Planet History

Autor: Stadtarchiv Nürnberg - Gerhard Jochem

Zum 80. Jahrestag der Deportation von Nürnberg nach Izbica am 24. März 1942: „Abgesehen von Wanzen und Flöhen wohnen wir gesund.“ – Ein Brief aus der Vorhölle

Fahrt in den Tod Im März 1942 wurden 428 Nürnbergerinnen und Nürnberger zusammen mit einer etwa ebenso großen Anzahl jüdischer Menschen aus anderen fränkischen Orten vom Bahnhof Märzfeld in die 35 km südöstlich von Lublin gelegene ostpolnische Kleinsta…

Dokumente der Unmenschlichkeit: Vor zwei Jahren tauchten in den USA bisher unbekannte Fotos des Novemberpogroms 1938 in Nürnberg und Fürth auf

In Fachkreisen schlug die Nachricht ein wie eine Bombe und verbreitete sich schnell auch über den Atlantik: Anlässlich des 80. Jahrestages der „Kristallnacht“ am 9. November 2018 hatte eine Amerikanerin bei Twitter eine Reihe von Fotos gepostet, die di…

Der Blutvergifter: Fritz Fink, Stadtschulrat in Nürnberg 1935 – 1945

Als die Nazis mit ihrer Machtübernahme auch das städtische Schulwesen in Nürnberg unter ihre Kontrolle bekamen, war der Mann schnell gefunden, der es nachhaltig in eine Propagandamaschinerie umfunktionierte, die schon den Kindern Hass auf alles „Fremdvölkische“ einhämmern sollte: Fritz Fink (1897 – 1988), seit 1929 Volksschullehrer in Nürnberg, ein bereits 1930 in die NSDAP eingetretener „Alter Kämpfer“ und Intimus des Gauleiters Julius Streicher, für dessen Hetzblatt „Der Stürmer“ er fleißig Artikel mit so vielsagenden Titeln wie „Der Judenknecht. Woran man ihn kennt“ oder „Der Rassenmord“ schrieb. Am 5.11.1935 wurde der fanatische Rassist berufsmäßiger Stadtrat für Schule und Bildung, im selben […]