Planet History

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Wikidata und das Kulturlandschaftselementekataster

Das KLEKs – KulturLandschaftsElementeKataster ist ein Geoinformationssystem über historische Kulturlandschaftselemente. Über die Wikidata-Eigenschaft KLEKs ID lassen sich nun die IDs von KLEKs-Datensätzen in Wikidata eintragen: Beispiel: Jüdischer Friedhof Brandshagen Wikidata-Item: Q18229377 KLEKs-Datensatz: 148500 Die Wissensarchitektur von Wikidata ermöglicht gezielte Abfragen von geografischen Objekten, … Weiterlesen

Time Team

„Time Team was a British television series that originally aired on Channel 4 from 16 January 1994 to 7 September 2014. Created by television producer Tim Taylor and presented by actor Tony Robinson, each episode featured a team of specialists … Weiterlesen

WikidataCon 2017

Anlässlich des 5. Geburtstags von Wikidata findet dieses Wochenende die WikidataCon 2017 statt. Im Netz gibt es Livestreams sowie Mitschnitte zur Konferenz. (Abb.: Official WikidataCon Banner, Logo: Bleeptrack, Banner: Lea Lacroix (WMDE), CC-BY-SA 4.0 )

Auch Israel will Unesco verlassen

„Als Hauptgrund in beiden Fällen gilt aber die Vollmitgliedschaft Palästinas, die am 31. Oktober 2011 beschlossen wurde. Die Unesco war die erste Organisation der Vereinten Nationen, die Palästina als eigenständigen Staat und als Mitglied akzeptiert.“ http://www.spiegel.de/politik/ausland/auch-israel-will-unesco-verlassen-a-1172678.html Update zu https://archivalia.hypotheses.org/67805

Wiki Loves Music

„Das Projekt Wiki Loves Music dient dazu, die Darstellung von Musikinstrumenten in Wikipedia zu verbessern. Dabei sollen Fotos der Instrumente, Infografiken über Aufbau und Funktion sowie Videos von Musikern entstehen sowie natürlich die Artikel verbessert werden.“ Über das Projekt war im NDR … Weiterlesen

WikiCite 2017

WikiCite is a proposal to build a bibliographic database in Wikidata to serve all Wikimedia projects. WikiCite 2017 was a 3-day conference, summit and hack day hosted in Vienna, Austria. Video stream on YouTube.

Eine Disco kommt ins Museum

„Das Museumsdorf Cloppenburg – Niedersächsisches Freilichtmuseum möchte sich künftig verstärkt der Darstellung der regionalen Kulturgeschichte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts widmen. Durch die Erforschung und Umsetzung der Landdiskothek „Zum Sonnenstein“ in das Museumsdorf Cloppenburg bleibt ein Zeugnis regionaler Jugend- … Weiterlesen

Archive in GeoNames

Screenshot: Das Niedersächsische Landesarchiv in GeoNames GeoNames ist eine freie Datenbank über geografische Objekte und deren Namen. Angemeldete Benutzer können an der Datenbank mitwirken. Jedes Objekt in der Datenbank wird durch eine von neun Klassen und einen von über 600 Codes klassifiziert. Für … Weiterlesen

Berichte aus dem Stadtarchiv Bad Fallingbostel

„In unregelmäßigen Abständen werden in der Rubrik „Archivalie des Monats“ auch mehr oder weniger lange Abhandlungen veröffentlicht. Als eBook-Reihe „Berichte aus dem Stadtarchiv Bad Fallingbostel“ stehen sie hier gesammelt zum kostenlosen Herunterladen als PDF-Dokument, als EPUB und für den KINDLE zur Verfügung.“

Betreut wird das Bad Fallingbosteler Stadtarchiv von Dr. Wolfgang Brandes

http://www.badfallingbostel.de/staticsite/staticsite.php?menuid=452

http://www.badfallingbostel.de/magazin/magazin.php?menuid=442&topmenu=1

BBC News über Geograph

Picture imperfect: Are these Britain’s dullest photos?
by Alasdair Gill

http://www.bbc.com/news/uk-england-32128087

via https://twitter.com/geograph_bi/status/586801273384603648

Geograph Worldwide: http://www.geograph.org/

s.a.

http://archiv.twoda…

Interview mit Stefan Domke über das WDR-Projekt „Digit“

http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/digit

„In Kartons, Kisten und Alben lagern unzählige Fotos, Dias und Filme aus mehr als 100 Jahren, auf denen die banalsten Dinge und Ereignisse der Welt abgelichtet sind: […] Es sind Momentaufnahmen aus dem Alltag. Für Historiker eine interessante Quelle – aber auch für Medienschaffende. Eine kleine Redaktion des Westdeutschen Rundfunks sammelt die Zeugnisse des Alltags und digitalisiert sie.“

Digit – das Archiv des analogen Alltags: http://digit.wdr.de/

s.a. http://archiv.twoday.net/stories/232603409/

Trauer und Nachlassverwaltung in der digitalen Welt

von Wolfgang Kaiser

„Wenn (öffentliche) Bibliotheken schon Informations- und Medienkompetenz für Alt und Jung vermitteln, wäre die Vermittlung des Wissens über die Regelung des digitalen Nachlasses nicht auch ein Teil dessen, was im Rahmen von Datensicherheit und des Umgangs mit dem Internet und sozialen Netzwerken eine Rolle spielt?“

http://bibliothekarisch.de/blog/2014/12/27/trauer-und-nachlassverwaltung-in-der-digitalen-welt/

Verein Naturschutzpark am 23.10.1909 gegründet

Der „Verein Naturschutzpark“ wurde am 23.10.1909 in München mit dem Ziel gegründet, nach Vorbild der amerikanischen Nationalparke großflächig Naturschutz zu betreiben.

http://www.verein-naturschutzpark.de

Zwei Broschüren aus der frühen Geschichte des Vereins liegen digitalisiert im Internet Archive vor:

„Naturschutzparke in Deutschland und Österreich. Ein Mahnwort an das deutsche und österreichische Volk“

https://archive.org/stream/naturschutzparke22635vere#page/n0/mode/2up

„Der erste deutsche Naturschutzpark in der Lüneburger Heide : eine Werbeschrift“

https://archive.org/stream/dererstedeutsche00vere#page/n5/mode/2up

Keimzelle des Vereins ist die 1904 unter dem Dach der später umbenannten „Franckh’schen Verlagshandlung“ in Stuttgart gegründete „Kosmos, Gesellschaft der Naturfreunde“. Mitglieder der „Kosmos“-Gesellschaft erhielten regelmäßig die Zeitschrift „Kosmos – Handweiser für Naturfreunde“, in der Kurt Floericke im April 1909 in einer „Umschau über die Naturschutzbewegung“ für die Schaffung eines möglichst großen Naturschutzparks warb. Dem Aprilheft lag ein „Aufruf zur Gründung von Naturschutzparken“ bei:

https://archive.org/stream/naturschutzparke22635vere#page/n57/mode/2up

Nach einem überraschend großen Erfolg des Aufrufs kam es noch im gleichen Jahr zur Gründung des Vereins, dem im Laufe der kommenden Jahre zahlreiche Interessierte beitraten. Die Entwicklung der Naturschutzpark-Idee und die ersten Bestrebungen des Vereins zur Wahl und zum Ankauf für das Vorhaben geeigneter Flächen lassen sich anhand der Berichterstattung in „Kosmos“ nachvollziehen (Auswahl):

I. Floericke, K.: „Umschau über die Naturschutzbewegung“, Kosmos (1909), Heft 4
II. Ders.: „Der gegenwärtige Stand der Naturschutzpark-Bewegung“, Kosmos (1909), Heft 12
III. Ders.: „Entwicklung, Stand und Aussichten der Naturschutzparkbewegung“, (1912?)

https://archive.org/stream/naturschutzparke22635vere#page/6/mode/2up

außerdem: Regensberg, F.: „Umschau über die Naturschutzparkbewegung“, Kosmos (1910), Heft 12

Kurze Notiz zum Naturschutzgedanken (Zitate aus III.): Floericke verwirft das „Nützlichkeitsprinzip“, nach dem nur diejenigen Lebewesen geschützt werden, welche nach Maßgabe des Menschen einen Nutzen erfüllen, und stellt diesem ein ästhetisches Prinzip gegenüber: „[…] wir wollen den Vogel schützen um des Vogels selbst willen, weil er in seiner Art ein herrliches Geschöpf ist, ein Dichtergedanke gewissermaßen der schaffenden Natur, weil ohne die anmutigen Bewegungen, die bunten Farben und die lieblichen Gesänge unserer Vögel unsere Wälder und Fluren unendlich öde, tot und traurig erscheinen würden.“ Beginnend mit dem starken „um des Vogels selbst willen“, setzt Floericke im Fortgang dem engen Prinzip der Nützlichkeit eines der Ästhetik entgegen, welches aber gleichermaßen vom Menschen her gedacht wird.

Dem Bestreben, einzelne herausgestellte Tier- und Pflanzenarten zu schützen, setzt Floericke ein ökologisches Modell entgegen: „Alles bildet ja ein zusammengehöriges, unauflösliches Ganzes, und eben dieses Ganze wollen wir uns erhalten, wenn es natürlich auch nur streckenweise und in kleinen Restbeständen möglich sein wird.“ Dieses Modell eines aufeinander abgestimmten Zusammenwirkens der Lebewesen, für das Floericke an anderer Stelle in geradezu mechanistische Metaphorik verfällt, findet man auch heute noch in populären Naturschutzbestrebungen. Dabei lässt sich das Ganze der Natur nur als Prozess begreifen, der das Entstehen und Vergehen einzelner Arten beinhaltet. Metaphern von einem Räderwerk, dessen Teile reibungslos ineinandergreifen oder einer Kette, deren Glieder lückenlos zusammenhängen, entlarven unzulässige Idealisierungen.

Der Sitz des „Vereins Naturschutzpark“ verlagerte sich im Laufe der Vereinsgeschichte von Stuttgart über Hamburg nach Niederhaverbeck in der Lüneburger Heide. Hier kamen im frühen 20. Jahrhundert Bemühungen auf, die überkommene historische Kulturlandschaft durch Ankauf von Flächen im Umkreis von Wilsede vor Bebauung und Überformung zu schützen.

Wolfgang Brandes, Stadtarchivar in Bad Fallingbostel, arbeitet den Beitrag der Heimatschutzbewegung zur Entdeckung und Erhaltung der historischen Lüneburger Heide heraus:

Brandes, W.: „»Wer dies Bild kommenden Geschlechtern erhielte, der täte ein großes gutes Werk«“, Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte (2006), S. 133ff:

https://archive.org/stream/Niedersaechsisches_Jahrbuch_fuer_Landesgeschichte_2006#page/n147/mode/2up

Hingewiesen sei hier noch auf die beliebte Monographie Richard Lindes:

https://archive.org/stream/dielneburgerheid00lind#page/n3/mode/2up

außerdem: http://de.wikisource.org/wiki/Lüneburger_Heide

Literatur zum 100-jährigen Jubiläum:
Landkreis Soltau Fallingbostel (Hg.): Jahrbuch 2009
Verein Naturschutzpark (Hg.): Naturschutz und Naturparke (2009), Heft 214