Planet History

Author Archive for Torsten Hiltmann

Tatort gesichert: Große Tagung im königlichen Palast in Sintra 2017 – und weitere Neuigkeiten aus dem „Performanz der Wappen“ Projekt

Vor zwei Wochen war ich für ein paar Tage in Lissabon. Zum einen, um auf Einladung von Miguel Metelo de Seixas einen Vortrag am ehrwürdigen Instituto Português de Heráldica zu halten, zumal an deren ganz besonderen Versammlungsort im Convento do Carmo – einem beim großen Erdbeben 1755 zerstörten und danach nur teilweise wiederaufgebauten Karmeliterkloster direkt über der Stadt. Unter dem Titel „Anciennes définitions et nouvelles perspectives : Qu’est-ce que sont des…

Der Vandalismus des Hans Hawsner? Heraldische Selbstdarstellung auf Schloss Runkelstein (1494)

Gleich in doppelter Weise ist dieser Beitrag ein Nebenprodukt. Er geht einerseits auf die Erarbeitung eines Aufsatzes zurück, den ich vor ein paar Wochen an die Herausgeber gesandt habe. Zum anderen auf eine paar sehr schöne Tage im letzten Herbst in Südtirol. Bei dem Aufsatz, der im Zusammenhang mit der Tagung „Images de soi dans l’univers domestique XIIIe – XVIe siècles“ entstand, geht es vor allem um die Frage,…

Der Vandalismus des Hans Hawsner? Heraldische Selbstdarstellung auf Schloss Runkelstein (1494)

Gleich in doppelter Weise ist dieser Beitrag ein Nebenprodukt. Er geht einerseits auf die Erarbeitung eines Aufsatzes zurück, den ich vor ein paar Wochen an die Herausgeber gesandt habe. Zum anderen auf eine paar sehr schöne Tage im letzten Herbst in Südtirol. Bei dem Aufsatz, der im Zusammenhang mit der Tagung „Images de soi dans l’univers domestique XIIIe – XVIe siècles“ entstand, geht es vor allem um die Frage,…

[CfA:] Batalha: lugar de memória da dinastia de Avis. À procura de uma visão integrada do monumento e das suas imagens (Batalha: lieu de mémoire de la dynastie d’Avis. À la recherche d’une vision intégrée du monument et de ses images), Colloque, 25-26 septembre 2015, Batalha (P)

L’objectif du colloque « Batalha : lieu de mémoire de la dynastie d’Avis » est de saisir le rôle que ce monastère joua dans la construction de l’image que la maison royale portugaise créa et  projeta d’elle-même, ayant recours à des ressources complémentaires (architecture, peinture, sculpture, vitraux, orfèvrerie, iconographie, héraldique, devises) et en liaison avec une forte dimension doctrinale.  Pour ce faire, le colloque veut réunir historiens, historiens de l’art et héraldistes…

[CfA:] Digital Heraldry: Digitisation and Dissemination of the European Heraldic Heritage

Heraldry is a historical phenomenon that is unique to Europe, and therefore heraldry constitutes a crucial part of a mutual European cultural identity. From Scandinavia to Cyprus, from Portugal to Romania, throughout France, Germany, Poland, Italy—after its emergence in the twelfth century, heraldry had soon spread across almost the entire continent. Coats of arms were to be found in manuscripts, on walls and ceilings, in stained glass and panel paintings, on seals and coins as well as on objects of all kind. More than any other cultural achievement, coats of arms have the capacity to link objects, places and families into a network connecting the various parts of Europe, and to provide at the same time revealing perspectives in medieval and early modern culture, mentalities, and uses of communication that have been hitherto largely overlooked. Coats of arms thus have an enormous potential for understanding European history and the formation of our European culture. Heraldry is a crucial part of the daily work of libraries, archives, and museums, in fact everyone involved in the preservation of cultural heritage. At the same time, it is a subject with an intrinsic potential for interdisciplinary research, including history, art history, archaeology, philology and […]

Wissenschaftsblogs – die schöne neue Welt? Beitrag von Heraldica Nova zur Blogparade #wbhyp

Das Redaktionsteam der deutschen Seiten unserer Blogplattform Hypotheses.org hat anlässlich seines bald nun dreijährigen Bestehens zu einer Blogparade aufgerufen. Unter dem Titel „Wissenschaftsbloggen: zurück in die Zukunft“ sind Blogger dazu aufgerufen, Bilanz zu ziehen – über ihre bisherigen Erfahrungen, zur Frage der Anerkennung von Wissenschaftsblogs, deren Kernmerkmalen usw. Im Folgenden möchte ich aus Perspektive des Heraldica Nova-Blogs gern ein paar Überlegungen zur Blogparade beisteuern. Wenn meine Bilanz im Wesentlichen ganz positiv ausfällt, dann ist das vor allem das Verdienst der Redaktion und des Community-Mangagements der deutschen Hypotheses.org. Ich glaube, dass muss man ganz am Anfang mal sagen. Sie haben unermüdlich für das wissenschaftliche Bloggen geworben und Aufklärungsarbeit betrieben. Einerseits gegenüber der Fachöffentlichkeit, andererseits aber auch gegenüber der Bloggergemeinde. Ich denke, dass diese intensive Betreuung großen Anteil daran hat, dass sich das wissenschaftliche Bloggen, wenn auch langsam, aber doch stetig ausbreitet und etabliert. Genauso wichtig war meines Erachtens die Aufnahme in den ISSN-Katalog, die dem Ganzen auch eine institutionelle Anerkennung und Verbindlichkeit gibt. Danke! Kurze Bilanz Um eine Bilanz zu ziehen, bräuchte man von Anfang an klare Vorgaben und Ziele. Bei einem Wagnis wie einem Blog, das man – zumindest in meinem Falle – vor allem zunächst aus purer Neugier heraus […]

[Project:] In the service of the Crown: The use of heraldry in royal political communication in late medieval Portugal

Portuguese heraldry seems to have taken a rather peculiar development. Compared to other regions like France, England and Germany, in Portugal heraldry evolved quite late and astonishingly different. Despite the wealth of the sources and the surprising insights it could provide, heraldic communication in late medieval Portugal remains understudied, particularly in the rest of Europe. Thanks to generous funding by the VolkswagenStiftung, Miguel Metelo de Seixas and I set out to change this within the next three years. One day before Christmas last year, the foundation let us know that our proposal for a German-Portuguese collaborative research project was accepted. Thus, we are now able to install a new sub-project within the “Performance of Coat of Arms” project, which will focus on the particularities of Portuguese heraldry in the later middle ages, and especially its use in royal political communication. What is so special about Portugal? Portugal makes for such an interesting case study because of its early centralisation of royal authority. This is reflected by the creation of a confirmative discourse on this authority, in political theory as well as in visual communication. Several members of the Avis royal family (the kings João I and Duarte, the princes Pedro and […]

Die heraldische Inszenierung eines radikalen Adelskonzeptes? Offene Fragen zum Obsequientraktat Comment les obseques se doivent faire (15. Jh.)

(English summary below.) Im Folgenden soll es um einen kleinen Traktat aus dem 15. Jahrhundert gehen, der mich schon lange umtreibt und dessen Rätsel ich mit diesem Blogbeitrag (und dem erhofften Feedback darauf) weiter zu erhellen hoffe. Denn der Text enthält eine Vorstellung von Adel, die mir in dieser Weise, oder besser gesagt in dieser Radikalität, bisher unbekannt war. Zugleich ist er für die kulturhistorische Heraldik interessant, da er zur Vermittlung dieses Adelskonzeptes auf Mittel der heraldischen Kommunikation zurückgreift und deren besondere Möglichkeiten sichtbar macht. Dabei kommt er ganz ohne eine bildliche Darstellung aus. Die rein textliche Erwähnung der Wappen genügt, um das Adelskonzept in höchst ökonomischer Weise zu visualisieren. Es stellt sich die Frage, woher die darin geäußerten Vorstellungen kommen und ob sich dieses Adelskonzept vielleicht auch an anderer Stelle beschrieben findet? Im weitesten Sinne geht es dabei auch um Funeralheraldik. Ein Anwendungsfeld der Heraldik, das – ganz ähnlich anderen Ausdrucksformen der heraldischen Kommunikation – sich mit der Zeit immer weiter ausdifferenzierte und komplexer wurde. Entsprechend wäre darüber hinaus zu fragen, ob es nicht vielleicht auch bildliche Zeugnisse gibt, in denen sich die hier dargestellte Repräsentationsweise auch tatsächlich umgesetzt findet? Sei es auf Grabplatten, in der Beschreibung von Totenfeierlichkeiten […]

Die heraldische Inszenierung eines radikalen Adelskonzeptes? Offene Fragen zum Obsequientraktat Comment les obseques se doivent faire (15. Jh.)

(English summary below.) Im Folgenden soll es um einen kleinen Traktat aus dem 15. Jahrhundert gehen, der mich schon lange umtreibt und dessen Rätsel ich mit diesem Blogbeitrag (und dem erhofften Feedback darauf) weiter zu erhellen hoffe. Denn der Text enthält eine Vorstellung von Adel, die mir in dieser Weise, oder besser gesagt in dieser Radikalität, bisher unbekannt war. Zugleich ist er für die kulturhistorische Heraldik interessant, da er zur Vermittlung dieses Adelskonzeptes auf Mittel der heraldischen Kommunikation zurückgreift und deren besondere Möglichkeiten sichtbar macht. Dabei kommt er ganz ohne eine bildliche Darstellung aus. Die rein textliche Erwähnung der Wappen genügt, um das Adelskonzept in höchst ökonomischer Weise zu visualisieren. Es stellt sich die Frage, woher die darin geäußerten Vorstellungen kommen und ob sich dieses Adelskonzept vielleicht auch an anderer Stelle beschrieben findet? Im weitesten Sinne geht es dabei auch um Funeralheraldik. Ein Anwendungsfeld der Heraldik, das – ganz ähnlich anderen Ausdrucksformen der heraldischen Kommunikation – sich mit der Zeit immer weiter ausdifferenzierte und komplexer wurde. Entsprechend wäre darüber hinaus zu fragen, ob es nicht vielleicht auch bildliche Zeugnisse gibt, in denen sich die hier dargestellte Repräsentationsweise auch tatsächlich umgesetzt findet? Sei es auf Grabplatten, in der Beschreibung von Totenfeierlichkeiten […]

Appel à contribution: L’héraldique dans la ville au Moyen Age – une exception italienne ? (École française de Rome / Villa Medicis, Rome, 5-7 Mai 2015)

Le visiteur qui traverse l’Italie est aujourd’hui encore surpris par la profusion d’armoiries qui couvrent toujours les murs des palais et des monuments publics. Relativement préservé par les grandes campagnes de destruction d’armoiries qui ont marqué l’histoire de l’art héraldique européen, ce patrimoine est une des caractéristiques de la ville italienne. L’histoire de cette mise en signe de la ville, qui retient depuis longtemps l’attention des historiens et historiens de l’art, sans avoir pourtant suscité des travaux à la hauteur du corpus, a fait récemment l’objet de recherches spécifiques qui ont en partie renouvelé les approches et les connaissances, surtout pour l’Italie. Ces journées, co-organisées par Laurent Hablot (Université de Poitiers, École française de Rome) et Torsten Hiltmann (Université de Münster), ont pour ambition de dresser l’état présent de la recherche et de tenter de faire avancer le sujet, en liant encore plus étroitement l’histoire de la communication héraldique à l’histoire des villes. Ce faisant, elles souhaitent en même temps replacer l’exemple italien dans son contexte européen. Réponses souhaitées avant le 25 janvier 2015. Pour plus de détails voir : http://heraldica.hypotheses.org/2097 _________________ A visitor passing through Italy is surprised by the abundance of coats of arms that still decorate the palaces and public monuments of […]

[CfP:] Heraldry in the Medieval City: The Case of Italy in the European Context (Journées Héraldiques 5), Rome, 5th-7th May 2015

(version française ci-dessous) A visitor passing through Italy is surprised by the abundance of coats of arms that still decorate the palaces and public monuments of its cities. Relatively undisturbed by the tides of history that destroyed a lot of Europe’s heraldic heritage, in the Italian cities this heritage is still alive and well. While the development of heraldic signs occasionally caught the eye of historians and art historians, they have never done justice to the multitude and diversity of the existing sources. Recently, however, research has taken an interest in the subject with renewed vigour and approaches, especially in the case of Italy. The aim of this conference is to establish the current state of research and to advance the subject by linking more closely the history of heraldic communication and the history of cities. To do so, the Italian example shall be put into a European perspective. Coats of arms are surprisingly flexible and efficient means of communication. In cities, they may represent individuals as well as groups, the urban community as a whole as well as the ruler of the city. Heraldic signs are able to express the unity of the people – through the arms of […]

Review on T. Huthwelker, Die Darstellung des Rangs in Wappen und Wappenrollen published on H-Soz-u-Kult

My review on Thorsten Huthwelker’s study on the representation of rank in late medieaval coats of arms and armorials has been published yesterday on H-Soz-u-Kult, the central online information and communication platform for historians in the German-speaking area. In his study, Thorsten Huthwelker tries to answer the questions “In what way did coats of arms could reveal the rang of their bearer?” and “To what extent did medieval armorials and rolls of arms reflect their contemporary social order and what can be learn by them about hierarchy and representation of rank in the late medieval society?” Here’s the link to the review (written in German): http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2014-3-057 An English review on this study by Elmar Hofman is comming soon here on the blog.

Cyrille Aillet (Lyon): Minderheitengeschichte als Indikator gesellschaftlichen Wandels: Das Beispiel der « Mozaraber » auf der iberischen Halbinsel im Mittelalter

Deutschsprachige Zusammenfassung des Vortrages vom 14. Juli 2014: L’histoire des minorités comme observatoire des mutations sociales : le cas « mozarabe » en péninsule Ibérique médiévale. Im Jahr 1024, nicht weit von Léon, der Hauptstadt des gleichnamigen Königreiches, standen sich … Continue reading

Léonard Dauphant (Metz): Macht in ihrem Raum. Für eine politische « Raumgeschichte » des Königreichs Frankreich am Ende des Mittelalters

Deutschsprachige Zusammenfassung des Vortrages vom 23. Juni 2014: Un pouvoir dans son espace. Pour une « géohistoire » politique du royaume de France à la fin du Moyen Âge. Einführung : Raumgeschichte und politische Geschichte In meinen Forschungen versuche ich, die … Continue reading

[paper:] Christof Rolker (Konstanz): Die Ordnung der Wappen. Zum sozialen Ort spätmittelalterlicher Wappenbücher, Historisches Seminar, Münster, 04.06.2014

Am 4. Juni 2014 trug Christof Rolker im Forschungskolloquium “400-1500″ am Historischen Seminar der Universität Münster aus seinen aktuellen Arbeiten zu spätmittelalterlichen Wappenbüchern vor. In Zentrum stand dabei natürlich das Wappenbuch des Konrad Grünenberg, zu dem er hier auf dem Blog regelmäßig berichtet. Hier das Abstract zu seinem Vortrag: Spätmittelalterliche Wappenbücher, die teilweise über 1000 Wappen umfassen, werden oft als Ausdruck eines spezifisch (land-)adeligen Selbstbewusstseins verstanden. Soweit die Auftraggeber nachweislich dem Stadtadel angehörten, oder Aufsteiger in diesen Stadtadel waren, gelten diese aufwendigen Sammlungen alternativ als Dokumente eines sozialen Aufstiegwillens. Aber wo war eigentlich „oben“ in diesen Gesellschaften? Anhand von drei Wappenbüchern des späten 15. Jahrhunderts, die alle von Stadtadeligen in Auftrag gegeben wurden, möchte ich zeigen, dass verschiedene Kompilatoren von Wappensammlungen darauf verschiedene Antworten gaben. Wappenbücher sind eindeutig, wie Jean-Christophe Blanchard festgestellt hat, Quellen der Sozialgeschichte: Welche Wappen vorkommen und welche nicht, welche prominent herausgestellt werden und welche eher versteckt sind, in welcher Form, in welcher Reihenfolge und nach welchen Ordnungskriterien die Wappen angeordnet werden – all diese Elemente eines Wappenbuchs können Aussagen über die Zugehörigkeit zu verschiedenen sozialen Gruppen sein. Das heißt aber nicht, dass zwischen den Wappen, die (positiv, ausführlich, prominent) dargestellt werden, und der sozialen Gruppe, der […]

[paper:] Legends in doubt – the end of medieval heraldry in the 17th century: On the continuity of medieval imaginary in early modern thought (Torsten Hiltmann) – Krems an der Donau, 16 May 2014

The proposed paper tries to offer new perspectives on the turn from the Middle Ages to modern times by not focusing on given events, but by considering the imaginary and the way of thinking during these times. This does not mean to just emphasise the medieval roots of those events which are usually used to mark the turn of times and thus to show and judge medieval foundations of early modern times. It shall rather ask for an incessant continuity between the Middle Ages and early modern times which may all the more put the usual stiff segregation of these two epochs in doubt. To exemplify this approach, the paper will draw on the medieval and early modern treatises on blazon and their representation of the origins of coats of arms and their meanings. This is a field of research which has previously been associated with auxiliary sciences and thus has rarely been studied by historians – even though it offers an enormous potential for modern cultural historical perspectives which is as yet largely untapped. At least since the 14th century onwards, authors of miscellaneous treatises on blazon were searching for the origins of coats of arms – which, as […]

Bericht zum Seminar “La transmission des textes : nouveaux outils, nouvelles approches” am IRHT Paris (31. März – 4. April 2014) – Interoperationalität und semantisches Web in der mediävistischen Praxis

Anfang April konnte ich in Paris an einer Schulung der COST Action „Medioevo Europeo“ teilnehmen, die diese gemeinsam mit dem Institut de Recherche d’Histoire de Textes (Irht) und dem Projekt Biblissima organisierte. Unter dem Titel “Transmission of texts. New tools, new approaches”(mehr Infos: hier) standen dabei vor allem Fragen der Interoperationalität und das semantische Web im Vordergrund. Was Interoperationalität und semantisches Web ganz konkret in der Praxis bedeuten, wurde uns anhand der laufenden Projekte des Irht und von Biblissima vorgeführt (was in der Tat sehr beeindruckend war). Dabei ging es natürlich um mittelalterliche Handschriften, Bibliotheken und Texte und deren Erschließung – wobei das Irht seine über Jahrzehnte gesammelte Datenbasis zusammenfasst und online stellt, während Biblissima eine Art digitale Meta-Bibliothek aufbaut, in der für die Handschriftenbestände in Frankreich alle Bilder, digitalen Editionen und dazugehörigen Informationen aus zahlreichen Einzeldatenbanken in einem einzigen Tool zusammengefasst und gemeinsam nutzbar gemacht werden. Auf dem Blog der AG Digitale Geschichtswissenschaft des VHD habe ich einen Bericht zu der Training School eingestellt, der zugleich einen Überblick über die dabei genannten aktuellen und zukünftigen online-Ressourcen bietet. Den Bericht kann man hier lesen: http://digigw.hypotheses.org/723.  

Alban Gautier (Boulogne-sur-Mer): Gute Heiden? Zur Darstellung heidnischer Helden bei christlichen Autoren des frühmittelalterlichen Nordeuropas

Deutschsprachige Zusammenfassung des Vortrages vom 28. April 2014: De bons païens ? Autour de quelques figures de l’Europe du Nord dans le haut Moyen Âge. Bevor ich auf mein eigentliches Thema zu sprechen komme, scheint es mir der Idee dieser … Continue reading

Vortragsreihe: Junge französische Mediävisten zu Gast in Münster / La jeune génération des médiévistes français invitée à Münster – Programm Sommersemester 2014

Seit 2009 laden wir am Historischen Seminar der WWU Münster einmal im Monat junge französische Kolleginnen und Kollegen dazu ein, im Rahmen eines französischsprachigen Vortrages ihre laufenden Projekte und Forschungsvorhaben vorzustellen und gemeinsam zu diskutieren. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, die aktuelle (und zukünftige) Mittelalterforschung in Frankreich, deren Themenschwerpunkte und Methoden näher kennenzulernen und insbesondere mit der jüngeren französischen Historikergeneration ins Gespräch zu kommen. Die Vorträge finden in französischer Sprache statt. Die Beiträge in der anschließenden Diskussion können gern auch auf Deutsch oder Englisch vorgetragen werden. Die Veranstaltung wird durch ein eigenes Blog auf hypotheses.org begleitet. Hier finden Sie zusätzliche Informationen zu den einzelnen Gästen sowie längere deutschsprachige Zusammenfassungen ihrer Beiträge. Diese werden jeweils einige Tage vor dem Vortrag veröffentlicht und können auch per Newsletter abonniert werden (über hiltmann@uni-muenster.de). Das Blog bietet zudem die Möglichkeit, die Vorträge zu kommentieren und die Diskussion im Internet fortzusetzen. Sie finden das Blog unter der Adresse: jeunegen.hypotheses.org/ Für Studierende wird zudem eine die Vorträge begleitende Lehrveranstaltung angeboten. Montag, 28. April 2014 Alban Gautier (Boulogne-sur-Mer) De bons païens? Autour de quelques figures de l’Europe du Nord dans le haut Moyen Âge Gute Heiden? Zur Darstellung heidnischer Helden bei christlichen Autoren des frühmittelalterlichen Nordeuropas mehr zu […]

Interoperationalität und semantisches Web für Mediävisten. Bericht zur Training School “Transmission of texts. New tools, new approaches” am IRHT Paris (31. März – 4. April 2014)

Anfang April konnte ich an einem gemeinsam von der COST Action „Medioevo Europeo“, dem Institut de Recherche d’Histoire de Textes (IRHT) und dem Projekt Biblissima organisierten Digital Humanities-Seminar teilnehmen. Unter dem Titel “Transmission of texts. New tools, new approaches”(mehr Infos: … Weiterlesen

Ein gemeinsamer Blog für mehr Austausch und Kooperation – das Deutsch-Französische Mediävistenforum (DFMFA)

Seit dem 21. Februar gibt es mit dem DFMFA einen weiteren Blog unter den geschichtswissenschaftlichen Blogs von Hypotheses.org. Sein Ziel ist es, Austausch und Kooperation zwischen der deutschen und der französischen Mittelalterforschung weiter zu fördern und Raum für gemeinsame Diskussionen zu schaffen. Er wendet sich an Mediävistinnen und Mediävisten in Deutschland und Frankreich, auch wenn diese die jeweils andere Sprache nicht perfekt beherrschen, und gerade auch an Doktoranden und Wissenschaftliche Mitarbeiter, die hier die Möglichkeit für einen vertieften Austausch mit der französischen Forschung finden […]

Programme: Heraldic artists and painters in the Middle Ages / Peintres et artistes héraldistes au Moyen Age (Poitiers, 10-11 April 2014)

When it comes to heraldic depictions in the Middle Ages, the role of the artists has been neglected for a long time. However, it is well known that the most famous painters and sculptors of their time were commissioned to carry out such depictions that played an important part in the public representation of the prince. The big names of art history such as the Limbourg brothers, Donatello, Pisanello, Barthélemy d’Eyck, Jean Fouquet or Albrecht Dürer have left important traces of their preoccupation with heraldic and emblematic depictions, whether in preserved artwork or by being mentioned in financial sources. Besides them, a huge number of other, less well known artists have also contributed to shape the medieval heraldic heritage. Many questions need to be asked here: about the formation of those artists and their heraldic culture, about the extent of their intervention in the conception of heraldic and emblematic programs, and about their relationship to the prince.  On what basis did they work, did they have textual descriptions or already any drawn models to start from? Which liberties did they take in dealing with the heraldic rules of depiction? What was their eventual contribution to the evolution of heraldry in […]

Jones, Tanja (Tuscaloosa, AL): Vivified Heraldry: On Pisanello’s Medallic Imagery

Analyses of the earliest cast portrait medals, produced by Pisanello from the late 1430s through the 1440s, often focus on identifying ancient numismatic sources for the imagery found on the small, sculpted works of art, a pursuit consonant with the traditional identification of the objects as reviving antique traditions of personal commemoration. Less considered is Pisanello’s adoption, manipulation, and vivification of heraldic insignie in medallic imagery. Focusing on medals produced for Ludovico Gonzaga of Mantua, Sigismondo Malatesta of Rimini, Filippo Maria Visconti of Milan, and Alphonso I of Naples, this paper examines Pisanello’s employment of heraldic elements in emblematic and narrative imagery to forward identification of patrons with contemporary political and religious concerns. Particular attention is paid to the Gonzaga medals and their incorporation of heraldic insignie granted to the rulers of Mantua by the Emperor Sigismond in 1432.  Sustained consideration of the text of the imperial charter, the concurrent modification of the Gonzaga arms, and the medallic imagery offers new avenues for addressing the range of Pisanello’s visual sources as well as the function that medals, as bearers of a complex, visual language, conveyed to contemporaries. This paper will be presented at the workshop: Heraldic artists and painters in […]

Savorelli, Alessandro (Pise): L’héraldique “naturaliste” des Della Robbia à Florence et en Toscane

Les Della Robbia (Luca, 1399-1482, Andrea, 1435-1525, Giovanni, 1469-1529) sont une famille d’artistes parmi les plus importantes et célèbres du Rinascimento. Sculpteurs et céramistes, ils diffusèrent la technique de la « terracotta invetriata » (la terre cuite émaillée). Leurs produits, d’une élégance et superbe luminosité, marquèrent le territoire et les villes de la Toscane pendant un siècle. Dans leur activité les ateliers des Della Robbia produisirent aussi une grande quantité d’armoiries: le vieux catalogue de Alan Marquand, édité en 1919, en comptait 392 (une nouvelle édition du catalogue, avec 500 entrées, par Carlo Tibaldeschi, va apparaitre). La qualité de ces produits héraldiques est exceptionnelle: les plus grandes et riches familles de Florence (et, parfois, des princes et seigneurs étrangers) firent appel aux Della Robbia pour représenter leurs armoiries. Ces ouvrages constituent pourtant une source fondamentale pour la connaissance de l’héraldique toscane à la Renaissance, même aussi car ils conservent les couleurs, normalement perdues dans la plupart de la production héraldique toscane en pierre ou en faïence. Toutefois l’importance de cette production demeure aussi, et surtout, dans le tentative des Della Robbia de créer un véritable langage héraldique sur la base des modèles exceptionnels fournis par l’atelier de Donatello et de Lorenzo Ghiberti : un langage […]

Clemmensen, Steen (Farum): Armorials as commercial ventures?

A substantial number of late medieval armorials can be placed in six groups, and all appear to be desk works, not field notes. Their structure, form of manufacture and the relationships between members place them as candidates for being products of the commercial book business. Targeting a wider audience is evident for one of the groups with members made in Southern Germany, notably the Richental chronicle-cum-armorial. A few artisans were each involved in the making of more than one member of another group, named for the Armorial équestre de la Toison d’or. The members of the groups are all composite armorials with many well-defined segments, sometimes fifty or more. The three key features determining the groups are concordant segments, common markers, and common iconography of imaginary arms. Preliminary findings indicate that some armorials were made by heralds, mainly for their own use, while others were made for commercial purposes. Some possible ways of why and how groups and member armorials may differ and how their contents descended over time and space will be discussed. This paper will be presented at the workshop: Heraldic artists and painters in the Middle Ages / Peintres et artistes héraldistes au Moyen Age (Poitiers, 10-11 […]

Andreas Zajic (Vienne): arma in ipsa cedula depicta. L’influence des bénéficiaires sur la conception des armoiries et l’exécution des décors enluminé dans les concessions d’armoiries impériales au XVe siècle

Dans leur étude des procédés d’expédition des actes de la chancellerie impériale, la plupart des manuels allemands de diplomatique et des études spécialisées se sont concentrés sur la période du Moyen Âge central. Jusqu’ici pourtant, la naissance d’un nouveau type de chartes impériales au cours du XIVe siècle, les lettres de concession d’armoiries, n’avait pas retenu l’attention des diplomatistes. Ces chartes, accordées aux bénéficiaires sous forme de diplôme ou de lettres patentes, furent rédigées presque entièrement selon des formules de chancellerie conventionnelles – à l’exception bien sûr du blasonnement individuel. Les registres de chancellerie offrent d’ailleurs plusieurs attestations des suppliques précisant le texte du blasonnement de leurs nouvelles armoiries que les impétrants fournirent au personnel de la chancellerie. Le fait que, dès l’origine de cette pratique, ces actes intégraient assez régulièrement une image des armoiries concédées n’a pas encore stimulé une coopération systématique entre historiens et historiens de l’art. On trouve d’ailleurs assez souvent émise, dans la littérature sur le sujet, l’idée que les peintres du décor héraldique étaient membres de la chancellerie. Il semble pourtant désormais assuré que les enluminures des chartes furent ordinairement ajoutées hors de la chancellerie, même si, durant le concile de Constance, le considérable accroissement […]

Roland, Martin (Vienna): Illuminated charters, heraldry and artistic excellence

Artistic quality is not necessary in order to be considered a good heraldic painter. Too much creative transformation is not what a patron seeks when he orders a coat of arms. Such is the standard opinion, and this is true within the field of illuminated charters as well. But standard explanations are never sufficient for artefacts of the highest rank. And this also holds good for the field I want to focus on. There are always two aspects about artistic quality: innovation and perfection of handicraft. In the field of innovation, the oldest heraldic depiction on a charter I am aware of dates from 1295; it has to be mentioned even though it is – from an artistic point of view – a very, very modest object. A charter from 1305, showing the arms of Castile and León, points to a much older tradition. These examples make clear that, even though grants of coats of arms are the predominant reason to depict heraldic signs, there are other opportunities as well to use heraldic motives as elements to decorate charters. The oldest grant of arms of superb quality dates from 1355: Emperor Charles IV ennobles Jacopo Santacroce, a jurist from Padua. […]

RISE: EU-Programm für Austausch von Mitarbeitern, deadline 24. April

Bis zum 24. April kann man sich bei der EU im Rahmen des Programms  “Horizon 2020 – Marie Skłodowska-Curie” noch für das Research and Innovation Staff Exchange (RISE) – Austauschprogramm bewerben. Ziel des Programms ist es, existierende Netzwerke zu stärken und neue aufzubauen. Besonders angesprochen sind dabei Kooperationen mit Beteiligung nichtuniversitärer Einrichtungen. Antragsberechtigt sind Kooperationen mit mindestens 3 Partnern in mindestens 3 verschiedenen Ländern. Ein deutsch-französisches Kerntandem wäre also um mindestens um einen weiteren Partner aus einem weiteren EU-Land zu erweitern. Gefördert werden Aufenthalte von eigentlich jeder Art von Mitarbeitern, vorrangig aber Doktoranden und Postdocs, für einen Zeitraum von 1-12 Monaten. Gezahlt werden pauschal 4.500€ pro Monat der Entsendung. Mehr Infos: http://ec.europa.eu/research/participants/portal/desktop/en/opportunities/h2020/calls/h2020-msca-rise-2014.html#tab2          

Bessero, Anne-Sophie (Paris): Les fournisseurs d’armoiries funéraires au XVIe siècle

Lors des funérailles, le décor héraldique était omniprésent : du cercueil aux accessoires, des housses de chevaux aux murs des églises, … Ce décor participait à la glorification du défunt et mettait l’accent sur la continuité lignagère. Les comptes de funérailles nous donnent des indications sur les armoiries utilisées : qui les fournissaient, pour quel coût, pour quelle utilisation, en quels matériaux, etc. A partir des commandes officielles, il se dégage le nom de certains artistes. Il pouvait s’agir de peintres renoms (comme François Clouet), de peintres spécialisés en armoiries, ou même de brodeurs. Cette documentation officielle complétée par des contrats passés devant notaire permet d’effleurer la carrière de ces artistes. On y découvre, entre autres, des contrats d’associations qui complète utilement les comptes, la naissance de dynasties familiales d’artistes héraldistes. This paper will be presented at the workshop: Heraldic artists and painters in the Middle Ages / Peintres et artistes héraldistes au Moyen Age (Poitiers, 10-11 April 2014)  

Lupescu, Radu (Cluj): Heraldic commissions in architectural context: The architectural workshop of Cluj in the fifteenth century

The present paper will focus on a particular workshop which seems that was involved in the production of armorial bearings displayed in different architectural context. In the mid-fifteenth century several arms displayed on public and private buildings has appeared in Transylvania and some of them shows identical stylistic and structural features. They could be related to a workshop that was active in Cluj (Kolozsvár, Klausenburg) and was in charge at least with the parish church and the town fortifications. They carried out other different works for lay and ecclesiastic commissioners, among them being John Hunyadi, the governor of Hungary. This paper will be presented at the workshop: Heraldic artists and painters in the Middle Ages / Peintres et artistes héraldistes au Moyen Age (Poitiers, 10-11 April 2014)

Blanchard, Jean-Christophe (Nancy): Georges Gresset, peintre et héraut d’armes des ducs de Lorraine (…1523-1559)

Georges Gresset, fils d’un peintre-verrier, commença sa carrière comme peintre du duc Antoine (1508-1544). De 1523 à 1538, ce prince lui alloue à ce titre une pension régulièrement mentionnée dans la comptabilité ducale. A partir de 1539, c’est en tant que héraut d’armes qu’il est pensionné. Parallèlement Georges Gresset est défrayé pour un certains nombres de travaux qu’il réalise au service du duc. Après la mort d’Antoine, la carrière de Georges subit un coup d’arrêt et le héraut d’armes redevient peintre. Plusieurs documents notariés permettent de mieux le situer dans son milieu mais hélas aucune œuvre ne lui est attribuée. Je me permettrai cependant d’évoquer un portrait, un livre d’heures et les illustrations d’un armorial des anoblis supervisé par Emond du Boullay qui pourraient être de sa main. La carrière de Georges Gresset illustre bien les liens qui unissaient peintres, armoiries et hérauts d’armes notamment dans une période de mutation de l’office d’armes. This paper will be presented at the workshop: Heraldic artists and painters in the Middle Ages / Peintres et artistes héraldistes au Moyen Age (Poitiers, 10-11 April 2014)

Gentile, Luisa Clotilde (Turin): Artistes, hérauts et héraldique de part et d’autre des Alpes Occidentales

La zone entre la Savoie et le Piémont offre une perspective intéressante pour l’étude des relations entre les artistes et l’héraldique. Ici, l’artiste pouvait exercer sa profession dans des contextes sociaux et politiques différents : cours princières, bourgs et châteaux féodaux, villes d’ancienne tradition communale. Dans cette zone frontalière, sous l’influence du monde transalpin, des hérauts sont attestés, mais à une époque tardive et de façon sporadique, comme dans le reste de la péninsule. On dirait que leur contribution à la construction du système héraldique et emblématique ait été presque nulle avant le XVIe siècle, alors qu’une production artistique abondante témoigne souvent chez les peintres, les sculpteurs, les orfèvres une excellente maîtrise des codes visuels de l’héraldique. La réalisation de targes héraldiques et de figurations emblématiques à des fins institutionnels et cérémoniaux était l’un des principaux revenus professionnels. En effet, à l’époque moderne les rares hérauts et « blasonatori » des ducs de Savoie seront souvent recrutés parmi les peintres et les maîtres du dessin. Des questions se posent: quelles catégories détiennent le savoir héraldique, ici comme dans le reste de l’Italie? Qu’est-ce que nous disent les documents des archives, bien connus dans la région grâce à une tradition de recherche et de […]

Identifier des projets communs de recherche, trouver des partenaires scientifiques, partager des informations: le nouveau DFMFA // Gemeinsame Forschungsfelder identifizieren, mögliche Kooperationspartner finden, Informationen teilen – das neue DFMFA

Lorsque cette initiative commune pour rapprocher les médiévistiques française et allemande a été initiée en août 2012, jamais nous n’avons escompté un intérêt aussi large. Or, ce ne sont pas moins de 80 collègues allemands et 160 collègues français qui ont répondu au questionnaire alors diffusé. Cet enthousiasme nous a conduits à mettre en place un instrument digne d’une telle attention. Cet outil existe désormais : le Forum des Médiévistes Franco-Allemand (DFMFA). L’objectif premier de cette initiative a été de rapprocher les centres d’intérêt des deux médiévistiques française et allemande et de contribuer à améliorer les conditions d’une coopération commune. L’attention la plus grande a été consacrée à l’identification de projets scientifiques communs, à la quête de partenaires de travail et à la collecte d’informations sur les outils, instruments et appuis de la recherche. Nous fondons l’espoir que ce forum sera de nature à satisfaire ces demandes. Conçue à l’origine sur le modèle d’une base de données, cette plate forme a pris les contours d’un blog. Ce carnet offre ainsi l’opportunité d’une communication et d’un échange de nouveau type. Tout membre inscrit sur ce forum peut en effet y déposer des contributions et, ce faisant, user de cette plate forme comme […]

Gil, Marc (Lille): Peinture d’armoiries, une activité parmi d’autres du peintre médiéval ?

À Hue de Boulogne, valet de chambre et peintre de mondit Seigneur pour ung tableau armorié desdittes armes d’icellui… À Amiens, depuis au moins la fin du XIIIe siècle et jusqu’en 1399, les peintres et les huchiers (menuisiers), associés dans la même confrérie, étaient chargés de la fabrication de l’écu de l’évêque. En flamand, le mot « schilder », peintre, dérive de « schild », bouclier ou écu. Ces deux exemples permettent déjà de saisir le lien naturel qui unit dès l’origine le peintre à l’héraldique, dont le langage visuel est né sur les champs de batailles. Grâce au témoignage des statuts des métiers, des mentions d’archives et des quelques œuvres conservées, nous essaierons de comprendre la place prise par la peinture d’armoiries dans les activités du peintre en Picardie et dans les anciens Pays-Bas bourguignons (vers 1300-1500), et en quoi consistait exactement cette peinture longtemps sous-estimée. Marc Gil, maître de conférences en histoire de l’art médiéval (Université Lille 3), est spécialiste des arts figurés et des métiers du livre. Il a notamment publié le Catalogue des livres de dévotion manuscrits et imprimés (XIIe-XVIe siècles) de la Bibliothèque municipale de Lille (Villeneuve d’Ascq, 2006) et, avec Ludovic Nys, Saint-Omer gothique (Valenciennes, 2004). Collaborations […]

Ferrari, Matteo (Poitiers): Au service de la Commune. Identité et culture des « artistes héraldistes » dans les villes italiennes aux XIIIème-XIVème siècles

La communication par images des communes italiennes reposa largement sur l’héraldique. Elle offrait un code visuel capable au même temps de donner une représentation symbolique du pouvoir et de satisfaire des tâches plus proprement pratiques, inhérentes aux activités politiques, administratives et militaires de la ville et de ses institutions. Il est pourtant facile d’imaginer que de grandes communes aux petits villages doués d’autonomie, même partielle, des équipes de peintres et sculpteurs répondaient aux commandes des magistratures civiles, en assurant la réalisation d’images et décors héraldiques dans les palais publics aussi bien que sur des  objets (bannières, boucliers, coffres, registres etc.). Les villes de l’Italie centrale et septentrionale en conservent nombreux témoignages, tandis que les documents (Bologne, Florence, Pise, Sienne) nous informent sur une grande quantité d’ouvrages perdus. Le travail des artistes était tellement essentiel que certaines communes, notamment les moins importants et puissants (San Gimignano, fin du XIIIème siècle) cherchaient de les attirer en leurs offrant des avantages économiques. En tout cas, il ne s’agissait pas d’artistes spécialisés, mais plutôt de peintres et sculpteurs, même très renommés (Giotto, Ambrogio Lorenzetti etc.), qui travaillaient parfois en exclusive pour la Commune (Paolo Avvocati à Bologne), mais plus généralement même pour des autres commanditaires. […]

Zu mittelalterlichen Wappenbesserungen und neuen Ansätzen in der Heraldik. Vortrag und Interview mit Laurent Hablot (Poitiers) an der Universität Münster

Am 20. Januar sprach Laurent Hablot (Poitiers) in der französischsprachigen Vortragsreihe “La jeune génération des médiévistes français invitée à Münster” am Historischen Seminar der Universität Münster über Devisen und Wappenbesserungen im Spätmittelalter. Wie immer bei dieser Vortragsreihe, gibt es zum Vortrag auch noch einmal eine deutschsprachige Zusammenfassung des Textes, die auf dem Blog der Reihe veröffentlich wird: http://jeunegen.hypotheses.org/1152 Darüber hinaus führen die Studierenden immer auch noch ein Interview mit den Gästen. Das Interview mit Laurent Hablot wurde soeben ebenfalls auf dem Blog der Veranstaltungsreihe veröffentlicht. Darin spricht er darüber, wie er zur Heraldik als Forschungsthema kam. Vor allem aber sagt er viel Interessantes zum Verhältnis zwischen Heraldik und Geschichtswissenschaft und zur Frage, inwieweit die Heraldik eine angestaubte Wissenschaft ist und welche Rolle neue, mentalitäts- und sozialgeschichtliche Ansätze hier spielen: http://jeunegen.hypotheses.org/1191  

P.R.I.M.E. – DAAD kündigt neues Förderprogramm für PostDocs an (12 Monate Ausland, 6 Monate Reintegration an dt. Hochschule)

Der DAAD hat ein neues Förderangebot für Postdocs angekündigt. Die Förderdauer umfasst insgesamt 18 Monate: 12 Monate Auslandsaufenthalt und 6 Monate (Re-)Integrationsphase an einer deutschen Hochschule. Dabei handelt es sich nicht um ein Stipendium sondern um die Finanzierung einer entsprechenden … Continue reading

Hiltmann, Torsten (Universität Münster)

Name/Nom: Hiltmann Vorname/Prénom: Torsten Titel/Fonction: Jun.-Prof. Dr. Universität/Université: Universität Münster Forschungseinrichtung/Institution de recherche: Historisches Seminar Email/Couriel: hiltmann [at] uni-muenster.de Adresse/Adresse: Historisches Seminar Universität Münster Domplatz 20-22 D-48143 Münster Homepage/Site internet: http://www.uni-muenster.de/Geschichte/histsem/JPGHuSMA/personen/hiltmann/index.html Social Networks/Réseaux sociaux (academia, facebook, twitter etc.): ‎https://uni-muenster.academia.edu/TorstenHiltmann https://twitter.com/TorstenHiltmann Gewünschte Kooperationen/Coopérations souhaitées: Gastaufenthalte, Lehrkooperationen, Sommerakademien, Studierenden- oder Promovendenaustausch, Graduiertenkollegs, Tagungen, gemeinsame Forschungsvorhaben, gemeinsame Veröffentlichungen Forschungsinteressen/Centres d’intérêt scientifique: Die mittelalterlichen Herolde ; Heraldik und heraldische Kommunikation im Mittelalter; visuelle Kommunikation im Mittelalter ; Ritterlich-höfische Kultur, insb. Traktate und Wissenkulturen ; Turniere ; die Verwendung des Königsbegriffs jenseits des Politischen, bei Spielleuten, Kaufleuten, Prostitutierten oder bei Festen (z.B. roi des ribauds, roi de l’Epinette, roi de la fêve etc.) sowie andere Titelverwendungen und soziale Organisationsformen jenseits des Politischen (sociétés joyeuses und abbeyes de jeunesse) ; Digital Humanities Sonstiges/Divers: leitet das Forschungsprojekt: ”Die Performanz der Wappen. Zur Entwicklung von Funktion und Bedeutung heraldischer Kommunikation in mittelalterlichen Kultur (12.-15. Jahrhundert)” (Dilthey-Fellowship der VolkswagenStiftung) ; organisiert die Vortragsreihe “La jeune génération des médiévistes francais invitée à Münster / Junge französische Mediävisten zu Gast in Münster” ;verantwortlich für den internationalen Gemeinschaftsblog “Heraldica nova. Medieval Heraldry in social and cultural-historical perspectives“