Planet History

Archiv des Schottenstiftes

Tagungshinweis Oktober 2017: 39. Österreichischer Archivtag

Von 11. bis 12. Oktober 2017 findet unter dem Titel „Informationsfreiheit“ der 39. Österreichische Archivtag im Vorarlberger Landesarchiv in Bregenz statt. Veranstalter in Kooperation mit dem Landesarchiv ist der Verband Österreichischer Archivarinnen und Archivare (VÖA). Das vollständige Programm gibt es hier. Eine Anmeldung ist noch bis 4. Oktober 2017 möglich!

Digitalisate von acht Handschriften online

Seit wenigen Tagen sind acht Handschriften des Schottenstifts online im Webportal „Manuscripta.at – Mittelalterliche Handschriften in Österreich“ als Volldigitalisate frei einsehbar. Die Digitalisierung erfolgte probeweise im Frühjahr dieses Jahres, den speziellen Digitalisierungsapparat stellte der Betreiber des Portals, das Institut für Mittelalterforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, leihweise zur Verfügung. Mit Blick auf potenzielle Benutzerinnen und Benutzer wurden primär einige besonders häufig (auch aus dem Ausland) angefragte Bücher ausgewählt, darüber hinaus aber auch ein paar, die im Kontext der Melker Reform stehen: Cod. 51 (Hübl … Digitalisate von acht Handschriften online weiterlesen

Sterbeeintrag und Gedenktafel für Johann Jakob von Marinoni

Unter jenen zahlreichen Personen, die über die Jahrhunderte hinweg in der Krypta des Schottenstifts bestattet wurden, findet sich auch der aus Udine gebürtige Johann Jakob von Marinoni (1676–1755), ein herausragender Mathematiker, Astronom und Geodät (Landvermesser) des 18. Jahrhunderts. Als Hofmathematiker war er 1706 gemeinsam mit Leander Anguissola und Johann Lukas Hildebrandt an der Erstellung des berühmten Anguissola-Marinoni-Plans von Wien beteiligt, welcher erstmals auch die Vorstädte innerhalb des Linienwalls präzise aufnahm. 1719 plante Marinoni die Katastervermessung des Herzogtums Mailand, die als erste wissenschaftliche Vermessung eines … Sterbeeintrag und Gedenktafel für Johann Jakob von Marinoni weiterlesen

P. Albert Hübl – Bibliothekar, Archivar, Gymnasialdirektor

Der Historiker Pater Albert Hübl (1867–1931) zählt zu den bedeutendsten Mönchen des Schottenklosters; seine Leistungen wirken noch heute nach, seine Werke sind nach wie vor in Verwendung. Am 21. Juli dieses Jahres jährt sich sein Geburtstag zum 150. Mal – Anlass für eine Würdigung in Form einer kleinen Sonderpräsentation im Museum im Schottenstift wie auch hier im Blog. Geboren wurde der junge Karl Hübl am 21. Juli 1867 als Sohn eines Simmeringer Gastwirtes (heute 11. Wiener Gemeindebezirk). Nach dem Besuch des Schottengymnasiums trat er … P. Albert Hübl – Bibliothekar, Archivar, Gymnasialdirektor weiterlesen

Fast befriedigende Matura am Schottengymnasium

In den nächsten Tagen stöhnen wieder Schülerinnen und Schüler am Schottengymnasium wie in ganz Österreich bei der mündlichen Matura. Denjenigen, die einen Antritt in Latein wagen, mag als Trost dienen, dass man früher nicht nur Übersetzungen vom Lateinischen ins Deutsche anfertigen musste, sondern auch umgekehrt. Das machte auch dem jungen Karl Hübl 1885 bei der schriftlichen Matura am Schottengymnasium zu schaffen: Den deutsch-lateinischen Prüfungsteil beurteilte sein Prüfer nur als fast befriedigend. P. Hugo Mareta, der die Prüfungen in Latein und Deutsch abnahm, war von … Fast befriedigende Matura am Schottengymnasium weiterlesen

Penicillium und Aspergillus. Dekontaminierungsaktion Inkunabelsammlung

In diesen Tagen wurde im Rahmen einer großangelegten Dekontaminierungsaktion dem (überwiegend inaktiven) Schimmelbefall in der Inkunabelsammlung zu Leibe gerückt. Nachdem vor einiger Zeit im Zuge der Anbringung von Buchschuhen und Schubern an den Inkunabeln einige Fälle von altem Schimmelbefall festgestellt wurden, konnte nun endlich die konservatorische Bearbeitung der kontaminierten Bücher durch Restauratorin Dr. Bettina Dräxler beginnen. Dies ist notwendig, da auch inaktive Schimmelpilze unter günstigen Bedingungen – zum Teil Jahrzehnte später – wieder aktiv werden und damit weitere Schäden hervorrufen können. Ebenso können angrenzende … Penicillium und Aspergillus. Dekontaminierungsaktion Inkunabelsammlung weiterlesen

Kindergarten im Archiv

Diese Woche hatten wir ungewöhnliche Gäste im Archiv: Eine Gruppe des Schottenkindergartens stattete Stiftsarchiv und Handschriftensammlung einen Besuch ab! Die Kinder im Alter von zwei und drei Jahren erhielten einen kurzen Einblick, was ein Archiv überhaupt ist und was dort so alles aufbewahrt wird. Zum Abschluss durfte jedes Kind selbst eine Urkunde besiegeln und in einer kleinen Archivmappe mitnehmen. Wieder zurück im Kindergarten wurden dann noch Handschriftenblätter illuminiert.

Tagungshinweis Mai 2017: ,,Staupitz, Luther und Salzburg“

Von 5. bis 6. Mai 2017 findet in der Erzabtei St. Peter in Salzburg aus Anlass des Reformationsjubiläums die internationale Tagung ,,Staupitz, Luther und Salzburg in den Jahren 1517–1524“ statt. Die von Rudolf Leeb (Universität Wien, Evangelisch-Theologische Fakultät, Institut für Kirchengeschichte) und Gerald Hirtner (Archiv der Erzabtei St. Peter) vorbereitete Veranstaltung beschäftigt sich mit dem Vorgesetzten, Förderer und Lehrer des jungen Martin Luther, Johann von Staupitz, der vom Orden der Augustiner-Eremiten kommend 1522 Abt in St. Peter in Salzburg wurde. Das vollständige Programm gibt es … Tagungshinweis Mai 2017: ,,Staupitz, Luther und Salzburg“ weiterlesen

Pulkauer Knopfakten 1671

Mit Knöpfen haben die „Pulkauer Knopfakten“ nichts zu tun, zumindest nicht mit jenen, die sich an der Kleidung finden. Der Name rührt von der Turmkugel an Kirchtürmen (auch Turmknauf oder  -knopf genannt) her, die nicht selten als Zeitkapsel genützt wurde. Während des Baus deponierte man in der später verschlossenen Turmkugel gerne verschiedene Akten, wie beispielsweise Auszüge aus Geburtenregistern oder Aufzeichnungen zum Bau der Kirche, oder auch andere kleine Gegenstände, wie zum Beispiel Münzen. Die Pulkauer Michaelskirche fand sich nach den Schwedeneinfällen 1645 als Ruine … Pulkauer Knopfakten 1671 weiterlesen

Antrittsbesuch des irischen Botschafters

Gerade einmal drei Wochen ist Tom Hanney, der neue Botschafter von Irland in Österreich in Amt und Würden, heute durften Pfarrer P. Nikolaus Poch und Stiftsarchivar Maximilian Alexander Trofaier ihn quasi zu einem Antrittsbesuch im Schottenstift willkommen heißen. Der Botschafter zeigte sich sehr an den iroschottischen Wurzeln des Klosters und an der Beziehung Wiens zu Irland interessiert, weshalb natürlich auch die in der Handschriftensammlung aufbewahrten Musikfragmente sowie weitere mittelalterliche Quellen Teil der Führung waren. In einem Monat wird die irische Gemeinde in Wien wieder einmal … Antrittsbesuch des irischen Botschafters weiterlesen

300 Jahre Maria Theresia

Aus Anlass ihres 300. Geburtstages würdigen zahlreiche Ausstellungen im heurigen Jahr Kaiserin Maria Theresia (1717–1780), die als regierende Erzherzogin von Österreich, Königin von Ungarn und Königin von Böhmen Österreich und Europa bis heute mitgeprägt hat. Als bescheidener Beitrag zu diesem Jubiläum ist auch ein kleiner Themenschwerpunkt mit Objekten aus dem Stiftsarchiv des Schottenstifts zu betrachten, der derzeit im Museum im Schottenstift zu sehen ist. Explizit an das Schottenstift richtete sich Maria Theresia mit einer Pergamenturkunde vom 31. Juli 1756, einer Privilegienbestätigung für das Kloster. … 300 Jahre Maria Theresia weiterlesen

(Versuchter) Initialiendiebstahl

Heute werfen wir wieder einen Blick in die Inkunabelsammlung und fragen nach den Untaten von Benutzern früherer Zeiten. So findet sich etwa in Ink. 285 (Hübl 303) ein rechteckiges Loch in fol. 1. Bei näherem Hinsehen entpuppt sich dieses als trauriges Ergebnis des Einsatzes eines Messers im Buch, wurde doch die Initiale sauber herausgeschnitten. Solche herausgetrennten Miniaturen, Initialen und Ähnliches wurden dann beispielsweise als Lesezeichen verwendet oder auch verkauft. Einen anders gelagerten Fall finden wir in Ink. 19 (Hübl 305), bei der es sich um … (Versuchter) Initialiendiebstahl weiterlesen

Studientag „Best Practices im Archivwesen“: Praktika

Am 23. Jänner 2017 fand im Salzburger Erzbischöflichen Palais unter dem Titel „Best Practices im Archivwesen“ der diesjährige Studientag der Fachgruppe der Archive der anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften im Verband Österreichischer Archivarinnen und Archivare (VÖA) und des Referats für die Kulturgüter der Orden statt. Stiftsarchivar Maximilian Alexander Trofaier, der Autor dieser Zeilen, sprach dort zum Thema „Praktika im Archiv. Chancen und Herausforderungen“. Nach allgemeinen Ausführungen zur Rechtslage und zu den verschiedenen möglichen Arten von Praktika präsentierte er vor allem auf seinen eigenen Erfahrungen beruhende … Studientag „Best Practices im Archivwesen“: Praktika weiterlesen

Neue Zeitschrift: Mitteilungen des Referats für die Kulturgüter der Orden (MiRKO)

Seit Anfang Dezember ist eine neue elektronische Zeitschrift online: Die Mitteilungen des Referats für die Kulturgüter der Orden (MiRKO) werden von ebendiesem Referat der Ordensgemeinschaften Österreich herausgegeben und dienen vorrangig der Veröffentlichung von bei Tagungen des Referats gehaltenen Vorträgen. Die Beiträge werden einzeln im Open Access publiziert, in einer Jahrgangsausgabe, die in begrenzter Auflage auch im Druck erscheint, sind dann alle Aufsätze eines Kalenderjahres erfasst.  Zum Start der Zeitschrift ist jetzt schon die gesamte erste Ausgabe 2016 abrufbar. An der Redaktion beteiligt ist übrigens … Neue Zeitschrift: Mitteilungen des Referats für die Kulturgüter der Orden (MiRKO) weiterlesen

Tagungshinweis November 2016: „Geschichte, die bewegt“

Am 23. November 2016 findet im Kardinal-König-Haus in Wien im Rahmen der Herbsttagung 2016 der Ordensgemeinschaften Österreich die diesjährige Informationstagung des Referats für die Kulturgüter der Orden zum Thema „Geschichte, die bewegt“ statt. Themen sind einerseits die Missions- und Globalgeschichte aus Sicht der Orden und andererseits Schnittstellen von Ordensgeschichte und Geschichte des Protestantismus in Österreich. Vortragen werden unter anderem die Universitätsprofessoren Wolfgang Reinhard (Freiburg/Erfurt) und Rudolf Leeb (Wien). Das vollständige Programm gibt es hier.

Der heilige Leopold in den Inkunabeln des Schottenstifts

Anlässlich von Leopoldi – dem Gedenktag des heiligen Leopold, dem Vater unseres Klostergründers Heinrich Jasomirgott – werfen wir einen Blick in unsere Inkunabelsammlung: 1485 wurde der Babenberger Markgraf Leopold III., auch der Heilige oder der Fromme genannt, von Papst Innozenz VIII. heiliggesprochen (frühere Kanonisationsbestrebungen, ausgehend von Herzog Rudolf IV., waren immer wieder im Sande verlaufen). Die Bulle zur Heiligsprechung erschien nicht lange danach auch als Druck, der im Schottenstift unter der Signatur Ink. 304 (Hübl 311) erhalten ist. Ebenso finden sich unter den Inkunabeln … Der heilige Leopold in den Inkunabeln des Schottenstifts weiterlesen

Alkuin Schachenmayr: Sterben, Tod und Gedenken in Prälatenklöstern

Eben im Druck erschienen ist die Habilitation des Heiligenkreuzer Stiftsarchivars und -bibliothekars P. Alkuin Schachenmayr: Alkuin Volker Schachenmayr, Sterben, Tod und Gedenken in den österreichischen Prälatenklöstern der Frühen Neuzeit. Habilitationsschrift (Heiligenkreuz 2016). Der Autor beschäftigt sich in seiner Arbeit mit dem heute oft befremdlichen Umgang barocker Mönche mit dem Tod, wofür er aus den reichen Quellenbeständen vieler österreichischer Stiftsarchive schöpft. Ausgehend vom Tod des Mönches als weltliche Rechtspersönlichkeit bei der Einkleidung dienen ihm die Krankenpflege, das Sterbebett, die Bestattung und das Totengedächtnis als Stationen … Alkuin Schachenmayr: Sterben, Tod und Gedenken in Prälatenklöstern weiterlesen

Restaurierung des Starhemberg-Grabdenkmals

Das bedeutendste Grabdenkmal in der Schottenkirche (und eines der schönsten barocken Grabdenkmäler Wiens) ist jenes des Grafen Ernst Rüdiger von Starhemberg (1638–1701), des Verteidigers Wiens in der Zweiten Türkenbelagerung, für welches Joseph Emmanuel Fischer von Erlach (vermutlich) den Entwurf lieferte. Hauptfigur des Denkmals ist die personifizierte Stadt Wien/Vindobona in Gestalt einer mit der Spitze des Stephansturmes gekrönten Frau, die um ihren Schild, den im Relief porträtierten Grafen, weint. Errichtet wurde das Denkmal im Auftrag von Starhembergs Witwe, er selbst ist in der Krypta der … Restaurierung des Starhemberg-Grabdenkmals weiterlesen

ORF-Dokumentation über die Babenberger

Am Dienstag, 25. Oktober 2016, dem Vorabend des Österreichischen Nationalfeiertags, wird um 22:00 Uhr und 22:50 Uhr auf ORF III die neue zweiteilige Dokumentation „Das Werden eines Landes – Die Babenberger“ von Herbert und Gabriela Kafka ausgestrahlt. Selbstverständlich spielen darin auch die Klöster Niederösterreichs (und Wiens) eine besondere Rolle. Über die Filmaufnahmen, die im Vorjahr und Anfang dieses Jahres bei uns im Haus stattfanden, haben wir bereits einmal berichtet. Aus Sicht des Schottenstifts wird vor allem der zweite Teil der Dokumentation von Interesse sein. … ORF-Dokumentation über die Babenberger weiterlesen

Tagungshinweis November 2016: „Archive als Leuchtfeuer im Informationszeitalter“

Von 9. bis 11. November 2016 findet am Wiener Stadt- und Landesarchiv die diesjährige Jahrestagung des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung zum Thema „Die Zukunft der Vergangenheit in der Gegenwart. Archive als Leuchtfeuer im Informationszeitalter“ statt. Mitveranstalter sind außerdem das Oberösterreichische Landesarchiv, das Steiermärkische Landesarchiv und der Verband Österreichischer Archivarinnen und Archivare (VÖA). Die Sektionen der Tagung beschäftigen sich mit der Kategorisierung von Information und einer (neuen) Quellenkunde im Archiv und für die Archive, mit der Überlieferungsbildung und Bewertung, mit der Informationsaufbereitung und -vermittlung sowie … Tagungshinweis November 2016: „Archive als Leuchtfeuer im Informationszeitalter“ weiterlesen

Briefmarke mit Totenmitra des Schottenstifts

Eine neue Briefmarkenedition der Österreichischen Post (Erscheinungsdatum 17.10.2016) präsentiert unter dem Titel „Sakrale Kunstschätze“ acht besondere Objekte aus österreichischen Klöstern, darunter auch die sogenannte Totenmitra des Schottenstifts (Wert: € 0,80). Diese Mitra aus schwarzem Samt mit reicher Stickerei und Steinbesatz ist das älteste Stück der Paramentenkammer des Schottenstifts und stammt aus der Zeit um 1600. Auf der Website des Stifts gibt es einen kurzen Bericht über ihre Restaurierung im Jahr 2009. Die Markenedition mit einem Gesamtwert von € 5,92 kann in Postämtern oder online … Briefmarke mit Totenmitra des Schottenstifts weiterlesen

Bericht in Bezirkszeitung über das Archiv

Die Wiener Bezirkszeitung Innere Stadt berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe 41/2016 vom 12./13. Oktober 2016 über das Archiv des Schottenstifts (sogar mit Titelseite!). Eine etwas längere Fassung des Berichts inklusive einer sehr schönen Bildergalerie erschien bereits am 10. Oktober unter dem Titel „Schottenstift: Schätze in antiken Schubladen“ auf der Website meinbezirk.at.

Tagungshinweis Oktober 2016: ,,Benediktiner als Päpste“

Von 19. bis 21. Oktober 2016 findet in der Erzabtei St. Peter in Salzburg die internationale Tagung ,,Benediktiner als Päpste“ statt. Veranstalter ist Andreas Sohn von der Universität Paris XIII. Den Festvortrag zur Eröffnung hält Klaus Herbers (Universität Erlangen-Nürnberg) zum Thema „Mönchtum und Papsttum. Gegensätze oder fruchtbare Ergänzung? Befunde aus dem Mittelalter“. Mit einer österreichischen bzw. Salzburger Dimension des Gesamtthemas befasst sich der Vortrag „Salzburg und die benediktinischen Reformpäpste“ von Erzabt Korbinian Birnbacher. Das vollständige Programm gibt es hier.

Zum Welttierschutztag 2016

Passend zum heutigen Welttierschutztag, dem Gedenktag des heiligen Franz von Assisi, finden sich zwei zusammengehörige Stücke im Archiv: die Statuten des niederösterreichischen Vereines gegen Mißhandlung der Thiere sowie dessen erster Jahresbericht vom Jahr 1848. Aus dem Verein ist einer der ältesten Vereine Wiens, der Wiener Tierschutzverein, hervorgegangen. Die Stücke sind wohl über den Nachlass Abt Ernest Hauswirths, der dem Verein bereits 1847 – also im Jahr seiner Gründung – beigetreten war, ins Archiv gelangt. Bei den Statuten handelt es sich um das Beitrittsexemplar des … Zum Welttierschutztag 2016 weiterlesen

Strafrecht in der Frühen Neuzeit

Ab der kommenden Langen Nacht der Museen am 1. Oktober 2016 bis zum Jahresende widmet sich ein kleiner Themenschwerpunkt im Museum im Schottenstift dem Strafrecht in der Frühen Neuzeit. Das Schottenstift war bis zur Aufhebung der Grundherrschaften 1848 als Grundherr an zahlreichen Orten auch Inhaber der Niedergerichtsbarkeit, musste als solcher aber natürlich ebenso die Bestimmungen der Hochgerichtsbarkeit kennen, weshalb sich im Archiv auch landesfürstliche Gerichtsordnungen erhalten haben. Einige prominente Beispiele solcher Ordnungen des 16., 17. und 18. Jahrhunderts werden nun in vier Vitrinen im … Strafrecht in der Frühen Neuzeit weiterlesen

Theodora Komnena, Herzogin von Österreich

Die heurige Lange Nacht der Museen am kommenden Samstag, 1. Oktober 2016, steht im Schottenstift im Zeichen der Theodora Komnena, Ehefrau Herzog Heinrichs II. Jasomirgott und Mitstifterin des Klosters. Theodora Komnena war eine byzantinische Prinzessin, Enkelin Kaiser Johannes’ II. und Nichte Kaiser Manuels I. aus dem Haus der Komnenen. 1148, im Zuge des Zweiten Kreuzzugs, heiratete sie den aus dem Geschlecht der Babenberger stammenden damals noch bayerischen Herzog Heinrich in Konstantinopel. Im Jahr 1156 wurde Österreich zum selbständigen Herzogtum erhoben, Heinrich wurde erster Herzog von … Theodora Komnena, Herzogin von Österreich weiterlesen

VÖA-Grundkurs 2016: Benutzung

Von 19. bis 23. September 2016 fand im Österreichischen Staatsarchiv wieder der vom Verband Österreichischer Archivarinnen und Archivare (VÖA) organisierte Grundkurs für Archivarinnen und Archivare statt. Seit 2014 hält Stiftsarchivar Maximilian Alexander Trofaier, der Autor dieser Zeilen, dort eine Einheit zum Thema „One-Person-Archives“, nun kam eine zweite Einheit zu „Benutzung“ hinzu. Zudem moderierte Trofaier dieses Jahr gemeinsam mit Helga Penz (Referat für die Kulturgüter der Orden bzw. Stiftsarchiv Herzogenburg) den gesamten Grundkurs. Im Zusammenhang mit der Benutzung sprach Trofaier über die rechtlichen Rahmenbedingungen ebenso … VÖA-Grundkurs 2016: Benutzung weiterlesen

Neue Homepage des Schottengymnasiums mit Schulgeschichte

Mit heutigem Beginn dieses neuen Schuljahrs hat das Schottengymnasium unter www.schotten.wien/schottengymnasium eine völlig überarbeitete Webpräsenz erhalten, die nun ganz dem Corporate Design des Webportals www.schotten.wien entspricht. Erstmals gibt es dort auch eine Seite, die in Wort und Bild über die Geschichte des Gymnasiums berichtet. Die Texte wurden vom Archiv des Schottenstifts verfasst, die Abbildungen stammen aus den Beständen des Stifts- und des Schularchivs.

Gesine Stern: Mönchsein im Stadtkloster

Eine spannend zu lesende Abhandlung über das Schottenstift hat vor Kurzem Gesine Stern vorgelegt: Gesine Stern, Mönchsein im Stadtkloster. Eine Ethnographie (Univ. Master-Arb., Wien 2016). Als innerstädtisch gelegenes Benediktinerkloster weist das Schottenstift ja einige ungewöhnliche Spezifika auf. Ausgehend von mehreren Interviews mit Schottenmönchen betrachtet die Autorin in ihrer für die Studienrichtung Europäische Ethnologie verfassten Masterarbeit die angenommenen und tatsächlichen Grenzen im und um das Kloster, die enge Verzahnung mit dem sozialen Umfeld und die Herausforderungen, die sich aus der Gleichzeitigkeit von Offenheit und Geschlossenheit … Gesine Stern: Mönchsein im Stadtkloster weiterlesen

Vom Schmutz in mittelalterlichen Büchern

Ein mittelalterliches Buch ist bekanntlich nichts Statisches, das seit seiner Entstehung die Zeiten unverändert überdauert hat. Im Gegenteil liefert es viele Hinweise auf die Benützung und den Umgang mit Büchern, wie Randglossen, Streichungen und Ergänzungen aber auch die Anbringung und spätere Entfernung einer Kette zeigen. Auch im Schmutz, wie er dem heutigen Benutzer zuweilen begegnet, muss nicht zwangsläufig etwas dem Buch zu Unrecht Anhaftendes gesehen werden, das die eigentlichen Informationen überdeckt – wie auch während jüngster Arbeiten an der Inkunabelsammlung des Schottenstifts aufgefallen ist. … Vom Schmutz in mittelalterlichen Büchern weiterlesen

Schottenwallfahrt nach Mariabrunn

Im Museum im Schottenstift widmet sich derzeit eine Vitrine jener Wallfahrt, die zunächst ab 1610 von der Pfarrkirche St. Ulrich, dann ab 1614 von der Schottenkirche aus über Jahrhunderte hinweg jährlich nach Mariabrunn (heute im 14. Bezirk) ging. Die Teilnehmer dieser Prozession schlossen sich 1632 zur Bruderschaft „Mariä Heimsuchung“ zusammen, die an der Schottenkirche beheimatet war. Neben einem undatierten Manuskript des 17. Jahrhunderte, welches über die Ursprünge der Wallfahrt berichtet, ist im Museum auch die urkundliche Bestätigung der Wallfahrt vom 11. Juni 1615 durch … Schottenwallfahrt nach Mariabrunn weiterlesen

Neuaufstellung der Inkunabeln

Über das mehrjährige Unterfangen der Ausstattung der gesamten Handschriften- und Inkunabelsammlung mit Buchschuhen und -schubern wurde an dieser Stelle bereits einmal berichtet. Nach den mittelalterlichen Handschriften wurde nun ein weiteres wichtiges Etappenziel erreicht: die komplette Neuaufstellung der Inkunabeln. Aufgrund des im Vergleich zu den Handschriften doch deutlich höheren Anteils an großformatigen Bänden musste bei den Inkunabeln weniger auf Buchschuhe und mehr auf Schuber zurückgegriffen werden. Nichtsdestotrotz hat sich hierdurch nicht nur der konservatorische Zustand sondern durchaus auch der ästhetische Eindruck der betroffenen Regale wesentlich … Neuaufstellung der Inkunabeln weiterlesen

Interview mit P. Wilhelm Sekyra aus dem Jahr 1974

Vor Kurzem sind wir auf ein Interview aus dem Jahr 1974 aufmerksam gemacht worden, in welchem der damalige Senior des Schottenstifts P. Wilhelm Sekyra (1895–1986) über die früheren Äbte Amand Oppitz und Hermann Peichl sowie über einige bedeutende Schottenmönche der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts spicht. Das Interview entstand im Rahmen des Projektes „Österreich am Wort“ im Auftrag der Österreichischen Phonothek (seit 2001 als Österreichische Mediathek eine Abteilung des Technischen Museums Wien), geführt wurde es vom Schaupieler und Journalisten Erich Schenk. Wilhelm Sekyra trat … Interview mit P. Wilhelm Sekyra aus dem Jahr 1974 weiterlesen

Neue Sigle für Archiv und Bibliothek

Das Schottenstift hat nun endlich auch eine eigene Sigle gemäß ISO 15511, einen International Standard Identifier for Libraries and Related Organizations (ISIL): AT-SCHOTTEN. Der Identifikator ist vor allem für die Verwendung in Datenbanken sinnvoll und dient dem besseren Austausch mit anderen Institutionen. Bisher hatte lediglich die Stiftsbibliothek das ÖZDB-Sigel SCHOTTEN, das für Zwecke der Österreichischen Zeitschriftendatenbank angelegt worden war. Nun wurde dieses Sigel in Analogie zur bisherigen Vorgehensweise einzelner anderer österreichischer Klöster vom Österreichischen Bibliothekenverbund auf Antrag in einen ISIL für das gesamte Schottenstift … Neue Sigle für Archiv und Bibliothek weiterlesen

Chronik der Magdalena Kremerin oder der Nonne von Kirchheim?

Vor eineinhalb Jahren berichteten wir an dieser Stelle vom Besuch des emeritierten Oxforder Germanisten Nigel F. Palmer, der zur Benutzung unseres Cod. 307 (Hübl 233) bei uns im Archiv war. Diese Handschrift enthält die Kirchheimer Klosterchronik, die Ende des 15. Jahrhunderts im Kloster Kirchheim unter Teck entstand und eine wichtige Quelle für die württembergische Landesgeschichte darstellt.1 Traditionell wird die Kirchheimer Klosterchronik der Dominikanerin Magdalena Kremerin zugeschrieben, die 1478 mit sechs Mitschwestern vom elsässischen Kloster Sylo bei Schlettstadt nach Kirchheim kam, um den dortigen Konvent … Chronik der Magdalena Kremerin oder der Nonne von Kirchheim? weiterlesen

Workshop-Hinweis Mai 2016: „e-Journals“

Am 20. Mai 2016 findet im Schottenstift der Workshop „e-Journals – Geschichte, Kulturwissenschaft und Archivwesen im Open Access“ statt. Veranstalter sind das Institut für Österreichische Geschichtsforschung und das Referat für die Kulturgüter der Orden. Der ganztägige Workshop möchte einerseits dem Erfahrungsaustausch dienen, soll aber auch denjenigen, die gerade ein e-Journal planen, praktische Hinweise bieten. Das vollständige Programm gibt es hier. Eine Anmeldung ist noch bis 9. Mai 2016 möglich.

Neuer Vorstand der ARGE Ordensarchive

Bei der diesjährigen Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft der Ordensarchive Österreichs (ARGE Ordensarchive), angesiedelt beim Referat für die Kulturgüter der Orden, die bei den Barmherzigen Schwestern in Graz stattfand, wurde auch der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft neu gewählt. Stiftsarchivar Maximilian Alexander Trofaier wurde wie bereits in der zu Ende gegangenen Periode erneut in den Vorstand kooptiert. Einen Bericht über die Wahl und die Vorträge der Jahrestagung gibt es hier.

Porträt des Meinrad Lichtensteiner als Universitätsrektor

Vor einiger Zeit haben wir an dieser Stelle P. Meinrad Lichtensteiner, den ersten Präfekten des Schottengymnasiums und Rektor der Universität Wien, vorgestellt. Anfang dieses Jahres wurde ein Porträt Lichtensteiners, das ihn mit der Amtskette des Rektors zeigt, vom Archiv der Universität Wien erworben. Das Schottenstift konnte damals bei der Identifizierung des Abgebildeten behilflich sein. Derzeit wird dieses Portät nun als Objekt des Monats April 2016 auf der Webseite der Universitätsbibliothek Wien präsentiert. Nicht nur die Person des Meinrad Lichtensteiner wird dort beschrieben sondern auch … Porträt des Meinrad Lichtensteiner als Universitätsrektor weiterlesen

Neue Archivbeschreibung nach ISDIAH

ISDIAH – das ist der International Standard for Describing Institutions with Archival Holdings. Dieser ermöglicht die standardisierte Beschreibung von Archiven und wurde 2008 vom Internationalen Archivrat (International Council on Archives, ICA) verabschiedet. Eine Archivbeschreibung nach ISDIAH geht weit über die Angabe von Archivbeständen, Kontaktmöglichkeiten und Benutzungsbestimmungen hinaus. Sie umfasst 31 Verzeichnungselemente (gegliedert nach den sechs Bereichen Identifikation, Kontakt, Beschreibung, Zugang, Service und Kontrolle) und gibt etwa Aukunft zur Geschichte des Archivs, zu seinem geographischen und kulturellen Kontext, zum Archivgebäude, zu Findmitteln und Publikationen über das … Neue Archivbeschreibung nach ISDIAH weiterlesen