenklosters und die Melker Reformpropaganda“ halten. Weitere Vortragende der Tagung, die sich nicht nur der Melker Reform, sondern auch anderen Aspekten von Ordensreform widmet, sind unter anderem Thomas Prügl (Wien), Daniel Luger (Wien), Conradin … Tagungshinweis Dezember 2018: „600 Jahre Melker Reform“ weiterlesen

Beiträge zum Starhemberg- und zum Khevenhüller-Grabdenkmal

In den letzten Jahren wurden die beiden bedeutendsten Grabdenkmäler in der Schottenkirche, jenes für Ernst Rüdiger von Starhemberg (1638–1701), den Verteidiger Wiens in der Zweiten Türkenbelagerung, und jenes für Ludwig Andreas von Khevenhüller (1683–1744), den Oberkommandierenden im Österreichischen Erbfolgekrieg, aufwändig restauriert. Nun sind gleich drei Beiträge zu den Grabdenkmälern in der Österreichischen Zeitschrift für Kunst- und Denkmalpflege (ÖZKD) erschienen: [Augustinus] Georg Zeman, Annotanda zu den Grabmälern Starhemberg und Khevenhüller in der Wiener Schottenkirche, in: ÖZKD 72 H. 1/2: Schwerpunkt Bauforschung (2018) 150–163. Ingeborg Schemper-Sparholz, Das Grabdenkmal … Beiträge zum Starhemberg- und zum Khevenhüller-Grabdenkmal weiterlesen

Tagungshinweis November 2018: „Präsent sein – Europäische Ordenskultur(en)“

Am 28. November 2018 findet im Kardinal-König-Haus in Wien im Rahmen der Herbsttagung 2018 der Ordensgemeinschaften Österreich der diesjährige Kulturtag des Referats für die Kulturgüter der Orden zum Thema „Präsent sein – Europäische Ordenskultur(en)“ statt. In mehreren Vorträgen wird der Frage nachgegangen, welchen Auftrag und welche Sendung die Ordensgemeinschaften in der europäischen Kulturlandschaft verwirklichen. Vortragen wird unter anderem der emeritierte Erzabt Asztrik Várszegi (Erzabtei Pannonhalma). Im Anschluss stellt sich das neue Team des Referats für die Kulturgüter der Orden vor. Das vollständige Programm gibt … Tagungshinweis November 2018: „Präsent sein – Europäische Ordenskultur(en)“ weiterlesen

1918: Ein hübscher Anfang!

Österreich feiert 2018 den 100. Jahrestag der Ausrufung der Republik: Am 12. November 1918 wurde von der Rampe des Parlaments in Wien aus die Republik Deutschösterreich (ab 1919: Republik Österreich) proklamiert. Diesem Akt ging in den letzten Tagen des für die Habsburger verlorenen Ersten Weltkriegs (1914–1918) der Zerfall der Österreichisch-Ungarischen Monarchie und die Entstehung neuer Nationalstaaten voraus. So kam es am 21. Oktober 1918 auch zur Konstituierung der Provisorischen National­versammlung für die deutsch­sprachigen Gebiete der cisleithanischen Reichshälfte der Habsburger­monarchie. Aus Anlass des Republikjubiläums widmet sich derzeit eine … 1918: Ein hübscher Anfang! weiterlesen

Ein Anniversarbuch aus 1515 und das Stiftungs- und Memorialwesen des Schottenklosters

Eben in der aktuellen Nummer der Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige (SMGB) erschienen ist ein Aufsatz von Archivmitarbeiterin Larissa Rasinger, der eine überarbeitete Fassung ihrer 2015 an der Universität Wien eingereichten Masterarbeit darstellt: Larissa Rasinger, Ein Jahrtagskalender des Wiener Schottenstiftes aus dem Jahr 1515, in: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige 129 (2018) 85–147. Der Aufsatz beschäftigt sich mit einem im Stiftsarchiv aufbewahrten Anniversarbuch, das die vom Schottenstift einzuhaltenden Jahrtage für Stifter und Wohltäter des … Ein Anniversarbuch aus 1515 und das Stiftungs- und Memorialwesen des Schottenklosters weiterlesen

Tagungshinweis Oktober 2018: ,,Benediktiner als Gelehrte“

Von 23. bis 25. Oktober 2018 findet in der Erzabtei St. Peter in Salzburg die internationale Tagung ,,Benediktiner als Gelehrte“ statt. Veranstalter ist Andreas Sohn von der Universität Paris XIII. Aus Sicht des Schottenstifts, das auch als Unterstützer der Tagung auftritt, besonders erfreulich ist der einem Mönch unseres Hauses gewidmete Vortrag „Der Kirchenhistoriker Cölestin Wolfsgruber OSB (1848–1924) und sein Werk: Von Papst Gregor dem Großen bis zu den Wiener Fürsterzbischöfen und Kardinälen“ von Michaela Sohn-Kronthaler (Graz). Auch zahlreiche weitere Vorträge befassen sich  mit österreichischen … Tagungshinweis Oktober 2018: ,,Benediktiner als Gelehrte“ weiterlesen

Beitritt zum Notfallverbund österreichischer Museen und Bibliotheken

Über die besondere Aufmerksamkeit, die die Notfallplanung bei uns im Archiv in den letzten Monaten erfahren hat, wurde an dieser Stelle bereits mehrfach berichtet. Nun ist das Schottenstift (Archiv, Bibliothek, Sammlungen und Museum) auch dem Notfallverbund österreichischer Museen und Bibliotheken beigetreten. Hierbei handelt es sich um einen freiwilligen Zusammenschluss mehrerer Institutionen, die einander in Notfällen beizustehen gedenken. Die gegenseitige Hilfestellung besteht dabei aus einer Bündelung materieller, räumlicher und personeller Ressourcen sowie der Vernetzung vorhandener Fachkompetenzen. Wir hoffen natürlich sowohl für uns als auch für … Beitritt zum Notfallverbund österreichischer Museen und Bibliotheken weiterlesen

1418: Als aus Schotten »Schotten« wurden

Aus Anlass des 600. Jahrestages des Abzugs der irischen Mönche aus dem Wiener Schottenkloster im August 1418 widmet sich derzeit eine kleine Themenschau im Museum im Schottenstift den Ereignissen dieses Jahres und ihren Folgen. Die dort gezeigten Objekte seien auch an dieser Stelle kurz vorgestellt. Sprach man im Mittelalter von Scotia, dann meinte man zunächst nicht das heutige Schottland, sondern die Insel Irland. Als Schotten (scoti) wurden daher vorrangig die Bewohner Irlands bezeichnet. Ausgehend vom Mutterkloster St. Jakob in Regensburg entstand im Laufe des 12. Jahrhunderts … 1418: Als aus Schotten »Schotten« wurden weiterlesen

Artikel über Notfallplanung und Notfallbox

Im Jahr 2017 wurden im Archiv des Schottenstifts mit der Anlage einer Notfallmappe und einer Notfallbox wichtige Sicherheitsmaßnahmen gesetzt. Ihre Erfahrungen und Erkenntnisse bei der Notfallplanung hat Archivmitarbeiterin Larissa Rasinger in einem Aufsatz festgehalten, der nun in den Mitteilungen des Referats für die Kulturgüter der Orden (MiRKO) erschienen ist und online heruntergeladen werden kann: Larissa Rasinger, Notfallplanung und Notfallbox. Von der Theorie zur Praxis im Archiv des Schottenstifts, in: MiRKO 3 (2018) 33–44. Zusätzlich hat Rasinger für andere (nicht nur kirchliche) kleine Archive und … Artikel über Notfallplanung und Notfallbox weiterlesen

Einladung Juni 2018: Führung zum Internationalen Tag der Archive #IAD18

Der Internationale Archivrat (International Council on Archives, ICA) hat den 9. Juni zum Internationalen Tag der Archive erklärt. Dies ist das Datum seiner Gründung unter der Schirmherrschaft der UNESCO im Jahr 1948. Archivinstitutionen in vielen Staaten der Welt feiern jährlich diesen Tag. Anlässlich dieses Internationalen Tages der Archive (heuer eigentlich ein Samstag) lädt das Schottenstift herzlich zu einer öffentlichen Führung am Freitag, 8. Juni 2018, 15.30 Uhr, im Stiftsarchiv ein. Der Eintritt zur Führung, die circa eine Stunde dauern wird, ist frei; aufgrund der beschränkten … Einladung Juni 2018: Führung zum Internationalen Tag der Archive #IAD18 weiterlesen

Tagungshinweis September 2018: 52. Deutscher Historikertag

Von 25. bis 28. September 2018 findet unter dem Titel „Gespaltene Gesellschaften“ der 52. Deutsche Historikertag in Münster statt. Veranstalter sind der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands, der Verband der Geschichtslehrer Deutschlands und die Westfälische Wilhelms-Universität Münster. Das vollständige Programm gibt es hier. Auch Stiftsarchivar Maximilian Alexander Trofaier, der Autor dieser Zeilen, wird dort am 28. September 2018 im Rahmen der Sektion „Sprach- und ethnische Konflikte in Klöstern nördlich und südlich der Alpen im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit“ einen Vortrag mit … Tagungshinweis September 2018: 52. Deutscher Historikertag weiterlesen

Gesamtverzeichnis der Urkundenreihe und Urkunden-Findbuch

Für Benutzerinnen und Benutzer gibt es auf unserer Webseite seit Kurzem zwei besondere Schmankerl zum Herunterladen: das erste vollständige Gesamtverzeichnis der chronologischen Urkundenreihe des Schottenstifts sowie ein Urkunden-Findbuch, das die Urkunden thematisch erschließt. Die Urkunden bilden den ältesten Bestand des Stiftsarchivs und reichen bis in die Gründungszeit des Klosters im 12. Jahrhundert zurück. Die erste umfassende Ordnung des Bestands erfolgte Ende des 15. Jahrhunderts; die damals vorgenommene Einteilung der Urkunden in Landesfürstliche Privilegien, Päpstliche Privilegien, Jahrtagsstiftungen sowie nach Pfarren und Grundbesitz blieb im Wesentlichen in den … Gesamtverzeichnis der Urkundenreihe und Urkunden-Findbuch weiterlesen