Planet History

1914-1918 – Die Entwicklung der Dinge

16.8.1918 Das Eiserne Kreuz I. Klasse

Es nützt auch nichts, wenn ich mir noch einmal vergegenwärtige, in welch “feierlicher” Weise mir mein “Eisernes I.” Verliehen wurde. Ich hatte eines Tages das Missgeschick, meine Urinflasche auf den Erdboden fallen zu lassen. Die Flasche ging in Scherben. Mich darüber in Arrest zu stecken, war bei meinem Zustand anscheinend nicht angebracht. Aber 8 Tage […]

Mehr lesen …

29.3.1918

Die ungefähr 50stündige Reise über Valenciennes (wo wir beinahe noch das Opfer feindlicher Fliegerbomben geworden wären), Namur, Lüttich, Herbesthal, Köln, Hagen, Paderborn bis Göttingen trug die gleichen Kennzeichen, wie die Fahrt im Krankenwagen und Sanitäts-Auto. Zwar waren die Schienen glatter als die Wege und Straßen von der Front — aber das rücksichtslose Anziehen der Lokomotive […]

Mehr lesen …

Verletzung – Teil 3

Ich sollte überhaupt nicht mit bei der Offensive sein, weil ich zuvor nächtelang bei den Vorbereitungen mitgeholfen hatte. Ich wies diese Zumutung zurück. Ich wollte nicht zurückbleiben, wenn es wieder vorwärts ging. Noch ehe ich zur Front abrückte, hatte ich Pech. Beim Anzünden einer Pfeife ging in meiner linken Hand die ganze Streichholzschachtel in der […]

Mehr lesen …

21.3.1918 Gottseidank! Eine jede Kugel trifft ja nicht!

Gottseidank! “Eine jede Kugel trifft ja nicht!” Wäre es anders, unsere gesamte Batterie gehörte längst der Vergangenheit an. Wir lägen vielleicht zerfetzt in irgendeiner Erdfalte der Champagne, oder an der Aisne, an der Somme, vor Verdun oder im fremden Land. Aber trotzdem, “eine Kugel trifft bestimmt einmal”, wenn man Tag um Tag und Jahr um […]

Mehr lesen …

21.3.1918 Der Krieg ist für mich zu Ende

Eine Kugel trifft bestimmt einmal. Offensive bei Cambrai. Im Feuergefecht und im Gas. Ein Granatsplitter genügte. 9 Stunden hilflos auf dem Verbandsplatze. Sanitätsauto nur für Offiziere. Die Himmelfahrt nach dem Feldlazarett. Nachts 1 Uhr endlich unter dem Messer. Eine 50-Stündige Fahrt in dem Lazarettzug. Im Göttinger Reservelazarett II, Abteilung Thüringer Hof. Was man aushalten muss, […]

Mehr lesen …

20.3.1918 „Eine jede Kugel trifft ja nicht“

Nochmals in der Feuerstellung. Die letzten Vorbereitungen. Morgen soll’s losgehen. “Eine jede Kugel trifft ja nicht!” Wir haben unsere Geschütze diese Nacht mit 30 Mann endgültig eingefahren – ein Stück Arbeit, wie es von Menschen nur im Kriege geleistet werden kann. Gestern abend halb 8 Uhr begannen wir damit. Das 1. Geschütz konnte glatt auf […]

Mehr lesen …

8.3.1918 Ein nächtlicher „Gasangriff“ hinter der Front

Ein nächtlicher “Gasangriff” hinter der Front. “Int Schipperhus.” Wir liegen noch immer in Neuville. Trotzdem scheinen wir nicht mehr weit vom Schuss zu sein, da die zum Bataillon gehörigen Munitions-Kolonnen bereits Munition in die Stellungen fahren müssen. Außerdem ist auch der Bataillonsstab weiter an den Feind herangerückt und hat sein Quartier in Cambrai aufgeschlagen. Aus […]

Mehr lesen …

2. und 3.3.1918

2.3.: Wir haben diese Nacht wider Erwarten noch in Curgies zugebracht. Doch heute abend geht es bestimmt weiter. Das Wetter ist inzwischen erneut stürmisch und nasskalt geworden, so dass uns im Gedanken an die damit verbundenen Annehmlichkeiten ein leichtes Grauen überkommt. 3.3.: Lourches. Empfindliche Kälte. Morgens 1 Uhr haben wir Curgies verlassen. Diesmal gab es weder […]

Mehr lesen …

1.3.1918 Mein guter alter Klepper!

Curgies. Mein guter, alter Klepper! Das Wetter für den vergangenen Nachtmarsch war etwas günstiger. Bei hellem Mondenschein verliessen wir – nachdem  man uns zunächst 3 Stunden auf dem Biwakplatz hatte stehen lassen – um Mitternacht Bavay. Ich hoffte, auf dem Rücken meiner “Rosinante”, die man mir in meiner Eigenschaft als Richtunteroffizier für die kommende Offensive […]

Mehr lesen …

28.2.1918 Bewegungskrieg

Unser Marsch hat bereits alle Formen des Bewegungskrieges – leider auch die weniger angenehmen – angenommen. Mit unserer Abreise von Maubeuge setzte gleichzeitig ein feiner Sprühregen ein, der sich bis Mitternacht zu einem heftigen Klatschregen verstärkte und uns bei unserer Ankunft in Bavay – 1 Uhr morgens – glücklich bis auf die Haut durchnässt hatte. […]

Mehr lesen …

27.2.1918 In Nachtmärschen zur Front

In Nachtmärschen zur Front. Währen der Nacht hat der größte Teil der zahlreichen in der Gegend von Maubeuge in Ruhe gelegenen schweren Batterien die Quartiere verlassen. Auch wir mussten dem uns lieb gewordenen Consolre den Rücken kehren. Der Abmarsch erfolgte heute morgen um 4 Uhr im Bataillonsverband über Colleret, Jeumont, Boussois, zunuachst bis Maubeuge. Dort […]

Mehr lesen …

16.2.1918 Marschbereitschaft

Marschbereitschaft. Man plant eine deutsche Offensive bei Arras. Seit gestern ist das Bataillon marschbereit. Heute sollen wir bereits abtransportiert werden; der Abmarsch ist aber im letzten Augenblick auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Soviel ich erfahren habe, werden wir nach der Gruppe Arras kommen, dort jedoch nicht sofort, sondern – wie alle übrigen für diesen Abschnitt […]

Mehr lesen …

3.2.1918 Bereits 14 Tage in Ruhe

Bereits 14 Tage in Ruhe. Flandern erneut in Sicht? Sonntag. Morgen befinden wir uns bereits volle 14 Tage in Ruhe – ohne dass wir Grund haben, uns irgendwie zu beklagen. Die Quartiere sind ausgezeichnet, die Verpflegung ausreichend und der Dienst erträglich. Dazu kommt ein herrliches Frühlingswettter, das seit dem ersten Tage unseres Hierseins anhält. Wie […]

Mehr lesen …

15.1.1918 An der Aisne war alles vorbildlich

Wir sollen nach Maubeuge in Ruhe kommen. An der Aisne war alles vorbildlich. Heute ist Ablösungstag. Bei meiner Ankunft im Lager erfahre ich als Neuigkeit, dass wir in einigen Tagen herausgezogen und nach Maubeuge in Ruhe gebracht werden sollen. Wir werden wohl mit Wehmut an unsere schöne Zeit an der Aisne zurückdenken. Alles – Stellung, […]

Mehr lesen …

13.1.1918 Neue Flugblätter der Franzosen

Draußen ist alles weiß. Neue Flugblätter der Franzosen. Wer ist der nächste Angreifer? Ich bin seit dem 7. Wieder in Stellung. Draußen ist noch alles weiß. Zweimaliges Tauwetter vermochte den Winter nicht zu verscheuchen. Solange wir hier unsere ruhige Stellung behalten können, soll uns die Kälte willkommen sein. Wir finden sogar wieder einmal Gelegenheit, gegenseitig […]

Mehr lesen …

3.1.1918 Der Krieg ist eingeschlafen

Weihnachten und Neujahr liegen hinter uns. Der Krieg ist eingeschlafen. Die Scheidewand zwischen “Volks”- und “höherer” Schulbildung. Die Vertretung des Feldwebels liegt hinter mir. Ich habe eine ruhige und angenehme Zeit verlebt. Alles blieb in bester Ordnung und auch im alten Gleise. Selbst der Batterieführer war diesmal mit mir zufrieden. Die Weihnachtsfeier am 24.12. Reihte […]

Mehr lesen …

14.12.1917 Eiserne Portionen

Wir wünschten, es ginge wieder einmal vorwärts. Eiserne Portionen! Nochmals Vertretung des Feldwebels. Nach dreiwöchigem Aufenthalt auf Beobachtung und zuletzt in der Feuerstellung kehre ich zur Sammelstelle zurück. Vorn war es recht ruhig. Fast möchte man glauben, dem Frieden schon einen Schritt näher zu sein. Und doch wickeln sich bei den Franzosen wie bei uns […]

Mehr lesen …

20.11.1917 Streit zwischen Bataillons- und Batterieführer

Erst waren die Franzosen ruhig – jetzt geht es wieder los. Der Streit zwischen Bataillons- und Betterieführer. “Wir” sind die Leidtragenden – und der Batterieführer geht nach der Heimat. Beobachtung auf der “Römerschanze”. An der Front war es seit unserem Hiersein verhältnismäßig ruhig. Gestern lebte die feindliche Artillerietätigkeit wieder auf. Die Franzosen beschossen während der […]

Mehr lesen …

10.11.1917 Rin in die Kartoffeln – raus aus die Kartoffeln

Rin in die Kartoffeln – raus aus die Kartoffeln – rin in die Kartoffeln! Alles wird man mal im Leben leid, sogar das Kriegstagebuchschreiben. Aus dem Urlaub zurück. Der neue Papierkrieg. Am 1.11. Stellungswechsel nach der Aisne. Waldlager “Schwaben” bei Sissonne. Am 2.11. In Stellung bei Outre. Russland soll Waffenstillstand angeboten haben. Nach wochenlanger Bummelei […]

Mehr lesen …