Planet History

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Die Hausbibel des Seidenstickers Hans Plock (1490-1570) – Wege der Erschließung

Mit der Hausbibel des Seidenstickers Hans Plock (um 1490-1570), der zweibändigen, bei Hans Lufft in Wittenberg gedruckten Bibelausgabe Luthers von 1541, verfügt das Stadtmuseum Berlin (Inventarnummer XIII 387) über ein einzigartiges Zeugnis der Reformationszeit. Hans Plock wurde um 1490 in Mainz geboren, wo er vermutlich auch eine Seiden- und Perlenstickerlehre absolvierte. Zwischen 1509 und 1512 verbrachte er seine Gesellenzeit in Trier, wo er  (so notierte er es in seiner Luther-Bibel) die Erhebung des Heiligen Rocks anlässlich des Reichstages im Jahr 1512 erlebte. Seine Kunstfertigkeit […]

(In)visibilité et amplification – fortifier les voix féminines dans la recherche

Un séminaire de réflexion organisé le 26 février 2019 à l’Institut d’Etudes Avancées de Paris a mis en mire la place des femmes dans la recherche. Les résident(e)s ont partagé leurs pensées sur ce sujet entre autres avec des ancien(nne)s résident(e)s et avec Marie-Christine Lemardeley, adjointe à la Maire de Paris, ancienne présidente d’université et professeure en études anglophones à la Sorbonne Nouvelle.[1] La question de la visibilité et de la reconnaissance des femmes dans la recherche et dans la vie académique est virulente […]

„E pluribus unum“ – Die Handschriften der Hofschule Karls des Großen auf dem Weg zum UNESCO-Welterbe?

von Michael Embach (Stadtbibliothek Trier) Es ist eine bedeutende Initiative, die sich im gesamteuropäischen Kontext als ein „projet franco-allemand“ etabliert hat und die große Ziele verfolgt: die Erhebung der Handschriften aus der Hofschule Kaiser Karls des Großen in den Status des Weltdokumentenerbes der UNESCO („Memory of the World“). Das Korpus der karolingischen Hofschule besteht aus acht vollständigen Handschriften und einem Fragment. Die prachtvollen Kodizes und ihre Einbände sind heute über die großen  Häuser Europas zerstreut. Neben den Nationalbibliotheken von Frankreich, England, Österreich und Rumänien […]

Zum Buchbegriff in der Diskussion um das digitale Publizieren in den Geisteswissenschaften. Überlegungen auch aus linguistischer und mediävistischer Sicht

Entpolarisierung und Öffnung Um es für den wissenschaftlichen Bereich vorwegzunehmen (für andere Bereiche, wie etwa die Belletristik, ist die Lage eine andere): Die mittelfristige Zukunft im Bereich des wissenschaftlichen Kommunizierens und Publizierens ist digital und Open Access. Dabei möchte ich … Continue reading

Codices im Netz – Die Digitalisierung mittelalterlicher Handschriften und ihre Konsequenzen

Ende November 2013 fand in Wolfenbüttel eine kleine, vom Mittelalter-Komitee der Herzog August Bibliothek organisierte Tagung zum Thema “Konsequenzen der Digitalisierung” statt. Zur Einstimmung in die Tagungsthematik hatten die drei Organisatoren (Stephan Müller/Wien, Felix Heinzer/Freiburg und ich) kurze Statements vorbereitet, … Continue reading

Entre l’Italie et l’Allemagne: Étudier Joseph Furttenbach l’ancien (1591-1667) et la transmission du savoir architectural au XVIIe siècle

Encore un personnage fascinant. Joseph Furttenbach l’ancien (1591-1667) était architecte et un polygraphe dédié aux arts mécaniques, mathématiques et architecturaux; tout comme son contemporain Nurembergeois Georg Philipp Harsdörffer, il peut être considéré comme un acteur clef pour la transmission du … Continue reading

Der mittelalterliche Codex im virtuellen Raum – Zur Rekonstruktion der Bibliothek der Benediktinerabtei St. Matthias in Trier

Die Benediktinerabtei St. Matthias enthielt eine der bedeutenden Skriptorien und Bibliotheken des Mittelalters. Der Bestand ist nicht nur für die Theologie, Geschichte und Altphilologie von zentraler Bedeutung, sondern auch für die Kunstgeschichte, Musikgeschichte, Medizin und Germanistik. Für letzteren Bereich ist eine bedeutende volkssprachige Überlieferung zu verzeichnen, die uns in den Beginn der Geschichte der vernakularen Sprachen im mittelalterlichen Europa führt, und deren textliche Vielfalt unter anderem Zaubersprüche, Segen, Glossen und kleinere Texte umfasst. Zusammen mit der althochdeutschen und altenglischen Überlieferung des nahe gelegenen Klosters … Der mittelalterliche Codex im virtuellen Raum – Zur Rekonstruktion der Bibliothek der Benediktinerabtei St. Matthias in Trier weiterlesen

Cartul@rium – Historische und linguistische Grenzpendler: Mittelalterliche Urkunden in der Großregion

Vor etwa drei Jahren sind auf Initiative der französischen Mittelalterhistorikerin Hélène Schneider (MSH, Universität Nancy) eine Handvoll Forscherinnen und Forscher zusammengekommen, um sich der unglaublich reichhaltigen mittelalterlichen Urkundenüberlieferung der Großregion zu widmen. Diese Region, die Luxemburg, Lothringen, Saarland, Rheinland-Pfalz und Wallonien umfasst, ist, insgesamt betrachtet, seit vielen Jahrhunderten zweisprachig und bietet manche historische und linguistische Forschungsnuss, die es zu knacken gilt. Das Vorhaben war ursprünglich als Pilotprojekt im Rahmen der Universität der Großregion konzipiert und wird durch die Idee der Interdisziplinarität sowie die dezidierte … Cartul@rium – Historische und linguistische Grenzpendler: Mittelalterliche Urkunden in der Großregion weiterlesen

Auf der Suche nach dem (digitalen) Bindestrich – Das barocke Sprachlabor zwischen Tradition und Innovation

Der Eröffnungsbeitrag in diesem Blog geht auf ein besonderes Erlebnis zurück: Vor ein paar Tagen habe ich an einer Disputatio in Uppsala teilgenommen. Es war das erste Mal, dass ich in der Rolle als „Opponentin“ bei der Verteidigung einer schwedischen Dissertation mitgewirkt habe – und ich war mindestens genauso aufgeregt wie der Kandidat. Es wurde dann ein schöner Samstagvormittag, geprägt von kollegialem Diskutieren um ein spannendes Thema der frühneuhochdeutschen Graphematik. Im Vordergrund stand unter anderem auch die Überzeugung, dass sprachhistorische Forschung nur mit der … Auf der Suche nach dem (digitalen) Bindestrich – Das barocke Sprachlabor zwischen Tradition und Innovation weiterlesen

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Das Blog beschäftigt sich mit Phänomenen der Sprachgeschichte vom Mittelalter bis in die neue Zeit, insbesondere in kulturgeschichtlichem Zusammenhang. Ein Schwerpunkt werden dabei insbesondere auch die Digital Humanities und ihrer Interaktion mit sprach- und kultursgeschichtlichen Fragestellungen sein.