Planet History

Author Archive for schuetzhold

Der Sturm auf Parlamente hat eine lange Geschichte

Der Sturm auf Parlamente hat eine lange Geschichte

Am 6. Januar 2021 forderte Donald Trump, der noch amtierende Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, seine Anhängerschaft auf, zum Kapitol zu marschieren und dort gegen die Auszählung der Stimmen der Wahlleute zu protestieren. Die folgenden Szenen, die in der Erstürmung und Verwüstung des Kongressgebäudes in Washington D.C. gipfelten, sind noch frisch in der Erinnerung. Manche Kommentatoren sprachen von einer Niederlage der Demokratie, einer Entweihung eines urdemokratischen Ortes, und zogen Parallelen zur vereitelten Erstürmung des Kapitols in Rom im Jahr 390 v. Chr. durch die Senonen, einem Keltenstamm unter einem Heerführer mit dem sprechenden Namen Brennus.

Der Deutsche Reichstag 1889 in den Bildern von Julius Braatz

Leipziger Straße 4, Berlin. Der Deutsche Reichstag 1889 in den Bildern von Julius Braatz

Im Januar 2020 erhielt das DHM das Angebot, eine ganz besondere Fotomappe zu erwerben. Aus dem Besitz der Familie von Bismarck wurde eine Sammlung an Aufnahmen des alten Reichstags – des Gebäudes und der Menschen – angeboten, die bereits unter dem Namen „Der Deutsche Reichstag und sein Heim“ bekannt war und nun ein bedeutsames Objekt in der Fotosammlung des DHM darstellt. Für den DHM-Blog werfen Juliane Hähnlein, bis Oktober 2020 als wissenschaftliche Volontärin am DHM, und Carola Jüllig, Sammlungsleiterin Bild, einen Blick ins Bismarck’sche Familienalbum und auf einen wenig bekannten Aspekt deutscher Geschichte.

Der Deutsche Reichstag 1889 in den Bildern von Julius Braatz

Leipziger Straße 4, Berlin. Der Deutsche Reichstag 1889 in den Bildern von Julius Braatz

Im Januar 2020 erhielt das DHM das Angebot, eine ganz besondere Fotomappe zu erwerben. Aus dem Besitz der Familie von Bismarck wurde eine Sammlung an Aufnahmen des alten Reichstags – des Gebäudes und der Menschen – angeboten, die bereits unter dem Namen „Der Deutsche Reichstag und sein Heim“ bekannt war und nun ein bedeutsames Objekt in der Fotosammlung des DHM darstellt. Für den DHM-Blog werfen Juliane Hähnlein, bis Oktober 2020 als wissenschaftliche Volontärin am DHM, und Carola Jüllig, Sammlungsleiterin Bild, einen Blick ins Bismarck’sche Familienalbum und auf einen wenig bekannten Aspekt deutscher Geschichte.

Beethovens Musik auf Abwegen

Beethovens Musik auf Abwegen

„Musiktitan“, „Freiheitskämpfer“, „Heros“ – bis heute ruft Ludwig van Beethoven Verehrer wie Kritiker auf den Plan, die sein Leben und seine Musik vereinnahmen. Christian Kämpf, Kurator des Themenpfads „Beethoven | Freiheit“ in der Dauerausstellung des DHM, zeichnet die politische Instrumentalisierung Beethovens nach und blickt dabei auf zwei besondere Momente deutscher Geschichte.

Beethovens Musik auf Abwegen

Beethovens Musik auf Abwegen

„Musiktitan“, „Freiheitskämpfer“, „Heros“ – bis heute ruft Ludwig van Beethoven Verehrer wie Kritiker auf den Plan, die sein Leben und seine Musik vereinnahmen. Christian Kämpf, Kurator des Themenpfads „Beethoven | Freiheit“ in der Dauerausstellung des DHM, zeichnet die politische Instrumentalisierung Beethovens nach und blickt dabei auf zwei besondere Momente deutscher Geschichte.

Farbe bekennen. Presse- und Auftragsfotografie in der DDR

Farbe bekennen. Presse- und Auftragsfotografie in der DDR

Zu den Sammlungen des Museums für Deutsche Geschichte in der DDR gehörten Fotobestände, die 1990 in das Bildarchiv des Deutschen Historischen Museums eingingen und seitdem kontinuierlich erweitert werden. Neben kritischen und sozialdokumentarischen Aufnahmen wurde seit Beginn der 1990er Jahre auch der Bestand an offiziellen Pressefotografien über den Erwerb von Vor- und Nachlässen sowie Schenkungen zunehmend ausgebaut. Carola Jüllig, Sammlungsleiterin Bild, gibt für den DHM-Blog einen Einblick in den Bestand dieser Sammlung.

Farbe bekennen. Presse- und Auftragsfotografie in der DDR

Farbe bekennen. Presse- und Auftragsfotografie in der DDR

Zu den Sammlungen des Museums für Deutsche Geschichte in der DDR gehörten Fotobestände, die 1990 in das Bildarchiv des Deutschen Historischen Museums eingingen und seitdem kontinuierlich erweitert werden. Neben kritischen und sozialdokumentarischen Aufnahmen wurde seit Beginn der 1990er Jahre auch der Bestand an offiziellen Pressefotografien über den Erwerb von Vor- und Nachlässen sowie Schenkungen zunehmend ausgebaut. Carola Jüllig, Sammlungsleiterin Bild, gibt für den DHM-Blog einen Einblick in den Bestand dieser Sammlung.

Pest und Cholera und Corona. Seuchen in der Geschichte

Pest und Cholera und Corona. Seuchen in der Geschichte

Die Corona-Pandemie hat weltweit nicht nur eine medizinische, sondern auch eine gesellschaftliche Krise ausgelöst. Die Zahlen der Infizierten und Opfer steigen weltweit rasant an. Medien berichten von einer Zeitenwende und weltweiten Veränderungen nach Corona. Der Historiker Robert Kluth nimmt die Pandemie in den Blick und fragt im DHM-Blog nach gesellschaftlichen Errungenschaften, die Seuchen wie Pest und Cholera in der Vergangenheit hervorgebracht haben.

Pest und Cholera und Corona. Seuchen in der Geschichte

Pest und Cholera und Corona. Seuchen in der Geschichte

Die Corona-Pandemie hat weltweit nicht nur eine medizinische, sondern auch eine gesellschaftliche Krise ausgelöst. Die Zahlen der Infizierten und Opfer steigen weltweit rasant an. Medien berichten von einer Zeitenwende und weltweiten Veränderungen nach Corona. Der Historiker Robert Kluth nimmt die Pandemie in den Blick und fragt im DHM-Blog nach gesellschaftlichen Errungenschaften, die Seuchen wie Pest und Cholera in der Vergangenheit hervorgebracht haben.

Das Internet

Das Internet

Frühe Utopien, die mit der Erfindung des Internets einhergingen, erträumten sich weltweite und hierarchiefreie Kommunikationsmöglichkeiten, politische Mitsprache und eine weitreichende Demokratisierung. Angesichts der Zunahme von Hatespeech, Fake News und Überwachung im Netz kippt diese Euphorie und es beherrschen heute eher negative Vorstellungen den Diskurs, wie unsere Ausstellung „Von Luther zu Twitter. Medien und politische Öffentlichkeit“ zeigt.

Das Internet

Das Internet

Frühe Utopien, die mit der Erfindung des Internets einhergingen, erträumten sich weltweite und hierarchiefreie Kommunikationsmöglichkeiten, politische Mitsprache und eine weitreichende Demokratisierung. Angesichts der Zunahme von Hatespeech, Fake News und Überwachung im Netz kippt diese Euphorie und es beherrschen heute eher negative Vorstellungen den Diskurs, wie unsere Ausstellung „Von Luther zu Twitter. Medien und politische Öffentlichkeit“ zeigt.

Das Fernsehen

Das Fernsehen

Es waren die 1960er Jahre, in denen sich das neue Medium Fernsehen etablieren sollte. Verschiedene Fernsehereignisse prägten ganze Generationen, die zur gleichen Zeit das Geschehen am Bildschirm verfolgten und mit der Wirkung von bewegten Bildern mussten sich nun auch Politikerinnen und Politiker auseinandersetzen, wie die Ausstellung „Von Luther zu Twitter. Medien und politische Öffentlichkeit“ zeigt.

Das Fernsehen

Das Fernsehen

Es waren die 1960er Jahre, in denen sich das neue Medium Fernsehen etablieren sollte. Verschiedene Fernsehereignisse prägten ganze Generationen, die zur gleichen Zeit das Geschehen am Bildschirm verfolgten und mit der Wirkung von bewegten Bildern mussten sich nun auch Politikerinnen und Politiker auseinandersetzen, wie die Ausstellung „Von Luther zu Twitter. Medien und politische Öffentlichkeit“ zeigt.

Das Radio

Das Radio

1923 geht in Deutschland der öffentliche Rundfunk erstmals auf Sendung. Hauptsächlich zur Unterhaltung, doch kam es ab 1933 dazu, dass die nationalsozialistischen Machthaber die Möglichkeit nutzen, ihre Propaganda über den Äther zu verbreiten, wie die Ausstellung „Von Luther zu Twitter. Medien und politische Öffentlichkeit“ zeigt.

Das Radio

Das Radio

1923 geht in Deutschland der öffentliche Rundfunk erstmals auf Sendung. Hauptsächlich zur Unterhaltung, doch kam es ab 1933 dazu, dass die nationalsozialistischen Machthaber die Möglichkeit nutzen, ihre Propaganda über den Äther zu verbreiten, wie die Ausstellung „Von Luther zu Twitter. Medien und politische Öffentlichkeit“ zeigt.

Die Zeitung

Die Zeitung

Verschiedene Bewegungen wie nationale, liberale, soziale und Arbeiter- und Frauenbewegungen haben in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ihren Ursprung. Sie alle waren sich einig in der Forderung nach Pressefreiheit, denn Zeitungen waren in der immer weitreichender alphabetisierten Gesellschaft ein wichtiges Medium zur Politisierung und Meinungsbildung geworden, wie die Ausstellung „Von Luther zu Twitter. Medien und politische Öffentlichkeit“ zeigt.

Die Zeitung

Die Zeitung

Verschiedene Bewegungen wie nationale, liberale, soziale und Arbeiter- und Frauenbewegungen haben in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ihren Ursprung. Sie alle waren sich einig in der Forderung nach Pressefreiheit, denn Zeitungen waren in der immer weitreichender alphabetisierten Gesellschaft ein wichtiges Medium zur Politisierung und Meinungsbildung geworden, wie die Ausstellung „Von Luther zu Twitter. Medien und politische Öffentlichkeit“ zeigt.

Der Buchdruck

Der Buchdruck

Die vollkommen neuen Möglichkeiten der Kommunikation, die die Erfindung des Buchdrucks und die massenhafte Produktion von Druckschriften eröffneten, waren der Beginn für die Entstehung der modernen Form von Öffentlichkeit. Davon profitierten auch Martin Luther und die Reformation, wie die Ausstellung „Von Luther zu Twitter. Medien und politische Öffentlichkeit“ zeigt.

Der Buchdruck

Der Buchdruck

Die vollkommen neuen Möglichkeiten der Kommunikation, die die Erfindung des Buchdrucks und die massenhafte Produktion von Druckschriften eröffneten, waren der Beginn für die Entstehung der modernen Form von Öffentlichkeit. Davon profitierten auch Martin Luther und die Reformation, wie die Ausstellung „Von Luther zu Twitter. Medien und politische Öffentlichkeit“ zeigt.

Deutsche Kolonialgeschichte – zur Neugestaltung in der Dauerausstellung

Deutsche Kolonialgeschichte – zur Neugestaltung in der Dauerausstellung

Mit der Wiedereröffnung der Dauerausstellung am 1. Juli 2020 präsentiert das Deutsche Historische Museum (DHM) einen neuen Bereich zur deutschen Kolonialgeschichte. Angesichts der intensiven Diskussionen zur deutschen Kolonialgeschichte und der Kontroversen um den Umgang mit kolonialem Erbe in Museen war es dem DHM wichtig, diesen Bereich noch vor der zeitnahen Schließung der Dauerausstellung zu überarbeiten. Dr. Stephanie Neuner, Leiterin der Dauerausstellung, schildert den Ansatz dieser Neupräsentation, den sie als ersten Schritt für eine weitere Überarbeitung in einer zukünftigen Dauerausstellung sieht:

Deutsche Kolonialgeschichte – zur Neugestaltung in der Dauerausstellung

Deutsche Kolonialgeschichte – zur Neugestaltung in der Dauerausstellung

Mit der Wiedereröffnung der Dauerausstellung am 1. Juli 2020 präsentiert das Deutsche Historische Museum (DHM) einen neuen Bereich zur deutschen Kolonialgeschichte. Angesichts der intensiven Diskussionen zur deutschen Kolonialgeschichte und der Kontroversen um den Umgang mit kolonialem Erbe in Museen war es dem DHM wichtig, diesen Bereich noch vor der zeitnahen Schließung der Dauerausstellung zu überarbeiten. Dr. Stephanie Neuner, Leiterin der Dauerausstellung, schildert den Ansatz dieser Neupräsentation, den sie als ersten Schritt für eine weitere Überarbeitung in einer zukünftigen Dauerausstellung sieht:

Zeugnis des Holocaust: Sheindi Ehrenwalds Aufzeichnungen

Zeugnis des Holocaust: Sheindi Ehrenwalds Aufzeichnungen

Der Holocaust hinterließ zahlreiche persönliche Gegenstände, die den todgeweihten Opfern geraubt wurden. Über diese stummen Zeugnisse berichtet Thomas Jander, Sammlungsleiter Dokumente und Kurator der Ausstellung „Deportiert nach Auschwitz“, am Beispiel der Tagebuchaufzeichnungen der ungarischen Jüdin Sheindi Miller-Ehrenwald.

Zeugnis des Holocaust: Sheindi Ehrenwalds Aufzeichnungen

Zeugnis des Holocaust: Sheindi Ehrenwalds Aufzeichnungen

Der Holocaust hinterließ zahlreiche persönliche Gegenstände, die den todgeweihten Opfern geraubt wurden. Über diese stummen Zeugnisse berichtet Thomas Jander, Sammlungsleiter Dokumente und Kurator der Ausstellung „Deportiert nach Auschwitz“, am Beispiel der Tagebuchaufzeichnungen der ungarischen Jüdin Sheindi Miller-Ehrenwald.